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Jüdische Rundschau · 1932-03-11 · Heft 20 (11.3.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 20 (11.3.1932)
Date
1932-03-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Was wir vom preußischen Zandtag verlangen Einzelnummer 0,25 Golamark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u.Freitag. Bezugspreis beider Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Auslandsabonnements worden in der Währung dar einzelnen Lander berechnet Anzeigenpreis: 8 gesp. Nonpareillezeile 0,50 G.-M. Stellengesuche 0,25 G-M. Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m. b.H״ Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Poetacheek - Konten : Berlin 17392, Baael V 9355, Belgrad 68032. Brüeeel 39433, Budapest 59693, Danzig 1973. Haag!40470, Prag 59410, Riga 4155, Strasaburg 16430, Warschau 190708, Wien 156030. Bank 'Konten: Darmatädter - «red Natkm&Tbank, Depositen Kaste Berlin, KurHuretendamm 52; Rumänische Kreditbank, Ceraauti (Rumänien); Anglo Palestine Co. in Haifa, Jerusalem, Tel -Aviv Nummer 20 | Berlin, 11. III. 1932 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. ג׳ אדר שני תרצ״ב | xxxvii. j*1»rg. Par Zionismus •ritubt für da» JÜdlicK• Volk <11• Schaffung •ln«r öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Basaler Programm.'• Neue Heflioden der Wasserbohnuig Eine für Palästina Prof. Warburg teilt uns über «ine vermutlich auch für Palästina wichtige Methode zur Ermittlung der unterirdischen Wasserverhältnisse folgendes mit: Eine geophysikalische, auf Bestimmung des elektrischen scheinbaren spezifischen Widerstandes beruhende Methode wurde im vergangenen Jahre zum ersten Male mit Erfolg zur Erforschung unterirdischer Wasserverhältnisse benutzt. Es gelang den Herren Dr. W. Stern vom Geologisch-Mineralogischen Institut der Universität Köln sowie seinem Mitarbeiter A. Löhnberg, im Karstgebirge Schichtgrenzen und Grundwasserniveaus, zum Teil auch deren horizontale Erstreckung und Mächtigkeit bis auf 90 m Tiefe mit Intervallen von 1 m (von 0—12 m Tiefe) und mit Intervallen von 3 m (von 12 bis 90 m Tiefe) festzustellen, und dabei zwei stockwerkartig übereinanderliegende Grundwasservorkommen (bei etwa 7 m und 54 m Tiefe) nachzuweisen. In der Annahme, daß diese Methode für die Orangenzone der Küstenebene Palästinas von Bedeutung sein könnte, welche Vermutung mir auch vom Geh. Bergrat Dr. Range, der die geologischen Verhältnisse Palästinas ausgezeichnet kennt, bestätigt wurde, wandte ich mich an Dr. Stern und erhielt von ihm die erfreuliche Mitteilung, daß er bereit sei, in den Monaten August bis Oktober solche Arbeiten in Palästina durchzufiihren. Da er über die instrumentale Ausrüstung verfügt, die außer ihm benötigten 2--4 Arbeiter und der Geologe ln Palästina zur Verfügung stehen, so werden die Kosten dieser hydrologischen Forschung nur sehr geringe sein. Ich habe den Vertreter der Geologie an der Universität Jerusalem, Dr, wichtige Erfindung Picard, beauftragt, sich mit den dafür in Betracht kommenden Stellen, Nationalfonds, Kolonisationsabteilung•, evtl. Pica sowie den größeren Pflanzungsgesellschaften in Verbindung zu setzen und zweifle nicht, daß wenigstens einige dieser Stellen soviel Interesse zeigen werden, um die paar tausend Mark, die für die Expedition nötig sind, zusammenzubringen. Da Dr. Stern mir mitteilt, daß bei 2 Arbeitern 1—2 Tiefenmessungen bis zu 50 m, bei 4 Arbeitern die doppelte Tagesleistung gemacht werden könne, so ließe sich bei 60 Arbeitstagen eine ziemlich große Menge Messungen bewerkstelligen. Es ist also immerhin möglich, daß noch Zeit sein wird für Beteiligung privater Interessenten, die vor Ansetzung von Bohrungen die Tiefe und Mächtigkeit der wasserführenden Schichten feststellen wollen. Es wird am einfachsten sein, wenn diese sich direkt mit Dr. Picard, p. Adr. The Hebrew University, Jerusalem, in Verbindung setzen. Sollte sich die Methode, was anzunehmen, in Palästina bewähren, so würde sie wohl auch für den Emek und eventuell sogar für den Negeb große Bedeutu n g erlangen, ferner auch für die höher gelegenen Gebiete der Küstenebene, zur Beschaffung von Wasser für