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Jüdische Rundschau · 1931-06-19 · Heft 47 (19.6.1931) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 47 (19.6.1931)
Date
1931-06-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 294 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 47, 19. VI. 193! Bedenkliche Erziehung Ein Freund unsere!, Bhll.es übersendet■ uns ein Flugblatt, welches nach seiner Angabe vom revisionistischen higendvcrband, ,ßrith Trumpeldar" an jüdische Schiller verteilt wird. Bei allem Sinn für Humor muß man doch staunen, daß eine zionistische Jugendbewegung dieses leere, Bramarbasieren für Erziehung zu Kraft, und Heldentum hülf. Hier bietet, sich ein Einblick in revisionistische Mentalität, der nicht, gerade, ermutigend ist. Wir lassen dm Flugblatt im Wortlaut folgen {..Betari" ist die, Bezeichnung für ein Mitglied des Brith Xrumpetdor). Sich prügeln! Von Alexander Reiter. Was ein rechter Junge ist, prügelt sich, und zwar in allen Lebenslagen. Es gibt die phantastischsten Möglichkeiten, sich durchs Leben zu hauen. Bereits frühmorgens in der Schulstunde besteht 1. B. die Aussicht, durch wohlgezielte Fußtritte (bei Mäddien durch Kneifen) seine Nebenmänner zu laben, ln der Pause soll man eine Horde von Banditen bilden und unter mächtigem Geschrei andere Horden vergewaltigen. Ein unübertreffliches Betätigungsfeld ist aber -die Straße. Es gibt kaum eine Maglichkeit des Zusammentreffens mit anderen Jungen, die man nicht sehr bald in eine wundervolle Prügelei verwandeln konnte. Es ist völlig gleich, ob man mehr Prügel bezieht oder austeilt. Hauptsache, man prügelt sich. Die beste Methode, eine Rauferei zu erlangen, besteht darin, im Vorbeigehen jemanden zu schubsen. Darauf muß man sich umdreheti und rufen: ״Na wat’n Möh?“ Darauf werden beide stehen bleiben und sich mit kriegerischen Blicken messen. Wenn der andere droht, er werde seinen Freund oder großen Bruder holen, so weißt Du, daß er keinen Bruder hat, außerdem feige ist, und kannst ihm gleich eine pflastern. Sonst beginnt man die Feindseligkeiten durch Stoßen mit der Schulter und indem man mit der Hand am Gesicht des anderen vorbeifährt. Meist wird man dabei ein Hindernis in Gestalt einer Nase finden, und dies empört einen dermaßen, daß man sich das Recht nimmt, den Träger für dieses Hindernis zu bestrafen. Ein Junge, der nicht prügeln kann, wird nie ein richtiger Betari werden! Vermischtes Die Terrassen der Rennbahn Grunewald, eines der schönsten Etablissements von Berlin, sind am Sonntag, dem 28. Juni, der Treffpunkt der zionistischen Gesellschaft. Die Einladung zu diesem Sommertest des KKL, die heute versandt wird, ist ein charmantes kleines Kunstwerk des bekannten Karikaturisten Emmerich Göndör und verspricht ausgezeichnete Musik (die Sidkay’s Fellows), zu der außerdem ein erstklassiger Jazz- Sänger gewonnen wurde. Nicht nur auf den Tanzflächen im Freien, sondern auch an allen Tischen wird Musik, Gesang und Kabarett-Programm gut hörbar sein, da eine Lautsprecheranlage eingerichtet wurde, und zwar durch die Freundlichkeit eines Zionisten, des Inhabers der Elektrofirma J. Dlusnewski (Warschauer Str. 13). Der Restaurateur macht darauf aufmerksam, daß die Speisen- und Getränkekarte durchaus mäßige Preise aufweist. Da wieder eine schöne Tombola zusammengestellt rind für Bridgefreunde eine gemütliche Spielecke reserviert wird, kann jeder mit einem gemütlichen Abend rechnen. Eintritt 2,50 M. Karten in der Meinekestr. 