Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 98 (12.12.1930)
- Date
- 1930-12-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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MH ״Lüeratnrblati** Einzelnummer 0,40 Goldmarh JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. AuelandcabonneBMiit■ werdan ja dar Währung der «inaelnan Und« beredmaL A!u«tRenpr«üB: 8 *esp. Nempj1r»ffle»efl• 0,50 G-M Stallen*«*uch• 0,25 G.-M. Wammw 98 | Berlin, 12. XII. 1930 Redaktion Verlag und Anzeigen ־Verwaltung: Jüdische Rundschau G.tn.b.ü, BerlinW15, Meinekestr.10 Telephon: J1 Bismarck 7165-70. AjuaigenachluS: Dienet•( and Freitag nachmittag# 4 Uhr RedaktionsschluB Sonntag and Mittwoch nachmittag. Psataeheck ■Konten: Berlin 173«, Baaal V 9355. Belgrad 680», Brüseel 39433. Bttdaptwt 596 93. Dandg 1973, Haag 140470. Prag 594 10 Riga 4155» Strassburg 164 30, Warschau 190708, Wien 156 03$. Bank ־Konten: Darmstädter und NaÜcmaJhaak, Depositen Kassa Berlin, Kurfürstendamra 52; Bane« de Eat, Cerw»uti (Rumänien); Anglo Paletrtin« Co. in Haifa,!eruseSem, Tel -Aviv p«r Zlonlatnus eratrebt fOr da» jüdische Volk die Schäftung einer Öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte ln Palästina. ״Baseler Programm■•' Haifa, ein Zentrum des Weuvcrkehrs Wie wir bereits kurz gemeldet haben, eröffnete am 27. November der High Commissioner die neuen Tank- und Ladeanlagen der Shell Company in Haifa. Aus der Rede Chancellors verdienen einige wichtige Hinweise der Erwähnung. Der High Cotnmissioner erinnerte zunächst daran, daß Haifa vor noch nicht allzu langer Zeit kleiner war als Akko; er verglich das kleine Fischerdorf von damals mit dem Haifa von heute, dem eine große Zukunft vorausgesagt werden könne. Es werde eines Tages mit Genua, Marseille und anderen Mittelmeerhäfen konkurrieren. Er wies dann auf die große Entwicklung hin, die in Haifa zu erwarten sei und von der die Eröffnung der neuen Shell-Anlage nur eines der ersten Kennzeichen sei. Dabei deutete der High Cotnmissioner zum erstenmal offiziell an, daß Haifa der Endpunkt der Mossul-Röhrenleitung sein werde. ״Die Frage der Endstation für die Röhrenleitung ist in aktiver Behandlung,“ sagte er, ״und Ich hoffe und glaube, daß ein großer Teil des Petroleums der Oelfelder des Irak zur Verschiffung nach Haifa geleitet wird.“ Ein zweiter, ebenso bemerkenswerter Hinweis des High Commissioner betraf den Bau der Eisenbahnlinie von Haifa nach Bagdad. Diese Linie soll später evtl, bis Teheran verlängert werden. Es liegen bereits Anfragen der persischen Regierung vor, die an einem solchen Ausbau interessiert ist. Haifa wird also in nächster Zukunft eine wichtige Verkehrsbrücke nicht nur für Palästina und Transjordanien, sondern auch für den Irak und Persien sein. Der High Commissioner ging dann auf die R a t i o n a 1 i - sierung des P et r o 1 eu tn v e rt r i e b s ein, die von der Shell Company eingeleitet wurde. Palästina hat von dem Konkurrenzkampf der großen Petroleumgesellschaften zeitweilig profitiert Aus allen Teilen der Welt, sogar von Mexiko und Kalifornien, ist während dieses Kampfes Petroleum nach Palästina gekommen. Man dürfe honen, daß die Petroleumkonzeme die Rationalisierung ihrer Felder beschleunigen werden und jeder Gesellschaft ein bestimmtes Absatzgebiet zugewiesen wird. Für