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Jüdische Rundschau · 1931-05-05 · Heft 34 (5.5.1931) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 34 (5.5.1931)
Date
1931-05-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Das neue Jerusalem Einzelnummer 0,23 Qoldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienaugu.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Auslasndtsobomiemeöts werden in d#r Währung der einzelnem Länder berechnet An/eicenpreis: 8 eesp. Noapareil!ex«il• 0,50 G.־M Stellengeeuche 0,25 G.-M. Kammer 34 | Berlin, 5, V. 1931 *uiuii ויי Redakiion, Verlag und Anzeigen -Verwaltung: Jüdische Rundschau G.tn.b.H., Berlin W15, Meinekestr.lö. Telephon: J 1 Bismarck 7165*70. Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag aachmitUg« 4Uhr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck ־ Konus j Berlin 17392, Base] V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39433, Budapest 59693, Danzig 1973, Haag 140470, Prag 59410, Riga 4155» Sarashburg 16430, Warschau 190708, Wien 156030. Bank-Konten: Darmstldter- und Nadonalhaak, Depoatten ־ Käst« Berlin, KuHtirsfeodamm 52: Rumänische Kreditbank, Omauti (Rumänien); Anglo Palestine Co in Haifa,?enisalem, Tel-Aviv. 1 י״ח אייר תרצ״א xxxvi, Jahrg^ oe< Zionismus •ritrebt für das iUdlsch« Volk die Schaftune einer dffentllch - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palüstlna• ״Osseter Programm.** Londoner Schwierigkeiten Ernste Differenzen zwischen jewish Agency und der englischen Regierung Weizmanns Rücktritt und die Leiftingsirage Die Resolution der amerikanischen Zionisten Die von der Landesexekutive der amerikanisch-zionistiselten Organisation in ihrer letzten Sitzung (s. ״J. R.“ Nr. 33) gefaßte politische Resolution hat folgenden Wortlaut: Das Exekutivkomitee würdigt die historischen Verdienste Dr. Weizmanns um die Sache des Zionismus. Mit Hingabe und Geschick hat er die Verhandlungen geführt, deren Ergebnis die Erlassung der Balfour-Deklaration und ihre Erhebung zu einem Bestandteil des internationalen Rechts durch ihre vom Völkerbund vorgenommene Verankerung in dem England übertragenen Palästina-Mandat war. Mit gleicher Hingabe hat er sich der Organisierung des Keren Hajessod und der Aufbringung von Mitteln für Palästina gewidmet. Seine unermüdliche Energie hat in hohem Maße dazu beigetragen, daß sich der Jischuw ungeachtet der großen politischen und finanziellen Schwierigkeiten entwickeln konnte. Seine nie nachlassenden Bemühungen, die den Juden auf Grund des Mandats zustehenden Rechte in der Zeit seit den Ereignissen im August 1929 gegenüber großen Schwierigkeiten und einer mächtigen Gegnerschaft zu verteidigen, verdient unsere volle Anerkennung. Wir bedauern es, daß Umstände eingetreten sind, die Dr. Weizmann zu dem Entschluß bewogen haben, sein Amt als Präsident der Zionistischen Weltorganisation nicht weiter auszuüben. Wir vertrauen jedoch darauf, daß sein Rat und seine Dienste seinem Volke und unserer gemeinsamen Sache weiter zur Verfügung stehen werden. Dr. Weizmanns Rücktritt als Präsident der Jewish Agency und der Zionistischen Weltorganisation macht die Frage (ier Leitung zu einer dringenden und sofort zu lösenden. Im Hinblick auf die tiefen Spaltungen, die heute im Zicmismus bestehen, treten wir für die Wahl einer mehrgliedr i g e n Leitung ein, die mit der Durchführung der vom Kongreß zu beschließenden politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen beauftragt und kollektiv mit den bisher dem Präsidenten der Weltorganisation zugestandenen Befugnissen ausgestattet werden «oll, Befugnissen, die sie zeitweilig nach Belieben einer« ein-?einen oder mehreren Mitgliedern der Leitung übertragen kann. Deuischer Misrachi gegen Welfrnisrachi Die deutsche Landesorganisation des Misrachi hielt am Sonntag, dem 3. Mai, einen stark besuchten Delegiertentag in Berlin ab, an dem auch Herr Lazarus Barth teilnahm. Besonders auffallend war die starke Beteiligung von Vertretern der Zeire Misrachi. Die Tagung, über deren Verlauf wir noch berichten werden, stand vollständig in starkem Zeichen ener scharfen Opposition gegen die Führung des Weltmisrachi. Der Delegierteniag beschloß einstimmig eine Reihe von Forderungen, denen die ungewöhnliche Form