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Jüdische Rundschau · 1932-02-12 · Heft 12 (12.2.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 12 (12.2.1932)
Date
1932-02-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer OßS Goldmark Deutsch-füdhehe Tragik (Zur Reirhupräsidenienxvahl) JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag uJreitag. Bezugspreis bei derErcpedidon monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5*75 Goldmark. Au1üandsabatmem«*1ls werden in der Wähmag der eioxdhesi Länder berechn״!. Aiireigenpreiä' 8 tespe NoupareÜlered© Q£0 G.-M. Stellangesuche 0,25 G--M. Nummer 12 | Berlin, 12. IL 1932 Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwalt ung: Jüdische RundschauG.tn.b.H.,Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon! J I Bismarck 716570־. A1yreig««1»chluB' Di«o!t«g und Freitag nachmittags 4Ubr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Po.!־check .K oa t•n : Berlin 17392, B־*־d V 9355, Belpr.d «»032, Brune] 39433, Budapest 59693. Dürfe »73, Haas 140470, 'Prag 59410. Rfe» 4155. Strs»burR »430, Warschau 190708, Wien 156030. Beek - Kon! <! n : D*rm«tä d!«r * und Natjona.lb0.uk, Depositen ״ K,«« Berlin, KurfümteucJamtn 52. Ruminiach» Kreditbank, Cern.uti fRumäiuen); Anclo Pa!e«tme Co. tn Haifa. Teruaalem. Tel ־Aviv Par Zionismus erstrebt für da» jüdische Vclk die Schaffung einer tfffentllch rechtlich gesicherten Helmstitte In Palästina. ״Baseler Programm.» Fälschung oder Fühler? Die myslerfösen Versländigungsvorschlädc Die an^eblidie Abbas Hilmi - Plattform veröffentlicht ) Erich Buchholzj Die Zionistische Vereinigung für Deutschland hat durch den Tod von Dr. Erich Buchholz einen schweren Verlust erlitten. Das Leben von Erich Buchholz wurde bestimmt durch die Erfüllung der zionistischen Pflichten. Seit seiner Jünglingszeit war er, der bis zum letzten Tage seines Lebens ein Lernender war, ein Erzieher und. Lehrer im Zionismus. Feind aller Redensarten versuchte er, für jeden Begriff das richtige Wort zu finden, durchdrang mit scharfem Sinn die Geheimnisse der Sprachen und bemühte sich, geschult durch klassische Philologie und deutsche Sprachwissenschaft, im Hebräischen den klaren Ausdruck für sein eigentliches Streben zu formen. Als Mensch von angvspannter Geistigkeit erfüllte er die Anforderungen der Stunde. Sein zionistischer Charakter duldete keine Kompromisse, verlangte klare und ehrliche Entscheidungen in allen menschlichen und politischen Angelegenheiten. Er lebte den echten zionistischen Radikalismus, dessen Todfeinde Demagogie und sentimentale Allgemeinheiten sind. Andere, vor allem aber sich selbst, stellte er immer wieder vor das Entweder-Oder. Für ihn gab cs kein passives Dahingleiten. Immer bewußt, immer auch mit einer gewissen Gewaltsamkeit in der Disziplinierung der eigenen Persönlichkeit, führte er sein Leben. Im Galuth bedurfte es seiner Meinung nach solcher IJebersteigerungen, in Erez Israel könnte es einmal ein ausgeglichenes, in sich ruhendes Leben geben. Ein solches Leben, wie es Erich Buchholz führte, wird schneller vollendet als das Leben beruhigter Menschen. Ein echter Kämpfer lebt, solange ihm die Kraft reicht, ln seinen letzten Gedanken sah er Frau und Kinder in Palästina. Erich Buchholz gehörte zu den tragenden Persönlichkeiten der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Sein Name wird nicht