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Jüdische Rundschau · 1932-07-05 · Heft 53 (5.7.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 53 (5.7.1932)
Date
1932-07-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Pariser Ghetto-Zauber Einzelnummer 0,2$ Goldmarl JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u.F reitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. A*1a]*mi*-1boan@m«ois werden in dm Währung der einzelnes Linder berechnet Anrelgenprei*: 8 gesp. Nonpareillexeil• 0,50 G-M. Stellenfesudh• 0,25 G. M. Nummer 53 | Berlin, 5. VII. 1932 Redaktion, Verlag t*nd Anzeigen -Verwaltung: Jüdische RundschauG.m.b.H.,Berlin W15. Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Aar«ic«nacUtsBc Dlaaatag and Freitag aaeboittag• 4Ukr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Po»t*ch«ck -Kenias: Berlin 173 92, Bäte) V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39433, Budapaat 59693, Danri* 1973, Haag 140 470, Prag 59410, Bi«• 4155, Stresfeburs 16430, Wanduu 190708, Wien 156030. Bank ,Konten: Dermstadtcar* und Nat ional batik, Depositen - Kaaae Berlin, Ktirfürstendamm 52: Buminiache Kreditbank, Cemauri (Rumiruen); An*lo Palamin• Co. in Haila, lemaalem. Tel-Aviv. Oar Zionismus antrabt fttr da» fUdUch« Volle eie »chaffmig olnor «rfontlkh. raditllch goalcharton Heimstätte In Palästina. ״Basalar Programm." Zu den Vorgängen an der Berliner Universität Palästinafragen im Unterhaus London, 1. Juli. (J.T.A.) Die am 22. April im Unterhaus begonnene Aussprache über die Arbeiterpolitik der Palästina-Regierung wurde in der Sitzung am 1. Juli fortgesetzt. Kolonienminister Sir Philip Cunliffe-Lister ging auf die damals von Josiah Wedgwood und anderen Parlamentariern gegen die britischen Beamten in Palästina vorgebrachten Anklagen nicht ein, sondern befaßte sich in seiner Antwort ausschließlich mit der Oewerkschaftsfrage in Palästina. Auf die Frage des früheren Unterstaatssekretärs für die Dominions, Lunn (Arbeiterpartei), warum es Eisenbahn- und Postangestellten in Palästina verboten sein soll, dein jüdischen Arbeiterverbande (Histadruth) anzugehören, wo doch eine durch Zusammenarbeit im gleichen Verband herbeigeführte Annäherang zwischen jüdischen und arabischen Arbeitern der Annäherung der beiden Völker dienen würde, erwiderte Cunliffc- Lister, das Verbot der Zugehörigkeit von Staatsangestellten zur Arbeitergewerkschaft sei noch von der britischen Arbeiterregierung ausgesprochen worden; dieses Verbot sei auch berechtigt, denn man könne es nicht zulassen, daß z. B. ein Regierungsangestellter eine vom Arbeiterverband proklamierte Streik parole befolgt; es könne nicht zugelassen werden, daß ein Regierungsangestellter unter das Dilemma einer doppelten Verpflichtung gerät: der gegenüber der Regierung und der gegenüber dem Arbeiterverband. Peter MacDonald, der Sohn des Premiers, wandte sich gegen Wedgwood wegen seiner scharfen Angriffe gegen die Palästina- Beamten. Jüdische Selbslwehr gegen Eiserne Gardisten K i s c h i n e f f, 1. Juli. (J. T. A.) In Tighina (Bender) kam es zu großen Kundgebungen der jüdischen Bevölkerung gegen eine Gruppe von etwa 100 Mitgliedern der Eisernen Garde, die an der Kreuzung der Regina Mariamit der Dostojewskystraße jüdische Bürger mißhandelt hatten. Die Eisengardisten, die nach Tighina gekommen waren, um ihre Kandidatenliste für die Parlamentswählen einzureichen, wurden nach dem von ihnen verübten Exzeß von der Menge arg verprügelt, ungeachtet dessen, daß zwei Polizisten, die sich in ihrer Gesellschaft befanden, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen drohten. Auch eine größere Polizeiabteiiung erwies sich als machtlos gegen die erregte Volksmenge. Schließlich mußten die Eisengardisten in Schutzhaft genommen werden. Pie Bevölkerung von tighina׳ohne "Unterschied der Nationalität und" des Glaubens ist sehr aufgebracht darüber, daß die Behörden den Zuzug von Eisengardisten von außen gestattet haben. ln aller Kürze Im Monat Mai 1932 waren in Palästina 549 Personen, unter ihnen 363 Juden, eingewandert. Unter den eingewanderten Juden waren 212, die als Touristen ins Land gekommen sind und nachher die Erlaubnis zu dauerndem Aufenthalt erhalten haben. — Im