Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 51 (28.6.1932)
- Date
- 1932-06-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Transfordanicn als Parole Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Auslandsabortnemeara werden in der Währung der einzelnen Linder berechnet- Aareigenprei« 8 geep. Nonpareille««{!® 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M. Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Postscheck - Konten : Berlin 17392, Basel V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39433, Budapest 59693, Danrig 1973, Haag 140 470, Prag 59410, Riga 4155, Strasbhurg 16430, Warschau 190708, Wien 15603a Bank * Konten! Darmstädter- und Nationalbank, Depositen - Kaase Berlin, Kurfürsten dämm 52; Rumänisch• Kreditbank, Cemauti (Rumänien); Angl® Palestine Co. in Haifa, Ferusalem, Tel-Aviv Nummer 51 | Berlin, 28. VI. 1932 Redaktionsschi ufi Sonntag und Mittwoch nachmittag. 1 כ״ד סירי תרצ״ב xxxvii. jahrg. Par Zionismus erstrebt IBr das Jüdische Volk dl» Schaffung einer «ffentilch * rechtlich gesicherten Heimstitte in PelBstlna. ״Baseler Programm.‘• Der MinderheUen-Kongreft in Wien | Herbert Bent^ Wie der J. T. A. aus Jerusalem telegraphiert wird, ist dort soeben Herbert Bentwich im Alter von?0 Jahren gestorben. Der Verstorbene ist der Vater des durch seine amtliche Tätigkeit bekannter gewordenen früheren Oberstaatsanwaltes von Palästina, Norman Bentwich. Der älteren zionistischen Generation aber ist Herbert Bentwich eine vertraute Figur. Noch vor dem Auftreten Herzls war er eine der führenden Gestalten der Chibath-Zion in England. Er war es auch, der den Anschluß der englischen Chowewe-Zion an Herz! zustande brachte. Herbert Bentwich nahm an zahlreichen Zionistenkongressen teil. Von 1901 bis 1914 war er Präsident des Englisch-Zionistischen Sonderverbandes Order of And ent Maccabeans. Nach dem Kriege hat der Verstorbene sein Interesse der praktischen Palästinaarbeit zugewandt und wegen seines hohen Alters am Organisationsleben keinen Anteil mehr genommen. Er ist vor einigen Jahren selbst nach Palästina übersiedelt. Herbert Bentwich, der 1856 in London geboren wurde, war ein hervorragender Jurist, der eine Reihe von juristischen Abhandlungen veröffentlichte. Auch über zionistische Fragen hat Bentwich in früherer Zeit eine Reihe von Schriften verfaßt. Mit ihm ist wieder eine der historischen Figuren des Zionismus ins Grab gesunken. Die zionistische Welt, die diesen Heimgang zu beklagen hat, nimmt zugleich lebhaften Anteil an der Trauer der Hinterbliebener!. Der Sohn des Verstorbenen, Norman Bentwich, weilt gegenwärtig in der Schweiz und hat in den letzten Wochen auf Einladung des Instituts für Höhere internationale Studien an der Genfer Universität fünf Vorlesungen über die ottomanische Kapitulation in der Türkei, Aegypten und in den Mandatsländern Palästina und Syrien gehalten. Empfangsabend für Weizmann London, 23. Juni. (J. T.A.) Die englische Jewish Agency veranstaltete zu Ehren des von seiner Südafrika-Tour zurückgekehrten Dr. Chaim Weizmann einen Empfang, bei dem Lady E rI e igh den Vorsitz führte. Lord Melchett schilderte in begeisterten Worten das neue Palästina, wie er es während seines letzten Besuches sah. Lord Erleigh, der Sohn des Marquis of Reading, feierte die Persönlichkeit Dr. Weizmanns. Der Oberrabbiner des britischen Reiches, Dr. J. H. Hertz, stellte die Leistungen der südafrikanischen Juden für das Jüdische Nationalheim mit einem Pfund pro Kopf. aK beispielgebend hin. .Dt», W.e.Lzms.na...belichtete man■ seine Südafrika-Fahrt und erzählte «. a.