Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 65 (16.8.1932)
- Date
- 1932-08-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Die jüdische Weltkonferenz in Genf Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag!!.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldmark. AusUndsahonnementa würden in der Währung der einzelnen Linder berechnet Aiuteigpnpreia: 8 gesp. Nonpareillezelle 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M. Redaktion, Verlag und Anzeigen - Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr.lO. Telefon: J 1 Bismafck 7165-70. Postscheck- Konten: Berlin 17392, Basel V 9355, Belgrad 68032, Brüt»«l 394 33, Budapest 596 93, Danzig 1973, Haag 140 479, Prag 59410k Riga 4155, Strasaburg 16430, Warschau 190708, Wien!56030. Bank * Konten: Dartnstariter״ und Nationalhank, Depositen - Kasse Berlin, Kuriürstendamm 52; Rumänische Kreditbank, Cemauti (Rumänien); Angln Palestine Co. m Haifa, Teruaalem, Tel -Aviv. Nummer 65 | Berlin, 16. VIII. 1932 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. י״ד אב תרצ״ב | xxxvii. Jahrg. Dar Zionismus erstrebt für das Jüdisch• Volk dl• Schaffung •Inar fiffanlllch rachlllch gaslcharlan Heimstatt• In Pallstlna. ״Basalar Programm.״ Deutschland und die Judenlrage Hitlers Mißerfolg — Hindenburg zur Judenfrage Äußerungen in Zeitschriften — Der einzige Weg In der innerpolitischen Krise Deutschlands hat das Wochenende eine bedeutungsvolle Entscheidung gebracht: Hitler ist nicht Reichskanzler geworden, die Nationalsozialisten treten zunächst nicht in die Regierung ein. Sie haben an ihrer Forderung, daß ihnen die gesamte Staatsmacht ausgelicfert werde, festgehalten und jedes Kompromiß abgelehnt. Das amtliche Kommunique, das über die Unterredung zwischen Hindenburg und Hitler ausgegeben wurde, entbehrt nicht einer tragischen Note. Es bedeutet nicht weniger als das Scheitern des Versuches, dem das ganze Kabinett Papen gewidmet war, nämlieh der Einbeziehung der Nationalsozialisten in eine ״nationale Front“ und ihre allmähliche evolutionäre Einfügung in die Verantwortung für das Ganze. Es zeigt sich, daß die Kreise um den Reichspräsidenten und um Papen eine andere Auffassung von der Lage hatten als Hitler und die Seinen. Die Nationalsozialisten vertrauten der Dynamik der Entwicklung, sie glaubten, daß trotz aller papierenen Abmachungen, sobald einmal entscheidende Konzessionen an sie gemacht sind, das rollende Rad nicht mehr aufzuhalten sein wird. Die Regierung wiederum hat offenbar die innere Gesetzlichkeit der nationalsozialistischen Bewegung, die ihr ein Einlenken verwehrt, verkannt. In den nationalsozialistischen Kreisen hatte man solange die Ausschließlichkeit der eigenen Heilslehre gepredigt, bis es selbst einsichtsvolleren Führern unmöglich gemacht worden ist, auf eine andere Plattform zu treten. Sie haben sich aut die Formel ״Alles oder Nichts“ festgelegt. Aus dieser Di vergenz der Standpunkte und der Verstimmung über das Fehlschlagen der wohlausgedachten Absichten ist es wohl zu erklären, daß Hitler amtlich der Vorwurf der Illoyalität und des nicht gehaltenen Wortes gemacht wird. Die Nationalsozialisten wollen eine volle Durchführung des nationalsozialistischer! Programms, die nur dann möglich ist, wenn sie nicht durch Rücksichten auf andere gebunden sind. Dies würde ihnen auch in der Judenfrage die Möglichkeit von Experimenten entsprechend ihrer demagogi- gettür Parolen■ ■enn§gleten. ־Es "fit ׳ nätürttch '«teilt ׳ die •JodeiF“■ frage allein, die den Widerstand des Reichspräsidenten und der heutigen Regierung gegen eine Kanzlerschaft Hitlers begründen, aber die Judenfrage ist einer der Punkte, die die Absurdität einer Umsetzung nationalsozialistischer Ideologie in praktische Politik deutlich demonstrieren. Wir haben stets die Ueberzeugung zum Ausdruck gebracht, daß der Reichs- Präsident und die Kreise um die Regierung Papen-Schleicher das nationalsozialistische Judenprogramm ablehnen und auf dem Boden der verfassungsmäßigen Gleichberechtigung stehen. In den letzten Tagen wurde dies neuerlich bestätigt durch einen Brief, den Staatssekretär Meißner an den Centräl-Vcrein gerichtet hat, und worin es heißt: ״Das Schreiben des Central-Verelns und die diesem beigefügte Materialsammluns* hat dem Herrn Reichspräsidenten Vorgelegen. Der Herr Reichspräsident, der jeden Versuch einer Einschränkung der verfassungsmäßigen politischen una religiösen Rechte deutscher Staatsbürger und die von ihnen mitgeteilten Ausschreitungen jüdischen Reichsangehörigen gegenüber lebhaft mißbilligt und bedauert, hat das Schreiben und die Anlagen dem Herrn Reichsminister des Innern zur Nachprüfung zugeleitet.