Haifa würde ein solches Abkommen von außerordentlicher Bedeutung werden, da dann das Petroleum der ... Oelfelder des Irak dort raffiniert und auf alle Mittelmeerländer verteilt werden würde. Nach der Rede des High Commissioners gab der Direktor der Shell Company für den Nahen Osten, Mr. Martin, Informationen über die Entwicklung und den Umfang der Haifaer Anlagen der Gesellschaft. Vor dem Kriege war der Verbrauch von Petroleum und Benzin in Palästina nicht von großer Bedeutung. Noch im Jahre 1920 betrug der Verbrauch an Benzin noch nicht 8(1)000 Gallonen. 1925 war er auf 1 370000 Gallonen gestiegen und im letzten Jahre bereits auf nahezu 31/8 Millionen. Der Verbrauch von Petroleum in Palästina und Transjordanien stieg von 1 450000 Gallonen im Jahre 1920 auf 8640 000 Gal- Ionen im Jahre 1929. In ähnlicher Weise stieg der Verbrauch der Nebenprodukte des Petroleums, wie Heizöle, Teer usw. Die neue Anlage der Shell-Gesellschaft in Palästina entspricht nicht nur den Bedürfnissen des so außerordentlich gestiegenen gegenwärtigen Konsums, sondern umschließt auch Reserveeinrichtungen, falls der Bedarf in den nächsten Jahren steigen sollte. Ueber die Herstellung direkter Rohrleitungen von den Bassins der Oelgesellschaft zu den Tankschiffen, die eine direkte Entladung der Schiffe ermöglichen, ist bereits früher berichtet worden. Die Anlagen der Gesellschaft bedecken eine Fläche von über 100000 Quadratmeter. An ihrem Bau waren 500 jüdische und arabische Arbeiter beschäftigt. Mehr als ein Dutzend riesiger Tanks mit einer Aufnahmefähigkeit von sechs Millionen Gallonen sind das weithinragende Kennzeichen der Anlagen, die diesem Teile der Stadt Haifa ihr Gepräge geben. Die neuen Anlagen befinden sich auf dem Teil eines Gelindes von über 3000 Dunam, das die ״Palestine Land Development Co. Ltd.“ vor etwa zehn Jahren in der Nähe des Meeres am Kishonfluß erworben hat. Einige 100 Ehinam von dieser Fläche wurden vor einigen Jahren an Leute in Haifa zu einem Preise von ca. 10 Pfund pro Dunam verkauft und von einem dieser Käufer kaufte die Shell-Company später über 100 Dunam zum Preise von über 130 Pfund pro Dunam. Neben den Anlagen der Shell-Company wird mit dem Bau der Anlagen für die ״Vacuum Oil Company“, des zweiten großen Petroleum- Trusts, begonnen. Die ״Palestine Land Development Co. Ltd.“ behält noch einen wichtigen Bodenkomplex in dieser Gegend, der ’' ׳ ־־־-1“י' Das Fest der Selbsthilfe Von allen Festen und Feiern, die die Juden begehen, ist Chanukkah trotz der im Laufe der Jahrtausende erfolgten religiös mystischen Verbrämung das weltlichste Fest. Es ist die Epopöe der jüdischen Selbsthilfe. Die moderne Geschichtsschreibung hat durch ihre Methode, die Menschen aus ihrer Zeit zu begreifen und die handelnden Personen seelisch zu durchleuchten, helle Schlaglichter auf Ereignisse geworfen, die traditionsmäßig Jahrhunderte hindurch zur Schablone in der Vorstellung der Nachwelt geworden waren. Keine Zeit vermag darum die Epoche der Makkabäer besser zu verstehen als die unsrige. Im Kampfe Mattajahus und seiner Söhne gegen den syrischen Bedrücker Antiochus Epiphanes handelte es sich nicht nur um einen der unzähligen Aufstände unterdrückter Völker gegen ihre Ausbeuter. Es ging um einen Kampf der Weltanschauungen: Hellas und Judäa rangen