eines Ultimatums an den Weltmisrachi gegeben wurde. Für den Fall, daß die in der Resolution ausgesprochenen Prinzipien nicht akzeptiert werden, wurde ein Austritt des deutschen Misrachi aus dem Weltmisrachi!ins Auge gefaßt Aus der Resolution, deren Wortlaut wir nächstens veröffentlichen werden, ist für die weitere zionistische Öffentlichkeit vor allem jener Absatz interessant, der sich in scharfer Form gegen Iden Fraktionszwang in politischen und wirtschaftlichen Fragen ausspricht. Der Misrachi als eine lediglich religiös determinierte Partei dürfe seinen Mitgliedern nur in religiösen und mit religiösen Dingen zusammenhängenden Fragen eine einheitliche Marschroute vorschreiben, sonst aber die individuelle Ueber- I?cugung nicht knebeln. In einzelnen Fragen wurde von einer! Minderheit ein abweichender Standpunkt vertreten. in aller Kürze In dem Befinden Harry Sachers ist eine weitere Bessefung zu verzeichnen. Wie die JTA. erfährt, wird die englische Regierung auf «1־ nächsten Tagung der Mandatskommission des Völkerbundes, , am 9. Juni d. J. eröffnet wird, außer durch dm Chef- Sekretär der Palästina-Regierung, Young. auch durch den Unter- Staatssekretär für die Kolonien, Dr. Shiels, vertreten sein. Der W a a d L e u m 1 hat beschlossen, der Permanenten "andatskommission des Völkerbundes ein Memorandum?u unterbreiten, das neben einer Erwiderung aut die im Bericht }lr John Hope Simpsons über Einwanderung, Kolonisation und Landentwicklung in Palästina gemachten Vorschläge auch eine ”1«che Analyse des bisher von der Palästina-Regierung ge- ״andhabten Arbeitssystems enthalten wird. Aus dem UeberschwemmungsgebietinWilna ttttd anderen Teilen Polens wird berichtet, daß die Bevölkerung, flamnter viele hunderte jüdische Familien, noch immer ohne .,Mach und vielfach ohne Nahrung ist und die Typhusepidemie lmmer weiter um sich greift. Mehr als 3000 Talmudfolianten andere religiöse Bücher wurden von den Fluten tortgetagen. Im Zusammenhang mit der Einberufung des Councils der wvish Agency für den 16. Juli nach Basel wird eine Tagung f,es Initiativkomitees der Jewish Agency in 1 ־״utschland am Sonntag, dem 14. Juni, in Berlin unter Vorsitz 1 ״״ Herrn Direktor Oscar Wassermann stattfinden. Für 1,en gleichen Tag ist die diesjährige Landesversammlung des 1 Cfen Ha jessod m Aussicht genommen. London, 30. April. (J. T. A.) Die Verhandlungen zwischen der englischen Regierung und der Jewish Agency sind auf einem toten Punkt angelangt. Während die Vertreter der Jewish Agency auf sofortiger Festlegung der Landentwicklungspolitik sowie auf der Forderting bestehen, daß die für die Erschließung Palästinas bestimmten staatlichen Mittel zu gleichen Teilen zur Förderung der jüdischen und der arabischen Interessen verwandt werden sollen, beabsichtigt die Regierung, die geplante Landentwicklungskommission a's Departement der Palästina-Regierung zu organisieren und der Kommission die Entscheidung über die Verwendung der zur Durchführung des Landentwicklungsplans bestimmten Gelder zu überlassen, ein Plan, dem die Jewish Agency nicht zustimmen kann. Die Verhandlungen wurden unterbrochen, und es wurde vorläufig keine weitere Besprechung zwischen den Vertretern der englischen Regierung und den Unterhändlern der Jewish Agency anberaumt. Die Meinungsverschiedenheiten wurden u. a. darauf zurückgeführt, daß die Kommission unter dem Eindruck der in Jerusalem abgehaltenen inoffiziellen Besprechungen zwischen dem High Commissioner und der arabischen Exekutive stand. Die ursprünglich im Vordergrund der Verhandlungen stehende Frage der Zusammen- Setzung der Landentwicklungskommission ist auf der letzten Besprechung zwischen den englischen Regierungsvertretern und der Jewish Agency vollständig hinter die Erörterung der grundsätzlichen Frage, welches das Ziel des Landentwicklungsplans sein soll, zurückgetreten. Die Regierungskommission nahm den Standpunkt ein, daß die Araber in erster Reihe, wenn nicht ausschließlich, Nutznießer des Planes sein sollen. Sie machte ferner geltend, daß es gegenwärtig unmöglich sei, die Zahl der von ihrem Boden verdrängten Arab» festzustellen, «^handle sich aber jedenfalls; wie auch Dr. Shiels im Unterhause erklärt habe, um viele Ta «sende, etwa 29 tyo der Be vö 1 k er u n