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Jüdische Rundschau · 1932-01-22 · Heft 6 (22.1.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 6 (22.1.1932)
Date
1932-01-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 0£5 Goldmark Christentum und völkische Bewegung JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u.Freitag, Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldtnark. Au»iandsaHmm*m5«mt* werden in der Währung der einxehren Lander berechnet, Atixeigenpreis' 5 geap. NonparetUezeile 0,50 G.-M- Steüengeauch# 0,25 G.-M. Nummer 6 I BerUa, 22.1. 1932 Redaktion, Verlag und Anxeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m. b. H״ Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J l Bismarck 716570־. AnjMH^pmschlcdk DieoMag aad Frtiti! nicbmi tf *g• 4Uhr RedakdonsachlaK Sonntag und Mittwoch nachmittag. Pomch.ck - Koat.a: Berlin 17392, B«*#l V 9355, Be%r«d 68032, BriiM«! 39433, Bnd.p.« 59693, Dtnti« 1973, H*a* 140470, Pr.« 59410, Ri*• 4155, Stf*»hurg 164 30, W.radua 190708, Wim 156030, Bank « Konten: Darrostidter und Natiatialbank, Depositen ־ Kasse Berlin» Kurlüretendamra 52: Rumänische Kreditbank» Cemauti (Rumänien); Anglo Paleetine Co, in Haifa, lertisalem, Tel ־Aviv, י״דשבט תרצ״ב | xxxvii.j»hrg. Per tlonliwu» arttrabt Wir Sa» IBdlwh« Volk die Ictuftam etwer aWewtllcti ■ rechtlich gaalcherten Nalmstltt• In Pallstlna. ״Baseler Programm.“ Pi American Paiesune Committee Gründung eines ״Pro Palästina - Komitees“ in Amerika Washington, 19. Januar. (J. T. A.) Am 17. Januar versammelten sich in Washington zahlreiche führende Persönlichkeiten der drei amerikanischen politischen Parteien, der Republikanischen, der Demokratischen und der Fortschrittlichen Partei, zwecks Gründung des ״America 11 Pa lest ine Committee“, einer Organisation, die nach Aufbau und Programm etwa dem ״Pro Palästina-Komitee“ in Deutschland und anderen Ländern entspricht. Die Gründungsversammlung fand im Rahmen eines Dinners im Mayflower Hotel statt. Den Vorsitz führte Senator King. Die Versammlung war einberufen von einem Gründungsausschuß, dessen Vorsitz der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Charles CurtiSj innehatte und dem der Vorsitzende des Komitees für auswärtige Angelegen- (leiten beim amerikanischen Senat, Senator Bor ah, die Senatoren Swanson, Robert Lafollette, William King, Wagner, ferner die Mitglieder des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten Henry Rainey, der Führer der Majorität des Kongresses, und J. Linthicum, Vorsitzender des Komitees für auswärtige Angelegenheiten im Repräsentantenhaus, als Mitglieder angehörten. Die Kundgebung nahm einen sehr imposanten Verlauf. Die Gründung des amerikanischen Palästina-Komitees wurde von den Anwesenden als ein denkwürdiger Schritt auf dem Wege der Gewinnung der amerikanischen öffentlichen Meinung und der Sicherung der Unterstützung Amerikas für den Aufbau des J üdischen National heims in Palästina bezeichnet. Die erste Ansprache hielt das amerikanische Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, Emanuel Neuraa«. Er schilderte die Not und die Hoffnungslosigkeit der jüdischen Massen in den Ländern Ost- und Mitteleuropas, die in ihren Heimatländern keine Existenzmöglichkeit in der Gegenwart und keine Aussicht auf eine Existenz in der Zukunft haben, die auswandern müssen, aber, da die bisherigen Einwanderungsländer ihre Tore gegen neue Einwanderung geschlossen haben, kein Ziel für ihre Wandersehnsucht besitzen. Neuman unterstrich die historische Bedeutung Palästinas für das Judentum, gab ein Bild von der jüdischen Aufbautätigkeit in Palästina im letzten Jahrzehnt und kam zu der Schlußfolgerung, daß die Juden ein Recht haben auf ihr historisches Land Palästina und daß cseine tief Aufgaben def^iVilislerfttf,Wet־'*ei, den Juden zu׳ helfen, ihre Chance in Palästina zu nutzen und ihre alte Rasse und Kultur vor dem Untergang zu retten. Es folgte eine Ansprache von Professor Felix Frankfurter, der die historisch-rechtliche Seite des Jüdischen Nationalheims beleuchtete und eine Geschichte der modernen zionistischen Bewegung und