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Jüdische Rundschau · 1932-04-12 · Heft 29 (12.4.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 29 (12.4.1932)
Date
1932-04-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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nr Max Brod: Bemerkung zu Berliner Kabaretts JÜDISCHE Einzelnummer 0,25 Goldmark RUNDSCHAU Erscheint jedenDienstagu.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldtnark. Auslamlsabonnements werden in d« Währung der einzelnen Linder berechnet, Anreigenpreis: 8 g««p, Nonpareilfezefle 0,50 G-M. Stellengesuche 0,25 OM. Nummer 29 I Berlin, 12. IV. 1932 Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. AnirfffruchluS: Dltoiug und Friiuj nachmittag« 4 U hr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Poiiicheck* Konten: Berlin 173 92, Basel V 9355, Belgrad 680 32, Brussel 39433, Budapest 59693» Danzig 1973, Haag 140 470, Prag 59410, Riga 4155. Strashburg 16430, Warschau 190708, Wien 156030. Bank *Konten: Dartnstädter* und Nationalbank, Depositen * Kaaae Berlin, Kurfürstendamm 52; Rumaniache Kreditbank, Cernauti (Rumänien); Anglo Paleatine Co. in Haifa, ferusalem, Tel •Aviv ר גיסן תרצ״ב | xxxvn. Jahrg, Oer Zionismus erstrebt für da« JUdluH« Volk die Schaltung einer Öffentlich. rechtlich gesicherten Heimstätte In Pallstlna. ״Baseler Programm.•■ Eröffnung der Levante-Messe Fahnen von 24 Ländern — 1200 Aussteller Beruhigung in Palästina Die gespannte Stimmung zwischen Juden und Arabern, Ober die die Londoner ״Times“ in ihrer Ausgabe vom 5. April berichtet hatte (s. Nr. 28 der ״Jüdischen Rundschau“) scheint sich bereits gelegt zu haben. In ihrer Ausgabe vom 8. April veröffentlicnt die ״Times“ folgendes Telegramm aus Palästina: ״Die Spannung zwischen Juden und Arabern, die sich am letzten Wochenende infolge verschiedener Morde, die als Vergeltungsakte gedeutet wurden, entwickelt hatte, hat sich wieder beruhigt. Dank der sofortigen Verbreitung genauer Informationen durch die Regierung hat sich die Presse von provozierenden Kommentaren ferngehalten. Eine so schnelle Beilegung öffentlicher Erregung war bisher nicht bekannt und ist ein Verdienst der Wachsamkeit der Regierung und der Tüchtigkeit ihres neugeschaffenen Pressebüros.“ Die Sport'Ergebnisse der Makkabiah Der polnische Makkabl erringt den Makkabiah •Pokal Jerusalem, 7. April. (J. T. A.) Die Ergebnisse der Makkabiah für die allgemeinen Länderkonkurrenzen sind: Der polnische Makkabi schreitet an der Spitze mit 377 Punkten, den zweiten Platz nimmt Amerika mit 285, den dritten Oesterreich mit 254, den vierten die Tschechoslowakei mit 223, den fünften Palästina mit 218, den sechsten Deutschland mit 120, den siebenten Rumänien mit 14, den achten England mit 10 Punkten ein. Der polnischen Landesgruppe fiel als der Siegerin der erste Makkabiah-Pokal zu. Die polnische Gruppe errang auch den Boxmeisterschafts-Pokal. In aller Kürze Die Lehrer der Jewish Agency-Schulen demonstrierten in den Büros der Jewish Agency’und des Waad Leutni in Jerusalem und forderten Auszahlungihrer Gehälter, die sich verzögert hat, weil die Regierung־ die staatliche Subvention für die hebräischen Schulen bisher nicht flüssig gemacht hat. Die Regierung macht die Auszahlung der Subvention davon abhängig, daß ihre Vorschläge betreffend eine strengere Regierungskontrolle für hebräische Schulen in Kraft gesetzt werden. Der amerikanische Generalkonsul in Je• *זי*salem hielt am _ 7. April abends am. §0tt .*merikanlsth#־ Zionisten, die als Touristen ndch Palästina gekommen sind und zum Teil bis nach Pessach im Lande verbleiben werden, eine Begrüßungsansprache, in der er seinem Glauben an die Zukunft des Jüdischen Nationalheims Ausdruck gab. In den letzten Wochen haben sich 500 Engländer als Touristen nach Palästina begeben. Teils handelt es sich um christliche und jüdische Kaufleute und Industrieile, die die Levante-Messe besuchen, teils um Juden, die das Pessach-Fest im heiligen Lande verbringen wollen. Der High Commissioner Sir Arthur Wauchope wird wahrscheinlich England in der Juni-Session der Mandatskommission des