“ Die jüdische Oeffentlichkeit wird von dieser Stellungnähme des Reichspräsidenten mit hoher Befriedigung Kenntnis nehmen. * Die Nationalsozialisten führen weiter ihre siegesgewisse Sprache. Fm ״Angriff“ vom Montag abend schreibt Dr. Goebbels: ״Was man uns heute verweigert, das wird man uns morgen geben müssen. Nicht darum, weil wir die Sympathien der noch Regierenden besitzen, sondern weil es in der unerbittlichen und ehernen Zwangsläufigkeit der deutschen Entwicklung unumstößlich und unerschütterlich begründet liegt. ... Die Gesetzlichkeit der Geschichte kann keine Macht der Welt aufhalten. Bajonette mögen zu vielem gut sein. Aber man kann auf die Dauer nicht darauf sitzen.“ Man wird erstaunt sein, gerade von dieser Seite jetzt eine Verurteilung der Bajonette und eine Berufung auf die Demokratie zu hören. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus wird gerade in der rechtsgerichteten deutschen Oefftntlichkeit heute mit ziemlicher Schärfe geführt. Wir sehen jetzt ab von den Parteikämpfen, die sich zwischen Deutschnationalen und Nazis abspielen, wir haben auch schon auf die Stellungnahme der ״D. A. Z.“ hingewiesen, die sich entschieden gegen die Auslieferung der Macht an Hitler aussprach. Der ״Angriff“ erklärt, die ״reaktionären Dolchstößler“ (die Harzburger Bundesgenossen von gestern!) seien heute ״gefährlieber als selbst der Marxismus“. Man führt gegen die ״Adelsklique“ eine fast ebenso aggressive Sprache wie früher (unter dem Beifall mancher der jetzt Angegriffenen) nur gegen die Juden. Auf der anderen Seite stößt man aut Aeußerungen von Persönlichkeiten konservativer Grundanschauung, die sich gegen den Nationalsozialismus abgrenzen. Sehr interessant ist in dieser Hinsicht ein Artikel im August-Heft der ״Deutschen Rundscha u“, die bekanntlich vor einiger Zeit eine Diskussion über die Judenfrage veranstaltet hat und nun in einer Besprechung des auch von uns bereits angezeigten Buches ״Der Jud ist schuld?“ Sinen-Verlag) zu diesen Fragen neuerlich Stellung nimmt. Verfasser der ungezeichneten Notiz, wahrscheinlich der ticraasgebec Dr. Bcchel« sehreibfa ״Die Entbiirgerung der Juden, eine nationalsozialistische Forderung, ist ebenso un diskutabel wie die gutgemeinte Bagafellisierung der Frage durch Oskar Maria Graf. Nach der Lektüre der reinen Nationalsozialisten packt einen wieder die Sorge, was nun werden soll, wenn diese Menschen ohne Begleitung Erwachsener die deutschen Dinge maßgeblich anpacken dürfe n.“ (Sperrung von uns.) Dann heißt es weiter: ״Uns scheint die Zeit solcher und ähnlicher Bücher, solcher und ähnlicher öffentlicher Erörterungen vorüber zu sein. Es ist Zeit, sich an einen Tisch zu setzen, offen und schonungslos zu sagen, was ist, und von verantwortliehen Männern beider Lager überlegen zu lassen: wie verhindern «dr drohendes Unheil und für welche der aufgeworfenen Probleme ist jetzt schon eine Lösung möglich. Aber — es ist Gefahr im Verzug!“ Das ist eine Forderung, der wir rückhaltlos zustimmen möchten. Schwer ist nur zu entscheiden, wer als Wortführer hüben und drüben legitimiert ist. * Der Artikel der ״Deutschen Rundschau“ ist aber auch in anderer Hinsicht interessant. Er wendet sich folgendermaßen gegen das demagogische Schlagwort von der angeblich dem Deutschtum drohenden Verjudung: Die ״Deutsche Rundschau“ hat in ihrer Auseinander- Setzung im letzten Jahrgang zwischen hüben und drüben keinen Zweifel daran gelassen, daß sie für die deutsche Sache eine Gefahr der ״Verjudung“ nicht anerkennt. Das deutsche Volk ist seiner selbst mit Recht sicherer, als es die angstliehen Apostel des Antisemitismus glauben. Gefahr läuft die jüdische Minderheit, Ä b e rv I h r e. V« r g e w a 1J i g j! t> g "'*ff hTfe «" wir e b e ni *Ö:# e «ff d u 1 den«1 ׳ e dl e 'ui• ' serer Minderheiten unter Fremdvölkern.