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Jüdische Rundschau · 1931-06-09 · Heft 44 (9.6.1931) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 44 (9.6.1931)
Date
1931-06-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Aufmarsch der Parteien in Polen Einzelnummer 0,2s Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienstagu.Freitag.Bezugspreisbei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. AinUnduhaiuaiiwnt* werden in der Währung der eirueelneo Linder berechn«. Anzeigenpreis: 8 gesp. Nonp«wsiU«zeil• 030 G.-M. Stellengesuche 0,25 G-־M- Redaktion. Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G. m.b. H., Berlin W15, Meinekeatr.lO. Telephon: J 1 Bismarck 7165-70. Anzeigenschluß: Die &at«g und Freitag Dichmitfagi 4 Uhr Postscheck - Konten: Berlin 17392. Basel V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39433. Budapest 59693, Danzig 1973, Haag 340470, Prag 59410. Riga 4155, Strassburg 16430, Warschau J90708, Wien 15603a Bank• IContm: Darmatädter- und Nationalbank, Depositen-Kasse Berlin, Kurfüratesdamm 52: Rumänisch© Kreditbank, Cernaufi (Rumänien); Angl© Palestine Co. in Haifa, jerusalem, Tel-Aviv. Nummer 44 | Berlin, 9• VI• 1931 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ד פיון תרצ״א | xxxvi. Jahrg. Dar Zionismus erstrebt für das indische Volk die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte In PalBstlna. ״Baseler Programm.“ Kongreßwahl ־ Resultate Palästina - Konferenzen in Berlin Tagung des Initiativkomitees der Jewlsli Agency - Landeskonferenz des Deutschen Keren Hafessod Für die Tagung des Initiativkomitees der Jewish Agency, die, verbunden mit der Landeskonferenz des Deutschen Keren Hafessod, unter dem Vorsitz von Herrn Direktor Oscar Wassermann am 14. Juni im Logenhaus zu Berlin stattfindet, ist folgende Tagesordnung festgesetzt worden: Vormittagssitzung (Beginn 10 Uhr): 1. Eröffnungsansprache und Bericht (Direktor Oscar Wassermann); 2. ״Die Situation in Palästina und die Arbeit des Keren Hajessod“ (Dr. Arthur Hantke); 3. Aussprache. Nachmittagssitzung: 4. ״Wirtschaftliche Probleme ln Palästina" (Dr. Arthur Ru pp in); 5. Aussprache; 6. Wahlen. Sämtliche Mitglieder des Deutschen Keren Hafessod sind zur Teilnahme an der Tagung berechtigt. Auf dieser Tagung erfolgt auch die Wahl der deutschen Vertreter im Council der Jewish Agency, der zu seiner zweiten ordentlichen Tagung am!4. Juli in Basel Zusammentritt. Der Bericht der Klagemaaerkommission Eigentumsrecht der Moslems, Andachtsrecht der Juden London, 8. Juni. (J. T. A.) Am Montag, dem 8. Juni, morgens, wurde der 75 Seiten starke Bericht der auf Verlangen des Völkerbundes von der britischen Regierung eingesetzten Klagemauerkommission veröffentlicht. In dem Bericht wird das Eigentumsrecht der Moslems an der Klagemauer anerkannt. Den Juden wird es gestattet sein, an bestimmten Feiertagen Thorarollen zur Klagentauer zu bringen und eine Thoalade dort aufzustellen, dagegen wird das Schofar-Blasen nicht zugeiassen. Den Moslems wird die Abhaltung von Gottesdiensten in der der Kiagemauer unmitteibar benachbarten Zlkr-Moschee während der jüdischen Gebetstunden untersagt. Wiederherstellungsarbeiten an der Mauer sind von den Moslems «der, falls diese dies verabsäumen, von der Palästina-Regierung durchzuführen. Den Moslems wird es untersagt, bauliche Veränderungen innerhalb des Haram-Bezirks, durch die die Juden am freien Zugang zur Klagemauer behindert werden könnten, vorzunehmen. Das Verbotder Auf- Stellung von Bänken, Stühlen und Wandsc h i r m e n an der Kiagemauer bleibt weiterhin in Kraft. Die Beslattnng Exkönig Husseins Jerusalem, 5. Juni. (J. T. A.) Am 4. Juni fand in Jerusalem unter außerordentlich starker Beteiligung die Beerdigung des Exkönigs Hussein statt. An der Spitze des Trauergefolges, das noch größer gewesen sein dürfte, als das beim Begräbnis