Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1931-10-09 · Heft 78 (9.10.1931) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 78 (9.10.1931)
Date
1931-10-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2653252-2653325--22615-2680858
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Seite 474 Nr. 78,0.X 103! Aus den Gemeinden Berliner Repräsentanten-Versammlung Vefwaliangidlrektor — Notitandamafjnahmen In der Sitzung der Repräsentanz. vom 7. d. M. wurde Dr. Walter Breslauer, der Liihrrr der Liberalen Fraktion im Preußischen Landesverband Jüdischer Gemeinden, zum V e r w a 11 u tt g s - D i r <■ k t ״ r der Gemeinde gewählt. Wir haben in der vorigen Nummer berichtet, daß eine Siebener■ Kommission die 11S eingrlatjfenen Bewerbungsschreiben zu prüfen und der Repräsentanz Bericht zu erstatten hatte. Die Kommission, in welcher von volksparteilichcr Seite Dr. Mo» es und Alfred Berger satten, faßte einstimmig den Beschluß, sieben Bewerber für eine engere Wahl zu empfehlen und den Vorstand zu ersuchen, mit diesen sieben Kandidaten Verhandlungen zu pflegen. T rot/, dieses einstimmigen R c s r 11111 s s c 8 der ge m i seht e 1t K 6 m - mlssiön bestätigte d i e Repräsentanz mit 21 liberalen Stimmen gegen 15 Stimmen der Volkspartei, Dr. Cohns mul des I Thetparteilcrs Dr. Hirsch bei zwei Stimmenthaltungen (K.-A. Stern und Bruno Wo ץ da) den Vorschlag des Vorstandes. Somit ist Dr. Walter Breslauer mit einem Jaliresgelialt von 1SOCX! M. zunächst *für sechs Monate und dann für Lebenszeit bei Zusicherung einer Jahrespension von 10 000 M. zum Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde gewählt. Es ist wohl noch niemals vörgekomtnett, daß man einen derartigen Beschluß in einem solchen Eiltempo unter Mißachtung aller Argumente und einstimmiger Beschlüsse einer Kommission, in der die Liberalen die Mehrheit hatten, gefaßt hätte. Die Verantwortung dafür fällt reitlos aüf die Liberalen, mit deren Vertrauen sich der neue Verwaltungs-Direktor wird b e - g n ü g e n müssen. Denn es ist nicht anzuitchmen, daß die Neln-Sager bei seiner Bestallung geneigt sein werden, in ihm einen alle Richtungen berücksichtigenden sachlichen obersten Verwalter der Gemeinde zu erblicken. Wir werden zur Frage des Verwaltungs-Direktors noch ausführlich Stellung nehmen. Die Debatten bei der Behandlung dieses Gegenstände» In der geschlossenen Sitzung der Repräsentanz stauden an Schlrfe den Debatten in der Sitzung vom 28. Septem&er nicht nach. Es ist kein Zweifel, daß die Art, wie die Liberalen die Ernennung Dr. Breslauers durchgepeitscht haben, nicht dazu angetan ist, eine Atmosphäre friedlicher Zusammenarbeit zu schaffen. ln der Öffentlichen Sitzung wurden ein Dringlichkeits-Antrag des Vorstandes, Verzugssteuern in der Höhe von 2 #/* halbmonatlich — -IS ״;,! jährlich — für rückständige Steuern zu beschließen, sowie ein Antrag der Überalen Fraktion, die Redezeit in der Repräsentanz auf 20 Minuten für Antragsteller und 10 Minuten für Diskussionsredner zu beschränken, auf Einspruch der Volkspartei vertagt. Hierbei erfuhr man aus dem Munde Dr. Klees, daß der Rückgang der Steuern am 1. Oktober 1931 bloß tim 30 000 M. hinter der eingegangenen Steuersumme vom 1. Oktober 1930 zurückbleibt. Allerdings dürften die Steuerausfällc in den kommenden Wochen infolge der kritischen Ereignisse seit Juli 