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Jüdische Rundschau · 1931-07-10 · Heft 53 (10.7.1931) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 53 (10.7.1931)
Date
1931-07-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 53, 10. VIL 1931 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 331 Ortsgruppen Kissfngen. Zionistischer Stammtisch: Donnerstag, abends 8.15 Uhr, im Restaurant Ruckenstein, Promenadenstraße. Alle zur Kur weilenden Gesinnungsgenossen werden dringend darum gebeten, an den regelmäßigen Zusammenkünften teilzunehmen. Frankfurt a. Main. Die Zionistische Vereinigung ließ am 18. Juni ihre diesjährige ordnungsgemäße Generalversammhing stattfinden. Der Vorsitzende der Versammlung, J. L. Goithein, der in den letzten Wochen die Ortsgruppe führte, erstattete den Jahresbericht, aus dem eine rege, wenn auch nicht immer erfreuliche Arbeit ersichtlich war. Besonders wurde auf den Verlust der beiden verdienstvollen Gesinnungsgenossen, Fritz Sondheimer und Prof. Robert Dreyfuß hingewiesen. Der Kassenbestand ist, wenn auch gegenüber dem Vorjahre günstiger, so doch immer noch unbefriedigend. Es folgten die Berichte des KKL und des Keren Hajessod. Aus den Ausführungen von Frl. Aerine Porrtmeranz, die für den letzteren Fonds sprach, ging hervor, daß das finanzielle Ergebnis sich nicht verschlechtert hat, aber die Höhe der Zeichnungen infolge der Wirtschaftskrise außerordentlich zurückgegangen ist. Das Resultat sei daher in Zukunft nur unter äußerst intensiver Unterstützung des Ortsgruppenvorstandes aufrechtzuerhalten. -- Nach den Berichten wurde die Generaldebatte eröffnet, in der die Listenführer der drei eingereichten Wahlvorschläge die Arbeit des letzten Vorstandes zum Teil sehr scharf kritisierten und für ihre Gruppen warben. Es sprachen Dr. Martin Pleßner für die Zionistische Arbeitsgemeinschaft (Listenverbindung der Allgemeinen Zionisten, Misrachi und Linke), Dr. Paul Arnsberg für die Revisionisten, Jakob Dränger für die Radikalen. Eine eingehende Aussprache schloß sich an. — Nach den vorgenommenen Wahlen setzt sich der neue Vorstand zusammen aus 8 Vertretern der Zionistischen Arbeitsgemeinschaft, 4 Vertretern der Revisionisten, 3 Vertretern der Radikalen. Es sind dies: Dr. Siegfried Aiterbach, Dr. Martin Pleßnerj Paula Frenkel, Dr. Fritz Millner (Allg. Zion.), Benno Kohn, Felix Guttmann (Misrachi), Dr. Hans Pommeranz (Hap.- Haz.), Abraham Friedmann (Poale Zion), Dr. Paul Arnsberg, Referendar Levisohn, Jakob Wolf, Markus Schimmel (Rev.), Jakob Dränger, Jakob Wodowski, Zwi Hausmann (Rad.) —- Erwähnenswert ist, daß während der Versammlung die acht zur Arbeiter-Olympiade nach Wien reisenden Arbeitersportler des ״Hapoel“ aus Erez-Israel erschienen und durch den Austausch von Begrüßungsreden dem Abend einen besonderen Impuls verliehen. Ph. R. Vermischtes Rachel-Abend im Beth-Am. Die erste Veranstaltung des neugegründeten hebräischen Studentenklubs ״Massad“ war dem Andenken der verstorbenen Dichterin Rachel gewidmet. Ephraim Bräudo schilderte den Werdegang der Dichterin, die aus körperlichen und seelischen Leiden, aus Sehnsucht und nie zu erfüllenden Hoffnungen die Motive ihrer Dichtung schöpfte; er betonte auch die Bedeutung ihres Verbundenseins mit dem Lande und der chaluzischen Gemeinschaft für ihr Schaffen und versuchte, Rachels Verdienste um die Gestaltung eines neuen hebräischen Sprachrhythmus aufzuzählen. E. L i e - b e n s f e i n ergänzte den Vortrag, indem er das Weibliche in Rachels dichterischem Wesen hervorhob, wie auch ihren Beitrag zu einer neuen Auffassung der biblischen Gestalten. Zum Schluß wurde aus den Gedichten Rachels vorgelesen. Der Abend hinterließ «inen-außerordentlich guten״Eindruck. I.