des indischen Mohammedanerführers Mohammed Ali, schritten die Söhne des Exkönigs, Abdullah, Ali und Said (nur Feisal war also nicht anwesend — A. d. R.), ihnen folgten die Mitglieder der Palästina-Regierung und der transjordanischen Regierung, das Konsularkorps, die führenden arabischen Persönlichkeiten Palästinas, ferner von jüdischer Seite Colonel Kisch als Vertreter der Jewish Agency, David Yellin, M. Kalwarisky und Vertreter des Rabbinats. Beim Damaskustor leistete eine Abteilung englischen Militärs vor dem Trauerzuge die Ehrenbezeigung. Der Sarg wurde in die Omar-Moschee gebracht, um in der Nähe der Gruft Mohammed Alis beigesetzt zu werden. Am Tage des Begrabnisses hatten alle Konsulate auf Halbmast geflaggt. Das Unter• richtsdepartement der Regierung hatte alle für diesen Tag angesetzten Sportmeetings der Schulen abgesagt. In aller Kürze Am 4. Juni starb in New York Herr Mortimer L. Schiff, Mitchef des Bankhauses Kuhn, Loeb & Co., ein Sohn des großen jüdischen Philanthropen Jacob Schiff und Schwager von Felix Warburg. Nach dem amtlichen Wahlergebnis erhielt bei den Wahlen zum rumänischen Parlament die Jüdische Nationale Partei rund 65 000 Stimmen und 4 Mandate. Der Präsident der provisorischen republikanischen Regierung Spaniens, Herr Za mora, erklärte, alle republikanischen Parteien Spaniens treten für die Wiedereinverleibung der sephardischen Juden in die spanische Nation ein. Die spanischen Konsuln im Auslande werden Instruktionen zur Erleichterung der Repatriierung der sephardischen Juden erhalten. Das spanische Parlament wird das Edikt vom Jahre 1492, durch das die Juden aus Spanien vertrieben wurden, feierlich widerrufen. Die ״Bayerische Israelitische Gemeindezeitung“ vom 1. Juni erschien als Sonderheft ״Die hebräische Sprache“. Beiträge haben beigesteuert: Prof. Wilhelm Vollert, Prof. Dr. Gotthelf Bergsträsser, Rabb. Dr. Leo Baerwald, Prof. Heinrich Loewe, Dr. Simon Rawidowicz, Ernst Jacob. In Zlotschew, Bezirk Sieradz, Wojewodschaft Lodz, kam es während der katholischen Fronleichnams-Prozession am 4. d, M. zu einem Pogrom gegen die Juden. Ein großer Teil der jüdischen Geschäfte wurde demoliert, viele Juden blutig geschlagen, darunter drei lebensgefährlich verletzt. Die Schuld an diesem Pogrom tragen nationaldemokratische Hetzer, die in ihrer Ideologe den deutschen Nationalsozialisten gleichzusetzen sind. Bei dem Stafettenlaut Potsdam — Berlin am 7. d. M. gelang es den Mannschaften des Bar Kochba, in allen Klassen gute Plätze zu besetzen. Im MännerIauf eroberten die Bar Kochbaner den fünften Platz. Im Damenlauf erzielte der Bar Kochba den ersten Platz der B- K1 a sse und im Knabenlauf gelangte der Bar Kochba auf die zweite Stelle. Dieses Ergebnis, errungen im Wettbewerb mit den stärksten Mannschaften, ist als eine außerordentliche Leistung des Bar Kochba zu bewerten. Die Wahlen in Deutschland Wir geben nachstehend die vorläufigen Wahlresultate aus Deutschland wieder, die der Redaktion bis Montag Mittag gemeldet waren. Das offizielle Wahlergebnis wird erst nach der Sitzung der Hauptwahlkommission, die Dienstag, 9. d. Mts״ abends 8 Uhr, stattfindet, bekanntgegeben werden. Allgemeine Revisionisten Linke Misrachi Radikale Berlin 473 449 528 406 181 Allenstein 7 1 2 — Bamberg 15 — 3 1 — Beuthen 22 61 57 65 59 Bielefeld 12 _ 1 _ — Bochum 9 — 6 1 2 Bonn 3 3 17 3 3 Breslau 199 116 175 138 15 Dinslaken — 2 1 5 — Dortmund 16 4 20 . 