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Jüdische Rundschau · 1932-07-08 · Heft 54 (8.7.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 54 (8.7.1932)
Date
1932-07-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Einzelnummer 0£3 Goldmark Auf halbem Wege JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienRtagu.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,—׳ Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Ausland**boaneme0ts werden In dm Wihm5ag der ein reinen Länder berechnet. Anreißenpreia: ft gesp. Nonpareilleaefle 0,50 G.-M. SteDengesuch* 0,25 G M. Nummer 54 | Berlin, 8. VII. 1932 Redaktion» Verlag und Anreigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.Hn Berlin W15, Memekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. AnxsifnwKlafc Di n• t a ן and Fraltig aachmittaf• 4Ukr Redakdonsschlu£ Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck - Kobub: Berlin 17392, Base! V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39433, Budapest 59693, Dsniig 1973, Haag 140 470, Prag 59410, Riga 4155, Stra8*.burg 16430, Warschau 190708, Wien 156 030 Bank - K o » t « a : Darmstädtar- und NatioaaJbaak, Depoaiien י Kaas« Barlitt, Kurfürsteadimia 52; Rusnäsiscb# Kreditbank, Cernaud (Rumänien); Angln Paleatlne Co. in Haifa, feruaalem, Tel -Aviv. Dar Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer dffentllch - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.** mnMoaiaommssMwi^MmoHRoaaapaeepaieaaisanaoaomuamHBaHaMaMaainmHaaiHmmwiiasPSMaMmmiMHaamHMMMMMMaooMSSHnmmMSMweHsaMnmaaMmaaasiaMnmmiommaM■■ Mittelalter als Vorbild vornenReichstagswahlen Verstärkte antisemitische Agitation der Rechten Die für den 31. Juli ausgeschriebenen Wahlen zum Reichstag haben trotz ihrer überragenden Bedeutung und trotz der Aufhebung des Demonstrationsverbotes und des Uniform- Verbotes für die S. A. und S. S.-Abteilungen der National- Sozialisten mit Rücksicht auf die außenpolitischen Verhandlungen in Lausanne bisher nicht jenen Grad von Heftigkeit erreicht» den man nach der Ausschreibung dieser Wahlen befürchtet hatte. Wenn die Verhandlungen in Lausanne zu einem vorläufigen Abschluß gelangt sein werden, wird vermutlich auch der Wahlkampf lebhafter werden. In einer Hinsicht scheint jedoch eine Steigerung in der Aufpeitschung der Leidenschaften nicht mehr möglich zu sein: in der antisemitischen Verhetzung der Wählerschaft durch die Nationalsozialisten und zum Teil auch durch die Deutschnationalen und andere rechtsstehende Gruppen. Die Deutschnationalen scheinen (ahnlieh wie in letzter Zeit die österreichischen Christlich-Sozialen) den Nationalsozialisten jeden Vorwand nehmen zu wollen, sich Lauheit in antisemitischen Dingen vorwerfen zu lassen. Was von den Hakenkreuzlern in den letzten Wochen an antisemitischer Demagogie aufgeboten wurde, übersteigt alles bisher von dieser Partei gegen die Juden Gesagte, Geschriebene und Verübte. Ungleich ihrem Verhalten bei den Reichstagswahlen im Jahre 1930, wo die Nationalsozialisten sich eines ״mäßigen“ Antisemitismus befleißigten, legen sie jetzt Wert darauf, ihre antisemitische Einstellung in schärfster Weise zum Ausdruck zu bringen. Es kamen das Interview des Abgeordneten G o e r i n g, die Reden von Goebbels in Berlin und B a u e r in München, die Debatten im Preußischen Landtag und in anderen pariamentarischen Körperschaften, die judenfeindlichen Anträge und Entschließungen, die nochmalige Hervorhebung des antisemitisehen Maximalprogramms — Stellung