Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 61 (2.8.1932)
- Date
- 1932-08-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Seelische Abwehr Einzelnummer 0£5 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Auslnndsabonnomenta werden in der Währung dar einzelnen!״Inder berechne!. Anzeigenpreis: 8 gesp. NmipareilWelk 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M. Redaktion, Verlag und Anzeigen -Verwahung: Jüdische RundschauG.tn.b.H״BerlinW15, Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70.! Postscheck - Konten : Berlin 17392, Beeel V 9355. Belgrad 68032* Brüssel 39435, Budapest 59693, Danzig 1973. Haag 140470, Prag 59410, Riga 4155, Strasburg 164 30, Warschau 190708, Wien 1560m Bank -Konten; Darmstädter־ und Nstionalbank, Depositen - Kasse Berlin, Kurfürstendamm 52; Rumänische Kreditbank, Cemauti (Rumänien); Anglo Paiestme Co. in Haifa, ferusaletn, Tel -Aviv. Nummer 61 | Berlin, 2. VIII. 1932 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ם תמוז תרצ״ב | xxxvil Jahrg. De׳ Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk dl• Schaffung elnar Öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstatt• In Palästina. ״Baseler Programm.“ Nadi den Reidisiagswahlen Es kann nicht unsere Sache sein, Betrachtungen darüber anzustellen, in welcher Weise auf Grund des Wahlergebnisses eine parlamentarisch gestützte Regierung in Deutschland gebildet werden kann. Lieber dieses Thema werden in der nächsten Zeit genügend Kombinationen erörtert werden. Was uns als Juden interessiert, ist lediglich die Frage, wie sich der Einfluß der betont antisemitischen Parteien innerhalb des neuen Reichstags und damit auch auf die Regierung gestaltet. Die National- Sozialisten haben das Ziel, allein die Mehrheit im Reichstag zu erlangen, nicht erreicht, aber man muß hinzufügen, daß trotz mancher wahlagitatorischer Großsprecherei die maßgebenden Nationalsozialisten an einen solchen Sieg selbst nicht geglaubt haben, wie eine ausdrückliehe Feststellung des ״Angriffs“ besagt. Es wäre daher eine zu billige Art des Reagierens, wenn man von jüdischer Seite schon das Zurückbleiben der Nationalsozialisten hinter einer übertriebenen Zielsetzung mit Genugtuung verzeichnete. Die Nazis haben zwar noch nicht alle Macht im Deutschen Reiche, aber sie haben ihre Mandatsziffer mehr als verdoppelt und sie haben gegenüber der Höchstzahl von Stimmen, die ihnen bei der zweiten Reichs- Präsidentenwahl, wo nur zwei Kandidaten zur Auswahl standen, zufielen, ihre Stimmenzahl noch um rund 300 000 zu steigern vermocht. Die Voraussagen, daß die Bewegung zurückgeht oder im Abflauen sei, haben sich also nicht erfüllt. Der Nationalsozialismus ist jetzt auch im deutschen Reichstag die bei weitem stärkste Partei, und wir haben aus den Erfahrungen des Preußischen Landtags ersehen, in welcher Weise sie von dieser ihrer Position Gebrauch macht. Während jedoch im Landtag verschiedene Anträge nur demonstrativen Charakter haben, könnte im Reichstag, falls es den Nazis gelingt, Zufallsmehrheiten für ihre Anträge zu bekommen, ein ernsteres Problem entstehen. Vielleicht werden sie darum auch vorsichtiger sein, vorausgesetzt, daß sie nicht einfach den Parlamentarismus diskreditieren wollen. Wie schwer es ist, in einer so schnell gewachsenen Massenpartei trotz aller militärischen Disziplin Ordnung zu halten, erwies sich im Preußischen Landtag anläßlich der skandalösen Interpellation in An- ,״fliitfiPhsiiö»' ,dbs.. BolizeivizeptfaideBte«. Weiß, ■di« . vom Äfcktionsvorsitzenden