Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 45 (12.6.1931)
- Date
- 1931-06-12
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 270 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 45, 12. VI. 1931 Agency haben wir mit einem £ 500 000 - Budget ge» rechnet, hinter dem wir aber immer mehr oder weniger zurückblieben. Nach der Erweiterung der Agency kreisten unsere Hoffnungen um ein Budget von 1 Million Pfund, und mit £ 750 000 glaubten wir rechnen zu dürfen. Heute sehen wir, daß wir alle Anstrengungen machen müssen, um ein Budget von £300000 aufrecht zu erhalten (wozu dann freilich noch der für die Schuldentilgung erforderliche Betrag kommt). Selbstverständlich können wir das nicht als Dauerzustand oder auch nur als erträglichen Zustand für mehrere Jahre hinnehmen; es gilt, mit aller Kraft daran zu arbeiten, daß die Budgetziffern wieder eine aufsteigende Linie aufweisen. Aber zunächst ist nun einmal die gegenwärtige finanzielle Situation die Oegebenheit, von der wir ausgehen müssen. III. Es ist stets als zionistische Pflicht empfunden worden, auf die Feststellung, daß sich ein Defizit ergeben habe, mit dem Appell zu verstärkter Geld aufbringung zu reagieren. Diese Auffassung ist zionistisch und sachlich berechtigt, und auch im gegenwärtigen Augenblick ist Verzweiflung weder berechtigt noch erlaubt Was ernstlich nötigt, über den Geldaufbringungsappell hinaus Konsequenzen aus unserer Finanzsituation zu ziehen, ist der Umstand, daß jetzt die Defizits mehrcrer Jahre mit einem Einnahmerückgang zusammentreffen, den man natürlich mit aller Intensität bekämpfen muß, mit dem man aber einstweilen rechnen muß. Es ist also unvermeidlich und notwendig, sich auf die Möglichkeit einzustellen, daß zunächst ein verringerter Eirniahmeetaf konstant bleibt. Und unsere wirtschaftliche und finanzielle Aufgabe besteht darin, diesem verringerten Etat unsere Ausgaben anzupassen. Es gibt zwei Methoden, die Tragweite einer einschneidenden Ausgabenreduktion zu würdigen: man kann bei jeder einzelnen Ansgabenposition das Gewicht der Senkung abzuwagen versuchen, und man kann sich bemühen, sich die Oesamtwirkung der Ausgabensenkung vorzustellen und ihre Bedeutung zu erfassen. Geht man den letzteren Weg, so lassen die sorgenvollen Gedanken, die sich aufdringen, sich in der Formel zusammenfassen: macht die Anpassung an den verkleinerten Etat es etwa notwendig, den Gedanken und die Vorstellung aufzugeben, daß unsere Organisation ein Gemeinwesen darstellt, welches 'die Existenzgrundlagen für die Gemeinschaff zu schaffen und zu siche« hat? Der Gedanke, daß die zionistische Organisation ein Gemeinwesen dieser Art bildet, hat vor allem die Bedeutung, daß die Organisation sich verpflichtet fühlt, für alle lebenswichtigen Bedürfnisse des Palästinaaufbaues Sorge zu tragen. Müßten wir diesen Gedanken aufgeben, so würden das sehr viele von uns als Bankrotterklärung empfinden. Wir glauben, daß jede Wirtschaftlich-finanzielle Betrachtung auch in der heutigen Zeit von dieser Vorstellung ausgehen muß, die nicht aufgegeben werden darf, wenn die zionistische Organisation ihren grandlegenden Unterschied gegenüber anderen Organisationen behalten, wenn sie nicht zu einem mehr oder weniger bedeutenden Verein herabsinken will. Aber auch bei Aufrechterhaltung der Vorstellung, die die zionistische Organisation als ein Gemeinwesen empfindet, ist das Ausmaß der lebenswichtigen Bedürfnisse, für die sich die Organisation verantwortlich fühlt, und die Form der