miteinander. Hellas, das leuchtende, sinnenfreudige, kunstbegeisterte, genießerische gegen Judäa, den Träger des Prinzipes der Gerechtigkeit. Man vergißt leider, daß Athen, die Mutter des Hellenismus, auf dem Unterbau der stärksten sozialen Unterdrückung von zehntausenden entrechteter Menschen ruhte. Man vergißt, daß der Kreis um Sokrates, die philosophierenden und kunstbegeisterten Flanierer auf dem Marktplatz von Athen ihre Muße der Tatsache verdankten, daß Zehntausende von Sklaven, rechtlich zu einer leblosen Sache gemacht, sich auf Galeeren, Bergwerken und Feldern zu Tode arbeiteten. Der Kampf der Makkabäer war der Kampf gegen eine Welt, in der die Sonne nur dem Freien leuchtete. Darum war dieser Streit mehr als eine Angelegenheit eines kleinen Volkes in Vorderasien gegen einen mächtigen Diadochen. In diesem Kampfe lag die Zukunft der Weltkultur beschlossen. Hätte Juda Makkabi nicht gesiegt, dann wäre der Weg nicht für die Durchsetzung jener Prinzipien gebahnt gewesen, die sich dann in den großen monotheistischen Religionen durchgesetzt haben. Darum ist jedes Treffen von Juda Makkabis Bergscharen gegen die Lanzenträger von Antiochus von welthistorischer Bedeutung gewesen. Es ist fraglich, ob die Makkabäer sich voll und klar bewußt gewesen sind, welcher Art der Kampf war, den sie führten. Bewundernd muß man aber zu jenem Geschlechte aufblicken, das sich nicht von der Pracht des Hellenismus betören ließ. Die Wahl war schwer. Auf der einen Seite armseliges Dasein in strenger Zucht und Bedürfnislosigkeit Auf der anderen Seite Pracht und die Möglichkeit sich auszuleben. Wahres Leben gegen Ausleben, das waren die Prinzipien, die miteinander rangen. Der Genius dar jüdischen Geschichte ließ die Makkabäer den Kampf des geistigen Lebens gegen das Sinnenleben des Hellenismus führen; Es liegt nahe, Parallelen zu ziehen zwischen der jüdischen Epoche in den Makkabäer-Zeiten und den Ereignissen von heute. Stehen wir nicht wieder einmal an der Wende der Zeiten? Wer wird siegen 3 . . . Unsere tiefste Hoffnung sagt uns, daß der Genius der jüdischen Geschichte auch diesmal im Sinne des Makkabäertums triumphieren wird. W. A. Die Antwort der englischen Regierung Der Waad Leumi unzufrieden London, 9. Dezember. (J.T.A.) Wie ״Daily Telegraph“ aus zuverlässiger Quelle erfährt, hat die englische Regierung in dem Bestreben, die Mißstimmung zu beseitigen, die das Weißbuch Uber Palästina unter den Juden hervorgerufen hat, Im Verlaufe der Verhandlungen mit der Jewish Agency einer Reihe von Modifikationen des Weißbuchs zugestimmt. Der Zionistischen Organisation ist eine schriftliche Antwort auf das Exposee Dr. Welzmanns in der Verständigungskonferenz zugegangen und die Verhandlungen zwischen den Vertretern der Regierung und der Jewish Agency wurden wieder aufgenommen. (Die Nachrieht ist mit Vorsicht atifzunehmen. — Red. ״J. R.i£) Jerusalem, 9. Dezember. (J. T. A.) Der Waad Leumi hat sich in einer unter dem Vorsitz von Pinchas Ruthenberg abgehaltenen Sitzung mit der Antwort der englischen Regierung befaßt. Wie die JTA. erfährt, ist die Mehrheit des Waad Leumi nicht geneigt, diese Antwort als Basis einer Verständigung zu akzeptieren, und besteht weiter darauf, daß Ruthenberg nach London fährt, um an den Verhandlungen mit der Regierung teilzunehmen. * Brüssel, 