Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 44 (3.6.1932)
- Date
- 1932-06-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Literatur um den Nationalsozialismus Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dien« tag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldtaark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. AusUndsaboxiDemem# werden! ia der Währung der einzelnen Länd«r berechnet. Aürf'itrי5״'*•«’ז ׳‘׳ w Nonpar«lle**il• 0,50 G. M. Stall#EuK<Muci!e 0,25 G.-M. Hammer 44 | Berlin, 3. VI. 1932 Redaktion, Verlag und Anzeigen -Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m. b. H״ Berlin W15, Meinekeatr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag nachmittag» 4 U hr RedaktionaschltiÄ Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck - Konten: Berlin 17392, Baaai V 9355, Belgrad 68032,! Brüssel 394 33, Budapest 59693, Danzig 1973, Haag 140 470, Prag 59410, j Rim 4155, Straaaburg 16430, Warschau 190708, Wien 156030 Bank - Konten: Dsrtnstldter- und Nationalbank, Depositen-Kasse Bsrlte, 1 Kurlürstendamm 52; Rumänische Kreditbank, Gerwauti (Rtu0ir»«a>, Artglo 1 Pslesrine Co, in Haifa, Terusslem, Tel ־Aviv י אייר תחדב rvo | xxxvii. jahrg. Oer Zionismus ■rilribt tQr Sa» indisch« Volk die Schaffung einer Sffentllch - rechtlich gesicherten Heimstltte In Palästina. ״Baseler Programm.** Von draußen gesehen Die jüdische Situation in Deutschland Dr. Weizmann in London Dr. Weizmann ist aus Südafrika am 30. Mai nach London zurückgekehrt. Am 31. Mai nachmittags wohnte er der im Hause der Jewish Agency abgehaltenen Trauersitzung für Joseph Co wen bei und hielt die Gedenkrede, in der er seine mehr als 20 Jahre zurückreichenden persönlichen Be- Ziehungen zu Joseph Cowen schilderte und über viele in der Oeffentlichkeit noch nicht bekannte Vorkommnisse aus der Zionistischen Arbeit in England zur Zeit Herzls berichtete. Am 30. Mai abends wohnte Weizmann dem im Hause von Simon Marks veranstalteten Empfang für die nach mehrmonatigem Aufenthalt in Palästina nach London zurückgekehrte Lady Erleigh bei. Lady Erleigh, bekanntlich eine Tochter Lord Melchetts und Schwiegertochter des Marquis of Reading, schilderte in begeisterten Worten ihre während ihres letzten Palästina-Aufenthaltes empfangenen Eindrücke und führte aus, Palästina befinde sich in einem natürlichen Wachstum und mache sich allmählich, aber konsequent, von der finanziellen Unterstützung seitens der Juden in der Diaspora unabhängig. Die English Zionist Federation veranstaltet in London einen Empfang für Weizmann und Frau am 22. Juni. Lady Erleigh wird den Vorsitz führen. Die Exzesse in Wien In der Vorwoche haben in Wien an den Hochschulen Ueberfälle auf jüdische Studenten und Studentinnen stattgefunden, die einen solchen Umfang annahmen, daß die Rektoren die Schließung der Hochschulen anordneten. Im ganzen sind elf jüdische Studenten verwundet worden, von denen einige Naseneindrücke erlitten haben, im Anschluß an die Universitätskrawalle zogen die Demonstranten in die Judengasse und in andere stark jüdische Straßen der inneren Stadt, versuchten jüdische Geschäfte zu überfallen und zu plündern, wobei es zu zahlreichen Zusammenstößen kam. Im allgemeinen wurde durch die sich zur Wehr setzenden Ladeninhaber der Angriff der Hakenkreuzler abgewehrt, wobei auch einige der Angreifer verletzt wurden. Die hierbei verhafteten Juden wurden von der Polizei sofort