Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 4 (15.1.1932)
- Date
- 1932-01-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4, 15.1.1932 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 19 Aus den Gemeinden Zur Lage der Jaden in Deutschland Die JTA. weiß zu berichten: Am vergangenen Donnerstag hielt die Repräsentantenversammiung der Jüdischen Oemeinde Berlin eine geheime Beratung ab, die um 7 Uhr begann und bis 12 Uhr andauerte, Gegenstand der Erörterungen war ein Antrag von Mitgliedern der Jüdischen Voikspartei, in weichem eine Aussprache über die politische Lage der deutschen Juden, sowie über etwa zu ergreifende Maßnahmen verlangt wurde. Das Wort nahmen Vertreter aller Fraktionen, die die gegenwärtigen Verhältnisse der deutschen Judenheit im allgemeinen und besonders in wirtschaftlicher und politischer Beziehung vom grundsätzlichen Standpunkt ihrer Fraktionen erörterten. Eine Rolle in der Debatte spielte auch die Frage, wie weit die Gemeinde ein geeignetes Organ zur Ergreifung von Maßnahmen nach der einen oder der anderen Richtung sei. Auch in dieser Frage wichen die Auffassungen der in der Repräsentantenversammlung vertretenen Parteien voneinander ab. Nachdem sich die Fraktionen mehrfach zu internen Beratungen zurückgezogen hatten, gelangte schließlich der folgende Antrag zur Abstimmung: 1. Wir beantragen, daß eine gemischte Deputation für die Aufgaben eingesetzt wird, die sich für aie Berliner Jüdische Gemeinde aus der Lage der deutschen Juden ergeben; 2 daß ein angemessener Dispositionsfonds bereitgestellt wird, über den der Vorstand auf Grund der Vorschläge der gemischten Deputation verfügt; 3. daß die Berliner Jüdische Gemeinde beim Preußischen Landesverbände die Einberufung des Großen Rates und des ständigen Ausschusses, sowie der Vertreter der übrigen Landesverbände zu einer gemeinsamen Beratung über die auf Grund der Lage zu treffenden Maßnahmen beantragt. Punkt 1 dieses Antrages wurde einstimmig angenommen; die Punkte 2 und 3 wurden der gemischten Deputation als Material überwiesen. ״Die Judenfrage als Gegenwartsproblem." Ueber dieses Thema veranstaltete die ״Gesellschaft zur Förderung des jüdischen Siedlungswerkes in der USSR. (Geserd)“ am Dienstag eine Kundgebung im Logenhaus, die ein sehr zahlreiches Publikum angelockt hatte, Reden hielten 11 a. die kommunistischen ־Redakteure Bruno Frey und Otto Heller. Interessant, weil äußerst charakteristisch, war die Rede einer Dame, offenbar amerikanisch-bundistischer Herkunft, die als Vertreterin des ״Ikor“ in Biro-Bidschan war und nun die Herrlichkeiten dieses Landes in den verlockendsten Farben schilderte. Die ganze Skala typisch kleinbürgerlicher ldyllik wurde dabei entwickelt, angefangen von dem Besitzesstolz des jüdischen Proletariers, der endlich ein ״eigenes Dach“ über dem Kopf hat, bis zu den pausbäckigen Kindern und der begeisterten Schilderung des ״bärtigen Juden mit der Schußwaffe“, der endlich in seinen alten Tagen mit dem Gewehr umzugehen gelernt hat und sein Eigentum zu verteidigen weiß. Alle Register der Sentimentalität wurden da gezogen, und diese primitive Art der Agitation verfehlt offen- Bar nicht ihre Wirkung auf ein völlig unkritisches Publikum, das von vornherein alles gläubig hinnimmt, was den Stempel knmmtfnieficHi r»׳*ß Ai* c״־u:u—---־ J-- 1 - 9י ..«...