Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 72 (15.9.1931)
- Date
- 1931-09-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 444 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 72, 15. IX. 1931 Bücherschau Thomsen, Palästina und seine Kultur In fünf Jahrtausenden. Nach den neuesten Ausgrabungen und Forschungen dargestellt. Dritte, völlig ncubearbeitete Auflage, 120 S. mit S Abb. im Text und 34 auf 16 Tafeln. Verlag J. C. Hinrichs’schc Buchhandlung, Leipzig, 1931. M. 3,50. Der als Verfasser der großen, unentbehrlich gewordenen Palästina- Bibliographie (von der bisher vier Bände im Verlag Hinrichs erschienen sind) bekannte Professor Peter Thomsen (Dresden) gibt seine schon von früher geschätzte kleine Abhandlung nunmehr in einer dem Fortschritt der Wissenschaft entsprechenden Erweiterung in der wertvollen gemein verständlichen Sammlung ״Der Alte Orient“ neu heraus. Wer sich kurz über der! Stand der Ausgrabungen in Palästina orientieren und von einem kundigen, vorsichtigen, übertriebenen Konstruktionen abholden Führer durch die verschiedenen Kulturstadien des Landes leiten lassen will, der greife zu diesem Buch. Thomsen beginnt bei den ersten Anfängen menschlicher Zeugnisse und führt über die kanaanäische, israelitische, jüdisch-hellenistischc, römisch-byzantinische bis an die Schwelle der arabischen Zeit. Die einzelnen aufgefundenen Ruinen, Denkmäler, Geräte, Dokumente werden in ihrem kulturhistorischen Zusammenhang gedeutet, so daß der Leser ein Bild des alten Orients erhält, in dessen Mitte das jüdische Volk seine für die Menschheitsgeschichte so wichtige geistige Tat vollbrachte. Ob freilich die These des Verfassers, daß der Gewinn der Ausgrabungen für die Bibel-Erzählung selbst sehr gering sei, zu recht besteht, darf man vielleicht bezweifeln, wenn man bedenkt, wie viele kühne Vermutungen der Bibelkritik gerade durch Ausgrabungen bereits zugunsten der biblischen Lieberlieferung korrigiert worden sind. — Das Buch Thomsens kann auch Palästinafahrern gute Dienste leisten. S. Taufik Canaan, Dämonenglaube im Lande der Bibel. 64 S. Verlag J. C. Hitirichs’scne Buchhandlung, Leipzig. M. 2,70. Was wissen wir vom inneren Leben der Menschen, die heute Palästina bewohnen? Man darf wohl antworten: sehr wenig. Die eigenartige geistige Welt eines Volkes in seinen niederen Schichten, im Landvolk, dem durch die ״Aufklärung“ noch nicht durchgegangenen Am־Haarez, manifestiert sich im Volksglauben, Aberglauben, Magie, alter Ueberlieferung, die zur Deutung elementarer Seelenvorgänge, Lust und Angst und Verhängnis, dienen soll. Der Dämonenglaube ist bei allen Völkern vorhanden, man vergleiche nur die vor einigen Jahren im ״Juden“ erschienene Artikelserie von Dr. Rappoport über die religiösen Volksbräuche der Ostjuden, und man wird erstaunliehe Parallelen finden zu diesen palästinensisch-islamischen Anschauungen, über die Dr. Taufik Canaan, der bekannte christlich-arabische Arzt in Jerusalem, in der vorliegenden Broschüre berichtet. Ohne natürlich das Berichtete nach prüfen zu können, hat man den Eindruck, daß der Verfasser ein griindlicher Kenner und liebevoller Sammler palästinensischer