entlassen, da ihr Recht auf Notwehr anerkannt wurde. Wie uns aus Wien berichtet wird, ist die Stimmung infolge der fortwährenden Exzesse der ,«asBiiwi»»:.,, , Es besieht kein 'Zweifel, daß wir es bei diesen antisemltischen Exzessen mit einer Rückwirkung reichsdeutscher Verhältnisse zu tun haben. Oesterreich ist in den letzten Jahrzehnten Schauplatz zahlreicher judenfeindlicher Ausschreitungen gewesen. Die von Lueger begründete Christlichsoziale Partei verdankte in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ihren Aufstieg ihrer antisemitischen Parole. Der Rassenantisemitismus hat seine ersten praktischen Nutzanwender in den österreichischen Abgeordneten Schönerer und Wolff gefunden. Die maßgebende Formulierung aber erfuhren die antisemitischen Gedankengänge und Methoden in Deutschland. Als ״Halbfabrikat“ haben Hitler und sein Kreis die antisemitische Rassentheorie aus Oesterreich nach Deutschland übernommen, und in der Form eines ״Ganzfabrikates“ liefert nun der deutsche Antisemitismus die Rassentheorie und Ideologie an das gesamte Ausland. Es kann natürlich nicht nachgewiesen werden, daß die letzten Ausschreitungen gegen die Juden in Wien von der deutschen Parteizentrale des Antisemitismus anbefohlen wurden. Die Vermutung liegt jedoch nahe, daß zumindest eine enge Zusammenarbeit zwischen den Nazi in Deutschland und ihren Gesinnungsfreunden in Oesterreich in den letzten Tagen organisatorisch vor sich gegangen ist. Es ist zu vermerken, daß die Wiener Juden, schon weil sie zahlenmäßig in Wien günstiger gestellt sind als die Juden in den Großstädten Deutschlands, in der Abwehr der Ueberfälle viel selbstbewußter und energischer gewesen sind als in Deutschland. Die Verwaltung des hebräischen Schulwesens j erusalem, 31. Mai. (J. T. A.) Unter dem Vorsitz von Ussischkin fand am Montag eine Sitzung des Waad Leumi statt, die der Frage des Uebergangs der Verwaltung des hebräischen Schulwesens in Palästina und der Kontrolle über das Schulwesen von der Jewish Agency zum Waad Leumi gewidmet war. Die seinerzeit von der Assefath Haniwcharim (Delegiertenver- Sammlung der palästinensischen Juden) ernannte, aus Vertretern des gesamten Jischuw zusammengesetzte Kommission zur Prüfung der Erziehungsfrage erstattete ihren Bericht und unterbreitete ihre Vorschläge. Sie empfahl die Uebemahme der Verwaltung des Schulsystems und der Kontrolle über das hebräische Schulwesen durch den Waad Leumi unter gewissen Bedingungen. Eine dieser Bedingungen ist, daß die Jewish Agency in den kommenden drei Schuljahren jährlich 40 000 Pfund zum Unterrichtsbudget beitrage. Dr. Arlosoroff, der im Namen der Jewish Agency sprach, stimmte allen von der Kommission gemachten Vorschlägen zu, erklärte aber, daß die Jewish Agency nur die Verpflichtung übernehmen könne, in den kommenden drei Schuljahren jährlich 30000 Pfund zum Unterrichtsbudget beizutragen. Ein endgültiger Beschluß ist noch nicht gefaßt worden, doch scheint es sicher, daß die Vorschläge der von der Assefath Haniwcharim eingesetzten Kommission vom Waad Leumi und der Jewish Agency angenommen werden müssen. High Commissioner Wauchope sandte an den Bürgermeister von Gaza, in Erwiderung auf die bei seinem Besuch in Gaza ihm gegenüber ausgesprochene Forderung nach Schaffung einer Landwirtschaftsbank, einen Brief, in welchem er erklärt, daß die Frage der Landwirtschaftsbank im Zusammenhang mit dem gesamten Landentwicklungsplan in