Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 5 (19.1.1932)
- Date
- 1932-01-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Einzelnummer 0,25 Goldmark Englands Politik in Palästina JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienstag u.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Au8b11d«abonn«mecta werden In der Währung der einzelnen Länder berechneL Anzeigenpreis: ft j?e«p. Nonpar«?ül«»eÜ» 0,50 G.-M. * Stellengesuche 0*25 G-M. Wammer 5 | Berlin, 19.1.1932 Der Zionismus erstrebt für das indische Volk die Redaktion, Verlag und Anzeigen -Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Anzeigenschluß: Dieaetag und Freitag cacbmitfags 4 U h r Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Pou1th,ck ״ Konten; Berits 17392, Beeel V 9355, Bekrad 68032, BOieeel 39433. Budapest 59693, Demi* 1973, H«.| 1404», Prag 59410, Rk» 4155, Street,bürg 16430, Wenduu 190708, Wien 156030. Bank Konten: Darmatädier ־ und Natienalbaak, DepcMiitean * Kasse Berha, Kurfüintendamm 52: Rumänische Kreditbank, Ct’rnattfi (Rumänien); Anglo Paleetice Co, in Haila, Terasalem, Tel-Aviv. Schaltung einer Sffowtllch - rechtlich gesicherten Heimstätte ln Palästina■ ״Baseler Programm•** Berliner Gemeinde gegen Hedialuz Die liberale Mehrheit lehnt den üblidten Jahresbeitrag ab Juden und Deutsche In Rumänien Minderheitensekretär Brandsch Gast der Jüdischen Gemeinde Czernowiiz Der Unierstaaissekretär für Minderheitenwesen der rumänisehen Regierung, Herr Brandsch, der gleichzeitig Führer der deutschen Minderheit in Rumänien ist, war bei seinem Besuch in Czernowitz, der Hauptstadt der Bukowina, einer! Tag lang Gast der Jüdischen Gemeinde, die ihm zu Ehren einen Empfang veranstaltet hat. Der Präsident der Gemeinde, Dr. Gutherz, hielt eine Begrüßungsansprache. Unterstaatssekretär Brandsch erwiderte it. a.: ״Die jüdische Minderheitennation gehört zu den stärksten völkischen Gemeinschaften In Rumänien. Ich stand dem jüdischen Volke seit jeher sympathisch gegenüber. Es ist etwas eigenes um dieses Volk, das in den Jahrtausenden der Geschichte mehr zu leiden hatte als je ein anderes, das sich aber trotzdem die geistige und sittliche Kraft, die ihm von je innewohnte, erhalten hat. Ich muß bekennen, wäre ich ein Jude, ich wäre stolz auf meine Abstammung. Mögen die Juden auch weiter treu Zusammenhalten, um eine starke religiöse und nationale Minderheit zu bilden. Ich bin während meiner öftentliehen Tätigkeit immer für die Interessen der Judenschaft eingetreten und werde auch weiterhin alles, was in meinen bescheidenen Kräften steht, für sie tun. Ich werde insbesondere dahin wirken, daß die Autonomie der Jüdischen Gemeinde, welche der Hort Ihres nationalen Eigenlebens ist, aufrechterhalten bleibt. Ich werde auch weiter den Standpunkt vertreten,_ daß die Regierung nicht berechtigt ist, sich ln interne Organisationsfragen der Jüdischen Gemeinde einzumischen.