10 (Tel. 7165, App. 45), im Bar Kochba-Heim, Oranienburger Str. 60—63 und Im K. J.V., Bleibtreustr. 50. Bei unsicherer Witterung findet das Fest in den Glasveranden statt. Gesellschaftsreise zum Kongreß. Auch in diesem Jahr wird €ne Gesellschaftsreise zum zionistischen Kongreß nach Basel veranstaltet. Die Gesellschaftsfahrt geht ab Berlin, jedoch ist bei genügendem Interesse auch die Möglichkeit gegeben, sich in anderen Städten (z. B. Hamburg, Frankfurt a, M., München) an der Gesellschaftsreise zu beteiligen. In Berlin fährt der benutzte Zug am 29. Juni, abends 22.10 Uhr ab und trifft in Basel am 30. Juni 13.10 ein. (Kongreßeröffnung 30. Juni, abends 8 Uhr.) Der Zug führt von Berlin durchgehende Wagen 1. bis 3. Klasse, sowie Schlafwagen 1. und 2. Klasse. Der ermäßigte Preis für die Gesellschaftsfahrt beträgt 3. Klasse 32,— M., 2. Klasse 50,— M. Der Schlafwagen 2S Klasse inkl. Vormerkgebühr und Bedienungsgeld kostet 1730 M. Bei genügendem Interesse wird eine zweite Gesellschaftsfahrt ab Berlin am 28. Juni organisiert, mit dem Zuge 22.40 ab Berlin, an Basel am 29. Juni 15.48 Uhr. Dieser Zug führt auch Liegewagen 3. Klasse. Der Preis für den Liegewagen beträgt 7,40 M. Interessenten sowohl für Berlin wie für die anderen Orte erhalten alle näheren Auskünfte durch den Palestine Sc Orient- Lloyd, Berlin N24, Friedrichstr. 121. Tel.: Norden 2455. Rechtzeitige Anmeldung ist dringend geboten! Frauen-Arbeitsgemelnsebaft für Palästina. Palästina- Handarbeiten. Ständiger Verkauf schöner Palästina-Handarbeiten — für Geschenkzwecke besonders geeignet — für Berlin nur noch bei Portz Sc Co., Pariser Str. 31 (Nähe Olivaer Platz, Laden). J 2, Oliva 3987. Verkauf täglich während der Geschäftsstunden. Eine Geschichte der jüdischen Mystik. Der bekannte Forscher des Chassidismus Dr. A. S. Horodetsky geht jetzt an die Veröffentlichung einer vierbändigen hebräischen Geschichte der jüdischen Mystik heran, von der der erste Band soeben erschienen ist (Hammistorin lejisrael, 1, Hammistorin Lakkodum, Tel-Awiw, 1931.) Dieses Werk soll die Geschichte der jüdischen Mystik von ihrem Anbeginn bis zum Chassidismus darstellen. Die jüdische Mystik gilt dem Verfasser als die eine Grundobjektivation des jüdischen Genius. Das mystische Judentum im weitesten Sinne des Wortes sei stets die große Widersacherin des ״offiziellen“ Judentums: Hier das mosaische Gesetz, dort die Prophetie; hier die Halacha — dort die Aggada. Der Schuklian Aruch einerseits, der Sohar andererseits, und zuletzt hier der Wilnaer Gaon, dort Israel Baal-Schem-Tow. Das Gemeinsame der Prophetie, der Aggada, der Kabala und des Chassidismus sei das Streben gewesen, das Irrationale gegen das