vergessen. KurtBlumenf eld. * Aus den Hamburger Freundeskreisen des Verstorbenen erhalten wir nachstehende Würdigung: Mitten aus einem Dasein, das so reich war an Pflichttreue wie an führerischer Wirkungskraft, an zionistischer Hingabe wie an beruflichem Erfolg, ist Erich Buchholz von uns gegangen. Eine große Schar von Gesinnungsgenossen und Freunden, all kBit denen er In gesegneten׳ Jahren steter Tätigkeit für unsere aae<mjpsctrlfch .tusd 4@oijrf«ch ®«lefeiopmen Ist».,'alle, we itf ihm ,aäi 'Überlegenen ׳Führer, eine aer großen' Hoffnungen der Bewegung, den reifen, klugen Berater, den treuen Gefährten sebitren und ehren gelernt hatten, stehen erschüttert vor dem tragischen Waltep eines unerbittlichen Schicksals. Erich Buchholz kam vor! der deutsch-zionistischen Jugend her; nach dem Kriege war im Blau-Weiß der hervorragendste Repräsentant der Richtung, die über den stürmischen Elan dieser Generation hinaus eine Synthese mit den Bildungswerten unseres geistigen Heute anstrebte: ln diesem. Willen, zu einer Bindung der Kräfte jüdischer Wiedergebürt mit den besten Gehalten abendländischer Kultur vorzudringen, blieb er sich in all den Jahren treu, in denen er, zuerst als Führer und vieljähriger Vorsitzender der Hamburger Zionistischen Vereinigung, dann bald weit über die Grenzen Hamburgs hinaus, in unseren Kampf eintrat: ein Mitklmpfer, dessen sicher abwägenden Rat man bald zu schätzen, auf dessen Zuverlässigkeit man bald zu vertrauen lernte. Die ״Befriedung" der widerstreitenden seelisch-kulturellen Elemente zu einer schöpferischen Ganzheit, jenen Prozeß, den er, im jüdischen, mit ״Schaloin“, im Allgemein-Kulturellen, oft genug mit dem hellenischen Wort ״Kalokagathia", ״Ausgeglichenheit", bezeichnefe: ihn zu verwirklichen, war sein Lebensplan, dem er noch in seiner letzten öffentlichen Ansprache, anläßlich des Hamburger Besuchs Bialiks, ergreifenden Ausdruck gab. Sein Lebensplan . . . Wir stehen fassungslos, wir alle, die ihn kannten, denen er etwas war: Ein Zionist, dem Zionismus die ״zentrale Sache“ seines Lebens geworden war. Der Führer, Freund, aus glücklichem Familienleben in der vielleicht besten, hoffnungsvollsten Zeit seines Lebens fortgerissen. Unsere Trauer ist ohne Trost — es sei denn der eine: er bleibt uns unvergessen, unser Erich Buchholz, Hamburg. Alfred Kupferberg. Am Mittwoch, dem 10. Februar, nachmittags 4 Uhr, fand auf dem Friedhof in Altona die Beerdigung statt. Die Beteiligung war außerordentlich groß, die Trauer in allen Kreisen tief und echt. Bei der Trauerfeier entwarf Rabbiner Dr. Carlebach ein Bild des Verstorbenen, schilderte seine hohen Gaben auf allen Gebieten, seine geistigen und jüdischen Kräfte und seine Fähigkeiten im wirtschaftlichen Beruf. Der Altonaer Oberbürgermeister Brauer sprach im Namen der Stadt Altona und als Mitglied des Aufsichtsrates der Hobatia-Werke, deren Direktor Dr. Buchholz war. Der Geisteswissenschaftler Buchholz hat, so sagte er, durch ganz ungewöhnliche wirtschaftliche und organisatorische Fähigkeiten dieses große Unternehmen, das heute tausend Arbeiter beschäftigt und an dem die Stadt Altona beteiligt ist, so vorbildlich geleitet und entwickelt, daß es schwer1 sein wird, einen gleichwertigen Nachfolger zu finden. Von dem! sozialen Wirken von Dr. Buchholz erhielt man einen Eindruck hei der Rede des Vertreters der Arbeiter der Holsatia- Werke. Die Arbeiter liebten Buchholz, der