59 1 Duisburg 42 — 62 4 — Elberfeld 17 1 8 1 — Emden 3 — 4 31 — Erfurt 11 6 53 7 1 Essen 17 2 29 37 ו Frankfurt/M. 116 178 82 143 93 Frankfurt/O. 8 — — 4 2 Gießen 4 6 2 1 1 Görlitz 11 — 5 2 — Halle 12 1 13 — — Hamborn 37 17 53 8 — Hamburg 104 9 95 224 24 Hannover 27 10 15 22 2 Herne 6 4 5 — — Hersfeld 5 — 1 2 — Insterburg 15 — 8 — — Jena 4 — 6 — — Karlsruhe 11 4 22 5t 17 Kassel 26 — 36 1 — Kiel 2 6 1 10 — Köln 55 18 86 93 3 Königsberg 93 4 125 36 2 Krefeld 7 ~~ 3• —־ — Landsberg/W. 4 3 2 2 — Leipzig 96 62 128 164 64 Mainz 22 2 6 18 1 Die nene Repräsentanten -Versammlung Am 7. d. M. fand um 11 Uhr vormittag, nachdem die Wahlen vom 30. November 1930 von dem Polizeipräsidium Ende Mai bestätigt worden waren, die Konstituierende Sitzung der neuen Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde statt. Die Einführungsrede hielt, entgegen dem sonstigen Brauche, an Stelle des ersten Vorsitzenden des Gemeindevorstandes Dir. Kareski, der stellvertretende Vorsitzende Kammergerichtsrat Wolff, der als liberaler Mandatar besonderes Gewicht darauf legte, die Feierlichkeit der Konstituierung zu leiten. Unter dem Vorsitz des ältesten Mitgliedes der Versammlung, Dr. Gut mann, (liberal) wurden dann R.-A. Heinrich Stern (liberal) zum ersten Vorsitzenden der Repräsentantenversammlung, Dr. Alfred Klee (Volkspartei) und Dr. London (liberal) zu Stellvertretern des Vorsitzenden gewählt. Als Schriftführer werden der Volksparteiler Landgerichtsrat Arthur Rau und Dr. Gutmann fungieren. Man hatte angenommen, daß die Liberalen in der konstituierenden Sitzung der Repräsentantenversammiung den Versuch unternehmen werden, im Wege eines Dringlichkeitsantrages die Wahl des Gemeindevorstandes auf die Tagesordnung zu bringen. Da jedoch, wie wir erfahren, bezüglich der Zusammensetzung des künftigen Gemeinde- Vorstandes zwischen Liberalen und Volksparteilern kein Uebereinkommen getroffen werden konnte, verzichteten die Liberalen auf die Einbringung des Dringlichkeitsantrages, der, da die Volksparteiler über ein Drittel der Mandate in der Ver- Sammlung verfügen, auch kfflle Annahme gefunden hätte. Hingegen wurde ein Ausschuß von 11 Mitgliedern eingesetzt, darunter fünf Mitglieder der Volkspartei, der die Vorstandswahlen vorbereiten soll. Dieser Ausschuß trat am 8. d. M. zum erstenmal zusammen. In der nächsten Sitzung der Repräsentantenversammlung, arn 11. d. M., soll die Vorstandswahl vorgenommen werden. Soweit man aus der Stimmung in der konstituierenden Sitzung Schlüsse ziehen kann, scheint innerhalb des liberalen Lagers ein Kampf zwischen zwei Richtungen zu bestehen. Die eine Richtung, gemäßigt, möchte gern nach Möglichkeit alles vermeiden, was den berechtigt eit Ansprüchen der Volkspartei zuwiderläuft. Die andere Richtung, von den radikalen Elementen der Liberalen geführt, ist bestrebt, einen ״forschen Zug“ in die Beziehungen zur nunmehrigen Opposition, den Volksparteilern, zu bringen. Nach dem Wahlergebnis steht den Volksparteilern, bei denen Dr. Oscar Cohn als einziger Poale Zion hospitiert, unzweifelhaft das Recht auf vier Sitze von insgesamt 11 im Vorstande zu. Nach dem bisherigen Brauche ist dieser Anspruch durchaus legitim, auch in der Richtung der Auswahl der vier von der Volkspartei in den Vorstand entsandten Vertreten Merkwürdigerweise scheint ein Teil der Liberalen Allgemeine Revisionisten Linke Misrachi Radikale Mannheim 17 3 14 31 — M.-Gladbach 8 - . . 3 ' 1 — München 109 42 43 31. 2 ־ Nordhausen 6 , 11 .3 —. Oberhausen S 6 15 15: — '_־ Oppeln!6 — 11 __ ״״ . Ratibor 19 — 1 1 ״־־־ Regensburg 10 — 1 1 — Schönlanke 7 _ 2 7 , , —- Stettin 11 5 6 1 — Trier 5 _ 4 — 1 Wiesbaden 27 6 15 14 ■— Würzburg 11 1 8 37 נ Andere Länder Die Wahlen zum . XVII. Zionistenkom zreß in Oesterreich ergaben das folgende Resultat: Allgemeine Zionisten rund 1400, Arbeitendes Palästina 850, Revisionisten rund 2000, Radikale 350, Misrachi 220 Stimmen. Die vier österreichischen Delegiertenmandate verteilen sich wie folgt: 2 Revisionisten, 1 Allgem. Zionist, 1 Vertreter des arbeitenden Palästina. Die Wahlbeteiligung betrug 58 0/0. In der Tschechoslowakei liegen Wahlergebnisse bis jetzt aus 30 Wahlorten vor, in denen insgesamt 5466 Stirnmen (Wahlbeteiligung 30 «;0) abgegeben wurden. Allgemeine Zionisten erhielten 1700, Linke Wahlgemeinschaft (Arb. Pal.) 1300, Revisionisten 1200, Misrachi 886, Radikale 380 Stimmen. Voraussichtliches Ergebnis: Allgem. Zionisten 3, Linke 3, Revisionisten 2, Misrachisten 2, Radikale 1 Mandat. Zum Delegierten der holländischen Zionisten wurde der Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung Hollands, F. Bernstein (Allg. Zionist), mit 580 Stimmen gewählt. Auf die misrachistische Liste entfielen 280, auf die Liste Arbeitendes Palästina 80, auf die der Revisionisten 36 Stimmen- Die Kongreßwahlen in K a n a d a hatten folgendes Resultat: Rabbi Zlotnnc, Frau Dunkel man (Allg. Zionisten), Rabbi Zilberstein (Misrachi), Ihestrin (Poale Zion). Das endgültige Wahlresultat in Palästina lautet: 24 Mandate entfallen auf die Arbeiterparteien, die 18 509 Stimmen erhalten haben, 7 auf die Revisionisten, für die 5034 Wähler stimmten, 3 auf die Allgem. Zionisten, je 2 auf Misrachi und Poale Misrachi und 1 Mandat auf die jemenitischen Arbeiter. diese Selbstverständlichkeit nicht anerkennen zu wollen. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob Einsicht und Fairneß im liberalen Lager die Oberhand gewinnen oder ob sich die liberale Fraktion, von ihren Scharfmachern gedrängt, auf einen Weg begeben wird, der naturnotwendig die Volkspartei in die schärfste Opקositi 0ft hineintreiben muß. s. n. Heute Beginn der Mandats-Kommission Wetzmanns Beschwerden gegen Simpson Als Ergänzung der von uns bereits in der vorigen!Summer veröffentlichten Informationen geben wir aus dem Berichte unseres Genfer Mitarbeiters noch nachstehende interessante Einzelheiten wieder. Red. K-y. Genf, den 5. Juni 1931. Die Tagesordnung der am 9. d. M. beginnenden Session der Ständigen Mandatskommission des Völkerbundes war so überladen, daß die Kommispion, im Einvernehmen mit den interessierten Mandatarmächten, die Prüfung einer Anzahl von Jahresberichten — über Tanganyika, Togo und französisches Kämerun — bis zu ihrer nächsten Herbstsession vertagt hat. Diese Maßnahme ist zu begrüßen, da die Kommission auf diese Weise im Stande sein wird, der diesjährigen Prüfung des Jahresberichtes über die Verwaltung Palästinas ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen. Die Aussprache über Palästina wird, wie wir erfahren, wahrscheinlich erst am 15. Juni, d. i. am Montag der nä chst e n Woche, beginnen. Der Jahresbericht der Mandatarmacht ist den Mitgliedern der Kommission erst vor wenigen Tagen zugestellt worden und wird am 15. d. M. gleichzeitig in London und in Genf zur Veröffentlichung gelangen. Soviel uns bekannt ist, enthält dieser Jahresbericht keine besonderen Abschnitte über die küntt i g e Politik der Mandatarmacht. Es ist daher anzunehmen, daß der britische Vertreter die Debatte der Kommission durch eine längere Erklärung einlciten wird, worin er auch die Pläne der Regierung darstellen wird. Das dem Bericht der Jewish Agency beigefügte Begleitschreiben Dr. Weizmanns erinnert daran, daß die Jewish Agency den Beschluß der Regierung, Sir John Hope Simpson mit einer so wichtigen Aufgabe zu betrauen, s. Zt. mit großer Beunruhigung aufgenommen hat. Es könne sicher nicht als normal angesehen werden, daß man die Prüfung des ganzen Fragenkomplexes der Kolonisation, Einwanderung und Landcntwicklung in Palästina einer Einzelperson anvertraut. Dies um so mehr, als diese Person keine genügende Kenntnis der Grundsätze, auf welchen die Politik des Palästinamandates aufgebaut ist, besitzen und nur auf Grund eines ihr von der Regierung Palästinas unterbreiteten Materials und einiger oberflächlicher, persönlicher Eindrücke sich ein Urteil bilden konnte. Nichtsdestoweniger habe die Exekutive der Jevvish Agency ihre Vertreter in Palästina beauftragt, Sir John Hope Simpson bei der Ausführung seiner Mission weitmäglichst an die Hand zu gehen. Zu diesem Zwecke wurde ihm eia

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