“ (Sperrung von uns.) An die Juden aber wird appelliert, daß sie von jenen das Deutschtum beleidigenden und Aergernis erregenden Publizisten jüdischer Abstammung abrücken und daß sie auch die Notwendigkeit einer Beschränkung übermäßigen jüdischen Einflusses im deutschen Kulturleben cinsehen. Diese in der letzten Zeit viel diskutierte Frage führt tatsächlich an den Kern des Problems nahe heran. Dieser Kern wird beinahe einwandfrei von Karl Anton Prinz R o h a n , dem Herausgeber der Zeitschrift ״Europäische Revue“ erfaßt, der als Einleitung zu einem der Judenfrage gewidmeten Sonderheft dieser Zeitschrift (das hier noch gewürdigt werden wird) eine Reihe von überaus beachtenswerten Bemerkungen macht. Prinz Rohan wendet sich entschieden gegen eine Bezeichnung des Jüdischen als minderwertig, aber er betont, daß das Jüdische ein ״Anderes“, ein ״Fremdes“ sei und daß ״seine Ausstrahlungen, sofern sie in statu assimilationis, also namens der Substanz des Wirtsvolkes geschehen“, auf dieses schwächend und verwirrend wirken. Darum meint Rohan, ״beide Lager hätten besser daran getan, der wesen- und wurzelhaften Verschiedenheit ,eingedenk zu bleiben“. Der Verfasser hält ein deutsches Dasein ohne Juden für unvollstellbar, und er ist der Meinung, daß auch in Zukunft die Juden in führenden Steilungen in Deutschland sein sollen, ״aber eben als Juden“. Tiefe Einsicht und ein Wegweiser zu der einzig möglichen Lösung der Galuthjudenfrage spricht aus folgendem Satz Rohans, der in alle jüdischen Ohren getrommelt zu werden verdiente: ״Der Jude, der sich zu sich selbst bekennt — es handelt sich hier weder um Religion, noch um Rasse, sondern um alles zusammen in diesem ״Jüdischen“ — hebt damit selbst den größten Teil des Aergernisses auf, das seine Mimikry erregt, und wird zu einem auch vom volksbürgerlichen Deutschen geschätzten, ja in vielen Fällen geliebten Mitbürger.“ Aus der Götzendämmerung der Assimilation, die wir heute erleben, kann eine neue und bessere Form des Zusammen״ lebens von Juden und Nichtjuden entstehen. Die besten denkenden Menschen unter den Nichtjuden erkennen das. Der Sumpf, in den uns die Verschleierung des Judeseins geführt hat, muß ausgetrocknet werden. Das Signal hat schon vor vier Jahrzehnten der Zionismus gegeben, indem er das Judentum zu stolzem Bekennermut und zum Glauben an sich seihst aufrief. Nur ein kleiner Teil der Juden hat damals erfaßt, daß dies der einzige Weg ist, den Fehler eines Jahrhunderts zu korrigieren und ein jüdisches Leben in Würde wieder herzustellen. Inzwischen sind viele Leiden über uns hereingebrochen, mit Schmerzen bahnt sich die Wahrheit ihren Weg. Wie sehr sich auch manche noch gegen die Erkenntnis sträuben, es gibt keinen anderen Weg zur Bewältigung der Judenfrage als den vom Zionismus gewiesenen Weg der nationalen Erneuerung. Wie die offizielle polnische Telegraphenagentur PAT mitteilt, hat der polnische Generalkommissar in Danzig anläßlieh der vor einigen Tagen von Nationalsozialisten verübten Ueberfälie auf jüdische Passanten einen energisehen Brief an den Danziger Senat gerichtet, in dem auf die häufige Wiederholung solcher Ueberfälie hingewiesen und ausreichender Schutz für die Juden polnischer Staatsangehörigkeit verlangt wird* Die SHzung des Akflons-Comlfft Von Kurt B1 u inenfeld. Da die Sitzung geheim war und da das sehr dürftige offizielle Bulletin kein Bild von dem Inhalt der Verhandlungen gab, kann man der JTA und der Presse keinen Vorwurf wegen ihrer schlechten Berichterstattun״ machen. Aber daß die Berichte kein Bild von der Sitzung gaben und oft geradezu irreführend sind, muß doch vorausgeschickt werden. Ueberdies war das Mißverhältnis /.wischen den gehaltenen Reden und den wahren Absichten der Mitglieder größer als sonst. Die parlamentarischen Formet! wurden bei den Verhandlungen fast immer gewahrt. Es gab fast niemals