Befriedigung dieser Bedürfnisse variabel. Selbst die Staaten variieren in diesem Punkte stark: in Amerika z. B. fehlt die Sozialgesetzgebung, die in Deutschland als integrierender Bestandteil des Staatliehen Aufgabenkreises betrachtet wird. Für uns wird sich die Notwendigkeit ergeben, den Kreis der lebenswichtigen Bedürfnisse des Aufbaueszuverengern.dievonderOrganisation unmittelbar befriedigt werden. Wir werden uns vor allem auf Einwanderung und Kolonisation zu konzentrieren haben und die seit langem geplante Abbürdung des Schulwesens und des Sanitätswesens auf Jischuw und Regierung endlich konsequent durchführen müssen. Aber das darf nicht bedeuten, daß wir auf diese Arbeitsgebiete überhaupt verzichten. Wenn wir auch den behördlichen Apparat abgeben, der dem Schulwesen und dem Sanitätswesen dient, müssen wir in unserer Leitung Ressorts für diese Aufgabengebiete behalten, die — mit bescheidenen Etatsmittein ausgestattet — Schulwesen und Sanitätswesen nach Möglichkeit in unserem Sinne beeinflussen und fördern und die bei einer Erweiterung unserer finanziellen Möglichkeiten alsbald wieder einen Ausbau erfahren könnten. Auf dem Gebiete der Kolonisation kann eine Abbürdung überhaupt nicht in Frage kommen. Vielleicht sind hier Sozietätsverträge mit anderen Institutionen mög- Hch, die eine gewisse finanzielle Entlastung schaffen.- Außerordentlich viel hängt für unsere Kolonisation davon ab, daß die Schaffung einer staatlichen Agrarbank gelingt, die in enger Fühlungnahme mit der zionistischen Organisation die jüdische Kolonisation fördert. (Daß sie gleichzeitig eine entsprechende Hilfsstellung für die Araberbevölkerung einnehmen wird, braucht ihre Bedeutung für uns nicht zu beeinträchtigen.) In der Administration im engeren Sinne ist eine durchgreifende Rationalisierung bereits in die Wege geleitet. Wahrscheinlich werden wir uns an den Gedanken gewöhnen müssen, daß die Zahl der beamteten Exekutivmitglieder ausschließlich aus den Erfordernissen der Arbeit heraus festgesetzt wird und daß es neben der sonach ganz geringen Zahl hauptverantwortlicher Beamten im wesentlichen ehrenamtliche Exekutivmitglieder gibt. Die schweren Nachteile, die die angedeuteten organisatorischen Aenderungen uns bringen werden, dürfen nicht verkannt oder beschönigt werden; sie ändern nichts an der Unvermeidbarkeit einer durchgreifenden Umgestaltung. Die schädlichste Folge ist vielleicht die Anarchie der Sammlungen, die sich aus der Herauslösung von Schulwesen und Sanitätswesen ergeben kann. Ihr werden wir nur durch eine weitere intensive Ver- Stärkung der Sammeltätigkeit für unsere zentralen Fonds begegnen können. Wir fordern und erwarten vom Kongreß — gerade wenn der Kongreß die Einsicht und den Ernst aufbringt, die Finanzsituation 90 zu sehen, wie sie ist — eine Parole, die geeignet ist, der Arbeit für die Fonds einen neuen Impuls zu geben. In welcher Form das geschehen soll, wird sehr sorgsam überlegt werden müssen. Vielleicht geht der Sprinzak’sche Vorschlag —- Werbung von einer Million Beiträgen von je £ 1 — insofern von einer psychologisch richtigen Voraussetzung aus, als eine über viele Jahre sich erstreckende Geldwerbetätigkeit es erforderlich machen mag, in gewissen Zeitabständen mit der Werbemethode und den Werbemaßstäben zu wechseln; vielleicht ist jetzt wirklich der Zeitpunkt gekommen, für eine gewisse Anzahl von Jahren den Gedanken der individuell bemessenen Steuer durch die Forderung von Beiträgen zu ersetzen, die mehr in großen Staffeln