“ Unterstaatssekretär Brandsch besuchte in Begleitung von Repräsentanten der Kultusgemeinde die jüdische Gemeindeschule, die hebräische Schule ״Safah hvriah“, das jüdische Hospital und andere jüdische Institutionen. Herr Brandsch war auch Gast der ״Jüdischen Reichspartei“. Der Begründer der Reichspartei, Dr. Mayer Ebner, unterbreitete dem Staatssekretär die jüdischen Forderungen hinsichtlieh Linderung des ungeheuren Steuerdrucks, Aenderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes u. a. m. Deputierter Dr. Manfred Reifer unterbreitete die Forderungen der Juden auf dem Gebiete der Schule, der Jüdischen Gemeinden, der Sonntagsruhe, des Kooperativwesens und des Vereinslebens. Dr. Reifer verlangte im Namen der Juden eine Vertretung im Unterstaats- Sekretariat für Minderheiten. Deputierter Dr. Diamant ersuchte Herrn Brandsch, sich für eine Berücksichtigung des städtischen Elements bei der Durchführung der Konvertierung .eiaiosetzen.■■׳ ...... Staatssekretär Brandsch erklärte in einer Antwort, er begrüße es vorbehaltlos, daß die Juden sich auf nationaler Grundlage organisieren. Wenn die Juden heute noch nicht die ihnen gebührende Stellung unter den Völkern erreicht haben, so sei dies darauf zurückzuführen, daß sie Jahrzehnte hindurch die Pflege ihrer nationalen Eigenart unterlassen haben. Staatssekretär Brandsch empfing auch eine Abordnung der jüdisch-nationalen Volkspartei unter Führung von Dr. Straucher. ln aller Kürze Die Lehrerschaft an den hebräischen Schu- 1 e n der Jevvish Agency in Palästina trat in den Streik zwecks Durchsetzung der folgenden Forderungen: 1. Abschluß von Verträgen für das laufende Jahr bei gleichzeitiger Uebernahme der Garantie für Zahlung der Gehälter; 2. Ausstellung von Wechseln über die rückständigen Gehälter. Die Exekutive hat zugestanden, die Kontrakte für das laufende Jahr zu schließen, wünscht aber, daß die Frage der alten Schuld auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird!. Wie die J. T. A. erfährt, hat das vom Jewish Board of Deputies eingesetzte Komitee zur Nominierung eines Sek retärs an Stelle von J. M. Rieh, der die Chefredaktion des ״Jewish Chronicle“ übernommen hat, den jetzigen Direktor des Einwanderungsamtes der Palästina-Regierung, A. Montefiore H } am son , vorgeschlagen. Gegen den Beschluß macht sich jedoch eine starke Opposition geltend. Auch hat Hyamson noch nicht offiziell mitgeteilt, ob er ein solches Angebot annehmen würde. Paul W a r b u r g , der Bruder von Felix und Max Warburg und Leiter des amerikanischen Bankhauses Kuhn, Loeb & Co., Schöpfer des American Federal Reserve Bank-Systems, ist an einer Lungenentzündung schwer erkrankt. Nachdem im Verlauf der letzten Wochen an drei verschiedenen Stellen des Landes je eine Bombe explodierte, ohne Schaden anzurichten, wurde am 14. Januar im griechischkatholischenViertel von Haifa in der Nähe des Karmel- Bahnhofs eine Bombegeschleudert, die ebenfalls keinerlei Schaden anrichtetc. Tod eines jüdischen Sektenbegründers. Aus Palästina kommt die Nachricht, daß Jichjä Gatach, der Begründer und das Haupt der Sekte der Dor Deoh in S a n a a, der Hauptstadt Jemens, im Alter von über 90 Jahren verstorben ist. Des Todes des großen Gelehrten wurde in Palästina von den Jemeniten aller Richtungen in feierlichen Trauerkundgebungen gedacht. Im Gegensatz zum Gros der jemenitischen Juden, für welches der Sohar und noch einige andere kabbalistische Schriften heilige Bücher mit absoluter religiöser Autorität sind, hat sich in Sanaa unter der Führung von Jichjä Gafach kurz vor dem Weltkrieg eine Sekte Dor Deoh (״Geschlecht der Erkenntnis“) gebildet, welche diese Autorität leugnet und auch gegen vielen unter den Jemeniten