Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 60 (29.7.1932)
- Date
- 1932-07-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2651273-2653348-2653410--23091-2681409- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
״Non ■» Cooperation f" Einzelnummer 0,33 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint j«denDienstag u.Freitag. Beiugspreisbei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. AaslandMbonnettientfl werden in der WÜirtin« der einzelnen Linder beredinet. Anzeigenpreis; 8 gesp. NonpereiDezede 0,50 G..M. Stellengesuche 0,25 G.-M. Nummer 60 | Berlin, 29. VII. 1932 Redaktion, Verlag und Ameigen-Verwaltung; Jüdische Rundschau G. m. b. H״ Berlin W15, MeinekestrJO. Telefont J 1 Bismarck 7165-70. AazeigeiucMuß: Dienstag and Freitag mebmittig• 4Ukr Redaktionsschlufi Sonntag und Mittwoch nachmittag. Po.tacheck - Konto״ : Berlin 17392. Bawl V 9355, Balgrad 68032, Briiaaal 39433, Bud.p«« 596 93, Denn* 1973. Ha». 140470. Pr»» 594101 Riga 4155, Straaaburg 16430, Waraehau 190708, Wien 156030 Bank -Konten: DnrmetSdter• und NationalPank, Dapoaium - Kaaaa Barlia, Kurfümondamm 52: Ruminlach« Kreditbank, Comauti (Ruminian); Angl® Palestine Go. in Hai{«, Jerusalem, Tel-Aviv. Per Zionismus erstrebt Mr das indische Volle «Ile Schaffung einer gff ntllch ■ rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.« Die jüdische Weltkonferenz Wie die J TA. erfährt, wird der Weltverband Poale Zion an der bevorstehenden Konferenz zur Vorbereitung eines jüdischen Weltkongresses nicht teilnehmen. Hierzu wird mitgeteilt, der Verband habe zwar den Gedanken eines jüdischen Weltkongresses stets bejaht, sei aber bei seiner Stellungnahme von der Voraussetzung ausgegangen, daß dieser Kongreß nach vollkommen demokratischen Prinzipien organisiert sein und sein Programm vorher festgelegt haben müsse. Beide Vorbedingunfen sind diesmal unerfüllt und sollen, wie es scheint, auch in ukunft nicht berücksichtigt werden. Zwei maßgebende Landesgruppen des Weltverbandcs, die polnische und amerikanische Partei, haben aus diesem Grunde eine negative Stellung eingenommen. Ebenso ist die Haltung des jüdisch-nationalen Arbeiterverbandes in Amerika, dessen Generalsekretär, L. Segall, im Organ des Verbandes ״Der jüdische Kämpfer“ erklärt, daß der Begriff eines jüdischen Welt- Kongresses irreführend sei, wenn sich der Kongreß teilweise aus Personen zusammensetzt, die sich selbst gewählt haben, keine Beteiligung der breiteren Volksschichten aufzuweisen hat und in seinem Programm die lebendigen national jüdischen und jüdischen Kulturprobleme nicht berücksichtigt. Ein solcher Kongreß biete den jüdischen Massen nichts. ״Gerade deshalb“, heißt es in dieser Kundgebung, ״weil der Gedanke des jüdischen Weltkongresses von uns so tief und leidenschaftlich empfunden und vertreten wurde, weil mit seiner Verwirklichung unsere großen nationalen Perspektiven verbunden sind, gerade deshalb irritiert uns die seltsame Eile, die in diesem Fall entwickelt wird. Uns irritiert auch die Körperschaft, die sich das Ziel setzte, die große jüdische Weltbewegung ins Leben zu rufen.