ihrer Bemühungen in der internationalen Welt gab. Den Mittelpunkt der Kundgebung bildete eine Anspräche des Ehrengastes der Versammlung, des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten Charles Curtts, der in sehr warmem und herzlichem Ton über die Ziele der zionistischen Bewegung sprach und daran erinnerte, daß er sich 1922 außerordentlich um die Annahme der prozionistischen Resolution durch den Kongreff der Vereinigten Staaten bemüht hat, eine Bemühung, die zu seiner großen Freude von Erfolg gekrönt war. Emanuel Neuman verlas nun eine an ihn gerichtete Bot- Schaft des Präsidenten Hoover, die u. a. lautet: ״Es interessiert mich sehr, zu erfahren, daß sich eine Gruppe ausgezeichneter Männer und Frauen zusammengetan hat, um die Kenntnis von dem Jüdischen Werk ln Palästina zu verbreiten und eine Würdigung des Wiederaufbaus, der in Palästina unter jüdischen Auspizien vor sich geht, zu erlangen. Ich will nun dem unter unserem Volke sich äußernden Gefühle zugunsten der Verwirklichung jahrhundertealter Aspirationen des jüdischen Volkes auf Wiederaufbau seiner nationalen Helmat auch meinen Tribut zollen. Ich werde Ihnen zu Dank Die Mordtat von Soroca ״Aul der Fluch! erschossen" Bukarest, 19. Januar. (J. T. A.) Gleich nachdem der Mord an den sechs jüdischen jungen Leuten von Soroca (vier lungen und zwei Mädchen) und die näheren Umstände dieses Mordes bekanntgeworden sind, wurde in der rumänischen Oeffentlichkeit und Presse die Forderung laut, daß die Untersuchung den Militärbehörden entzogen und den Zivilgerichten übergeben werde. Seither scheint ein Kampf zwischen der militärischen und der zivilen Auffassung vor sich gegangen zu sein, in dem nun die militärische Auffassung gesiegt zu haben scheint. Der Ministerrat hat nach einer den Ereignissen in Soroca gewidmeten Sitzung ein Communique herausgegeben, das bezeichnenderweise vom Kriegsminister General Stefanescu unterzeichnet ist. Darin wird erklärt, daß die in Soroca erschossenen sechs jungen Leute Kommunisten waren, die über den Djnestr nach Rußland flüchten wollten und auf dieser Flucht erschossen worden sind. Die Grenzgendarmen hätten geglaubt, es handle sich um Sowjetkuriere. Dieses Communique begegnet scharfer Kritik. Die in dem Communique mitgeteilten Tatsachen finden keinen Glauben; man sieht in dem Dokument nichts als einen aus militarisehen Prestigegründen unternommenen Versuch, die Mörder reinzuwaschen und sie der gerechten Strafe zu entziehen. Einige Tage vorher gab die Jüdische Partei ein Communique heraus, worin gesagt wurde, Deputierter Landau habe den Ministerpräsidenten Jorga über das Ergebnis der verpflichtet sein, wenn Sie allen jenen, die dem Dinner In Washington am 17. Januar, das die Förderung dieses Unternehmen» zum Ziele hat, beiwohnen werden, meine herzlichen Grüße übermitteln.“ Neuman verlas dann auch eine Botschaft von Na hum Sokolow, der infolge seiner Teilnahme an einer Konferenz in New York, die der Forderung der finanziellen Kampagne der Jewish Agency dienen soll, nach Washington zu kommen verhindert war. Die Versammlung nahm eine Entschließung an, in der das Ziel des American Palestine Committee ungefähr wie folgt definiert wird: Unterstützung des Aufbaus des Jüdischen Nationalheims; Hilfe zu wirksamer Erfüllung der Mandatsbestimmungen betreffend das Jüdische Nationalheim in Palästina; Verbreitung genauer Informationen über das Aufbauwerk und dessen Fortschritte zwecks Unterrichtung der amerikanischen öffentliehen Meinung. Der Vorsitzende Senator King teilte mit, daß das American Palestine Committee schon in kurzer Zeit eine zweite Sitzung abhalten wird, um die Organisation auszubauen und die Beamten zu wählen. Bis jetzt haben die folgenden Persönlichkeiten ihren Beitritt zum American Palestine Committee erklärt: Landwirtschaftsminister Arthur Hyde, die Senatoren Borah. Walter, George (Georgia), Wagner (New York), King (Utah)) Lafollette (Wisconsin), Vandenburg (Michigan), Watson (Indiana), der Führer der republikanischen Majorität im Senat Wheeler (Montana), ferner die Mitglieder des Repräsentantenhauses Rainey (Illinois), Führer der