Völkerbundes, in der der Palästina-Bericht der englischen Regierung für 1031 zur Behandlung gelangen wird, vertreten. Die englischen und ägyptischen Postämter arbeiten daran, eine drahtlose Uehermittlung der Feier des siebenten Jahrestages der Hebräischen Universität Jerusalem, die am 17. April stattfindet, nach England und den anderen Ländern zu ermöglichen. Da z.wischen Jerusalem und Kairo eine Telefonverbindung besteht, liegt egenwärtig die Schwierigkeit nur an der Verbindung Kairo— ondon, die noch ausgebaut werden muß. Jizchak Grünbaum, Deputierter des polnischen Sejm, bisher Präsident der Zionistischen Organisation Polens, der seit 15 Jahren fast ununterbrochen die Politik des national gesinnten Teils der polnischen Judenheit geleitet hat, hat in diesen Tagen Polen verlassen, um in Paris Aufenthalt zu nehmen. Die Allasiatische Frauenkonferenz, deren Sitz in Madras ist, wählte Frau Rosa Welt-Straus, die palästinensischjüdische Frauenführerin, zu ihrer Delegiertin für das vom Völkerbund in Genf geschaffene Beratende Frauenkomitee betreffend Nationalitätenfragen. Das sowjetistische Regierungskoraitee für jüdische Landansiedlung und Industrialisierung, Komzct, hat beschlossen, die bereits bestehenden jüdischen Siedlungen in der Krim und der Ukraine zu befestigen, aber keine neuen Siedlungen mehr in diesen Gebieten zu gründen; vielmehr soll sich von heute ab die gesamte jüdische Koionisations- und Industrialisierungsarbeit auf Biro-Bidschar! im Fernen Osten konzenfrieren. Bis Ende 1933 müßten in Biro-Bidschau mindestens 50 000 jüdische Neusiedler untergebracht sein. Bis Ende des zweiten Fünfjahrplans sollten in Biro-Bidschan mindestens 300000 Seelen, unter ihnen nicht weniger als 50°/0 Juden, konzentriert sein. Der Moskauer Zentralrat des ״Verbandes der kriegerischen Apikorsim“ (Atheisten) gab mittels Zirkularschreiben allen seinen Stadt- und Ravon-Komitees Direktiven für die Antipessach-Kampagne. Schulkinder und Eltern sollen in den Vorpessachtagen über die Schädlichkeit der Religion aufgeklärt werden. _ Shaws ״Heilige Johanna“ in Jerusalem. Am 6. d. M, gelangte zum ersten Mal in Jerusalem Shaws Drama ״St. Joan" (Die Heilige Johanna) zur Aufführung. Die Titelrolle spielte die berühmte englische Schauspielerin Sybil Thorndyke, die die Rolle (die in Berlin bekanntlich von Elisabeth Bergner gespielt wurde)' auch in London vor neun Jahren kreiert hat. Die Thorndyke hat sich ihr eigenes Ensemble mitgebracht. Die Aufführung in der Zion-Hall war ein großer Erfolg. — Der Bürgermeister von Jerusalem, Ragheb bey Naschaschibi, stellte an die Palästina-Regierung das Verlangen, die weiteren Aufführungen zu verbieten, weil das Stück,wendungen enthalte, die für den Islam beleidigend sind. Die Regierung erklärte, ein Verbot käme nicht in Frage, verfügte jedoch, daß die beanstandeten Stellen bei den Aufführungen in Jerusalem fortgelassen werden. T e 1 - A w i w, 8. April. (J. T. A.) Am Donnerstag, dem 7. April, nachmittags, wurde in T e I - A w i w die große Levante-Messe eröffnet. Die Zeremonie vollzog sich mit allen Zeichen eines außerordentlichen Ereignisses. Unter den 2000 geladenen Gästen, die sich aus allen Tellen Palästinas, aus den Nachbarländern und dem Ausland in der Haupt-Messehalle eingefunden hatten, befanden sich der High Commissioner Sir Arthur Wauchope, der Patron der Messe, sämtliche Leiter der Regierungsdepartements, die Konsuln der fremden Mächte, Vertreter der großen jüdischen Organisationen und Instltutionen, Vertreter auswärtiger Handelsorganisationen und Abordnungen verschiedener Auslandsregierungen. Die Versammlung festlich gekleideter Menschen bot ein imposantes Bild. Ueber der Haupt-Messehalle wehten die Fahnen von 24 Ländern, Wie offiziell bekannt gegeben wird, sind die folgenden Regierungen auf der Messe vertreten und haben auch ihre Vertreter entsandt: Palästina, England, Aegypten, Schweiz, Rußland, Cypern, Rumänien, Bulgarien, Lettland, Besonders stark ist die britische Industrie vertreten. Der Bürgermeister von Tel-Awiw, Mayer Dizengoff, begrüßte die Gäste im Namen der Stadt Tel-Awlw, wandte sich besonders an