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Jüdische Rundschau · 1932-05-06 · Heft 36 (6.5.1932) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 36 (6.5.1932)
Date
1932-05-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 172 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 36, 6. V. 1932 Briefe an die Redaktion W« gehl in der Palästina •Exekutive vor? ' Berlin, 2. Mal. Sehr geehrte Redaktion! Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf eine Notiz des palastinensischen Revisionistenblattes lenken, die von einem gewissen Interesse für die zionistische Oeffentlichkeit sein dürfte. Wie auch die ״Jüd. Rundschau“ gemeldet hat, ist vor einiger Zeit Dr. Arlosoroff (und zwar an einer Gallenblasen- und Leberentzündung) schwer erkrankt und mußte längere Zeit das Bett hüten. Die revisionistische ״Chasith Haam“ schreibt nun am 19. April unter der Ucberschrift: ״Die politische Krankheit des Wunderkindes vom Hotel Hughes“ (Spitzname der Exekutive nach dem Gebäude, in welchem sie bis vor kurzem untergebracht war — A. d. R.): ״Vor ungefähr zwei Wochen wurden begründete Gerüchte verbreitet, daß Dr. Arlosoroff, der Angestellte der palästinensisehen Arbeiterpartei in der Jewish Agency-Exekutive, von seiner politischen Tätigkeit entfernt wurde. Diese Beseitigung kam den Gerüchten zufolge als eine Folge der ultimativen Forderungen der Herren Färbstein und Neu mann. Diese Nachricht wird bestätigt durch eine Erklärung Prof. Brodetskys in seinem Vortrag in Tet-Awiw, wo er sagte: ,Zu un:erem großen Bedauern ist Dr. Arlosoroff krank und konnte sich nicht an unserer Zusammenkunft mit dem High Commissioner beteiligen.‘ Brodetsky fügte hinzu, daß Arlosoroff die ganze Zeit in engem Kontakt mit der Londoner Exekutive gearbeitet hat. Auf diese Weise entsteht trotz der in den Zeitungen verbreiteten Nachrichten über die Erkrankung Arlosoroffs der Eindruck, daß die politische Karriere eines, der um jeden Preis ein großer Diplomat sein wollte, der davon träumte, eine Art zweiter Lord Beaconsfield im Judentum zu werden, ganz und gar beendet ist. .. “ usw. im gleichen Stil. Es wäre für die zionistische Oeffentlichkeit wichtig, zu erfahren, ob die Herren Farbstein und Neumannmit dieser Berufung auf sie einverstanden sind. Entweder das revisionistische Blatt versucht, innerhalb der Zionistischen Exekutive, die eine Koalitions-Exekutive ist, zu intrigieren, oder aber es herrschen wirklich so ungeklärte Verhältnisse innerhalb der Exekutive, wie das revisionistische Blatt behauptet. In beiden Fällen müßte die zionistische Oeffentlichkeit darauf Wert legen, von den Herren Farbstein und Neumann authentische Aufklärung zu erhalten. Mit Zionsgruß B. S. * * * Die von dem geschätzten Einsender erwähnte Notiz ist uns nicht entgangen. Sie ist, verglichen mit dem sonst in der revisionistischen Presse üblichen Ton, noch lange nicht das Schlimmste. Wir beschäftigen uns im allgemeinen nicht mit Veröffentlichungen revisionistischer Zeitungen, die häufig genug In mehr oder minder törichter Form die ״Jüdische Rundschau“ angreifen. Eine Polemik mit diesen Kreisen ist zwecklos, zumal die Tatsachen, auf die sie sich zu stützen pflegen, meist recht anfechtbar oder frei erfunden sind. Wir halten es nicht für unsere Aufgabe, uns diesem Tiefstand eines zionistischen Presseklatsches anzupassen. Trotzdem geben wir der vorstehenden Zuschrift Raum, erstens um unseren Lesern eine