den Hausstand, das Vieh und eventuell auch für Gemüse. Jedenfalls würden dann teure Fehlbohrungen vermieden werden. Ob die Methode sich später vielleicht auch im eigentlichen Gebirge mit Vorteil verwenden lassen wird, läßt sich natürlich vorläufig noch nicht übersehen; es ist aber nicht unwalirscheinlieh, da auch dort, wie die zahlreichen Quellen zeigen, hier und dort wasserführende Schichten in nicht übergroßer Tiefe auftreten. Presseschau Nechmsli Jfidiidt - arabische Verständigung*vorschlfi{*e Der indische Journalist, der gemäß den inzwischen von der Zionistischen Exdgiw gegebenen Aufklärungen der Vf« nener ־»יל <jer 4’sogenannten׳ AB bas tinmi- Vorschläge ist, richtete an aen arabischen ’״Fete81in" einer! Brief, worin er sich nochmals für den Gedanken einer jüdisch-arabischen Verständigung einsetzt. In dem Briefe wird erklärt: ״Ich schreibe an Sie namens einer Gruppe internationaler, politisch interessierter Menschen, die über die Probleme des Nahen Ostens nachgedacht haben. Wir alle stimmen darin überein, daß die künftige Sicherheit des Nahen Ostens in der Zusammenarbeit aller Völker der Türkei, Palästinas, Transjordaniens. Arabiens und Mesopotamiens liegt. Das alte System eines Einheitsreiches gehört der Vergangenheit an. Wir glauben aber, daß man mit Erfolg ein anderes System aufbauen kann, nämlich eine Föderation, die auf dem gemeinsamen Willen aller Völker dieses Ländergebietes beruht. Um dies durchzuführen, müssen wir uns aber von der Beherrschung durch europäische Mächte befreien. Diese Befreiung ist unser oberstes Ziel. Palästina bildet den Mittelpunkt der künftigen Neugestaltung schon infolge seiner historischen Bedeutung für drei Weltreligionen. Wir glauben, daß der künftige Fortschritt der Menschheit in der Zusammenarbeit aller Völker, in gegenseitiger Toleranz und Entgegenkommen besteht. In Palästina sind Moslems und Juden unter besonderen Begleitumständen zusammengeführt worden. Die Juden sind nach Palästina zurückgekommen im Vertrauen auf die Versprechungen der Westmächte, um ihr Nationalheim aufzubauen. Die Rücksicht auf die Moslems ist nach der Niederlage der Türkei in den Hintergrund getreten. Nur der Kraft der lokalen Bevölkerung ist es zu danken, daß die palästinensischen Araber nicht völlig ausgetrieben worden sind. Dann folgte eine Anerkennung des Rechtes der Araber, unter der palästinensischen Sonne zu leben. Die Araber haben ihre Rechte nicht durch Gewalt, sondern durch die Kraft ihrer moralischen Ansprüche durchgesetzt. Was die Zukunft betrifft, glauben wir, daß die Juden sich mit der gegenwärtigen Sachlage abfinden werden. Ebenso glauben wir, daß die Araber die Unvermeidbarkeit der Situation zu begreifen beginnen.“ Im An- Schluß an diese Darlegung betont der Briefschreiber die Notwendigkeit einer jüdisch-arabischen Verständigung und gibt in zehn Punkten eine kürzere Zusammenfassung der bereits aus früheren Veröffentlichungen bekannten Vorschläge und fügt hinzu: ״Wir bitten die arabischen Führer, unsere Anregung zu prüfen, und wenn sie annehmbar ist, sind wir bereit, konstruktive Detailvorschläge zu machen.“ Der Brief ist unterschrieben von Wischnu Karandikar. ״Felestin“ führt in einem Leitartikel dazu aus, der briefschreibende Inder sei kein Moslem, sondern ein Hindu, und empfiehlt ihm, sich lieber der Sache eines Ausgleichs zwischen Hindu und Moslems in Indien zu widmen, statt sich in die arabischen Angelegenheiten zu mischen. ״Felestin“ fügt hinzu, die Vorschläge scheinen ein zionistisches Erzeugnis zu sein, weil die Zionisten durch die Finanznot in eine schwere Lage gekommen sind und einen Ausweg suchen. So wollen manche von ihnen wenigstens die bisher schon erreichten Siege durch eine arabische Anerkennung sichern. * Das palästinensische arabische Organ ״AI Dschamia“ behauptet, der Exkhedive Abbas Hilmi habe die türkische Regierung um Entlassung aus dem türkischen Staatsverband gebeten und beabsichtige, sich um die palästinensische Staatsbürgerschaft zu bemühen. Er hoffe wohl, dann mehr Aussichten auf den palästinensischen Thron zu haben. (Die Nachricht ist unwahrscheinlich, da zur Erwerbung der palästinensischen Staatsbürgerschaft ein zweijähriger Aufenthalt im Lande Voraussetzung ist.). Zum Tode Aristide Briands Um den verstorbenen Aristide Briand trauert nicht nur Frankreich, sondern die ganze Kulturwelt. Auch das jüdische Volk und die zionistische Bewegung verliert in ihm einen aufrichtig* freund. In Briand vm die Idee des Wohlwollens, der Szcev»!er.ti» varkürpert. .