Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 45-46 (8.6.1932)
- Date
- 1932-06-08
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 45/46, 8. VI. 1932 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 219 Zorn Bikkarim-Fest 10 Brieselang am 19. Juni Von Nah um Levin. In unserer Zeit, in der das jüdische Volk zu seiner Wiederbclebunp im Lande seiner Väter und dadurch zur Arbeit, zum Schaffen und zur unmittelbaren Verbundenheit mit der Natur schreitet, erhalten die jüdischen Feste wieder ihren wahren Charakter. Von allen Anfängen neuer jüdischer Tradition gewinnt das Bikkurim-Fest in Palästina eine besondere Bedeutung. Dies Fest ist hauptsächlich ein Fest des landwirtschaftliehen Palästina. Das landwirtschaftliche Palästina bringt ihre Erstlinge dem Keren Kajemeth! In diesem Jahr wurden in Haifa große Vorbereitungen für das Bikkurim-Fest getroffen. Dort wird die zentrale Stelle für die Entgegennahme der Erstlinge vom Emek und Scharon sein. Von allen Kwuzoth, Moschawim una Moschawoth werden Groß und Klein zu Esel und zu Fuß zu dieser Stelle strömen, um dort ihre alt-neue jüdische Pflicht zu erfüllen. Die mit Grün bekränzten Kinder singen das Lied: 8^ינו ץתסנו- ל. קיפגיס. הטוסיקה 0 na «ורובוט *all -m H €76• fi •W MH} MT kA * * * «TO &A au •f •vf •o m * «• 0*9 * ■H nti) *Jt P*» ■m V« «Mtf I« •CIA- Ui ןא»יגו עטורים - 19??9ק ו״ליל. מ,ת?»גי* ' 8*י מ־\ 5» u*?g ןנוןיס. ןנוךע אהגוו 3ו׳ פו• 3ר 1י*ו ינ׳ו 51ליל> In diesen schweren Tagen haben wir uns doch entschlossen, das Bikkurim-Fest auch hier in Deutschland zu feiern. Aus Liebe zur Vergangenheit, aus Stolz auf unser Judentum, aus tiefer Verbundenheit mit Palästina und mit all dem, was dort geschaffen wird, wollen wir am 19. Juni in Brieselang das Bikkurim-Fest feiern, als Symbol der Erneuerung unseres Volkes. Briefe an die Redaktion Von der Palästina-Exekutive Jerusalem, 23. Mai. Sehr geehrte Redaktion, meine Aufmerksamkeit wurde auf verschiedene Gerüchte elenkt, die bezüglich der internen Verhältnisse in der Exeutive in Umlauf gesetzt wurden und auf die auch in einer der letzten Nummern der ״Jüdischen Rundschau“ angespielt wuide. Ich höre, daß sie auch anderswo verbreitet $81ן1מ*, Da mein Name inj Zusatnttenhang mit diesen Bericht«! *gebannt wurde, halte ich es für nötig, eine Erklärung dazu abzugeben. Die Gerüchte besagen, daß gewisse Mitglieder der Exekutive, mich eingeschlossen, die entschiedene Forderung eines Wechsels in der Leitung des Politischen Departments erhoben haben. Der für diese Gerüchte angeführte ״Beweis“ ist die angebliche ״politische Krankheit“ Dr. Arlosoroffs und die Tatsache, daß ich zusammen mit Prof. Brodetsky den High Commissioner ohne Beteiligung von Dr. Ariosoroff besuchte. Ich bedaure außerordentlich, daß derartige unbegründete Gerüchte verbreitet und sogar gedruckt wurden. Die Führung der zionistischen Angelegenheiten in diesen kritischen Zeiten ist schwer genug; und niemand mit Verantwortungsgefühl sollte es auf sein Gewissen nehmen, eine künstliche Ver- Wirrung der Atmosphäre zu schaffen. Die jetzige Exekutive ist sicherlich eine Koalitions-Exekutive, in welcher mehrere Parteien vertreten sind. Es ist natürlich und angemessen, daß die verschiedenen Mitglieder ihre eigenen Anschauungen über die Politik innerhalb der Exekutive aussprechen, aber es ist absolut unrichtig, daß eine Forderung des Rücktritts des Leiters des