Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 66 (19.8.1932)
- Date
- 1932-08-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 66, 19. VHI. 1932 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 319 Zum Turniag des deutschen Makkabi Von Fritz Lewinsohn, Berlin. Dem am 28. und 29. August in Berlin stattfindenden Turntag des Deutschen Makkabikreises kommt im gegenwärtigen Augenblick besondere Bedeutung zu. Die Makkabiah erforderte für den Deutschen Makkabikreis eine gewaltige Kraftanstrengung. Galt es einerseits einer möglichst großen Anzahl von Menschen das Erlebnis Palästinas zu vermitteln, so kam andererseits die Beschwerung hinzu, die entscheidenden Vorbereitungen für diese imposante Demonstration des Makkabitums in enger Zusammenarbeit mit der Zentrale des Makkabi-Weltverbandes zu treffen. Die Konzentration auf diese Aufgabe brachte es mit sich, daß der deutschen Makkabi-Arbeit nicht immer die Kräfte zur Verfiigung standen, die den Forderungen des Tages gerecht werden konnten. Die Kraftanstrengung hat ihren Lohn gefunden. Beinahe MO Menschen aus den deutschen Makkabi-Vereinen haben die erste Makkabiah miterlebt und eine neue Atmosphäre in die Reihen der jüdischen Turn- und Sportbewegung getragen. Das für das Palästina-Werk geweckte Interesse muß nun für die praktische zionistische Arbeit ausgewertet werden. Damit zeigt sich eine der Fragen, die der 14. Turntag beantworten soll. Die Notwendigkeit, der im Makkabi-Hazair straff organisierten Jugend eine Richtung zu zeigen, die ihr die Einstellung auf Palästina ermöglicht, bedarf einer Lösung. Darüber hinaus ergeben sich eine Fülle von Problemen, die den Turntag vor schwierige Aufgaben stellen werden. Die durch die politische Entwicklung in Deutschland bcdingte Auflockerung der jüdischen Jugend ergibt neue Möglichkeiten für die Ausbreitung und Vertiefung des Makkabt-Ciedankens. Nur eine materiell und ideell fundierte Organisation wird diese ausnutzen können. Es wird die Aufgabe des Turntags sein, diese Voraussetzungen zu schaffen. Die geistigen Strömungen der Zeit sind am Makkabi nicht spurlos vorübergegangen. Die Auseinandersetzung mit dem Kommunismus hat eine Aktivität erfordert, die den unpolitischeu Charakter der Bewegung gewahrt hat. Eine klare und eindeutige Stellungnahme gegenüber der immer stärker werdenden Zersetzungsgefahr wird eine geschlossene Kampffront schaffen müssen. Neben der Notwendigkeit, ein einheitliches Turn-und Sport- Programm zu schaffen und besonders das Turnen als Grundläge der Erziehung durch Leibesübungen wieder zu beleben, bedeutet eine Intensivierung durch kollektive zionistische Arbeit im Rahmen der Fonds die Richtung, die der Makkabi jetzt nach der Makkabiah zu gehen hat. Der Turntag wird einen Abschnitt des Aufbaues der Bewegung, die ihr Endziel in dem Palästina-Erlebnis gefunden hat, liquidieren. Unbeirrt von den Ereignissen des Tages werden neue Impulse zu den lokalen Zentren des Makkabitums dringen müssen. Darin liegt die entscheidende Aufgabe des kommenden Turntags. _ Dynamitanschlag in Groß Gaglow Auf dem Gute der ״Jüdischen Landarbeit G. m. b. H.