Probe davon zu geben, mit welcher geistigen Kost eine große Zahl zionistischer Leser und leider auch ein großer Teil unserer Jugend herangezogen wird, zweitens aber wegen des von dem Einsender erwähnten innerzionistisch-politischen Interesses an der Haltung der Herren Farbstein und Neumann und an den Verhältnissen innerhalb der Palästina-Exekutive, die gerade in diesem Moment eine Belastung durch interne Intrigen nicht verträgt. Red. א Tel-Awiw, April 1912. Sehr geehrte Redaktion! Verbannung ins vielhundertjährige Exil hat uns als Nation ' vom Meer viel weiter entfernt als vom Boden. ' Während in großen Teilen Palästinas jüdisches Leben neu erblüht und eine junge, schaffensfrohe Bevölkerung die Erde bearbeitet, sind die uns durch das Meer gebotenen Möglichkeiten nicht im gleichen Umfange ausgenutzt worden. Immerhin besitzen wir heute schon viele Kilometer des Meeresufers, Und es ist nicht zu optimistisch, wenn man von einer intensiven Beschäftigung in allen seemännischen Berufen eine stark vergrößerte Aufnahmefähigkeit des Landes erwartet. 1 Zu diesem Zwecke wurde vor etwa anderthalb Jahren die ,,Palästinensische Marinegesellschaft“ gegrünfl et. Trotz der kurzen Zeit ihres Bestehens hat diese die Marineschule ״Zebuion“, das ״Institut der Seekunde“ und die Rettungsstatlon eingerichtet. Ferner hat sie die Vereinigung der bereits vorhandenen Marinesportklubs organisiert. Wir haben einen schweren Anfang gehabt. Aber Ziegel zu Ziegel, Holzstück zu Holzstück haben wir gesammelt, bis uns die Stadtverwaltung von Tel-Awiw mit einem am Strande gelegenen Grundstück zu Hilfe gekommen ist. Damit ist zunächst ein Anfang geschaffen, und es ist dringend nötig, schon in kürzester Zeit unserem Hause, das vorläufig nur aus einem Erdgeschoß besteht, ein weiteres Stockwerk aufzusetzen. Hierzu sind Gaben in Baumaterialien, wie Zement, Eisen, Holz usw. nötig. _ Eine meteorologische, hydrographische und marinebiologische Station müssen eingerichtet werden. Wir brauchen Bücher, Instrumente und Werkzeuge. In der ganzen Welt haben Juden für ihre Wirtsvölker in Navigation und Aviation Erhebliches geleistet. Jetzt ist der Augenblick gekommen, auch für unser Volk zu arbeiten. ״Palestine Marine Society“, Tel-Awiw. Dr. Meir Gurewicz. Albert Fischer. * Stellt der Jagend Führer! Gehringshof, den 24. April 1932. Sehr geehrte Redaktion! Wenn man nach längerer Abwesenheit aus einem Hachscharah-Zentrum in die Stadt kommt, muß man feststellen, daß die zionistische Jugendbewegung in erschreckendem Maße zurückgegangen ist. Der Hauptgrund ist darin zu suchen, daß die zionistische Jugend führerlos ist. Es vväre vornehmste Aufgabe der zionistischen Studentenschaft, den Bünden (Bar Kochba, Brüh Haolim, Zeire Misrachi) die Führer zu stellen. Die zionistische Studentenschaft war bei Beginn der zionistischen Bewegung Trägerin der zionistischen Idee. Es ist ihre Pflicht, sich dieser ihrer Aufgabe in stärkerem Maße zu widmen. Es tut heute not, alle Erscheinungen des tägliehen Lebens vom zionistischen Standpunkt zu betrachten, die zionistische Erkenntnis klar herauszuarbeiten. Eine derartige Tätigkeit, Hand-in-Hand mit Hebräisch Lernen und Befassen mit jüdischer Geschichte, würde zur Intensivierung des zionistischen Jugemilebens beitragen. Es würde auch zur stärkeren Sammeltätigkeit für die zionistischen Fonds führen. Es ist zu hoffen, daß das K. J. V. in den verschiedenen Städten hierüber