ihr Freund und Berater war, in dem sie einen aufrichtigen Wahrer ihrer Interessen erblickten. Es sprachen dann noch Dr. Nearaann, der Sohn des früheren Besitzers der Hobatia-Werke, Dr. Heinrich Strauss für die persönlichen Freunde und zum Schluß Kurt Blum enf eld für die Zionistische Vereinigung für Deutschland und für das Präsidium des Kartells Jüdischer Verbindungen. High Commissloner Sir Arthur Wauchope hat dem ihm vom Präsidium des Makkabi-Weltverbandes unterbreiteten Wunsche Folge geleistet und das Protektorat über die Makkahiah, die Jüdischen Tum- und Sport-Kampfspiele Frühjahr 1932 in Tel-Awiw, übernommen. Wir haben in der vorigen Nummer die an die Oeffentlichkeit getretenen Nachrichten über angeblich von den Arabern ausgehende Vorschläge m einem jüdisch -arabischen Ausgleich in Palästina veröffentücht. In einer Pressekonferenz der Revisionisten wurde diese Angelegenheit in sehr ungenauer Form in die Oeffentlichkeit gebracht, ohne daß der Redner, Herr Qroßmann, sagen konnte, von wem die angeblichen Vorschlage ausgehen und ob sie ernst zu nehmen sind. Die Revisionisten hatten offenbar die Absicht, eine heftige politische Kontroverse nicht nur zwischen Juden und England, bzw. Juden und Arabern, sondern insbesondere innerhalb des zionistischen Lagers heraufzubeschwören und sich gleichzeitig dem jüdischen Publikuin als Retter des Vaterlandes zu empfehlen, nachdem sie sich des schlechten Eindruckes, den ihre auf der Warschauer Konferenz enthüllte politische Ratlosigkeit geboten hat, bewußt geworden sind. Es wurde bereits in unserer vorigen Nummer mitgeteilt, daß die Zionistische Exekutive die sogenannten Vorschlage kennt, aber mit Rücksicht auf die Quelle, aus der die Nachrichten stammen, zunächst keinen Anlaß sieht, der Sache eine reale politische Bedeutung beizumessen. Selbstverständlich ist in einer solchen Situation nichts anderes möglich, als zu untersuchen, ob hier eine journalistische Sensation, bzw. Fälschung vorliegt oder ob der Angelegenheit irgendein realer Sachverhalt zugrunde liegt. Wir haben Grund zu der Annähme, daß das englische Kolonialamt bisher nicht im Besätze der angeblichen Vorschläge ist und sich daher mit der Sache׳ auch'nicht befigt. Unter diesen Üinsünäen;kaMnJSF 'keinem vernünftlgen Zweck dienen, sich mit dem Inhalt der Vorschlage zu befassen. Doch ist das ganje bisher geheim gehaltene Dokument nunmehr von der Jüdischen Telegraphen-Agentur veröffentlicht worden. In der Einleitung zu dieser Veröffentlichung weist die J. T. A. selbst darauf hin, daß über den Charakter des Dokumentes nichts in Erfahrung gebracht werden konnte. Die Ansicht, es handle sich um eine glatte Fälschung, ist jedenfalls überaus verbreitet. In der Tat besteht zunächst kein Anhaltspunkt dafür, daß die vom Mufti, in dessen Namen der Brief geschrieben sein soll, geführte arabische Politik wirklich eine so außerordentliche Schwenkung vollzogen haben sollte. Wir begnügen uns daher damit, die Veröffentlichung der J. T. A. unverändert abzudrucken, ohne zunächst uns in eine Diskussion der Vorschläge selbst, die übrigens auch in dem Dokument nur als ״vorläufige Basis", als Ausgangspunkt einer Unterhandlung, bezeichnet werden, einzulassen. Die J.T. A. schreibt: Der Jüdischen Telegraphen-Agentur wurde die Abschrift eines Dokuments übergeben, das seit einigen Tagen in gewissen Londoner Kreisen in Umlauf ist und das