“ in Groß-Gag low bei Cottbus, wo die erste vom Reichsbund für jüdische Siedlung initiierte jüdische landwirtschaftliehe und gärtnerische Siedlung errichtet wird, wurde in der Nacht vom 16. zum 17. August ein Dynamitanschlag aui ein leerstehendes Haus versucht. Die polizeiliche Untersuchung des Falles ist noch nicht abgeschlossen. In der Be- "völkerung der Umgebung, die ausgezeichnete Beziehungen zu den jüdischen Siedlern unterhält, herrscht lebhafte Empörung über den Anschlag. Der Täter dürfte von auswärts gekommen sein und ist gleich nach der Tat wieder verschwunden. Ein gefälschtes Wahlflogblatt Der ״Völkische Beobachter“ veröffentlicht das Faksimile eines ״An unsere jüdischen Glaubensgenossen“ gerichteten Wahtflugblatts, in dem die jüdischen Wähler aufgefordert werden, für die kommunistische Partei zu stimmen. Das Flugblatt, das eine Statistik über Juden in öffentlichen Stcl- Jungen in Sowjetrußland enthält und ״Jüdische Glaubensgemeinschaft Deutschlands“ (Eine Körperschaft dieses Namens existiert bekanntlich nicht) unterzeichnet ist, wurde bereits vor einiger Zeit vom Central-Verein als plumpe nationalsozialistische Fälsch un g entlarvt. Der ״V. B.“ knüpft an die Veröffentlichung dieser Fälschung folgende Drohung: Wir werden ihren Haß belohnen und dafür sorgen, daß ihre Sympathie »und ihre Liebe bald festere Formen annehmen. Daß diese ihre baldige Belohnung dann mit einer kleinen Reise gen Osten verbunden sein wird, kann man uns weiter nicht verübeln. Vermischtes Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (Gr. Hamburger Str. 27 und Klopstockstr. 58). ln sämtlichen Stuten und Klassen können Teilnehmer Aufnahme finden. Für die im Oktober neu einzurichtenden Anfängerklassen wird die Anmeldung schon jetzt empfohlen. Sprechzeit des Schulleiters: Dienstag 19—20 Uhr, Klopstockstraße, und Mittwoch 18—19 Uhr, Gr. Hamburger Straße; Tel.: Brabant 501 (2—3 Uhr). Klub junger Zionisten. Sonntag, den 21. August, Treffpunkt 8.30 Uhr Bahnhof Grunewald. — Dienstag, 23. August, Treffpunkt 8 Uhr Restaurant ״Charlottenhof“ (im Tiergarten). Beth Hamidrasch Morijah, gegr. vom Misrachi. Zeiten wie in den alten Synagogen. — Sonnabend, 5 Uhr nachmittags, Vortrag von Dr. Silben ״Wie schön ist augenblicklich das orthodoxe jüdische Leben in Erez Israel“. Plätze zu den hohen Feiertagen werden zu billigen Preisen vermietet. Gute Vorbeter. Die Freie Jüdische Volkshochschule plant anläßlich des 300. Geburtstages von Spinoza eine Gesellschaftsreise nach dem Haag zum gleichzeitigen Besuch einer Festwoche der internationalen Spinoza-Gesellschaft. Der Preis der Reise wird für ungefähr zehn Tage 140 bis 145 RM. bei koscherer Verpflegung betragen. Bei genügend großer Beteiligung kann sich der Preis noch ermäßigen. Alle Interessenten mögen sich mögliehst rasch mit dem Sekretariat der Freien Jüdischen Volkshochschule, Berlin N 24, Oranienburger Str, 29/30, in Verbindüng setzen. Hebräischer Jugendrat. Sonnabend, den 20. August S>2׳ Uhr abends, wird Enzo Sereni im Beth-Am, Kurfürstendamm 61, über das Thema ״Die Probleme der zweiten Generation in Erez Israel“ sprechen. Zionistischer Gruppenverband Thüringen. Der nächste Gruppenverbandstag findet Sonntag, den 28. August, in Erfurt statt. Die Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. . Hamburg. Die letzten beiden Termine zur Abholung der Gewinne aus unserer Lotterie sind: Donnerstag, den 25. August, und Donnerstag, den 1. September, von 18—20 Uhr, bei Willy Engel, Bogenstr. 