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Jüdische Rundschau · 1931-07-28 · Heft 58 (28.7.1931) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 58 (28.7.1931)
Date
1931-07-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Etnzclnummrr 0,2s Goldmark Pie llnivcrsü&jssazungcn in Zürich JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u.Freitag. Bezugepreisbei der Expedition 1 R . .v . . ״ monatlich 2,- Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. 1 Redaktmn Vertag und Anze gen-Venvaltung Au.tad-ba»«־«« ward™ ta d« Wtt״״« der •tato™ Lfad«, 1 Judwche RundschauC.m.b.H., BerhnWl5, Meinekestr.lO. Anzeigenpreis; 8 gesp. Nonp«reUle**il* 0,50 G.-M. SteUengesudse 0,25 G-M- 1 I ClephonS J 1 &I8tß8rck 716570־. Poiticheck ■Konten: Berlin 17392, Basel V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39433, Budapest 59693, Danzig!973, Hau*!40470, Prag 59410. Riga 4!55» Strasburg 16430, Warschau 190708, Wien 156030. Bank-Konten; Dartnatädt•*- und NadonalhanJk, Depositen-Kasan Berlin, Kurfürstendamm 52; Rumänisch© Kreditbank, Oroauti (Rumänien); Anglo Palestine Co. in Haifs, Jenisaletn, Tel-Aviv. Nummer 58 | Berlin, 28• VIL 1931 | R«d*Ltions®cWuß Sonntag und Mittwoch nachmittag. י״ר אב חרצ״א | xxxvl j*hrg. & . Ptr Zionismus twlrtbl fUr da« Jüdisch« Volk die Schaffung einer öffentlich. rxhlllch!«»Itlitrteii Hdmslitte In Palästina. ״Baseler Programm." Nach dem Kongreß Aeußerimgen Wiscs, Lipskys und Jabotinskys Basel, 22. Juli. (J. T. A.) Dr. Stephen S. W i s e äußerte sich in einem Gespräch mit dem JTA.-Vertreter über die von der amerikanischen Delegation auf dem Zionistenkongreß beobachtete Haltung und erklärte u. a., es sei nicht die Absicht der Amerikaner gewesen, gegen Weidmann persönlich aufzutreten, sondern, im Interesse der Bewegung, eine Acnderung des Regimes herbeizuführen und zu bewirken, daß die Leitung sich künftighin Kompromissen weniger geneigt zeige. Die amerikanischen Zionisten seien stets für den Frieden mit den Arabern, wenn auch nicht in dem kleinmütigen Geist der Brith Schalom-Gruppe, eingetreten. Sie hätten auch nicht gegen England, sondern nur dagegen Stellung genommen, daß der englischen Regierung gegenüber unaufhörlich Konzessionen gemacht werden und daß man sich jeder Maßnahme der Palästina- Verwaltung unterwerfe. Die amerikanische Delegation habe mit allen Mitteln versucht, eine Auflösung der Jewish Agency zu verhindern, sie sei mit den Arbeitern gegen die Revisionisten für die Aufrechterhaltung der Jewish Agency eingetreten. Auch in der Frage des Judenstaates und der jüdischen Mehrheit in Palästina habe sic mit den Arbeitern gegen die Revisionisten gestimmt. Sie habe sich schließlich auch an der neuen Koalitionsleitung beteiligt, in die bloß die Revisionisten nicht eintreten wollten, und habe sich damit einverstanden erklärt, daß die Arbeiterfraktion in der neuen Exekutive am stärksten vertreten sein soll. Der Kongreß habe das wirtschaftliche Programm der Amerikaner angenommen und auch das politische Programm der Zionistischen Organisation Amerikas hätten sich der Kongreß und die neue Exekutive zu eigen gemacht. Die Kontinuität der Leitung sei nicht nur durch die Wahl SokoIcv/3 und Prof. Brodctskys, sondern auch durch die des Vertreters der Amerikaner, Emanuel Ncwman, in die Exekutive gewährleistet. * London, 24. Juli. (J. T. A.) Louis Lipsky erklärte in einem Gespräch mit dem JTA-Vertreter, die amerikanischen Zionisten hätten keinen Grund, mit der Jn