Politischen Departments gestellt wurde oder daß diesbezüglich irgendeine Aenderung seit der Konstituierung der Exekutive in Basel eingetreten ist. Die Tatsache, daß ich mit Regierungsbeamten in Jerusalem und in London Besprechungen hatte, hat mit dieser Sache nicht das geringste zu tun. Dr. Arlosoroffs Krankheit war natürlich eine allgemein bekannte und von allen seinen Kollegen bedauerte Tatsache. Es ist der Gipfel der Unvernunft, wenn nicht Böswilligkeit, derartige phantastische Gebäude auf völlig unhaltbaren Grundlagen zu errichten. Hochachtungsvoll Emanuel Neumann. %* Der vorstehende Brief Emanuel Neumanns bezieht sich auf den Artikel ״Die politische Krankheit des Wunderkindes vom Hotel Hughes“ in der revisionistischen Zeitung ״Chasit Haam“ (Jerusalem), der in einer Zuschrift an die ״Jüdische Rundschau“ in Nr. 36 erwähnt war. , Konzert Josef Golland ־ Thorkhild Noval. Der jüngere Bruder des in Berlin bekannten Mitgliedes der Staatsoper, ehemaligen Mitglieds der Habima, Iso Golland, welcher gegenwärtig in Rußland weilt, das Mitglied des palästinensischen ״Ohel“, Josef Golland, hat am 2. d. M. im Scholem Alechem-Klub ein Konzert gegeben. _ Josef Golland hat seine gesanglichen Studien bei Thorkhild Noval absolviert, der sich gemeinsam mit seinem Schüler im Konzerte vor dem zahlreich erschienenen Publikum in den Dienst hauptsächlich jüdischer Musik stellte. Das Konzert fand eine außerordentlieh günstige Aufnahme und brachte beiden Sängern stürmische Anerkennung der Zuhörer. Josef Golland verfügt über einen außergewöhnlich sympathischen Tenor und wenn dem jugendliehen Sänger eine große Zukunft vorausgesagt wird, so kann man einer derartigen Annahme nur beipflichten. Thorkhild Novais wundervoller Bariton wurde besonders in italienischen und dänischen Liedern bewundert. Josef Golland sang hebräische und jiddische Lieder. Am Klavier entledigte sich Dr. M. C h a i n seiner Aufgabe in mustergültiger Weise. Josef Golland begibt sich jetzt wieder nach Palästina, wo er eine umfassende künstlerische Tätigkeit aufzunehmen plant. s. Der Führer der Zionisten Niederländisch-Indiens, Dr. Isidore Hen aus Batavia, wurde zum Vizepräsidenten des!Obersten Gerichts in Soeraoaja ernannt. Ortsgruppen Beuthen. Dienstag, den 14. Juni, 83/י Uhr abends, findet im Kaiserhofsaal in Beuthen ein Vortrag des Präsidenten der Z. V.f. D., Herrn Kurt BIum en f e 1 d, über folgendes Thema statt: ״Im Kampf des Tages — Politische Orientierung — neudeutscher Nationalismus — die jüdischen Parteien — die zionistische Haltung — die Judenfrage in aller Welt — Palästina von heute“. Die Gesinnungsgenossen aus West- und Ost-Ober- Schlesien werden auf diese wichtige Veranstaltung aufmerksam gemacht und gebeten, in möglichst großer Zahl an der Ver- Sammlung teilzunehmen. — Der Vorstand der Zionistischen Ortsgruppe Beuthen (O.-S.): Arnold Wiener. Dortmund. Herr Amtsgerichtsrat Otto May, Köln, berichtet Mittwoch, den 15. Juni, abends 8.30 Uhr, im großen Saal des Gemeindehauses, Märkische Str. 11, über seine ״Reiseeindriieke auf der Palästinafalirt“. Elmshorn. Am 22. Mai sprach in einer Gemeinde- Versammlung Ing. Heinemann, Hamburg, über ״Deutsche Krise im Judentum“, wobei er die zionistische Auffassung darleg'.e. Leider wurde die Diskussion von einem Herrn Eisenmann, der von der Deutsch-Jüdischen Jugend aus Hambürg erschien, in einer recht unsachlichen Weise