Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 38 (18.5.1932)
- Date
- 1932-05-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Einzelnummer 0,2S Goldmark Nationalsozialismus, Zionismus und England JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienstagu.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Au*land**bormement* werden in der Währung der einzelnen Linder berechnet. Anzeigenpreis: 8 gesp. Nonpareillezeile 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G.-M, Nummer 38 | Berlin, 13. V. 1932 Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwaltung; Jüdische Rundschau G. m. b.H., Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Anzeigenschluß; Dienstag und Freitag nachmittags 4Uhr Redaktionsschliiß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck - Konten: Berlin 17392, Basel 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39453, Budapest 59693, Danzig 1973, Haag 140470, Prag 5941a Bi« 4155, Strasburg 16430, Warschau 190708, Wien!56030. Bank Konten; Darrnstädter״ und National bank, Depositen Kaeee Kurfürstendamm 52; Humäniache Kreditbank, Cernatiti (Rumänien); Anglo __Paiosnne Co. in Haifa, ferusalem, Tel Aviv ד אייר תרצ״ב | xxxvii. jah^T 0er Zionismus erstrebt fUr das tlldixhe Volk eie Schaltung einer HttantHch. rechtlich gesicherten Metmstiile In Palästina. ״Baseler Programm.“* Das Tor der Hoffnung Offizieller ScniuB der Leuante - Messe T el-Awiw, 10. Mai. (J. T. A.) Am Montag, dem 9. Mai, wurde die Levante-Messe in Tel-Awiw offiziell für beendet erklärt. Dies geschah in einer im Hauptgebäude der Messe abgehaltenen Feier, der die Beamten der Regierung, die Konsuln der auswärtigen Mächte und ein tausendköpfiges Publikum beiwohnten. Hauptredner waren der Bürgermeister von Tel- Awiw, Mayer Dizengoff, und der Chefsekretär der Regierung, Young. Bürgermeister Dizengoff teilte mit, daß die Messe von etwa 300 000 Personen besucht worden ist und daß die auf der Messe abgeschlossenen Transaktionen eine Summe von 175 000 Pfund betreffen. Palästina hat bei Gelegenheit der Messe mit den entferntesten Ländern Handelsbeziehungen angeknüpft. Chefsekretär Young führte aus, die Levante-Messe sei ein glänzender Erfolg gewesen, der Pavillon der Palästina-Industrie habe sich außerordentlich eindrucksvoll präsentiert. Young selbst sei durch die Mannigfaltigkeit der ausgestellten lokalen Produkte sehr überrascht gewesen. Young dankte den Regierungen der an der Messe beteiligt gewesenen Länder für ihr Interesse an der palästinensischen Wirtschaft und sprach die Hoffnung aus, daß diese, sowie andere Länder, durch die Erfahrur.gen auf der diesjährigen Levante-Messe bereichert, auf der nächsten Messe mehr ausstellen werden. Für die auswärtigen Handelsdelegationen, die sich zur Levante-Messe eingefunden hatten und jetzt in ihre Länder zurückkehren, fand im Hauptmessegebäude in Tel-Awiw ein Empfang unter dem Vorsitz des Direktors des Regierungsdepartements für Handel und Zölle, K. W. Stead, statt. Deutsche Firmen auf der Levante-Messe. Nach dem Katalog der Levante-Messe waren auf dieser Messe — selbständig oder durch ihre ständigen Filialstellen oder Agenturen in Palästina — ca. 150 deutsche Firmen vertreten, u. a.: AEG., Agfa, Allianz und Stuttgarter Versicherung, Berlin-Erfurter Maschinenfabrik ־ Vortrag Kurt BKhüÖÄIlL *'' ׳*"■' fm Rahmen der Berliner Zionistischen Vereinigung hält der Präsident der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Kurt Blumenfeld, einen öffentlichen Vortrag, der besonderes Interesse verdient. Blumenfeld wird sich mit den geistigen und politischen Strömungen der Gegenwart auseinandersetzen und die geistige und politische Position des Zionismus von heute darstellen. Sein Vortrag: ״Politische Orientierung“ (Neudeutscher Nationalismus — Kommunismus —• Jüdischer Liberalismus und C.-V. — Die zionistische Haltung — Weitkrise und palästinensische Entwicklung) findet am Donnerstag, dem 19. Mai, abends 81/2 Uhr, im Logenhaus, Kleiststr. 