Erwägung gezogen wird, und daß der vom Landentwicklungsdirektor French verfaßte Bericht gerade jetzt ein«; Prüfung bzw. Korrektur unterliegt«- Für die Regierungskrise in Deutschland kann nur sehr schwer eine Lösung gefunden werden, denn die vom Reichs- Präsidenten empfohlene Regierung der ״nationalen Konzentration“, deren Bildung Franz von Papett anvertraut wurde, scheint nur einen Uebergangscharakfer zu tragen. Nach allgemeiner Meinung soll der jetzige Zustand in Verbindung mit Reichstagsauflösung und neuen Wahlen zu einem Regime führen, das seine parlamentarische Stütze hauptsächlich in der nationalsozialistischen Partei finden soll. Es gibt viele Stimmen, die freimütig erklären, es wäre besser gewesen, auf die Regierung Brüning eine Regierung Hitler folgen zu lassen, denn dadurch würden, vom Standpunkt der Gegner des Nationalsozialismus gesehen, klare Verhältnisse geschaffen werden. Die so sprechen, machen ihre Rechnung ohne die National- Sozialisten, welche im gegebenen Augenblick wenig Neigung zeigen, das Regierungssteuer zu ergreifen. Die Uebergangsregierung der ״nationalen Konzentration“ wird sich, was vorauszusehen ist, vor allzu krassen Entscheidungen und vor scharf formulierten Erklärungen hüten. Ihre Taten aber werden sich, der Stellung ihrer Mitglieder entsprechend, merklich unterscheiden von den bisher geübten Regierungsakten. Uns interessiert in diesem Zusammenhänge in erster Linie die Rückwirkung der neuen Situation auf die Juden. Sofern die Judenfrage überhaupt eine Rolle spielen wird, ist zu vermuten, daß die Haltung der neuen Regierung in bezug auf die Juden, aller Voraussicht nach, korrekt und entsprechend den geltenden Gesetzen sein wird. Wäre die jüdische Situation und das prinzipielle Schicksal der Judenheit in Deutschland nur von jeweiligen Regierungen und deren Erklärungen abhängig, so würde das neue Regime keine merkliche Wende bedeuten. Aber diese Regierung ist im gegebenen Augenblick kein adäquater Ausdruck der wirklich miteinander ringenden wirtschaftlichen und sozialen Tendenzen, und deren Bewegungsrichtungen kehren sich gegen die in Deutschland lebenden Juden. - f*j < .*ui: di* laden im Ausland' ist außerordentlich stark. Dieses Phänomen mag auf den ersten Blick sonderbar erscheinen, denn die deutschen Juden bilden kaum 3V2 Prozent der jüdisehen Gesamtheit in der Welt, und die einst überragende Bedeutung der deutschen Judenheit für die jüdische Gesamtheit besteht nicht mehr. Statisch gesehen ist die Wirtschaftliehe Situation der Juden in vielen Ländern trauriger als die der Juden in Deutschland. Weder der Zahl nach, noch wegen der bei ihnen herrschenden Notlage sollten also die Juden in Deutschland das Hauptinteresse der Juden in allen Ländern der Welt auf sich ziehen. Wäre die deutsche Judenheit der einzige kranke Teil am jüdischen Volkskörper, so könnte man begreifen, warum sich die Augen der Wcltjudenheit wie fasziniert nach Deutschland richten, um die Entwicklung der Verhältnisse in Deutschland mit Bezug auf die Juden zu verfolgen. Aber das jüdische Volk steht in den meisten Ländern der Welt unter einem starken politischen und wirtschaftlichen Druck, und das Interesse, welches es jetzt an der deutschen Judenheit nimmt, ist nicht nur aus dem Gefühle jüdischer Solidarität und aus dem Mitleid für die deutschen Juden zu erklären. Die eigentlichen Gründe für die geradezu fiebernde Anteilnahme an dem Schicksal der deutschen