berät und etwas unternimmt. Schalom! Mendel Führer. Zur Gemeinde - Politik Der Landesvorstand der Zionistischen Vereinigung für Deutschland hat in seiner Tagung am 5. Mai In Berlin einstimmig die folgende Resolution angenommen: Landesvorstand und Gemeindekommission der Z. V. f. D. billigen einmütig das Verhalten der Fraktion der jüdischen Volkspartei in der Berliner Jüdischen Gemeinde und im Preußischen Landesverband und fordern konsequente Fort- Setzung der Gemeindepolitik im Sinne einer Einheitsgemeinde, die unabhängig von den jeweiligen MehrheitsverhMltnissen den Lebensbedürfnissen aller Richtungen Befriedigung gewährt. Aus der Berliner Gemeinde In der Mainummer des Gemeindeblattes veröffentlicht der Gemeindevorstand nachstehende, von der Mehrheit des Vorstandes in Abwesenheit der volksparteilichen Mitglieder, beschlossene Erklärung: ״Die Vorgänge in der Repräsentantenversammlung vom 7. April 1932 geben uns Anlaß, folgendes zu erklären: In einer Zeit, wie der heutigen, in einem Augenblicke, in dem die Existenz der deutschen Juden aufs schwerste bedroht ist, bedarf unsere Gemeinde mehr denn je der Zusammenfassung aller Kräfte. Politische Auseinanderset zungen innerhalb der Gemeinde müssen vermieden werden. Unsere Gemeinde trägt als Einheitsgemeinde den Bedürfnissen der verschiedenen religiösen Richtungen Rechnung. Es liegt ihr ob, neben ihrer Tätigkeit auf dem Gebiete des Kultus jüdische soziale und kulturelle Bestrebungen zu fördern, deren Unterstützung den gemeinsamen Wünschen ihrer Mitglieder entspricht. Sie sorgt daher für die Verbreitung jüdischen Wissens und entfaltet eine umfassende Wirksamkeit für die mannigfaltigsten Zweige des Wohlfahrtswesens. Ihr Aufgabengebiet, zumal in einer Zeit der Not wie der jetzigen, ist ein so vielfältiges, daß jedes Mitglied, unbeschadet seiner persönlichen Ueberzeugung in strittigen Fragen des Gemeindelebens, die Möglichkeit finden kann, gleichberechtigt an dem von ihm frei gewählten Platze Helfer beim werke der Gemeinde zu sein.“ Diese Erklärung stellt eine außerordentliche Erschwerung dar, im Verhandlungswege zu einer Beilegung der schweren Konflikte zwischen der liberalen Mehrheit und der Volks- Partei zu gelangen. Die Veröffentlichung zu einem Zeitpunkte, da die Bemühungen zu einem Ausgleich im Flusse sind, können nur als Symptom gelten, daß es den Liberalen gar nicht ernst darum zu sein scheint, den Frieden in der Gemeinde herzustellen. Die Erklärung als solche ist durch die geflissentliche Betonung der liberalen Formulierungen und das Fehlen jedes Hinweises auf die Notwendigkeit, alle jüdischen Interessen der Berliner Judenheit wahrzunehmen, nur eine Wiederholung der bisherigen liberalen Aeußerungen. Sie kann als Ausdruck des starren liberalen Majoritätsstandpunktes in keiner Weise beruhigend wirken und ist keine brauchbare Grundlage für eine einträchtige Zusammenarbeit der streitenden Hauptrichtungen. Sie ist nicht geeignet, die Kluft zu verkleinern. Ortsgruppen Düsseldorf. Am 14. April hielt Dr. Ernst Simon, Haifa, auf einer Tournee, die Ihn durch mehrere Städte Deutschlands führte, in Düsseldorf in einer gemeinsamen Veranstaltung der ״jüdischen Jugendvereine“ und der Zionistischen Ortsgruppe einen sehr gut besuchten Vortrag über ״Moskau und J e r u s a 1 e m“. Ausgehend von Karl Marx’ Jugendschritt ,,Zur Judenfrage“ und Otto Hellers ״Der Untergang des Judentums“, zeigte er, daß die marxistische