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Jüdische Rundschau · 1930-12-05 · Heft 96 (5.12.1930) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 96 (5.12.1930)
Date
1930-12-05
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 650 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. ©6, 5. XU. 1030 .״ Letzte Nachrichten PolSstinadehatte im englischen Oberhaus Pasjfield rückt vom Wei^badi ab — Lord Reading antwortet den Aotbloalitea London, 3. Dezember. Im englischen Oberhaus stellte Lord Islington, der bekannte Araberfreund und Antizionist, an die Regierung die Anfrage, was sie angesichts der durch die Expropiierung der Araber in Pa* iästina geschaffenen schwierigen Situation zu tun gedenke. Lord Danesford schloß sich den Ausführungen Lord Isilngtons an und fügte hinzu, daß auch die Pica die Einschränkung der arabischen Arbeit verfügt habe. Durch solche Maßnahmen werde die Lage der arabischen Arbeiterschaft schwer bedroht und die Gefahr des Ausbruches von Unruhen heraufbeschworen. Kolonienminister Lord P a s s f i e 1 d erwiderte, die Regierung beabsichtige nicht, den Ankauf von Boden in Palästina als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes, sowie die ausschließliche Verwendung jüdischer Arbeit auf solchen Böden zu verbieten. Er wies zur Rechtfertigung der jüdischen Postulate darauf hin, daß auch andere Gemeinschaften in Palästina berechtigt seien, Land zu erwerben, und daß auch in anderen Ländern bestimmte Arbeiterkategorien gegenüber anderen bevorzugt werden, ohne daß die Regierung dieser Linder dagegen Stellung nehme. Den Ausführungen Lord isilngtons trat auch Lord Reading entgegen, der erklärte, die Juden seien auf der Grundläge der Balfour-Deklaration nach Palästina gekommen. Eine Enteignung der Araber habe nicht stattgefunden. Lord Reading wies auf den lächerlichen Zustand hin, wenn Araber, die ihren Boden aus freien Stücken verkauft haben, einen Anspruch auf Zuweisung neuen Bodens anstelle des verkauften besitzen sollten. Er schloß seine Rede mit einem Appell zur Sicherurg des so notwendigen Friedens zwischen den beiden Nationalitäten In Palästina, die zusammen ein Gemeinwesen bilden sollen. Antisemitische Unrahen Die Bukarester Tageszeitung ״Dimineatza“ teilt mit: Während der in Braila abgelialtene Kongreß der christlichen rumänischen Studenten zunächst ruhig verlief, ereigneten sich nach Schluß des Kongresses in Oalatz, wo sich mehrere Kongreßteilnehmer ansammelten, bedenkliche Unruhen. Eine Menge von etwa 600 Studenten zog in Gruppen durch die Straßen, sammelte sich dann vor den! Lokal der Zionistischen Organisation, veranstaltete dort eine lärmende Kundgebung und stieß feindliche Rufe gegen die Juden aus. Unter den jüdischen Bürgern von ualatz entstand eine Panik, bald waren die Straßen von Passanten leer und die jüdischen Kaufleute schlossen eiligst ihre Läden. Die antisemitischen Studenten schlugen mit Steinen und Stöcken die Fensterscheiben in jüdischen Läden ein und richteten namentlich in den Läden von Großmann, Heiipem und Brociner Verheerungen an. Der Kaufmann Brociner wurde auch persönlich belästigt und bedroht, so daß er nur durch eilige Flucht schweren Mißhandlungen entgehen konnte. Nunmehr schritt die Polizei ein und verhaftete einige Studenten.