24. Nicht abgeholte Gewinne verfallen dem M.-H. Makkabi Hazair Hamburg. NAHMAQT WC LTV QAND Die Sportwoche in Erez Israel (Von unserem W. F.-Korrespondenten) Durch die große Hitze gestört, ruhte der gesamte Sportbetrieb Erez Israels einen ganzen Monat. Wahrend der sportliehen Ruhepause fanden jedoch zwei wichtige Ereignisse statt: Die feierliche Eröffnung der neuen Makkahi-Turnhalle in Tel- Awiw und die Generalversammlung (Weidah) des palästincnsisehen Makkabikreises in Rischon le Zion. Moadon-Eröffnung in Tel-Awiw. Die Feierlichkeiten begannen bereits Sonnabend vormittags am Strand, wo ein Appell der ganzen Agudah Makkabi Tel-Awiw stattfand. Ueber dreihundert Turner und Turnerinnen, sowie alle Sportsektionen standen um 8 Uhr früh auf dem Sommerturnplatz des Makkabi beim Meere. David A 1 m a g o r , der Leiter der technischen Kommission, verlas den Festappell, die jüdische Fahne wurde am Mast hochgezogen und die Makkab im leisteten die Ehrenbezeugung. Dann begann ein Schauturnen unter der Leitung von David Almagor. Anschließend daran führte die Leichtathletiksektion einen Slillauf und ein Gruppenhochspringen vor. Dann trat die Schwimmsektion in Aktion und zeigte eine Reihe von Vorbildliehen Crawlschwimmern. Großes Aufsehen erregte das Antreten der Radfahrsektion mit ihren schönen Dressen. Auch einitre Schiffe der Rudersektion waren zum Appell erschienen. Sie halten beim Yarkon ihren Start und fuhren mittels Ruder zum Meere, wo die Segel flott gemacht wurden, und kreuzten vor dem Turnplätze. Anschließend an den Aufmarsch fanden Spiele für Kinder statt, die ebenfalls recht zahlreich beschickt waren. — Die Propagandaveranstaltung hatte dem Makkabi viele neue Freunde gewonnen und hinterließ unter den zahlreichen Besuchern und Strandgüsten den schönsten Eindruck, lim 8 Uhr abends marschierte der Makkabi Tel-Awiw in Uniform vom allen zum neuen Moadon (Turnhalle). An der Spitze fuhren die Radlahrer mit Fackeln. Sechs Radfahrer, die per Rad aus Polen via Türkei nach Erez Israel gekommen waren, erhielten die Ehre, die Spitze des Zuges zu bilden. Dann folgten die Mädchen und die vielen Kwuzoth der Turner und Sportler mit ihren Fahnen. — Das neue Moadon —. ein Prachtbau auch für verwöhnte europäische Begriffe — war bis auf den letzten Platz gefüllt. Ueber 1000 Personen waren im Saale anwesend und immer wieder begehrten neue Massoa Einlaß. Vize- Bürgermeister von Tel-Awiw, Ing. Rokach, eröffnet* die Feier und sprach über die Bedeutung des Makkalii im allgemeinen und über die Aufgaben des Makkabi Tel-Awiw im besonderen. Vorsitzender Jitzchak Ziesling, durch dessen Initiative der schöne wertvolle Bau zustande gekommen war, begrüßte vor allem die Gäste aus Polen, ferner auch Gäste aus Aegypten (Araber) und Vertreter aller Korporationen. Dann führte er die vielen Hindernisse an, die es gekostet hatte, bis der Makkabi zu dem Heim kam, das die größte und eine der schönsten Turnhallen