Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVI (1931)
- Issue
- Heft 16 (27.2.1931)
- Date
- 1931-02-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 100 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 16, 27. IL 1931 Vermischtes 11. Kartelltag des K.J.V. vom 28. Februar bis 2. März in Hamburg. Sonnabend, nachmittags 4l/s Uhr, geselliges Beisammensein (Nachmittagskaffee) Tn den oberen Räumen des Landungsbrücken-Restaurants. Sonnabend Abend, 20 Uhr, in der Aula des Heinrich-Hertz-Realgymnasiums, beim Schlump, Vortrag von Dr. Gustav Krojanker: ״Zur gegenwärtigen politischen Lage in Deutschland“. Sonntag, den 1. März, und Montag, den 2. März. Verhandlungen im Gesellschaftsbaus Klinker, am Hochbahnhof Hohe Luft. Dienstjublläum. Uns wird geschrieben; Am 1. März sind es 25 Jahre, daß Dr. S. Feist die Leitung des Reichenhetmsehen Waisenhauses der Jüdischen Gemeinde übernahm. Feist ist aLs Sprachforscher weit über Deutschland hinaus bekannt. Von seinen zahlreichen Werken hat neben der ״Geschichte der deutschen Sprache“, ״Stammeskunde der Juden“ vor allem sein ״Gotisches Wörterbuch“ bei der gesamten Fachweit ungeteilte Anerkennung gefunden, ln den 2'4 Dezennien seiner Tätigkeit als Waiseahausdirektor vermochte Feist die Gedanken moderner Erziehung in der ihm anvertrauten Anstalt zu verwirklichen, so daß man diese zu den fortgeschrittensten zählen darf. Auch herrscht in diesem Hause ein positiv-jüdischer Geist All dies ist nicht zuletzt auch mit das Verdienst seiner Gattin. Wir wissen, daß Feists stiller Art alle öffentlichen Ehrungen zuwider sind. Wenn hier trotzdem seiner gedacht wird, so geschieht dies nicht so sehr ihm als uns zuliebe, die wir uns so vor Augen führen, was er uns bedeutet, und die wir von ihm noch viele Jahre rüstiger Schaffenskraft erhoffen. Frau Mathilde Casoary, geb. Daus, schreibt uns, daß es ihr unmöglich ist, auf die große Zahl der ihr und ihren Söhnen anläßlich des Todes ihres Gaiten, Herrn Eugen Caspary, zugegangenen Beileidskundgebungen persönlich zu danken und ersucht uns, ihren Dank auf diesem Wege zum Ausdruck zu bringen. Jüdische Schule Im Grunewald. Die Errichtung einer Zweigklasse ״Grunewald“ (Nähe Roseneck) der jüdischen Schule Fasanenstraße wird bei genügender Beteiligung für Ostern geplant. Interessenten werden gebeten, sich baldigst an Frau Feuerring, Teplitzer Str. 25, zu wenden. Telephon: Uhland 8482. Das Kabarett ״Kaftan“, Jägerstr. 18, bringt im Rahmen des Märzprogramms u. a.: ״Der Wirt und der Gast“ (Uraufführung von Ossip Dymow), Rahel rechtet mit Gott (Stefan Zweig), Pro oder contra Einstein (Sketch von Almi), ״Purimsude“ von Scholem Alechem. Alice Jacob-Loewenson hält im März in der Tschecho- Slowakei und in Jugoslawien Vorträge über jüdische Musik. Delegiertentag der deutschen Revisionisten. Das Büro der Revisionisten bittet alle Personen in den einzelnen Provinz- Städten, die der revisionistischen Arbeit nahestehen und bisher keinen Konnex mit der Zentrale hatten, sich mit ihr im Laufe der nächsten Wochen in Verbindung zu setzen. Die Adresse des Büros ist: Berlin C 2, Burgstr. 