*• Der Jüdische Jugendbund Bad Oeynhausen bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: Wie wir hören, hat der Besuch der jüdischen Pensionen in den Badeorten in ganz erschreckender Weise nachgelassen. Hiesige jüdische Pensionen z. B., die im vergangenen Jahre noch durchschnittlich 18—20 Kurgäste hatten, haben in diesem Jahre 1—2. Dabei konnte festgestellt werden, daß die Anzahl der in den Badeorten weilenden jüdischen Kurgäste nicht erheblich geringer ist als im Vorjahre. Es muß als ein großer Mangel an Gemeinschaftsgefühl bezeichnet werden, wenn die jüdischen Kurgäste nicht in erster Linie die jüdischen Pensionen berücksichtigen. Wir hoffen gerne, daß diese Zeilen dazu beitragen, den jüdischen Pensionen in den Badeorten ihre Existenzmöglichkeit zu erhalten. Der Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser e. V., Hambürg, hielt am 25. Juni seine Mitgliederversammlung in Hambürg ab. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Geschäftsbericht erwähnen wir, daß der Verein, wenngleich er durch die auch schon im Vorjahre ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse in seiner Arbeit sehr beengt wurde, immerhin in der Lage war, aut fast allen Gebieten seiner weitverzweigten Tätigkeit Ersprießliches zu leisten. Zurzeit sind 175 inländische und 242 ausländische Betriebe dem Verein angeschlossen, das bedeutet eine Zunahme von etwa 40 Betrieben. Auch die Verzeichnisse der rituellen Lebensmittelhandlungen wurden nach Möglichkeit erweitert. An akademischen Mensen wurden die In Hamburg, Königsberg und Leipzig neu eingetragen. Mit dem Verein jüdischer Hotelbesitzer und Restaurateure stand der Verein auch in dem abgelaufenen Geschäftsjahr dauernd in Verbindung, 11m gemeinsam interessierende Angelegenheiten zu fördern. — Das Projekt, an solchen Orten, wo die Schaffung eines Speisehauses aus lokalen Gründen undurchführbar erscheint, wenigstens ein ״Heim für jüdische Reisende“ zu schaffen, wurde in Angriff genommen, konnte aber schon infolge der Wirtschaftsläge nicht zur Durchführung gebracht werden. Niederlassungsmöglichkeiten, in Thüringen sind Badearzt-Praxis, ferner ein bis zwei weitere Stellen mit Zulassung als Kassenärzte zu besetzen. Auskunft erteilt: Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestr. 10. Stellenvermittlung. 1!1 Berlin ist zum 1. September in chirurgisch-gynäkologischer Privatklinik Assistentenstelle zu besetzen. — Praktischem Arzt kann gute Niederlassungsmöglichkeit als Badearzt nachgewiesen werden. — In Berlin ist gute Privatpraxis eines verstorbenen Arztes zu übernehmen. — ln einer volkswirtschaftlichen Zeitung in Berlin kann Stellung als Volontärredakteur mit späterer Aussicht auf Stellung als Redakteur nachgewiesen werden. Verlangt werden nationalökonomische Kenntnisse. — Wir suchen für zwei Bundesbrüder bezahlte Medizinalpraktikantenstellen an interner Station. — Buwlcsbruder sucht gute Niederlassungsmöglichkeit als Frauenarzt oder Assoziation. — Sehr gute Niederlassungsmöglichkcitcn für einen Hals-, Nasen- und Ohrenarzt und für einen Augenarzt können nachgewiesen werden. — Auskunft erteilt das Präsidium des K. J. V., Berlin, Bleibtreustr. 