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Jüdische Rundschau · 1932-01-12 · Heft 3 (12.1.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 3 (12.1.1932)
Date
1932-01-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelnummer 0,2s Goldmark ״Nicht proklamieren, sondern verwirklichen!" (Biattks Rede) JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag!!.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Gokknark. Aüalanclsabonnement« werten in der Währung der emxelnen Länder beradhioot. Au2wK«?npr«i8* 8 pesp. Nonpureillezeile 0,50 G.-M. Stell«rtg©8uci1e 0,25 G.-M. Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische RundschauG.m.b.H., BerlinW15, MeinekestrJO. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Nummer 3 1 Berlin, 12. L 1932 Anssifsnsehlnic Dian•!■( ond Frei!«g naebaitti(• 4Uhr Redaktions Schluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Po«t»ch«ck- Konten: Berlin 17392, B«d V 9355. Belgrad 68032, Brüssel 39433. Btidape* 596 93, Danzig 1973, Hin 140470, Prag 59410, Ria 4155, Streasburg 16430, W»r»eh«a 190708, Wien 156030. B n k ־ K o n t ״ n : Daramtidrer ־ und Nauonxlbank, Depositen - Kan« Berlin* Kurfümeadamm 52; RumämecJ*• Kreditbank, Cerneati (Rumänien); Angl© P*I«5tme Co. in Haifa, Jerusalem, Tel-Aviv. ד׳ שבם חרצ״ב XXXVII. Jahrg. Per Zionismus •r.trabt >0r da» JUdl»<h« Volle eie Khatfung einer «tfnttlch - rochtHch goilcharfn Holm.tatt« ln PalBstina. ״Baseler Programm.» Das preußische judengesefz Landesverband gegen Regierungs ״ Entwurf Der Große Rat des Preußischen Landesverbandes, der am Weizm&nn Präsident der E.Z.F. Die am 0. ds. Mts. abgehaltene Jahresfconferetrz der English Zionist Federation nahm eine Resolution an, die feststem, daß der MacDonaid-Brief vom 13. Februar 1931 bisher weder seinem Buchstaben noch seinem Geiste nach verwirklicht worden ist. Eine weitere Resolution wendet sich scharf gegen die Unterhauserklärung der Regierung über die Entlassung des Justizsekretärs B e n t w i c h. Auch zur Frage der Einwanderung und des Landentwicklungsplanes wurden die zionistischen Forderungen proklamiert und ferner die Beschuldigung, daß die Juden die moslemischen Heiligen Stätten antasten wollen, zurückgewiesen. Zum Präsidenten der English Zionist Federation wurde Dr. Weizmann gewählt. Ein Erfolg der Jewish Agency Die Malaria Station in Palästina bleibt erhalten Die Palästina-Regierung, die bereits vor einiger Zeit die Auflösung der Malaria-Bekämpfungsstation verfügt hatte, erklärt nun, daß auf Grund von Vorstellungen aus London die Beibehaltung der Station beschlossen worden ist. Die Malaria-Station in Palästina wurde zehn Jahre lang vom American Joint Distribution Committee erhalten und erst vor einem Jahre dem Gesundheitsdepartement der Regierung eingegliedert. Die Auflösung wurde als notwendige Sparmaßnahme bezeichnet. Die Exekutive der Jewish Agency hat seit Wochen einen harten Kampf in Jerusalem und London mit den Regierungsstellen geführt und auf die vitale Bedeutung dieser jüdischen Schöpfung für das ganze Land hingewiesen. Besonders Haifa und das Emek wären durch eine Auflösung der Malaria-Station, die für die dauernde Sanierung dieses Gebietes zu sorgen hat, schwer getroffen worden. Man kann wohl sagen, daß die Preisgabe eines so elementaren Gesundheitsschutzes für die Palästina-Bevölkerung auf der ganzen Welt nicht verstanden worden wäre. Die Regierung konnte sich, wie sich nun zeigt, den wohlbegründeten Vorstellungen der Jewish Agency nicht verschließen und hat die Belassung des wichtigen Institutes angeordnet, Kurfürsten dämm *׳ Prozeß und Anderes Die Art und Weise, wie die Berufunfpsverhand* tun g ־gegen dit Unruhestift« am Kurfürstendaiüin durch־ geführt wird, muß Befremden erregen. Der Prozeß wird jetzt von einem großen Teil der Oeffentlichkeit und vor allem von den Beteiligten selbst als eine Farce empfunden. Die Verhandlung zieht sich endlos in die Länge und man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, daß auf gewissen Seiten die Hoffnung besteht, der Prozeß möchte durch eine Aenderung der innerpolitischen Situation in Deutschland