später mit einer Entschuldigung zurückgezogen wurde, nachdem sie freilieh bereits dazu beigetragen haben dürfte, in naiven Volksschichten die antisemitische Vergiftung zu steigern. Wir sind uns natürlich dessen bewußt, daß der Nationalsozialismus seinen Erfolg heute nicht mehr in erster Linie dem Antisemitismus zu verdanken hat. Vielmehr sehen weite Schichten des Volkes in ihm den Versuch eines Neuaufbaus des deutschen Volkes nach neuen Ideen, und obwohl seine konstruktiven Gedanken bisher recht verschwommen sind, ist es bei der Skepsis, die gegenüber allen bisher tragenden Anschauungen um sich gegriffen hat, begreiflich, daß in einem politischen und wirtschaftlichen Fieberzustand die Wählermassen dorthin strömen, wo sie etwas Neues zu entdecken glauben. Die nationalsozialistische Welle entspricht zweifellos dem in Deutschland insbesondere unter der Jugend und der Intelligenz überaus starken antiliberalen Zuge. Nun ist aber der Liberalismus in der Vorstellung des Durchschnittsdeutschen sehr eng mit dem Judentum verbunden. Die Juden treten als Subjekte und Objekte des Liberalismus in die Erscheinung: Einerseits gab es in den liberalen Parteien jüdische Führer, die große Mehrzahl von Juden wählte liberal, und andererseits hat erst der mit dem Liberalismus verbundene Toleranzgedanke den Juden überhaupt eine freie politische und wirtschaftliche Betätigung in Deutschland ermöglicht. Es liegt also nahe, wenn Sch ichten, deren Bildungsgrad nicht besonders hoch ist und die die tieferen Wurzeln der geistigen Revolution des 19. Jahrhunderts nicht kennen, bereitwillig einer Vereinfachung der Dinge zugänglich sind und in den Juden die Erfinder und Nutznießer des Liberalismus sehen. (Siehe die überaus charakteristische Notiz der keineswegs nationalsozialistischen ״Täglichen Rundschau“, die wir in der vorigen Nummer wiedergegeben haben.) Interessanterweise fehlt es in der jungnationalen Literatur nicht an Stimmen, die bereits den offiziellen Nationalsozialismus des Eindringens liberaler Eiemente bezichtigen. Die Nationalsozialisten oder genauer gesagt, die nationalistische Bewegung, sind aber, worauf wir schon öfter hingewiesen haben, keineswegs eine einheitliche Gruppe. Die Parteiführer haben ja angeblich für das Dritte Reich ein Pressegesetz vorbereitet, das ein besonde• res Augenmerk auf die verdächtige Intelligenz wirft, die sich um einige nationale Zeitschriften, wie ״Tat“, ״Ring“, ״Fridericus“ usw. sammelt; diese Zeitschriften sollen unter strenge Zensur gestellt werden, weil man befürchtet, daß sich dort die intellektuelle Opposition sammeln wird. Die Auseinandersetzungen, um die es sich hier handelt, führen also jedenfalls bereits weit ab vom Judenpunkt und auch vom Thema des ״jüdischen“ Liberalismus. Die Nationalsozialisten als größte Partei Deutschlands haben auch auf die Stimme des Auslandes zu hören. Da sie die antisemitische Propaganda nicht mehr so nötig brauchen, wie in ihrer Anfangszeit, scheinen sie dazu zu neigen, das Ausland in diesem Punkto beruhigen zu wollen. Charakteristisch ist in diesem Zusammenhang die von dem Korrespondenten der Hearst-Presse, Herrn von Wiegand, im Anschluß an die nach Amerika übertragene Rundfunkanspräche des Reichskanzlers in englischer Sprache gegebene Erklärung! die folgenden Satz enthielt: ״Daß Deutschland durch Judenverfolgungen zum Mittelalter zurückkehren würde, glaube ich nicht. Ich habe mit Hitler hierüber viele Male gesprochen. Es ist bemerkenswert, daß er bei seinem Wahlfeldzug, wie mir gesagt wird, selbst nicht ein einziges Mal gegen die Juden losgezogen ist.