eines einzelnen Vereines auf der ganzen Welt darstellt. Auch der Erbauer, Ing. Schiffmann von der Stadtverwaltung, sprach einige Worte. Dann folgten Bühnendarbietungen in Rhythmik, Gymnastik, Geräteturnen für Männer, Kinder und Frauen, Ringkämpfe, Jiu-Jitsu, Pyramiden, Radreigen und dergleichen. Die Tanzkapelle des Makkabi- Pctach Tikwah vereinigte die MakkaJbijugend bis in die Morgenstunden bei fröhlichem Tanz. — Die Weidah in Rischon!0 Zion. Am 5. und 6. August fand im Beth-Am von Rischon le Zion die diesjährige Generalver- Sammlung des palästinensischen Makkabikreises statt. 107 Delegierte und 20 Mitglieder der Moazah, sowie 7 Mitglieder der letzten Leitung waren aus allen Orten des Landes erschienen. Der Vorsitzende Uri Nadav (Jerusalem) eröffnet« di« Tagung und gedachte der Toten des Jahres. Nach den Rechenschaftsberichten erfolgte ein Referat über die Weltverbandstagung in Wien — gehalten von Natanel (Jerusalem) und ein Referat über Makkabi Hazair — gehalten von Dr. Egos (Jerusalem). Bei der Generaldebatte sprachen 47 Redner. Interesse erregten die Ausführungen von Jehoschuah Aluv (Jerusalem), Usiel (Haifa), Ing. Arazi (Jerusalem). Nach leidenschaftlicher Debattenführung wurde eine Reihe von Resolutionen per Akklamation angcnommen. Sie betreffen die künftige Arbeit, das Verhältnis zum ״Hapoel‘, die Propagierung der 2. Makkabiah usw. In die neue Leitung wurden folgende Delegiert« gewählt: Nadav, Arazi, Dänin, Natanel, Aluv (Jerusalem), Ziesling und Frankl (Tel-Awiw). Arbeitsgemeinschaft der Auslandsmakkabim in Tel-Awiw. Unter der Führung von Walter Frankl wurde vor zwei Monaten die Arbeitsgemeinschaft der Makkabim gegründet, die nach der Makkabiah in Tel-Awiw verblieben. Von 32 Chawerim, die in dieser Kwuzah organisiert sind, haben 27 bereits fixe Arbeit erhalteil, die anderen arbeiten vorläufig bei Gelegenheitsarbeiten. Die Kwuzah hat einen llebräischkurs (3 mal die Woche) eingerichtet. Jeden Freitag finden Singabende statt. Chawer Eisbach (früher Hannover) arbeitet daran, um eine Guitarrengruppe zusammenzustellen. Letzte Woche haben sich drei Chawerim aus Polen, ein Chawer aus Danzig und Chawer Schlesinger, der ehemalige Leiter des Makkabi Riga (Lettland) bei der Gruppe angemeldet. — Bis alle Mitglieder der Gruppe auf festen Arbeitsplätzen untergebracht sein werden, wird die Gruppe ihre Hauptaufgabe in der Stellenvermittlung für neue Auslandamaxkabim sehen. Schwimmen: Makkabi Tel-Awiw siegte im Wasserpolo gegen Herzlia Gymnasium 10: 0 und gegen die englische Militärmannschaft von Sarafend 8:1. — Am 10. September finden in Haifa die Meisterschaften von Erez Israel im Schwimmen, Wasserball und Kunstspringen statt. — In Ness-Ziona wurde eine neue Makkabi Schwimm- Sektion gegründet, die ein Bassin von 15X15 m zur Verfügung hat. Leichtathletik: Auf der Weidah in Rischon wurden folgende Wettkämpfe für die nächste Saison abgeschlossen: 20. August Meeting in Pctach Tikwah um den Pokal der Moschawoth. — 22. Aug. Meeting in Rischon anläßlich des 50jäl1rigen Jubiläums der Kolonie. — 80. August Straßen-Staffellauf ״Rund 11m Tel-Awiw', Kupferstein—Memorial. — 3. September Jugcndmoeling im Stadion von Tel-Awiw. — 