29, Tel.: D2, Weidendamm 6900. Duisburg. Jüdischer Theaterverein für Bühne und Kunst bei der Poale Zion: Sonntag, den 1. März 1931, nachmittags 3 Uhr, im Opcretten-Theater (Holtschneider), Duisburg, Beekstraße: Aufführung des Dramas ״Geld, Liebe und Schande“ in 4 Akten von Soloterewski (zurzeit in Warschau mit größtem Erfolg aufgeführt). Karten zu 1, 1,50 und 2 M. im Vorverkauf bei unseren Mitarbeitern und an der Theaterkasse. Frankfurt a. M. Zu der Uraufführung der ersten jiddischen Oper ״Sulamith“ von Leo Rosenblüth (nach A. Goldfaden) machen wir darauf aufmerksam, daß ein außerordentliches Publikumsinteresse für dieses musikalische Ereignis zu bemerken ist. Da an diesem Abend mit größter Pünktlichkeit begonnen ■werden wird (19.30 Uhr), so empfiehlt -es sieh für ernsthafte Interessenten, sich bereits im Vorverkauf mit Karten einzudecken. Der Absatz der mittleren und höheren Platzkartenserien ist ein ungewöhnlich lebhafter. Vorvcrkaufsstellen befinden sich bei: Tietz, Wronker, Schott, Firmberg & v. Hagen. Kiel. Im Literatur-Verein sprach unter großem Beifall Frau Alice Jacob-Loewenson (Berlin) über ״Jüdische Musik“. Der Vortrag, die Schallplatten und das eigene Spiel der Vortragenden am Klavier waren ein künstlerischer Genuß. Ball in Köln. Im festlich geschmückten Saal des ״Zoo“ veranstalten der KKL und der Bar Kochba am heutigen Samstag ihren so beliebten traditionellen Ball. Der Zeit Rechnung trafend, sind alle Preise äußerst niedrig gehalten. Besonders die illigen Weinpreise werden angenehm überraschen. Die Karte weist dieses Mal wiederum Palästina-Weine auf. Eine ganz besondere Attraktion kt in diesem Jahr die Tombola. Sie enthält kostbare Geschenke, gestiftet von den erstklassigsten Hausern. Dieser Ball verspricht ein Ereignis zu werden. Kein Kölner Zionist darf fehlen. ״Der Blau-Weiße Engel“ heißt die neue KKL-Revue, die ihre Uraufführung am 23. d. M. auf dem Ball des KKL und Bar Kochba in Köln erlebt. Großer Purim-Masken- und Kostüm-Ball in Leipzig in der Messezelt. Der Leipziger Keren Kajerneth veranstaltet Dienstag, den 3. März, einen großen Purim-Masken- und Kostüm-Ball im Bonorand, Rosentaltor. Zwei Kapellen sorgen für ausgelassene Purimstimmung, Prämiierung der schönsten Maske und des schönsten Kostüms. Jüdische Messebesucher sollten es nicht verabsäumen, sich im Büro, Keilstr. 4, Tel. 10211, oder an der Abendkasse Karten zu sichern. Jüdischer Schachbund Plauen. Mittwoch, den 21. Januar, wurde unter starker Beteiligung der Jüdische Schachbund, Plauen, gegründet. Es sind gewählt: Heinrich Segal als 1. Vorsitzender, Senta Königshöfer als Kassiererin, Ali Meyer als Schriftführer. Spieiabend ist jeden Mittwoch, 20.30 Uhr, im Gemeindehaus, Engelstraße. Gäste sowie Gönner herzlich willkommen. Mittwoch, den 25. Februar, begannen unsere Vereinsturniere. Gruppe I um die Vereinsmeisterschaft, Gruppe II für Anfänger. Der jeweilige Stand wird hier veröffentlicht. Hebräisches Pädagogium, Wien 1, Drahtgasse 4. Die Aufnähme von Hörern für das Sommersemester 1931 erfolgt bis zum 20. April 1. J. Schriftliche Voranmeldungen sind an das Sekretariat zu richten. Auskünfte werden auch schriftlich erteilt. Warnung. Wir erhalten folgende Zuschrift: Der uns aus den Warnungslisten der Hauptstelle Berlin als professioneller Wanderbettler bekannte Markus Mordechai Schechter, geb. am 18. 11. 06 in Jerusalem, der seit mehreren Jahren auf Kosten von jüdischen Organisationen die Länder bereist, sammelt jetzt mit gefälschtem Sammelmaterial (Empfehlungsschreiben von Rabbinern, Sammelbüchern usw.) für ״die jüdische Volksküche in Jerusalem“. Nach seinem Geständnis hat er das oben genannte Sammelmaterial gekauft! Wir warnen düngend vor diesem Schwindler. Zu jeder weiteren Auskunft sind wir bereit. Jüdischer Hilfsausschuß, Köln, Rubensstr. 