verbreiteten abergläubischen Brauch Stellung nimmt. Die Sekte hat zunächst schwere Kämpfe innerhalb der jemenitischen Judenheit hervorgerufen, hat aber im Laufe der Zeit, vornehmlich angesichts der schweren äußeren Erschütterangen der letzten zwei Jahrzehnte, ihren aggressiven Charakter verloren und wirkt heute fördernd über ihren eigenen Kreis hinaus. Es ist bezeichnend, daß beim Tod Jichjä Gatachs, der auch das Haupt einer Jeschiwah war und schriftstellerisch gearbeitet hat, der Streit der Richtungen * 1hintangestellt worden ist* in der letzten Sitzung der Repräsentantenversammlung der I Berliner Jüdischen Gemeinde am 14. d. M. kam es zu einer scharfen Kontroverse zwischen der liberalen Mehrheit und der Jüdischen Volkspartei wegen des Jahresbeitrags für den ״Hechaluz“, die Organisation, die im Hinblick auf die Palästina- Auswanderung junge jüdische Menschen für manuelle Berufe, besonders Landwirtschaft und Handwerk, vorbereitet. Eis ha«- delt sich hier um eine Bewegung, die ganz unabhängig von politischen Gesichtspunkten zu werten ist. Das Berufsprob 1 e m der jüdischen Jugend ist heute so akut, die Gefahr der Unmöglichkeit einer Einordnung in den deutschen Wirtschaftskörper, die ja auch für Tausende nicht jüdische junge Menschen droht, ist gerade bei den Juden mit ihrer bisher vorwiegend intellektuellen oder kaufmännischen Berufsstruktur so enorm, daß jeder Versuch, die Jugend für landwirtschaftliche und handwerklich - gewerbliche Tätigkeit auszubilden, begrüßt werden müßte. Und angesichts der Arbeitslosigkeit und Berufsnot in Deutschland müßten Menschen, die sich für die jüdische Gemeinschaft verantwortlieh fühlen, eine Auswanderung nach einem Land, das jüdischen Händen Betätigung bietet, auch dann begrüßen, wenn sie selbst mit diesem Land keine jüdisch-ideellen Hoffnungen verbinden. Diese einfache Einsicht ist aber den liberalen Gemeinde-Größen verwehrt, weil sie durch Parteifanatism us verblendet sind und auch Bestrebungen, die menschlieh und sittlich wertvoll, die ökonomisch und sozial nützlich sind, verwerfen, nur weil ein Zusammenhang mit der verhaßten Palästina-Bewegung besteht. Diese Kurzsichtigkeit und Engherzigkeit, die sicherlich von den Berliner Juden nicht gebilligt wird, wird sich rächen. Die Angelegenheit ist für den Geist i!1 der Gemeinde^ bezeichnend, obwohl es sich nur um einen verhältnismäßig kleinen Beitrag von 2000 M. handelt, der budgetmäßig bei dem Millionen-Etat der Gemeinde nicht ins Gewicht fällt. Der Gemeindevorstand hatte denn auch den Antrag gestellt, dem ״Hechaluz“ in Deutschland wie in früheren Jahren auch dieses Mal die 2000 M. zu bewilligen. Bereits in den vorhergehenden Kommissionsberatungen hatten die Liberalen erklärt, daß sie unter keinen Umständen diesen Betrag bewilliget» würden, fm Plenum der Repräsentanten Versammlung entspann sich eine sehr ausgedehnte Aussprache, die durch Alfred Berger (Volkspartei) eingeleitet wurde, der die Ansprüche des ״Hedialuz“ dargelegte und die Verpflichtung der Gemeinde, dieser Organisation zu helfen, begründete. Auf die eindrucksvollen Ausführungen Bergers erwiderten die Liberalen W oy d a, Dr. Fleischer und Dr. Meyer, während von der Volkspartei noch die Herren Prof. Loewe, Prof. Pick und Dr. Oscar Cohn in die Debatte eingriffen. Von liberaler Seite