die Vertretungen der einzelnen Länder und sprach dem High Commissioner als dem Patron der Messe und den einzelnen Regierungsdepartements für die Unterstützung, die sie dem Messe-Ausschuß zuteil werden ließen, den Dank der Stadt aus. Dizengoff erklärte, diese Messe sei in t e r n a ti ona), während die früheren Messen in Tel-Awiw rein palästinensisch waren. Während die vorangegangene Messe 609 Aussteller zählte, sind auf der Levante-Messe mehr als 1200 Aussteller aus 24 Ländern zu verzeichnen. Nach Dizengoff sprach der High Commissioner Ich habe, sagte er, bereits einen Rundgang durch die Levanteßkne und -Ausstellung gemacht, habe ale»l*vll®i1* ׳iMsOdtt und die Feststellung gemacht, daß die Messe eine grandiose Schau ausgezeichneter lokaler und auswärtiger Erzeugnisse bietet. Die Messe ist ein weiteres Beispiel der Energie und des Fleißes der Bevölkerung von Tel- Awiw, ein Beispiel, das die Bürgschaft für noch größere Leistungen in der Zukunft bietet. Die Stadt Tel-Awiw hat alles Recht, auf diese Levante-Messe stolz zu sein. Aber die Messe erfüllt außer dem unmittelbaren Zweck der Belebung von Produktion und Handel auch noch einen weiteren Zweck: sie zeigt die Möglichkeiten und Gelegenheiten für die zukünftige Entwicklung von Handel, Industrle und Landwirtschaft in Palästina auf. Der High Commissioner begrüßte zum Schluß noch die Ab- Ordnungen der auswärtigen Regierungen. Das Orchester des britischen Militärs In Palästina spielte die englische Hymne und die hebräische ״Hatikwah“. Nachdem die Eröffnungszeremonie in der Haupt-Messehalle beendet war, eröffnete Bürgermeister Mayer Dizengoff um 6 Uhr nachmittags bei Anwesenheit eines tausendköpfigen Publikums die Messe auf der Radiosiaiion in Tel-Awiw der ersten hebräischen Funkstation. Er wies in seiner Ansprache auf den organischen Zusammenhang von Makkabiah, Levante-Messe und grandioser Purim-Feier als den Ausdrucksmitteln der großen jüdischen Stadt Tel-Awiw hin und sagte, diese drei Lebensäußerungen Tel-Awiws beweisen, daß das Judentum Palästinas über zahlreiche junge schöpferische Kräfte verfügt, die nur strenger zusammengefaßt und weitblickend geleitet werden müssen. Tel-Awiw werde nicht allein das Zentrum der Palästina-Judenheit, sondern der Ge- Die Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten, die nach dem ersten Wahlgang am 13. März bereits gesichert war, ist keine Ucberraschung des 10. April. Das Interesse der Oeffentlichkeit wendet sieh weniger dem Ausgang der Wahl zu, als der Stirn men Verschiebung gegenüber dem ersten Wahlgang. Das wichtigste Ergebnis des 10. April, das wir feststellen müssen, ist das Anwachsen der Hitler-Stimmen von 11,3 Millionen auf 13,4 Millionen. Diese neuerliche Vergrößerung der Zahl der Hitler-Anhänger wird wohl von Presse und Publikum verschieden kommentiert werden; man wird darauf hinweisen, daß der Stahlhelm und der größte Teil der Deutschnationalen im zweiten Wahlgang für Hitler gestimmt haben, daß eine Anzahl Jungwähler in der Zwischenzeit dazugekommen sind, ja manche meinen, daß auch Kommunisten diesmal für Hitler gestimmt haben. Diese innerpolitischen Spekulationen sind für uns von sekundärem Interesse; für uns ist allein die Tatsache bedeutungsvoll, daß bei der Auseinandersetzung zwischen dem hinter Hindenbtirg stehenden Block und den Nationalsozialisten neuerlich zahlreiche schwankende Elemente sich auf Seite Hitlers gestellt haben. Hitler ist nicht Reichspräsident geworden. samtjudenhelt werden. Dizengoff richtete an alle au»- wärtlgen jüdischen Gäste das Ersuchen, der Judenheit in der Galuth den Gruß und den Dank der Palästina-Judenheit zu übermitteln und auch dem Glück der palästinensischen Juden Ausdruck zu verleihen, denen es gegeben ist, im Lande der Väter zu weilen und das Jüdische Nationalheim aufzubauen. * Aus Anlaß der Messe-Eröffnung erließ der Ausschuß der Levante-Messe eine Proklamation an die Bevölkerung Palästinas, in der es heißt: ln dieser Zeit des Flugverkehrs und der schnellen Verbindungeti zu Lande und zu Wasser kann sich kein Land vor der Welt abschließen und innerhalb der eigenen engen Grenzen