* Schließlich wurde die Ruhe in Galatrwieder hergesteüt Am nächsten Tag wiederholten sich die Studentenunruhen in Galatz und dehnten sich auf B r a i l a ans. Bezirkskonlerenz der Jewish Agency in K5!n Am 30. November fand in Köln eine Bezirkskonferenz der fewish Agency statt, an der etwa 120 Mitglieder der Keren lajessod-Komiiees in Köln und zahlreichen Orten Rheinlands und Westfalens teilnahmen. Den Vorsitz führte Herr Dr. h. c. Alf red Leonard Ti etz.der in seiner Eröffnungsansprache die Wirkung der englischen Regierungserklärung besprach und die Hauptfragen formulierte, die im Zusammenhang mit der ver* änderten politischen Situation sich für die Arbeit der Jewish Agency in Deutschland ergeben. Herr Direktor Oscar Wassermann schilderte in seinem groß angelegten 1 Vastün* digen Referat die politische Entwicklung, die schließlich zum Weißbuch geführt hat, und die Vorgänge nach dessen Veröffentlichung und behandelte dann in Beantwortung der von Herrn Tietz formulierten Fragen sehr eingehend die Bedeutung des jüdischen Palästinawerkes für die Judenheit im allgemeinen und für die deutschen Juden im besonderen. Nach einer sehr angeregten Debatte, an der sich die Herren Justizrat Bodenheitner (Köln), Dr. Grüneberg (Elberfeld), Rabbiner Dr. Rosenthal (Köln), Dr. Eschelbacher (Düsseldorf) und Dr. Martin Rasenblfith (Berlin) beteiligten, und nach einem Schlußwort von Direktor Wassermann schloß Herr Tietz die Tagung mit Dankesworten an den Referenten und mit einem warmherzigen Appell zu verstärkter Mitarbeit und gesteigerter Opferwilligkeit für den Keren Hajessod. Sonntag der große Palästinaball Eine Schiffskarte des Palestine Lloyd ist wie alljährlich der Hauptgewinn der Tombola bei dem großen Ball der Zionisten in den Kroll-Sälen. Efim Schachmeister, die erste und vornehmste Kapelle Berlins, spielt, eine aktuelle Ballzeitung, die sich mit den letzten Ereignissen in der Jüdischen Gemeinde, der zionistischen Gesellschaft und des Balles befaßt, wird erscheinen, die Tombola enthält wertvollste Gegenstände. Eine Palästina-Ausstellung wird sicherlich das allgemeine Interesse finden. Der Eintrittspreis ist, um allen Zionisten die Teilnahme an dieser einzigen gesellschaftlichen Veranstaltung des Jahres zu ermöglichen, gegenüber den früheren Jahren nur auf die Hälfte angesetzt (5 M., Studentenkarten 3 M.), wobei sich der KKL wirklich angestrengt hat. Aber der Ball wird sicherlich auch — die Elite des jüdisch-nationalen Publikums und viele Prominente der jüdischen Gesellschaft Berlins haben ihr Erscheinen zugesagt — eine glänzende Veranstaltung werden, auf der niemand von den Freunden Palästinas fehlen will. Wenige Tische können noch reserviert werden, das Ballbüro amtiert noch Sonnabend, von 5—1 Uhr abends, und Sonntag, von 10 bis 5 Uhr, in der Meinekestr. 10 (Bismarck 7165). Sterbefall. In Lemberg starb am 29. November im Alter von 45 Jahren unser Gg. Karo! Eisenstein, Sejmabgeordneter in den Jahren 1922 bis 1930, und Führer des Kauftnännischen Vereines, an den Folgen einer im letzten Wahlkämpfe zum jjolnischen Sejm zum Ausbruch gekommenen Erkrankung. Eisenstein war der zweite jüdische Kandidat im Wahlkreise Lemberg und obwohl er eine ausreichende Stimmenzahl auf sich vereinigt hatte, wurde sein Mandat durch die Wahlkommission annulliert, weil man nachträglich einige Hundert jüdischer Stimmen für ungültig erklärte. Der XVII. Zionisten - Kongreß Die Zahl der Kongreß •Delegierten Deutschlands hingt ab von der Anzahl der aufgebrachten Schekalim! Das sehr ungünstige Schekelergebnis des Jahres 5690 muß durch eine vervielfachte Anstreagung für 5691 ausgeglichen werden, denn die Zahl der Delegierten wird nach dem Durch- Schnittsergebnis der Schekelsammlung beider Jabre berechnet! Alle Gruppen und Schekelvertrauendeute werden dringend gebeten, diese Gesichtspunkte bei der Durchführung der Sammlung zu berücksichtigen! Die Landesschekelkommlsslon dar Zionistischen Vereinigung für Deutschland Postscheckkonto: Berlin Nr. 8091. Bankkonto: Volksbank Iwria, Berlin WS, Französische Str. 8. Aas der Misraehf* Bewegung Karlsruhe. Die Misrachi-Ortsgruppe Karlsruhe hatte am 15. November zu einem öffentlichen