10, statt. Zum Problem der Selbstverwaltung Wie ״Dawar“ mitteilt, sollen demnächst Vertreter der palästinensischen Bevölkerung als beratende Komitees zu den einzelnen Ressorts der Palästina-Verwaltung zugezogen werden. Bis jetzt bestand ein derartiger gemischter Beirat, dem neben Regierungsbeamten Vertreter der Juden und AraSer angehören, nur für die Landwirtschaft. Die Zusammenarbeit in diesem Komitee hat sich sehr gut bewährt, so daß die Regierung nunmehr gleichartige Ausschüsse auch für öffentliche Arbeiten und für Handel und Industrie bilden will, in diesen beiden Departements bestehen bisher beratende Komitees, denen nur Beamte angehören. Bekanntlich war die Bildung solcher beratender Komitees auch eine Forderung der Jewish Agency. In seiner großen öffentlichen Rede vor einigen Monaten hat Dr. Arlosoroff sich zur Frage der Mitarbeit der Bevölkerung an der Regierung des Landes geäußert. Nach der von ihm vertretenen Meinung ist gegenwärtig die Zeit für eine pariamentarische Vertretung, bzw. einen Gesetzgebenden Rat noch nicht reif. Doch sollten zur Vorbereitung dieses Stadiums zunächst eine Erweiterung der lokalen Autonomie (Stadt- und Gemeindeverwaltung), sowie gemischte Beiräte bei den einzelnen Regierungs-Ressorts eingerichtet werden. Erst wenn die Bevölkerung auf diese Weise mit den Aufgaben der Verwaltung vertraut wird, könne an eine Erweiterung ihrer Mitbestimmungsrechte gedacht werden. Man darf vielleicht annehmen, daß die Regierung, wenn sie jetzt derartige Ausschüsse einsetzt, sich den Anregungen des Vertreters der Jewish Agency angcschlossen hat. Der N.-F.-Prozeß im House of Lords. Das Gericht des House of Lords, bestehend aus den Oberhausmitgliedern Tom- Iin Warrington, Thankerton, MacMillan und Wright, hat den vom Keren Kajemeth Lejisrael, Ltd., in England erhobenen Einspruch gegen den Entscheid früherer Gerichte, wonach das Zinsen-Einkommen des Jüdischen Nationalfonds in England der Einkommensteuer unterliegt, ab ge wiesen. Die Kosten des Verfahrens hat der Nationalfonds zu tragen. Der Nationalfonds begründete seinen Anspruch auf Befreiung von Einkommen- Steuer damit, daß er eine die jüdische Religion fördernde Institution sei und seine Unterstützung einer Förderung religiöser Interessen gleichkomme. Das Oberste Gericht kam demgegenüber zu dem Schluß, daß die vorinstanzlichen Gerichte im Rechte waren, als sie sich auf den Standpunkt stellten, daß im Falle des Jüdischen Nationalfonds das für eine Steuerfreiheit maßgebende Motiv des religiösen oder charitativen Zweckes nicht’ in Betracht kommt. Die Rechtsvertretung des Nationalfonds vor dem Oberhaus führte Norman Bentwich. Henri Pels, Deutsches Kali-Syndikat, Deutsche Levante-Linie, JG-Farben, Gerresheiiner Glashüttenwerke, Hackerbräu, Hapag, Kontinental-Kautschuk, Jenaer Glaswerke Schott, Krupp (verschiedene Werke), Röhren-Vcrband, Düsseldorf,Schorch-Werke, Rheydt, Siemens-Schuckfcrt, Union Krefeldcr Samtfabrikcn. * ln einer Würdigung des Ergebnisses der Levante-Messe wird der Berliner Zeitung ״Industrie und Handel“ aus Tel-Awiw berichtet, daß die Messe ein voller Erfolg in bezug aut die jüdische Beteiligung war, jedoch von den Arabern boykottiert wurde. In dem Bericht heißt es dann: ״Das Ausbleiben von Käufern aus Syrien, dem Irak und den anderen benachbarten Ländern ist zwar nur zum Teil auf den Boykott, zum Teil vielmehr auf die ungünstigen wirtschaftlichen Ver- Mitnisse zurückzuführen, aber ihre Abwesenheit hat ebenfalls dazu beigetragen, der Messe den beabsichtigten Charakter zu nehmen. Von diesen Zwischenfällen abgesehen, bietet der Verlauf der Veranstaltung wohl ein Spiegelbild der guten Korijunktur, der sich Palästina im Augenblick ganz im Gegensatz zu dem größten Teil der europäischen und der asiatischen Wirtschaft erfreut. ... Der Hauptanteil der Abschlüsse entfällt auf die europäische technische und Maschinen industrie. Auch die Vertreter deutscher Erzeugnisse sind mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. Die Stimmung drückt sich darin aus, daß eine beträchtliche Anzahl von Ausstellern bereits mit der Messeleitung wegen der Ueberlassung von Plätzen für die nächste Messe verhandelt.