10. September Interklubkampf von Makkabi Rischon, Rechovoth, Ness-Ziona und Umgebung komli. gegen Makkabi Tel- Awiw zweite Garnitur. — 17. September Makkabi Petach Tikwah gegen Makkabi Tel-Awiw in Petach Tikwah. — 24. September Interklubkampf Makkabi-Tel-Awiw gegen Makkabi Jerusalem in Jerusalern mit Exhibition im Hammerwerfen, Dreisprung und Hürdenlaufen für Männer und Frauen. — 16. Oktober Kinns Hammakkabioth harischon im Stadion von Tel-Awiw (Frauensportfest). — 22. Oktober 1. Zehnkampfmeisterschaft von Erez Israel. — 29. Oktober Makkabi Tel-Awiw und Makkabi Haifa komb. gegen das schottische Militärteam in Bath Galirn. — Außerdem finden im Herbst die Revanchekämpfe gegen den ״Hapoel‘ und gegen Syrien statt. Fußball und Handball: Ruhen noch bis Ende August. Sendet Sportzeitungen — Sportbücher aller Art — in jeder Sprach® — wir leiden Not an Sportliteratur. Adresse für Sendungen: Makkabi Tel-Awiw P.O.P. 129 Palcstine. Die Leichtathletiksektion des Makkabi Tel-Awiw hat die erste Nummer ihrer eigenen Zeitung ״Baxnaslui‘ (auf der Rennbahn) erscheinen lassen. Jüdische Weltkonferenz ln Genf. Als Vertreter des Makkabi- Weltverbandes nimmt Dr. Rosenfeld an der Jüdischen Weltkonferenz in Genf teil. Deutscher Kreis Danzig. Der Bar Kochba veranstaltete in der letzten Juliwoche sein Sommerlager, an dem sich auch des Bai Kochba Breslau mit acht Personen beteiligte. Den Höhepunkt bildete ein« Herzl-Feier am abendlichen Strande. Frankfurt a. M. Die diesjährigen internen Vereinsmeisterschäften de» Frankfurter Bar Kochba hatten eine große Beteiligung aufzuwvison. Mit einzelnen guten Leistungen warteten auf in der Damenklasse die 16jährige Lisa Guns im Kugelstoßen mit 8,68 rn und im 100-m-Lauf die 13jährige Rosi Goldberg mit 14 Sek.; bei den Herren der Mehrkämpfer Karl Will ner im Kugelstoßen mit 10,29 m. Eduard Goldberg blieb im 200-1n-Lauf unter 24 Sek.; Wilhelm Kats 100 m in 11,6, 200 m i» 24,3 Sek. Der 17jährige Erwin Stern benötigte für 200 m 24,5, 400 m 54,8 Sek. und für 1500 m 4,45 Min. Max Flörsheim lief die 1500 m in der ebenfalls sehr guten Zeit von 4,45,5 Min. Die Resultate sind wie folgt: Damen: 1. Lisa Gans, 2. Margot Gutheim, 3. Rosi Goldberg, 4. Susi Hamburger, 6. Ilse Heineniann. Herren, Gruppe 1: 1.. Karl Willner, 3596 Punkte, 2. Leo Mühlgay, 3574, 8, Erwin Stern, 3383, 4. Wilhelm Katz, 3156, «. Eduard Goldberg, 3064, 6. Max Flörsheim, 2783, 7. Gosimo Briinell, 2812 Punkte. Herren, Gruppe 11: 1. Manfred Katz, 2410 Punkte, 2. Max Led<׳nmnn, 2215, 3. Leo Rosenstock, 2178, 4. Richard Schließer, 1800, 5. Erich Slrasburger, 1730 Punkte. Nach den Weltkämplen fanden sich mehrere Yereinsmitglieder zu der Siegerehrung und Preis»erteilung ein. Mit einem gemütlichen Beisammciisein endete diese wohlgclunpene Veranstaltung des Bar Kochba. Halle. An fang September 1931 wurde der Rar Kochba Halle, der bisher mir eine Scheinesistenz führte, von Grund auf neu organisiert. Es wurde mit der Gründung einer Männerabteilung begonnen. Gleichzeitig mit dem Leichtathleliklraiiiing wurde mit der kulturellen Arbeit begonnen. Es wurden Vorträge von Mitgliedern und auswärtigen Rednern a!1 besonderen Abenden abgehalten. Im Laufe de* Jahres konnte die Organisation weitestgehend ausgebaut werden, heute zählen wir 80—90 Mitglieder. Es bestehen drei Spurtabteilungen (Männer, Frauen, Kinder). Es!)