“ Es ist freilich eine sehr laue und wenig besagende Form, in der hier vom Antisemitismus ״abgerückt“ ward (eine Bestätigung der Erklärung von nationalsozialistischer Seite steht noch aus). Aber da man Hitlers stillschweigende Zu- Stimmung voraussetzen muß, scheint sich die Absicht dar Nazis zu ergeben, das Ausland zu beruhigen. Vielleicht hat man inzwischen Informationen erhalten, wie in den wichtigsten Ländern Europas der aggressive Antisemitismus der Hitler-Partei beurteilt wird. Sogar der ״Daily Express“ in London, dessen Chef Lord Rothermere die Hitler-Partei bisher besonders liebenswürdig behandelt hat, wendete sich in einem scharfen Artikel gegen die Parole ״Juda verrecke“, die er als ״Grabinschrift Deutschlands“ bezeichnet. In Italien, dem Vorbild der Nazis, ist unter Mussolini dieser Tage ein Jude Finanzminister geworden. Vielleicht wird die nationalsozialistische Partei allmählich erkennen, daß ihre Haltung in der Judenfrage unmöglich ist. Wir würden es aber für falsch halten, wenn sich die deutschen Juden durch derartige Erwägungen selbst beschwichtigen wollten. Das Verhalten der Nationalsozialisten kn Reichstag wird Klarheit darüber schaffen, wohin der Kurs der Partei geht. Die Blätter der gemüßigten Rechten, voran die ״Deutsche Allgemeine Zeitung“, treten dafür ein, daß durch eine Regierungsumbildung den Nationalsozialisten mehrere Ministerposten überlassen werden. Ob diese Bemühungen Erfolg haben werden, und ob das Kabinett Papen einen nationalsozialistischen Einschlag bekommt, läßt sich natürlich nicht Vorhersagen. Noch weiß man nicht, was die Nazis fordern werden. Es ist aber hervorzuheben, daß eine Parlamenttarische Mehrheit ebenso wie in mehreren Länderparlamenten nur mit Hüfe des Zentrums möglich ist. Das Zentrum, das bei den Wahlen ebenso wie die Bayerische Volkspartei Stimmen gewonnen hat, ist seit je eine christliche Weltanschauungspartei und erst kurz vor den Wahlen haben mehrere Zentrumsführer versichert, daß die Partei den Antisemitismus und den Rassenstandpunkt als unchristlich. v«r* wirft. Das Zentrum könnte also antijüdischen Maßnahmen der Regierung seine Zustimmung nicht geben. Die Regierung Papen bezeichnet sich selbst in ihren Kundgebungen als Von der Sitzung des Aktions-Comites, die am 28. Juli in London begonnen hat, Hegen uns bis zur Stunde noch keine ausführlichen Berichte vor. Da es sich um eine geschlossene Sitzung handelt, bietet die Berichterstattung erhebliche Schwierigkeiten, die auch schon von früheren A.-C.-Sitzungen her bekannt sind. Wir können daher, wenn wir nachstehend den von der J. T. A. übermittelten Text des Berichtes wiedergeben, nicht unterlassen, unsere Leser darauf aufmerksam zu machen, daß solche zusammenfassenden Berichte, die nur einzelne Punkte hervorheben, notwendig überaus unvollkommen sind. Nach den Erfahrungen solcher Sitzungen dürften Referate wie das von Sokolow oder von Arlosoroff mindestens je etwa zwei Stunden in Anspruch genommen haben, und es ist ohne weiteres klar, daß der Gedankengang und Inhalt solcher Referate keineswegs zulänglich wiedergegeben sind, wenn man daraus einige Punkte in abgekürzter Form heraushebt. Auch ist bei solcher gekürzten Wiedergabe die Gefahr von Mißverständnissen und Mißdeutungen außerordentlich groß. Insbesondere scheint uns dies bei dem Bericht über Arlosoroffs Referat der Fall zu sein. Aus diesem Grunde enthalten wir uns zunächst jedes Kommentars zu *den bisher übermittelten Reden, da nicht klar ist, ob der Redner oder der Verfasser des Communiqucs Gegenstand der Kritik zu sein hätte. Es ist übrigens anzunehmen, daß, wenn diese Zeilen in die Hand des Lesers kommen, die A.