angeblich Vorschlage des Ex-Khediven von Aegypten, A b b a s Hilmi Pascha, zur Schaffung einer Grundlage für eine arabischjüdische Zusammenarbeit enthält, Ueber die Echtheit des Dokuments konnte nichts Sicheres in Erfahrung gebracht werden. Manche Politiker halten das Ganze für eine Erfindung; andere glauben, daß die führenden arabischen Kreise tatsächlieh dieses Dokument als Fühler in die Welt ausgesandt haben, um in Erfahrung zu bringen, wie ein solcher Plan von der jüdischen Welt aufgenommen werden wird; wieder andere halten die Möglichkeit nicht für ausgeschlossen, daß das Ganze eine Provokation intransigenter Politiker darstellt, die den Zweck verfolgt, von jüdischen Führern und der jüdischen Presse die Erklärung herauszulocken, daß sie sich mit nichts geringerem als einem jüdischen Staat zufrieden geben werden. Das Dokument, das aus einem Begleitschreiben und dem eigentlichen Plan besteht, sei deshalb mit den notwendigen Vorbehalten nachstehend wiedergegeben. Sehr geehrter Herr! Von Seiner Eminenz, dem Groß -Mufti, wurde ich gebeten, Ihnen die uns von Seiner Hoheit A b b a s Hilmi, Ex-Khediven von Aegypten, gemachten Vorschläge nebst der Meinung der arabischen Exekutive zu denselben zu übermitteln. Sie werden sich erinnern, daß sich die ersten Vorschläge als für uns völlig unannehmbar erwiesen haben. Diesen Vorschlägen aber wenden wir unsere ganze Aufmerksamkeit zu, und wir würden es als eine große Hilfe für uns ansehen, wenn Sie uns Ihre und die Ansichten unserer Freunde in England freundlichst zuleiten würden. Die neuen Vorschläge stellen es als notwendig hin, Palästina als einen einzigen geschlossenen Staat bestehen zu lassen, der sich allmählich einer Arabisehen Föderation anschließen könnte. Dies spricht uns an, andererseits gibt es in der Arabischen Exekutive eine Gruppe, die diesem Plan entschieden opponiert. Es besteht immer noch das Gefühl, daß wir — hauptsächlich wegen unserer inneren Differenzen in der Vergangenheit — unser Mutterland an ein Volk verloren haben, das vor Jahrtausenden das Land verließ und das sich nun seinen Reichturn und politischen Einfluß zunutze macht, um uns unseres Bodens zu berauben. Es war schwer, dieses Gefühl zu überwinden, gleichzeitig aber muß anerkannt werden, daß' sic in das Land gekommen sind, und daß es nicht mehr möglich sein wird, sic 1 o 5 z u w e r <1 e n. Wir verstehen niriii, warum Syrien eine. Verfassung bekommen soll, und wir nicht., Die von Seiner Hoheit gestellte Hauptfrage ist: Können wir zu einer Verständigung mit den Juden kommen una das große Hindernis in unserem Wege forträumen? Wir werden dankbar sein, wenn Sic der Zusammenfassung der von Seiner Hoheit vorgebrachten Vorschläge ihre Auftnerksamkc.it zuwenden und uns dies wissen lassen werden. Viele Freunde in der Arabischen Exekutive, unter ihnen Seine Eminenz selbst, harren Ihres Rates und Vorschlags. Ich bin Ihr ergebener . . . (folgt Unterschrift) Die Vorschläge: Das Hauptprinzip, auf dem in Zukunft der Staat Palästina basieren muß, ist eine starke einheitliche Zentralregierung, gebildet auf konstitutionelle Art in Uebereimtfmmung mit den Volkswünschen, die sich ausdrücken durch einen gewählten Rat, dem Vertreter der Landesbewohner angehören. Es wird vorausgesetzt, daß die arabische und die jüdische Gemeinschaft wünschen, in Harntonle miteinander zu leben und für das Wohl des und sich selbst regierende