Basel neugewihtfcn Exekutive unzufrieden zu sein. Das Ausscheiden W e i z ־ m a n n s werde zwar von der großen Zahl seiner Freunde in Amerika schmerzlich empfunden werden, aber auch der neugewählte Präsident Sokolow werde von der amerikanischen Judenheit hoch geschätzt Louis Lipsky begrüßte auch die Wahl Prof. Brodctskys, von dem er sagte, er habe in den letzten Jahren an Erfahrung gewonnen und sich auf dem Kongreß durch die Klarheit und Schärfe seines Denkens ausgezeichnet. Der Eintritt Emanuel Ncwmaps in die Exekutive werde alle zionistischen Gruppen in Amerika befriedigen. Schließlich seien Dr. Ariosoroff und Berl Locker würdige Nachfolger Sprinzaks und K a p I a n s k y s. Es handle sich bei der neuen Exekutive in der Tat um ein Weizmann-Regime ohne Wciztnanii. Dr. Wise, fuhr Louis Lipskv fort, habe in dem Interview, das er kürzlich der JTA gegeben hat, den Versuch gemacht, von der Sorglosigkeit der Erklärungen und Aktionen zu den nüchternen Tatsachen des alltäglichen zionistischen Lebens zurückzukehren. Auf dem Kongreß sei die Mehrheit der amerikanischen Delegation in der Die Lage in Deutschland Deutschland hat mehrere sehr schwere Wochen hinter sich. Die vorläufige Entspannung, welche durch die Londoner Konferenz eingeleitet wurde, stellt eine Atempause dar, und die Wünsche und Hoffnungen Aller gehen dahin, daß alimählieh bleibende Beruhigung eintretc und die Verhältnisse sich stabilisieren. Gerade in den kritischesten Tagen der Entwick- Ring waren die führenden Männer unserer Bewegung in Deutschland im Auslande, wo sie an den Beratungen des Zionistenkongresses und der Jewish Agency teilnahmen. Die traurigen Nachrichten, welche aus Deutschland kamen, veranlaßten eine große Zahl der Kongreßteilnehmer, ihren Aufenthalt in Basel abzubrechen und nach Deutschland zurlickzukehren. Es blieben in Basel nur diejenigen deutschen Zionisten zurück, deren Anwesenheit bei den dortigen Tagungen unerläßlich war. Mit fieberhaftem Interesse verfolgten die in der Schweiz Verbliebenen alle Nachrichten in der Presse, und es zeigte sich deutlich, wie innig verbunden alle in Deutschland wohnenden Juden mit dem Schicksal ihrer Ileimat sind. Gerade im Ausland konnte man diese seelische Haltung an sich und an seinen Freunden leststellen. Andererseits ermöglichte die Tatsache, daß man zwei Wochen lang die Vorkommnisse in Deutschland auch durch die Brille eines im Ausland Lebenden zu verfolgen vermochte, eine bessere Beurteilung der Situation. Mit Entschiedenheit konnte man allen Auswüchsen in der ausländischen Berichterstattung über die Verhältnisse in Deutschland entgegentreten. Man machte die Erfahrung, daß sich das ruhige, friedliebende, verständigungsbereite Deutschland, welches durch die gegenwärtige Reichsregierung repräsentiert wird, im Auslande starker Sympathien erfreut Man war mit allen klar denkenden Mensehen aus allen Ländern der Welt, die in Basel versammelt waren, in dem Wunsche einig, daß es Deutschland gelingen möge, den Weg aus allea Wirrnissen zu finden. Man konnte die Feststellung machen, wie sehr Deutschland als ein mitbestimmendes Zentrum menschlicher Kultur und der Welt- Wirtschaft angesehen wird und in welchem Grade die Interessenverflechtung der ganzen Welt erheblich verwirrt erscheint, wenn die Verhältnisse in Deutschland verworren wer- Frage des Endziels ebenso radikal gewesen wie die Revisionisten und habe erst nach dem Eintreffen des Telegramms des Waad Lcumi eine gemäßigtere Haltung