1931 einen beträchtlichen Umfang annehmen. Der größte Jeil der öffentlichen Sitzung war mit einer Debatte über die Maßnahmen der Jüdischen Gemeinde zur Linderung der ungeheuerlichen Notlage weiter Schichten der jüdischen B cvö 1 k erung In Berlin ausgcfüllt. Vorstandsmitglied Direktor Stahl erstattete einen erschütternden Bericht. Die Art, wi« dieser in der Wohltätigkeit erprobte, mit Herz und Opfer* sinn für die Notleidenden wirkende Mann seine Ausführungen vorbrachte, gewannen ihm die Sympathien aller Anwesenden. In der Diskussion sprachen Vertreter sämtlicher Richtungen, wobei der einmütige Wille zum Ausdruck kam, in weitestgehendem Maße und mit von modernem Geist erfüllter Tätig- Reit für die von der schweren Wirtsduftsnot, von Erwerbslosig* Leit und Krankheit betroffenen Mitglieder der Jüdischen Genicinde ln Berlin das äußerste aufzubieten und unablässig die jüdische Öffentlichkeit zur Unterstützung dieser Aktion der Gemeinde aufzurufen. Es wird unsere Aufgabe sein, zu diesem in der gegenwärtigen Zeit wichtigsten Arbeitsgebiet der Jüdischen Gemeinde ausführlich Stellung zu nehmen und fortlaufend über den Umfang und den Erfolg der eingeleiteten Aktionen zu berichten. s. n. Leipziger WahlrediismanÖver Seitdem die Vertreter der Jüdischen Volkspartei und der Poale Zion, der andauernden Majöristerimg durch die liberale Scheinmehrheit und ihr Orthodoxes Anhängsel müde, das Leipziger jüdische Gemeindeparlament verließen, ist die Frage der Wahlrechtsreform in der Schwebe geblieben. Neuerdings hat sie wieder Aktualität dadurch erlangt, daß nach dem bisher gelten* den Statut noch vor Ablauf des Jahres 1931 eine Gemclndewahl siattflnden muß, zum Ersatz der itirtiusgetnäß nach dem Prinzip der Drittelerneucrung ausscheidenden elf Gemcindcvertrefer. Da allseitig anerkannt wird, daß ein Wahlkampf heute durchaus unerwünscht ist, zumal auch vom Finanzstandpunkte aus, so haben schön seit längerer Zeit Verhandlungen zwischen beiden Lagern stattgefunden, um eine Verständigung in der Wahlrechtsfrage doch noch zu erzielen. Leider ist all das an der starren Haltung der liberalen Fraktion gescheitert. Man wollte wohl um einige Mandate mit sich handeln lassen, blieb aber durchaus unzugänglich gegenüber der grundsätzlichen Förde* rung unserer Freunde nach einem wirklich demokratischen Wahlrecht, das auf die entwürdigende AusländerklauscI endlich zu verzichten hätte. Infolgedessen blieb für Volkspartei und Poale Zion schließlich kein anderer Weg, als Liberale nebst ihren orthodoxen Nachbetern auch weiter unter sich zu lassen, dem Gemeindeparlamcnt fcrnzubleiben und auf dem Wege weiter zu arbeiten, der leider als einziger noch Aussichten bietet, auf dem Wege der Verständigung mit den maßgebenden Faktoren der sächsischen Landesgesetzgebung. Für Liberale und Orthodoxe wurde damit die Situation etwas unbehaglich. Der Wahltermin karn immer näher. Schon vor einigen Wochen mußte der Gemeindevorstand die Wählerliste zur fristgemäßen Berichtigung auslegen lassen. Um nun dem unbequemen Wahlkampf doch noch in letzter Minute zu entgehen, wurde jetzt für den 5. Oktober nach langer Pause wieder eine öffentliche Gemeindesitzung einberufen. Gemeinde- Vorsteher Karl G ö 1 d s c h in i d t (liberal) eröffnete sie mit der Präsentierung eines Antrags seiner Fraktion, das Gemeinde- Statut insoweit zu ändern, daß die jetzt bevorstehende Wahl um ein Jahr verschoben und die Amtsdauer der ausscheidenden üemeindevCrtretcr entsprechend verlängert wird. Für die Liberalen begründete R.