“ An der Konferenz werden sich führende Mitglieder der Poale Zion beteiligen, aber nicht in Vertretung der Parteien; so z. B. wird B. Z u c k e r m a n n , ein führender Poale Zionist der USA, als Mitglied des Jewish American Congress, J. Sprinzak als Vertreter des Waad Leumi und nicht der Arbeiterpartei Palästinas, teilnehmen. Wie der JTA. mitgeteilt wird, haben in den letzten Tagen die zionistische Arbeiterpartei Hitachduth, die jüdischen Gemeinden Westgaliziens, vertreten durch den Präsidenten der Krakauer jüdischen Gemeinde Dr. Raphael Landau, und Zur Wahl vom 31. Juli Heber die Bedeutung der Reichstagswahlen vom 31. Juli, einerlei ob das Ergebnis der Wahlen von den derzeitigen Inhabern der Macht in Deutschland gebührend berücksichtigt werden wird oder nicht, braucht man kein Wort zu verlieren. Zwar findet man in der ausländischen Presse Betrachtungen darüber, daß angesichts der in Deutschland bestehenden Macht- Verteilung die Reichstagswahl im Grunde genommen überflüssig sei. Dieser Meinung kann man aber im Inlande aus zahlreichen Gründen nicht beipflichten. Es ist von wesentlicher Bedeutung, daß nach zwei Monaten Regime des Kabinetts der ״nationalen Konzentration“ Papen -Schleicher das deutsche Volk seinen politischen Willen zum Ausdruck bringe. Bei dieser Wahl, die mehr als alle in diesem Jahre vorangegangenen den Charakter eines Volksentscheides trägt, kommt es auf jede Stimme an. Gerade die Juden müssen erkennen, daß Wahlmüdigkeit auf ihrer Seite im gegenwärtigen Stadium iti erster Linie eine unverzeihliche Versündigung an ihrer Gemeinschaft wäre. Die Frage der politischen Haltung der Juden wird vor jeder Wahl aufs neue erwogen. Es gibt innerhalb der einzelnen jüdischen Gruppen Meinungsverschiedenheiten über die grundsätzliche Auffassung und das praktisch-politische Verhalten. Wir haben es immer als einen Fehler betrachtet, wenn sich die Juden mit irgendeiner politischen Partei identifizierten. Wir waren der Ansicht, daß es bei unserer Mitwirkung am allgemeinen politischen Leben entscheidend darauf ankommt, ob man dabei der Judenheit in Deutschland die Freiheit ihrer Entwicklung zu sichern vermag. Man warf und wirft uns vor, daß wir statt ״deutscher“ Politik ״jüdische“ Politik machen. Wir sind jedoch überzeugt, daß unsere Vorstellung die einzig richtige ist ״Jüdische“ Politik der deutschen Juden, d. h. eine Politik, die sich bewußt davor hütet, das Judentum der Träger dieser Politik zu tarnen otler zu bagateliieren, ist auch die einzig angemessene ״deutsche“ Politik der Judenheit in Deutschland. Bedarf cs einer Anweisung für die bevorstehende Wahl? Bei früheren Gelegenheiten haben wir an die Juden appelliert, ihre Wahlpflicht zu erfüllen. Dieses Mal dürfte zweifellos jeder Jude an die Wahlurne schreiten. Die Parole ist klar: Keine Stimme darf einer Partei gegeben werden, die dem Staate einen Charakter verleihen will, durch den die Freiheit der Entwicklung von Menschengruppen unmöglich gemacht wird, die nach Abstammung, Religion und Volkstum nicht mit der herrschen« den Gruppe identisch sind. Kein Jude wird den Judenfeinden und den mit ihnen in Listenverbindung stehenden Parteien seine Stimme geben. Kein Jude sollte aber auch seine Stimme einer Partei geben, die die formale Gleichberechtigung des Staats« bürgers von Bedingungen abhängig macht und die vom Jude« daher den Verzicht auf wichtigste, mit seiner Geschichte und seinen Zukunftshoffnungen verbundene Einrichtungen und Ideale verlangt. Daraus ergeben sich heute für jeden Zionisten praktisch-politische Konsequenzen. Kein Zionist kann einer Par• tei seine Stimme gehen, die in ihrer praktischen Politik das Streben des Zionismus nach nationaler Befreiung mit allen Mit* teln bekämpft. Als Bürger dieses Staates, als