eingenommen. Das Hauptziel der Delegation sei der Sturz Weizmanns gewesen. Zur Erreichung dieses Ziels habe sie die ״Majoritäts“-Resolution, das Weizmnnit-lnlerview und die Rundcsgcnossenschaft der Revisionisten benutzt. Die gegen Weizmann 'gerichtete Resolution wurde mit 122 Stimmen der Amerikaner, der Revisionisten, des Misraehi und der Mehrheit der Schwarzbart- Gruppe gegen die Arbeiter, die Eder-Gruppe und die amerikanische Minoritätsgruppe angenommen. So wurde Weizmann ausgeschaltet. Die neue Exekutive jedoch sei in einer Weise zusammengesetzt, als hätte Dr. Weizmann selbst die Auswahl ihrer Mitglieder vorgenommen. Denn sie entspreche in ihrer Zusammensetzung eigentlich ganz der früheren: Sokolow stehe an der Stelle Dr. Weizmanns, an Stelle von Sprinzak und Kaplansky wurden Dr. Ariosoroff und Locker gewählt, an die Stelle Rabbi Berlins trat Farbstein und Emanuel Newman etwa an die Dr. Ruppins und Colonel Kischs. Die kflnltige Politik der Revisionisten Paris, 22. Juli. (J.T. A.) In einem Gespräch mit dem JTA.-Vertreter äußerte sich Wladimir Jabotinsky über die Lage innerhalb der revisionistischen Union und die Absichten der Revisionisten für die nächste Zukunft. Er erklärte, die Revisionisten würden auf ihrer Weltkonferenz, die sie im Dezember 1931 abhalfen wollen, die Entscheidung treffen, ob sie ihre Vcrsuche, die Zionistische Organisation von innen zu erneuern, fortsetzen, oder ob sie eine neue Zionistische Organisation gründen sollen. Eine Meinungsverschiedenheit in den revisionistisehen Reihen besteht nur bezüglich der Frage der Teilnahme der Revisionisten an den Sitzungen des Zionistischen Aktions- Comiics. Dagegen seien alle revisionistischen Führer einmütig der Ansicht, daß die revisionistische Union ihre unabhängige •politisch« Tätigkeit ferrtsetzen soll und daß die Revisionistert den lokalen zionistischen Verbänden nicht länger angehören sollen. Auch darüber, daß die Frage einer Beteiligung der Revisionisten am nächsten Zionistenkongreß bis zur Eröffnung der Schekelkampagne 1933 in Schwebe bleiben soll, bestehe keine Meinungsverschiedenheit. Schließlich gab Jabotinsky seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß auf der Weltkonferenz im Dezember ein einstimmiger Beschluß über das künftige Verbältnis der Revisionisten zur Zionistischen Organisation zustände kommen werde. Bis dahin habe er sich das Recht vorbehalten, für seine persönlichen Ansichten einzutreten, die dahin gehen, daß höchstens eine ״symbolische“ Verbindung mit der Zionistischen Organisation etwa in der Weise aufreciiterhalten werden soll, daß die Revisionisten auf dem Kongreß durch zehn Delegierte und im Aktions-Comite durch zwei Mitglieder vcrtreten werden sollen, die gewissermaßen als ״Beobachter“ zu fungieren hätten. Er sei jedoch entschieden dagegen, daß die Revisionisten, und sei es auch als Oppositionspartei, mit der Zionistischen Organisation künftighin tatsächlich zusammenarbeiten. den. Man machte als deutscher Jude die Erfahrung, daß im Auslande Verständnis für die Lage in Deutschland vorhanden ist, und daß es nur einer klugen und verständigungsbereiten Politik bedarf, um im Verein mit den übrigen Kulturvölkern zu einer Regelung der brennendsten Probleme zu gelangen. Uebereinstimmend waren Alle in der Auffassung, daß Deutschland viel zu stark und innerlich viel zu gesund sei, um in ein Chaos zu versinken. Dieser tiefen Ueberzeugung geben auch, wir Ausdruck. Der gesunde Sinn der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes wird Deutschland davor bewahren, gefährliche Experimente nach dem Vorschlag radikaler Projektenmacher zu unternehmen. Eine richtige Politik ist zu allen Zeiten die des Ausgleichs der Gegensätze, der Erfassung des Möglichen und der Anlehnung an die gegebenen Tatsachen gewesen. Die gegenwärtige Reichsleitung läßt sich von derart!