33, Tel. 212 560. Eingesandt In der letzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ erschien eine Notiz von Hans Eger (Kampfmannschaft des Bar Kochba- Hakoah Berlin) über Flugsport in Palästina. Hierzu wird bemerkt, daß dieser Artikel lediglich eine persönliche Meinungsäußerung des Verfassers darstellt, und daß sich weder das Präsidium des Makkabi-Weltverbandes noch die Leitung des Bar Kochba-Hakoah Berlin mit den Ansichten des Verfassers identifizieren. Die Kongreß-Sehekelsammlimg Alle Ortsgruppen und Schekelvertrauensleute werden dringend darum ersucht, unsere ihnen zugegangenen Anfragen zu beantworten und uns baldigst mitzuteilen, wieviel S c h e k e 1 b 10 c k s sie für die Fortführung der Sammlung benötigen und ob ihnen die Zusendung alter Schekelzahler-Listen erwünscht Ist. Wir weisen hierbei nochmals darauf hin, daß die Sammlung sich jetzt in erster Linie auf solche Peroiten erstrecken muß, die ln früheren Jahren den Schekel gezahlt haben und ln diesem Jahre bisher noch nicht erfaßt werden konnten. Die Schekefsammlung darf keinesfalls unterbrochen, sondem muß mit aller Energie fortgesetzt werden, um das bisher noch sehr ungünstige Schekelergebnis wesentlich zu verbessern. Die Landesschekelkommission der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Berlin W15, Meinekestraße 10. Berliner Kalender Freie Jüdische Volkshochschule (Berlin 24 א, öranienburger Str. 29, Weidendamm D 2, 5921). Im März beginnen folgende Vortragszyklen: Freie Aussprache über religiö'e Fragen, eingefeitet von Rabb. Dr. Max Wiener. 3 Abende, Montag, St/o—10 Uhr, Synagoge Fasanenstraße Beginn 2. März. — Sederabend und Peßachhagada• Rabb. Dr. J. Bergmann: Die Hagada und die Sederfeier; Dr. Karl Schwarz: Die bildende Kunst am Sederabend, mit Lichtbildern: Oberkantor G utt m a n n: Die Melodien des Sederabends. 3 Abende, Mittwoch, 8—9 Uhr, Synagoge Fasanenstraße, Beginn 4. März. — Der Wandel des Hebräischen in Schrift und Aussprache: Studienrat Kurt Hammerstein. 4 Abende, Mittwoch, 9—10 Uhr. Synagoge Fasanenstraße, Beginn 4. März. Purimfeier Im Reth-Am. D'cnstag, den 3. März, abends 9 Uhr. Frau Krupnik-Landau (Gesang), Herr Beniamini (Gesang), Frl. Deborah Berionowa (Tanz aus dem ״Dybuk“ und chassidische Tänze). Sarah Schaniro (Klavier), Banrh Krupnik, M. Mohr und M. Schianger (Verse und Gedichte zu Purim). Dr. Rawidowitsch und Dr. Torczvner leiten die Feier. Hamantaschen, Kuchen und Tee. Eintritt für Mitglieder 0,50 M., Nichtmitglieder 1 M. Wir bitten um frühzeitige Anmeldung. Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend. Unter Mit- Wirkung des Studio des hebräischen lu^endrates wird von den Zophim. dem Bund der lüdischen Pfadfinder eine Purimfeier, am 5. März, 8 Uhr abends, in der ״Ressource“, Oranienburger Straße 18, veranstaltet. Der Rat macht auf die Veranstaltung aufmerksam und bittet um zahlreiches Erscheinen. Zophim, Bund t'üdischer Pfadfinder. P11 rimfei er Donnerstag, den 5. März, in der ..Ressource“, Oranienburger Sfr. 18. Beginn 7.39 Uhr. Karten 0.80 M., für Mitglieder von Jugendbünden 0,50 M. sind bei den Mitgliedern des Bundes und an der Abendkasse zu haben. Poale Zion. Dienstag, den 3. März, abends 8Vj Uhr. im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4: Ausspracheabend über den Vortrag des Genossen Dr. Kurt Mendelsohn: .,Wirtschaftskrise und Arbeiterklasse“. Einleitende Worte: Dr. Kurt Mendelsohn. Gäste willkommen. Bund jüdischer Schüler. Wir veranstalten eine Arbeitsgemeinschaft über ״Die Jndenfrage“. Jeden Donnerstag, 7 Uhr, Meinekestr. 