•ilws?- kke und nicht eineg Parteiprogramms. Wenn man Warf reden hörte oder wenn man gar das Glück hatte, ihn persönlich kennenzulernen, dann empfing man den Eindruck eines Mannes, der weniger zeitgebunden war als alle anderen Staatsmänner, die in der Politik des Alltags größeren Einfluß hatten als Briand. Weit über die Interessen seines eigenen Volkes emporgewachsen, hatte Briand die feine Witterung für ewige allmenschliche Kulturwerte. Diese Gabe, abgesehen von zweifellos vorhandenen realpolitischen Erwägungen, ließen Briand einen entschiedenen Anhänger der zionistischen Be- Strebungen sein. Stets war Briand im Laufe von vielen Jahren bereit, auch den Juden Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und sich für die Errichtung des Jüdischen Nationalheims in Palästina einzusetzen. Aber nicht die Tatsache allein ist ausschlaggebend, daß er sich als französischer Minister- Präsident oder als französischer Außenminister willig den zionistischen Bestrebungen zur Verfügung gestellt hat; vielmehr war bei dieser seiner Grundhaltung das Wie entscheidend, das alle seine Schritte und Maßnahmen kenn zeichnete. Man übertreibt nicht, wenn man behauptet, daß die Sache des Jüdischen Nationalheims für Aristide Briand eine Herzens- Sache gewesen ist: die Einfachheit und Liebenswürdigkeit, mit der der vielbeschäftigte Staatsmann sich Zeit abzuringen verstand, um manchmal viele Stunden zionistischen Angelegenheiten zu widmen, hinterließen bei allen, die mit ihm in diesen Fragen zu tun hatten, diesen Eindruck. Das Andenken Briands wird in der ganzen Welt geehrt werden. Auch bei uns Juden wird Briand in liebevoller Erinnerung als ein Gerechter unter den Völkern fortleben, der in seiner großen Menschlichkeit Verständnis hatte für die Bedeutung des jüdischen Volkes in der Kulturgeschichte der Welt und für das Werk der jüdisehen Sammlung zur Schaffung eines Mittelpunktes für die Judenheit und den jüdischen Geist. s. n. Zur Makkabiah Die Zionistische Vereinigung für Deutschland wünscht, daß alle in Deutschland lebenden Zionisten ihr Interesse der Ersten Makkabiah in Palästina zuwenden. Diese Veranstaltung des Makkabi-Weltverbandes Ist von hoher Bedeutung für die ztonistische Jugendbewegung der ganzen Welt. Tausende junger Zionisten betreten zum ersten Male den Boden von Erez Israel und können in ihrer ganzen Entwicklung entscheidend durch das mit der Makkabiah verbundene Palästina-Erlebnis beeinflußt werden. Die Eindrücke weniger Tage, empfangen Im palästinensischen Frühling, in der Gemeinsamkeit mit vielen Hunderten von gleichgesinnten Kameraden, Gesinnungsgenossen und Freunden, werden sich bei vielen so verdichten, daß ihrem ganzen Leben eine neue Wendung gegeben wird. Aus tausend aktiven Turnern und Sportlern erwächst uns sicherlich durch die Makkabiah eine große Schar ergebener und pflichttreuer Diener der zionistischen Idee. Wir hoffen, daß die Veranstaltungen der Makkabiah in unserer Jugend das große Glücksgefühl bei der Berührung mit dem göttlichen Boden unseres Landes erzeugen wird und daß die überschäumende Freude einer glückhaften Turnfahrt die gute Grundlage für ernste zionistische Erziehungsarbeit bilden wird. Zionistische Vereinigung für Deutschland Kurt Blumenteld. Zum Wahltag Die Reichspräsidentenwahl ist diesmal in Teutschland zu einem Ereignis geworden, das die deutsehen Juden nicht nur als Staatsbürger mit bestimmten politischen Anschauungen, sondern als Juden in hochstem Maße angeht. Man weiß, worum es diesmal geht. Den Nationalsozialisten ist es gelungen, alle anderen Fragen hinter der einen zurücktreten zu machen: Soll Deutschland nationalsozialistisch regiert werden oder nicht? Nationalsozialistisch, — das bedeutet für die deutschen Juden, ganz abgesehen davon, was es sonst noch bedeuten mag, die Aufrichtung eines Systems der Entrechtung, wie es