50. Briefkasten der Redaktion Wiener Leser. Ihre Entrüstung ist wohlgemeint, aber unnötig. Sie können nicht erwarten, daß wir uns mit Auslassungen, die den Stempel pathologischen Irrsinns auf der Stirn tragen, beschäftigen. Die ״Jüd. Rundschau“ polemisiert in innerzionistischen Fragen prinzipiell nur mit der seriösen zionistischen Presse. M/XI WULTV )AND Makkabiah-Konferenz In Prag. Das Präsidium des MakkaLi- Weltverbandes hat beschlossen, im September dieses Jahres nach Prag eine Makkabiah-Konferenz einzubörufen, an der Vertreter sämtlicher Makk »b i-Orga n ha t ionen Europas teilnohnwn werden. Auf dieser Konferens sollen die letzten organisatorischen Fragen der Makkabiali durchberaten und die Beteiligung der Linder auf Grund der Anmeldungen fixiert werden. Da »!1• gleichen Zeit in Prag ein Klubkampf Hagibor Prag—Bar Kochba-Hakoah Berlin ausgetragen wird, dürfte die Tagung einen sportlich interessanten Rahmen erhalten. Deutscher Kreis Bar Kochba-Hakoah Berlin. Zwei Siege! Kurz hinteremarider sind unseren Leichtathleten zwei Siege gelungen, die den Leuten, die die Fahrt nach England verhindert haben, doch zu denken geben sollten. Am 28. Juni veranstaltete der Lübecksche Turnverein auf dem Sportplatz im Friedrichshain ein Jubillurnssportfest, das sich einer Massenbeteiligung erfreute. Besondere Beachtung fand die 4 X 100 m, da alles auf das Zusammentreffen der Rivalen gespannt war. Unsere 4 X 100 in der Besetzung Kurz I, Gerber, Natan, Lewin gewann überlegen mit 10 (1) m Vorsprung in der Zeit von 43,2 Sek. gegen S. C. C. imd P. S, V. Ein weiterer Sieg verdient besondere Beachtung, weil er den Nachwuchs betrifft. Im 100-m-Lauf des Jahrganges 15/16 siegte Schaltmann in 11,6 Sek. überlegen über Linse (Teut). — Einen Sonntag später, am 5. Juli, bewiesen unsere Leute ihre Ueberlegenheit auf einem stimmungsmäßig besonders schwierigen Terrain. Aber lassen wir unseren II. A. Natan selbst erzählen: .,In bester Laune und bei fast zu gutem Wetter folgten wir 10 Maiwi stark der Einladung des Rostocker Sportklubs 1895. Die Bahn machte den landwirlschsftliehen Verhältnissen des schönen Mecklenburg alle Ehre, etwas mehr Gras, welche Kuhweide! Bar Kochba zeigte in den verschiedensten Konkurrenzen seine Ueberlegenheit, und nicht etwa nur den Provinzvereinen gegenüber, sondern unseren besten Berliner Gegnern. In der 4 X 100 m-Slaffel, die wir in erster Besetzung liefen, hlngten wir S. C. €., der mit Körnig lief, und B. S. C. ab. In der 4 X 800 m- Staffel belegten wir den dritten Platz, immerhin 20 m vor dem S. C. C., der mit Wichmann antrat. Wir verzichteten auf die Einzelläufe, um uns für die Staffeln zu schonen. Wir glauben, daß wir uns&m auf Vorposten befindlichen Rostocker Brüdern in ihrem Kampf ein wenig geholfen und unseren unzähligen Todfeinden bewiesen haben, wozu jüdische Sportsleule fähig sind. Wir möchten unseren Rostocker Freunden und besonders der Familie Waldmann für alles Gute unseren herzlichsten Dank sagen.