Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 65 (16.8.1932)
- Date
- 1932-08-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 314 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 65, 16. VIII. 1932 Vermischtes Dr. Ellas Auerbach bittet uns, allen den vielen Freunden, die seiner zum 50. Geburtstag gedacht haben, seinen Dank zu übermitteln. Hechaluz-Sfamchaluzlm. Mittwoch, den 17. August, abends?2'י l’lir, wird im Heim des ״ßrith Haolira“, Auguststr. 15, eine Sichah über Herzl stattfinden. Der jüdische Schülerbund, Bleibtreustr. 50, beginnt am 17. d. M. mit seiner Herbstarbeit. Alle Freunde sind dazu herzlich eingeladen. Der Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des Misrachi findet in diesem Jahr wieder in den Räumen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Mcinekestr. 10, statt. Die Freie Jüdische Volkshochschule plant anläßlich des 300. Geburtstages von Spinoza eine Gesellschaftsreise nach dem Haag zum gleichzeitigen Besuch einer Festwoche der internationalen Spinoza-Gesellschaft. Der Preis der Reise wird für ungefähr zehn Tage 140 bis 145 R,M. bei koscherer Verpflegütig betragen. Bei genügend großer Beteiligung kann sich der Preis noch ermäßigen. Alle Interessenten mögen sich möglidist rasch mit dem Sekretariat der Freien Jüdischen Volkshochschule, Berlin N 24, Oranienburger Str. 29/30, in Verbindüng setzen. Für Palästinareisende. Fs wird schon jetzt darauf hingewiesen, daß für die Abfahrten der Llovd Triestino-Schiffe am 14. und 21. September (direkt vor den Feiertagen) in der dritten Klasse keine Plätze mehr verfügbar sind. Durch die im September und Oktober einsetzende Alijah dieses Jahres sind überhaupt die Schiffe in der dritten Klasse stark besetzt. Wir empfehlen daher allen denjenigen, die im Herbst nach Palästina zu reisen wünschen, sich schnellstens für die Be- Schaffung ihrer Plätze zu interessieren, Palestine & Orient Llovd, Berlin N 21, Friedrichstr. 121. Der Bund Entschiedener Schulreformer veranstaltet vom 1.—5. Oktober d. J. im Berlin-Schöneberger Rathaus, Rudolf- Wilde-Platz, einen öffentlichen Kongreß für Kleinkind-Er- Ziehung. Mit dem Kongreß sind Ausstellungen und Besichtigungen verbunden. Anmeldungen bei Albert Lenz, Berlin O 17, Hohenlohestr. 9. Die Buchhandlung ״Kedem“, Berlin-Charlottenburg, Dahlmannstr. 8, ist von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland beauftragt worden, anläßlich des in Frankfurt a. M. in der Zeit vom 11. bis 13. September stattfindenden Delegiertentages eine Buchausstellung zu arrangieren. Die. genannte Buchhandlung wird bei dieser Gelegenheit alle letzten Erscheinungen auf den Gebieten Zionistica, Hebraica und allgemeiner Literatttr zur Schau bringen. Die Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise teilt die veränderten Sprechstunden ab 1. August 1932 mit: Berufsberatung für Mädchen: Montag und Donnerstag von 10 Ms 1 Uhr; Berufsberatung für Knaben: Dienstag und Freitag von 10 bis 1 Uhr; Sondersprechstunden der Berufsberatung: Dienstag von 3 bis 5 Uhr (Freiwilliger Arbeitsdienst, Berufs- Wechsler); Berufsberatung für Bewohner des Westens und der westlichen Vororte: Donnerstag von 3 bis 6 Uhr, Fasanenstraße 79; weih!, gewerbliche Abteilung (Handwerkerinnen, ungel. Arb.): täglich, außer Mittwoch, von 12—1 Uhr. Der Jüdische Pfadfinderbund teilt uns mit: Am 23. und 24. Juli fand in Frankfurt a. M. die erste Reichsführertagung des Jüdischen Pfadfinderbundes in Deutschland (j.P.D.) statt. Etwa 140 Führer aus 40 Ortsbünden, sowie Vertreter des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, waren anwesend. Der J. P, D. sieht seine Aufgabe nicht mehr allein in der erzieherischen Arbeit an seinen jüngeren Mitgliedern, er muß auch den Forderungen seiner älteren Mitglieder gerecht werden, die im Kampf um ihre Existenz einen matcriellen, seelischen und kulturellen Halt 1'm jüdischen Kollektiv suchen. Der J. P. D. will gemeinsam mit dem Verband die Idee einer jungjüdischen Bewegung propagieren. Er