ein schnelles Ende finden. Denn man empfindet es anscheinend als Widerspruch, in derselben Zeit, wo mit den obersten Führern des Nationalsozialismus Verhandlungen wegen der wichtigsten politischen Fragen Deutschlands geführt werden, Anhänger der nationalsozialistischen Bewegung wegen einer Betätigung zur Rechenschaft zu ziehen, die dodi offenbar dem nationalsozialistischen Programm entspricht. Aus diesem Schwanken zwischen Anerkennung der Nationalsozialisten, die ja fraglos eine gewaltige Macht in Deutschland darstellen, und Ablehnung ihrer subversiven und ruhestörerischen Tendenzen ergibt sich begreiflicherweise der Eindruck der Un- Sicherheit, den die Nationalsozialisten selbst höhnisch registrieren. Sie haben ja die Kurfürstendamm-Prozesse niemals sehr ernst genommen. Das Gericht, vor dem sie stehen, ist für sie der Repräsentant der gegenwärtigen Staatsmacht, die nach ihrer Meinung nur noch kurze Zeit am Ruder bleiben kann, •und das dann kommende Gericht wird, weit entfernt, nationalsozialistische Rowdies wegen Verprügelung von Juden zu verurteilen, sie vielmehr als eine Art Nationalhelden, als Interpreten des gerechten Volkszoms rechtfertigen. So hoffen sie wenigstens, so hat man sie glauben lassen; wir wollen annehmen: mit Unrecht. Wie immer dem sei, die Dauer des Helldorf-Prozesses wird jetzt auf Weitere drei Monate berechnet. Das Gericht hat beschlossen, in Zukunft nur drei Tage der Woche zu verhandeln. Der ״Vorwärts׳‘ schreibt hierzu: ״Der schleppende Verlauf des Prozesses gegen die Pogromisten vom Kurfürstendarum ist nicht dazu angetan, in den Angeklagten den Eindruck zu wecken, daß ihnen die Staatsautorität gegenübertritt, um sie wegen schwerer Störung der öffentlichen Ordnung zur Verantwortung zu ziehen. Der Tatbestand ist einfach, sehr einfach, vollständig klar für jeden, der sehen und urteilen kann. Es handelt sich darum, daß eine organisierte Rotte von Burschen am jüdischen Neujahrstag auf dem Kurfürstendamm einen Pogrom veranstaltet hatte. Wenn es länger als ein Vierteljahr dauern soll, um diesen Tatbestand aufzuklären, so muß man sich von solcher Justiz mit skeptischem Achselzucken abwenden.“ Wie die Angeklagten selbst darüber denken, darüber gibt ein Brief Aufschluß, den einer der Angeklagten, Fritz Meede, aus der Untersuchungshaft an Dr. Goebbels geschrieben hat. Es heißt darin: ״Morgen, am 28., setzt der große Rummel Wieder ein. Ein paar kräftige Backpfeifen und Kinnhaken, mit denen einige Isidore und Ignatze bedacht worden sind, bemühen viele Behörden. 132 Zeugen sind geladen. Deutschland ist ja reich und kann sich die Zeugengelder leisten. . . . Eigentlieh (sonst nicht) könnte man unserem heutigen Staate für die freundliche, kostenlose Unterkunft dankbar sein. Als S. A.-Mann zeigt man diese ,Dankbarkeit‘", indem man kämpft; legal selbstverständlich.“ Der ״A n g r i f f“, der diesen Brief abdruckte, wurde daraufhin auf 7 Tage verboten. Wie der ״Montag-Morgen“ erfahren haben will, ist in den letzten Wochen eine Kommission der nationalsozialistisehen Aerzte in allen Krankenhäusern Berlins, staatlichen und städtischen, erschienen, um Listen über die Aerzte aufzustellen, die im Dritten Reich auf ihren Posten verbleiben können. Immerhin fand die Kommission eine beschränkte Anzahl jüdischer Aerzte noch unentbehrlich, und diese kamen 10. Januar eine Tagung abhielt, hat zur Frage des Judengesetzes, das gegenwärtig das preußische Staatsministerium beschäftigt, einstimmig folgende Entschließung gefaßt: ״Der Große Rat des Landesverbandes verlangt die Verabschiedung des Judengesetzes mit Innehaltung aller Grundsätze seines autonomen Entwurfes von 1928. Er verlangt, daß allein auf dieser Grundlage die Verhandlungen von seinen Vertretern geführt werden. Er weist seine Vertreter an zu erklären, daß ein Entwurf die Zustimmung des preußischen Judentums nur findet, wenn die Beschlüsse des Landesverbandes berücksichtigt werden und daß der Landesverband sich Vorbehalte, andernfalls seine Forderungen vor dem Landtag zu vertreten.