rein Verstandesmäßige auszuspielen, die religiöse Innerlichkeit dem Gesetz überzuordnen. Der Verfasser versucht, den Schleier über dem Kampf von Rationalismus und Irrationalismus im Judentum zu lüften. Vier Perioden sind es, in die die jüdische Mystik für ihn zerfalle: Die biblisch-talmudische Periode, die kabbalistisehe Periode, die Zeit zwischen der Vertreibung aus Spanien bis zum Entstehen des Chassidismus, endlich die Periode des Chassidismus. Jeder dieser Perioden soll ein besonderer Band gewidmet werden. Der erste vorliegende Band bearbeitet in plastischer Weise die Grundstruktur der jüdischen Mystik in der Bibel, in der Apokalypse, bei den Essäem und bei Philo, im Christentum, in der tafmudisch-midraschischen Welt und in dem Targumim. Besonders eingehend werden mystische Grundbegriffe wie Gott, Mensch, Adam und Eva, Bat-Kol, Engel, Jenseits, Logos, Sünde, Weisheit, Messianismus, Schechina, Geist usw. behandelt. Die vielen Zitate aus den Quellen veranschaulichen das dargebotene Bild der jüdischen Mystik in eindringlicher Weise. Es ist zu wünschen, daß die übrigen drei Bände nicht lange auf sich warten lassen möchten. N.Z. MA11MAD WELTV ®3 BAND Tschechoslowakei. Soameni«dlunj des Makkabi und Makkabi-Harsir. Di« dieajlhrige Sommersiedlung des Makkabi und Makkabi-Hwair wird in den kleinen Karpathen, ungefähr 25 Kilometer von Trnava (Westslowakei), stattfinden. Die Kinder- Siedlung vom 1. bis 21. Juli, die Aelterensiedlung, geteilt in Vortumemedlung, Föhrersiedlutig und Zofimsiedlung des Makkabi-Hasair, vom 22. Juli bis 12. August. Der Siedlungsort ist landschaftlich sehr schön gelegen und ermöglicht Halbtags- und Ganstagswanderungm in die waldreiche Umgebung Skarbakys. — In der letxten Vorstands- *itzung des Cs. A.P. S. wurde beschlossen, den Schwimmern Steiner (Bar Kochba Preßburg) und Getreuer (Hagibor Prag) die Ehrenplakette des Tschechoslowakischen Schwimmverbandes für hervorragende internationale Leisstungcn zu überreichen. — Getreuer wurde vom UTE (Budapest) eingeladen, am 28. und 29. Juni in Budapest zu starten, und zwar über 200 und 400 m frei. Oesterreich. Jüdisches Jugendsportfest des Oesterreichischen Makkabi-Kreises. Am 16. Mai fand das Jugendsportfest des Oesterreichischen Makkabi-Kreises statt. Der Hakoah-Platz bot ein prächtig« Bild: Zirka 1000 Jugendliche lagerten auf den Wiesenflächen ring? um den Platz oder hielten die Bankreihen im Zuschauerraum besetzt,. Die Fußballspiele wurden ausgelost und das Antreten zu den leichtathletischen Vorkämpfen durch Megaphone verkündet. Während auf dem Fußballfelde sich die Fußballwettspiele und die Mädchen-Handballspiele in rascher Folge abspielten — es wurde ohne Pause zweimal 15 Minuten gespielt —, war die Laufbahn ununterbrochen von den diversen Vorkämpfen m den Laufkonkurrenzen besetzt. Am nächsten Tage um 8 Uhr früh wurde die Veranstaltung fortgesetzt. Begleitet, von Hornsignalen und Marschtrommeln marschierte die Jugend des Makkabi Hazair—Brith Ztrenu in geschlossenem Zuge auf. Voran die Radfahrer, dann in Zügen geordnet die Makkabi-Jugend und in