sieht als Endziel die Umgestaltung der Gemeinden und des deutschen Judentums zu wirklichen Lebenskollektiven. Daneben aber ist er, um der Augenblicksnot gerecht zu werden, bestrebt, überall dort einzugreifen, wo sich neue Arbeitsmöglichkeiten bieten, um insbesondere die Situation seiner älteren Menschen zu erleichtern, wenn auch nur durch Zwischenlösungen. Besonders wertvoll erscheint hierbei auch unter dem Gesichtspunkt einer künftigen Berufsumschichtung die Beteiligung am freiwilligen Arbeitsdienst. Praktische Möglichkeiten zur sofertigen Einordnung seiner Menschen in das Gemeindeleben sieht er besonders auf detn Gebiet jüdischer Sozialarbeit. Der Bund hat im letzten Jahr einen außerordentlichen Aufschwung genommen und ist mit 67 Ortsbiinden und ühgr 2500 Mitgliedern der größte jüdische Jugendbund Deutschlands. Sein Erziehungsziel ist der Zofeh, der jüdische Pfadfinder, der sich verantwortungsbewußt und verantwortungsbereit einsetzt für die jüdische Gesamtheit. Die Geschlossenheit des Bundes fand ihren Ausdruck in der Uebereinstimmung über die grundsätzlichen und praktischen Fragen und in der Wiederwahl des bisherigen Bundesleiters, Kurt London, Berlin. Gesucht werden: Perfekte Köchinnen mit Heimpraxis. Meldüngen sind zu richten an den Jüdischen Arbeitsnachweis, Hauspersonal-Abteilung, Berlin SW 19, Lindenstr. 48/50; Tel.: Dönhoff 307/308. Frankfurt a. M. Zahl der Delegierten mindestens 3, wahrscheinlich 4. Walilvorschläge sind bis 18. August, 18 Uhr, im Zionistischen Büro, Unterlindau 21, einzureichen. Werden mehrereWahlvorschläge eingereicht, so findet die Wahlhandlung am 28. August von 9—13 Uhr un# am 29. August von 12—15 Uhr im Zionistischen Büro statt. Die Wählerliste liegt vom 22. bis 26. August täglich von 16—18 Uhr im Zionistisehen Büro zur Einsicht aus. Zur Sicherung des Wahlrechts können Schekel und Landesbeiträge (Zionistensteuer) noch bis zum 17. August ans Zionistische Büro gezahlt werden (Post- Scheckkonto N. Grünstein, Vereinskonto, Frankfurt 54 208). Frankfurt a. M. Zionistische Schülergruppe (Z. S. O.). Am 20. August im Jüd. Jugendheim, Eschersheimer Landstr. 65 (II. Stock, großer Saal), 17G Uhr: Kontradiktorischer Nachmittag über das Thema: ״Lösung der Judenfrage?“ Der Leiter des Sozialistischen Schülerbundes, Carl Cohen, wird vom sozialistischen, der Leiter der Jungzionistischen Arbeiisgemeinschaft, Kurt Löwenstein, vom zionistischen Standpunkte sprechen. Gäste willkommen. Mainz. Entwurf für den ״Fünf-Wochen-Plan“ des J.Z. K. Mainz: Beginnt: Mittwoch, 21. August; endet: Mittwoch, 28. September 1932. Der Zweck des ״Fünf-Wochen- Planes“ soll sein: 1. Wiederbeginn der zionistischen Arbeit in Mainz; 2. Schaffung einer guten zionistischen Atmosphäre in Mainz: 3. Beginn einer intensiven zionistischen Werbetätigkeit: 4. Aufstellen von 20 neuen N.-F.-Büchsen; 5. Werben von zehn neuen Abonnenten für die ״Jüdische Rundschau“; 6. Aufbringung.von 150 M. für den N.-F. (Büchsen ,Imi, Telegramme usw.). 1. Woche: 24. August: Herzl-Gedenkstunde. 2. Woche: 31. August: Einführungskursus in die zionistische Bewegung (Schulungskursus), geleitet von Dr. Seide; 3. September: Bearbeitung des Adressenmaterials betr. Büchsenaufstellung und Abonnentenwerbung für die ״Jüdische Rundschau“. 3. Woche: 4. September: Aufstellen von 20 neuen N.-F.-Büchsen; 7. September: Zweiter Schulungskursus von Dr. Seide. 4. Woche: Diese Woche wird als Spar wo ehe für alle Mitarbeiter des J. Z. K. festgesetzt. Die Mitarbeiter verpflichten sich, das durch Nichtbesuchen von Kino, Cafes usw. ersparte Geld dem N.-F. abzuliefern• 14. September: Dritter Schulungskursus: Herzl una Achad Haam-Abend, geleitet von H. Landau (Wiesbaden); 17. September: Jüdischer Liederabend, geleitet von Kurt Nitkewitz. 