g. Augenblicklich könne nur die A rt 4 e r Z u sa m m e n - Setzung der der Palästina-Regierung anzugliedemden Landentwicklungskommission erörtert werden. Dagegen müsse die Bestimmung über die Verwendung der zur Durchführung des Landentwicklungsplans bestimmten Gelder der künftigen Landentwicklungskommission selbst überlassen bleiben. Demgegenüber bestanden die Vertreter der Jewish Agency darauf, daß die Richtlinien der Landentwicklungspolitik in den gegenwärtigen Verhandlungen festgelegt werden. Sie erklärten, daß die Zahl der unmittelbar durch jüdische Bodenkaufe von ihrem Landbesitz verdrängten Araber, die allein auf Grund der Bestimmungen des MacDonald- Briefes Anspruch darauf haben, beider im Landentwlcklungsplan vorgesehenen Bodenzuweisung berücksichtigt zu werdenjtnur wenige Hundert betrage. Die Mittel des Landennvicklungsfonds müßten daher zur Hälfte zugunsten der verdrängten Araber und zur Entwicklung der arabischen Land- Wirtschaft im allgemeinen, sowie zu Krediten für arabische Siedler, zur anderen Hälfte aber zur Förderungder jüdischen Kolonisation und zur Erteilung von Krediten an die bestehenden jüdischen Kolonien verwandt werden. Die arabische Exekutive hat an die Regierung die Forderung gestellt, daß die Bestimmungen des MacDonald-Briefes völlig außer acht gelassen und daß die Mittel des Entwicklungsfonds zunächst zur Ansiedlung aller landlosen Araber verwandt werden. Im Hinblick darauf, daß ihre Pläne sowohl bei den Arabern als auch bei den Juden auf Opposition stoßen, wird die Regierung wohl ihre Absicht, der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes aut ihrer Tagung im Juni d. J. einen von beiden Parteien gebilligten Landentwicklungsplan vorzulegen, aufgeben müssen. * Aus den vorstehenden Meldungen geht hervor, daß in den Beziehungen der Jewish Agency zur englischen Regierung von neuem eine schwere Krise ausgebrochen ist. Die Sachlage ist folgende: Schon bei der Tagung der Permanenten Mandatskommission im Juni 1930 wurde die englische Mandats- Verwaltung scharf kritisiert, weil sie in Palästina lediglich die Rolle des untätigen Zuschauers und Schiedsrichters gespielt hat, statt eine Politik der aktiven Landesentwicklung zu betreiben, die eine bessere Ausnützung der Bodenfläehe ermöglicht, den Standard der Araber gehoben, dadurch die Niveau-Differenz zwischen Juden und Arabern verkleinert und damit auch die Gegensätze gemildert hätte. Durch eine solche Politik wäre nach Meinung der Mandatskommission auch der Sache des Jüdischen Nationalheims der größte Dienst erwiesen worden. Die englische Labour-Regierung, die noch keine Möglichkeit zur Formierung einer Palästina-Politik gehabt hat, weil unmittelbar nach ihrem Antritt die August- Unruhen 1929 ausbrachen und seither die Krise nicht aufgehört hat, gab ihre Bereitwilligkeit kund, auf diesen Gedanken einzugehen und versprach, nach Fertigstellung des Berichtes des von ihr entsandten Sachverständigen, Sir John Hope Simpson, ein positives Programm der Lapdentwicklung auszuarbeiten und hierfür auch Mittel zur Verfügung zu stellen. Bekanntlich vollzog sich das später in der Form, daß eine Anleihe von 2!/a Millionen Pfund in Aussicht gestellt Wurde. Nach dem Bericht Hope Simpsons, dem sich das Weißbuch vom Oktober 1930 anschloß, hatte man den Eindruck, die Regierungspolitik ziele darauf ab, zunächst eine Innenkolonisation der Araber durchzuführen, um auf diese Weise festzustellen, wieviel Boden in Palästina für Neuein- Wanderer verfügbar wäre, wenn zunächst die Bewohner des Landes, deren Wirtschaftslage als kritisch bezeichnet wurde, mit Boden versehen sind. Gegen diese These wandte sich der Protest der Jewish Agency. Es wurde darauf hingewiesen, daß ein Anspruch von Einwohnern eines Landes, mit Boden beteilt zu werden, in keinem anderen Lande anerkannt ist, daß auch ohne die Kapitalzufuhr der jüdisehen Einwanderung eine zweckmäßige Verwendung der große Investitionen erfordernden Böden unmöglich sei; und schließlieh, daß eine solche Politik in klarem Widerspruch zu Art. 6 des Mandates steht, der die Regierung unzweideutig verpflichtet, die jüdische Kolonisation zu erleichtern, ohne daß die Rechte und die Lage der gegenwärtigen Bevölkerung verschlechtert wird. Ohne die Verpflichtung der