“ Die englische Aufgabe des ״Felestin“ berichtet über einen glänzenden Verlauf der Landwirtschafts-Aus- Stellung des Irak in Bagdad. Man merkt deutlich das Bestreben, diese Irak-Ausstellung gegen die Levante-Messe in Tel-Awivv auszuspielen. König Feisal wird gepriesen, daß er durch diese Ausstellung die alte zentrale Stellung Bagdads innerhalb der arabischen Kultur wiederhergestellt habe. Der Herausgeber des ״Felestin“, Issa el Issa, hat an der Er- Öffnung der Ausstellung in Bagdad teilgenommen. Wie uns aus Capetown vom 11. d. M. telegraphiert wind, sind Dr. Weizmann und Frau soeben von Südafrika nach London abgereist. Ke von Dr. Weizmann geleitete Keren Hajessod-Kampagne hat bisher 63 000 Goldpfund ergeben. Dr. Alexander Goldstein bleibt in Südafrika, um die Kampagne wdterzuführen. Die Exekutive der Jewish Agency, das Präsidium des Waad Leumi und die Leitung des Palästinensischen Arbeiterverbandes (Histadruth haowdim) haben aus Anlaß des Ablebens Albert Thomas׳ Beileid-Telegramme an den Völkerbund und an die Angehörigen von Thomas gesandt. Drei Beduinen aus dem Beisan-Gebiet wurden als diejenigen ermittelt, die vor einigen Tagen in der jüdischen Kolonie Kfar Jecheskiel im F.mck Jezreel Schüsse abgegeben haben, durch welche zwei Juden verletzt wurden. Zwei der Täter wurden verhaftet und haben ein Geständnis abgelegt, der dritte konnte entkommen. Der alljährlich am Geburtstag Theodor Herzls stattfindende Zug zum Herzl-Grab auf dem Döblinger jüdischen Friedhof ging am 8. d. M. vonstatten. Ein großes Polizeiaufgebot sorgte für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung, während Tausende Zionisten, die zionistische Fahnen vorantrugen, in geschlossenem Zuge zu dem Grabe des Führers pilgerten. Die Mandatskommission des Völkerbundes wird in diesem Jahr nur eine einzige Session, die am 17. Oktober beginnt, abhalten. Auf der Tagesordnung steht u. a. der Bericht der englischen Regierung über die Verwaltung Palästinas im Jahre 1931. Die Palästina-Regierung veranstaltete 1'n der neuen landwirtschaftlichen Versuchsstation der Regierung in Gaza eine Zusammenkunft der Vertreter der Landwirtschaft des ganzen Landes, bei der der High Gommissioner eine Anspräche hielt, worin er die Landwirtschaftspolitik der Regierung darlegte und begründete. Es schloß sich ein Bankett an, bet dem die einzelnen Anwesenden Gelegenheit hatten, mit dem High Gommissioner in Kontakt zu kommen. In der jüdischen Kolonie Ness-Ziona brannte das Packhaus des Orangenzüchters Jeremiah Boxer vollständig ab, der Schaden ist beträchtlich. Es soll, wie I. T. A. meldet, Brandstiftung vorliegen, die Spuren der Täter führen in das benachbarte arabische Dorf Kubeiba. Zwischen der Einwohn erschaff von Kubeiba und der von Ness-Ziona bestehen die herzlichsten Beziehungen. Aus Anlaß des bevorstehenden 70. Geburtstages Nathan Laskis, des führenden Mitglieds der Jüdischen Gemeinde in Manchester, hat ein aus Vertretern aller jüdischen Institutionen in Manchester sich zusammensetzendes Komitee beschlossen, in Palästina eine neue Kolonie zu begründen, die den Namen ״Kfar Nathan Laski“ führen soll. In Tel-Awiw wurden elf Kommunisten, die am 22. April eine Versammlung des Klubs der linken Poale Zion angegriffen und gestört hatten, zu je 7 Tagen Gefängnis und Landesverweisung nach Verbüßung der Haft verurteilt me nächste Nummer der Jüdischen Rundschau erscheint wegen der Feiertage am 20. Mal 1932 Die Bewilligung von 2000 Zertifikaten für Arbeiter* Einwanderer nach Palästina im laufenden Halbjahr ist in allen Zentren, wo jüdische junge Menschen sich zur Uebcrsiedlung vorbereiten, mit Freude ausgenommen worden. Zwar hat die Jewish Agency eine größere Anzahl von Zertifikaten angefordert, zwar ist das Be« dürftiis der Hechaluz-Organisationen aller Länder weit größer als die jetzt gebotene Einwanderungsmügüch« keit, aber trotzdem wird die Ausgabe der Zertifikate als Erleichterung empfunden, als eine Durchbrechung der Stagnation, als Abkehr von dem früheren Verhalten der Regierung, die für das verflossene