geführt, mit der ausgesprochenen Absicht, den Eindruck der Veranstaltung zu stören. Es ist sehr bedauerlich, daß sich Antizionisten heute noch derartiger Methoden bedienen. Mannheim. Die regelmäßig jeden Montagabend während der vergangenen Monate veranstalteten Zusammenkünfte innerhalb der Ortsgruppe werden im Sommer regelmäßig nicht stattfinden. Es sei aber jetzt schon daraut hingewiesen, daß am 15. Juni Dr. Landsberg aus Wiesbaden ein Referat über seine Eindrücke aus Palästina geben wird, und daß zahlreicher Besuch dieses Vortrages bestimmt erhofft wird. Außerdem steht die Ortsgruppe vor der Frage, in geeigneter Weise das bekannte Werk ״Die einzige Lösung" in Bälde zur Darstellung zu bringen. Da wir hier einen ausgezeichnet geschulten Sprechchor haben, so wird die Vorführung in kurzer Zeit wohl zu ermöglichen sein. Jedenfalls wird hierdurch auch hier wie in anderen Städten ein nachhaltiger Eindruck erzielt werden. Dr. O. S. Vermischtes Persönliches. Fräulein Margarete Hirschberg, Mitarbeiterin der Verwaltung unseres Blattes, wurde durch den Tod ihres Vaters, Herrn Dr. Hirschberg, in Trauer versetzt. Wir sprechen Fräulein Hirschberg und ihren Angehörigen unser herzliches Beikid aus. Der Jüdische Studentenverein e. V., Berlin N 24, Artilleriestraße 6 (Tel.: D 2, Weidendamm 17 89) veranstaltet Donnerstag. den 16. Juni, abends 9 Uhr, einen Künstler-Konzertabend im Renaissancetheater. Es wirken mit: im Konzertteil: Andreas Weißgerber und Leo Gollanin, im Kabaretteil: Dora Bertonow, Max Ehrlich, Leo Gollanin, Lotte Goslar, Resi Langer und Willy Rosen. Karten sind zum Preise von M. 1,— bis M. 5,— im Büro des ״Jüd. Stud.-Vereins“ (im Vorverkauf) und am Tage der Veranstaltung ab 5 Uhr an der Theaterkasse zu erhalten. Aus der L.schen Stiftung für jüdische Wöchnerinnen sind Mittel verfügbar. Besondere Berücksichtigung finden Frauen des Mittelstandes, die bisher öffentliche Unterstützung nicht in Anspruch genommen haben. Meldungen an das Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde für die L.sche Stiftung. Rosenstraße 2—4. .... Der Schriftsteller R. Benjamin (Radler-Feldmann) aus Jerusalem bittet uns mitzutetten, daß er sich zurzeit in ß e r 11 n aufhält. Adresse: E. Pilpel, für Feldmann, Berlin N, Weißenburger Straße 40*. Hechaluz. Für alle Fragen der Hachscharah, Berufs- Umschichtung usw. ist für Berlin der Snif Hechaluz zuständig. Wendet Euch in allen diesen Fragen an Nechcmia Al on i, der bis auf weiteres Mittwochs und Donnerstags von 8—10 Uhr abends im Heim des Arbeitskreises, Auguststr. 17/1V, zu sprechen ist. — Chawerim, die noch nicht im Hechaluz sind und die im nächsten Frühjahr in Hachscharah gehen wollen, wollen eich schon jetzt bei dem Snif melden. Das Mai - Informationsblatt des Hechaluz ist im Büro des Hechaluz, Meinekestr. 10, erhältlich. Es enthält u. a.: Zur Problematik unserer Arbeit in den Pflanzungskolonien (Zur Araberfrage) — Enzo Sereni / Mein Kampf in Polen — Jizchak Grünbaum / Zu unserer Lage und unseren Aufgaben — Fritz Lichtenstein / Presse-Umschau. Abonnementspreis vierteljährlich 1,25 M. Einzelexemplar 0,45 M. oder im Büro des Hechaluz 0,35 M. Janot S. Roskin, der frühere Dirigent des Gemischten Chors der Berliner Schutzpolizei und Gründer des Roskinschen Gemischten Chors, wird in der kommenden Saison drei Abonnementskonzerte zu populären Preisen veranstalten. Das erste Konzert