-C.-Sitzung bereits aus dem Stadium der Generaldebatte in das Stadium der Kommissionsverhandlungen übergegangen ist. In den Kommissionen erst, die naturgemäß vertraulich verhandeln, wird die entscheidende Arbeit geleistet und die Beschlußfassung vorbereitet. Nachstehend folgt der bisher von der J. T. A. übermittelte Bericht. Sokolow« Bericht London, 29. Juli. (J.T.A.) Auf der Tagung des Aktions-Comitees erstattete der Präsident der Zionistischen Organisation Nahum Sokolow den Bericht der Exekutive über ihre Tätigkeit im vergangenen Jahre. Der Präsident bemerkte einleitend, er wolle seinen Bericht in hebräischer Sprache halten, da er sicher sei, daß die Mehrzahhl der Sitzungsteilnehmer diese Sprache beherrsche, und weil er damit einen Präzedenzfall schaffen wolle, der es ermöglichen soll, daß in Hinkunft die Verhandlungen so weit als möglich in hebräischer Sprache geführt werden. Sokolow ging sodann zur Schilderung der beklagenswerten Lage über! in der sich die .Weltjudenheit im Augenblick beiiade. Vorkämpferin der ״christlichen Weltanschauung“. Man könnte darin eine Spitze gegen das Judentum sehen, indem dem volkstümlichen Schlagwort von der notwendigen Abwehr der ״Verjudung“ Rechnung getragen werden soll« Dieser Sinn muß aber nicht darin enthalten sein, es kann vielmehr gemeint sein, daß überhaupt die religiösen Fun damente der Kultur wieder stärker gefestigt werden sollen als es nach dem Erbe des Aufklärungszeitalters und des Materialismus der Fall war. Aus dem christlichen Fundament ergibt sich aber eine bedeutsame Problematik in bezug auf die Stellung des Nationalsozialismus. Ein weit rechtsstehendes Blatt, di« ״Münchener Neuesten Nachrichten“, die für die Heranziehung der Nationalsozialisten zur Vepantwortung eintreten, wandte sich in seinem Leitartikel vom 31. Juli mit großer Schärfe gegen einen Wahlaufruf nationalsozialistischer Geistlicher, die Hitler als ״Gottgesandtea״ und als ״Werkzeug Gottes“ bezeichnet haben. Hier liegt eine Blasphemie vor, die innerhalb der Kirchen selbst schärfsten Widerstand hervorrufen muß. Der Nationalsozialismus konstituiert besonders für die evangelische Kirche ein sehr ernstes Problem, und Ueberlegungen grundsätzlicher Art werden wohl auch nicht ausgeschaltet werden können, wenn die Nationalsozialisten in die Reiehsregimmg der ״christlichen Weltanschauung“ eintreten. Denn stärker als bisher spielen heute Weltanschauungsfragen wieder eine Rolle in der Politik. Die maßgebenden Männer der Papen- Regierung können in einer prinzipiell so wichtigen Frage wie der etwaigen Entrechtung der Juden oder der offiziellen Anerkennung des Rassenstandpunktes gegenüber dem Nationalsozialismus nicht nachgeben. In welcher Weise also bei Heranziehung der Nazis, die natürlich auch noch auf andere, viel mehr im Vordergrund stehende Schwierigkeiten stößt, ein Kompromiß zustande kommt, kann nicht vorausgesagt werden. Die ״Tägliche Rundschau“ hat in dem oben zitierten Artikel davon gesprochen, daß die Juden heute in Deutschland wieder wie in den Zeiten des Mittelalters ״Schutzjuden“ sind. Wir wollen jetzt dies« Analyse nicht im einzelnen nachgehen, aber ein Körnchen Richtigkeit ist darin enthalten: Galuth bedeutet immer in dieser ode» jener Form, mit mehr oder weniger Peinlichkeit, mit mehr oder weniger Offenheit, Schutzjudentum. Wenn