״,■uv••«• n vucuiauiauuug UillCIUI waren und vielmehr auf die Mentalität des Kleinbürgers spelädierten, wurde nur einem Teil der Zuhörer, nämlich den zahlreich vertretenen Zionisten, bewußt. Die ״Geserd“ ver- . stehen die Propagandamethoden der zionistischen Fonds frii ins kleinste zu kopieren. Aber wenn man für Biro-Bidschan eine Art romantischer Begeisterung zu entflammen sucht, so muß man sich erinnern, daß noch vor einigen Jahren dieselbe Idealisierung für die Krim betrieben wurde, und daß zwar eine Judensiedlung selbst in den Urwäldern Sibiriens eine sehr verdienstliche Sache ist, wenn sie gelingt und einigen tausend Juden eine landwirtschaftliche Existenz sichert, daß aber der Versuch, dem jüdischen Volk als ganzem eine Biro-Bidschan-Romantik zu predigen, den Begriff Biro- Bidschan in naiver Weise in einem Atem mit dem Begriff Zion zu nennen, ja gegen Zion auszuspielen, ein ländliches Unternehmen ist. Aus Reklamegründen hat man bekanntlich im vorigen Jahre ein paar jüdische Kommunisten aus Arfentinien, aus Litauen und anderen Lindern mit großem omp nach Rußland gebracht, und jetzt wird dem staunenden Volk in Versammlungen verkündet, daß Rußland ״zum ersten Male in der Geschichte nicht ein Land der jüdischen Aus- Wanderung, sondern ein Land der jüdischen Einwanderung^1 geworden ist. Daß man die Auswanderung aus Rußland mii Gewalt verhindert, und daß, würde den russischen Juden Bewegungsfreiheit gegeben, viele tausende zweifellos auswandern würden, wird dabei ebenso wenig betont, wie die Tatsache, daß man die Exponenten des wichtigsten Auswanderungsgedankens, die Zionisten, in die sibirischen Kdrker steckt und durch Terror auszurotten versucht. In Rußland selbst gibt es viele tausende hungernder Juden, die durch den Umbau det Wirtschaft ihre Existenz verloren haben. Wir haben stets anerkannt, daß die Sowjet-Regierung für das hierdurch ent• standene Problem einen Ausweg sucht, und sie wird noclj viel zu tun haben, um diese jüdischen Massen in der Produktion unterzubringen. Ist es nicht ein bißchen lächerlich, wenn demgegenüber mit großen Ziffern einer angeblich bevorstehenden ״jüdischen Einwanderung nach Rußland“ renommiert wird? Aber bei der Großzügigkeit der kommunistischen Propaganda kann man annehmen, daß die Sowjet-Regierung sogar etwas der• artiges inszeniert und sich Qeki kosten läßt Diese Unter nehmungen dienen ja im Grunde anderen Zwecken, Ohnedies muß man sich die Frage vorlegen, was die ganze Geserd-Propaganda in Deutschland bezweckt, denn Geld füi Geserd-Zwecke wird man außer von Kommunisten wohl mu von ganz Dummen und in dieser Zeit in Deutschland überhaupt schwer bekommen, Otto Heller hat in seiner Rede mii erfreulicher Offenheit gesagt, worum es sich handelt: Um eine besondere Variation der kommunistischen Propaganda. Man weiß, daß die Juden durch die dreißigjährige Arbeit des Zionismus zum Verständnis der Jadenfragt erzogen worden sind, also versucht man, um sie zu packen, ihnen weiszumachen, daß der Kommunismus die Judenfrag« löst. In Wahrheit ist den Leuten die ludenfrage gleichgültig. ״Es geht uns dabei nicht um jüdische Dinge“, sagte Ottc Heiler, ״sondern wir wollen durch Aufrollung dieser Frag« unsere kommunistische Arbeit in Deutschland weiterbringen.“ Dies ist unzulässig. Wir haben an dies« Stelle weder für noch gegen den Kommunismus Stellung zu nehmen; aber er möge seine Propaganda in Deutschland nicht auf Kosten der Juden und nicht unter Herein• Ziehung der Judenfrage betreiben, für die er in Wahrheil keine Lösung besitzt, die in der kommunistischen Welt ebenso wie in der kapitalistischen Welt besteht und nach ihre« eigenen inneren Gesetzen behandelt werden muß. Dies wird auch dadurch nicht aus der Welt geschafft, daß Otto Hell« beteuert, er habe ״wissenschaftlich die ludenfrage zersetz! und zersägt“. Das Wort ״Wissenschaft“ kehrt in