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Jüdische Rundschau · 1931-03-13 · Heft 20 (13.3.1931) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVI (1931)
Issue
Heft 20 (13.3.1931)
Date
1931-03-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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CfcRM4N|A J UDAK. A Droht eine jüdische Wirisdtafiskafasirophe? Einzelnummer 0£5 Goldmark DDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDieas tag uTreirag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldmark. AtiAlandsabomienient• w«rdes iß der Wihruac der «inzelnea Lander b«rechn<*t Anreicenprei-»: 8 gesp. Nonp*r«ill«z*il• 0,50 G.-M Stdjengestich« 0,25 G-M. Nummer 20 I Berlin, 13. III. 1931 Redakdon, Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische RundschauG.m.b.H.,Berlin W15, Meinekestr.lO. Telephon: J 1 Bismarck 716570־. Aa3:<dget1*chlu£: Dienstag uod Freitag nachmittags 4Ubr RedakdonsschluI Sonntag und Mittwoch nachmittag.?«Btstheck - KoBttn: Berlin 17392. Basel V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 39433. Budapest 59693, Dmzig 1973. Ha«* 140470, Prag 59410, Riga 4155. Strasfcburg 164 מי, Warschau 190708, Wien!56030. Baal -Konten: Dannetadtar׳ und Nationalbank, Depositen-Ka*s« Berlin, Kurlürfttendamm 52; Bähe« de Ett, Cernauri (Rumänien); Anglo Palestine Co. in Haifa. Jerusalem, Tel-Aviv. פר אדר תרצ״א | xxxvl jahrg. 0er Zionismus erstrebt fOr da» jüdische Vom die Schaffung einer Öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.“ Zum Werbemonat Hitlers Schatten In den nationalsozialistischen Blättern erscheinen von Zeit zu Zeit Korrespondenzen aus dem Auslande, in denen Berichterstatter über die antisemitische Bewegung in den einzelaen Ländern schreiben und zu verstehen geben, welche, von ihrem Standpunkte aus gesehen, wertvolle Förderung das Beispiel der deutschen Antisemiten für den Judenhaß im Auslande bedeutet. Tatsächlich besteht heute schon eine Internationale des Hakenkreuz-Antisemit i s m us, der sozusagen seinen Papst in der Person Adolf Hitlers anerkennt. Der internationale Antisemitismus verspricht sich einen restlosen Sieg in der ganzen Welt, wenn erst Adolf Hitler in Deutschland zur Macht gelangt ist und ״sein Schatten Europa beherrscht“. Diese Formulierung findet sich in einer der letzten Nummern des Berliner ״Angriff“, und man muß sagen, daß der Herausgeber Dr. Goebbels eigentlich bescheiden ist. Wie wir nämlich aus Berichten entnehmen, organisieren sich die Judenfeinde in Nordamerika auch unter dem Zeichen des Hakenkreuzes. In Chicago gibt es eine starke Hakenkreuzlerbewegung, die ihre Ideologie aus Adolf Hitlers Parteibüro bezieht. Wir haben schon mehrmals Ge- Icgenheit gehabt, auf die Tatsache hinzuweisen, daß die einzige ״geistige“ Bewegung des deutschen Kulturkreises, welche in den letzten Jahrzehnten einen Siegeszug durch die Welt unternommen hat, der Rassenantisemitismus ist. Es hat natürlich in der ganzen Welt Judenhasser gegeben. Aber sie betätigten ihren Haß ohne Theorie und ohne Ideologie. Das ״wissenschaftliche“ Rüstzeug für den Antisemitismus stammt zweifellos aus deutschen Küchen. Gegenüber diesem affektbetonten Judenhaß, der sich nicht auf Abfassung von pseudowissenschaftlichen Abhandlungen und psychologischen Befraclitungen beschränkt, sondern handfeste Terrorakte verübt, gibt es wohl kaum irgendein Mittel geistiger Art. Es ist ein Irrtum von jüdischer Seite, wenn man glaubt, Unterschiede zwischen Radau-Antisemite» und wohlerzogenen Kultur« und» Salon-Antisemiten mit Aussicht auf irgendeinen Erfolg machen zu können. Es ist jüdische Selbsttäuschung, anzunehmen, daß man durch eine derartige Haltung sozusagen eine Teilung in gute und schlechte Antisemiten herbeiführen' wird. Die Grundlage des Radau- und des Salon-Antisemitismus ist die gleiche: Ein antijüdischer Affekt. Es hängt dann vom Schauplatz der Betätigung dieses Affektes und von dem Kultnrgrad der vom Affekt erfaßten Judengegner ab, wie sie ihre ablehnende Stellung gegenüber den Juden betätigen. Der Radau-Antisemit brüllt auf Straßen und Marktplätzen ״Juda verrecke“, der Salon-Antisemit führt gebildete Gespräche über jüdische Zersetzungstätigkeit