Vortrag eingeladen, dessen Thema, ״Die politische Situation des Zionismus und der Misrachi“, einen großen Zuhörerkreis angezogen hat. Der Referent, Herr Alexander Adler, Berlin, schilderte die politische Situation seit der Balfour-Deklaration bis zum Weißbuch 1930. Er wies besonders auf die Notwendigkeit einer einmütigen Haltung der gesamten Judenheit gegenüber dem Bestreben der englischen Regierung, Balfour-Deklaration und Mandat in einem uns abträglichen Sinn zu interpretieren, hin. England und der Völkerbund müssen erkennen, daß das jüdische Volk sich nicht abschrecken lasse, daß es von jeher Widerständen, die sich ihm entgegengestellt haben, mit hartnackiger Zähigkeit sich entgegengestellt und den Sieg davongetragen habe. Dem Misrachi Hege die Aufgabe ob, der zionistisehen Welt den Rücken zu stärken und ihr auf Grund seines festen Glaubens an die dem jüdischen Volk gegebenen göttliehen Verheißungen die Ueberzeugung, daß wir uns endlich durchsetzen werden, zu geben. Die Versammlung stimmte den Ausführungen des Redners vollinhaltlich zu, was dadurch zum Ausdruck kam .daß keine Diskussion abgehalten wurde, um zu dokumentieren, daß in dieser Stunde Einheitlichkeit des Vorgehens wichtigstes Erfordernis sei. In einem Schlußwort begründete der Redner aut Wunsch eines nicht dem Misrachi angehörenden Versammlungsteilnehmers, warum eine Notwendigkeit für eine Misrachi-Partei innerhalb der Zionistischen Organisation bestände. — Am Freitag abend vor dieser Ver- Sammlung fand im Hause des Vorsitzenden der Misrachi-Orte־־ gruppe, Herrn S. Plachzinski, eine Zusammenkunft der Misrachi- und Zeire Misraehi-Gruppe statt In mehrstündigem gemütlichen Beisammensein der Gruppen mit Herrn Adler wurde über Ideologie des Misrachi und über seine Verbundenheit mit der zionistischen Sache und mit allen Aufgaben des jüdischen Klal lebhaft diskutiert. — Dem Misrachi wurde eine Anzahl neuer Anhänger gewonnen. Berlin. Am Dienstag, dem 2. Dezember, veranstaltete die Misrachi-Frauengruppe ihren zweiten Klubabend. Der Abend, der einen intimen, familiären Charakter trug, wurde eingeleitet durch Begrüßungsworte von Frau Grete Barth, die auf die Notwendigkeit einer besonderen Frauenorganisation des Misrachi hinwies und über die Entstehungsgeschichte der Misrachi-Frauen-Wcltorganisation berichtete. Sie gab Kenntnis von der erfreulichen Tatsache,, daß es jetzt gelungen sei, das seit langem besonders von, der Berliner Frauengruppe propagierte misrachistische Mädchenheim in Jerusalem einzurichten. Herr Prof. Hermann Pick sprach alsdann über misrachistische Arbeit in der Gemeinde uni gab der Hoffnung Ausdruck, daß es gelingen möge, trotz des Ausfalls der Berliner Gemeindewählen, der Gemeinde den Stempel positiven Judentums, wie der Misrachi es auffaßt, aufzudrücken. Prof. Pick sprach alsdann über seine Erfahrungen in der Frauenarbeit Palästinas. Es bestände durchaus Interesse und Verständnis für diese Arbeit auch bei der Frau des alten Jischuw, die nur herangezogen werden müsse. Die Aufgaben für Frauenarbeit in traditionellen Kreisen von Erez-Israel seien vielfältig und groß. Die einwandernde Chaluzah, die auf dem Standpunkt des jüdischen Gesetzes steht, muß besonders betreut werden, sie stehe vor viel größeren Schwierigkeiten als andere Einwanderer. Aber diese Betreuung dürfe nicht allein von Außenstehenden ausgeführt werden. Die Mädchen müßten selbst Mitbestimmungsrecht in ihrem Heim haben und selbst mit für alles, was dort geschieht, verantwortlich sein. Nur so könne man auch den Mädchen des alten Jischuw Notwendigkeit und Achtung der häuslichen Arbeit und spezifischer Frauenarbeit vor Augen führen. Die Frauen müßten ihr neues Heim im Geist moderner sozialer Betätigung und