Auffassung, udentum sei bloß ein Ueberbau der spezifischen Händlerunktion des jüdischen Volkes, im Lichte der historischeu Tatsachen nicht aufrechterhalten werden kann. Es sei doch bezeichnend, daß das ־ Anseinanderfallen von Bewußtsein und Sein, welches auch vom Marxismus aherkännt werde, bei den Juden fast zweitausend' Jahre־ andattre. Dr. Simon legte dar, daß der Marxismus an ־dem־ Sohderbereich des Volkstums achtlos vorübergehe. Zürn Schluß analysierte Dr. Simon die Tendenzen der jüdischen Wiedergeburtsbewegung. Das jüdische Volk will nicht untergehen. Dieses Faktum steht nach den heroischen Anstrengungen der Juden , in den letzten Jahrzehnten fest. In der Diskussion sprachen ein Vertreter des ״Geserd“ und Rabbiner Dr. Eschelbacher. Vermischtes Zentralstelle der Staatenlosen in Deutschland. Wir erhalten folgende Zuschrift: In Zusammenarbeit mit dem Verband der Staatenlosen in Breslau ist die Zentralstelle der Staatenlosen in Deutschland Sitz Berlin, Berlin N 54, Rosenthaler Str. 55, Telephon: Dl, Norden 5514, gegründet worden. Aufghbe dieser Zentralstelle ist es, alle in Berlin und in Deutschland lebenden Staatenlosen zusammenzufassen und ihre Interessen wahrzunehmen. Alle in Deutschland lebenden Staatenlosen und alle Ortsgruppen der Staatenlosen werden gebeten, sich unverztiglich mit uns in Verbindung zu setzen, um eine restlose Registrierung der Staatenlosen durchzuführen. Tanzmatinee. Unter dem Titel ״Junge Tänzer“ veranstaltet die ״Rote Mühle“ am Sonntag, dem 8. Mai, 1/212 Uhr, ihre nächste Tanzmatinee. Es wirken mit: Gertrud Rauh, Barbara von Wussow, H. Weigel, M. Michels, Harriet Schering, E. Buddach. G. J. Vischer-Klamt spricht am Donnerstag, dem 12. Mal, abends 8 Uhr, im Meistersaai, über seine, von ihm begründete Bewegungsschrift und deren praktische und wissenschaftliche Bedeutung. Aus der Chewra Kadischa. Die Hauptversammlung der Chewra Kadischa fand am 2. Mai d. J. unter Vorsitz des Herrn Handelsrichter Seckeisohn statt. Der Vorsitzende erstattete Bericht über die mannigfachen Zweige der Charitas, die die Chewra Kadischa auszuüben hatte. Mehr als 1200 jüdische Familien sind mit Geldbeträgen, Lebensmittelpaketen oder Kohlenspenden bedacht worden. Mit warmen Dankesworten an Rabbiner Dr. Link und die tätigen Mitglieder schloß Herr SeckeR sohn seine Ausführungen. Arbeitsnachweis. Wir suchen einen geeigneten Wirkungskreis für eine erfahrene Instruktorin und Aufsicht, die auch als Direktions-Sekretärin tätig sein kann. Meldungen sind zu richten an den Jüd. Arbeitsnachweis, Abt. für kaufm. und freie Berufe, Berlin SW 19, Lindenstr. 48/50 (Tel.: Dönhoff 307/308). Kinderferienhelm, ln Hirschberg a. See (5 Stunden Bahnfahrt von Berlin) eröffnet Frau Alice Weiß-Stadthagen für Kinder im Alter von 3—12 Jahren ein Erholungsheim für Juni, Juli, August. Da nur eine kleine Anzahl von Kindern aufgenommen werden, ist baldige Anmeldung erwünscht. Auskunft erteilt die Leiterin, Berlin, Klopstockstr. 53 (Jüd. Schulverein), Tierg. 