der Juden unter Aus* länderrecht — die Hetze gegen jüdische Beamte und die zahlreichen Ueberfälle auf Juden durch uniformierte Trupps der Nationalsozialisten. All diese Ereignisse haben weit über Deutschland hinaus Aufsehen erregt. Es ist dazu gekommen, daß in Warschau Protestversammlungen gegen die antisemitischen Vorgänge in Deutscl|l@|Kl eiabemfeti wurden. Es, ■entbehrt •nicht einer gewissen 'frötÄm'IGjÄfe, 'iäB Tpflf-’5 Aisch e Politiker und die poln»! s.ehe Regierting im Marne« der Zivilisation und des Fortschrittes gegen den Äntii|n»itisnujs in Deutschland Stellung* nehmen. Qle zionistischen Redner auf der Warsehapefs Pr@teatve#iammlung haben mit Nachdruck auf diesen'Umstand hingevriesen und beschäftigten sich haupisächlieh mit den antisemitischen Vorgängen in Polen und weniger mit den Ereignissen in Deutschland, die den Anlaß zur Einberufung der großen Manifestation gebildet haben. Immerhin ist es ein Zeichen der Zeit, in der wir leben, daß man inOsteuropa Protestversammlungen gegen einen Kulturstaat von so hohem Range wie Deutschland veranstaltet. Deutschland ist nachgerade auf dem Wege, durch die Politik der Nationalsozialisten hinsichtlich der Judenfrage die Rolle zu spielen, die einst das zaristische Rußland im Bewußtsein der Weltmeinung eingenommen hat. Die von den Nationalsozialisten in Deutschland geübten Methoden greifen auch auf das benachbarte Oesterreich hinüber. Der Ueberfall, den die Wiener Nationalsozialisten auf den Golf-Club im Die Convention der amerikanischen Zionisten Monis Rothenberg Präsident Philadelphia, 4. Juli (J. T. A.) Bei Anwesenheit von 300 Delegierten aus allen Teilen der Vereinigten Staaten wurde am 3. Juli in Philadelphia die Jahresconvention der Zionistischen Organisation Amerikas eröffnet. Robert S z o 1 d , der den Bericht der Organisationsleitung erstattete, gab einen Ueberblick über die Leistungen des amerikanisehen Zionismus und der zionistischen Weltbewegung im abgelaufenen Jahre, der optimistisch ausklang. Der Zionismus, sagte Robert Szold, befindet sich in einer stetig autsteigenden Linie, das jüdische Palästina hat die Vorstellungskraft der Judenheit in der Welt beflügelt und ihm Mut gegeben, in dieser schweren Zeit durchzuhalten. Emanuel N e u m a n überbrachte der Convention die Grüße der Zionistischen Weltorganisation und der Palästina- Judenheit. Sokolow sandte an die Convention aus London das folgende Telegramm: ״Haltet die Vorfront der amerikanischen Judenheit im Weltzionismus!“ Die Convention, die am 4. Jul! abends zu Ende ging, wählte zum Präsidenten der Zionistischen Organisation Amerikas den Kandidaten der Lipsky-Gruppe, Morris Rothenberg, der viele Jahre Vorsitzender des amerikanischen Keren Hajessod ewesen war. Zu Vizepräsidenten wurden gewählt: der biserige Vorsitzende Robert Szold (Brandeis-Gruppe), ferner der frühere Vorsitzende des United Palestine Appeal, Richter William M. Lewis, und Ellihu D. Stone. Die Convention faßte eine Resolution, in der die Einberufung der jüdischen Weltkonferenz für den 14. August nach Genf durch den American Jewish Congress gebilligt und beschlossen wird, acht Vertreter der amerikanisehen Zionistischen Organisation als Delegierte zu der Konferenz zu entsenden. In einer weiteren Resolution wird Dr. Chalm Weizmann aufgefordert, bald nach Amerika zu kommen. In der diesbezüglichen Resolution heißt es: ״Die Convention übermittelt Dr. Welzmann herzliche Grüße und Wünsche, sowie warme Anerkennung seiner beispielgebenden Hingabe an