-A. Dr. Konrad Goldschmidt den Antrag und teilte ausdrücklich mit, daß die Verhandlungen mit der Volkspartei über den Wahlaufschub gescheitert seien. Als Wortführer der Orthodoxen empfahl St c i n , den liberalen Antrag fallen zu lassen und einen anderen Ausweg zu suchen, zwecks Frmöglidiung einer Gesamtneuwahl der Gemeinclevertretung in absehbarer Zeit, Die Sitzung — an der die Mandafare der Jüdischen Volkspartei und der Poale %jon selbstverständlich nicht tcilnahmen -- schloß damit, daß Liberale und Orthodoxe sich in schönster Einstimmigkeit darauf einigten, die jetzt fälliggcwesene Wahl zu vertagen und inzwischen durch c.rte Kommission das Wahlrcformproblem er- ,örtern zu lassen. JÜDISCHE RUNDSCHAU -- - . ..... .— .-.-.—.—.. Der einen Unbequemlichkeit, die Politik der ״regierenden“ Fraktionen demnächst einer vernichtenden Kritik durch die Gemelndewlhler unterworfen zu sehen, Kt man durch den erwähnten Beschluß zwar glücklich entgangen. Aber durch keine Verschleppungstaktik wird man es vermeiden können, daß die öffentliehe Diskussion über das Wahlunrceht fortdatiert und schließlieh den Eingriff einer Instanz herbeiführt, die der Gemeinde übergeordnet ist. Pikant Ist die Reminiszenz, daß der Auszug der Opposition aus dem Gemeindeparlamcnt einst erfolgte, weil man ihr selbst das bescheidene Verlangen auf Kommission»- beratung brüsk ahschlug. Nun hat man *ich heute auf einmal zur Einsetzung einer Kommission entschlössen, allerdings aus ganz anderen Motiven und offenbar zu einem von einer gerechten Wahlreform weit abweichenden Zwecke. All diese Manöver können die Opposition weder verwirren noch einschüchtern, ihr Ziel bleibt ein Wahlrecht auf der Basis der Gleichberechtigung sämtlicher Gemeindcmitglicder. I וי. J. Adl er, Leipzig. JEWISH AGENCY iiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiHimiimmiiimiiiiMmiuiiiimiiiwiiimuuiuimiiimmuiiltUmiiiHiiiimwmH Begr ü fjungsabend zu Ehren von Prof.Dr.ChalmWelimann Vorsitz: Rabbiner Dr. Leo BAECK Ansprachen: Stadtkammerer Bruno ASCH Rabbiner Dr. Leo BAECK * Kurt BLUMENFELD Dr. Schmerle LEVIN Prof. Dr. Chain WEIZMANN Sonntag, den 11.Oktober, abends SUhr, bei Kroll (Großer Stal) Teegedeck (einschl. Bedienung und Garderobe) M. 2.- Reitlldie Karten Im Vorverkauf Sonnabend 0—8 Uhr, Sosntat 10-1 Uhr im Büro derJewHh Aitency, Berlin WIS, Metneke*tre$e io (Telefon: J l Bismarck 7165 J Kleine Nachrichten Beim Hauptbüro des jüdischen Nation alfonds in Jerusalem ist eine Summe von 4000 Pfund aus Südafrika als Vorschuß auf das Ergebnis einer am kommenden Montag in Johannesburg stattfindenden Veranstaltung eingelangt. In London starb im Alter von 32 Jahren Miß Dorothy Alice Kisch , Schwester des früheren Mitglieds der Exekutive der Jewäsh Agency Colonel F. H. Kisch. Miß Kisch hat sich in der allgemeinen wie in der jüdischen sozialen Fürsorge Englands hervorgetan. Die ״Times“ widmet Miß Kisch einen warmen Nachruf. Soeben begann in Berlin eine neue Wochenschrift, ״Ber- 1 i 11 e r Jüdische Z e i 111 n g“, Organ für die Gesamtsteressen des Judentums, zu erscheinen. Als verantwortlicher Redakteur zeichnet Gurt Kramarski. In dem Programmartikel setzt sich die neue