Juden und Zionisten sollen wir am kommenden Sonntag unsere Pflicht erfüllen. Wir wissen uns von den trügerischen Vorstellungen der Identifizierung mit irgend einer Partei oder Richtung frei. Wir lehnen entschieden alle judenfeindlichen Richtungen ab. Wir unterstützen alle Parteien, die den programmatisch antisemitischen Richtungen unversöhnlich gegenüberstehen. Unsere zionistische Einstellung läßt es als zwingend erscheinen, daß nicht eine einzige jüdisch volksbewußte Stimme Richtungen zugute kommt, die der Forderung der historisch bestimmten jüdische« Gemeinschaft auf freie Entwicklung und Entfaltung verstand* nislos gegenübersteht 1111111111111MH1[1u1n1111111n1u11n11111l1n11[111111n1l111111t!11111111111n11111111111111111111111111111111n1111n11111111111111u111)11111n11n111111n11n11n111)!!1111111u111n11111111111u1111111n111)111111111111111111111n111111111ui111u11111u111111111111in1111111111111u11111111111111111111)111111111a11 "~Se; angemeldet. ״*en SelfcJiegt ein Beschluß “zur Teilnahme von der Jüdisch Lebens m'de Antwerpens vor. 1 gefordert w _: .- ndiger Bestand 1יוי^ w!r imentarische Union und Minderheiten o augenblic' 25. Juli. (J. T. A.) Die von dem in Genf tagenerden wimterparlamentarischen Kongreß der Interparlamentaristschl־ Union eingesetzte Kommission für ethnische und koloniale Fragen hat sich in ihrer letzten Sitzung mit einem Bericht beschäftigt, der ihr von der Subkommission für Minderheitenfragen vorgelegt worden ist. Die Kommission hat sich den Inhalt des Berichts und die in ihm vorgeschlagenen Resolutionen, die von der Subkommission auf ihrer vor zwei Monaten in Wien abgehaltenen Sitzung unter Zuziehung eines Vertreters der jüdischen Minderheiten, des Deputierten im polnischen Sejm Dr. Rosmarin, abgefaßt worden sind, zu eigen gemacht. Die von der Kommission für ethnische und koloniale Fragen nunmehr angenommenen Resolutionen empfehlen der interparlamentarischen Union, Schritte einzuleiten, um die auf ihren letzten Tagungen zur Verbesserung der Lage der Minderheiten gemachten Vorschläge zu verwirklichen. Es soll erstens darauf hingearbeitet werden, daß der internationale Minderheitenschutz auf alle Staaten ausgedehnt werde, d. h. die Minderheitenverträge sollen nicht, wie das heute der Fall ist, nur in bestimmten Staaten Geltung haben, sondern in allen Staaten, u. a. auch in Italien, Deutschland usw., zweitens soll die Union versuchen, in den einzelnen Ländern lnstanzen einzusetzen, deren Aufgabe es sein soll, die Beziehungen zwischen Minderheiten und Mehrheiten auszubauen, zu vertiefen und Differenzen zwischen ihnen zu schlichten. Der Völkerbund selbst soll sich in Hinkunft nur mit jenen Streitfällen beschäftigen, bei denen es nicht gelungen ist, eine innerstaatliche Einigung zu erzielen. Der Gedanke eines innerstaatliehen Ausgleichs zwischen Mehrheiten und Minderheiten wird von der Interparlamentarischen Union seit Jahren propagiert. Nunmehr will die Union dazu übergehen, diesen Grundsatz praktisch zu verwirklichen. Politisches Referat Brodctskys Eine amerikanisch-indische Stimme In einem Gespräch mit einem JTA.