nach der Leistungsfähigkeit abgestuft werden (etwa £ 1, £ 10, £ 100 usw.). Auf alle Fälle sind auch auf diesem Gebiete neue Gedanken, getragen von der alten Begeisterung, nicht zu entbehren. rv. Die Reformen auf dem Gebiet des Finanzwesens und der Wirtschaft werden ihren Zweck nur erfüllen können, wenn ein Neuaufbau der zionistischen Organisation mit ihnen Hand in Hand geht. Und diesen Neuaufbau braucht, auch ganz unabhängig von Finanzwesen und Wirtschaft, unsere Bewegung, wenn sie wciterleben und erstarken soll. Der Neuaufbau setzt keineswegs ein Erfindergehlm von unerhörter Phantasie voraus, das etwa funkelnagelneue Organisationsformen ersinnen und verwirklichen müßte. Beinahe trifft das strikte Gegenteil zu: es gilt, einen historisch gewordenen und heute zum großen Teil veralteten Wust von Organisationsformen zu beseitigen und die einfachen, klaren Organisationslinier, zu finden und wirksam werden zu lassen, die sich dem unbefangenen Blick des Menschen von selbst bieten würden, der heute etwa die Aufgabe erhielte, uns eine Organisation zu zimmern. 1. Wer soll ein Bestimmungsrecht in den Angelegenheiten der zionistischen Weltorganisation haben? Selbstverständlich nur die der Sache wirklich verbundenen Menschen; nicht Menschen, deren Beziehung zur Organisation sich darauf beschränkt, daß sie alle 2 Jahre oder allenfalls jährlieh einmal einen minimalen Beitrag zahlen. Verwirklichen wir diese Forderung, so hört das unerfreuliche Ringen um die vielfach ™orientierten, an der Peripherie unserer Bewegung stehenden Scheketzahler auf, die heute offiziell die Träger aller zionistischen Entscheidungen sind. Alle Zionisten müssen Mitglieder der territorialen zionistischen Organisationen (Ortsgruppe, Landesverband) sein und an diese Organisation ihren Mitgliedsbeitrag entrichten. Der Mindestbetrag könnte der ״zionistische Schekel“ sein, der so zu bemessen wäre, daß sich die Wett- Organisation, die territoriale Organisation und, wenn es sich um ein Mitglied eines Sonderverbandes handelt, auch der Sonderverband in ihn teilen könnten; selbstverständlich würde für Jugendliche und für Menschen mit geringem Einkommen ein ganz niedriger Sondersatz festgelegt werden. Nur die Mitglleder territorialer zionistischer Organisationen sind Mitglieder der Weltorganisation und wahlberechtigt zum Zionistenkongreß. 2. Weiches ist die charakteristische Aufgabe, die dem großen Parlament — dem Kongreß — obliegt? Der Kongreß muß sich auf die Behandlung der grundsätzlichen Probleme und auf die Wahl der für die Verwaitungsarbeit bestimmten Organe konzentrieren. Er darf mit Verwaltung nichts zu tun haben. Dadurch wird der Kongreß an Bedeutung nicht verlieren, sondern wachsen. Er wird seinen alten Glanz wieder erlangen, wenn er wieder Judentag und Parteitag, nicht mehr Generalversammlung ist. Damit der unwürdige und verhängnisvolle Tatbestand aufhört, daß die wirkliche Arbeit fast immer durch Beschlüsse des soeben stattgehabten Kongresses oder durch die Erwartung auf Beschlüsse des bevorstehenden Kongresses gelähmt wird, muß der Kongreß in längeren Zeitabständen als bisher zusammentreten — eine Forderung, für die ohnehin zwingende finanzielle Gründe sprechen. Der XVII. Kongreß müßte die Kraft haben, nicht nur diesen generellen Beschluß zu fassen, sondern zugleich auch bindend festzulegen, daß der XVIIL Korngreß —־ sagen wir: —- erst im Jahre 1935 stattfindet Selbstverständliche Voraussetzung für eine solche Neuordnung ist, daß die Finanzen der Exekutive nicht mehr von Schekel-Aktionen, deren Gelingen durch den Kongreß bedingt ist, abhängig bleiben, sondern in der oben skizzierten Weise durch Mitglied»- beiträge sicher gestellt werden. 