oder faßt in den Redaktionsstuben vornehmer Zeitschriften fein pointierte Aufsätze über ״jüdisehen Antigernianismus“ ab; sein Affekt verhindert ihn, alle jene Erscheinungen der jüdischen Wirklichkeit zu sehen, die gegen seine Theorie sprechen. Damit ist nicht gesagt, daß wir nicht zwischen Ton und Tat eines Goebbels und dem Benehmen von Kultur- und Salon- Zionisten -Verfolgung in Rußland In den letzten Monaten durchzieht eine neue Welle der Zionisten-Verfolgung die Sowjet-Union. Zuverlässige private Berichte aus allen Teilen der Union, besonders aus den Höllengefängnissen der G. P.U. in Baku, aus den Politisolatoren (Konzentrationslagern für politische ״Verbrecher“) in Europäisch-Rußland und in Sibirien, schildern ein Martyrium, das?ich in keiner Hinsicht von den Qualen unterscheidet, die politisch Verbannte unter dem Zarismus zu erdulden hatten, ',“'m muß mit dem Gefühle einer gewissen Beschämung feststellen, daß zu den treibenden Elementen der Zionisten-Verfolgung viele jüdisch-kommunistische kreise, besonders Funktionäre der Jewsekzia, beitragen. Diese Elemente sind wahrscheinlich bestrebt, ihre Zuverlässigkeit gegenüber dem Stalin-Kurs zu beweisen und sie überbieten sich in der Riecherft von Gegenrevolutionären. Uns liegt ein umfassender Beficht von Schandtaten der Gefängnisverwaltungen, der G. P. U. und von Funktionären der kommunistischen Partei besonders in von Moskau weit entfernten Orten vor. Die Schilderungen der Quälereien, der entwürdigenden Behandlung und der Roheitsakte, begangen besonders an jungen Menschen, lassen das Blut erstarren. In dieser Methode verbirgt sich das Bestreben, auf die große Schar junger Zionisten in der Sowjet- 1 nion abschreckend zu wirken. Der Hauptgrund der Verfol- 'u״g ist natürlich die zionistische Gesinnung der betreffenden Opfer der G. P. U. Wohlweislich wird aber immer die Zugehorigkeit zu gegenrevolutionären Organisationen, wie Men-?chewiki oder Sozialrevolutionären, angegeben. Das ist eine Oule Ausrede, denn es werden auch solche Zionisten verfolgt, Oc sich aus Ueberzeugung auch zum Kommunismus be- «mieti. Wie weit der Grad der Verwilderung in jüdisch- *wnmunistischen Kreisen geht, konnte man gerade anläßlich Ots jüngst mit großem Tamtam durchgeführten Menschewiken- Prozesses feststellen. Das Zentralorgan der Jewsekzia, der ״F■m ess“, entblödete sich nicht, die angeklagten Menschef'iki, unter denen sich in der Mehrzahl Juden befinden, in Öfter Karikatur so darzustellen, wie es ein Hitler-Blatt in Deutschland tun würde. Abramowitsch wird als ein keifender, *u einem TaJlis bekleideter Altkleider-Jud’ dargestellt. Der Antisemiten einen Unterschied machen. Sicherlich wäre es eine schwere Ehrenkränkung der gebildeten anfijüdisch eingestellten Kreise, wenn man sie mit Hitler, Goebbels oder Münchmeyer in einen Topf werfen wollte. Zweifellos aber ist der antijüdische Affekt, sowohl der einen wie der anderen, das Primäre für deren Handlungsweise. Die Internationale des Judenhasses besteht. Sie ist noch nicht in feste organisatorische Formen gegossen und wird vielleicht auch niemals die Gestalt einer internationalen Organisation annehmen. Ideologisch ist sie jedoch vorhanden und ein Zeichen dafür, daß das Judenproblem in der ganzen Welt besteht und wohl auf die gleichen Ursachen zurückzuführen ist. Erstaunlich bleibt, und das ist das Betrübende für die Wcltkultur, daß es nicht auch eine Internationale zur Bekämpfun g des Judenhasses gibt. Als vor mehreren Monaten Nachrichten über Religions- und Kirchenverfolgung in Sowjetrußland die Welt durcheilten, wobei die Sowjetregierung entschieden in Abrede stellte, daß sie als Regierung diese Verfolgungen inszeniert hätte, wurden in der ganzen gesitteten Welt Proteststimmen gegen die Religionsverfolgung iri Rußland laut, und es bildete sich eine Internationale zur Bekämpfung der antireligiösen Vorgänge in der Sowjetunion. Bis heute vermißt man leider eine derartige nicht von Juden ausgehende und auch nicht von Juden inspirierte Protestbewegung des internationalen Gewissens gegen die zweifellos viel grausamere Verfolgung der Juden nicht nur in einem Lande, sondern in vielen Ländern der Welt, die sogar als gleichberechtigte