seinen Munde so oft wieder, daß man schließlich meinen muß, vo! dem größten Gelehrten der Welt zu stehen. Es scheint schwei glaubhaft, daß Versammlungen von solchem Niveau in Berlir ein jüdisches Publikum finden, auf das sie Eindruck mach« könnten. Kleine Nachrichten In Warschau fand eine Konferenz des polnischen Rabbiner-Verbandes statt, die mehrere Tage in Anspruch nahm und sich mit religiösen, kulturellen und Wirtschaftlichen Angelegenheiten der polnischen Juden befaßte. Es wurde eine Reine von Beschlüssen zu verschiedenen aktuellen Fragen angenommen, u. a. eine scharfe Stellungnahme gegen die Einführung der Ziviltrauung und eine Warnung an orthodoxe Eltern, ihre Kinder nicht in weltliche jüdische Schulen zu schicken. Die Rabbiner-Konferenz protestierte auch gegen die Schließung der Tore Palästinas für jüdische Ein- Wanderung. Eine Abordnung der Agudas Jisroei in Palästina be* suchte den High Commission« und unterbreitete ihm das Ersuchen der in der Agudah vereinigten Orthodoxie, eine von der Knesseth Israel organisatorisch getrennte Gemeinde bilden zu dürfen. Sir Arthur wauchope erwiderte, er habe bereits in London mit Führern der Agudas Jisroei über diese Angelegenheit gesprochen und sei Im Bilde. Die Abordnung sprach den Wunsch aus, daß die Palästina-Administration der Agudas Jisroei 50־ Einreisezertifikate für Angehörige der Jeschiwoth ausfolgen möge. Am dritten Chanukkah-Feiertag wurde die O h e 1 - S c h e m- Synagoge in Tel-Awiw feierlich eingeweiht Die Fertig- Steilung dieser Synagoge dauerte 7 Jahre, da immer wieder die Mittel zur Fortsetzung des Baus ausgingen, bis schließlich der sephardische Palästinafreund, Herr Betesh fai Manchester, 1700 Pfund für diesen Zweck spendete. Die Svnagoge ist von dem Architekt Berlin im orientalisch-jüdischen Stil erbaut Die palästinensische Polizei ist jetzt mit der Fahndung nach den Urhebern von drei Bombenwürfen beschäftigt. Eine Bombe wurde in eine Kolonie der deutschen Guttempler, eine zweite in eine Arbeiterhütte in Jadschur bei Haifa, die dritte in die Haifaer jüdische Vorstadt Hadar Hakarmei geworfen. Tote sind nicht zu beklagen, der Schaden ist gering. Im Helldorf- Prozeß teilte der Zeuge R.-A. Dr. Apfel, der schon in der ersten Instanz eine eingehende Schilderung der von ihm persönlich beobachteten Vorgänge gegeben hatte, mit, daß er eine große Anzahl von Drohbriefen erhalten hat, die ihn veranlassen wollten, seine Aussage zu Indern. Dr. Apfel verwahrt sich gegen die Drohungen und erklärte, er würde sich nicht einschüchtem lassen, dem Gerichte seine Beobachtungen vollkommen wahrheitsgemäß mitzuteilen. Der vor kurzem verstorbene Chefredakteur des London« jjewish Chronicle“, Leopold Greenberg, hat in seinem Testament den Wunsch ausgesprochen, daß man seinen Leichnun einlschern, die Aschenurne nach Palästina bringen und sie dort ohne religiöse Zeremonie auf dem Skopus-Berge bei Jerusalem beisetzen soll. Nunmehr hat das Oberrabbinat von Palästina alle jüdischen Bestattungsvereine im Lande durch ein Rundschreiben aufgefordert, in keinem Fallen eine Aschenume zur Beisetzung entgegenzunehmen, da die Einäscherung von Verstorbenen nicht dem jüdischen Ritus gemäß ist. Es sollen Arrangements getroffen worden sein, die Asche Greenbergs auf dem jüdischen Friedhof auf dem Oelberge beizusetzen. In Aschaffenburg starb der orthodoxe Distriktsrabbiner Dr. Raphael Breuer im Alter von 52 Jahren. Er war ein Sohn des 1926 verstorbenen Salomon Breuer und mütterlich«- seits ein Enkel von Samson Raphael Hirsch. .Ifanolidhle• ,. Hablma-Premlere. Man schreibt uns: In Tel-Awiw fand