die zionistische Sache. Weizmann hat auch nach Niederlegung seiner Präsidentschaft in der Organisation seine Arbeit für den Aufbau Palästinas fortgesetzt; besonders hat seine erfolgreiche Tätigkeit in Südafrika den Zionismus ermutigt. Wir erinnern Lainzer Tiergarten unternommen haben, bei welcher Gelegenheit ausländische Diplomaten tätlich beleidigt wurden, hat in der ganzen Welt Aufsehen erregt. Die Wiener Nazis wollten es einmal den ״reichen Juden“ heimzahlen und haben sich an Personen vergriffen, die als exterritoriale Gäste ihren Heimatländern Meldung von der ״geistigen“ Haltung der Hitler-An-!länger erstatten werden. Die bevorstehenden Reichstagswahlen gaben dem C.-V. Veranlassung, eine Pressekonferenz zu veranstalten, in welcher über die Aussichten dieser Wahl und über die Stellung der Juden gesprochen wurde. Bei dieser Gelegenheit konnte man wieder die Tatsache bedauern, daß leider eine verantwortliche politische Führung der deutschen Juden in ihrer Gesamtheit nicht besteht und daß also jede der großen politischen Organisation nen, die von den von ihnen geübten Methoden gegenseitig nichts halten, eigentlich nur auf die Unterstützung ihrer Mitglieder und ihrer eigenen Peripherie angewiesen sein wird. Das ist in der Sachlage begründet und Grenzüberschreitungen halten wir in dieser Hinsicht für unangebracht. Natürlich wird heute von keiner jüdischen Seite eine Störung von Aktionen irgendeiner innerjüdisch gegnerischen Organisation erfolgen; aber was die Unterstützung solcher Aktionen betrifft, soll man gerade in einer Zeit, wo es auf die richtige Politik ankommt, seinen Prinzipien aus wirtschaftlicher Abhängigkeit oder aus lokalen Interessen nicht untreu werden. Wir glauben, daß die Verhältnisse die deutsche Judenheit zu einer ganz anderen Art von Einheitlichkeit im allgemeinen politischen Leben zwingen werden, als man sie sich heute vorsteilt. Heule muß, jedem Juden in Deutschland klar sein, daß an Stelle einer bisher getriebenen Deklarationspolitik eine andere politische Methode treten muß. Natürlich läßt sich das Ergebnis der Reichstagswahlen auch unter Zugrundelegung der umfassendsten wahlgeometrischen Schätzungen nicht Voraussagen. Es muß fraglich erscheinen, ob irgendein mögliches Ergebnis den jetzigen Regierungskurs wesentlich zu ändern imstande sein wird. Gerade die außen- «oliti|,flje. §j|!(gJ|Qn, und dje Ergebnisse von Lausanne lassen die «JA Mi dhigfiltlgen •JferafttÄ'iuag 4ef'RtpÄtiönsfrlge in fer'leglerungszBsannninsetzBng keine grundlegenden Änderungen emtreten werden. TVotüdeni wäre es verfehlt, den Ansgang der Reicbstagswahlen als ln einem gewissen Maße belanglos zu betrachten. Es handelt sich für uns Juden darum, daß Parteien so stark wie möglich werden, die auf dem Boden der geltenden Reichsverfassung stehen. Darum muß man sich davor hüten, Kräfte zu verzetteln und Stimmen verloren gehen zu lassen. Die jüdische Wählerschaft als solche hat im Einzelfall keine einheitliche Parole. Als im gegenwärtigen Deutschland lebender Jude kann man sich unter bewußter Hintansetzung aller privaten, sozialen und ökonomiselten Interessen nur das eine sagen: keine jüdische Stimme den antisemitischen Parteien und ihrerGefoIgschaft! Diese Parole ist sicherlich nicht besonders originell. Sie ist aber rebus sic stantibus die einzig mögliche und wird von allen Juden, auch ohne daß man sie speziell in dieser Beziehung aufklären müßte, befolgt werden. a. h. uns mit Begeisterung an Weizmanns wiederholte Besuche In Amerika, wobei er immer die Massen der amerikanischen Judenheit für die zionistische Idee und die zionistische Arbeit zu begeistern wußte, und hegen die Hoffnung, daß er bald wieder bei uns wird weilen wollen, um uns zu weiteren großen Anstrengungen zu begeistern, damit wir der außerordentlich schwierigen Situation, in der wir uns jetzt befinden, gerecht werden können.