weiterer Folge die Jugendbünde des Brith Trumpeldor, Haschomer Hazair—Blau-Weiß, Pfadfinderbund Hasrhomer Hazair, Vereinigung Zionistischer Mittelschüler, Bund Jüdischer Jungwanderer, Jugendbund Demokratischer Zionisten und die Hochschulvereinigung Z. P. Chajes. Um 9 Uhr wurde das Kommando zum Beginn der Fußballspiele und zu den leichtathletischen Zwischen- und Entscheidungskämpfen gegeben. Der ganze Platz erdröhnte von aufmunternden und begeisterten Zurufen, heller Jubel herrschte überall. Der Nachmittag wurde durch einen gemeinsamen Aufmarsch aller beteiligten Bünde in ihrem Dreß eingcleitef ז es wurden 651 Aufmarschierende gezählt. Nach Abspielung der Hatikwah löste sich der Zug auf und alsdann traten die Tumer-Kinder zu den Freiübungen an. Hierauf folgte eine turnerische Sondervorführung der Mädchen. Um 4 Uhr begannen die Kinder-Uauf-Konkurrenzen. die aus Einzellaufen nach Alterstufen über 60 Meter und Pendelstaffel 5x60 Meter bestanden, und an denen die Kinder mit lebhafter Begeisterung teilnahmen. Anschließend wurden noch einige Völkerballspiele ausgetragen, und um 7 Uhr abends endete die wohlgelungene Veranstaltung. Jüdischer Sportlehrer für Juli-August In Memel gesucht. Der Bar Kochba Memel sucht für die Ferienmonate Juli-August einen Sportlehrer, um seine Sportarbeit sowie die der nachbarlichen Makkabivereine zu beleben. Anmeldungen mit Bedingungen durch den Deutschen Makkabikreis, W15, Meinekestraße 10. Dentsclier Kreis Anmeldung für das Jugendlader in Sellin eilt! Bis spätestens Dienstag, den 23. Juni, müssen in Berlin und vielen anderen Orten dä» Anträge iot Erlangung der Fahrpreisermäßigung bei der Reichsbahn eingereicht sein. Alle Anmeldungen von Einzelmitglieder und (?nippen müssen daher bis rum Dienstag, den 23. Juni, beim Deutschen Makkabikreis, W 15, Meinekestraße 10, sein. Bar Kochba-Siege bei den GroBstaBellSnlen Im Reiche Staffellauf auer durch Danzig. Gelang es uns im vorigen Wir überraschenderweise den 1. Platz mit einem großen Vorsprung zu erringen, so schien es. als ob wir in diesem Jahre die Auswahl zwischen den beiden letzten Plätzen haben sollten. Mußten wir doch auf drei unserer besten Mittelstreckler verzichten. Das Ergebnis zeigte aber, daß unsere Leichtathleten, wenn es darauf ankommt, zu kämpfen verstehen. Bis zum zweiten Wechsel lagen alle Mannschaften zusammen. Erst unserem 3. Läufer gelang es, sich frei zu machen, und auf der Mitte der 6,7 km langen Strecke konnten wir einen zirka 20 m langen Vorsprung herausholen, so daß uns der Sieg sicher schien. Unser schwerster Konkurrent, Sportverein Altpetri, halte aber seine besten!.oute ans Ende gesetzt, und es entspann sich nunmehr ein erbitterter Endkampf auf der sehr schwierigen, bergan führenden Strecke. Erst nach äußerst scharfem Endkampf gelang es dann unserem Schlußläufer, mit V10 Sekunde Vorsprung als Sieger durchs Ziel zu gehen. Die B. K.