(•stellt ein geordneter Wochenplan, Außenlraining auf eigeiiein Sportplatz und llallcutraining unter Leitun״ eines Trainers. Es wird ein hebräischer Kursus durchgeführt. An den Klubiitieiidcn werden Pressereferate abgehalten mit Diskussion aller Tages fragen, Tischtennis wird gespielt usw. Daneben besteht noch die Einrichtung einer Freitag-Abendfeier, welche bei Mitgliedern stattfindet. Hier wurde eine gesellschaftlich anziehende und zugleich jüdisch helonte Form geschaffen. Die Nationalfonds-Arhcit wird in Ralle fast allein durch den ,,Bar-Koehlia‘ betrieben. Hamburg. Bei dem leichtathletischen Städtekampf Hamburg— Altona--Wandsbek—llarlmrg konnte der Hamburger Rar Kochba für Hamburg einige Erfolg(« blichen. Theo Levy lief die 100 m in 10.9 Sekunden und ist der erste Hamburger Rar Kochbancr, der die 100 m unter 11 Sek. lief. Im Kugelstoßen wurde Lewinsohn mit 11,36 m Zweiter. Im 400-m-Lauf belegt« Hotschild mit 54,9 Sek. den 3. Platz, doch muß man liier berücksichtigen, daß die Bahn sehr schlecht war. So gute Läufer wie Stornier (Gone.) und Ilehnko (Alt.) liefen dieselbe schlechte Zeit. Auch in der 4 X 100-m-Staffel siegte Hamlmrg knapp mit Brustbreite durch das fabelhafte Laufen von Levy. Beim letzten Wechsel lag Altona noch klar drei Meter vor Hamburg, und auch Belmko von Alton* konnte gegen Levy nicht besteh«. -— Am kommenden Sonntag werden zirka 60 Jugendliche beim Jugend- Sportfest vom ll.S.V. mitwirken. Vormittags kämpfen die Damen beim Frauensportfest von St. Georg. Königsberg. Unser Turn- und Sportbetrieb ist jetzt in dan Sommermonaten in vollem Gange. Unsere Uebungsstunden erreichten mitunter eine Teilnehmerzahl von über 60. Wir haben auch während der Sommermonate wieder eine Damengymnastikabteilung eingerichtet, die unter der Leitung einer geprüften Gymnastiklehrerin turnt. Unsere Fußballabteilung ist eifrig mit Spielen beschäftigt. Sie hat im letzten Monat mehrere Freundschaftsspiele ausgetragen. Zu dem großen Sommorlager auf der Kurischen Nehrung, an dem diese! Mal eine Reihe von Bar Kochba-Vereinen aus dem Reich und Litauen teilnehmen, sind von uns 14 Makkabim und Makkabioth gefahren. Anfang Juli veranstaltete unsere Jugendgruppe (Makkabi-Hazair) ihre erste größere Prüfung, die von Mki. Dr. Lewald und unserem Rosch-hagdua Jakob Miinwes abgenommen wurde. Die Prüfung umfaßte die Gebiete: Zionistische Geschichte und Ideologie; hebräische Sprachkennlnissa und hebräische Lieder; Palästinakundo: praktische und theoretische Fahrtenkunde. Der freiwilligen Prüfung unterzogen sich 14 Zeirim und 8 Zeiroth. Wir verliehen aus Anlaß der Prüfung 22 Abzeichen des Makkabi-Hazair. Wir möchten nicht unerwähnt lassen, daß unser« Arbeit stark« Impulse erhallen hat durch enges Zusammenarbeiten mit dem Makkabi-Hazair aus dom Reiche und mit dem litauischen Makkabi. Unser Gdvid, der jetzt eine Stärke von etwa 60 Zeirim und Zeiroth erreicht hat, hat es sich zur Aufgabe gesetzt, den Bar- Kochba gemäß dem Makkabi-Programm zionistisch zu intensivieren. — Zu den