“ Die Convention beschloß, die Mitgliedsbeiträge von bisher jährlich 6 auf jetzt 3 Dollar zu reduzieren und nur in besonderen Fällen den bisherigen Beitrag gelten zu lassen. In einer weiteren Resolution wird eine vereinigte Campagne für alle Palästinafonds gefordert, wobei aber die Integrität jedes einzelnen Fonds nicht berührt werden soll. Der Eta! der Palästina -Regierung Jerusalem, 5. Juli. (J. T. A.) ״Offirial Gazette“ veröffentiieht den Voranschlag der Palästina-Regierung für das Finanzjahr 1932/33. An Ausgaben sind vorgesehen 2 403 253 Pfund, an Einnahmen 2 442 083 Pfund, so daß sich ein kleiner Ueberschuß von 38 818 Pfund ergibt. Der Einnahmeposten überschreitet den des Finanzjahres 1931/32 um 108 188 Pfund. Der Ueberschuß des Staatshaushalts zum 1. April beträgt 739 772 Pfund. Der Au s g a b e n - Et at für das Finanzjahr 1932/33 enthält folgende Posten: Departement für landwirtschaftliche Ent- Wicklung (dies sind die Kosten der Tätigkeit des Mr. F r e n c h — A. d. R.) 6701 Pfund; Beitrag für das transjordanische Grenzkorps 183 405 Pfund; palästinensische Polizei 457 737 Pfund; Landesschutz 102000 Pfund; öffentlicher Unterricht 158 742 Pfund; öffentliches Gesundheitswesen 115001 Pfund. Im Einnahmen-Etat figuriert ein Posten von 143000 Pfund als Hilfsbeitrag Englands für die Ausgaben der transjordanischen Streitmacht. Das Haushaltsdefizit pro 1931 betrug 40 971 Pfund. Nachdem alle Appelle an die Palästinaregierung, dem in INot geratenen Zentralhospifal im Emek Jezreel finanziell zu Hilfe zu kommen, rer,uitallos geblieben sind, mußte das Hospital wegen Mangels an Mitteln seine Tore schließen, Immer deutlicher wird fühlbar, daß wir an der Wende eines Zeitalters stellen, und das Gefühl der ״Krise" in einem tieferen als dem üblichen Sinne der ökonomischen Wissenschaft ergreift die Gemüter. Die alten Lebensformen sind nicht mehr tragfähig, Menschen und Völker ringen nach neuer Gestaltung. In einer solchen Zeit liegt es nahe, daß die verschiedenartigsten Vorstellungen, Gedanken und Programme geäußert׳ werden, die vielleicht nicht immer zu realen Konsequenzen führen, aber doch als Symptome einer Zeitstimmung beachtenswert sind. So traurig die Begleiterscheinungen des wirtschaftlichen Niederganges und der politischen Unruhe auch sein mögen, es läßt sich nicht verkennen, daß weite Kreise denkender und wollender Menschen gerade in diesem Chaos eine Zeit fruchtbarer Erneuerung sehen, eine große Chance, man hört wieder Huttens Spruch, daß ״die Geister wach sind und es eine Lust ist, zu leben". Es ist kein Zufall, daß gerade in Deutschland jetzt eine ganze Literatur in die Halme schießt, die Zukunftsbilder malt. Denn gerade Deutschland ist durch den Weltkrieg in seiner Struktur tiefer erschüttert worden als andere Länder, und es mag auch richtig sein, daß dem deutschen Geist eine besondere Neigung zu romantischen Konzeptionen innewohnt. Wir hören heute in Deutschland zahlreiche Stimmen, die eine Ueberwindung der Krise nur in der Form einer Rückkehr zu Lebensformen sehen können, wie sie im Mittelalter bestanden haben. Mit einer bemerkenswerten Schärfe wird dieser Gedanke von Wilhelm von Schramm ausgesprochen, der (im Verlag von Dunker und Humblot, München) ein Buch unter dem Titel ״Radikale Politik“ und mit dem Untertitel ״Die Welt diesseits und jenseits des Bolschewismus“ veröffentlicht. Es handelt sich hier offenkundig um das Werk eines politischen Outsiders, der nicht als Wörtlihrer .