Folklore ist, und er gibt in einer knappen und sehr anziehenden Dar- Stellung einen wirklich belehrenden Einblick. Alle Palästinenser und die mit Palästina zu tun haben, werden von der Schrift Nutzen haben, aber über diese praktische Bedeutung hinaus ist sie — schon durch die vielen Hinweise und Bibelzitate — auch für das Verständnis der Kontinuität von der Zeit der Bibel bis heute von Interesse. Vielleicht ist es am Platze, bei dieser Gelegenheit auf die vorzügliche Schriftenreihe ״Morgenland, Darstellungen aus Geschichte und Kultur des Ostens“, in der Canaans Abhandlung die Nummer 21 trägt, empfehlend hinzuweisen. s. Von Romain Rollands Hauptwerk ״Johann Christof“ veranstaltet der Verlag Rütten & Loening, Frankfurt a. M., jetzt eine billige Sonderausgabe, in der der einzelne Band (ungekürzt und in Ganzleinen) nur M. 3,75 kostet. Zum Lobe von ״Johann Christof“ braucht wohl nichts mehr gesagt zu werden. Dieses Werk hat seinen Dichter zu einer großen europäischen Figur gemacht, der die Stimme einer höheren Menschlichkeit zu führen befugt ist. Für Uns Juden ist dieses Buch von unschätzbarem Wert, nicht nur wegen der zahlreichen JudengestaL ten, die in dem Roman auftreten, sondern vor allem weil hier die konstitutive, Persönlichkeit bestimmende Kraft des Volkstums, die Eigentümlichkeit der Volkscharaktere, so eindringlieh hervortritt und doch von einer höheren Einheit überbrückt wird. National, volkhaft-sein, gibt erst dem Menschen seine Lebensbasis, aber nationalistisch-arrogant und unduldsam-sein zerstört alles Menschentum. Auch der Jude wird Vollmensch nur, wenn er aus den tieferen Schichten seines Wesens lebt. Dies ist aber keine trockene Lehre, sondern sie wächst aus dem bezaubernden Reichtum dieses lebensvollen Buches. Die billige Ausgabe von ״Johann Christof“ kommt gerade in dieser Zeit, wo viele Menschen richtungslos sind, sehr gelegen; hoffentlich wird sie das Buch in weite Kreise tragen, auch in jüdischen Kreisen es noch dort bekannt machen, wo dies bisher nicht geschah. Vorläufig ist der erste Band, ״Johann Christofs Jugend“, erschienen, in dem das Judenproblem noch keine zentrale Rolle spielt^ I. Der Herausgeber der in Haifa erscheinenden arabischen Zeitung ״AI Hayat“, Akram Zouiatar, wurde zu einer Geldbüße von 100 Pfund und zur Hinterlegung zweier Garantie- Summen von je 50 Pfund verurteilt, weil er Artikel gegen die Juden veröffentlicht hat, die dazu angetan sind, den Frieden im Lande zu stören.- Der arabische ״Fe lest in“ vom 30. August veröffentlicht den Appell eines Juden namens Josef Simhon für Frieden zwischen den beiden Völkern. Die Araber müssen endlich das Recht der Juden auf Palästina anerkennen und die Vorteile, die ihnen die jüdische Immigration bringt, würdigen. Nur durch innige Zusammenarbeit der beiden Völker könne der Verfall des Landes aufgehalten werden. Die demeindewahlen in der Tschechoslowakei (Von unserem Berichterstatter.) hl, Prag, 10. September 1931, Die Vorhereifungen zu den Gemeindewahlen sind überall im vollen Gange. Wie stets bisher bei ähnlichen Anlässen macht sich auf einmal von allen möglichen Seiten großes Interesse für die Juden, insbesondere aber