gleichen Monat waren 64 Personen, darunter 24 Juden, aus Palästina ausgewandert. Der neue Stadtrat von Tel-Awiw wählte eine Exekutive, die sich ausschließlich aus Angehörigen des Mittelst andes zusammensetzt. D i z e n g o f f wurde zum Bürgermeister wiedergewählt. Die Ansprüche der Arbeiterpartei, die über ein Drittel aller Stadtratssitze verfügt, daß sie aus ihrer Mitte den Vizebürgermeister stellen und daß ihnen noch andere Positionen im Stadtrat eingeräumt werden, wurden von der vereinigten Mittelstandsgruppe zurückgewiesen. Die polnische Regierung hat die Schaffung eines Konsulats der polnischen Republik in Tel-Awiw beschlossen und zum Konsul den jetzigen polnischen Handelsattache in Palästina, Dr. Bernhard Hausner, ernannt, ln Tel - A w i w und näherer Umgebung leben über 26 000 polnische Juden. Der Stadtrat von Haifa befaßte sich mit einem Schreiben der Regierung Palästinas, in welchem der Stadtrat drir.:׳;r.1d eisucht wird, ein Drittel des Budgets für öffentliche Arbeiten für jüdische Arbeit zu verwenden, bzw. jüdische Arbeiter zu einem dritten Teil zu beschäftigen. Der stellvertretende Distriktskommissar wohnte persönlich der Sitzung bei und unterstützte das Ersuchen der Regierung. Trotzdem lehnte der Stadtrat dieses Ersuchen ab. Im Frauengefängnis in Bethlehem kam es bei dem Versuch der Gefängnispolizei, die jüdische Kommunistin Mirjam Gold in ein anderes Gefängnis zu überführen, zu einer schweren Revolte der weiblichen Häftlinge. Polizei mußte aus Jerusalem zur Unterdrückung der Revolte herbeigeholt werden. In Anwesenheit des ägyptischen Konsuls fand in Jerusalem eine Sitzung von palästinensischen Kaufleuten statt, in der beschlossen wurde, ein gemeinsames Organ zur Förderung der Handelsbeziehungen zwischen Aegypten undPalästinazu gründen. Die ägyptische Regierung unterstützt diesen Gedanken. XXIV. Dclcgiertcnlag der 2. V. f. D. Bekanntmachung der HaaptwaUkommission Druckfehlerberichtfgung In der letzten Bekanntmachung hieß es infolge eines Druck- Fehlers, daß die Wahlen in der Zeit vom 25. August bis tl.Sep- Fernher stattfinden können. Es muß heißen: Die Wahlen zum Delegiertentag erfolgen In den einzelnen Orten frühestens am Donnerstag, dem 25. August, spätestens am Donnerstag, dem 1. September. Die Hasptwahlkommissioa Wenn es noch auf jüdischer Seite irgend jemanden gegeben hat — wir haben nie zu diesen ״Ueberklugen“ gehört —, der sich der Hoffnung hingab, es werde von den Nationalsozialisten nicht so heiß gegessen werden, wie es vorher gekocht wurde, den haben die Vorgänge in den letzten Tagen den Star zu stechen vermocht. Die antisemitische Hetzpropaganda ist vielleicht für einzelne nationalsozialistische Führer ein skrupellos verwendetes ״Mittel zum Zweck“ der Machterlangung. Für den Großteil der Anhänger aber sind die antisemitischen Parolen blutiger Ernst. Wenn auch die antisemitischen Entschließungen im Preußischen Landtag zunächst ohne praktische Bedeutung bleiben, so beweisen sie dennoch, daß die Nationalsozialisten, wenn es auf sie allein ankäme, sich weder das geringste Gewissen noch Gedanken machen würden, ihre Pläne in bezug auf die Juden zu verwirklichen. Ein weiterer schlagender Beweis für diesen Sachverhalt ist die nationalsozialistische Studentenpolitik an den deutsehen Hochschulen. Vorige Woche gab es in F r a n k f u r t a. M. heftige antisemitische Ausschreitungen, und in den letzten Tagen war wieder die Berliner Universität der Schauplatz von Vorgängen, die in ihrer Heftigkeit und Maßlosigkeit alles bisher Vorgekommene übertrafen. Die nationalsozialistische Landtags-Fraktion führt einen erbitterten Kampf gegen das geschäftsführende preußische Ministerium und im besonderen gegen den Berliner Polizeipräsidenten und Vize- Präsidenten. Sie versucht darzutun, daß die preußische und namentlich die Berliner Polizei ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind, um auf diese Weise die Reichsregierung zu einer Bestellung eines Reichskommissars für Preußen zu veranlassen. Am 28. Juni veranstalteten die Nationalsozialisten eine Protestkundgebung gegen den Versailler Vertrag. Beim Abmarsch von dieser Kundgebung versuchten in der Hauptsache nationalsozialistische Hochschüler auf der Straße Unter den