man dies nicht mehr will, dann heißt es, eine sehr tiefe Zäsur in der jüdischen Geschichte mach«!. Es heißt, das Galuth üb«•* winden, indem das jüdische Volk wieder Volk wird. Wir werden dann auch die Achtung erringen, die uns heute vielfach versagt wird. Es ist keine Uebertreibung, erklärte er, festzustellen, daß die Lage des jüdischen Volkes jetzt schlimmer ist als jemals zuvor. In solchen Zeiten warten nicht nur die Zionisten, sondern das ganze jüdische Volk gespannt auf eine kraftvolle Aktion ,und eine entschlossene Führung von irgendeiner Seite her. Dem Aktions-Comitee fällt es zu, sich aut der Höhe der Situation zu zeigen und die Führung auf dem Weg zur jüdischen Einheit zu übernehmen. Nach dem Kongreß führte Sokolow weiter aus, sei es seine Absicht gewesen, nach Palästina zu fahren, aber bevor er noch in London eingetroffen war, lag der Executive das unter dem Namen ״Bodengesetzentwurf״ (Draft Land Ordianee) bekannte verderbliche Dokument vor und unmittelbar darauf kam es zu den politischen Veränderungen in England. Später habe er sich in die Vereinigt en Staaten begeben, wo er sich mehr als 6 Monate aufgehalten habe. Der Hauptzweck seiner Amerika-Reise war die Aufbringung von Mitteln für den Palästina-Aufbau. Dies war jedoch nicht der alleinige Zweck. Auch politische und kulturelle Ziele wurden hierbei angestrebt. Zur Schilderung der durch die Finanzkrise in Amerika entstandenen ernsten wirtschaftlichen Lage der amerikanischen Juden übergehend, stellte Sokolow fest, daß die allgemeine Geistesverfassung sich selbstverständlich auch in der Haltung der amerikanisclien Judcnheit widerspiegele. Seine Beobachtungen hatten ihn zu dem Schlüsse geführt, daß die vorher in der amenkanisclien Judenheit vorhandene allgemeine philanthropische Gesinnung und ihr Drang, den Brüdern in Europa zu helfen, etwas abgeschwächt sei, eine Tatsache, die er bedauere, die sich aber durch die wirtschaftlichen Verhältnisse erklären lasse. Andererseits habe die Lage aber auch einen hellen Aspekt geboten. Der zionistische Gedanke hat in den Vereinigten Staaten Wurzel gefaßt, das Interesse für Palästina ist stärker geworden als jemals zuvor. Was die Lage der Jewish Agency in den Vereinigten Staaten betreffe, so sei anzunehmen, daß sich die Dinge anders entwickelt hätten, wäre Louis Marshall noch am Leben gewesen. Marshall sei unwiderstehlich gewesen, und obwohl es in Amerika eine Reihe von Persönlichkeiten gebe, die bereit seien, mitzuhelfen, sei doch bishieti recht wenig geschehen, um diese Elemente zu organisieren. Bezüglich des Erfolges seiner Kampagne erklärte Sokolow, diese habe unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Umstände bessere Resultate geliefert, als erw a r t e t w o r d e n sei. Sokolow streifte sodann die politische Arbeit in den Vereinigten Staaten und die durch die Bemühungen von Emanuel Neuinan und Prof. Frankfurter zustandegekommene Gründung des Palästina-Komitees. Daran schloß er einen kurzen Ueberblick über die gegenwärtige politische Lage und die politische Arbeit in London und Jerusalem. Er berichtete über seine zahlreichen Unterredungen mit verschiedenen Mitgliedern des 11H1111H1111u11111n111111111m11111111111111111n11111[1111a11H1111111t[1111H111n111111111111111111111111t11111111111111H1[111111111[111111u111111u11111111111111111111111H1111u11111111111111»11111111111111111111111i111111111111111111111111111111111111111111[111111111111)11111111111111111111111111111111M11111111 Die Tagung des AMions-Komitees ' I . 4: 1 f r 4 1/ ■