2084. Der hebräische Kindergarten des Jüdischen Schul- Vereins wird während dieser Zeit unverändert weitergeführt, Niederlassungsmöglichkett. In einer größeren oberschlesisehen Stadt ist durch den Tod eines Augenspezialisten eine Niederlassung frei geworden. Das Verfügungsrecht über die von dem Arzt innegehabte Wohnung steht einem Oesinnungsgenossen zu. Schnell entschlossene Interessenten werden darum gebeten, sich sofort mit der Z. V. f. D. in Verbindung zu setzen. Gottesdienst. Freitag, den 6. Mai 1932, abends: In den Synagogen mit altem Ritus und AUervcrsorgungsanstalton: 7.30 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus (außer Syn. Prinzregentenstr.): 7 Uhr; Syn." Prinzregentenstr.: 7.15 Uhr; Altersheim Schmargendorf, Berkaer Str. 32 (Gottesdienst nach liberalem Ritus): 7 Uhr. In den Orgchynagogen: Ansprache des Rabbiners. Presdigt: Altersheim Schmargendorf: Dr. Prinz. Sonnabend, den 7. Mai (Sabbat Bosch Chodesch), morgens: Alte Synagoge: 8.30 Uhr, andere Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Syn. Rykestr, und Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: 6.45 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Syn. FriedcnslempclV. 7.30 Uhr; Ilauplgoltesdienst: 10 Uhr; Syn. Friedcnstempcl: 930 Uhr; Altersheim Schmargendorf: 10 Uhr. Predigt: Syn. Prinzrcgentenstr.: Dr. Wiener. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn.׳ Jupcndgottesdienst 4 Uhr: Syn. Kaiserstr.: Dr. W. Lewy; Syn. Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: Dr. Bleichrode; 4.30 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy. Sabbat-Ausgang: 8.29 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 7.30 Uhr; morgens in den Synagogen mit altem Ritus (außer Syn. Pestalozzislraßo, Münchener Str. und Grunewald): 6.30 Uhr; Syn. Pestalozzistr., Münchener Str., Grunewald und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Sephira-Vorträge: Alte Synagoge: Rabbiner Dr. Freimann, Sonntag über nachbiblische Literatur, Dienstag und Donnerstag über Psalmen; Rabbiner Dr. Freier (Montag und Mittwoch), En Jaakow; Syn. Kaiserstr.: Dr. W. Lewy (Montag, Mittwoch und Sonnabend), Aus dem Buche Menoras hamoaur; Syn. Pestalozzislr.: Dr. Feilchenfeld (Sonntag), Ilaftarolh; Dr. Grünthal (Montag), Talmudische Hagada; Dr. Emil Levy (Dienstag), Der Prophet Micha; Dr. F. Bar (Mittwoch), Aus dem Kusari; Dr. Gottesmann (Donnerstag), Midrasch Schir •haschirim. Frankfurt a. M. Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Montag, den 9. Mai, 8(4 Uhr, und Montag, den 16. Mai, 8(4 Uhr, spricht Dr. H e n_r i c Landau in der Bockenheimer Landstraße 115, bei Stern, über Krisenepochen der jüdischen Geschichte. 1. Vortrag: ״Untergang des ersten jüdischen Staates und die erste Diaspora“. 2. Vortrag: ״Untergang des zweiten jüdischen Staates und Beginn der großen Diaspora.“ Berliner Kalender Berliner Zionistische Vereinigung. Gruppe Süd, Montag, den 9. Mai, abends 8.30 Uhr, im Deutschen Hof, Luekauer Straße 15. Dr. Werner Bloch: ״Erez Israel und Makkabiah'. — Gruppe Tempelhof, Mittwoch, den 11. Mai, abends 8.30 Uhr, in den Emmerich-Bierstuben, Belle-Alliancestraße 50, Ecke Dreibund- Straße. Siegfried Herrmann: ״Erez Israel und Makkabiah— Gruppe Hackescher Markt-Schönhauser Tor, Montag, den 9. Mai, abends 8(4 Uhr, im Büro des Misrachi, Rosenthaler Str. 55. Interne Besprechung über die zionistische Arbeit in der Bezirksgruppe, einleitendes Referat: Max Tischler. — Donnerstag, den 19. Mai: abends 8(4 Uhr, spricht Kurt Blumenfeld im Logenhaus, Kleistslr. 10, über: ״Politische Orientierung“. (Neudeutscher Nationalismus — Kommunismus — Jüdischer Liberalismus und G.-V. י'׳״*-׳Die zteniitfcehe' ׳Hahemg־׳ Weltkrise und paUstinensische Entwicklung.) Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Montag, 9. Mai,׳ abends 8(4 Uhr, IC. Abend im Schulungskursus. ״Der Aufbau Palästinas“. Geschichte der Jüdischen Kolonisation. Referent; Herr Enzo Sereni. Im Sitzungssaal, Meinekestr. 