ein ״Romantischer Abend“, wird Ende September stattfinden. Der Chor, der auf künstlerischer Basis aufgebaut ist, nimmt noch einige weitere aktive Mitglieder auf. Voranmeldüng erbeten von 9—11 Uhr: Pfalzburg 617. Berliner Zionistische Vereinigung. Sonntag, den 19. Juni, Treffen der Berliner Zionisten mit den zionistischen Jugendbßnden auf dem Jugendgelände in Brieselang. Näheres wird noch bekanntgogeben. —. Gruppe Bayerischer Platz; Mittwoch, den 8. Juni, abds. 81/2 Uhr (ausnahmsweise am Mittwoch, nicht am Montag), ״Nationalsozialismus und wir Zionisten“. Referent: Dr. Siegmund Neumann, Dozent an der Hochschule für Politik, Berlin. Frauen-Arbeitsgemelnschaft für Palästina. Gruppe Liehterfelde: Dienstag, den 14. Juni, nachm. 41/2 Uhr, bei Frau Kreschower, Steglitz, Schloßstr. 67. Vortrag von Frau Boschwitz, ״Sinn der Formen“. — Gruppe West: Dienstag, den 14. Juni, gemeinsame Veranstaltung mit der Gruppe West der B. Z. V. Thema und Ort werden noch bekanntgegeben. Hechaluz. Mittwoch, den 8. Juni, abends 81/2 Uhr, im Heim des Arbeitskreises (Auguststr. 17, IV), Sichah für die Stam-Chaluzim über das Thema: ״Von wann fängt die Golah an‘ . Poale Zion. Gruppe West: Die für Donnerstag, den 9. Juni, angesetzte Veranstaltung fällt aus. Die nächste Zusammenkunft der Gruppe findet Donnerstag, den 16. Juni, im Beth-Am Iwri, Kurfürstendamm 61, statt. ׳ Sozialistische jüdische Arbeiterjugend, Gruppe Westen: Mittwoch, den 8. Juni, Gruppenabend im Beth-Am, Kurfürstendämm 61. Thema: ״Das deutsche Judentum und der jüdische Sozialismus‘. Einleitend spricht Chawer Erwin Pollak. Synagtifenvereln Rykestraße. Montag, den 13. Juni, abends 8 Uhr, in den Unionsfestsälen, Greifswalder Str. 222: Gemeindeabend, bei dem die Herren Dir. Georg Jtareski und Dr. Max Kollenscher über ״Unser Interesse an der Jüdischen Gemeinde und was wir von ihr fordern!‘' referieren werden. Anschließend: Aussprache. Angesichts der ernsten Lage wird dringend um zahlreiches Erscheinen gebeten. Jedermann herzlich willkommen I WQ LTV ■fc;11"1...murnii M Iigfeai BI BAND, Oesterreich. (Große Erfolge der Wiener Ilakoah.) Die ersten Starts der Leichtathletik-Sektion in dieser Saison brachten den Wiener Makkabim ausgezeichnete Erfolge. Bei dem am 1. Mar stattgefundenen Sportfest/W. A. F. nahm Deutscher (Hakoah) zum ersten Male an einem Laufen über 800 m teil. Nach erbittertem Kampf wurde er um Brusthreite in der guten Zeit von 2.02 von Gildenos (W.A. F.) knapp geschlagen. Im Mannschaftslaufen über 2000 m besetzte die Hakoah mit Blödy, Beck und Spielmann die ersten drei Plätze und siegte damit überlegen in der Mannschaftswertung. Am 8. Mai nahm die Hakoah *m Großstaffel-Lauf Quer durch Wien (dem Wiener Potsdam—Berlin) teil. Der im Vorjahre erstmalig errungen» zweite Platz wurde erfolgreich behauptet und der neunmalige Sieger W. A. F. auf den dritten Platz verwiesen. Der Sieger dieses Staffellauf» W.A. C. war nicht zu schlagen: es startete für ihn u. a. der Schweizer Meister Dr. Martin und der deutsche Kampfspiclsieger Rinner. Zu erwähnen ist, daß die Hakoah als Zweite den bisherigen Streckenrekord um nicht weniger als 17 Sek. unterbot. — Beim traditionellen Verbandssportfest siegte der erst 18jährige König (Hakoah) über 100 m in der glänzenden Zeit von 11 Sek. und über 400 m in 53 Sek. Im 800-m-Laufen bewies Deutacher seine Befähigung für diese• Strecke, indem er gegen