- gen Grundsätzen bestimmen. Ihr heißes Bemühen, die Ordnung zu bewahren und eine Besserung herbeizuführen, findet in allen Schichten der Bevölkerung Deutschlands, die einen größeren Horizont haben und begreifen, daß kein Land und kein Volk allein für sich isoliert in der Welt dastehen, die lebhafteste Unterstützung. j. r. Die Anssehreiiangeii in Saloniki Paris, 24. Juli. (J. T. A.) Am 23. Juli fand in Paris eine von der Liga zur Bekämpfung des Antisemitismus einberufene Massenprotestversammlung gegen die Judenfeindliehen Ausschreitungen in Saloniki statt. An der Versammlung nahmen über 8000» Personen teil. Ansprachen hielten der ehemalige französische Ministerpräsident C a i 11 0 ti \־, Bernard Lecache, Rabbiner Levi und eine Anzahl anderer hervorragender Redner, unter ihnen Mitglieder des französischen Kabinettg. Besonders tiefen Eindruck machte die Rede des ehemaligen Ministerpräsidenten Cailloux, der die Behauptung aufstellte, Judenpogrome seien in der Regel Anzeichen eines bevorstehenden Krieges. Daher müsse jeder, der gegen den Krieg sei, auch den Antisemitismus als Ausdrucksform niedrigster menschlicher Instinkte bekämpfen. Mehrere Kommunisten, die während der Rede Cailloux Unruhen hervorzuftufen versuchten, wurden aus dem Saal entfernt. | Dr. Lee K. Frankel | Paris, 26. Juli. (J.T. A.) Auf der Durchreise in Paris verstarb plötzlich Dr. Lee Käufer Frankel, einer der Führer der amerikanischen Juden, im Alter von 64 Jahren. Dr. Frankel war seit einiger Zeit herzleidend, er hatte es sich aber doch nicht nehmen lassen, die weite Reise von New York nach Basel zur Teilnahme nn der Tagung des Council der Jewish Agency zu machen. Die Anstrengungen dieser Reise haben wohl seinen Tod beschleunigt. Das Ableben von Dr. Lee K. Frankel ist ein schwerer Verlust für die Jewish Agency, die kurz nach ihrer Gründung den ersten Präsidenten ihres Council, Louis Marshall, und später den stellvertretenden Council-Präsidenten, Lord Melchett, verloren hat und jetzt den eben erst neugewählten Mit• Vorsitzenden ihres CounciL verliert. Auf den Rat und die Tatkraft von Dr. Frankel hat man gerade jetzt, wo man an die Regelung der kritischen Finanzlage der Jewish Agency herangegangen ist, Hoffnungen gesetzt. Aber auch das Werk der sozialen Fürsorge der amerikanischen Juden und das liberale Judentum in Amerika, dem der Verstorbene als führendes Mitglied angehört hat, werden an dem Verlust schwer zu tragen haben. Die Witwe Dr. Lee X. Frankels, die ihren Galten auf seiner Reise begleitet hat, hat verfügt, daß die sterblichen Reste des verstorbenen Führers nach Amerika zur Bestattung überführt werden sollen. Die Ueberführung findet am 1. August statt. * Die Nachricht vom plötzlichen Tode L. K. Frankels wird besonders in allen in der Jewish Agency organisierten und ihr nahestehenden Kreisen ein Gefühl stärksten Bedauerns und auch der Bestürzung hervorrufen. L. K. Frankel erfreute sich in allen Kreisen sehr großer Beliebtheit. Er war ein vornehmer Mensch und ein stolzer Jude. In der letzten Jewish Agency-Tagung in Basel bildete er einen der Mittelpunkte der Versammlung, wiewohl