Zeitung zum Ziel. Angriffe auf die jüdische Gemeinschaft abzuwehren und dabei neue Wege zu suchen. Die Zeitung will unparteiisch sein und vor allem der jüdischen Sportbewegung einen größeren Raum cinräumen. in dem in der letzten Nummer veröffentlichten Nachruf für Professor Max L ö h r ist leider versehentlich die Bemerkung weggeblieben, daß der Verstorbene ein sehr interessiertes Mitglied des Deutschen Komitees Pro Palästina ge* wesen ist. A11 der Wiener Universität brachten die Hakenkreuz-Studenten ein Plakat an, in welchem behauptet wurde, daß die Juden das Eisenbahn-Attentat in Bla-Torbagy (Ungarn) verübt hätten. Auf Einspruch der Kultusgemeinde wurde das Plakat entfernt. Die nächste Nummer der Zeitschrift des deutschen Misrachi, ״Zion“, erscheint Mitte Oktober als Doppelnummer, Der Allgemeine Rabbiner-Verband in Deutschland wird in diesem Jahre seine für Dezember angesetzte Haupt- Versammlung nicht abhalten. Geheimrat Berthold Timendorfer gestorben. In der Nacht vom 4. zum 8. Oktober verstarb in Berlin Geheimer Justizrat Berthold Timendorfer im Alter von 78 Jahren. Geheimrat Timendorfer wurde 1853 in Rosdzin (Oberschlesien) geboren und lebte seit 1882 in Berlin. Von 1898 bis 1924 war er Groß- Präsident des deutschen Distriktes des Unabhängigen Ordens Bnci Brith, der ihn 1924 zum Ehrenpräsidenten wählte. Timendorfer nahm auch sonst an führender Stelle an der Gestaltung des jüdischen Lebens in Deutschland teil. Vermischte* Konferenz des Hechaluz. Tagesordnung: Sonnabend, den 1Ö. Oktober, abends, geschlossene Teilnahme an dem Weitmann-Abend. — Sonntag, den 11. Oktober, Sitzungssaal der Z. V. f. D., morgens 9 Uhr: Eröffnung, Begrüßungen, Festlegung der Tagesordnung, Ergänzung des schriftlichen Merkasbericht«, Referat und Diskussion über ״HachScharahfragen“. 14— 16 Uhr: Pause. 10 Uhr: Referat und Diskussion über ״Die Tarbutharbeit des Hechaluz“. 192/י Uhr: Gr. Saal der Synagoge Fasanenstr. 79/80, Referat: ״Die jüdische Gegenwart und der Hechaluz“, Aussprache, Feier. — Montag, den 12. Oktober, Sitzungssaal der 2. V. f. D., morgens 9 Uhr: Referat über ״Die Lage in der Weltbewegung des Hechaluz“, Referat und Diskussion über ״Alijahprobleme“, 13—11 Uhr: Pause für die Sitzungen der Permanenzkommission, 17 Uhr: Beschlüsse, Waltlen, Schlußsitzung. Zionistischer Gruppenverband Hessen und Hessen-Nassau. Am Sonntag, dem 18. Oktober 1931, vörm. 10(4 Uhr, findet in Frankfurt a. M., im Synagogensaal, Unterlindau 21, eine Tagung des zionistischen GnsppftnVCrbandes statt. Tages- Ordnung: 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden der Frankfurter Zionistischen Vereinigung; 2. Referat von Herrn Kurt Blumenfeld, Thema: ״Die Werbekraft der zionistischen Idee'*. Diskussion. Mittagspause. — Beginn der Nachmittagssitzung 31/9 Uhr. 1. Referat von Herrn Dr. Alfred Landsberg (Wiesbaden): ״Zionismus und die Probiente der Zeit“. Diskussion; 2. Schlußansprache Dr. Schmarja Le via (Palästina), - Vor Beginn der Nachmittagssitzung, 3 Uhr, findet im Zionistischen Sekretariat, Unterlindau 21, eine Besprechung der Führer der Jugendbünde des Gruppenverbandes statt. — Die Vertrauensmänner des K K L werden zu einer Sondersitzung gebeten, die nachmittags um 6 Uhr stattfindet und Fragen der KKL-Arbeit im Bezirk behandeln wird. Zionistischer Gruppenverband Obersclilesien. Sonntag, den IS. Oktober, nachmittags 3!