die dritte Inszenierung der Habima in eigener Regie statt: die Uraufführung der ״Ketten“ von H. Leiwlk, dem Autor des ״Golem“. Das Stück spielt in Sibirien im Jahre 1905 und schildert im Rahmen einer Gefängniskammer, wo Revolutionäre und Kriminelle zusammengepfercht sind, das Aufflammen und Ersticken der Revolution. Das Publikum war von der eigenartigen Aufführung, in der nur Männer mitwirken, tief bewegt. Die Inszenierung hatte immensen Erfolg und das Spiel gehört zu dem Schönsten, was Habima je geschaffen hat. In den nächsten Wochen wird die vierte Inszenierung der Habima in eigener Regie: ״Tartuffe“ von Molifere, zur Aufführung gelangen* jüdische Schule, Klopstockstr. 58. Die Anmeldung von Kindern für Ostern 1932 kann von jetzt ab bei der Schulleiterin, Frau Nathan, am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 12 bis 13 Uhr, erfolgen. Es wird gebeten, die Kinder persönlich vorzustellen und Geburts- und Impfschein mitzubringen. Wir weisen darauf hin, daß für Kinder, die zur Schule fahren müssen, Sammelstellen eingerichtet werden, von denen aus sie unter Aufsicht von Lehrerinnen zur Schule gebracht werden. — Der hebräische Kindergarten des Jüdischen Schulvereins, Klopstockstr. 58, eine Minute vom Bahnhof Tiergarten, nimmt Kinder im Alter von 3—6 Jahren auf. Anmeldüngen bei der Leiterin, Frau Alice Weis-Stadthagen, täglich von 12—1 Uhr, Klopstockstr. 58. Sterbefall. In Palästina verstarb David Mierenburg, ein früherer Sekretär der Erziehungsabteilung der Jewish Agency, der auch in Berliner russisch-zionistischen Kreisen bekannt ist. Zionistischer Gruppenverband Oberschlesien. Sonntag, den 31. Januar, vorm. 10»/j Uhr, findet in Hindenburg ein Gruppenverbandstag statt. Herr Dr. Elias Auerbach wird über ״Die wirtschaftliche und politische Situation des Palästina-Aufbaus“ sprechen. Die weitere Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Die Gesinnungsgenossen werden gebeten, sich für diesen Zeitpunkt freizuhalten und recht zahlreich zu erscheinen. Bezlrkstf rappe Charlottenburg der B. Z. V. Um den von der Berliner Stadtkonferenz angenommenen Richtlinien Rechnung ru tragen, hat sich an» 13. Januar der Arbeitskreis unserer Bezirksgruppe versammelt. Die verschiedenen Arbeitsgebiete wurden unter den Mitgliedern des Arbeitskreises aufgeteüt und ein genaues Arbeitsprogramm aufgestellt. Am 27. Januar beginnt ein 14tägiger Zyklus von Vorträgen über die Lage der Juden mit einem Referat von Herrn Dr. Marita Bileski: ״Die politisch« Lage der Juden in Deutschland“. Näheres Berliner Kalender. Die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft veranstaltet im Breitkopf-Saal, Steglitzer Str. 35, vier öffentliche Vorträge. 1. Dr. Karen Horner ״Erhöhung und Erniedrigung der Frau“, 22. Januar; 2. Dr. Felix Boehm: ״Kindheitskonflikte und Homosexualität“, 30. Januar; 3. Dr. Siegfried Bernfeld: ״Freud als Kulturphilosoph“, 5. Februar; 4. R.-A. Hugo Staub: ״Heilung des Kriminellen durch Psychoanalyse“, 12. Februar, stets abends 8 Uhr. Unkostenbeitrag 1,— RM. Arabische Lektionen. Herr Dr. Kappiwazki, ein erfahrener Pädagoge, Verfasser der ersten (von der Jerusalemer Universität rühmend anerkannten) arabisch-hebräischen Grammatik, Ist bereit, einen arabischen Kursus für Anfänger und für Fortgeschrittene zu leiten. Interessenten für einen solchen Zirkel werden gebeten, sich beim Beth-Am, Kurfürstendamm 61, z. H. von Dr. Kappiwazki, zu melden. Berichtigung. Im Nachtrag zum Bericht über die Stadtkonferenz wird uns .mitgeteilt, daß nicht II. Gerling, sondern Dr. Emst Mar- RR« m die Arboitakomnussioa entsandt