Majorität des Repräsentantenhauses, Linthicum (Maryland), Kvale (Minnesota), Chindblum (Illinois), Luther (Texas), Johnson (Texas), Tilson (Connecticut), schließlich Unterstaatssekretär James Rogers, der Anwalt des Staatsdepartements Gleene Hockworth, der stellvertretende Oberstaatsanwalt der Vereinigten Staaten John Lord O’Brien, der Direktor der Carnegie-Stiftung für Internationalen -Ffiede» jniii** Ne»*0w1t Scott,*״ aar 'WtSlKiw** ־X«ig#et1.1ltjjlte# Ruth Owen, der Siedtangsfachtnann Prof.. Elwood Mead u. v. a. Ihre schriftliche Zustimmung zum Beitritt sandten Oberst Ed ward House, der intimste Freund und Mitarbeiter des verstorbenen Präsidenten Wilson, der berühmte Schriftsteller Theodore Dreiser, Mary E. Woolley, die Delegierten der Vereinigten Staaten auf der Genfer Abrüstungskonferenz, der Gouverneur des Staates Illinois Emerson, der Gouverneur des Staates New Hampshire Winnant, der Gouverneur von Maryland, Ritchie, der Gouverneur von Wisconsin Philip Lafollette, der Gouverneur von Pennsylvanien Pinchot und der Gouverneur von Minnesota Olsen. Die Finanz - Campagne Am 18. Januar fand im Hotel Astor in New York unter dem Vorsitz von Morris Rothenberg und unter Teilnahme des Präsidenten des American Jewish Committee und des Administrative Committee der jewish Agency Dr. Cyrus Adler, ferner Felix Warburgs und anderer prominenter amerikanischer Nichtzionisten, die der Jewish Agency angehören, die Landeskonferenz des Keren Hajessod statt, der 600 Delegierte, Zionisten und Nichtzionisten, aus allen Teilen der Vereinigten Staaten beiwohnten. Es wurde beschlossen, Im Verlaufe des Jahres 1932 2 500 000 Dollar für die Fortführung des jüdischen Aufbauwerkes in Palästina aufzubringen. Jüdischer Nationalfonds, Keren Hajessod und Hadassah werden die Kampagne, die unter Leitung von Morris Rothenberg vor sich gehen wird, gemeinsam führen. Nahum Sokolow war der Hauptredner des Abends. Enquete, die er persönlich in Soroca durchgeführt hat, informiert. Jorga versicherte, sollte es sich herausstellen, daß die Opfer in eine Falle gelockt worden sind, dann würden die Schuldigen exemplarisch bestraft werden. Der Ministerpräsident verfügte die Suspendierung der der Schuld und der Mitschuld am Morde verdächtigen Militärorgane. — Das Ministerpräsidium gab ein Communique ähnlichen Inhalts heraus, das auch die Mitteilung enthält, daß alle zivilen und militärischen Beamten, gegen die die Untersuchung geführt wird, ihres Amtes enthoben worden sind. Waachopes erste Eindrflcke Eine Boischatt des neuen High Commissioner London, 19. Januar. (J. T. A.) Archer Lust, der Privat- Sekretär des neuen High Commissioners von Palästina, General Sir Arthur Wauchope, richtete ein Schreiben an die English Zionist Federation, in dem er den Empfang einer von der Föderation kürzlich an den High Commissioner gesandten Bot- Schaft bestätigt und hinzufügt: ״Seine Exzellenz der High Commissioner hat in der letzten Zeit Gebiete Palästinas bereist und hat tiefe Eindrücke von den praktischen Segnungen, die die zionistische Bewegung dem Lande Palästina gebracht hat, und von der Kraft und dem Idealismus , die diese Arbeit vorwärts treiben, sowie von dem gesunden und frohen Aussehen der Kolonisten, mit denen er zusansmengekommen ist, empfangen.“ Ein Wort an Nichtjuden Von Kurt Bl um e n feld Die Zionistische Vereinigung für Deutschland hat beschlossen, eine Monatsamgabe der ,Jüdischen Rundschau“ haauszugeben. die mir Information der nicht jüdischen Welt in Deutschland über Ziele und Tätigkeit der zionistischen Bewegung bestimmt ist. Die Monntmusgnhe enthält eine Ansmahl von. Aufsätzen, die. im Laufe des Monats in der ,Jüdischen Rundschau“ erschienen sind und von denen man annehmen kann, daß sie auch Außenstehende interessieren. Der Zweck der Monatsausgnbe wird in der ersten Nummer (Januar 1933), die dieser Tage hcrausgekommen ist, in einem. Vorwort von Kurt. Blumenfeld erläutert.. Wir nehmen an, daß diese Einführung, die sich, an einen nichtjüdisehen Mensrhcnkrrh wendet, auch für die Leser der Normalaasgabe der ,Jüdischen Rundschau" von Interesse sein wird. Wir geben daher