Linden entlang in die Bannmeile um Reichstag und Regie- .rung&Yisrtel ...verwstüßen. ״Sie wurden daran durch energisches Vorgehen der Polizei verhindert, worauf die gesamte nationalsozialistische Presse gegen die Polizei den Vorwurf erhob, daß sie eine nationale Kundgebung gegen den Versailler Vertrag verhindern wollte. Tags darauf setzten die nationalsozialistischen Studenten ihre gegen die preußische Regierung und die Berliner Polizei gerichtete Aktion auf dem Universitätsboden fort. Derartige Demonstrationen aber pflegen automatisch einen vorwiegend antisemitis dien Charakter zu bekommen. Wir sind die letzten, um den antisemitischen Animus bei Aktionen der Hakenkreuzler zu übersehen oder zu übertuschen. In diesem Falle war aber nach unserer Information der Ausgangspunkt der Kundgebung der innerpolitische Kampf gegen preußische Regierung und preußische Polizei. Es kam auf dem Universitätsboden anläßlich von ״Stehkonventen“ zu heftigen Zusammenstößen zwischen nationalsozialistischen und linksstehenden Studenten und die Nationalsozialisten machten nach ihrer Methode ihrem Kampfgeist durch Absingen antisemitischer Lieder und durch Rufe ״Juden raus“ Luft. Der Rektor versuchte vergeblich, die Ruhe herzustellen und die streitenden Lager zu beschwichtigen. Bei den Verhandlungen mit den Studentengruppen erklärten sich die linksstehenden Studenten sofort bereit, den Wei- Jüdisches von dem VUL europäischen Minorifötenkongre$ Wiener Brief Das seit acht Jahren bestehende Parlament der europäischen Minderheiten, dem Vertreter von 40 Millionen europäischer Einwohner angehören, kam diesmal nicht in Genf, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus in Wien zusammen, wo es am 29., 30. Juni und t. Juli tagte. Es erübrigt sich wohl, zu betonen, daß an dem Kongreß auch jüdische Vertreter und Parlamentarier teilnahmen. Es ist vielleicht des öfteren darauf hingewiesen, daß gerade die Juden es waren, denen die europäischen Minderheiten — 10 Millionen Deutsche inbegriffen — den Minderheitenschutz zu verdanken haben. Ein Verdienst der Juden ist es, daß bereits bei der Diskussion der Friedenskonferenzprobleme, die in Amerika in den Jahren 1917—1918 von entscheidenden politischen Staatsfaktoren geführt wurden, die Frage des Minderheitenschutzes auf der bevorstehenden Friedenskonferenz angeschnitten wurde. Der amerikanische Jude Prof. Frankfurter war es, der dem damaligen Präsidenten Wilson die Notwendigkeit der Veränderung des Minderheitenschutzes im Friedensvertrage nahelegte und ihn auch veranlaßte, den Minoritätenschutz zu einem wichtigen Bestandteil des amerikanischen Friedenskonferenzprogrammes zu machen. Dem Komitee der jüdischen Delegationen unter Nahum Sokolows und Leo Motzkins Füllrung dagegen gebührt das historische Verdienst, vor dem Forum der Pariser Friedenskonferenz (1919) den Kampf um die Minoritätenbestimmungen mit positivem Erfolg durchgeführt zu haben. Im Zeichen dieser Erkenntnis stand auch die Eröffnung des diesjährigen Nationalitätenkongresses. Schon dessen langjähriger Präsident, Abg. W i 1 f a n , gedachte der großen Rolle der Juden beim Zustandekommen sungen des Rektors zu folgen, die Nationalsozialisten aber erhoben die Forderung, daß die Juden die Universitat verlassen sollen, sonst würden die Nationalsozialisten in ihrer Haltung keine Aenderung eintreten lassen.׳ Der Rektor wies natürlich mit Berufung auf die geltende Verfassung das Ansinnen der Nationalsozialisten zurück und gab der Befürchtung Ausdruck, daß die Nat.-Soz., falls ihre ungerechte Forcierung Erfüllung finden sollte, dann auch das Verlangen stellen könnten, die jüdischen Dozenten aus der Universität zu entfernen. Die Hakenkreuzler gaben hierauf die kindische und in ihrer sturen Naivität entwaffnende Antwort, daß sie zunächst auf die Entfernung der jüdischen Lehrkräfte nicht reflektieren. Der Rektor sah sich angesichts dieser Situation zur ernsten Drohung veranlaßt, die Universität zu schließen, wodurch 12 000 Studenten ein Studiensemester verlieren würden. Tatsächlich wurde die Universität für die Dauer von zwei Tagen geschlossen. Eine Senatssitzung sollte über weitere Maßnahmen beschließen, ln der Zwischenzeit gaben die einzelnen Studentengruppen