er persönlich kaum als Redner und Debatter in Erscheinung trat. Lee K. Frankel repräsentierte {Len "Typus des״* hochgebildeten zielbewußten großen Wirt•* Schaftsführers, dem sowohl ökonomische wie auch geistige Interessen gleicherweise wichtig erschienen. Sein Anteil an den Arbeiten der Jewish Agency ist seit Jahren neben der Tätigkeit des verstorbenen Louis Marshall und Felix M. Warburgs der stärkste Aktivposten gewesen, auf den die amerikanischen Palästinafreunde hinzuweisen vermochten. Gerade in der nächsten Arbeitsperiode der Jewish Agency waren die Augen aller am Palästinaaufbau Interessierten auf Lee K. Frankel gerichtet. Es ist ein tragisches Ereignis für unsere Sache, daß Lee K. Frankel, der äußerlich den Eindruck eines jugendlich rüstigen Mannes machte, 80 jäh vom Tode gefällt wurde. Er starb mitten in der Arbeit, und das Andenken an diesen vornehmen Menschen, stolzen Juden und ergebenen Palästinafreund wird unvergessen bleiben. a. w. * Dr. Lee Käufer Frankel wurde am IS. August 1867 in Philadelphia geboren, war Dozent für Chemie an der Universität Penna, dann Chemie-Professor in Phila und errang sich als Chemiker in den Vereinigten Staaten einen sehr geachteten Namen. Er wurde dann veranlaßt, in die Versicherungsbranche clnzulreten und wurde Vizepräsident der ״Metropolitan Life Insurance Company“, der größten amerikanischen LcbensVersicherungsgesellschaft. Die Regierung der Vereinigten Staaten nahm seine Dienste vielfach in Anspruch. So war er zuletzt Präsident der ״American Public Association“ und der ״New York Conference of Charities“. Er war einer der Gründer des ״National Health Council“ und gab das Werk ״Human Factor in Industry“ heraus, das dazu beigetragen hat, in den Vereinigten Staaten eine Bewegung für möglichste Schonung der menschlichen Arbeitskraft in der Industrie zu schaffen. Frankels Wirken in der sozialen Hygiene und Fürsorge Amcrikas war bahnbrechend. 1922 bereiste er Europa als Vorsitzender der amerikanischen Sonderkommission zum Studium der europäischen Lage. Einen großen Teil seiner Zeit widmete Dr. Lee K. Frankel jüdischen religiösen und sozialen Angelegenheiten. Er war nach dem Kriege Mitglied des Exekutivkomitees des Campaign für jüdische Kriegsopfer in Europa. Er war Mitglied der Exekutive des Verbandes der amerikanisch-jüdischen Kongregationen, Mitglied des Hauptkomitees des American Jewish Committee, Mitglied des Advisory Council der Palestine Economic Corporation, seit 1924 Mitglied des Komitees für die Jewish Agency, Vizepräsident des Kuratoriums der Hochschule für jüdische soziale Fürsorge, Mitglied des Verwaltungsrates der jüdischen Flüchtlingshilfe, Mitglied des Präsidiums der Nationalkonferenz für jüdische soziale Fürsorge, Mitglied der I,eitung des United Jewish Campaign, Vorsitzender des jüdisehen Gemeindeverbandes für Groß-New York, Mitglied des Executivkomitees der Free Synagogue und Vorsitzender dos Jewish Institute of Religion. Er förderte auch die amerikanisch-jüdische Historische Gesellschaft. Im Jahre 1927 bereiste Dr. Lee K. Frankel Palästina als führendes Mitglied der von Louis Marshall und Dr. Chaim Weizmann einberufenen Expertenkommission und war seither an der Gründung des nichtzionistischen Teils der Jewish Agency intensiv beteiligt. Der Council der Jewish Agency wählte ihn in seiner letzten Basler Tagung neben 0. E. d’Avigdor G oldsmid zum Mitvorsitzenden. ......iiiiiiihihiiiiiiiiiiiiiii

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