wurde. Rerllnpr KAlpndpr Berliner Zionistische Vereinigung. Gruppe Schnurgendorf, Donnerstag, den 21. Januar, abends 84,י Uhr, im Rcstaurant Rheingau, Büiger Str. 9, Max Tischler: ״Die Stadtkonferenz und ihre Bedeutung für die zionistische Arbeit in Berlin". — Grupps Reinickendorf, Sonnabend, den 23. Januar, abends 81/3 Uhr, im Mokka Marold, Müllers tr. 137 (U-Bahn Seeatr.), Dr. Sally Lewin: ״Kommunismus und Judenfrage". Gruppe Bayerischer Platz, Montag, den 25. Januar, abend» 81/j Uhr, intern. — Gruppe Süd, Montag, den 25. Januar, Dr. Spitzer: ״Die zionistische Jugend und ihr Kampf nach innen und außen“. Ort wird noch bekanntgegeben. — Gruppe Charlottenburg, Mittwoch, den 27. Januar, Dr. Bileski: ״Die politische Lage der Juden in Deutschland*. Ort wird noch bekanntgegeben. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina.Gruppe Grünewald: Diestig, den 19. Januar, nachm. 4/4 Uhr, Geschieht»- kuriui, unter Leitung von Frau Prof. Koigen. Bei Frau Posen, Güntzelstr. 60. Uhl. 9620. — Studienzirkel Schöneberg: Mittwoch, den 20. Januar, abends 81/3 Uhr, IS i b e 1 k u r ו , unter Leitung von Herrn Rabbiner Dr. Nobel. Bei Nobel, N 4, Kessels tr. 30. — Studiengruppe West-Wilmersdorf: Dienstag, den 19. Januar, nachm. 41/3 Uhr, Zionistische Geschichte. Leitung Frau Henny Frank. Bei Frau Resi Starnberg, Charl., Kantstr. lSÖa. — Gruppe Nord und Ost: Donnerstag, 21. Januar, abends 81/3 Uhr, Arbeit»- Sitzung. Bei Frau Locker, Alexanderatr. 61/52. — Sonnabend, den 23. Januar (Chamischa auar b'schwat), Kinderfest, Boi Frau Rabbiner Dr. Freier, Neue Friedricbstr. 4. —• Gruppe Lichterfelde: Dienstag, den 19. Januar, nachm. 4t/§ Uhr, Vortrag von Frau Clara Boschwitz, ״Sinn der Formen." Bei Frau Cohn, Lichlerfelde, Ringstr. 65. Giste willkommen. — Sonntag, den 24. Jan., nachm. 4 Uhr, Kinderfest zu Chamischa asaar b’schwat. J5ei Frau Dr. Neustädter, Zehlendorf, Seestr. 47. Gäste willkommen. —■ Gruppe West: Sonntag, den 24. Januar, nachm. 4 Uhr, Kinderfest zu Chamischa assar b'schwat, im Cafö Leon, Kurfürstendämm 165/56. Snif Hechalliz. Schabbath, den 16. Januar, finden im Monbijou-Heim I. dis Sichah des Chug-IIabo^rim über den ״Moslemischen Kongreß“, pünktlich 1/29 Uhr, II. die Sichah de» Gdud Hechaluz über die ״Weltbewegung dos Hechaluz“, pünktlich 8 Uhr, statt. Der Waad. Beth-Am Iwrl E. V. Mittwoch, den 20. Januar, abends 81/3 Uhr, spricht im Beth-Am Herr Dr. A. Weiß über ״Die wisaenschaftliche Literatur über den Talmud und *eine Schöpfer“. Giste willkommen. Klub junger Zionisten. Dienstag, den 19. Januar, Meinek#- Straße 10, Sitzungssaal, 814 Uhr, Beginn des Zyklus aber National»- aus. Dr. Alex Bein: ״Entstehung und Wesen des Nationalismus.“ Jüdische Berafsberatungsstelle in Berlin. Mittwoch, den 20. Januar, abends 8 Uhr, im Hause Rosenstr. 2/4, Elternabend, mit dem Thema: ״Schulentlassung und Berufsberatung“. 1s sprechen: S. Adler-Rudel, Frau Bertha Falkenberg. Interessenten sind herzlichst eingeladen. Gesellschaft für jüdische FamIHenforscbung. Mittwoch, den 20. Januar, abends 8 Uhr präz., im Saale der Synagoge, Münchener Straße 37 (Vorderhaus), Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Jahresberichte; 2. Neuwahlen; 3. Vortrag. Studienrat Dr. Kurt Lewin: ״Jüdische Erziehung im Liebte der Erbkunde“• Gäste willkommen. nORT“-Gesel!schaft■ Dienstag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, in der Loge, Kleiststr. 