/״ Uhr, findet in Beuthen (Ö.-S.j, Hamburger Hof, Fr.-Wilh.-Ring 6» ein Gruppenverbtndstag statt. Referent: Moses Wald mann (Berlin). Die genaue Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Die 0bergchle6iachen Zionisten werden um vollzähliges Erscheinen gebeten. Der Zionistische Gruppenverband Rechtsrtieinland und Westfalen veranstaltet am 18. Oktober d. J. einen Gruppen• verbandstag. Die Tagung findet in Essen/Ruhr, Gewerkschaft«- haus, Kastanienallee 95, statt. Wir bitten unsere Freunde im Bezirk schon heute, sich diesen Tag für die Veranstaltung freizuhalten. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Der Unterricht wird am Dienstag, dem 13. Oktober, in sämtlichen Klassen wieder aufgenommen. Neuanmeldungen beim Leiter N. Berggrün, Grüttiwald, Trabener Sir. 2, Brabant 501. Palästina-Amt Berlin. Mit Beginn des Winterhalbjahres sind die Sprechstunden des Palästina-Amtes wieder regelmäßig mörgens von 9«/י- -lö Uhr, Mcinekestr. lö. Die Direktion der Levante-Mf»®®, Td-Awiw 1932, hat zur Vertretung ihrer Interessen in Europa ein Büro in Berlin er- Öffnet, das unter der Leitung des Herrn Julius Berger aus Tel-Awiw steht. Zuschriften sind zu richten an: Levante-MMsc, Europa-Büro, Berlin W 15, Mcinekestr. 10; Telegrammadresse! Orghip Levantfair Berlin: Fernsprecher: Bismarck 7165. ״Die jüdische Melodie“. Der bereits angekündigte Kursus unter Leitung von Alice Jacob-Loe wensöti neginnt erst nach den Ferien am Dienstag, dem 13. Oktober. Mannheim. Die Ortsgruppe hat ihre Winterarbeit begonnen. An Stelle von Dr. Hans Kohn, der durch einen Todesfall am Erscheinen verhindert war, sprach Herr Dr. Otto Si fflon. Der Vortrag von Dr. Hans Kohn findet nunmehr bestimmt am 12. Oktober statt. — Am 1. Oktober sprach Herr Dipl.- Ing. Ka uff mann aus Jerusalem über die ״Architektonische Anlage jüdischer Siedlungen in Palästina“. Der außerordentlieh interessante Vortrag hätte einen viel besseren Besuch ver« dient. Am 26. Oktober wird Herr Dr. Hildesheimer Ober ״Allgemeiner Zionismus“ sprechen. Damit beginnt ein Zyklus über die Strömungen im Zionismus. Der Vorstand erwartet mit Bestimmtheit, daß diese Vorträge das Interesse der Mit« glieder finden werden. Alle Vorträge finden in der Harmonie, D 2, abends i/aO Uhr, statt. Gäste sind stets willkommen. Dr.S, Jüdischer Frauenbund, Verband Berlin. Schutuagtkur$ us: ״Die Jüdische Gemeinde Berlin, ihre Organisation — ihre Aufgaben“. Logenhaus, Kleiststr. 10, Dienstag nachm. 51/2—7(4 Uhr. 20. Oktober: Aufbau und Verwaltung der Gemeindc, Steticrrecht, Wahlrecht, Gemeindeblatt. Dr. Walter Breslauer. 27. Oktober: Die Gemeinde und die großen jüdischen Organisationen Deutschlands: Deutsch-Israelitischer Gemeindebund, Zeniralvvohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Preußischer Landesvcrhand. Dr. Friedrich Öilendorff. 3. November: Kultus. Hermann F alkenberg. 10. November; Schule. Robert Hirschf e 1 d. 17. November: Die Parteien ln der Gemeinde. Dr. Eva Reichmann-Jungmann. 