«in|r •P»rtfj<• .,h&t ‘gerade danlm Ist י■ seine^ ÄfeEÄ' für die Denkungsart, die allenthalben verwandte Elemente aufweist. Und gerade für uns Juden ist es interessant, einmal eine solche Schrift eines nicht ״antisemitischen“ Autors näher zu betrachten, weil hier abseits vom Tageskampf eine Grundhaltung zutage tritt, die als Neben- Produkt für die Stellung des Judentums in der deutschen Welt weitgehende Folgen schafft, ohne daß — wie bei den Nazis — der Jude zum Ausgangspunkt aller Erärterung würde. Der Verfasser stützt sich bewußt auf die Gedankengänge der deutschen Romantik, insbesondere auf Fichte, Novalis und Franz von Baader. Bei diesen drei Denkern, die den aufkommenden Kapitalismus bereits mit all seinen Folgen kritisch durchschaut haben, sieht Schramm im Kern das ganze politische Programm vorgezeichnet, das heute den Liberalismus, der ein Trümmerfeld hinterlassen hat, ablösen muß. An die Stelle der ״Freiheit“ muß wieder die ״Lehre“ treten, der Glaube und die geheiligten Ordnungen. Nur diese können ein Gemeinwesen tragen. Den Beginn mit der Verwirklichung machte der Bolschewismus in Rußland. Der Bolschewismus ist in erster Linie eine G1 a uben s m ac h t, die heute ganz und gar auf der orthodoxen, gegen alle ungläubigen intoleranten, durch eine Hierarchie gesicherten und bewachten Lehre beruht. Wie der Bolschewismus im Grunde aus der christlichen Lehre vom tausendjährigen Reich erwuchs, so sind in seiner Entwicklung alle die Phasen zu beobachten, die das werdende Christentum durchmachte, bevor es sich zur Kirche entwickelte. Aus diesem Grunde wird auch der jüdische Einfluß systematisch zurückgedrängt. Der Kampf gilt ״dem unter den bolschew'istischen Juden besonders verbreitete! revolutionistisehen Doktrinarismus und Anarchismus, der, abstrakt und destruktiv, die bolschewistische Kirchenbildung verhindert oder doch erschwert“. Durch die Strenge und Einheit der Lehre erscheint das bolschew istisehe Rußland heute als das ״fortgeschrittenste Land der Welt“, während auf der anderen Seite Frankreich, das noch immer von der Idee der Weltzivilisation lebt, das reaktionärste Land der Welt ist. Was die Zukunft des Bolschewismus betrifft, so glaubt Schramm, daß sich sein Wirtschafts- System totlaufen muß und daß dann vielleicht der Moment kommen wird, wo die bestehende Kirchenorganisation dem wahren Glauben statt wie heute einer Pseudoreligion dienen wird. Die Welt ״jenseits des Bolschewismus“ ist vor allem Deutschland. In Deutschland, so meint Schramm — im Einklang mit wohl der gesamten nationalistischen deutschen Intelligenz — entscheidet sich das Schicksal Europas und der Welt. Wie der Verfasser den Aufbau des neuen Deutschland ausmalt, kann uns hier nicht im!jlllllllll(lll)lllllltlllllllllll1llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll[IIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIllllll|llllllllllllll|[illlll[llllllllltllllllllllllllllllllllllllllllltlllllllllllllllllllllllltllllll[1ll(llllllllllll!lllnlllllll[lllll1n[lllllltllllllllIIIIII)lllll|l|||||||IMIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIII1r1lllllllllllll

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