“ — Alle guten Dinge sind drei! Am kommenden Freitag, Sonnabend und Sonntag werden die Brandenburg!- sehen Meisterschaften ausgefocliten. Wir haben gemeldet für 100 m: Gerber, Kurz I, Lewin, Natan; für 200 rn: Gerber, Lewin, Natan; für 400 m: Rosenthal; 800 m: Bergmann I, Janklowitz; 5000 m: Cohen; 400 m Hürden: Jentin; Stabhochsprung: Kapusta; 4X100 m- Staffel: zwei Mannschaften; 4 X 400 m-Staffel: eine Mannschaft. Offene Wettbewerbe: Runden*taffel für Jugendliche: eine Mannschaft. Wir haben zweimal gesiegt! Alle guten Dinge sind drei! — Turnerklubkampf. Die erste Männerabteilung veranstaltete einen Klubkampf gegen die Altherren am Sonntag, dem 28. Juni. Die Leistungen überstiegen zwar nicht den Durchschnitt, die spannenden Kämpfe vermochten es aber doch, die Zuschauer zu fesseln. Die Kämpft! bewiesen die Ueberlegenheit der Männerabteilung, die bis auf das Spiel ״Ball üher Schnur“ stets die ersten und zweiten Plätze belogen konnte und einen großen Punktvorsprung gewann. Die Veranstaltung zeugte für die solide turnerische Tätigkeit beider Abteilungen. Der Abend verlief bei einer netten Feier im Anschluß an die Kämpfe ■harmonisch. ' " K. J. Bar Kochba Hamburg. Leichtathletik-Abteilung. Bar Kochba bei dem A-B. C.-Sportfest im Stadtpark 1 Der schönste Kampf des Sportfestes war die 4 X 100 m-Staffel. Bar Kochba schonte seine Leute im Einzellauf, um gestärkt für diese scharfe Konkurrenz zu sein. 8 Vereine hatten ihre Meldungen abgegeben, darunter auch Altona 93, Unitas und Concordia, die auf Revanche brannten. Mit 44,9 Sek. (neuer Vereinsrekord) wurde Bar Kochba sicherer Sieger, erst 10 m hinter ihm kam Concordia mit Stender als Schlußmann durchs Ziel. Dritter wurde Unitas vor Altona 93. Bar Kochba lief in der Aufstellung: Flatow, Rothschild, Lewinsohn, Levy. Auch in der 5 X100 m-Knal)enstaffel wurde Bar Kochba Erster und liefen die Knaben trotz vielem Ersatz ein feines Rennen. Zweiter Hbg. Lehrer-T.-V. vor Uhl. Herta. Sehr interessant war auch dio große Schlußslaffel (10X330 m). Vorne lag selbstverständlich Altona 93, dann entspann sich der Kampf zwischen Bar Kochba, Concordia und Blankenese. Jeder einzelne kämpfte verbissen um den zweiten Platz, aber die richtige Mannschaftsaufstellung sicherte uns den zweiten Platz. Die Mannschaft lief in der Aufstellung: Rothschild, Bachrach, Lewinsohn, Blciweiß II, Sonnenreich II, Salomon, Polack, Bernstein und M. Bleiweiß. Im Kugelstoßen für Klasse II wurde Lewinsohn Zweiter mit einer Leistung von 10,39 m, im Diskuswerfen für Klasse I belegte er mit einer Leistung von 30,42 m einen vierten Platz. v. G. Bar Kochba Köln. Zu dem Reichsarbeitersporttag, der unter dem Motto ״Fest der Arbeit" am 28, Juni stattfand, marschierten ca. 5000 Sportler und Sportlerinnen in das Riesenoval der Hauptkampfbahn des Kölner Stadions ein. 30 000 Zuschauer waren anwesend, als der Bar Kochba im schmucken blau-weißen Dreß mit 140 Teilnehmern an der Spitze der Leichtathletik-Sparte einmarschierte. Recht zahlreich war unter den Zuschauern auch die jüdische Bevölkerung vertreten, die *ich somit endlich für die jüdische Sportbewegung zu interessieren scheint. Bei jeder Uebung und bei jedem Spiel waren die Blau-Weißen zu finden. Die Leichtathleten des Bar Kochba fanden bei