^ daß eine kleine, aber einflußreiche jüdische Gruppe während seiner Anwesenheit in Südafrika in der Presse eine heftige Kampagne gegen ihn, den Fremden, der südafrikanisches Geld nach dem Auslande bringt, geführt hat. Mit Hilfe des Ministerpräsidenten Generals Hertzog und des Generals Smuts, die ihn in seiner Werbearbeit bereitwilligst unterstützten, gelang es Weizmann, die Hetze dieser Gruppe zu überwinden. Die Frage der indischen Weltkonferenz New York, 22. Juni. (J. T. A.) Wie mitgeteilt, hat der Präsident des American Jevvish Committee, Dr. Cyrus Adler, im Namen des Committee eine Erklärung veröffentlicht, in der die Einberufung einer jüdischen Weltkonferenz durch den American Jewish Congress als ein Fehler bezeichnet wird, der der Judenheit keinen Nutzen, aber viel Schaden bringen könnte. Heute veröffentlichen die Führer des American Jewish Gongress, dessen Ehrenvorsitzender bekanntlich Dr. Stephen S. Wise ist, eine Erklärung, in der Dr. Cyrus Adler beschuldigt wird, daß er in einer Zeit, in der sich das Judentum in einer schweren Notlage befindet, die jüdische Einheit zu zerreißen versucht. Der American Jewish Congress, heißt es zum Schluß der Erklärung, wird sich durch Adlers Stellungnahme von der Verfolgung seines Zieles, die jüdische Weltkonferenz einzuberufen, nicht abhalten lassen. American Jewish Congress hat für Sonnabend, den 25. Juni, abends, Vertreter jüdischer Organisationen in Amerika nach Washington zu einer Vorberatung über die Weltkonferenz eingeladen. In dieser Beratung soll das Programm der nach Genf einberufenen Vorbesprechung erörtert und die amerikanischen Delegierten für Genf gewählt werden. Die Genfer Besprechung wird nicht, wie ursprünglich angekündigt, im Juli, sondern erst im August d. J. stattfinden. .* Vom gesamt jüdischen Standpunkt ist zu sagen, daß es höchst bedauerlich wäre, wenn der Gedanke eines jüdisehen Weltkongresses zu einem Gegenstand lokaler oder persönlicher amerikanisch-jüdischer Streitigkeiten würde. Es handelt sich hier um eine in dieser Zeit höchst bedeutsame Erwägung, da heute mehr als je neue Wege jüdischer PoHtik und jüdischen Verhaltens gesucht werden müssen. Eine Vorbesprechung, bei der die Anschauungen hierüber ausgetauscht werden, kann doch von keinem Standpunkt aus angefochten werden. Dagegen wäre eine übermäßige Betriebsamkeit, hinter der wenig Reales steckt, nicht im Interesse der Sache. Die American Palestine Campaign New York, 24. Juni. (J. T. A.) Auf dem am 22. Juni, abends, im Hotel Astor zu New York veranstalteten Dinner aus Anlaß des Abschlusses des diesjährigen American Palestine Campaign, der im Januar d. J. von Nahum Sokolow eingeleitet wurde, hielt Felix M. Warburg, Ehrenpräsident des American Palestine Campaign, eine Ansprache, in der er Weizmanns zionistischer Arbeit Worte tiefster Anerkennung widmete. Es sprachen noch Maurice Rothenberg, Na'han Straus jun. und Rabbi Abba Hillei Silver. Louis Lipsky, der Vorsitzende des Campaign, teilte mit, daß für den Campaign 609000 Dollar aufgebracht worden sind. 50000 Dollar hat Felix M» .Warburg gespendet Vom 28. bis zum«80. d. M. wird in Wien die diesjährige Tagung des Kongresses der nationalen Minderheiten stattfinden. An den bisherigen Kongressen nahmen Vertreter von 40 Millionen Menschen teil, die in den einzelnen Staaten Ost- und Mitteleuropas als nationale Minderheiten leben. Wenn man sich an die Tage der Friedensschlüsse und des Zusammentrittes des Völkerbundes in Genf und an die Hoffnungen erinnert, welche die nationalen Minderheiten hinsichtlich ihrer Rechte knüpften und die damaligen Erwartungen mit dem Stande der Dinge von heute vergleicht, so wird man pessimistisch. Damals hieß es, daß fortan das Recht aller nationalen Minderheiten gewahrt werden wird. Die religiösen und nationalen Minderheiten sollten nach den feierlichen Proklamationen der führenden Staatsmänner und nach den abgeschlossenen Friedensverträgen mit den einzelnen, besonders den neu geschaffenen, Staaten ihr volles religiöses, nationales und kulturelles Recht finden. Die kleineren Staaten wurden zu förmlichen Unterzeichnungen von Minderheitenverträgen angehalten. Bei den großen Kulturstaaten hielt man das für überflüssig, weil man von der Voraussetzung ausging, daß der Kultur- und Zivilisationsgrad der großen Mächte schon eine genügende Garantie der Rechte in nationaler, religiöser und kultureller Hinsicht für die Minderheiten bietet. Die Ent- Wicklung in den letzten zehn Jahren ließ die Welt einen Abbau aller schönen Vorsätze und Versprechungen erleben. In einzelnen Ländern wurden die nationalen Minderheiten eingeschüchtert und oft zum Verzicht auf ihre in der Völkerbundssatzung und in den Friedensverträgen verbrieften Rechte gezwungen. In anderen Ländern siegte die nationalistische Bewegung der Staatsnationen über die berechtigten Ansprüche der Minderheiten. Ein besonders trauriges Lied können die Juden in dieser Hinsicht singen. Jetzt erlebt man, daß in einem Kulturstaat ersten Ranges, wie in Deutschland, allen Ernstes Versuche unternommen werden, Ausnahmsgesetze gegen eine Minderheit, und zwar gegen die Juden zu schaffen. Nichts ist wohl so schädlich für den Gedanken des Minderheitenschutzes, als daß Völker, die selbst in vielen Ländern .