Deutschen Makkabi-Meistersrhaften kommt aus Prag ein® Mannschaft unter Führung des tschechischen Meisters Dr. Zander. Mit der Teilnahme einiger hervorragender Sportler der Hokoth-Wien! kann ebenfalls gerechnet werden. — Auf der Tagung des V, m. b. V., die dieser Tage stattfand, wurde beschlossen, unserem langjährigen Mitglied« Herrn Bruno Finster als Anerkennung für seine Verdienste Um den Fußballsport die silberne Ehrennadel des V.m.b. V. zu verleihen. ■— Unsere Tischlennisabteilung beteiligt sich am Sonntag, dem 21. August, an einem Dreistädteturnier zwischen dem 1. Fing- Pong-Club Halle, der Tischtennisvereinigung Nordhausen und dem Bar Kochba Leipzig. Das Turnier findet in Halle statt. Gottesdienste. Freitag, den 19. August, abends: In den Synagogen mit altem Ritus, Synagoge Köpenick und Altersversorgung»- anstalten: 7.30 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus (außer Syn. Prinzregeritcnstraße) und Svuagoge Schmargendorf (Altersheim), Ber* kaer Str. 32: 7 Uhr; Syn. Prinzregentenstr.: 7.15 Uhr. — Predigten: Syn. Friedenstempel: Dr. Bergmann: Syn. Prinzregentenstr.: Dr. Wiener; Syn. Levctzowstr.: Dr. Lewkow itz. — Svn. Lützowstr.: Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, 20. Au״., morgens: Alte Synagoge u. Syn. lVstalozzistraße: 8.30 Uhr, andere Synagogen mit altem Ritus und AlterversorgUDTsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Svn. Rykestraße und Kottbusser-Lfer-Ahawas Reim: 6.45 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: Friihgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel): 7.30 Uhr: Hauptgottesdienst 10 Uhr; Syn. Fricdenstcrnpel: 9.30 Uhr; Syn. Köpenick: 9.45 Uhr; Syn. Schmargendorf (Altersheim): 10 Uhr. — Predigten: Neue Synagoge: Dr. Wcyl; Syn. Lindenstr.: l)r. Salomonski; Syn. Fnsaneristraße: Dr. Gallincr. — Scliriftorklärung: Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy; Syn, Grunewald: Dr. Cohn. — Jugendgottesdienst: 12—1 Uhr Gemeindeschule, Bochumcr Str. 8 c; Leiter: Lehrer J. Wachsmann. 4 Uhr: Alte Synagoge: Dr. Freier; Syn. Pestalozzi- Straße: Dr. E. Levy; Syn. Kottbuser-Ufer-Ahawas Reim: Dr. Frankfurtor; 4.30 Uhr: Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy. — Sabbat- Ausgang: 8.08 Uhr. Gottesdienst au den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 7.30 Uhr; morgens: Alte Synagoge, Svn. Kaiser- Straße und Rykestraße: 6.30 Uhr; andere Synagogen mit altem Ritus und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Gottesdienst des Beth Hamidrasch, Rosenthaler Str. 55, begründet vom Misrachi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Der Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des Misrachi findet in diesem Jahr wieder in den Räumen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Meinekestr. 10, statt. Karten zum Preise von 10, 6 und 3 M. im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10 (Bismarck 7165) erhältlich. המועצה לעבודה עברית בין הנער• ביום השבת (8.1932 .20) בשעה 2/י8 בערב תתקים ב״בית־העם" הרצאת הה׳ סידני על הנושא: "שאלות הדור השני בא״י"• החלוץ הסניף מבקש את החברים יודעי־ העברית להשתתף בשיחה שתתקים בשבת בשערי 8»/s בערב בבית־ העם על הנושא: "שאלות הדור השני בא״י״י