Halbjahr bekanntlieh überhaupt keine Zertifikate ausgegeben hat. Sehen wir einmal von der umstrittenen Ziffer ab; Die neuen Zertifikate sind ein Symptom. Man muß das ganze Bild betrachten. Seit fast einem Jahre hat sich die Welt wesentlich gewandelt, die Verhältnisse in allen Ländern haben sich verschlechtert, die Wirtschaftskrise, die Zollmauern, die Autarkiebestrebutigen, der übertriebene Nationalismus haben den freien Verkehr selbst zwischen Nachbarländern immer mehr erschwert; überall herrscht Arbeitslosigkeit, die Land«• sperren sich gegen Einwandening ab, die auf dem Arbeitsmarkt Konkurrenz machen könnte, und in den meisten Fällen fehlt auch der Anreiz zur Einwanderung, weil der Einwanderer nicht hoffen kann, an seinem neuen Wohnsitz Arbeit zu finden. Mit Recht wurde jüngst darauf hingewiesen, daß noch vor drei Jahren den meisten materiell leidenden osteuropäischen Juden die Einwandening nach Amerika als überaus er« strebenswertes Ziel erschienen ist. In Amerika, so meinte man, könne in einer beständig aufsteigenden, sich weitenden und florierenden Wirtschaft jeder Mensch sein Glück machen. Heute ist es so, daß in Amerika Ar« beitslosen-Revolten an der Tagesordnung sind, Juden wie Nichtjaden sind dort verarmt, Neuankömmlinge haben nichts zu hoffen, ja zahlreiche amerikanische Juden sind zur Auswanderung gezwungen. Es gibt heute kein Land, das auch nur die geringste Einwanderung er« mutigen würde (vielleicht abgesehen von Sowjetrußland, das gewisse Kategorien von Spezialarbeitern braucht, wo aber im übrigen durch die Vermischung von Propaganda, Politik und Wirtschaft die Verhältnisse etwas undurch« sichtig sind). Wenn in dieser Zeit das kleine Palästina, nach genauer Prüfung aller Umstände durch recht vor« sichtige Regierangsorgane, neue arbeitsuchende Einwan« derer zuläßt, so ist dies ein Beweis, daß in der Tat dieses Land heute eine Sonderstellung unter allen Ländern einnimmt. Das hat jüdische Tatkraft erreicht Und dies ist ein Umstand, der ganz unabhängig von der Parteieinstellung von jedem objektiven Beurteiler gewür« digt werden müßte. Vor allem müßten Juden, die nicht in ganz engherzigem Egoismus befangen sind, sondern eine Mitverantwortung für die Allgemeinheit empfinden, verstehen, daß Palästina heute längst nicht mehr ein Gegenstand theoretischer Diskussionen ist, sondern ein Hoffnungsstrahl für große Teile eines leidenden, in allen seinen Positionen erschütterten Volkes. "Wir sind gewiß weit entfernt davon, die momentane Aufnahme* fähigkeit Palästinas in quantitativer Hinsicht zu überschätzen, wir wissen auch trotz der jetzt herrschenden Hochstimmung, daß wieder Rückschläge eintreten könneu, aber in der heutigen Zeit, in der Ratlosigkeit und Ziellosigkeit der jüdischen Galuthexistenz, kommt es vor allem darauf an, eine Richtung und eine Hoffnung zu haben; eine Aufgabe, an der sich die zum Brachliegen verurteilten Kräfte des Volkes und vor allem der Jugend bewähren können. Man bedenke; Zehntausende junger jüdischer Mensehen wachsen heute in Ost- und Mitteleuropa heran, ohne jede Aussicht, auch nur eine materielle Existenz in ihren Wohnländern zu finden. Lastet der Fluch der Arbeitslosigkeit bei allen Völkern vor allem auf der erwachsenen Jugend, so wird diese unerträgliche psychologische Lage bei Juden noch hundertfach kompliziert. Und wie immer wir uns eine allmähliche Entwirrung der Krise auch verstellen mögen, als sicher kann dabei betrachtet werden, daß die jungen jüdischen Mensehen es weit schwerer haben werden als alle anderen, in der neuen Struktur der Wirtschaft und Gesellschaft ihren Platz zu finden. Noch ist dieses Problem nicht in seiner ganzen Aktualität sichtbar, weil die Jugend, um die es sich handelt, noch Schulen besucht, trotz allen Schwierigkeiten auch Universitäten, aber wenn schon alle die neuerwachten und staatlich neu organisierten Nationen eine große Ueberproduktion an Intelligenz und Akademikern haben, wie soll in Zukunft der jüdische Akademiker sich behaupten, wie soll die kaufmännische Jugend, der der Boden unter den Füßen weggezogen