starke Konkurrenz in 2.01 Min. siegte. Derselbe siegte auch in einem 200-m-Vorgabelaufen mit 3 m Vorgäbe in 22.2 Sek. Der vom Mal startende Klein (Ilakoah) wurde in 23 Sek. Dritter. Das am gleichen Tage ausgetragene 3000-m-Vorgabelaufen gewann Blödy vom Mal in 9.10 Min., wobei er seinen Konkurrenlen bis zu 140 m Vorgabe leistete. — Juniorenmeisterschäften vo 11 Oesterreich. Bei den am 29. Mai ausgetraeenen Juniorenmeisterschaften von Oesterreich in der Leichtathletik gewann König (Hakoah) die 100 m in 11.2 Sek. *— Bei dem vom Makkabi Riga veranstalteten internationalen Sportfest, an dem ein# Anzahl bester deutscher und lettischer nichtjüdisrher Athleten teilnahmen, besetzte Blödy (Ilakoah) über 1500 m in 4.12,6 Min. und 3000 m in 9.09 Min. beide Male hinter dem lettischen Meister BuCeneks, zwo» zweite Plätze. Ein Makkabl siegt im Marathon-Lauf der Tschechoslowakei Bei dem am 29. Mai ausgetragenen Marathonlauf über 42,2 km liegt» H c k s c h (Ilagibor Prag) in der neuen Rekordzeit von 2 St. 45 Min. Die Bedingungen dieses Laufes, der den Namen des Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik, Masaryk, trug, waren diesmal besonder» schwer. Die Strecke führte über gebirgiges Gelinde und wies eine Anzahl von schwierigen Steigungen auf. Der Erfolg des jüdisehen Athleten ist um so höher zu bewerten, da die erzielte Zeit zu den besten gehört, die bisher in Marathonläufen erzielt worden sind. Von sonstigen jüdischen Teilnehmern in dieser schwierigen Konkurrenz besetzten Klein den sechsten, Allina den zehnten und Lederer (alle vom Hagibor Prag) den achtundzwanzigsten Einlaufsplatz. Deutschland. Bei dem in Berlin ausgetragenen Tennis-Turnier des Tennis-Clubs Gelb-Weiß siegte der jüdische Spitzenspieler in» Tennis, Daniel Prenn, im Einzel- und mit seinem Partner Denker im Doppelspiel. Bei dem am 11. und 12. stattfindenden Davis-Cup- Spiel Irland gegen Deutschland vertritt Prenn die deutschen Farben. Danzig beim Großstaffellauf ״Quer durch Danz i g“. Zum dritten Male hintereinander konnten wir über die 6,7 kn»' lange Strecke als Sieger in unserer Klasse hervortreten. Die Zeit war bedeutend besser als im vorigen Jahre und konnte der Schlußläufer mit fast 60 m Vorsprung durchs Ziel gehen. Der von der Firma Stumpf und Sohn vor 5 Jahren gestiftete Wanderpreis ist somit endgültig in unseren Besitz übergeeangen. Der erste Wanderpreis, der seit Bestehen der Leich tathletikaWuung des Bar Kochba (1929) von U1w־׳erktmpft*'-w«dea •könnte1.׳-*-״ M ak k a b i a h vt ran »■♦»T-ttta׳|^ Nachdem der größte Teil unserer Makkabinhfahrer zu Hause angelangt ist, veranstaltete der Bar Kochba einen offiziellen Begrüßungsabend. Nach den einleitenden Worten des 1. Vorsitzenden, Dr. Landau,' brachte Dr. Guter einen allgemeinen Bericht über Organisation und Eindrücke der Makkabiah. Anschließend wurde dieser Bericht durch Lichtbilder, die von den Makkabim selbst hergestellt waren, ergänzt. Den verbindenden Text sprach Günther Wartski. Peter Epstein, einer unserer Motorradfahrer zur Makkabiah, erzählte dann noch weitere persönliche Erlebnisse. Im Anschluß daran sang Rachel Margulies einige neue hebräische Lieder, die großen Beifall fanden. Mit der Hatikwah schloß diese wohlgelungene Veranstaltung, an der zirka 300 Personen teilgcnommen halten. Dealscher Kreis Hamburg. Bei der größten leichtathletischen Veranstaltung der ״Alsterstaffel‘ nahm