9. Dezember.. (J. T. A.) Das belgische Pro Palästina-Komitee, das soeben unter dem Vorsitz des Präsidenten des belgischen Senats, Maynette, zusammengetreten ist, stellte in einer Resolution mit Zufriedenheit fest, daß in Anbetracht des erschütternden Eindrucks, den das letzte Palästina-Weißbuch der englischen Regierung auf die Oeffentlichkeit in der ganzen Welt gemacht hat, die englische Regierung neuerdings ihren Willen kundgetan hat, die Politik der Verwirklichung der Balfour-Deklaratlon und des Mandates durchzuführen. Es wird die Hoffnung ausgesprochen, daß die englische Regierung nunmehr unzweideutige Maßnahmen zur Durchführung des Mandates treffen wird. Anläßlich des 10jährigen Bestandes der Sowjetrepublik Krim wurde eine Amnestie erlassen, die allen kriminellen Verbrechern, die bis zu 2 Jahren Gefängnis oder Zwangsarbeit verurteilt sind, zugute kommt Von der Amnestle ausgenommen sind die politischen Verbrecher, unter ihnen auch die Zionisten, die als sowjetfeindliche Politiker bezeichnet werden und neben den wegen Bestechung und Bandenbildung verurteilten Personen rangieren. Aus Politik und Wirtschaft Arabische Friedensstimmen. — ״Von Haifa bla Basra“. — Orangensaison und Arbeiterprobleme. — Jüdische Arbeltslosigkeit und Konfliktsgefahren. Von unserem palästinensischen Korrespondenten. AG, Tel-Awiw, den 4. Dezember 1930. Nach der Parlamentsdebatte und der Erklärung von Shiels, daß das Weißbuch — mit den verschiedenen folgenden Erklärungen — aufrechterhalten wird, ist unter den Arabern eine merkliche Beruhigung eingetreten. Die scharfe Propaganda gegen die angebliche Neigung der englischen Regierung, ״der jüdischen Pression nachzugeben“, schwillt ab. Nur wenige arabische Blätter, besonders solche, die dem Obersten Moslemischen Rat nahestehen und zum Teil den Ansichten dds Mufti entsprechen, halten an einer intransigenten Politik fest. Diese Zeitungen bekämpfen nach wie vor die Beteiligung am Legislative Council und wollen von keiner Kooperation mit der Regierung etwas wissen, solange nicht alles erreicht ist, was das arabische Programm sich als Ziel gestellt hat. Es ist jedoch offensichtlich, daß diese Blätter heute eine Minorität der Araber vertreten und daß die sonstige Führerschaft bereit ist, auf der durch das Weißbuch und den Simpson- Report geschaffenen Basis zu einer Zusammenarbeit mit der Regierung zu kommen. Es ist interessant, daß diese Situation auch zu einer gewissen veränderten Haltung gegenüber den Juden zu führen beginnt. In der letzten Zeit sind von arabischer Seite einzelne Versuche gemacht worden, die Frage einer jüdisch-arabischen Verständigung zur Diskussion zu stellen. Keiner dieser Versuche ist offiziell und es ist auch durchaus unklar, ob sie von einer größeren Zahl von Politikern gebilligt werden. Aber die Tatsache als solche, daß man sie überhaupt wagt und daß es Einzelne gibt, die damit vor die Oeffentlichkeit treten, ist ein wichtiges Symptom. Von diesen Versuchen sei an erster Stelle ein Artikel des arabischen ״Felestin“ genannt, der die Frage der Round Table-Conf ere.ace (d. h. einer Verstindignnpkcgjpe^ mit dm Juden), von neuem ,!!$..