10, großer Sitzungssaal der Z. V. f. D. Der Purlm-Ball der B. Z. V. Die glänzende Reihe zionistischer Veranstaltungen dieses Jahres findet ihren Höhepunkt und Abschluß in dem großen Purim-Ball der Berliner Zionistischen Vereinigung, der am 8. März im Marmorsaal des Zoo stattfindet. Ren Berlin smelt mit seinem berühmten Funkorchester (16 Jazz- Solisten). Ein großes Tanz-Tournier, Tanzspiele, zahlreiche originelle Ueberraschunp׳en, sowie eine glänzend ausgestattete Tombola werden diesen Gesellschaftsabend zu einem besonders schönen Abend gestalten — im Zeichen des Purimfestes und der Freude über die letzten politischen Erfolge in der Palästina- Politik. — Der Kartenvorverkauf ist in vollem Gange (5 M.). Tischreservierungen werden noch vorgenommen im Büro der Berliner Zionistischen Vereinigung, Berlin W 15, Meinekestr. 10, Tel.: Bismarck 7165-70. ArbeUskre's HHischer Jugenrtoruopen. Alle beschäftigungslosen jüdischen langen und Mädchen sind zu den Veranstaltungen des Arbeitskreises indischer lugende׳ runpen herzlich eingeladen. Es finden täglich Führungen in Museen und Betriebe, interessante Vorträge und Diskussionen, sowie Ausf!ö״e und Thezterbcsnche statt. Irgendwelche Unkosten entstehen nicht. Wer teilnehmen will, melde sich sofort bei Frl. Zobel (Berufsberatung.־ Augustsfr. 17). täglich außer Mittwoch und Sonnabend. 10—1 Uhr. JugendnflegeausscluiB der Jüdischen Gemeinde. נשף־פירים בבית־העם! ביום שלישי- 3 למרץ. ב 9 בערב- במעין בית־העם. בתכנית: בתיה קרופניידלנדוי!זמרה)- מר ע. בנימיני (זמרה), דבורה ברחוגוב (רלוד: מה,,דיבור" ורקודי הסירים׳- שרה שפירא (פסנתר) ברוך קרופניה (הקדמות׳- מאיר מודד- משה שלנגר־ מוהר (חרווים לפורים)- ד״ר רבידוביץ - ד״ר טירמשינר ומנהלים את הנשך). מלבד זה אזני המן׳ עגה ותה. הכניסה: 50 פ. לחברים׳ 1 מ• לשאינם חברים. נא להרשם! המועצה לעבודה עברית בין חנער• אנחנו מפנים תשימת לב חברינו על נשף־פורים של הסתדרות הצופים- בהשתתפות הסטודי השלנו. הנשף יתקיים ביום החמישי- 5 למריו- בשעה 8 בערב- באולם ־Ressource. רחוב אומינבורגר 48 An unsere Abonnenten! Die Post verlangt die Anmeldung der vom 1. April 1931 an zu liefernden Exemplare bereits 3 Wochen vor Quartalsbeginn. Wir sind daher gezwungen, die Abonnementsgebühren von denjenigen Abonnenten, die die ,Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten Märztagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, dafe diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im Februar 1931. Verlas ,Jüdische Rundschau“ Berlin W15, Meinekestraße 10 MAI NX7QLTV m BAND Griechenland. Die Makkabivereine in Griechenland haben sich jetzt tu einem Kreis mit der Zentrale in Saloniki zusammengeschlossen. Außer in dieser Stadt bestehen bisher Vereine in Cavalla. Drama, Serres und X&nthi. Innerhalb der griechischen Makkabivereine gibt es auch Scout-Gruppen. Von Sportarten wird haupt׳- sächlich Leichtathletik und Fußball betrieben. Budapest. In Budapest hat sich jetzt eine Intensiv-Gruppe ״Makkabi“ gebildet, die bisher hauptsächlich Touristik betreibt. Vom Weltverband. Die erste Nummer der Makkabi-Prcsse- Schau ist erschienen. Diese ist hauptsächlich 81s Information»- material für die Presse gedacht. Deutscher Kreis Bar Kochba-Hakoah Berlin. 