-Jugend sieSt beim Alsterlauf. Bar Kochbas Jugend hat am vergangenen Sonntag im ״Alster-Slaffellauf", dem bedeutendst«» Leichtathletikereignis in Hamburg, einen wertvollen Sieg errungen. Zweimal hat sie den Davidslern in Front gebracht, zweimal bewiesen, daß die Jungen und Jüngsten des Vereins seine Hoffnung sind. Dieses Mal haben die Jugend und Schiller des Vereins den Vogel abgeschossen. — Ergebnisse: Hauptlauf. 81 Teilnehmer. Bar Kochba endet in 24 Min. 5 Sek. auf dem 16. Platz. (Sieger: Viktoria.) — Schüler. (1915 und später Geborene.) 6. Bar Kochba in 23 Min. 09 Sek. (Sieger der B-Gruppe.) 25 Teilnehmer. — Frauen. Klasse A. Bar Kochba endet auf dem 8. Platz in 5 Min. 57 Sek. (Sieger: Eims* büttel.) 33 Teilnehmer. — Jugend. 1913/14. 5. Bar Kochba. (Sieger der B-Klasse.) 28 Teilnehmer. Auch Lützschena-Leipzig erfolgreich! Der Groß-StaffeHauf Lützschena—Leipzig gestaltete sich auch in diesem Jahre zu einem Triumphzug für die Sache des jüdischen Sport*. Der Bar Kochba beteiligte sich an dieser bedeutendsten Veranstaltung de« ganzen Jahres mit 10 Mannschaften, für die insgesamt 160 Läufer Und Läuferipnen notwendig warm. — Unsere Mannschaften, die in der B-Klassa starteten, erwiesen sich ihren Gegnern weit überlegen Und so gewannen wir bis auf zwei alle Wettbewerbe mit teilweise besseren Leistungen als die der A-Klasse. Das gilt besonders von der erst« Knaben- und Jugendstaffel, die mit ungeheurem Vorsprung ins Ziel einliefen. Die 2. Knabenstaffel, die in derselbe«» Gruppe lange Zeit an zweiter Stelle gelegen hatte, fiel durch Fehlen eines Läufers auf den fünften Platz zurück, Die erstmalig startend«» Mädchen-Mannschäften hielten sich über Erwarten gut und belegten den ersten und dritten Platz. Ebenfalls siegreich waren die Damen und Alten Herren, während die zweite Herrenmannschaft 3. wurde. Der einzige Schatten war das Versag«! der Hauptstaffel. Ke Mannschaft, die m diesem Jahre stärker besetzt war als in allen vorhergegangenen Läufen, hatte einige Neulinge in ihren Reihen, die wohl auf der Bahn Ansprechendes zeigten, denen jedoch im Laufen auf asphaltierten Straßen jede Erfahrung fehlte. Wir endeten, daher auf dem fünften Platz. Das hervorragende Abschneiden unserer übrigen Mannschaften wurde in der Tagespresse gebührend gewürdigt. Bei dem anschließenden Werbeumzug machten’ unsere Jungen! und Mädels in ihren kleidsamen Dreß ebenfalls einen glänzenden Eindruck. Bar Kochbas C-KIassen-Sfege bei Grflnwald« München. Gegen 18 Mannschaften mußten die Münchener Makkabim kämpfen, alle wurden sie geschlagen. Auch die 2. und 3. Herrenmannschaft hielt sich recht wacker. Die 2. Mannschaft kam in ihrer Klasse ebenfalls als Erste an, die 3. Staffel wurde von Tiirne.rbimd 3 auf den 2. Platz verwiesen. Besonders erfreulich war aber auch das gute Abschneiden der Jugend, der es gelang, in ihrer Gruppe die Stegespalmo an sich zu reißen, während di« Jüngsten, dio Schülerraann- Schaft, »ich mit dem 3. Preis begnügen mußte. Prächtig war der 70 Mann starke Zug, der nach dem Propagandalauf sich durch di« belebtesten Straßen bewegte, voran die mit den Siegeskränzen geschmückte Bar Kochba-Tafe! und der erstmals gewonnene Wanderpokal. Auf der Theodor Herzl-Verenstaltung des Bar Kochba-Hakonh am 30. August bringt die