den Auf mite lilumenfelds nach an. dieser Stelle wieder. Red. Die Monatsausgabe der ״Jüdischen Rundschau“ soll Kreise über die zionistische Bewegung unterrichten, die in! allgemeinen keine Gelegenheit haben, den Zionismus unmittelbar kennenzulernen. Ueber den Zionismus wird viel gesprochen und geschrieben, aber nur selten erreichen objektive und auf Sachkenntnis beruhende Dar- Stellungen die deutsche Oeffentlichkeit. Es gibt hierfür zwei Hauptgründe: einmal die heute so mächtige Feind- Schaft gegen Judentum und jüdische Entwicklung, zweitens die innerjüdische Auseinandersetzung. Dem immer stärker werdenden Antisemitismus er- . liegen nach unseren Erfahrungen häufig stimmungsgemäß auch solche Nichtjuden, die bemüht sind, sich von Vorurteilen freizuhalten. Die Judengegner können sich nicht vorstellen, daß das jüdische Volk einen echten, auch von ihnen zu würdigenden Erneuerungsprozeß durchmacht und suchen in dem schweren Ringen der Juden um ihre nationale und kulturelle Wiedererstehung in Palästina nur solche Erscheinungen wieder zu finden, die eine Aenderung ihres grundsätzlich antijüdischen Standpunktes überflüssig machen. Es ist sehr schwer, Andersartiges zu verstehen und die besonderen *<5e3afee‘to0*W<;r;,!e2c״«fe' ".;15 - מifc . digen, deren Gegenwart nicht leichter zu begreifen Ist als ihre einzigartigen geschichtlichen Voraussetzungen. Es paßt nicht in die gern geglaubte Theorie, daß die Juden ihrer Natur nach Zwischenschichtler sein müssen, daß ihnen die wahre schöpferische Originalität fehlt und daß ihnen also auch die Eigenschaften abgehen, in denen die Voraussetzungen für selbständige Geistigkeit und für eigenartiges Leben liegen. Ferner erschweren die Spannungen innerhalb der Judenbeit ein klares Urteil über die Bedeutung und über die wahren Ziele der zionistischen Bewegung. Emanzipation und Assimilation waren die Ideale, die im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert im Leben der Juden die Hauptrolle spielten. Von dem historischen Prozeß der Eingliederung der Juden in den Staat erwartete man die volle Lösung der Judenfrage. Ein Preis für die Rezeption war die weitgehende Trennung von den Erinnerungen und Hoffnungen der jüdischen Gesamtheit. Die liberale Aera hat, wie in manchen anderen Dingen, so auch in der Judenfrage zu rationalistisch, zu mechanistisch gedacht. Sie hat das Wesen und die Tiefe der Judenfrage verkannt. Der heftige Antisemitismus der Folgezeit ist vielleicht teilweise als Reaktion auf diesen Irrtum zu werten. Da in dem Zeitraum zwischen 1789 und 1900 die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Stellung der Juden eine erhebliche Verbesserung erfuhr, ist es kein Wunder, daß ein großer Teil der Juden die Weltsituation der Emanzipationsepoche im eigenen Verhalten festhalten möchte. Die zionistische Bewegung, die im Gegensatz zum ״Assimilationsjudentum“ entstanden ist, wird naturgemäß als Störenfried empfunden, der die Juden an dem Auf geben ihres Judentums verhindert. Der Zionismus ist jedoch keine Willkür-Angelegenheit. Er entstand mit Notwendigkeit in einer Zeit, als die entscheidende von ihm verkündete Wahrheit bereits offenbar geworden war, die Wahrheit, daß die Juden nicht nur durch die Religion geeint sind, sondern daß diese Religion zugleich den Inhalt ihrer Volkskultur ausmacht, daß sie ein Volk sind und niemals aufgehört haben, als erkennbare Gruppe in der Welt zu!eben. Die Juden sträubten sich vielfach gegen die Anerkennung der Tatsache ihrer Sonderart, weil sie in ihr eine Gefährdung ihrer staatsbürgerlichen Stellung sahen. Diese Befürchtung ist unrichtig und muß es sein. Dem deutschen Volk kann nicht damit gedient werden, daß Juden von ihrer eigenen menschlichen Art sich distanzieren. Gewiß wird es einzelne Juden geben, denen ein voller Uebergang in eine andersartige menschliche Gemeinschaft gelingt; diese aber hören auf, Juden zu sein. Die Judenfrage wird immer durch d i e Juden bestimmt, denen dieses Aufgehen unmöglich ist und durch die, die es grundsätzlieh abiehnen. So wenig wie heute noch der Grund-

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