3. Welche Aufgabe hat das Aktions-Comitä? Das Organ, das zwischen der Executive und dem Kongreß steht, das Ä. C., muß auf Kontrolle der Verwaltung beschränkt werden. Eine Mitwirkung an der Verwaltung darf ihm nicht zustehen. Das A. C. sollte nur einmal im Jahre zusammentreten. Außerordentliche Tagungen sollten nur in wirklich außerordentlichen Fällen stattfinden, wobei ein anderer Maßstab als bisher anzulegen sein wird. 4. Was soll aus der Jewish Agency werden? Der Neuaufbau der zionistischen Organisation muß mit einer sinnvollen Neugestaltung der Beziehungen zu den nichtzionistischen K. H.-Zahlern verknüpft werden. Der jetzige Zustand, der dadurch gekennzeichnet wird, daß die Jewish Agency eine demokratische Grundlage überhaupt nicht hat, ist von vornherein nur als Uebergangszustand tragbar gewesen. Der Augenblick, in dem die Grundlagen der zionistischen Organisation den Erfordernissen der Lage angepaßt werden, muß auch dazu verwendet werden, der Jewish Agency eine für die Dauer bestimmte Form zu geben. Die K.H.-Zahler müssen den Kern einer Organisation bilden, deren legitime Aufgabe darin liegt: das Interesse der Gesamtjudenheit am Aufbau Palästinas zu verkörpern; auch die an der Peripherie der Palästina-Aufbau-Bewegung stehenden Menschen zu erfassen; gemeinsam mit der zionistischen Organisation die letzten Entscheidungen zu treffen. Der Couneil der Jewish Agency wäre in einen Palästinakongreß umzuwandeln. Das Wahlrecht zu diesem Kongreß sollte von der Zahlung des ״Palästina-Schekel“ abhingen, der im Keren-Hajessod-Beitrag miteinbegriffen sein könnte. Außer den Keren-Hajessod-Zahlern müßten das Recht zur Entrichtung des Palästina-Schekels solche Palästinafreunde haben, die zur Zahlung eines K. H.-Beitrags, dauernd oder zeitweilig, außerstände sind (insbesondere Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen). Die Verteilung der Gewalten zwischen dem Zlonistenkongreß und dem Riuästinakongreß könnte getrost einer allmähflehen Entwicklung überlassen bleiben, — anknüpfend zunächst an die jetzt für das Verhältnis zwischen Kongreß und Council geltende Regelung. * V. Ich weiß nicht, ob der Druck einer nie gekannten Notlage es zuwege bringen wird, daß die zionistische Weltorganisation ihre Arbeit und ihr organisatorisches Gewand konsequent und uneingeschränkt ihren Möglichketten und ihren Notwendigkeiten anpaßt Sollte es gelingen, so würde damit — fast möchte ich sagen: kampflos — auch die Grundursache der scheinbar 90 mannigfachen Mängel beseitigt, die heute in der Organisation die Arbeitsmöglichkeiten stören und verringern: das Ueberwuchern des Parlamentarismus, der gleichzeitig und in gleichem Maße die Aufbauarbeit in Palästina und die zionistische Arbeit im Galuth schädigt Nur so verwickelte, die wirklichen Größen- und Machtverhältnisse ignorierende Organisationsformen, wie wir sie jetzt haben, geben den Nährboden für den Scheinpariamentarismus ab, der der Prototyp der Unwirklichkeit und doch von verhängnisvollen realen Auswirkungen ist. Ihn auszuschalten, bedeutet keinen Versieht auf Demokratie; wir glauben zu wissen, daß Demokratie trotz aller Mängel die beste Form für eine Regelung sozialer Be- Ziehungen ist, die der Menschengeist bisher gefunden hat. Unsere Aufgabe ist es, unter den verschiedenen Formen der Demokratie die zu