formulierte Erklärungen ab. Die republikanischen und auch die deutschnationalen Studenten versprachen unbedingten Gehorsam gegenüber den Anordnungen des Rektorats und die Nationalsozialisten bequemten sich nach langem Hin und Her schließlich zu einem Verzicht auf ihre Forderungen. Offenbar taten sie das unter dem Druck der öffentlichen Meinung, der zahlreichen friedfertigen Studenten, die die Mehrheit an der Universität bilden und den Verlust eines Studiensemesters auch sehr schwer ertragen könnten, und vielleicht auch auf Grund einer Weisung der nationalsozialistischen Parteileitung. Von den Pressestimmen, die anläßlich der Studentenkrawaile an der Berliner Universität laut wurden, verdient eine Aeußerung der rechtsstehenden ״Deutsehen Allgemeinen Zeitung“ Erwähnung; diese schreibt u. a.: ״Es handelte sich, wie die Verhandlungen vor dem Rektor nachher ergaben, in der Hauptsache um die sonst mehr in Wien erhabene Forderung der Entfernung jüdischer Studenten von der Universität und aus dem Vwti» btil. Im Preußischen Landtag haben vor kurzem die Nationalsoz.ialisten beantragt, bei den staatlichen und städtischen Bühnen künftig nur noch nichtjüdische Schauspieler zu beschäftigen. ...Erörterungen von diesem Niveau werden allmählich nicht nur für die, die sie führen, sondern auch für das Land blamabe 1“. Dies ist sicherlieh eine richtige Abschätzung der Sachlage, und nicht nur die Juden als die direkt Betroffenen sollten es sein, die dafür sorgen, daß diese ״blamablen“ Vorgänge ein Ende haben. Was uns Juden betrifft, so können wir auf die letzten Vorfälle nur im Geiste des entschiedensten Protestes und durch entschlossene Gegenwehr reagieren. Die Nationalsozialisten bringen uns in die Lage der Notwehr. Wir wissen, daß unser Einfluß und unsere Machtmittel nicht ausschlaggebend sind, um eine Aenderung der Zustände herbeizuführen. Liegt es doch im Wesen der Sache, daß das jüdisehe Volk nur über moralische Waffen verfügt. Aber wir müssen wissen, daß der Moment gekommen ist, für uns selbst einzustellen. Wir sind weit entfernt davon, uns dem Lauf der Entwicklung widerstandslos und in demütiger Apathie zu unterwerfen. des Minderheitenschutzes. Noch viel deutlicher brachte es zum Ausdruck der bekannte Genfer Rechtslehrer Univ.-Professor Dr. Ernest Bovet in seinem tiefschürfenden Referate über die ״allgemeine Gültigkeit der Grundsätze des Nationalitätenrechtes im europäischen Raum“, indem er erklärte, daß gerade nur die Juden ״als die Opfer einer universellen Vergewaltigung auch die Verkünder eines universellen Rechtes“ sein konnten. Diesmal waren wir Juden auf dem Kongreß mit einer sechsgliedrigen Delegation unter Führung Leo Motzkins vertreten. Der Delegation gehörten an: Leo Motzkin, Dr. Emil Margulies (Tschechoslowakei), Abg. Dr. Rottenstreich (Polen), Abg. Dr. Nurok und der Agudist Abg. Wittenberg für Lettland sowie Dr. Levy (Bulgarien). Aus Rumänien konnte angesichts des Wahlkampfes kein jüdischer Vertreter erscheinen. Schon vor Beginn der Tagung hielt die jüdische Delegation eine Reihe von Besprechungen ab, in denen ihre Stellungnahme zu den einzelnen auf der Tages- Ordnung befindlichen Fragen beraten und festgelegt wurde. In der Eröffnungssitzung sprach Leo Motzkin. Vorher würdigte der Vorsitzende Dr. Wilfan in einer längeren und überaus sympathischen Ansprache seine verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete der Minoritätenpolitik. Als Sprecher der wohl am schwersten bedrängten Minderheit betonte Motzkin die Rolle des jüdischen Volkes im Kample um die Idee des Minderheitenschutzes. Trotz der Gefahren und schmählichen Bedrohungen, dank derer die Juden zu einem Objekt der Grausamkeit und Unmenschlichkeit geworden sind, halten sie die Fahne des Minderheitenproblems hoch, das heute nicht mehr ein rein jüdisches ist. Das jüdische Volk schaffe jetzt im Lande seiner Väter ein neues Heim, wo es sich nicht national abzuschließen gedenkt, sondern zu einer Zusammenarbeit mit anderen Nationen bereit ist. Während große Teile Europas von Haß umbrandet werden, trägt der Kongreß ..miiiiiiimmuiiiiiiiiiiimiiiiimiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiuHiimiiiiiiwi

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