den Zuschauern besondere Beachtung, da sie ganz vorzügliche Leistungen vollbrachten. Der 100-m-Endlauf der Senioren war ein prächtiger Kampf zwischen Gassner I und Weiß, beide Bar Kochba, die totes Rennen in der hervorragenden Zeit von 11,1 Sek. liefen. Engels, Sülz 03, war mit Brustbreite zurück in derselben Zeit Zweiter, während der dritte Platz in 11,2 Sek. vor dem Bar-Kochbancr Fclber belegt wurde. Bei den Damen siegte erwartungsgemäß IiilH Münzer, Bar Kochba, ganz ohne Kampf in der sehr guten Zeit von 13,3 Sek. Die 4X100 m-Staffel sah den Bar Kochba mit viel™ Metern Vor- Sprung in Front; Zeit: 44,7 Sek. Im 3000-m-Lauf belegte Cerf, Bar Kochba, mit 10,02 Min. den dritten Platz. Als Abschluß der leichtathletischen Kämpfe wurde die 10X100 m-Staffel gelaufen. Der Bar Kochba, der in der Aufstellung Trepp, Gassner II, Schawinsky, Eliasewitz, Kaufmann, Gassner I, Gradmann, Fclber, Weiß und Kellner lief, konnte auch diesen Wettbewerb zu einem großen Sieg gestalten. Die Zeit von 1,57,3 Min. ist ganz hervorragend, da hier im Durchschnitt 11,7 Sek. für dio 100 m erzielt wurden. Die zweite Mannschaft des Bar Kochba schlug sich recht achtbar und wurde dritte in 2,00,7 Min. Als Schluß dieses imposanten Festes wurde das Festspiel ״Wir sind die Kraft" aufgeführt. Das Spiel, das eindrucksvoll und wuchtig vorgeführt wurde, machte auf di« riesige Züschauermenge sichtlich großen Eindruck. Audi bei diesem Spiel war der Bar Kochba hervorragend beteiligt. Alles in allem: ein großer Erfolg des Kölner Sportkartells und ein Höhepunkt in der Arbeit des Bar Kochba Köln. Willy Kurtz. Bar Kochba Leipzig- Am Mittwoch, dein 1. Juli, errang die Leichtathletikabteilung des Bar Kochba einen sehr schönen Erfolg. Dio Leichtathletikabteilung hatte dio Sportvereinigung und den Leipziger Ballspiel-Club zu Gast. Dem Bar Kochba gelang cs, beide Vereine zu schlagen. In sämtlichen Tageszeitungen wurde der Sieg von Bar Kochba über den A-Verein Leipziger Ballspiel-Club gewürdigt. Besonders gute Leistungen zeigten Manfred Hoffnor, der den 400-m-Lauf überlegen gewann, und Georg Kamnrling, der im 100-m-Lauf der Herren siegte. Auch die Jugend sowie Frauen zeigten sehr ״ule Leistungen. Nachstehend dio Ergebnisse: Herren. 100 m: 1. Kamcrling 11,9 Sek., 2. Ruschnewsky 12,1 Sek.; 400 m: 1. Hoffner 55,1 Sek4 ״. Hoff- MJt RT R R RR RJ» JL 41^^CRRR-Z RR RJRR״-*RT Beth-Am Iwri. Das hebräische Publikum Berlins wird zum erstenmal Gelegenheit haben, in hebräischer Sprache einen Vortrag über die Lage der Juden und des Judentums in Aegvpten zu hören. Lieber dieses Thema spricht int Beth-Am am Mittwoch, dem 15. Juli, abends 81 j Uhr, der Privatdozent der arabischen Universität in Kairo, Herr Dr. Israel Ben Seew, der sich augenblicklich in Deutschland aufhält. Gäste willkommen. (Die Aussprache über die hebräische Konferenz mußte verschoben werden.) Hebräischer Studentenklub ״Massad“. Sonnabend, den 11. Juli, Ausflug nach Wolzig. Treffpunkt: 20,30 Uhr, Bahnhof Savignyplatz (Eingang Schlüterstraße). Uebernachtet wird in der Jugendherberge Wolzig. Rückfahrt: Sonntag abends. Es empfiehlt sich mitzubringen: Essen für die ganze Fahrt, Schlafdecke, Feldflasche, Bade- und Sportanzug. Schalom Aleichem-KIub. Am Montag, dem 13. Juli, um 0 Uhr abends, spricht Herr Ab. K a h a