׳ris-MiadcAcHea'-tcbcii• ued-ftuf gerechte Behandlung Anspruch erheben, dort wo sie Mehrheit sind, gegen die in ihrer Mitte lebenden Minderheiten mit aller Rücksichtslosigkeit und Unduldsamkeit Vorgehen. Es zeigt sich hier, daß man den Minderheitengedanken nicht als allgemeingültiges Prinzip, sondern rein machtpolitisch betrachtet, und dies erweckt natürlieh Zweifel an der Ehrlichkeit des verfochtenen Prinzips. Dies liefert den Gegnern des Minderheitenschutzes, deren es in Europa sogar an sehr maßgebenden Stellen genügend gibt, willkommene Waffen. Die Vertreter der nationalen Minderheiten tun gut daran, alljährlich die Welt daran zu erinnern, daß noch sehr viel Unrecht gegenüber den nationalen Minderheiten in den einzelnen Ländern herrscht und daß auf die Dauer die Benachteiligung von 40 Millionen Menschen den Frieden in den einzelnen Staaten und in der ganzen Welt in ernstester Weise gefährdet. Leider muß hervorgehoben werden, daß in vielen Der neugewählte Preußische Landtag ist seit Wochen Schauplatz von antisemitischen Redeexzessen, wie sie in gleicher Heftigkeit bisher in einem parlamentarischen Vertretungskörper in Deutschland noch nicht gehört wurden. Nicht daß die nationalsozialistischen Abgeordneten, unter lebhafter Zustimmung־ der Deutschnationalen, irgendeine neue oder originelle Note in ihre rednerische Judenhetze hineingetragen hätten. All das konnte man in nationalsozialistischen Zeitungen und Publikationen seit Jahren lesen. Aber zum ersten Male wird das alles jetzt mit größter Schärfe auf der Tribüne einer gesetzgebenden Körperschaft gesagt und verdichtet sich zu Anträgen, welche in Zufallsabstimmungen oder infolge taktisch-parlamentarischer Situationen angenommen werden. Man tröstet sich vorläufig damit, daß diese Anträge keine praktische Bedeutung haben, weil sie dem Reichsrecht widersprechen, weil sie in ihrem Wesen sinnlos und undurchführbar sind oder weil sie, wie man sich selbsttäuschend sagt, nur zu ״Demonstrationszwecken“ gestellt und angenommen wurden. Solange die Regierungsgeschäfte von dem alten Preußen-Ministerium wahrgenommen werden und solange der Reichstag nicht die Verfassung geändert hat, haben diese Anträge tatsächlich zunächst keine gesetzlich praktische Bedeutung. Wenn aber die Verwaltung im größten deutsehen Einzelstaat den Nationalsozialisten ausgeliefert sein wird, dann kann sie im Wege der Praxis auch ohne Gesetze das meiste von dem durchführen, was im Landtage beschlossen wurde. Ein Montagsblatt glaubt z. B. behaupten zu können, daß auch ohne den Beschluß des Landtages, fortan keine jüdischen Künstler in den Staatstheatern anzustellen, die gegenwärtige Intendantur die judenfeindliche Praxis bereits seit Ländern die nationalen Minderheiten untereinander auch nicht jene Grundsätze beobachten, deren Respektierung sie von dert Staatsvölkern, jede einzelne für sich, verlangen. Wenn auch zunächst, wie die bisherigen Erfahrungen lehren, den Be* Schlüssen der Mindcrheiten-Kongresse wenig praktische Bedeutung zukommt, so ist diese Institution dieser alljährliehen Zusammenkünfte zu begrüßen. Von jüdischer Seite nehmen regelmäßig Vertreter aus den verschiedenen Staaten Mittel- und Osteuropas teil und deren Aufgabe sollte darin bestehen, auch die Interessen solcher jüdischen Gruppen wahr* zunehmen, die aus organisatorischen oder anderen Gründen auf dem Kongreß der nationalen Minderheiten nicht ver* treten sind. * Vor einigen Tagen fand im House of Lords eine Debatte über das Minderheitenproblem in Europa statt. Der der Labour-Partei angehörende Lord Noel-Buxton stellte einen Antrag, die Regierung möge