Juden sind irgendwo anders zu suchen. Wir erhalten von einem gelegentlichen Mitarbeiter im Auslande eine Betrachtung über die Ursachen, die die im Auslande lebenden Juden veranlassen, ihre eigenen Nöte und Probleme zu vergessen und sich im Augenblick fast ausschließlich mit dem Schicksal der deutschen Juden zu beschäftigen. Nach der Auffassung des Auslandes und der Juden im Auslande ist Deutschland gegenwärtig der Prüfstein für Menschheitsbeweg un gen und Kampfarena grundlegender sozialer Prinzipien ge- Möglichkeit sofortiger Uebersied״ lung für bemittelte Einwanderer Von Dr. W. B r ü n n, Managing Director der ״Jaffa Plantations Ltd.“ Tausende von Touristen haben in diesem Frühjahr Pa- Iästina besucht und feststellen können, daß das Land von der Weltwirtschaftskrise weniger berührt worden ist als andere Länder. Wenn auch gewisse Gebiete des Ackerbaues durch die Depression der Weltmarktpreise in Mitleidenschaft gezogen sind, so sind doch die wichtigsten Zweige der palästinensischen Wirtschaft prosperierend geblieben. Eine nennenswerte Arbeitslosigkeit ist nicht vorhanden, ja es gibt Monate im Jahr, wo Arbeitermangel besteht, so daß es Raum und Arbeit für neue Einwanderer gibt. Daneben erfolgt ein ständiger Zustrom von Kapital und kapitalistischen Einwanderern. Die öffentlichen Finanzen sind gesund, die Zahl der Konkurse hat sich gegenüber den Jahren 1927—1930 nicht erhöht, die Banken sind unerschüttert, kurz, das Land bildet eine Oase in der allgemeinen wirtschaftlichen Wettverwüstung. worden. Auf die Juden bezogen, ist es der Schauplatz prinzipiell möglicher jüdischer Entscheidungen, in keinem Lande der Welt sind, jüdisch gesehen, und auch im Verhältnis der jüdischen Gemeinschaft zur Umwelt, die grundsätzlichen Linien so scharf hervortretend wie in Deutschland. Die polaren Bewegungen der Gegenwart, Faschismus und Kommunismus, sind theoretisch und politisch in Deutschland am schärfsten ausgeprägt. In Deutschland ist der Versuch einer Einfügung des jüdischen Elementes in das Staats- und Volksleben von jüdischer Seite am energischsten gemacht worden. Die 1 .0logie der Angleichung an die Umgebung, der Säkularisierung der jüdischen Gemeinschaft in der Diaspora ist in Deutschland am schärfsten herausgearbeitet worden. In keinem Kulturkreise haben jüdische Menschen an allen Leistungen der Volksgemeinschaft in so hohem Grade wie im deutschen Anteil genommen. In keinem Lande ist der kulturelle, zivilisatorisene und wirtschaftliche Aufstieg des jüdischen Elementes so bedeutend und auch so umfassend gewesen wie in Deutschland, und trotzdem ist in keinem Lande des Westens gegenwärtig das klägliche Ergebnis so klar und scharf zutage getreten, das Dasein als Jude und Mensch in der Diaspora normalisieren zu wollen, obwohl die deutschen Juden kaum Do der Gesanttbevölkerung bilden. 120 Jahre seit der Etnanziation, ein leidenschaftliches Bemühen ohne Beispiel um Gleichereentigung und Gleichgeltung, Jahrzehnte lang zur Schau getragene t/eberzeugung, daß das Judenproblem gelöst sei, Lockerung der Beziehungen zu der jüdischen Gemeinschaft in der übrigen Welt, der immer wieder geäußerte Glaube, man sei vom Ahasver-Fluch befreit — all das muß man sich vor Augen halten, um zu verstehen, wie furchtbar der Sturz der deutschen Judenheit aus allen ihren Himmeln von den Juden im Auslande empfunden wird und wie erschütternd dieses Geschehen auf alle Juden im Auslande