-Vertreter äußerte sich der Chefredakteur des Jewish Morning Journal (New York), Fishman, der sich vorübergehend in Berlin aufhielt, über die Stellung der jüdischen Öffentlichkeit Amerikas zu den politischen Entwicklungen in Deutschland. Die Juden Amerikas, erklärte Herr Fishfnan, verfolgen diese politischen Entwicklungen mit außerordentlich starkem Interesse. Sie glauben, daß sich die Lage der deutschen Judenheit ständig verschlechtert und bedauern es sehr, verhältnismäßig wenig direkte Informationen über die politischen Vorgänge aus maßgebenden Kreisen des deutschen Judentums zu erhalten. Politisch weitblickende jüdische Führer in Amerika sind entschlossen, falls es die Lage der deutschen Juden erfordern sollte, ihre Stimme vor dem Weltgewissen zugunsten der deutschen Juden zu erheben. Die amerikanischen Juden glauben nicht, daß für die Juden in Deutschland eine unmittelbare Gefährdung von Leib una Leben gegeben sei. Sie sind aber überzeugt, daß der ökonomische Boykott, der Ausschluß von Juden aus Regierungsämtern und der Terror in der Provinz sich auf die deutsche Judenheit schwerer auswirken, als es vereinzelte Ausschreitungen tun könnten. London, 28. Juli. (J. T. A.) Die Tagung des Aktions- Comitees wurde am 28. Juli in London unter Vorsitz Leo Motzkins in Anwesenheit aller Mitglieder der Londoner Exekutive, der Exekutivmitglieder Etnanuel Neuman und H. Farbstein, sowie der Mitglieder der Palästina-Exekutive Dr. Chajim Arlosoroff und Werner Senator eröffnet. Im Mittelpunkt des Tagungsanfangs stand der von Prof. Brodetsky erstattete politische Bericht. Brodetsky führte u. a. aus: Es ist unmöglich, die politische Arbeit in London von der in Jerusalem zu trennen. Zu einem großen Teil werden die politischen Schritte in London auf Grund von Ratschlägen und Informationen aus Jerusalem unternommen; zwischen der politischen Tätigkeit an beiden Stellen muß vollständige Koordination herrschen. Ich freue mich, sagen zu können, daß innerhalb der seit dem letzten Kongreß verflossenen zwölf Monate ein dauerndes weitgehendes Einverständnis zwischen den politischen Abteilungen in London und Jerusalem geherrscht hat. Trotzdem werde ich mich in meinen Ausführungen hauptsächlich mit der politischen Arbeit in London beschäftigen. Als wir Basel verließen, waren wir uns alle der durch das Regime im Colonial Office bedingten Schwierigkeit unserer Lage bewußt. Wir hatten zwei Jahre einer Regierung hinter uns, unter der die politische Führung des Colonial Office in Worten und Taten einen vollständigen Mangel an Sympathien für unsere Ziele und an Verständnis unserer Grundsätz.e an den Tag gelegt hatte. Sie betrachtete sich als Hüterin der wehrlosen und unwissenden ״armen Araber“ und als ihre Beschützerin gegen die ״reichen, mächtigen und Wissenschaftlieh ausgerüsteten“ Juden. Lord Paßfield war in seiner Haltung vom damaligen High Commissioner für Palästina, Sir John Chancellor, mehr als unterstützt worden. Während wir wußten, daß ein Wechsel in der Person des High XXIV. Delegiertentag der Z. V. i. D. 1. Der 24. Delegiertentag der Z. V. f. D. findet am 11. und 12. September In Frankfurt a. M., im Volksbildungsheim, Eschenheimer Anlage 40/41, statt. 2. Die Hauptwahlkommission tritt am 4. August zusammen. Bis dahin müssen alle Ortsgruppen die Zusammensetzung der Ortswahlkommission, der Vertreter aller in den betreffenden Orten an der Wahl beteiligten Richtungen angehören müssen, der Hauptwahlkommission gemeldet haben. 3. Die Hauptwahlkommission wird ferner in der Sitzung vom 4. August feststellen, wieviel Delegierte auf die ein-?.einen Gruppen entfallen. Die Ortsgruppen werden daher dringend darum ersucht, die noch bei ihnen eingegangenen Schekalim und Landesbeitrüge unverzüglich abzuliefern. 