Sporlabteilung, die 1m Herbst ihr 20jäbriges Jubiläum feiert, einen 6-Minuten-Sketch ״Leichtathletik einst und jetzt". Kongreßwahlen in Danzig. Bei den in Danzig am 11. Juni und in Zoppot am 14. Juni stattgefundenen Kongreßwahlen wurden bei 729 Wahlberechtigten 519 Stimmen abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 70,2 Prozent entspricht. Von den abgegebenen Stimmen entfielen auf die Liste des Arbeitenden Palästina 247 Stimmen, auf die Liste der Zionisten-Revisionisten 191 Stimmen, auf die zionistische Einheitsliste des Misrachi mit den Allgemeinen 78 Stimmen, ungültig 3 Stimmen. Somit konnte die Liste des Arbeitenden Palästina ihren Wahlsieg von vor 2 und 4 Jahren wiederholen. Danzig bildet mit Mesopotamien einen Wahlbezirk. Da in Mesopotamien keine Wahlen stattfanden, so ist der Kandidat der Danziger Linken Boris Eisenstadt gewählt. Ortsgruppen Frankfurt a. M. Die Veranstaltungen der letzten Woche vor den Kongreßwahlen standen ganz in deren Zeichen. Jede Gruppe versuchte durch ihre Vertreter in Wahl-Vorträgen, die jedes Mal sehr gut besucht waren, in letzter Stunde die Zionisten Frankfurts für sich zu gewinnen. Den Anfang machten die Revisionisten, für die Dr. Justus Schloß, Berlin, sprach. Im Rahmen der Zionistischen Arbeitsgemeinschaft warb für die Allgemeinen Zionisten Kurt Blumenfeld, Berlin. In einer Wählerversammlung der Vereinigten Zionistisch-Sozialistischen Liste (Poale Zion-Hapoel Hazair) legten Abraham Friedmann und Kurt Loewenstein die Kampfziele des sozialistischen Zionismus dar. Den Abschluß machten die Radikalen mit Dr. Nach um Goldmann, Berlin, und für den Misrachi Rabb. Dr. Hoff mann. Erwähnt sei noch, daß die stattgefundenen Diskussionen stets mit großer Anteilnahme und im ganzen gesehen, fair geführt wurden. Ph. R. Karlsruhe. (Misrachi.) Zu der von der Misrachi-Ortserunpe auf den 4. Juni einberufenen Wahlversammlung zum XVII. Zionistenkongreß übernahm Herr Rabbiner Dr. L e v y, Regensbürg, das Hauptreferat: Zionismus und Religion. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden der Gruppe, Herrn Pinter, legte der Redner in fesselnder Weise die Gründe des thoratreuen Zionismus dar. In der sich anschließend entwickelnden Diskussion hatte der Referent wiederholt Gelegenheit, Aufklärungsarbeit zu leisten. Mannheim. Der Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit veranstaltete am 3. Juni einen T eenachmittag, zu dem 70 Frauen — davon etwa zwei Drittel Nicht- Zionisten — erschienen waren. Frau Dr. Rahel Strauß- München sprach über ״Frauenleistungen in Palästina“ in außergewöhnlich lebhafter und anschaulicher Weise. Durch die Vorführung des 1. und 3. Aktes aus dem Film ״Frühling in Palästina“ wurde das Referat von Frau Dr. Strauß glänzend illustriert. Anschließend fand eine Ausstellung palästinensischer Handarbeiten statt, die einen sehr guten Erfolg brachte. Sechs neue Mitglieder wurden durch diese Veranstaltung gewonnen und 4 nette Büchsen aufgestellt . Offenbach a. .KL und, Bad Nauheim. Am-4>-bzw. 7. Juni wurden "hier auf Einladung des Südwestdeutschen