n, Chefredakteur der größten jüdischen Zeitung ״Vorwärts“ (New York), über ״Amerika einst und jetzt“, in den Klubräumen des Schalom Aleichem e. V., Berlin-Charlottenburg, Lutherstr. ■48/49. Gäste willkommen. Herzl-Nacht 1931: 30. August. Die diesjährige Herzl-Nacht des Bar Kochba-Hakoah findet am 30. August auf dem Sportplatz Westend statt. Dieser Tag ist von allen sonstigen Veranstaltungen freizuhalten, da die Beteiligung sämtlicher zionistlscher jugendbünde Berlins vorgesehen Ist. Auskunft erteilt das Büro des Bar Kochba-Hakoah, N 24, Oranienburger Str. 60/63. Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des Misrachi. Auch in diesem Jahr findet der Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des Misrachi an den hohen Feiertagen wieder in den Räumen der Zionistischen Vereinigung, Meinekestraße 10, statt. Karten ä 15, 10 und 5 M. sind rechtzeitig im Büro der B. Z. V., Meinekestr. 10 (Bismarck J 1, 7165), zu bestellen. בבית־העם! ביום הרביעי׳ 15 ליולי׳ בשעה 8 וחצי בערב- ירצה בבית־ העם הפדיבטדוצנט באוניברסיטה הערבית בקהיר (מצרים) הד״ר ישראל בץ זאב על הנושא; "מצב היהודים והיהדות במצרים"• אורחים רצויים! קלוב הבחרות העברית ״מסד• עורך במוצאי שבת. 11 ביולי׳ טיול חברים לוולציג• מקום הפגישה: Bhf. savignypiatz (על יד הכניסה מצד שליטרשטר.)! זמן הפגישה: «20 בדיוק נמרץ. מקום הלינה: אכסניה לנער בוולציג. חוזרים ביום א׳ לפנות ערב. על החברים להביא צידה לערב וליום׳ שמיכה. מימיה׳ בגד רחצה׳ תלבשת ספורט. mann 59,6 Sek.; Iloehsprung: 1. Kamcrling 1,61 in, 3. Sternhoim 1,51 nt; 3000 m: 2. FamilSr 10,26,8 Min., 6. Kaufmann; Speerwerfen: 3. Nebenzahl 39,18 m, 5. Ocstcm-ichcr 32,78 m; Kugelstoßen: 2. Raffa 9,10 rn, 4, Weingarten 8,60 m; 3 X 800 m: 2. Bar Kochba 7,20,7 Min.; 4 X 100 m: 2. Bar Kochba 49,4 Sek. Jugend: 100 m: 1. Lauf: 1. Langsam 12,3 Sek.; 2. Lauf: 2. Kohn 12,3 Sek. Kugelstoßen; 1. Lang- »am 11,38 m. 5. Weininger 9,38 m; Weitsprung: 2. Müller 5,17 in, 4. Kohn 4,73 m; 1000 m: 2. Rechner 2,58,1 Min., 6. Jaffe; 4X100 m; 1. Bar Kochba 49,8 Sek. — 1' rau e n. 100 m: 1. Lauf: 1. Frau Dr. Weichsel 15 Sek2 ״. Lauf: 3. Weintraub 14,5 Sek.; Weiterung: 3. Dr. Weichsel 4,13 m, 4. Weintraub 3,88 m; Kugelstoßen: 1. Dr. Weichsel 7,52 m, 5. Bild 6,33 m; 4 X 100 m: 2. Bar Kochba 58,8 Sek. Bar Kochba Memel. I» Hcydekrug stiegen_ am Sonn tag, dem 28. Juni, die langerwarto.ton sportlichen Kümpfe zwischen dem l.T.V. Bar Kochba und dem Jüdischen Sportklub Tilsit. Wie bekannt, ■war es dem Vorstand des Mcmeler Bar Kochba vor kurzem gelungen, in Tilsit eine jüdische Sportorganisation zu gründen, die trotz ihres kurzen Bestehens am Sonntag beachtenswerte Leistungen zeigte. Der Vereinskampf wurde am Vormittag mit turnerischen Uebungan eröffnet. Die Tilsiter führten einige Freiübungen vor, die von ihrem ausgezeichneten Trainer, Lenuek, geleitet wurden. Darauf zeigten Turner aus beiden Vereinen Kürübungen am Barren und Reck. Während die Mcmeler Turner am Barren dm Tilsitem einigermaßen gleichkamen, blieben sie am Reck hinter den Leistungen von Marx und Lewin (1. Tilsit), welche u. a. dio Waage und Riesenwelle vorführten, weit zurück. Am Vormittag fanden noch die 100-m-Vorläufe und das Faustballspiel zwischen der Damenmannschaft des Rar Kochba, die ja bekanntlich im Verhandsturnier die Meisterschaft errungen hat, und den Herren der