12, Vortrag des Herrn Dr. D. Lvoviteh, der soeben aus Amerika zurückgekehrt ist, über ״Die Krise » Amerika und die amerikanischen Juden“. Eintritt freit Das Jüdische Hilfswerk, Berlin, das zurzeit rund 800 Familien allmonatlich mit Lebensmitteln betreut, veranstaltet am Sonntag, dem 17. Januar, vorm. 111/4 Uhr, in den Bavaria-Lichtspielen, Friedrich- Straße 180, zur Stärkung seines Fonds eine Wohltltigkeits» Matinee. Für Darbietungen haben sich die Künstler Rita Romani und Dr. S. Finkeistein freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Zur Aufführung gelangt der Tonfilm ״Der Hauptmann von Köpenick‘. Karten zum Preise von RM. 2, 3, 4, 5, im Büro erhältlich. Telephon: Weidendamm 7437. Synagogenverein Friedenstempel. Am 20. Januar, abends 81/1 Uhr, hä» Herr Dr. Karl S chwm im Cafö Leon, Kurfürstendämm 156, einen Vortrag mit Lichtbildern und Grammophon-Darbietungen über ״Das jüdische Jahr“, Feetgebräuche und Festgesetze. Nach dem Vortrag geselliges Zusammensein. Gäste willkommen. Eintritt frei. בית־עם עברי. ביום הרביעי, 20 בינואר• בשעה 8 וחצי בערב* ימה בבית־העם הד״ר א• ווייס על הנושא: "הספרות המדעית על אודות התלמוד ויוצריו". אורחים רצויים. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 15. Januar 19% abends: In *Hen Synagogen und Alterversorgungsanstalten: 4.30 Uhr, mit Ausnahm«: Syn. Lützowstraße und Fasanen* traß©: 6 Uhr, Syn. Prinzregentenstraße 7.16 Uhr, Altersheim Schmargendorf, Berka« Str. 32 (Gottesdienst nach liberalem Ritus) 7 Uhr. Predigten: Neue Syn.: Dr. Weyl; Syn. Lindenstr.: Dr. Warschauer; Syn. Lützowstr.: Dr. Wiener; Syn. Fasanenstraße: Dr Galliner; Syn. Levetzowstraße: Dr. Lewkowitz; Syn. Friedenstempel: Dr. Bergmann; Syn. Prinzregentenstraße: Dr. Swaraensky; Altersheim Schmargendorf: cand. Brasch; Syn. Kaiserstraße: Jugendgottesdienst mit Jugendfeier im Anschluß an den Hauptgottesdienst; Ansprache: Dr. W. Lewy. Sonnabend, den 16. Januar, morgens: Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Syn. Ryke- Straß« und Kottbusser Ufar-Ahawas Reim: 6.45 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel): 7.30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Syn. Friedenstempel: 9.30 Uhr; Altersheim Schmargendorf: 10 Uhr (Predigt cand. Brasch). Predigt: Svn. Rykestraße: Dr. Cohn. Schrifterklgrung: Syn. Münchener Straße: Dr. A. Lery. Jugendgottesdienst: 4 Uhr; Alte Synagoge: Rabbiner Nobel; Syn. Kottbusser Ufor-Ahawas Reim: Dr. Bleich rode; Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy. Sabbat-Ausgang: 5.11 Uhr. Gottesdienst in den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 4.30 Uhr; morgens in den Synagogen mit altem Ritus (außer Syn. Pestalozzis».): 7 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus und Syn. Pestalozzistraße: 7.30 Uhr. Geschäftliche Mitteilungen Unseren Lesern wird das Cafö Kutsche», Charlottenburg, Bismarckstraße 109, am Schillertheater, bestens empfohlen; sämtliche in- und ausländischen Zeitungen. Konzerte erster Künstler. Für RM. 200,— Ins Mittelmeer: Di© Hamburg-Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft hat soeben die Prospekte für ihre außerordentlich billigen Mittelmeerreisen im Jahre 1932 herausgebracht. Die Preise für diese Reisen sind gegen das Vorjahr noch weiter herabgesetzt, ist doch eine Beteiligung bereits von 200 RM. an möglich. In der Zeit von Mitte März bis Mitte Juni werden vier Reisen unternommen, auf denen die folgend«» Länder besucht werden: I. Reise: Madeira, Marokko, Südspanien, Riviera. II. Reise: Süditalien, Tunesien, Türkei, Griechenland. III. Reise: Syrien, Palästina, Aegypten. IV. Reise: Süditalien, Südspanien, Marokko, Portugal. — Mit Prospekten und weiteren Auskünften stehen die Hamburg-Süd, Hamburg 8, Postfach, sowie die bekannten Reisebüros und Verfettungen rar Verfügung