ihre Stimmen kund. Es ist das altgewohnte Schauspiel: Tschechen, Deutsche und Ungarn reklamieren plötzlich die Juden für sich, suchen Verbindungen zu allen möglichen jüdischen Institutionen, um durch sie die jiidisehen Wähler einzufangen. Besonders leicht wird ihnen das Spiel im Osten der Republik in den Kreisen der Agudas jisrol, die in ihrem blinden Hasse gegen alles, was mit einer eigenen selbständigen jüdischen Politik zusammenhängt, wähllos Bundesgenossenschaft auch mit antisemitischen Parteien schließen. Die Poale Zion kandidiert in einigen Orten selbständig, so z. B. Bratislava (Preßburg). Dagegen wurde in Prag eincEinigung zwischen PoaleZionundder Jüdischen Partei erzielt, die nunmehr eine gemeinsame Liste mit dem Namen ״Jüdische Partei und Partei der jüdischen Sozialdemokraten“ eingereicht haben. Triste sieht es — auch ein gewohntes Bild — in Karpathorußlar.d aus. Die politische Zersplitterung der Juden hat hier bereits komische Formen angenommen. In Ungarn wurden bisher vier jüdische Listen (!) eingereicht, auch in einigen anderen kleinen Orten sieht es nicht besser aus. Ortsgruppen Dresden. Am 6. September fand in Dresden die Tagung des Gruppen verbände« Sachsens statt, bei der die sächsischen Gruppen Chemnitz, Leipzig, Zwickau vertreten waren. Außerdem waren anwesend: der Direktor des Keren Hajessod, Herr Dr. Arthur Hantke, Jerusalem, Herr Julius Berger, Tel-Awiw, sowie die Vertreter der zionistischen Kreisleitung Nordwestböhmen, die Herren Dr. H. Pick, Aussig, und Dr. Ullmann, Karlsbad. Die Tagung wurde geleitet von dem Vorsitzenden der Dresdener Ortsgruppe, Herrn Otto Lehmann, und nahm einen ausgezeichneten Verlauf. Dr. Hantke hielt ein Referat über ״Situation und Arbeitsmöglichkeiten in und für Palästina“. Er wies darauf hin, daß die Zionisten sich stärker der rein zionistischen Tätigkeit zuwenden müßten. Er zeigte, wie der Zionist heute eine Fülle zweckmäßiger Arbeiten leisten könne. Nach ihm gab Herr Julius Berger einen kurzen Berieht über den Stand der privaten Kapitalinvestition, insbesondere die erfolgreichen Beteiligungsmöglichkeiten in der Orangenpflanzung. Dr. Löbenstein, Leipzig, gab einen Bericht über Arbeitsmethoden der Ortsgruppen. Er erwähnte insbesondere die Jugendarbeit und die Schwierigkeiten, die ihr infolge der wirtschaftlichen Lage entgegenstehen. — 111 der Nachmittags-Sitzung erfolgte eine sehr lebhafte und anregende Aussprache über Jugendarbeit, Keren Kajemeth, Propaganda und Zusammenarbeit der einzelnen Ortsgruppen. Es ■wurde beschlossen, die Organisation des Gruppenverbandes enger zu fassen und in einen regelmäßigen Austausch von Rednern und Arbeitsanregungen zu treten. Die Ortsgruppe Dresden wurde beauftragt, die Verbindung aufrecht zu erhalten. Die technische Leitung dieser Arbeit übernahm Herr Benno Korn, Dresden. Frankfurt a. M. Vor einer außerordentlich großen Zuhörerschaft —■ der Saal der Unterlindau konnte das Publikum bei weitem nicht fassen — hielt am 3. September Dipl.