noch in keinem Kulturstaät nicht einmal im zaristischen Rußland, verwirklicht war. Im offiziellen nationalsozialistischen Programm steht geschrieben, daß den Juden das Staatsbürgerrecht entzogen werden soll, daß ihnen auch viele private Rechte genommen werden sollen, und was sonst von dieser Seite an antisemitischem Terror angedroht wird, ist allgemein bekannt. Der skrupellosen Handhabung antisemitischer Propaganda verdankt die nationalsozialistische Partei einen guten Teil ihres Aufstiegs, und diese Propaganda wurde so tief in die Seelen der Anhänger und Mitläufer gepflanzt, daß es weitsichtigeren politischen Führern kaum möglich sein dürfte, diese Entwicklung rückgängig zu machen, selbst wenn sie es wollten. Man hört jetzt manchmal von jungen Inteliektuellen, die sich dem Nationalsozialismus angeschlossen haben, der Antisemitismus sei nur ein Kampfmittel der Partei gewesen und trete jetzt in vielen nationalsozialistischen Kreisen zurück; diese jungen Leute wissen offenbar selbst nicht genau, mit wem sie sich verbunden haben und wie tief die Saat, die der Nationalsozialismus ausgestreut hat, in den Herzen und Gehirnen der deutschen Kleinbürger in Stadt und Land Wurzel gefaßt hat. Wir selbst haben uns manchmal bemüht, die fdiW!le»«e; #?*, Ntttantlioziilimi•, wie sie da »14 dort fonnüUart wurd«, *»«Miitigig von idatn aatiaamiHaclMt Programm, als romantisches Erneuemngsstreben zu wer? ten, denn wir sind es uns selbst als Juden schuldig, die Tatsache dieser Bewegung nicht zu bagatellisieren, ja wir werden auch unsere eigene Lage nur dähn richtig erkennen, wenn wir Erscheinungen wie den National- Sozialismus nicht mit Kulturhochmut einfach gering■? schätzig abtun, sondern nach seiner eigenen Gesetzlichkeit zu erkennen versuchen. Aber um so weniger verhehlen wir uns, daß der Nationalsozialismus als politische Kr^ft mit den brutal antisemitischen Instinkten, die er entfesselt hat, als eine ungeheure Bedrohung der jüdischen Existenz in Deutschland vor uns steht. Daher ist die Frage, ob der Nationalsozialismus ans Ruder gelangen soll, auch für die Juden heute die entscheidende politische Frage Deutschlands. Während die deutschen Juden sonst keineswegs eine politische Einheit sind, auch niemals bei Wahlen als solche hervorgetreten sind, sondern entsprechend den sachlichen, Wirtschaftliehen oder kulturellen Interessen des Einzelnen allen deutschen Parteien, von denen sie nicht ausgeschlossen sind, zugehören, steht diesmal eine so prononcierte Ent- Scheidung, die so eng mit dem Jude-Sein jedes Juden zusammenhängt, auf dem Spiel, daß die Haltung der deutschen Juden ohne weiteres klar ist. Bei diesen Wahlen geht es ja nicht darum, spezielle politische Gesinnungen zu demonstrieren. Große politische Gruppen Deutschlands haben darauf verzichtet, eigene Kandidaten aufzustellen, in der Erkenntnis, daß eine Zersplitterung gegenüber dem gemeinsamen Gegner nur nachteilig sein kann. Es gibt in der Politik — und gerade das macht ihr Wesen aus — eine Rangordnung der Interessen. Politik ist, was leider nicht immer genügend verstanden wird, die Kunst des Verzichtes auf das geringere Interesse zugunsten des in einem bestimmten Moment ausschlaggebenden. Man kann nicht, wie es naive Menschen immer wieder gern möchten, ohne Verzicht auf gewisse Nuancierungen den gewünschten Effekt erreichen. Politisch wenig geschulte Völker neigen sehr zu solchen Wünschen, und die Juden, gewohnt an feine Nuancierungen in geistiger Auseinander- Setzung, gehören vielfach zu diesen Unpolitischen. Oft hat auf Zionistenkongressen Dr. Weizmann, der jüdische Führer zu politischem Denken, den Juden vorgehalten, daß es nicht möglich sei, wie es im englischen Sprichwort heißt, ״to eat the cake and have it“, den Kuchen zu essen und ihn trotzdem noch weiter zu behalten. Dies bezog sich auf politische Situationen im Zionismus, aber es gilt überall. Wir kennen auch aus unserem zionistisehen ״Parlamentarismus“ den nicht seltenen Fall, daß Gruppen sich bemühen, eine Majorität gegen ihr eigenes undurchführbares Programm zustande zu bringen, um dann, in dem sicheren Bewußtsein, daß doch eine

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