jüdisch-sozialer Anschauungen führen, dann könne ihm der Erfolg nicht fehlen. Der von etwa 70 Mitgliedern und Gästen besuchte Abend verlief harmonisch und anregend. Die Misrachi-Frauengruppe wird solche Abende in regelmäßigen Abständen veranstalten, und sind Gäste stets willkommen. DEDI IMEB If AI ENIYED VEHLIIiEK MILtllliElf ®ienöiag, ben 9. ®f*em6er, o&enb« 81/* Uf)t, Liga für t>a« arbeitende paläftina, Ortsgruppe?erlitt, im ©ihungöfaal SMnefefirafjt 10. Sljtma: ״®er fßolttiidje ftatnpf bet Diftabtutfj*.!Referenten: Dr. Düenbotf, 3R. *ßcuftabi, gtifc Saftalt. @äfte tciDfommen! Sonntag, ben 14. ®ejembtr, 15,80 Uhr, @ro$e« Cf&anulf af eß der Jagend, in ben 30ijann*®e0rg»gefifükn, §alenfee, 30* ijann*@e0rg*Stra§e. 3111* dem ’Programm: 3uba ©altabt (^Juppenfpiel). ®an! b« &KleBüd)ftrt. Dr. $rtnj: Oubijdje ®efdjtdjien. Eonftlm ber SBen llrt-Srobnttum. äjajar, fflürfeibuben, orientaltfc&e SaffeeftuBe. ffarten für ftinber fRL 0.60, (Stwadjfent gJR, . Ortsgruppen Breslau. Die revisionistische Ortsgruppe Breslau veranstaltete in den letzten fünf Wochen vier Debattenabende mit folgenden Vorträgen: Dr. Fritz Becker: ״Nach der Berliner1 A.-C.־Sitztmg“. 1C-A. Lachmann: ״Weizmanns Demission und der Siegeszug Jabotinskys“. Dr. Preuß: ״Zur revisionistischen» Ideologie“. R.-A. Dr. Bach: ״Die Zionistische Exekutive naea dem 16. Kongreß und heute“. Die Versammlungen wiesen״ einen stets steigenden Besuch auf. Eine besondere aktuelle״ Bedeutung hatte der letzte Vortrag, der den Widerspruch den > Erklärungen und Prognosen beim letzten Kongreß und dtk4 heutigen Erklärungen der maßgebenden Instanzen verdcutlichte. Aus den Diskussionsreden seien erwähnt die Ausfuhr rungeu von Herrn Hamburg aus Frankfurt a. M., Herrn Graiver und Dr. Cohn. Es sei ferner berichtet, daß in Breslau seit einigen Wochen ein Brith Trumpeldor besteht, der bereits Jetzt 50 Mitglieder zählt. Essen. (Poale Zion.) Die Ortsgruppe Essen der Poale Zion eröffnete ihre Vortragsreihe über Fragen der jüdischen Arbeiterbewegung und des sozialistischen Palästinaaufbaus am 20. November mit einem Vortrag des Chawer Dr. jur. Dr. rer. poL J. Neuberger -Düsseldorf über ״Jüdischen Sozialismus“. Der Redner betonte, daß er sich zu einer unterschiedliehen Wertung solcher jüdischen Sozialisten, die der ״roten Assimilation“ folgend dem Sozialismus nur außerhalb der jüdisehen Gemeinschaft dienen, und solcher, die ihn auf dem Wege über das jüdische Volk erstreben, nicht berechtigt fühle, daß er nur an den Grundsätzen marxistischer Theorie prüfen wolle, ob für das Kollektivum des jüdischen Volkes gesonderte Voraussetzungen und Aufgaben sozialistischen Wirkens vorliegen. Das sei der Fall, weil 1. das jüdische Volk, wie die Erfahrung zeigt, selbst wenn es untergehen möchte, in Wirklichkeit fortbesteht, 2. bei den Juden wie bei keinem anderen Volke der Anteil an der zweiten (verarbeitenden) Produktionsstufe zuungunsten der ersten Stufe (der Urproduktion) überwiegt, 3. der Kapitalbesitz der Juden sich vorwiegend auf das ״variable“, fast gar nicht auf das ״konstante“ Kapital erstreckt Aus allen diesen Gründen müssen die Juden in allen Ländern die ersten Opfer jeder Wirtschaftskrise, jeder Rationalisierung werden, solange sie sich nicht selbst durch einen sozialen Wandlungsprozeß, nämlich durch Beteiligung an den ersten Produktionsstufen bei Besiedlung eines eigenen Territoriums befreien. — Der nächste Vortrag in diesem Zyklus findet am 11. Dezember 20!/» Uhr im Gemeindehaus statt; Redner dieses Abends wird Herr Oberregierungsrat Dr. Marc u s - Düsseldorf sein. Dortmund. Die Zionistische Ortsgruppe hat im Dezember folgende Veranstaltungen: 6. Dezember: Dr. Rettich, ״Kulturfragen“, im Gemeindehaus; 13. Dezember: Dr. Irvin Fisher, ״Die letzte Entwicklungsphase im Zionismus“, Bethaus Leopoldstr. 