verbleiben; jede individuelle wirtschaftliche Tätigkeit, jede individuelle Initiative gliedert sich als ein Teil m den Weltwirtschaftsorganismus ein, ist ein Ring in der Kette v’on Weltmarkt, Welthandel, Industrie, Landwirt- Schaft und Finanzen. Auch unser kleines Land Palästina, wirtschaftlich jung und wenig entwickelt, ist mit dem wirtschaftlichen Leben der Außenwelt eng verbunden und unterliegt dem Einfluß des allgemeinen Wirtschaftsverkehrs. Eine wesentliche Bedingung für den Fortschritt ist es, daß wir unsere Kräfte anspannen, tun eine Kette zwischen unserem Handel und dem Welthandel zu schließen, und daß wir alle Entwicklungen und Neuerungen auf industriellem und auf landwirtschaftlichem Gebiete in den anderen Ländern ver• folgen. Diesem Ziele soll die Levante-Messe dienen. Die Messe ist ein kommerzieller Sammelpunkt für die Länder in Ost und West, ein Treffpunkt für Produzenten und Konsumenten aus so entlegenen Weltpunkten, wie New York und Bagdad, Ferner Orient und Osteuropa. Der hier hergestellte Kontakt wird zum Ergebnis haben, daß neue Märkte für die Produkte unseres Landes gefunden werden uni ül1if*§. Industrie,;,«14 unser«. LMäefctsc&stlr. Auftrieb bekommen. Fabrikanten, Handwerker und Landwirte in Palästina müssen dessen eingedenk sein, daß ihre Beteiligung an der Levante-Messe in ihrem eigensten Interesse liegt Diese Messe bietet jedem Produzenten eine einzigartige Gelegenheit, vom anderen Produzenten zu lernen. So wird unter den Produzenten ein gesunder Geist des Wettbewerbs mit dem Ziele: Verbesserung der Qualität und der Verkaufsmethoden und Reduzierung der Herstellungskosten, geweckt Eine nicht weniger große Bedeutung kommt der Messe vom Standpunkt der Gewinnung der großen konsumierenden Oeffentlichkeit zu. Die Hauptabteilungen der Levante-Messe und -Ausstellung sind die landwirtschaftliche Sektion, die allgemeine Industriesektion, die Sonderabteilungen für Industriemaschinen und elektrische Installation, für elektrische Motoren, der Radio-Salon, die Automobil-Halle, die Motorrad- und Zweiradabteilung, die Abteilung für chemische Industrien, die Schreib-, Näh- und Rechenmaschinenabteilung, die Textilabteilung und der Saal der musikalischen Instrumente. Die Levante-Messe illustriert den Fortschritt Im Kulturleben Palästinas. Durch Diagramme, Modelle, Photographien und andere Objekte demonstriert sie, was in erzieherischer und sozialer Hinsicht in der Hygiene und im kooperativen Aufbau geleistet worden ist. Alle Bürger Palästinas sind eingeladen, sich an diesem großen Unternehmen, das die in diesem Lande auf allen Gebieten geleistete friedliche Arbeit und den erzielten Fortschritt symbolisiert, zu beteiligen. Bürger Pa• lästinas! Die Levante-Messe und -Ausstellung ist der Förderung Eures gemeinsamen Wohls gewidmet! Dies ist für manche heute schon ein Trost. Und gewiß ist es von Bedeutung, daß die Psychose nicht noch stärker gewirkt hat. Aber daß ein Sieg Hitlers überhaupt eine ernsthaft diskutierte Möglichkeit war, genügt schon zur Charakteristik der Lage. Und diese Lage muß man sich im Spiegel der Ziffern näher betrachten. Noch halten Hitlers Gegner das Uebergewicht, gedeckt hinter dem stärksten Namen, den auf Grund von Traditionen des alten Deutschland, auf Grund von Erinnerungen an Kriegstaten und eines charaktervollen Patriotismus in der Nachkriegszeit Deutschland heute aufzuweisen hat. Dieses Ergebnis ist der Besonnenheit und Selbst- Verleugnung der sozialdemokratischen Arbeiterschaft zu danken. Aber selbst Hindenburgs Prestige vermochte die Anhänger deutschnationaler Denkungsart nicht zu einer Entscheidung zugunsten der gegenwärtigen Reichsverfassung, für die Hindenburg einsteht, zu bewegen. Noch weniger hat auf sie das Motiv gewirkt, van dem sich naive Gemüter am meisten versprechen: der Wunsch, sich von Hitler zu distanzieren. Ist doch in manchen jüdischen Kreisen die Meinung verbreitet worden, daß eine beträchtliche Zahl konservativ denkender Deutscher sich dem Nationalsozialismus wegen dessen ״kati- 131/2 Millionen für Hitler I!11! tt ל!!4 f! 3 ׳11

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