Bezirksaus- Schusses der Jewish Agency der Film ״Frühling in Palästina“ vorgeführt. Frau Dr. Rahel Klompus, Jerusalem, hielt beide Maie die Ansprache, in der sie über das Aufbauwerk und das jüdische Leben in Erez-Israel nachwirkende Worte fand. Die Veranstaltungen waren in Anbetracht der Jahreszeit nicht schlecht besucht. Die anschließend durchgeführten Keren Hajessod-Aktionen hatten relativ zufriedenstellende Erfolge aufznweisen. Berliner Kniender Betli Am Iwri. Am Sonnabend, dem 20. Juni, abends 8VS Uhr, findet im Beth Am ein Hebräisches Konzert des lvrisch-dramatischen Tenors Josef Go Hand (früher ״Ohel“ Palästina) unter Mitwirkung der Pianistin Sarah S c h a p i r 0 statt Josef Golland, den wir als Rezitator oft gehört haben, tritt zum erstenmal im Beth Am als Sänger aufT Im Programm: italienische Lieder, Arien aus dem ״Barbier von Sevilla“, Carmen, Toska u. a., hebräische und palästinensische Lieder. Eintrittskartem: 1—3 RM. im Beth Am, Kurfürstendamm 61. Mitglieder erhalten Ermäßigung. — Am Mittwoch, dem 24. Juni, abends 8(4 Uhr, spricht im Beth Am Dr. Bi r a m, Leiter des Hebräischen Realgymnasiums in Haifa, über das Thema: ״Erziehungsfragen in Palästina“. Gäste willkommen. Der Hebräische Lehrerverein Berlin veranstaltet am Donnerstag, dem 25. Juni, 9 Uhr abends, im Beth-Am Iwri, Kurfürstendamm 61, eine Lehrerversammlung, auf der technische und Organisationsfragen zur Sprache gelangen sollen. Hapoöl-HazaTr. Mittwoch, den 24. Juni, abends 83,4 Uhr, in der Meinekestr. 10. Mitgliederversammlung: ״Nach den Wahlen — vor dem Kongreß“. Gäste willkommen. Poale Zion. Anläßlich des 50. Geburtstags Ber Borochows, am 21. Juni d. J., veranstaltet die Jüdische sozialdemokratische Arbeiterorganisation Poale Zion gemeinsam mit der Arbeitsgememschaft junger jüdischer Sozialisten (Poale Zion) am Montag, dem 22. d. M״ abends 8 Uhr, im Gemeindehaus, Roser!־ straße 2/4 (großer Saal) eine Borochow-Gedenkteier. Redner: Adler-Rudel, Th. Cheifetz, Dr. S. Kaleko, S. Lifschitz, S. Tschertok. — Chor des Brith Haolim. — Eintritt gegen Einladung, die (auch telephonisch) im Büro erhältlich ist. (Berlin N 24, Auguststr. 17, D2 3985.) — Donnerstag, den 25. Juni, 18n 8;Uhr, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2—4: Mitglieder- Versammlung der Ortegruppe Berlin der Poale Zion. Aussprache über Probleme der Weltkonferenz. Einleitung: H. Berger. Die Anwesenheit aller Chawerim ist äußerst wichtig. בבית־העם! ביום הרביעי. 24 לימי. בשעה 8 חמי בער* ימה בית־ העם הד״ר בירם. מנהל ביודהספר הראלי בחיפה׳ על הנושה: ,מתוך שאלות החנון באוץ־ישראל־. אורחים רצויים! אגודת המורים העבריים. ברלין. עורכת ביום החמישי. 25 ליוני׳ ב 9 שעות בערב. ב״בית העם העברי״(קורפידסטנדם 61). אספת מורים. שתדון בענינים מעשיים. כל החברים מתבקשים לבוא. קונצרט עברי בבית־העם׳ של הטנור הלירי־דרמתי יומן• גולנד (משהיה הבר "האהל׳ א״י) בהשתתפות הפסנתרנית שרה שפירא. ביום השבת- 20 ליוני. בשעה 8 וחצי בערב• בתכנית: שירים איטלקיים. אריות מ״הספר מטבילה"׳ מוסקה׳ בדמן ועוד! שירים עבריים וא״י. כרטיסי מיסה: מ 3-1 פיק• לחברי בית־חעם הנחה•

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