5. Woche: 21. September: Fortsetzung des Schulungs- Kurses von Dr. Seide; 26. September: Jüdische. Jugendver- Sammlung. Redner: Rabb. Dr. Grünewald (Mannheim); 28. September: Besprechung über den Verlauf des Fiinfwochcn-Planes una Aussprache über die weitere zionistische Arbeit, evtl. Wiedergründung einer Zionistischen Ortsgruppe in Mainz. Marienbad. Den Höhepunkt der diesjährigen zionistischen Saison in Marienbad brachte ein ausgezeichneter Vortrag über Privatinitiative in Palästina von Dr. Wilhelm Brünn, ln der anschließenden Diskussion gab R. Feldmann wertvolle Aufklärungen über die Wichtigkeit unserer nationalen Fonds für den Aufbau Palästinas. Reicher Beifall folgte den Dankes- Worten des Vorsitzenden Dr. Stößl. — Montag, den 1. August, sprach Rabb. Prof. Dr. A r j e aus Prag in eindrucksvoller Weise über das Thema: ״Kulturelle Arbeit der Zionisten in den verschiedenen Ländern“. Dieser einleitende Vortrag war eine Ergänzung zu den von Dr. Ullmann gehaltenen Vorträgen über ״Organisation und nationale Politik“. Eine ausführliche, aufschlußreiche Diskussion, an der sich die Herren Dr. jur. Weißbecker aus Kassel, Dr. Herzberger und Dr. Ullmann beteiligten, gab ein übersichtliches Bild der kulturellen Aufgaben und Leistungen unserer Organisation. RHONIX in Wien gegründet 1882 Auszug aus dem Rechenschaftsbericht 1931 umgerechnet in Reichsmark MMngSMd: 795 707 Policen über 1636 522 500 Rm. (1930: 747 474 Policen über 1 524887809 Rm.) Reinzuwachs: 111634691 sm. Pramieneinnalime: 90152465 Rm. (1930 : 76 921 134 Rm.) 14 557189 Rm. (1930: 11 427 664 Rm.) Zahlungen an versicherte: 25 777 669Rm. (1930: 20 995 683 Rm.) Technische Reserven: 262 500800 Rm. (1930: 207 461479 Rm.) earanaemmei: 278 770000 Rm. (1930223091000 ־ Rm.) neuzugangim mm Haniahr 1832: 58140 Policen Qb.124 555000 Rm. r Dr. Robert Beer Slddy Beer geh, Markowles Vermah Its V. München, den 12. August 1932 Wagmüilerstrs&e 14 ך J Ein plötzlicher Tod entriß uns nach kurzem, schwerem Leiden unseren Beliebten kleinen Sohn Thomas Raphael Wir bitten, von Beileidskundgebungea jeder Art absehen zu wollen. Dr. Fritz S. Neumann und Frau Erna geh. Klrchberger Berlin-Grunewald, im August 1932 Io kultiviertem Hause in Berlin W wird Schüler (bi* zu 11 Jahren) in Pension genommen bti billigstem Frei»; liebevolle Beaufsichtigung, beste Verpflegung׳. Zwei Sohne (Student und Quintaner) im Hause. Zuschriften unt. E 179 an die Jüdische Rundschau, Berlin W 15.M4inekestr.10 | Schreibmaschinen ־Arbeiten! ■ Aushilfe, Halbtagsstelle g0IU0ht ■ JJ Eigene Maschine. Beste Referenzen. Jj J Marta Rosenberg, Bin.-Charlottenburg * ■ KantstraBe 123 ׳• Telefon: CI Steinpiatz 0940 ■ B ■ Selbsthilfe erwerbsloser jüdischer Jugend Berlin NO43, Neue Königstr. 5/6, Tel. ES Kgsl.9527 Denken Sie daran daß Tausende junger Menschen erwerbsloi sind, daß Arbeitsbeschaffung• schwieriger ist als je, daß Arbeit die beste Hilfe ist. Junge Menschen haben sich zusamn«engeschlossen, um kollektiv ihren Lebensunterhalt auf genossenschaftlicher Basis zu verdienen. Sie helfen uns, wenn Sie uns Ihre Aufträge überweisen Wir schneidern Wir sdbuttern Wir reparieren n. lege!| elektrische Leitan« gen an Wir führen Schlosser*: und Klempnerarbeiten aus Wir führen Tischlerar» beiten aus Wir verkaufen Tabakwaren Wir verkaufen Toiletteartikei Wir erledigen Boten- «Eng* Wir fahren alle Aufträge eis gelernte Arbeiter gewissenhaft, billig u. pünktlich aus Abholung und Zustallung frsl Haus kestenlos Jüdische Familien, unterstützt ans durch Erteilung von Aufträgen! 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Inc., 11 Broadway Vertreter und Korrespondenten in der ganzen Welt Ubersee-Abteilung Verladungen nach und von allen Richtungen 1 Palästina-Transporte j via Triest, Hamburg, Bremen usw.: Umzüge Möbeltransporte Lagerung Gepäck Verpackung Versicherung FESTDICHTUNGEN Aktu.il! ioasts ׳ Tafsiueder / vortrigi w״. Festzaitvagen ✓ ßutiülirungsn viduell verfaßt .. verantwortlich» Redakteur» Dr. Wem» Bloch, B»E» .WUmerrdorf. Verlag, Jüdiiche Kundsthau G,m.b.H., Berlin W 15. Verantwortlich für den loMrateuteil! R. Sega!. Berlin-Wflraaradori. Anx-Verw.: Jüdische Rundachaa Gra. b.U, Berlin W15. Mein.keitr. IQ Drude von Siegfried Sdiolem, Bexh»-Schöneberg