wurde keine sachliche Kritik gegen den ״Hechaluz“ vorgebracht. Es wurde vielmehr allseitig zugegeben, daß es sich um eine ausgezeichnete Organisation handle, deren Erziehung vorbildlich Im nördlichen Teil des Scharon-Tales, parallel zu den Berglinien des Mittelmeeres, zieht sich die Ebene Wadi-Chawarith. Ein kleines Bächlein, welches selbst während der heißen Sommermonate Wasser führt, durchfließt sie. Es ist der ״Alexander“ oder, wie die Araber es nennen, der ״El Eskadrune“. Von jeher ist dieses Tal als ein fruchtbarer Landstrich Palästinas bekannt. Städte, blühende Dörfer, Weingärten und fette Wiesen bedeckten ehemals das Land. Sein Klima ist infolge der Meereswinde sehr mild. 51/2 km lang zieht sich die Ebene. Der Weg nach Haifa ist 33 km und der nach Jaffa 47 km lang. Gute Wege verbinden heute Wadi Chawarith mit Tulkerem, Chederah und Tel-Awiw. Die Eisenbahnstrecke Tel-Awiw—Haifa führt in einer Entfernung von 8 km an den Böden der Ebene vorüber. Die neue Chaussee Jaffa—Haifa, die von der Regierung gebaut wird, durchquert die Böden von Wadi-Chawarith. Man wird bald statt 2 nur noch 1 Stunde benötigen, um Tel-Awiw mit dem Auto zu erreichen. Wadi-Chawarith umfaßt etwa 45000 Dunam, von welchen 30 000 Dunam im Jahre 1929 vom Keren Kajemeth mit Hilfe der Kanadischen Judenheit erworben wurden. Weitere 10000 Dunam sollen demnächst angekauft werden, so daß der Keren Kajemeth 40 000 Dunam Boden in Wadi-Chawarith besitzen wird, 20 000 Dunam sind bereits formell der Kolonisationsinstanz der Jewish Agency für sofortige Ansiedlungszwecke zur Verfügung gestellt worden. Die außerordentlich guten Bewässerungsmöglichkeiten qualifizieren die Böden für die Orangenkultur. 17000 Dunam sind für die Anlage von Zitrusfrüchten bestimmt. Der Meinung des Experten der Jewish Agency nach können 1500 bis 1800 neue jüdische Siedlerfamilien ihre Existenz auf den Böden von Wadi-Chawarith finden. Der große und geschlossene Komplex, der fruchtbare Boden, das milde Klima, die zentrale La je zwischen Scharon und Sch&mron, der freie Ausgang zum Meer und der Anschluß an die Hauptstraße Jaffa—Haifa bieten objektiv günstige Perspektiven für eine neue, jüdische Siedlung. Um den mittelständischen Schichten eine billige Kolonisation zu ermöglichen, beschloß der Keren Kajesei, die jüdische junge Menschen produktiven Beruf« zuführe, die aber, und das sei für die liberale Majorität entscheidend, planmäßig ihre Menschen für Palästina erziehe, auf nationaljüdischem Boden stehe, eine bestimmte geistige Einstellung fordere, Unterrichtskurse im Hebräischen — welches Verbrechen! — für alle Mitglieder abhalte, und diese Tendenz sei unter allen Umständen abzulehnen. Im Verlaufe der Aussprache wies der liberale Repräsentant Dr. Mever darauf hin, daß es sich bei der Berliner Gemeinde um eine reine ״Religionsgemeinde“ handle und daß di« Liberalen irgendwelche Ansprüche der national jüdischen Minorität unter gar keinen Umständen anerkennen würden, da dieselbe ihrer liberalen Auffassung grundsätzlich widerspreche. Die Trennungsorthodoxie stünde der liberalen Fraktion gesinnungsmäßig wesentlich näher als die nationaljüdische Minorität in der Einheitsgemeinde. Der Antrag des Vorstandes wurde in namentlicher Abstiro mung von den Liberalen abgelehnt. Die Repräsentanten Frau Falkenberg und