8- Mir! — Frauenschauturnen. Das Frauenschauturnen, da» am 8. Märt in der Turnhalle Gormannstraße 2 stattfindet, wird einen interessanten Einblick in die verschiedenartige Arbeit der Frauen- und Mädchenabteilungen des Bar Kochba-Hakoah gehen. Das Programm sieht u. a. vor: moderne Körperschule, Hindernisturnen, tänzerische Gymnastik, Staffeln und ein Handballspiel unserer 1. Damenmannschaft, die sich voraussichtlich mit einer Breslauer Bar Kochba- Mannschaft messen wird. Beginn 3י/, Uhr. Karten rum Preise von 0,75 M. und 0,30 M. an der Kasse. Generalprobe am 1. Mlrr um 32/י Uhr. ■— Purimfeier. Die Purimfeier der Führerarbeitsgemeinschaft, vereinigt mit dem geselligen Beisammensein der Frauen nach dem Schauturnen, findet am 8. März, 74י Uhr abends, im Logensaal, Joachimsthaler Straße 13, statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung — ״Maskentreiben in Tel-Awiw“ — werden die einzelnen Abteilungen als Kostüm gruppen auftreten. Ableilungen, die sich noch beteiligen wollen, melden sich im Büro, Meinekestraße 10. Die Vorführungen bringen eine Purimgroteske, Sprechchor, Chorgesang, Tänze, Gruppempiele usw. Gäste kommen im Kostüm» in Wanderkluft, im Straßenanzug (nicht in Abendkloidung). Eintrittskarten (0,50 M.) bei den Abteilungskassierern und im Büro. — Frauenkommission. Die Frauenkommission veranstaltete einen gemeinsamen Heimabend der F rauenabteilungen, auf dem Frau Dr. M. Turowski, Mitglied der Wizo, über ״Die Frau in Palästina" sprach. Ihre Ausführungen fanden bei unseren Mitgliedern lebhaftes Interesse. Die Frauenkommission, beabsichtigt, in Zukunft gemeinsame Veranstaltungen mit den anderen zionistischen Fraueuorganisationcn in Berlin in die Wege zu Pleiten. Anfragen wegen gemeinsamer Frauenarbeit sind an Frau Else Lewin. JJ 05, Türkenstraßo 13, zu richten. Die nächste Znsammenkunft der Frauenkommission findet am 3. März statt. — Kammermnsikvereinigung bei ,,Süd". Lbtsero Kammermusiker — Kikoler, Mulvidsohn, Rabinowicz, Fleck — brachten auf einem Abend bei der Gruppe Süd neben Haydn und Mozart die Uraufführung einer Kompoistion von Heinrich Fleck. Die Pegeisterung der Hörer war groß. . Die Vereinigung hat sich viele neue Frcundo erworben. Im Anschluß an das Konzert fand eine Aussprache über Makkabibewegung und Makkabiah statt, in launiger Weise von Huterer und Lewinsohn geführt. Zum Schluß Tanz, nach der Musik der Kammer-Jazzer. — Jungmannengruppe. Am 23. d. M. trafen sich zum ersten Male mehrere Führer des J. W. B. mit einem Teile der Jungmannengruppe, um eine Basis gemeinsamer zionistischer Arbeit zu finden. Dm die Abende für beidf! Teile so gewinnbringend als ijiöglich zu gestalten, haben wir den Kreis der Teilnehmer bis jetzt klein gehallen, bitten aber jeden, der zur Lösung unserer Probleme irgendwia' > bcifräMn könnte, ” ah diesen Abenden teilzunehmen und sich mit Ilans Epsteiin oder Hermann Scherk in Verbindung zu setzen. Der nächste Abend findet am 9. März statt. Bar Kochba Frankfurt a. M. Am Sonntag, dem 15. Februar, spielten dio B.K.