“ Hiermit hat der Große Rat nach einer sehr umfangreichen Debatte sich wiederum einmütig auf den Standpunkt gestellt, daß nur die Grundsätze seines eigenen Entwurfes von 1928 die Grundlage eines neuen preußischen Judengesetzes werden dürfte, ln dieser Debatte haben von der Jüdischen Volkspartei Dr. Kollenscher und Dr. Sandler das Wort ergriffen. Kollenscher hat darauf hingewiesen, daß es uns nicht darauf ankommen könne, irgendein Gesetz zu verabschieden, sondern daß ein Gesetz nur Wert habe, wenn es die Forderungen der preußischen Judenheit, insbesondere die Gleichberechtigung aller Juden und die Neuregelung des Austrittsrechtes in einer die Existenz der Gemeinden und des Verbandes sichernden Weise enthalte. Er hat verlangt, daß in keinem Punkte der Verhandlungen von dieser un verrückbaren Grundlage abgewichen werden dürfe und daß auch jede private AeuSerung eines Verhandlungsführers, die mit diesen Grundsätzen in Widerspruch stehen, ausgeschlossen sein müsse. Wenn es-nicht gelingen seUterfdiMt M der ■ Regierung, ein brauchbares Gesetz durchzusetzen und wenn es nicht zu verhindern sei, daß die Regierung ein von unseren Grund- Sätzen abweichendes Gesetz dem Landtag vörlege, so müsse Der Kultusminister der spanischen Republik, Don F ernando de los Rios, der in diesen Tagen in Spanisch- Marokko geweilt hat, lud die Führer der Jüdischen Gemeinde Tetuan zu sich ein und hielt an sie in Gegenwart des spanischen Generalkommissars für Marokko, des Großveziers und des Militärkommandanten Cabanellas eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Wenn ich unter spaniolisdien Juden weile, fühle ich mich in der Heimat. Viele Länder habe ich bereist, überall habe ich meine jüdischen Freunde, ln Deutschland war ich glücklich, von den dort lebenden Juden mit allen Zeichen der Sympathie empfangen zu werden. In New York wie in Paris stand ich in engem Kontakt mit den sephardischen Juden. Und immer, wenn ich unter Juden weilte, machte mich der Gedanke traurig, daß Spanien einst seinen Juden große Unbill zu gefügt hat. Spanien, meine geliebte Heimat, hat sich des Vorteils begeben, die Wiege einer wundervollen jüdisehen Kultur zu sein; dies hätte es vor allen anderen Ländern ausgezeichnet. Die Erinnerung an die Austreibung der Juden aus Spanien bohrte sieh wie ein Dorn in mein Fleisch. Immer hegte ich die Hoffnung, daß Spanien, einmal eine Republik geworden, das im Jahre 1492 an den Juden begangene Unrecht wieder gutmachen und den Begriff spanisches Judentum zu einer Realität machen werde. Als ich Justizminister war, fiel mir in den Cortes die Aufgabe zu, offiziell mitzuteilen, daß die Regierung das Judenaustreibungsedikt vom Jahre 1492 für ungültig erklärt hat und den spanischen Juden ihre Bruderhand reicht. In diesem Augenblick, da mir der Enthusiasmus der Deputierten und des Volkes entgegenströmte, fühlte ich, daß Spaniens Schmach beendet sei. Nicht jene Nationen sind groß, die alle Elemente anderer Art ausschließen, sondern jene Nationen sind groß, die fähig sind, andere Elemente in sich aufzunehmen und mit ihnen eine Einheit zu bilden. Diejenige Kultur ist die größte, die fähig ist, verschiedenartige nationale Elemente zu einer Einheit zusammenzuschließen. auf die Zulassungsliste. Aber auch diese hoffe man so bald wie möglich wegschicken zu können. Das ״Berliner Tageblatt“ veröffentlicht einen interessanten Befehl der Reichsführung der Hitler-S. S. (Schutz-Staffeln), der ab 1. Januar 1932 eine Heiratsgenehmigung für alle S. S.-Männer einführt. Für die Bearbeitung dieser Angelegenheit wird ein ״R assc-Am t“ eingerichtet, bei welchem ein ״Sippen-Buch“ gef lirt wird. Diese Heiratsgenehmigung soll einer Rassenrtuschung vormit aller Kraft der Versuch gemacht werden, im Landtag dieses Gesetz zu Fall zu bringen; es sei jedoch ein Gebot der Loyalität und der politischen Verantwortung, auch jetzt schon von diesen Absichten der Regierung Kenntnis zu geben. Dr. Sandler hat namentlich zur Frage des Wahlrechtes der Ausländer gesprochen und ein umfangreiches Material über die geglückten und mißlungenen Versuche der Entrechtung von ausländischen Juden in Preußen vorgebracht. Vor Annahme der angenommenen Resolution ist von