24. November: Die Aufgaben der Frau in der Gemeinde. Bertha Falkenberg. — Dauer des Vortrags: #/« Stunden, Ausspräche und Anfragen: 3/! Stunden. Einschreibegebühr für den ganzetj Kursus; 1 RM. Anmeldungen, auch von Nichtmitgliedern und jugendlichen, erbeten bis 12. Oktober d. J. an die Geschäftsstelle des Verbandes Berlin des Jüdischen Frauenbundes, Grunewald, Königsailee 11a. Bei genügender Beteiligung würde ein Parallelkursus abends 8 Uhr im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, stattfinden. — Ab Januar 1932: Wohlfahrt«- und Jugendamt, Kranken-, Altersfürsorge. K. J. V. Stellenvermittlung. Bundesbruder, Kinderarzt, sucht günstige Niederlassungsmögllchkeit oder Assoziation. — Bundesbruder sucht Privatstunden (bes. nettere Sprachen und Deutsch) oder Uebersetzungen und Dolmetschen (Französisch). Außerdem kann er Auskunft in allen Unterrichts- und Erziehungsfragen geben. — Bundesbruder sucht Vertretungen praktischer Aerzte oder Gynäkologen. — Niederlassung* atöglichkeit für Hals-, Nasen-, Ohrenarzt kann nachgewiesen werden. — in Berlin kann günstige Praxisübernahme eines verstorbenen Frauenarztes nachgewiesen werden. — Der Verkauf einer modernen, vollständigen zahnärztlichen Einrichtung kann nachgewiesen werden. — Auskunft erteilt das Präsidium des K. J.V. Oeffentliche Kundgebung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und der Berliner Zionistischen Vereinigung. Dr. Chaim W e i z m a n n: ״Zionismus und Judenfrage“. Einleitende Ansprachen: Dr.Schmarja Levin, Alfred Berger, Hermann Lelcwcr, Oscar W o 1 i s b e r g. Sonnabend, den 10. Oktober 1931, abends 8V4 Uhr, im Bach-Saal, Lützowstr. 76. — Karten M. 1, 2, 3 im Vorverkauf bei Bote & Bock, Leipziger Straße, und Tauentzienstr. 7b, Wertheim, Alexanderplatz und Leipziger Straße, und Abendkasse. Gruppe Reinickendorf der B. Z. V. Sonnabend, den 24. öktober (nicht am 17.), abends 81/2 Uhr, im Mokka Marold, Müllerstr. 137 (U-Bahn Seestraße), Dr. S. Kariowitz: ״Weltkrise und Judenschicksal“. Frauen-Arbeltsgemelnichaft für Palästina. Die Bezirksgruppe Lichterfelde veranstaltet einen Geschichtskursus unter Leitung von Frau Boschwitz und einen Palästina kursue unter Leitung von Frau Jakobus. Nächste Veranstaltung Palästinakursus bei rtau Hanna Georg, Lichterfelde, Dählemer Str. 64, am Dienstag, dem 13. Oktober, nachm. 4(4 Uhr. Oiste Willkommen. Klub junger Zionisten, Dienstag, den 13. Oktober, abends 8(4 Uhr, Meinekestr, 10: Interne Mitgliederver- Sammlung. Jüdischer Schüterbund. Am Dienstag, dem 13. Oktober, spricht bei uns im Heim des K.J, V., BleibtrCustr. 50, Herr Dr. Georg L u b i n s k I über ״Der Kampf des jüdischen Jugendliehen um seine politische und wirtschaftliche Existenz". Alle jüdischen Schüler und Schülerinnen sind herzliehst eingeladen. Beginn pünktlich 19,30 Uhr. Jüdische Volkspartei, Bezirk Oranienburg. Montag, den 12. Oktober, abends 8y* Uhr, Ellers Hotel, Dr. Alfred Klee: ״Was geht in der Jüdischen Gemeinde vor?“ Beth-Am. Am Sonnabend, dem 17. Oktober, abends 8(4 Uhr, findet in sämtlichen Räumen des Beth-Am zugunsten des Beth- Am eine größere Konzert-Veranstaltung statt. Im Pro* gramm: der junge Geiger Adolf Leszczynsky spielt Kompositionen von Blöclt, Winsawski u. a. Am Flügel: Herr Liachowsky. Die jugendliche Tänzerin Dora Bert 0n 0 wa tanzt den ChaSSid-Tanz und viele andere. Fräulein Lea Schwarz aus Rom, die bereits in Rom verschiedentlich aufgetreten ist, singt Engel, Acharon und Verdi. Am Flügel: Frau Mathilde Torczyner. Sara Wittenberg spielt Chopin, Brahms und Schumann. Eintrittskarten zu t~-3 M. sind im Büro des Beth-Am und an der Abendkasse zu haben. I

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.