Regierung, für die arabischen Einwohner eine konstruktive Aufbaupolitik zu treiben, in Abrede zu stellen, betonte die Jewish Agency in ihrem Memorandum die zwingenden Vor- Schriften des Mandates und machte geltend, daß im Sinne des Art. 6 des Mandates eine Sonderbehandlung nur für jene Araber am Platze sei, deren Lage durch die jüdische Siedlung wirklich ״verschlechtert“ worden ist, also derjenigen Elemente, die durch Uebergang des früher von ihnen gepachteten Bodens in jüdische Hände ״landlos“ geworden sind. Dieser Gesichtspunkt wurde in dem Brief des Primeministers an Dr. Weizmann vom 13. Februar akzeptiert, ln § 9 dieses Briefes heißt es ausdrücklich, daß die Bestimmungen des Weißbuches über landlose Araber sich nur auf solche Araber beziehen, ״bei denen gezeigt werden kann, dftß sie von den von ihnen okkupierten Ländereien infolge des Ueberganges der Böden in jüdischen Besitz verdrängt wurden und die weder anderen Boden, auf dem sie seßhaft werden konnten, noch eine andere gleiche Beschäftigung finden konnten. Die Anzahl dieser so dislozierten Araber muß sorgfältig festgestellt werden. Den landlosen Arabern dieserKategorie gegenüber fühlt die Regierung sich verpflichtet, ihre Ansiedlung aut dem Lande zu fördern. Die Anerkennung dieser Verpflichtung ist keineswegs eine Abweichung von den weiter gesteckten Zielen der Landentwicklung, welche die Regierung als das durchgreifendste Mittel für die Förderung der Errichtung eines Nationalheimes für die Juden ansieht. Die Jewish Agency war auf Grund dieser unzweideutigen Erklärung der Meinung, daß der Fonds der Landentwicklungsanleihe von 21/2 Millionen Pfund auf der einen Seite für die Ansiedlung dieser landlosen Araber, weiter für andere Zwecke der wirtschaftlichen Hebung der Fellachen, sowie der all: gemeinen Landesentwicklung (wissenschaftliche Bodenunter•* suchung, hydrographische Aufnahme, Bewässerung) verwendet werden wird, auf der anderen Seite aber für jene positiven Verpflichtungen des Art 6 zur An: Siedlung von Juden auf dem Lande, die die Regierung in dem MacDonaldbrief neuerlich in solenner Form anerkannt hat. Die Jewish Agency vermochte sich in ihrer Auffassung auf ein weiteres sehrwichtigesoffizielles Dokument zu stützen, nämlich auf den Bericht des von der Palästina-Regierung eingeladenen Sachverständigen C. F. Strickland, dessen Vorschläge in der ״Jüdischen Rundschau“ bereits mehrfach besprochen wurden (der wichtigste Abschnitt des Berichtes war in Nr. 13 der ״J. R.“ abgedruckt). Die Vorschläge der Jewish Agency haben offenbar darauf abgezielt, diese Art der Verwendung des Fonds von vomherein sicherzustellen. Die Regierung aber hat eine andere Methode vorgeschlagen. Sie will zunächst eine eigene Landentwicklungs- Kommission ernennen, in deren Hand der aus der Anleihe resultierende Fonds zur freien Verfügung gelegt wird. Trotz der ״Sparpolitik“, die zur Entsendung der O’Donell-Kommission geführt hat, will man ein neues kostspieliges Amt (der Vorsitzende soll £ 2000 Gehalt und freie Wohnung sowie Spesen erhalten!) einrichten. Diese Kommission soll machen können was sie will, ohne klare Richtlinien der Londoner Regierung. Man muß annehmen, daß die Haltung der Regierung durch die Stellungnahme des High Commissioner Sir John Chancellor, der mit den Arabern verhandelt hat, beeinflußt ist. Bevor nicht genauere Informationen und eine offizielle Mitteilung der Jewish Agency vorliegen, ist es nicht möglich, sich ein endgültiges Urteil zu bilden. Doch muß es der Regierung klar sein, daß sie den Landentwicklungsplan ohne aktive Teilnahme der Juden ehe ns o wenig durchführen kann, wie ohne Teilnahme der Araber. Eine Ignorierung der jüdischen Ansprüche wäre eine eklatante Verletzung der Mandatsverpflichtung. Wenn die Regierung den MacDonald- Brief als einen Fetzen Papier behandelt, dann würde von neuem das Vertrauen zu ihr auf das schwerste erschüttert werden. PressesUmmcn ״The N ear East and 1 nd ia“ schreibt am 30. April anläßlich der Verhandlungen über den Landentwicklungsplan: Wir haben erhebliche Hoffnungen auf diesen Plan gesetzt, denn er wird in höherem Maße als irgendeine bisherige Maßnahme beweisen, daß die Mandatarmacht im Ernst die Hebung des

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