-Damen um den Mainpoka] gegen Fechenheim 03 in Fechenheim. Das Spiel wurde mit 1 : 0 zugunsten des B. K. entschieden. Obwohl B. K. den Kampf mit nur 10 Spielerinnen austragen mußte, war er seinem Gegner stets überlegen. Allein Schußpecli und glänzendes Spiel der Fcchcnheimer Torhüterin verhinderten cino größere Torausbeute. Das Tor wurde von Lrl. Gutheim nach schöner Kombination mit. einen! placierten unhaltbaren Wurf erzielt. Ein zweites von Frl. Gutheirn regelrecht erzielles Tor wurde von dem sonst, guten Schiedsrichter nicht gegeben. In der Läuferreihe, konnte! man das glänzende t'.piel der Milteiläuferin. Frl. Grete Gans, die zu den Besten Frankfurts zählt, bewundern. Dagegen konnten dio Seitenläufer weniger befriedigen. Der Vierersturm kombinierla sehr schön und schoß auch gul, aber die Fechenheimer Torhüterin meisterte die schwierigsten Bälle, bravourös. Durch diesen Sieg gelangen dio B.K.-Damen in dio zweite Runde und spielen am 1. März gegen Sportfreunde Frankfurt. auf dem Sportfreundeplatz. S. H. Bar Kochba Köln. Tischtemiis-Khibkampf gegen Dusseldort 16: 6 gewonnen. Ein besonderes Ereignis zu Anfang des Monats war das Zusammentreffen mit dem Düsseldorfer ״Makkabi''. Die Düsseldorfer gehören bekanntlich dem ,,Vintus“‘ an, und es war interessant feetzustellen, wie lebhaft die Anwesenheit der Kölner in Düsseldorf begrüßt ■wurde. Nach dem Tischtennis- Klubkampf fand ein gemeinsamer Heimabend statt, der einen Gedankenaustausch beider Gruppen brachte. Im Tischtennisspiel sah man alle Kölner, im Herren-Einzei und -Doppel im Vorteil, während die Düsseldorfer drei Damcn-Einzel, beide Damen-Doppel und ein Mixed gewannen. Dio Kölner Damen sah man schon weit besser, nnd ist ihr schlechtes Abschneiden eigentlich unverständlich. — Kinderfest. Der große Erfolg im vorigen Jahr hat der Leitung den Anlaß gegeben, in diesem Jahr einen der größten Säle Kölns für ״Das Fest der 1000 Kinder" zu nehmen. Der eroße Saal der Lcsegemeinschaft wird eine noch nie in so großer Anzahl gesehene Kiriderschar beisammen sehen. Das reichhaltige Programm enthält u. a. das Theaterstück ״Emil und dio Detektive'' von Erich Kästner, das von Mitgliedern der Jugendgruppe gespielt und von Fred Löhnen — vom Schauspielhaus in Köln — einstudiert wird. Das Stück wird in Köln zum ersten Male aufgeführt. Eine große Ueberraschung für die Kleinen wird — wie in jedem Jahr — das Fest abschließen. Das Fest findet am 22. März statt. —wi. Bar Kochba Mannheim. Am Sonntag, dem 1. Februar, konnte unsere Fußballabteilung ihr einjähriges Bestehen feiern. Unsere jungen Fußballspieler haben sich in verhältnismäßig kurzer Zeit ein beachtliches Können angeeignet. So gelang es ihnen im Jubiläumsspiel, das am 1. Februar fnorgens im Stadion gegen den Bar Kochba Frankfurt ausgetragen wurde, mit einem 2: 0-Siog einen großen Erfolg zu erringen. Wesentlich zum Sieg trug unser Tormann bei. Verteidigung und Läuferreihe war den Frankfurtern überlegen; der Frankfurter Sturm vollbrachte Prachtleistungen. Der Nachmittag des gleichen Tages vereinigt« alle Mitglieder mit den Frankfurter Gästen zu einem geselligen Beisammensein im Hospiz. Neben einigen sehr guten Geigenvorträgen von Bernhard Schwarz sorgte vor allen Dingen das jüdische Mandolinen- Orchester, unter der ausgezeichneten Leitung seines Dirigenten M. Lentschner, für die Unterhaltung der Anwesenden. Von dem reichhaltigen Programm gefiel besonders der Bettlertanz aus dem Dybuk. Einige gesangliche Darbietungen unseres jungen Mitgliedes Inger gaben uns Hoffnung, einen begabten kleinen Künstler in unseren Reihen zu haben. Aehnliche gesellige Zusammenkünfte werden wir von Zeit zu Zeit wiederholen, um außerhalb der sportliehen Tätigkeit eine engere persönliche Bindung unserer Mitglieder tu fördern.