Mitglieder im Völkerbunde neben Vertretern von Regierungen sitzen, welche sich als freiheitlich, vorurteilslos und kultiviert betrachten. Mit Vorwürfen an die Adresse des Weltgewissens ist nichts getan. Es kann wenig fruchten, wenn man sich über die Ungerechtigkeit und Sinnlosigkeit, KultürTbslgkeit und Brutalität der Antisemiten beschwert, und über das Wachsen der antisemitischen Bewegung in der ganzen Welt die Hände zusammenschlägt. Als Jude muß man diese Erscheinung als gegeben betrachten und nach Lösungen suchen, die nicht auf dem Gebiete der Weltverbesserung und des Weltfort- Schrittes liegen, sondern im Bezirke jüdischer Selbsthilfe. Das heißt, es gibt als Antwort auf die unbehagliche und unglückselige Lage der Juden in der ganzen Welt nur die radikale Lösung des Zionismus. Daß diese sehr schwer zu verwirklichen, daß sie sich zunächst nur auf eine verhältnismäßig geringe Zahl von Juden beschränken riuß und daß der größte Teil der Juden vorerst in der Diaspora zu leben verurteilt ist, sind beklagenswerte Tatsachen, die man aber nicht ändern kann und die nicht davon abhalten dürfen, das einzig Konstruktive mit aller Kraft zu betreiben, das unter den gegebenen Umständen Aussichten auf zureichende Lösung eröffnet. $, n. Redakteur des New Yorker ״Vorwärts“, Ab. Kahan, neben einer hakennasigen Jüdin sitzend, stimmt dem Schwur des Abramowitsch, der Interventionsabsichten gegenüber Sowjetrußland leugnete, durch eui ״Amen“ bekräftigend zu. Diese Karikatur im ״Emess“ ist, trotzdem wir natürlich Karikaturisten jede Freiheit zubilligen, ein ungewollter Beweis von widerwärtigem jüdischen Selbsthaß. Ausgerechnet der ״Emess“ hat es nötig, antisemitische Karikaturen zu veröffentlichen. Wir führen das als Symptom an für die Stimmung, aus welcher heraus jüdische Kommunisten als treibende Elemente bei der Zionisten-Verfolgung wirken. Es ist eine Ehrenpflicht aller Juden in der ganzen Welt, den verbannten und verfolgten Zionisten in der Sowjet-Union ZU helfen. Diese Hilfe muß sich nach zwei Richtungen hin erstrecken. Erstens gilt es, die öffentliche Meinung aufzuklären, zweitens aber den hungernden, frierenden und gequälten Gefangenen und Verbannten durch Zuwendung von Mitteln hilfreich beizustehen. Die Fülle der jüdischen Sorgen in der ganzen Welt darf nicht als Ausrede gelten, daß man die in Rußland verfolgten und gemarterten treuen Juden vergesse. Zentralbank Wir Kooperativen in Palästina _Dle Zentralbank für kooperative Unternehmungen in Palästina veröffentlicht soeben ihren Tätigkeitsbericht über das am 31. August 1030 abgelaufene Tätigkeitsjahr. Die Bank hat auch in diesem Jahre, dem achten seit ihrem Bestehen, einen erheblichen Aufschwung ihrer Geschäfte zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahre ist die Summe der ausgegebenen Darlehen um 42 «,0׳ auf einen Betrag von 178 046 Pfund gestiegen; im Vorjahre kamen Darlehen in Höhe von 125 723 Pfund zur Auszahlung. Der Gesamtbetrag der Vor- Schüsse, die die Zentralbank während ihrer achtjährigen Tätigkeit in kurztristigen Krediten ausgegeben hat, erreichte am 31.. August 1930 einen Betrag von 854 943 Pfund. Die Bank hat im Jahre 1926 begonnen, auch mittel- und langfristige landwirtschaftliche Anleihen (für einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren) ausgegeben. Bis zum 31. August 1930 waren von dem für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Betrat» von 137 296 Pfund 82 739 Pfund für solche Darlehen ausgegeben. Wie immer man in Einzelheiten zu den Fragen des Judentums stehen mag, niemand wird bestreiten können, daß in den letzten zehn Jahren das jüdische Problem als ein akutes Weltproblem mit einer Schärfe hervorgetreten ist, wie es seit den Tagen der Emanzipation nicht der Fall war. Während in der Vorkriegszeit die Erscheinungen des Judenproblems von vielen bagatellisiert werden konnten, weil man meinte, in einem Strom des stetigen Fort- Schrittes der Zivilisation im Sinne der Aufklärungsideen des Liberalismus zu stehen, so daß die Beseitigung aller Reibungen zwischen ״Geschöpfen, die Menschenantlitz tragen“, nur eine Frage der Zeit sei, während also damals die Existenz eines spezifischen Judenproblems in