Kollenscher erklärt worden, daß diese Resolution zwar nichts über die Verpflichtung der Verhandlungsführer ־zur Unterdrückung etwa entgegenstehender persönlicher Meinungen enthalte, daß aber auch die Volkspartei dieser Resolution zustimme, weil sie überzeugt sei, daß nach dem Gange der Verhandlungen es keinem Verhandlungsführer einfallen werde, auch nur für seine persönliche Meinung, Erklärungen abzugeben, die mit den Grundsätzen des Entwurfes von 1928 nicht übereinstimmten. * Die Etatsberatung für den Haushaltsplan für das Jahr 1932/33 stand unter dem Zeichen der allergrößten Sparsamkeit. Da mit einer erheblich geringeren Zuwendung von Staatsbeihilfen zu rechnen ist als 1m vorigen Jahre, ergab sich die Notwendigkeit, die Beiträge derjenigen Gemeinden, welche noch als leistungsfähig angesehen werden können, zu erhöhen. Die von allen Gemeinden zu erhebende Umlage soll wie bisher auf % «/o des Reichseinkommen-Steuersolds festgesetzt werden. Von denjenigen Gemeinden, die von ihren Mitgliedern weniger als 3 0/0 der Reichseinkommensteuer erheben, soll eine besondere Notstands-Umlage des Landesverbandes gefordert werden, und zwar in Höhe eines werteren 1/5 0/0 der Reichseinkommensteuer. Der Rat hat außerdem auf fast allen Gebieten seiner Wirksamkeit Abstriche machen müssen. ׳.Die ■•Einberufung des V ׳e r b 4 ע d .י i״. g .־. ־. Vjurde für Mitte März oder Anfang April vorgesehen. Wir werden noch zu dem dem Verbandstag vorzulegenden Etats- Entwurf Stellung nehmen. Juden von Tetuan, schloß der Minister, vergeßt die Vergangenheit! Denkt an die Zukunft! Hofft aut das liberale Spanien der Zukunft, in dem arabische, jüdische und spanische Kultur zu einer Einheit zusammenschmelzen werden! Eine Kultur wird es geben, unter deren Oberfläche aber werden verschiedenartige Ströme fließen, jeder wird seine Eigenart bewahren; diese Kultur wird charakterisiert sein durch die tiefe Liebe zum Wissen, die euch Juden von je eigen ist. Vergeßt nicht, daß ich zu euch nicht in privater Eigenschaft spreche, sondern offiziell im Namen der Regierung der spanischen Republik, in der es zwischen den religiösen Gemeinschaften keine Differenzen geben darf, in der wir alle für das gleiche Ideal einer freien und aufgeklärten Menschheit wirken. Don Fernando de los Rios besuchte in Xauen die spanischjüdische und die spanisch-arabische Schule, ln seiner in der spanisch-arabischen Schule gehaltenen Ansprache drückte er die Hoffnung aus, daß Araber, Juden und Spafier, wie einst im 13. Jahrhundert in Toledo, sich zu einer Kultur von hoher Blüte vereinigen werden. Die in Barcelona erscheinende Zeitung ״La Notidas“ erklärt dazu im Leitartikel, die Regierung müsse dafür sorgen, daß die bei Juden und Arabern in Marokko neu erwachten Hoffnungen nicht enttäuscht werden; wir müssen ihnen durch Taten beweisen, daß wir das, was wir sagen, auch meinen. * Es ist interessant und symptomatisch, daß zu einer Zeit, wo in Mittel- und Osteuropa eine schrankenlose Judenhetze eingesetzt hat, ein Repräsentant des neuen Spanien offiziell die Verpflichtung zur Wiedergutmachung des von seinem Land vor 4!/-j Jahrhunderten begangenen Unrechtes anerkennt, daß er von der Schmach Spaniens spricht, die seine Nation durch jene grausame Vertreibung der Juden, die in der jüdischen Geschichte als eine der schwärzesten Leidensetappen fortlebt, aut sich geladen hat. Das Beispiel Spaniens sollte andere Völker nachdenklich machen; es ist nicht leicht, nach Jahrhunderten eine solche Schmach zu tilgen. beugen und ״die «!)gesundheitlich wertvolle Erhaltung deutscher nordisch bestimmter Art“ verbürgen. Es ist natürlich leicht, auf Grund der herkömmlichen Vorstellungen des letzten Jahrhunderts derartige Einrichtungen zu verspotten. Wir glauben, daß es wichtiger ist, sie als Tatsachen einer Welt, in der wir leben, zu betrachten, und damit zu rechnen, daß Vorstellungen und Tendenzen, die in alten Zeiten ja nicht ungewöhnlich waren, heute in manchen Gruppen wieder lebendig werden. Spaniens uertrienene Juden Das liberale Spanien bedauert das Unrecht von 1492

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