-lng. Richard Kauffmann, Jerusalem, einen Lichtbildervortrag über ״Die städtische und architektonische Anlage jüdischer Siedlungen in Palästina“. Der Referent ging zunächst auf die geographische Lage, die politischen Grenzen, geologischen und landschaftlichen Besonderheiten des Landes ein, wies auf die Bedeutung der Aufbaufonds hin und vermittelte so hauptsichlieh den in größerer Anzahl erschienenen Nichtzionisten die Voraussetzungen zum Verständnis seines Themas. An Hand vieler Lichtbilder erläuterte der Redner sodann die Gestaltung der verschiedensten Arten von Siedlungen: garienvorstädtisehen, städtischen, landwirtschaftlichen, schilderte er Regional- Planungen und Gebäudeanlagen. Den großen aktiven Anteil, den Architekt Kauffmann an dieser kulturellen und zivilisatorisehen Großstadt hat, erkannte das aufmerksame Publikum dankbar an. Ph.R. Lübeck. In einer Ortsgruppensitzung sprach stud. jur. Karl- Erich M ejer in fesselnder Weise über den Kongreß und seine Eindrücke auf seine zahlreichen jugendlichen Besucher. Anschließend referierte Herr Roth, Berlin, über die Aufgaben der Anglo-Palestine Co. Zwickau/Sa. Ueber ״Die Ergebnisse des Zionistenkongresses“ berichtete in einer gut besuchten Mitgliederversammlung Herr Dr. Ullmann aus Karlsbad am 26. August 1931. In sehr eindrucksvoller und klarer Weise entwickelte er aus dem Geschehen der letzten zwei Jahre ein Bild von dem Wollen und dem Kräfteverhältnis der einzelnen Parteien, wie sie sich bis zum Kongreß und auf dem Kongreß entwickelt haben. Reicher Beifall der Zuhörer dankte Herrn Dr. Ullmann. Der Vorstand schloß hieran die Bitte, daß die jetzt begonnene Fühlungnahme des Nordwestkreises der Tschechoslowakischen Nachbarorganisation mit den Sächsischen Ortsgruppen sich recht bald zu einer Arbeitsgemeinschaft entwickeln möge. Jüdisches Theater. Herr Sitomirsky, der das Theater am Schiffbauerdamm für die neue Saison übernommen hat, hat die jüdische Schauspielerin Anna Jakubowitz aus New York engagiert. Außerdem sind David Zaiderntann, Lerner, Moschkowifz, Mendelwitz, Lehmann und andere verpflichtet. Als Regisseur und künstlerischer Leiter wurde Michael Rasumny, der Mitglied der Reinhardt-Bühnen und des Renaissance- Theaters ist, verpflichtet. VermSsdifes Hebräischer Kindergarten. Wir weisen noch einmal auf den hebräischen Kindergarten des jüdischen Schulvereins, Klopstockstraße 58, hin, der am 1. September eröffnet wurde. Die Leiterin ist Frau Alice Weis-Stadthagen, die in den letzten acht Jahren als Kindergärtnerin und Erzieherin im Kinderhaus in Beth Alpha gearbeitet hat. Das Schulgeld beträgt jetzt 15 M. monatlich. Anmeldungen nimmt die Schulleiterin Frau Nathan, Klopstockstr. 58, Montag, Mittwoch und Freitag von 12—13 Uhr entgegen. Beograd. Die Beograder Radiostation veranstaltet am 19. September, 9.30 Uhr abends, eine Stunde jüdischer Musik, ausgeführt von Arnold Gruß mann, Oberkantor in Beograd, und Violinvirtuose VI. Slatina. Z. J. B. Nordau. Die Geschäftsadresse des Z. J. B. Nordau lautet: Jonas Kiesler, Berlin S. 14, Prinzenstr. 63, Tel. F7 5779. Arbeitsnachweis. Wir machen erneut auf die jüdische Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung aufmerksam. Es ist zweckmäßig, sich zum nächsten Schulentlassungstermin bereits heute wegen einer Lehrstelle anzumelden. Ratsam ist es, zum ersten Besuch der Beratungsstelle Schulzeugnis, Lebenslauf und etwaige Bastelarbeiten mitzubringen. Die Sprechstunden: Auguststr. 