10. — Studiengruppe Neukölln: Leitung Frau Dr. Heinrich. Dienstag, 10. Mai, abends 8 Uhr, Referat von Frau Dr. Kleemann: ״Das römische Protektorat". Bei Frau Dr. Freund, Dresdener Str. 8. — Gruppe Grunewald: Dienstag, 10. Mai nachm. 4(4 Uhr, Geschichtskursus unter Leitung von Frau Prof. Koigen. Bei Frau Abramczyk, Konstanzer Str. 62, Oliva 1445. Utn pünktliebes Erscheinen wird gebeten. — Gruppe Lichterfelda: Dienstag, 10. Mai, nachm. 4(4 Uhr, Vortrag von Frau Boschwitz: ״Der Sinn der Formen". Bei Frau Lilly Goldschmidt, Drakestr. 40. — Studienzirkel West -Wilmersdorf: Dienstag, 10. Mai, nachm. 4(4 Uhr, Bericht von Herrn Moses Waldmann über die Vorgänge in der Gemeinde. Bei Frau Rose Battsek, Dablmannstr. 1, Portal 1. Klub junger Zionisten. Dienstag, den 10. Mai, abends 8(4 Uhr, Meinekestr. 10. Veranstaltung beider Kreise. Dr. Alex Bein: ״Judentum und Nationalismus". Gäste herzlich willkommen. Snif Hechaiuz. Am kommenden Sonnabend fallen die Sicholh wegen der Feierstunde des Zion. Jugendbundes ״Nordau“ aus. Beth-Am Iwri. Der für den 4. Mai angekündigte Empfang für Elieser Steinmann ist auf Mittwoch, den 11. Mai, 8.30 Uhr, abends, verlegt worden. Herr Steimann referiert über ״Die moderne hebräische Literatur". — Sonnabend, den 7. Mai, abends 8.30 Uhr, veranstaltet das Beth-Am zusammen mit dem Jugendrat für hebräischa Arbeit einen Aliend ״Palästinaeindrücke‘'. Es referieren: N. Lewin, S. Tschertok, S. Rabinowiuch, Fritz Mautner u. a. Gäste willkommen. Zionistischer Jugendbund ״Nordau". Im Rahmen der Feierstunde, die der Bund anläßlich seines 5jährigen Bestehens am 7. Mai im Lehrervereinshaus, am Alexanderplatz, veranstaltet, spricht Dr. M. Freier über: ״Die jüdische Jugend und Palästina“. Außerdem: ״Das ist kein Weg“, Sprechchöre von Dr. Salli Lewin, Musik: Daniel Samburski. Scholem Alechent-KJub. Der Historiker E. Tschorikower spricht am 7. d. M., abends 9 Uhr, in den Räumen des Scholem Alechem-Kluhs, Lutherstr. 48, über: ״Der Kampf der jiddischen Sprache und ihre Existenz in Deutschland in der Vergangenheit und in der Gegenwart“. Gäste willkommen. בית־עם עברי• קבלת־הסנים לכבודו של הסופר המפורסם׳ עורך ה״כתובים"׳ מר אליעזר שטיינמן ודחה מיום ד׳ 4 במאי ליום ד׳ 11 במאי׳ 8,30 בערב׳ מר שטייבמן ירצה על "הספרות העברית החדשה״. במחדש׳ 7 במאי 8,30 שעות בערב עורך בית העם יהד עם המועצה לעבודה עברית בין הנוער נשף פומבי ע״ה "רשמים מארץ ישראל" בין המשתתפים: נחום לוין׳ ז• טשרטוק. זאב ראביגוביץ׳ פ• מויטנר• הכניסה הפשית• אורחים רצויים. Brielkaslen der Redaktion A. W., Berlin. Sie machen uns auf das Gedicht ״Altes Lied 1794“ von Theobald Tiger in der letzten Nummer der ״Weltbühne“ aufmerksam. Wir teilen voll Ihre Ansicht, die wir schon mehrmals zum Ausdruck gebracht haben, daß diese Art der persönlichen Verhöhnung und Anpöbelung nationalsoziaüstischer Führer den Schreiber mehr bloßstellt als das Objekt der Verspottung. Es ist eines Intellektuellen, und Theobald Tigers (Kurt Tucholsky) unwürdig, sich auf ein derartiges pöbelhaftes Niveau zu begeben. Diese Geschmacklosigkeit ist um so verwerflicher, als sie in die sachlichen Gegensätze das Moment der persönlichen Verärgerung und Kränkung hineinträgt. Es ist tragisch, daß ein derartiges Geschmiere zu Listen des jüdische» J^ntos «ebucht wird ׳ ׳־־" * .

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