zurückwirkt. Wenn, so schließt man draußen, das Experiment einer Normalisierung des jüdischen Seins in der Diaspora in Deutschland mißlangen ist, dann scheint damit der Beweis erbracht, dal dör Weg der Judenheit in den letzten 150 Jahren, vielelcitt ohne ihre Schuld und zwangsläufig, ein Irrweg gewesen ist. Wenn die kulturell hochstehenden Juden in Deutschland trotz der Rolle, die sie im Leben der Gesellschaft und im Aufbau der deutschen Gemeinschaft gespielt haben, jetzt aus dem Staats-, Wirtschafts- und Gesellschaftsleben als Fremdkörper hinausgedrängt werden, wenn sie nach hundertzwanzigjähriger Bemühung, sich restlos einzufügen, jetzt nackt und bloß wieder dahin zurückkehren müssen, woher sie vor 120 Jahren kamen, nämlich in die Isolierung, dann ist bewiesen, daß es ein Irrtum war, zu glauben, man könne individuell-isoliert als Jude und Mensch in der Diaspora sein Dasein normal gestalten. Das halten sich die Juden im Ausland vor Augen, und sie betrachten den Teil der jüdischen Gesamtheit in Deutschland als ein Paradigma für alle Teile der Diaspora-Judenheit. ln Deutschland wird jetzt das Schicksal des Diaspora-Judentums entschieden. Man erkennt im ausländischen Judentum die prinzipielle Schicksalsgleichheit der jüdischen Gemeinschaften in allen Diaspora-Ländern. Uebergangsregierungen, Hitler-Regime mit allen Schwankimgen im Empfindungsleben der deutschen Juden, die Reaktion der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland auf die politischen Vorgänge, die Haltung der beherrschenden geistigen und politischen Bewegungen innerhalb des deutschen Volkes in bezug auf die Juden, das alles sind in die ganze Welt hinaus weisende Symptome für Entwicklungsmöglichkeiten, die früher oder später in gleichen, ähnlichen oder je nach Ländern und Zonen abgestuften Formen sich überall äußern, die Juden zwingen werden, ihre wahre Situation zu erkennen und endlieh zur wahren Emanzipation, der ״Auto-Emanzipation“, zu gelangen. Für diese Stabilität ist das anhaltende Gedeihen der Orangenindustrie, des wichtigsten Wirtschaftszweiges Palästinas, der Hauptgrund. Der Export Palästinas an Orangen, der in der Saison 1913/14 U's Millionen Kisten ausmachte, betrug in der Saison 1930/31 ca. 21/2 Millionen und 1931/32 3נ' י Millionen Kisten. Trotzdem sind die Preise, die der Pflanzer für Jaffa- Orangen heute erhält, höher als vor dem Kriege und, merkwürdig genug, trotz der allgemeinen Preisdepression für alle landwirtschaftlichen Kolonialprodukte haben die Preise auch in der letzten Saison ihren Standard gehalten. Der Preis für die Kiste Orangen am Baum — d. h. ohne Ernte-, Verpackungs- und Transportkosten — stellt sich für die Mitglieder der Kooperative ״Pardess“ in der Saison 1931/32 auf durchschnittlich 61/2 Schilling. Die gute Behauptung der Orangenpreise hat verschiedene Gründe: 1. Der Konsum an Früchten und insbesondere von Orangen im letzten Jahrzehnt hat in Europa stark zugenommen und ist noch immer im Steigen begriffen. Die Bevölkerung hat sich vielfach von der Fleisch- und Brot-Ernährung umgestellt auf eine Ernährung, die vorwiegend aus Gemüsen und Früchten besteht niH11tn11t1n11111111nni1n1111[111nmn1nn1n11unn1111[111[11111i1111111u11i11n1i11Hn1n11n1n1111111111u111111111n1111nun11[1|1u1111i11111111111111n1111111M1[11n11111111r11111[111111111111n11111111111n1111n1[nn11Hi11[1111111n111n1n1innn1M11111n11111n11111111n11111111M111111m1nn Ein neuer Ansiedlungsplan