Herr Sobotker, die sich offenbar dem Fraktionszwang der Liberalen nicht fügen wollten, hatten bei der Abstimmung den Saal verlassen. Dr. Wiener (Mittelpartei) nahm an der Sitzung nicht teil; Dr. Hirsch (Ueberpartei) stimmte mit der Volkspartei. Das Ergebnis dieser Abstimmung zeigt, daß der gegenwärtige Zustand in der Gemeinde absolut unhaltbar ist. Angesichts dieser Methode des Fraktionszwanges und der rücksichtslosen Niederstimmung aller für die Minontät wesentliehen Anträge wird von vielen unserer Freunde die Frage aufgeworfen, ob die Mitarbeit in der Repräsentantenversammlung überhaupt noch sinnvoll ist. * ln derselben Sitzung der Repräsentantenversanmilung er• folgte plötzlich ein scharfer Vorstoß der liberalen Fraktion gegen die ״Berliner Jüdische Zeitung“, die das Resultat der letzten geheimen Sitzung besprochen und kritisiert hat. Obwohl die Zeitung sich im wesentlichen mit dem bekannten 'Resultat, nicht aber ' mit Einzelheiten "der geadiioaMin Sitzung befaßt hat und der Unruhe der Berliner Judenschaft angesichts der Untätigkeit der Gemeinde Ausdruck gab, wurde die Zeitung der ״schweren Indiskretion“ beziehtigt. Dieser Angriff war natürlich nur die Reaktion auf die scharfe Kritik, die von der ״B. J. Z.“ an der Haltung der liberalen Mehrheit geübt worden war. Es kam zu recht unsachliehen, persönlich zugespitzten Auslassungen der Liberalen, denen von volksparteilicher Seite durch die Herren Dr. Oscar Cohn, Ministerialrat Goslar und Alfred Berger nachdrücklich erwidert wurde. Diese durch die Liberalen provozierte Kontroverse war alles andere als erhebend und der Not der Zeit entsprechend. meth, außer den Flächen, die für Arbeiteransiedhmg zur Verfügung stehen, auch 10000 Dunam der Böden für die Ansiedlung mittelständischer Elemente bereitzustellen. Die ״J a c h i n“, Kooperative Gesellschaft für landwirtschaftliche Unternehmungen m. b. H., wurde auf ihren Vorschlag hin vom Keren Kajemeth beauftragt, die Bearbeitung von 2500 Dunam in diesem Sinne vorzunehmen. Auf Grand des Besiedlungsplanes, den ״Jachin“ bereits ausgearbeitet hat, wird die Besiedlung 100 Familien umfassen. Es kommen sowohl solche Siedler in Betracht. welche bereits über die gesamte zur Ansiedlung notwendige Summe verfügen, als auch solche, welche in der Lage sind, die ganze Summe im Laufe von 5 Jahren zu bezahlen. Wirtschaffs- und Finanzierungsplan (Preise in pal Pfund) Wasserversorgung (Brunnen f. je 200 Dunam) für 10 Dunam Orangen 40 Pflanzung und Bearbeitung bis zum Fruchtertrag (d. h. 5 Jahre) von 10 Dunam Orangen 580 620 Diese Summe verteilt sich auf die 5 Jahre wie folgt: 1. Jahr: Wasserversorgung 40 Pflanzung und Bearbeitung 205 245 2. Jahr: Bearbeitung und Materialien 100 3. Jahr: Bearbeitung und Materialien 95 4. Jahr: Bearbeitung und Materialien 90 5. Jahr: Bearbeitung und Materialien 90 620 Bei Pflanzung größerer und zusammenhängender Flächen verringern sich die Unkosten für die Anlage der Parzelle jedes einzelnen Siedlers. Weiterhin erhält jeder Siedler 10 Dunam Boden, die zur Vervollständigung der Wirtschaft notwendig sind. Auf ihnen werden Wohn- und Wirtschaftsgebäude errichtet. Die übrige Bodenfläche soll der Ausnutzung durch verschiedene Nebenzweige der Land- und Hauswirtschaft dienen. Wadi Chawarith Neue Ansiedlung auf Keren Kajemeth > Boden