finden und zu adaptieren, die unserer besonderen Situation gemäß sind. Was wir aufrecht erhalten müssen und was uns aufrecht erhält, Ist der Glaube an die innere Kraft der zionistischen Idee und die Hoffnung, daß in unseren Reiben die Menschen sind, die unsere Bewegung zum Erfolge führen werden, sobald sie sich fähig erweist, die Organisation zu konsolidieren und sich auf das wirkliebte. Ziel zu konzentrieren. Werden jetzt endlich die Voraussetzungen für eine sachliche Arbeit von Menschen mit Führerqualität und Führerautorität und damit für das Gelingen des Palästinaaufbaues geschaffen werden? Weitere Watilresnltale Tschechoslowakei. Abgegeben wurden insgesamt 9830 gültige Stimmen. Davon erhielten die von Dr. Rufeisen geführte Liste der Allgemeinen Zionisten 3078 Stimmen und 4 Mandate, die Linken (Arbeitendes Palästina) 2243 Stimmen und 2 Mandate, Misradhi 1477 und 2 Mandate, die Revisionlsten 2056 und 2 Mandate, die von Dr. Margulies geführten Radikalen 976 und 1 Mandat. England. 6 Allgemeine Zionisten, 2 Misrachisten, 1 Revisionist und 1 Poale Zionist. Belgien. Die zwei belgischen Mandate verteilen sich wie folgt: 1 Allgemeiner Zionist (für ihn stimmten auch die Radikalen), 1 Revisionist. Der Liga für das Arbeitende Palästina fehlten etwa 40 Stimmen zu einem Mandat, so daß hier eine beträchtliche Anzahl Reststimmen für die Weltwahüiste verblieben ist. ln Frankreich wurde Jabotlnsky mit 500 Stimmen gegen Naiditsch (Allgemeiner Zionist), der 380 Stimmen und dem Misrachisten, der 60 Stimmen erhielt, gewählt. Schweiz. Bei den Wahlen in der Schweiz gelang es der Liste, die alle Parteien, ausschließlich den Revisionisten, umfaßte, mit 563 Stimmen gegenüber 483 Stimmen der Revisionisten, das der Schweiz zustehende Mandat zu erringen. Kongreßdelegierter ist Dr. Markus Kohn (Misrachist). Saloniki. Gewählt ein Allgemeiner Zionist, der 339 Stimmen erhielt. Auf den Misrachi waren 211, auf die Revisionisten 9 Stimmen entfallen. In Kongreßpolen dürfte sich folgendes Resultat ergeben: Revisionisten 10, Liga für das Arbeitende Palästina 8, Misrachi 7, Al Hamischmar (Radikale) 6, Eth Liwnoth (praktische Zionisten) 2 Mandate. ln Warschau wurden 1021 Stimmen für die Revisionisten, 913 für den Misrachi, 874 für Al Hamischmar, 663 für die Arbeiferliga und 221 für Eth Liwnoth abgegeben: itt Lodz: Arbeiferliga 668, Revisionisten 526, Misrachi 446, Eth Liwnoth 456, Al Hamischmar 300 Stimmen. In Osigalizien liegen die Wahlresultate aus 70 Wahlorten vor. In diesen Orten erhielten der Blöde für das Arb eitende Palästina etwa 9000, die Allgemeinen Zionisten etwa 8000, Revisionisten etwa 7000, Radikale 500 Stimmen. In Westgalizien führen die Allgemeinen Zionisten, die etwa 40״/o aller Stimmen auf ihre Liste vereinigten. Ke endgültigen Resultate aus Polen werden erst Ende der Woche festgestellt sein. Weitwabl-Listen. Wie uns die Exekutive mitteilt, sind im ganzen fünf Weltwahl-Listen eingereicht worden und zwar: I. Allgemeine Zionisten (Listenführer Motzkin, Dr. Georg Halpern), II. Misrachi (Listenführer Rabb. J. L. Fischmann), IH. Poale Zion und Hitachduth (Listenführer Ben Gurion, E. Kaplan), IV. Radikale Zionisten (listenführer jizehak Grünbaum), V. Zianisten־Revtsianlsten (Listenführer Vladimir Jabotinsky). Der Staätrat in Czemowitz (Bukowina) hat auf Antrag des Stadtverordneten Dr. Rosenzweig beschlossen, eine der Straßen der Stadt nach Chaim Weizmann zu benennen. Eine andere Straße erhielt den Namen des verstorbenen Bundislenführers Pistina.