Abrede gestellt werden konnte, wird heute, nach den Erfahrungen der letzten zehn Jahre, wohl kein ernstzunehmender Beobachter und vor allem auch keiner der selbst Betroffenen eine solche Meinung vertreten. Die Welt scheint sich heute unter ganz anderen Gesichtspunkten eine neue Ordnung zu geben als es der Liberalismus, der sich selbst naiverweise bereits als den Höhepunkt des Weges zur Humanität empfand, sich träumen ließ. Die Juden stehen wieder ״zwischen den Fronten“, und sie sind in der ständigen Gefahr, vogelfrei zu werden, wenn sie sich nicht selbst eine organische Gemeinschaftsform geben, die sie befähigt, in dieser Welt für sich selbst zu handeln. Was von den Juden hier gefordert wird, ist ein Verhalten, das nur auf einer sehr hohen Stufe des Bewußtseins verwirklicht werden kann. Denn während alle anderen Völker ihre politische Gestalt auf Grund bestimmter Machtverhältnisse und kraft der Ausübung einer organisierten Koilektivgewalt erhalten, so daß ihr Handeln vom Willen des einzelnen Volksmitgliedes unabhängig wird, erfordert die anormale Lage des Judentums eine klare Erkenntnis der jüdischen Situation, bei jedem einzelnen ' Juden, .ein bewüßte SichrEinreihen in die jüdische Gemeinschaft* freiwillige Anteilnahme an der Bildung eines Voikswillens, der zu kollektiver Verantwortung und zu kollektivem Handeln führt. Der Zionismus hat, als er vor 35 Jahren in seiner modernen Form hervortrat, diese Entwicklung vorweggenommen. Aus der Erkenntnis, daß die Juden ein Volk, eine Schicksalsgemeinschaft sind, die zumindest in allem Negativen als Volk deutlich erkennbar, ihrem Judenschicksal, auch wenn sie es wollen, nicht entrinnen können, setzte er den Juden ein Ziel von eigentümlicher Großartigkeit, zugleich ein gewaltiges Wagnis angesichts der noch unerprobten Kräfte und Möglichkeiten; Was den anderen Völkern durch ihr natürliches Leben und durch die historische Evolution gegeben ist, sollen die Juden durch ein künstliches, aus freiem Willen geborenes und gestaltetes Gcbilde ersetzen. Es soll ein Instrument geschaffen werden, das das jüdische Volk zu kollektivem Handeln befähigt. Dies war der Gedanke der Zionistischen Organisation. Die Verwirklichung dieses Gedankens entsprach nur sehr unvollkommen dem Ideal; aber daß diese Bewegung mit ihrem Enthusiasmus, mit ihrer faszinierenden Kraft, mit dem Einsatz ganzer Generationen bester Jugend und schließlich mit ihren realen Auswirkungen möglich war. daß sie sich ihren Platz in der Welt erkämpft hat und heute in Stürmen erprobt, auch durch das Gewitter des Weltkrieges unerschüttert, dasteht und auf reale Leistungeil hinweisen kann, dies allein ist ein Beweis, daß der Appell an die besten Kräfte und Triebe des Volkes, an seinen Lebenswillen und sein sittliches Gefühl, nicht vergeblich war. Der Zionismus hat den Beweis erbracht, daß die Kraft zur Gestaltung des eigenen Lebens im Volke noch vorhanden ist und sogar die Hindernisse und Sclivkrigkeiten, die eine besonders ungünstige Konstellation ihr entgegensetzt, zu überwinden vermag. Die Zionistische Organisation ist bisher noch nicht die das ganze Volk umfassende Organisation geworden, als die sie von ihren Schöpfern gedacht war; aber sie ist doch die größte jüdische Volksorganisation geworden, ein entwicklungsfähiger Keim, der Träger der jüdischen Geschichte der Gegenwart und Zukunft. Wie diese jüdische Geschichte aussehen wird, das hängt zum guten Teil von dem Verhältnis der Juden zun! Zionismus, oder konkreter gesprochen: zur Zionistischen Organisation, ab. Die konkrete Schöpfung des Zionismus, das entstehende Jüdische Nationalheim in Palästina, erfreut sich heute der Sympathie zahlreicher Juden, die an der Peripherie stehen, aber am Leben der Zionistischen Organisation nicht teilnehmen. Der entscheidende Schritt des Eintritts in die Organisation stößt auf psychologische Schwierigkeiten, da dem einen dieses, dem anderen jenes nicht paßt und er schließlich zu der Ansicht kommt, daß es für ihn angemessener ist, die Entwicklung des Zionisraus von außen zu betrachten, auch gelegentlich mitzuhelfen, ohne aber sich durch den Eintritt in das Getriebe zu

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