&“־ aUdeni. sie' fllftinal f« .UCMte sein:; und daß gewisse Einschränkungen ihrer Expansion unerläßlich sind. Wenn man bedenkt, daß noch vor einem halben Jahre der Vorschlag einer jüdisch-arabischen Konferenz, der von der Londoner Regierung der arabischen Delegation gemacht wurde, glatte Ablehnung fand und daß diese Haltung der Delegation von der gesamten arabischen Lokalpresse gebilligt und gestützt wurde, wird man in dem Schritt des ״Felestin“ eine große Schwenkung erkennen, Dasselbe Blatt hat weiter eine ausführliche U n t e r r e - düng mit Chankin, dem Bodenkäufer der jüdischen Kolonisation, veröffentlicht und im Zusammenhang damit darauf hingewiesen, daß jetzt zum ersten Male mit Hilfe von Zahlen ein fester Rahmen für das National Home abgegrenzt würde. Das Blatt läßt durchscheinen, daß man sich auf Grund von solchen Tatsachen von neuem mit dem jüdischen Problem befassen könne, weil man es nicht mehr mit unklaren Erklärungen, sondern mit genauen Plänen zu tun hätte. (S. die Wiedergäbe an anderer Stelle des Blattes. — A .d. R.) Diese Schwenkung des ״Felestin“ zu erklären, ist das Blatt selbst behilflich. Es wird ziemlich offen gesagt, daß für die Araber jetzt deswegen keine Furcht vor Verhandlungen mit den Juden bestände, weil der Zionismus im Moment in einer schwierigen Lage sei und weil heute verschiedene Tatsachen, die vorher unklar waren, ins Licht gerückt sind. Der gegenwärtige Augenblick erscheint dem Blatt strategisch günstig. Trotz dieser Rechtfertigung und trotz der extremistischen Vergangenheit des ״Felestin“ haben sowohl der Vorschlag der Konferenz wie auch das Interview mit Chankin in der arabisch• extremistischen Presse eine heftige Abwehr hervorgerufen. Der ״Felestin“ wird des Verrats beschuldigt, die Sclnvenkung einer ״zionistischen Intrigue“ zugeschrieben und der Ab* brach aller Beziehungen mit den Juden verlangt. Es scheint jedoch, als ob dieser heftige Protest nur von der heute kleinen extremistischen Gruppe (des Mufti) getragen würde. Noch eine andere Begebenheit verdient in diesem Zusammenhang der Erwähnung. A k h t a r, ein moslemische! Inder, Redakteur der englischen Ausgabe des ״Felestin“, ist in einer Versammlung des ״Brith Schalom“ mit einem Projekt zur Lösung des jüdisch-arabischen Problems hervorgetreten, das er in seinen Hauptlinien später auch in seiner Zeitung veröffentlicht hat. Der Plan, der als Voraussetzung auch eine Analyse des Zionismus und eine Kritik seiner Methoden enthält, basiert auf der Schaffung einer arabischen Föderation, die die Territorien ״von Basra bis Haifa“ zusammenschließt. Den Juden wird vorgeschlagen, sich in den Dienst dieser Föderation zu stellen und so ihre moderne Entwicklung zu beschleunigen und zu fördern. Als Gegengabe sollen die der Föderation angeschlossenen Länder der jüdischen Kolonisation geöffnet werden, wobei den Einwanderern volle Bürgerrechte, die Pflege hebräischer Sprache und Kultur und an Stellen, wo sie zahlreich genug sind, Minoritätsrechte, wie sie etwa die Kurden im Irak genießen, garantiert werden. (Vgl. den Bericht an anderer Stelle der heutigen Nummer. — A. d. R.) Wir wollen hier nicht in die Kritik dieses Planes ein treten, für den Akhtar nach eigener Aussage nur persönlich verantwortlich ist. Schon auf den ersten Blick erhebt sich die Frage, inwieweit eine solche Streusiedlung in den Ländern des Nahen Ostens mit zionistischer Ideologie und zionistischen Bedürfnissen in Einklang zu bringen wäre. Ganz abgesehen