17 (Tel. D 2, Weidend. 5936), Knaben: Dienstag u. Freitag von 10—1 Uhr; Mädchen: Montag u. Donnerstag von 10—1 Uhr; Fasanenstr. 79, Synagogengebäude (Tel. J 1, Bismarck 714), für die Bewohner des Westens: Knaben und Mädchen: Donnerstag von 3—6 Uhr; Auguststr. 17: Für Schüler (Knaben und Mädchen): Montag, Dienstag, Mittwoch, nachm, von V24—5 Uhr. Wir haben zurzeit gute kaufmännische Lehrstellen in größerer Anzahl vorgemerkt und bitten Interessenten für solche Stellen sich bei uns zu melden. Ebenso haben wir eine Anzahl Tapeziererlehrstellen und Schlosserlehrstellen vorgemerkt, für die wir noch einige Lehrlinge suchen. — Jüdische Jugendliche, sucht rechtzeitig die jüdische Berufsberatung auf! Jüdische Arbeitgeber, meldet jede frei werdende Stelle der jüdischen Lehrstellenvermittlung. Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Arbeitsnachweise, Abteilung: Berufsberatung, Berlin N 24, Auguststr. 17 (Tel. D 2, Weidendämm 5936). K. J. V.-Stellenvermittlung. in kleinerer Stadt Mitteldeutschlands ist für praktischen Arzt gute Niederlassungsmöglichkeif nachzuweisen. Ebenso für einen Hals-, Nasen-, Ohrenarzt. Auskunft erteilt das Büro des K. J.V. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Gruppe Nord und Ost: Oruppenversammlungs- und Diskussionsabend bei Frau Dr. Pulvermacher, Pankstr. 48, am Mittwoch, dem 16. September, abends 81/S Uhr. Das einleitende Referat hält Frau Dr. Freier. Oäste willkommen. Brit Iwrit Olamit (Hebräischer Weltverband) ruft alle Freunde der hebräischen Bewegung zu einer öffentlichen Volks-undjugendversammlungam Mittwoch, dem 16. September, 8Va Uhr abends, Im großen Saal der Jüdischen Gemeinde, C 2, Rosenstr. 2/4, auf. Tagesordnung: 1. Bericht über die Hebräische Konferenz in Berlin; 2. ״Brit Iwrit Olamit“ und seine Aufgaben; 3. Die Ssela-Akfion. Referenten: Dr. Heller, Dr. Pines, Dr. Soloweitschik, Dr. Rawidowicz u. a. Beth-Am IwrI. Das Beth-Am Iwri veranstaltet am Donnerstag, dem 17. September, abends 81/2 Uhr, eine Jubiläumsfeier zu Ehren des Schriftstellers und Gelehrten Dr. S. A. Horodetzky. Begrüßungsansprachen werden u. a. halten: Dr. Simon Bernfeld, Dr. Harry־ Torczyner und Vertreter der jüdischen Organisationen und Institutionen. Im Konzert- Programm: Gesang; Isaak Henin aus Palästina. Am Klavier: Frau Mathilde Torczyner. Eintrittskarten: 1 M. Für Mitglieder 0,50—1 M. Brith Trumpeldor Berlin. Die Assefah des neugeschaffenen ödud ha Ken findet am Dienstag, dem 15. September, um 10J/3 Uhr, im Heim, Monbijouplatz, statt. Aufgabe: Verteilung der praktischen Palästina-Arbeit. Klub junger Zionisten. Dienstag, den 15. September. Meinekestraße 10, um 8/49 Uhr, spricht Herr Dr. Mechner über: ״Einige Fragen der zionistischen Propaganda“. Zionistischer Jugendbund Nordau. Am Dienstag, dem 15. September, abends 8Va Uhr, spricht in unserem Heim, Lottu mstr. 9—10, Hof pt. links, Kurt S t e c h e r (S. P. D.) über die Eindrücke seiner Palästinareise. Gäste willkommen. Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des JMisrachi an den hohen Feiertagen in den Räumen der Zionistischen Vereinigung, Meinekestraße 10. Karten ä 15, 10 und 5 M. im Büro der B. Z. V., Meinekestraße 10 (Bismarck J1, 7165). ברית עברית עולמית! הברית העברית העולמית מסדרת ביום ד׳ 16 לספטמבר כאולם הגדול של היהלה היהודית רחוב רוזן 4-2 ב 8,30 בערב אספת־עם ונוער גדולה. על סדר היום: א) דו־״וז על הבנסיה העביית בברלין. ב) הברית העברית העולמית ותפקידיה• ג) מפעל ה,,סלע*. הנואמים: ז״׳ר הלר. דיר פינס. ד״ר סולובייציק. ד״ר רבידובייו• כל הברי בית־העם" כל אדגוני־הנוער ובל העברים מוזמנום להשתתף גאספת־עם זו! יובל הששים לש• א• הורודצקי בגית־הענש! ביום החמישי. 17 לספטמבר. בשעה 8 וחצי בערב. חוגג בית׳ העם העברי את יובל ד־זששיס לסופד וההורק ד״ר ש.א. הורודצקי. בין הנואמים: דיר שמעון ברנפלד. ד״ר הדרי טורטשינר. ובאי בח הסתדרויות ומוסדות. בחלק המוסיקלי: נגינת וזמרה• אל הפסנתר: גברת מתילדה ט ו ד ם ש י נ ר• זמרה: י. הגון. הכניסה: 1 מרק. לחברי בית־העם: מ 0.50 - 1 מרק• Vm BLUMENSPENDEN Ißst man ab durch Natfonalfonds-Telegramm! t*nd Baumspenden für Palästina! Telegramme %u 1 Mark bei allen Vertrauensleuten. Ein Baum {tostet 6 Mark, •urir senden eine Benachrichtigung an die aufgegebene Adresse und drucken die Gratulation im Ausweis ab. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL BERLIN W 15. Meinekestraße 10. Telefon: |1 Biamarck 7165• Poetscheck -Konto j Berlin 28247 r Dipl.• Ing. Kurt Stein Dr. med. Lore Stein ■Oompertc Vermählte Krankenhaus Moabit Berlin Statt Karten Dr. Aaron Rosmarin Dr. Trade Rosmarin •WeU» V ermählte 1 Brooklyn N.Y.,U.S.A. 1561—Street t1Hmmn11mt1111H1mmnm11H11m11i11»1HH1nm11mnm11M1mm1m11n1m1»11ntH1nn1m11111 Vegetarischer Mittagstisch (nach Dr. Bircher — Benner) Frau Dr. Simonson Berlin-Halensee, Georg-Wilhelm-Straße 2 vis ä vis dem Bahnhof. Tel.: Pfahburg 4775 inniuiiiiiMiiiiiiiinniiiniiHiniMiiiiiiiiiiniMiiiuniimiiimiiiiininiiiiiuiiniiiiimimwiiiii Spleiplan der Berliner Theater vom 15. bis 18. September 1931 Siaatsoper (Unter den Linden) 15. Sept. Der Piarifertag׳ 16. Sept. Di« Hooknit 4•» Figaro 17. Sept. EinMa.kenball 18. Sept. Dar Pfoifertag Sfaaflldies Sdtauspielbaas 15. Sept Die naidrlicii• Tochter (kein Kartenverkauf/ 16. Sept. Agjunesnnos 17. Sept, Daa Ntirnbergiach 18. Sept Dia flalärlich* Tochter Schiller-Theater 15. S«pt■ Dl• H«l«t 16. Sept. D.r RfcMar von Zalaat•• 17. Sept. Di• Heirat 18. Sept. 10*000 Tal•! Deutsches Theater Kat Theater am BQiowplatz ab 16. September Nebmeituidu ünriarjiendamra- Theater Df• acfcSa* Halma Deutsches Httnsttertheater DJ« Roaenbraat Grobes Schauspielhaus In «r*lB«a R5B1’ Wir bitten unsere Leser bei Bestellungen a:e׳s unsere Inserenten zu bevorzugen und out die ״Jüdlsdne Kundscriou" Bezug zu nehmen. Hßtip. Scnrinsteiier unatetiper Taimudist, mit langjähriger pädagogischer Erfahrung, saefei geeignetes Poeten* Beste Referenzen vorhanden. Off. «. E90 an die )udische Rundschau, Berlin W15, Meinekestr. 10 VerantworÜidher Redakteur; Dr. Warner Bloch, B*risn -Wilmersdorf. Verlag- Jüdische Rundschau G. m. b HU Berlin W15. Verantwortlich für den Inserctenteil; R. Segak Berlin *Wilmersdorf, Anz.-Verw. Jüdische Rundschau G. m. b, H., Berlin W 15 Meinakestr. 10 Druck von Siegfried Scholem* Berlin - Schöneberg-. 008646579865527389095