Bar Kochba mit einer Herren-, Jugend-, Damen- und Schülerstaffel teil. In der Herrenklasse wurden wir von 84 gestarteten Vereinen 13. und belegten den 2. Platz in der ״B"* Klasse knapp vor dem Sieger Urania. Die Jugend schnitt am besten ab. Wie im letzten Jahr siegten sie überlegen vor Altona 93 und Alstertal, und erwiesen aufs neue, daß sie zu den stärksten Jugendmannschaften Hamburgs gehörten. Auch die Schüler mit ihrem dritten Platz zeigten, daß der Verein um den Nachwuchs nicht ängstlich zu sein braucht. Die Damen enttäuschten etwas und konnten durch Stabverlust nur den 9. Platz belegen. Angenehm hat es berührt, daß zwei Mitglieder des Bar Kochba mitverantwortlich für den ״Alsterlauf‘ seichneten, und zwar Makkabi R. van Gelder (Mitglied des Hamburger Leichtathletik-Verbandes) als Protokollführer und Walther Ehrenberg als Starter. Am letzten Sonntag fand in Geesthacht das Jugendtreffen des Verbandes statt. Mit 80 Teilnehmern gehörte der Bar Kochba zu den stärksten Vereinen und konnte gute Erfolge erzielen. In der Straßenstaffel wurde die Jugend verdienter Sieger vor Concordia und Altona, bei den Knaben lautete das Ergebnis umgekehrt. In der Pendelstaffel siegte ebenfalls die Jugend, während die Knaben hinter H. L. T. den 2. Platz belegten. Am schönsten war das Werbehandbalispiel der beiden stärksten Jugendmannschaften Hamburgs; Polizei gegen Rar Kochba, welches die Polizei dank der körperlichen Ueberlegenheit sicher 8: 1 gewinnen konnte. Tausende von Zuschauern wohnten diesem Spiel bei, und beiden Mannschaften wurde für ihr faires, schnelles Spiel recht viel Beifall gezollt. Daß der Verbandsausschuß den Bar Kochba als Gegner für das Propagandaspiel ausersehen hat, beweist wieder, wie sehr der Verein auf Grund seiner sportlichen Leistung beim Verband angesehen ist. — Am 5. 6. wurden die Hamburger Meisterschaften ausgetragen, Bar Kochba konnte mit den Erfolgen zufrieden sein. Theo Lcvy kam nach zwei Zwischenlaufen in die Entscheidung und wurde in totem Reimen mit Stendor (Concordia) Dritter hinter Schein (II.S.V.) und Plötz (II.S.V.). Die gute Zeit von 11.1 Sek. zeigt, daß Levy heute zu den besten Leichtathleten gehört. Auch Frl. Weiß kam in die Entscheidung und mußt« sich mit dem 4. Platz im 200-m-Lauf zufrieden geben. Zeit 28.4 Sek. Den größten Erfolg holte sich wieder die Jugend, die in der 10 mal 250-m-Staffel mit 80 m Vorsprung sicher zeigte. Beim 7. Läufer lag Urania noch 30 m vor den Blau-Weißen, erst die letzten Läufer entschieden das Rennen. Die Mannschaft lief in der Aufstellung: Brlmer, Lauterstem, Abeies, Neumann, Menasse, Back, Rappoport, Hamlet und Walter Levy. — Beim Internationalen Abend••portfcst von St. Georg startete auf Einladung Frl. Weiß im 100-m-Lauf und konnte nur den 5. Platz belegen. Da sie beim Start sitzen blieb, ist ihre Zeit von 13.7 Sek. nur als mäßig zu bezeichnen. v. G. Jüdisches Jugend- und Sporthelnt. Der Ausschuß faßte in der Sitzung am 28. Mai den Beschluß, einen neuen, besser geeigneten Bauplatz an der gleichen Straße, 100 m unterhalb des Waldschiößchens, zu kaufen, da man auf dem alten Grunde Bauschwicrigkeiten hatte. Der Baubeginn ist für den 16. Juni festgesetzt worden. Stiftende Mitglieder unseres Vereins sind: Bar Kochba Chemnitz, Dr. Holzer, Chemnitz, Dir. Auerbach, Prag, Versicherungsgesellschaft Phönix, Prag. Größer« Spenden haben gegeben: Aua Chemnitz; Uni»!