4. Die Wahlen zum Delegiertentag erfolgen in den einzelnen Orten frühestens am Donnerstag, dem 25. August, spätestens am Donnerstag, dem 1. September. Wahlen, die vor oder nach diesem Termine vorgenommen werden, sind ungültig. Die la!1ptwaU](0ma1issio& Commissioner beschlossen war, wußten wir ebensogut, daß das Regime in London unverändert fortbestehen solle; und lassen Sic mich hinzufügen, daß es keinen größeren Irrtum geben könnte, als zu glauben, es könne ein Keil zwischen die Regierung in London und die Verwaltung in Palästina —• besondere Umstände, wie solche in gewissen Perioden vor dem letzten Kongreß gegeben waren, ausgenommen — getrieben werden. Es war klar, daß der einzige von uns zu befolgende Kurs darin bestehen mußte, so ausdauernd als möglich die Erörte* rungen über die Grundlagen der Palästina-Politik mit der englischen Regierung fortzusetzen. Tatsächlich erhielten wir binnen drei Wochen nach dem Basler Kongreß ein deutliches Anzeichen dafür, daß zumindest ein Mensch in London von den Verhandlungen des Kabinettskomitees und von den! Briefe des Ministerpräsidenten unberührt geblieben war, nämlich der Kolonialminister selbst. Die von ihm vorgeschlagene Verord« tiung über die Kontrolle der Bodentransaktionen, die in der ersten Augustwoche 1931 an uns gelangte, war eine unver« fälschte Essenz des Weißbuches vom Oktober 1930. Drei Wochen nach dem Kongreß sah sich die Exekutive von einer den wichtigsten Faktor unserer Arbeit, die Bodenpolitik, betreffenden Krise bedroht. Ich will mich nicht in Spekulationen darüber einlassen, was geschehen wäre, wenn Lord Paßfield im Amt gewesen wäre. Ich möchte nur erwähnen, daß die Exekutive eine kompromißfreie Haltung angenommen hat, und daß ein Beamter des Colonial Office, mit dem ich später über diese Ereignisse sprach, mir erklärte, die Ver- Ordnung wäre im Hinblick darauf, daß die in unserem Briefe vom 31. August vorgebrachten schwerwiegenden Argumente von keinem Kolonialminister hätten außer acht gelassen werde« können, auch dann nicht in ihrer ursprünglichen Form in Kraft gesetzt worden, wenn Lord Paßfield im Amte gewesen wäre( Der Regierungswechsel in England war nicht bloß der Uebergang von dem Kabinett einer Partei zu dem einer anderen. Er bedeutete eine durchgreifende Aenderung der nationalen Mentalität, der gesamten Einstellung der britischen Nation zu ihren wirtschaftlichen Problemen, Zum Regierungswechsel traten andere Veränderungen hinzu. In der Kolonialabteilung für den Mittleren Osten wurde Sir John Shuckburgh, der zehn Jahre lang eine entscheidend« Rolle bei der Behandlung palästinensischer Angelegenheiten gespielt hatte, durch Mr. Parkinson, der gleichzeitig mit'Mr. Downie aus der ostafrikanischen Abteilung kam, ersetzt. In Palästina trat der neue High Commissioner, Sif Arthur Wauchope, Ende November sein Amt an. General- Staatsanwalt Ben t wich wurde auf Grund einer Behändlung, die wir aus persönlichen und nationalen Gründen beklagen müssen, durch einen nichtjüdischen Engländer ersetzt, während wir in bezug auf Bodenfragen mit Mr. Freue h, dem von Lord Paßfield eingesetzten Landentwicklungsdirektor, zu tun hatten. Wir hatten sowohl in London als auch in Jerusalem viel erzieherische Arbeit zu leisten. Immigration*- und Bodenprobleme Wenn wir nun sagen, daß ein wenig Licht begonnen hat, durch die Wolken zu dringen, so meinen wir damit nicht, daß die Dinge glänzend stehen, Sie sind in Wahrheit