Länder einnimmi- '7. Araber und Juden müssen zu einem restlosen El«- Verständnis über die Angelegenheiten gegenseitigen Interesse» gelangen, bevor sie gemeinsam daran gehen können, die Neubelebung Palästinas als eines selbständigen Staates herbeizuführen• In Jerusalem oder in einem anderen beiden Tellen genehmen Orte soll eine Round Table-Konferenz zwischen den arabischen und den jüdischen repräsentativen Führern abgehalten werden, in der unter dem Vorsitz einer von beiden Parteien akzeptierten und von der englischen Regierung gebilligten Persönlichkeit alle Differenzpunkte zwischen den beiden Gemeinschaften behandelt werden. 1. Die Round Table-Konferenz erörtert die künftige Verfassung Palästinas; 2. setzt die Bedingungen fest, unter denen arabische u!(d jüdische Vertreter zu einer Zusammenarbeit bereit wären; 3. erörtert die Möglichkeit einer Sicherung a) der Geschlossenheit Palästinas,b) des Ideals eines Nationalheims f ü r d i e J u d e n, c) der Wahrung der Rechte und Privilegien von Arabern, die seit mehreren Jahrhunderten das Land besaßen. 4. Zu den zur Erwägung zu stellenden Vorschlägen gehört ein Vorschlag, der sich mit der Einteilung Palästinas in administrative Gebiete auf einer neuen Basis befaßt, dergestalt, daß die Interessen der Juden in einer Verwaltunfsdnheit konzentriert werden, die das Nationalheim der Juden genannt wird. 5. Dieser Distrikt wird einen Teil des Staates Palästina bilden, wird unter einer Verfassung stehen, die der jüdisehen Gemeinschaft volle Autonomie ihrer inneren Angelegenheiten sichert, gleichzeitig ihr ihren angemessenen Anteil an der Regierung des Gesamtlandes garantiert. 6. Sind die arabischen und jüdischen Repräsentanten bereit, diese vorläufige Basis zu akzeptieren, dann ernennt die Round Table-Konferenz ein Subkomitee zur Fest- Setzung der Grenzen des Distriktes, der für das Jüdische Nationalheim reserviert werden soll. 7. Gegenwärtig besteht innerhalb der arabischen Exekutlve eine scharfe Differenz hinsichtlich der Frage, ob das zu reservierende Gebiet genau mit dem Verhältnis der jüdischen zur arabischen Bevölkerung, wie es durch die letzte Volkszählung ermittelt wurde, übereinstimmen soll. Die arabische Exekutive wünscht, diese Fragen mit ihren Freunden zu erörtern und die Ansicht des Komitees in England zu erfahren. 8. Erklären sich die Repräsentanten damit einverstanden, so sollte die Provinz-Administration des jüdischen Distriktes nach den Richtlinien der für Indien entworfenen Provinzverfassung, wie sie der arabischen Exekutive von dem Moulana Schaukat Ali dargelegt wurde, gebildet werden. 9. Die vom Völkerbund aufgestellten Hauptprinzipien für die Behandlung von Minderheiten sollten auf die Minderheitengemeinden im jüdischen wie im arabischen Distrikt angewandt werden. 10. Die Einwohner sollten die freie Wahl haben, innerhalb einer von der Round Table-Konferenz festzusetzenden Frist aus dem einen in das andere Gebiet überzuwandern. 11. Nach Ablauf dieser Frist ist der Status der Minderheiten automatisch ein solcher, als ob sie die Verfassung samt den Bürgschaften für die Minderheiten akzeptiert hätten. 12. Unter keinen Umständen wird bei Behandlung von Personen ein Unterschied hinsichtlich ihrer Rasse oder Religion gemacht 13. Kein die Interessen der Araber oder der Juden berührendes Gesetz wird angenommen,

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