prüfen, welche Schritte in Verbindung mit dem Völkerbund möglich sind, um die Minderlieitcnfrage, die heute einen ernsten Grund der Beunruhigung und der Gefahr für Europa darstellt, in einer besseren Weise zu regulieren. Er wies darauf hin, daß England durch die internationalen Verträge für diese Sache mitverantwortlich ist. Im Laufe der Debatte gaben mehrere Redner der Meinung Ausdruck, daß es sich in vielen Fällen •um eine zweiseitige Verpflichtung handle, da nicht nur die Regierungen den Minderheiten gegenüber verpflichtet sind, sondern auch die Minder* heiten alles vermeiden müßten, was nach Illoyalität gegenüber dem Staat aussieht. Es ist bemerkenswert, daß gerade Lord Robert C e c i 1 es war, der neben dem Hinweis auf die große Ungerechtigkeit in der Behandlung der Minderheiten auch betonte, daß manche Minderheiten zuweilen eine Hai* tung einnehmen, die in England als eine Art Meuterei betrach* tet werden würde. Es handelt sich bei diesen Anspielungen um die vereinzelten irredentistischen Bestrebungen, die besonders bei Grenzminderheiten eine Wiedervereinigung gewisser Staatsgebiete mit dem Mutterland der betreffenden Min* derheits-Nation herbeiwünschen. Besonders genannt werden in diesem Zusammenhang ungarische Minderheiten. Es liegt in der Natur der Sache, daß gerade auf jüdische Minderheiten diese Gesichtspunkte überhaupt keine Anwendung findet! können, aber auch was die übrigen Minderheiten betrifft, weist z. B. die Zeitschrift ״The Near East and India“, die dieser Sache ihren letzten Leitartikel widmet, darauf hin, daß mit Ausnahme des schon erwähnten ungarischen Irredentismu* kaum von derartigen illegitimen Bestrebungen der nationalen Minderheiten gesprochen werden kann. Die Forderung der nationalen Minderheiten nach kultureller Autonomie, nach" Freiheit der Sprache, Erziehung und Religion, sind, so führt die Zeitschrift aus, durchaus berechtigt und wenn mau schon von einem zweiseitigen Verhältnis spricht, so sei es der Staat,' der den Anfang machen müßte, mit einer Verbesserungder gegenseitigen Beziehungen. Die Geschichte der österreich-ungarischen Monarchie beweise, daß die Minderheiten ebenso eifersüchtig über ihrem kulturellen Besitztum wachen wie die Mehrheitsnationen, und daß eine Regelung der nun einmal in Ost- und Südosteuropa gegebenen Verhältnisse nicht anders als durch Anerkennung der Grundsätze des Minoritätenrechtes zustande kommen kann. langem handhabe. Die Deutschnationalen unterstützten int Landtage die nationalsozialistischen Forderungen in treuer Gefolgschaft. Sie folgten wohl Weisungen der deutschnationalen Parteiführung, deren Presseorgane in der letzten Zeit eine stärkere antisemitische Note hervorkehren. So kann man feststellen, daß auch die direkt Hilgenbergs Einfluß unterstehenden Blätter trotz der großen Zahl ihrer jüdischen oder von Juden abstammenden Redakteure sich •hinsichtlich der Judenfrage die Phraseologie der Nationalsozialisten zu eigen machen. Die Nacht vom 24. auf den 25. Juni d. J. bildete einen Höhepunkt der antisemitischen Gesetzgebungstätigkeit des Preußischen Landtages. Besonders der Antrag auf En teign u n g aller Ostjuden ist für den Geist charakteristisch, der in der Dauersitzung des Landtages herrschte. Daß das angenommene Gesetz juristisch vollkommen sinnlos ist — vergeblich wird man eine juristisch zureichende Definition des Begriffes ״Ostjude“ zu geben versuchen — ficht die Antragsteiler und ״Gesetzgeber“ nicht an. Vielleicht wollen die Nazis durch ihr Auftreten im Landtag und den Mißbrauch dieser Gesetzgebungs-Maschinerie die weitere Diskreditierung des ohnedies schon unterhöhlten Parlamentarismus bewirken. Wenn man sich auch sagen muß, daß für die nächsten Tage die praktische Bedeutung der angenommenen Beschlüsse belanglos ist, so darf man doch die Augen nicht davor verschließen, daß der Kampf der jüdischen Gemein- Schaft in Deutschland gegen den Judenhaß jetzt in das entscheidende Stadium getreten ist. Die Saat jahrelanger Verhetzung geht auf. Der jüdischen Gemeinschaft obliegt die natürliche Pilicht, sich über die wahre Die Saat geht auf... Die judenfeindlichen Beschlüsse 1m Preußen-Parlament