Tilsiter statt, welches dio Memeler Damen mit 48 : 42 Punkten gewinnen konnten. Der Nachmittag brachte die Zwischen- und Endläufe im 100-m-Lauf, die übrigen leichtathletischen Wettkämpfe und das Handballspiel. In den leichtathletischen Kämpfen etwieson sich die Memeler als die besseren; man muß dem allerdings entgegenhalten, daß der beste Leichtathlet der Tilsiter, Spilg, fehlte. Im 100-m-Endlauf mußte Taitz-Memel, der im Zwischenlauf die beste Zeit von 12,1 Sek. erreicht hatte, wegen einer Faßverletzung ausscheiden, und Sieger wurde Lowin-Tilsit mit 12,2 Sek. vor Sackheün- Memel. Im Weitsprung siegte der Junior Sackheim mit 5,63 m vor Taitz-Memel und Lewin I-Tilsit. Auch das Speerwerfen gewann Sackheim mit 32 m vor Lewin und Liebmann-Memel. Die 10 X 100 ni- Staffel gewann Memel überlegen mit 2 Min. 52 Sek-, dio Olympische Staffel Tilsit mit Lenuek am Start, der für den Tilsiter Kreismeister im 800-m-Lauf, Leo Spilg, eintroten mußte. Das Handballspiel endete mit einem 11 :5 (7 : 1) Sieg für Tilsit. Unter den Spielern ragte der Tilsiter Löwin I ganz besonders hervor, der sich als der weitaus beste Mann am Platze erwies und von den 11 Toren 10 auf «ein Konto buchen konnte. Nach den Kämpfen kamen die Sportler im CafÄ Deim zusammen, wo sie noch einige gemütliche Stunden verbrachten. Im großen und ganzen hat der Vereinskampf seinen Zweck erreicht — was dann auch Herr Dr. Jacobsohn, der Vorsitzende des Memeler Bar Kochba, und Herr Laaser-Tilsit in besonders schöner Woise zum Ausdruck brachte — nämlich, die Sportler einander näherzuführen und einen festen Konnex zu schaffen, um so in verstärkter Woise für den jüdischen Sport zu wirken. P. K. Geschäftliche Mitteilungen Wer im schönen Bad Homburg gut untergebracht und in jeder Beziehung zufriedengestellt sein will, tut gut daran, sich möglichst bald im altrenommierten Hotel Braunschweig, Inhaber Salo Schwarz, Luisenstiaße 72 (man achte genau auf die Hausnummer) — unter Aufsicht des Rabb. Dr. Wrescbncr, Bad Homburg — anzumelden. Dieses, vollkommen neu renoviert, bietet unter neuer Leitung jedem Kurgast die erwünschte Bequemlichkeit (fließendes Wasser) verbunden mit zuvorkommendster Bedienung, sowie, tadelloser, streng koscherer Verpflegung (Wiener Küche). Auf Wunsch sorgfältigst, bereitete Diätkost. Dabei werden dio Preise so berechnet, daß es sich jeder lmsien kann, einige angenehme Wochen im lieblich gelegenen Bad Homburg zu verbringen. (Siehe Inserat.) Ueber eine Viertel-Milliarde Mark (260 000000 M.) beträgt der Neuzugang an Lebensversicherungsanträgen, die die ״Allianz und Stuttgarter" im ersten Halbjahr 1931 zu verzeichnen hatte! Einen besseren Beweis für die bevorzugte Anerkennung, deren sich dio Qualitätsversicherung der ״Allianz und Stuttgarter" auch bei der jetzigen Wirtschaftslage in allen Kreisen der Bevölkerung erfreut» kann es nicht geben. Wer denkbar höchste Sicherheit und, durch unver- ״leicblioh hohn Gewinnbeteiligung, starke und dauernde Prämiencrinäßigung wünscht, wende sich an diese weitaus größte kontinental• Gesellschaft, in deren Konzern übrigens auch sämtliche Sachversicheruugszweige betrieben werden. (Organisations-Zentrale Groß-Berlin W 8, Bellevuestr. 14, Lützow 801(5, Dr. Kirschner.)

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