die uns sonst so vertrauten lauten, durch leidenschaftliehe Angriffe hervorgerufenen Zwischenfälle. In der Generaldebatte ging es friedlich zu. Die politischen Referate der Exekutive wurden beifällig oder mit sanfter Kritik aufgenommen. Dieses Verhalten war merkwürdig, da alles, was Brodetsky und Arlosoroff sagten, in der Linie der Politik Dr. Wci/manns lag, und die Mitwirkung Weizinanns bei der Erreichung gewisser allgemein beifällig aufgenommener politischer Ergebnisse von beiden Referenten besonders hervorgehoben wurde. Es zeigte sich, daß der Kampf gegen Weizmann großenteils ein persönlicher war, und daß man die bisher bekämpfte Richtung der Politik glaubt ertragen zu können, wenn Weizmanns Person nicht in Erscheinung tritt. Die politische Führung ist in guten Händen, und es kann keinein Zweifel unterliegen, daß Arlosoroff auf dieser Sitzung zur Mittelpunktsfigur der Exekutive geworden ist. Daß er ein Parlamentarier großen Stils ist, hat er auf dem Kongreß bewiesen, daß er auch in der praktisch-politischen Arbeit über ungewöhnliche konstruktive Fähigkeiten verfügt, ist auf dieser Sitzung wohl allen deutlich geworden. JDie, Beziehungen zur Verwaltung in Palästina haben ' sich gehesslrl.' Der neue Wigfc Co.nuäiisiöi.er' fit jya* scheinend Verständnis für die Bedürfnisse unseres National Home und unterscheidet sich dadurch wesentlich von seinem Vorgänger. In der zionistischen Oeffentlichkeit soll aber nicht der falsche Eindruck entstehen, als ob Sir Arthur Wauchope eine ausschließlich projüdische Haltung einnimmt oder einnehmen wird. Nach allem, was bisher geschehen ist, kann man nur sagen, daß er sich bemüht, in gerechterer Weise als es bisher der Fall war, die Geschäfte zu führen. Die neue Politik bei der Behandlung öffentlicher Arbeiten, die Ablehnung der Landkontrolle zeigen Verständnis für unsere zionistischen Forderungen und sind als Zeichen einer verbesserten Beziehung zwischen der Zionistischen Organisation und der Landesverwaltung zu buchen. Die Politik der Exekutive lehnt entschieden jede Demonstrations- und Deklarationsmethode ab und geht, wie bisher, den Weg sachlicher Verhandlungen mit der Mandatarmacht. Der Gegensatz in der politischen Methode, der in den letzten Jahren unsere innerzionistischen Dis- Missionen beherrscht hat, wurde besonders deutlich bei der Behandlung der tr ans jordanischen Frage. Mit großer Schärfe wies Arlosoroff darauf hin, daß uns Transjordanien verschlossen bleiben würde, wenn es im Rahmen einer deklamatorisch fordernden Politik von uns verlangt wird, daß aber die Möglichkeit besteht, rein wirtschaftlich allmählich in Transjordanien Fuß zu fassen, wenn wir auf dem Boden der bestehenden politischen Tatsachen die Einwanderung und Festsetzung von Juden in Transjordanien herbeiführen würden. Besonders bemerkenswert war die Behandlung der A r a b e r - F r a g e. Noch vor sehr kurzer Zeit wäre es unmöglich gewesen, das arabische Problem in so selbstverständlicher Weise in einer leitenden zionistisehen Körperschaft zu behandeln, wie das jetzt geschelien ist. Jetzt hielten Vertreter von Gruppen, die früher schon bei Erwähnung der Araber-Frage nervös wurden, Reden, die bisher — durchaus mit Unrecht — als ״brithschalomistisch“ oder geradezu ״antizionistisch“ abgetan worden waren. Das ist gewiß ein Fortschritt, aber es zeigte sich gleichzeitig, daß man bei der Behandlung dieses sehr ernsten Problems in den ersten Anfängen stecken bleibt. Arlosoroff machte sehr interessante praktische Vorschläge, die im allgemeinen auch Zustimmung fanden. Zu einer systematischen Behandlung, bei der die Realitäten des palästinensischen Lebens furchtlos und offen betrachtet werden müssen, wird man sich aber erst sehr allmählich entschließen. Dabei wird immer deutlicher, daß eine unzweifelhaft mögliche, außerordentlich starke Expansion des jüdisehen Nationalheims aufs engste mit einer vernünftigen und affektlosen Behandlung der jüdisch-arabischen Be- Ziehungen verbunden ist, und daß diese Behandlung nicht nur in gedanklichen Erkenntnissen, guten Wünsehen und Resolutionen bestehen könne. Gerade, die-