15; 20. Dezember: Chanukkahveranstaltung des Misrachi, an der die Ortsgruppe teilnimmt. Zionismus In Jugoslawien. Am 7. und 8. Dezember findet in Novi Sad die Verbandstagung der jugoslawischen Zionisten statt. Dem Bericht über das verflossene Jahr ist zu entnehmen, daß 6177 Schekalim — bei einer Seelenzahl von 75 030 Juden — verkauft wurden, 1 630 000 Dinar für den Keren Kajemeth und 546 000 Dinar für den Keren Hajessod eingegangen sind. Samtliehe fünf in Jugoslawien erscheinenden jüdischen Zeitungen dienen der Renaissance- und Palästina-Idee. Der Zionistenverband leistet intensive Kulturarbeit, fördert die Hebraisierung der Jugenderziehung und gibt jüdische Bücher in serbo-kroatischer Sprache (zum Teil Uebersetzungen aus der hebräischen Literatur) heraus. Vermischtes Das Sekretariat der Liga für das arbeitende Palästina in Deutschland bittet, daß alle eingehenden Gelder für den Pa- Iästina-Arbeiter-Fonds, den Politischen Kampffonds der Liga für das arbeitende Palästina nur auf das Postscheckkonto Eduard Bernstein, Palästina-Arbeiter-Fonds Berlin 152 083, überwiesen werden. Alle Briefe und Anfragen sind nur an das Büro der Liga für das arbeitende Palästina, Berlin N 24, Auguststr. 17, zu richten. Falls irrtümlicherweise in den letzten Monaten an eine andere Stelle Anfragen oder Geldüberweisungen für den Palästina-Arbeiter-Fonds erfolgt sind, wird um umgehende Benachrichtigung an das Büro der Liga für das arbeitende Pa- Iästina, Berlin N 24, Auguststr. 17, gebeten. Liga für das arbeitende Palästina, Ortsgruppe Berlin. Am Dienstag, dem 9. Dezember, abends 8 Uhr, veranstaltet die Liga für das arbeitende Palästina im Sitzungssaal, Meineke- Straße 10, eine Versammlung: ״Der politische Kampf der rlistadruth“; Referenten: Dr. Ollendorf, M. Neustadt, Fritz Naphtali. Oäste sind willkommen. Zeire Misrachi. Am Sonnabend, dem 6. Dezember, abends 8% Uhr, findet in unserem Heim. Monbijouplatz 10, ein Vortrag von Herrn Dr. Robert Weiß über das Thema: ״Ueberliefertes Judentum und soziale Verpflichtung“ statt. Gäste willkommen. Der Rat für ,hebräische Arbeit unter der Jugend veranstaltet am Sonnabend, dem 6. Dezember, um 81/2 Uhr abends, im Beth- Am ״Oneg. Schabbath". Aus dem Programm: 1. Hadibuk; Einleitung von Dr. Borodanski. 2. Rezitation. 3. Gesang. Gäste willkommen. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Bezirksgruppe Tempelhof^ Montag,, den 8. Dezember, abends 8»/־ Uhr P“ kampfes“. Zusagen erbeten an Frau Dr.'Salomon, Kaiserkorso 4 (Baerw. 2527). Angemeldete Gäste, auch Herren, willkommen. — Am Dienstag, dem 25. November, sprach Frau Anitta Müller- Cohen vor einem kleinen Kreis geladener Gäste im Hause von Frau Emily Halpem über ״Die englische Mandatspolitik und das Aufbauwerk in Palästina“. Durch ihre Ausführungen und die besondere Wirkung ihrer Persönlichkeit übertrug sie auf die Zuhörenden ihre eigene Willenskraft und Leidenschaft. Sämtliche Gäste der Veranstaltung trugen sich als Mitglieder der Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina ein. Dr. Ernst Cohn-Wiener (Humboldt-Hochschule) spricht am Sonntag, dem 7, Dezember, vormittags 11!4 Uhr, im Ufa- Theater, Kurfürstendamm 26, über ,,Paris, Versailles, Trianon“, die Stadt und ihre Bauten, die Schlösser und ihre Feste (mit Film, Lichtbildern und Schallplatten). Der Vortrag findet zum Besten der Jüdischen Kinderhilfe Berlin (Kinderpoliklinik, Fürsorgesteile, Tagesheim) statt Karten zum Preise von 3,— M. und 1,50 M. sind im Büro der Jüdischen Kinderhilfe, Auguststraße 14—15, Tel. Norden 4150, und an der Theaterkasse zu erhalten. Die Mäiweryportabfeilung des Bar Kochba-Hakoah veranstaltet am Mittwoch, dem 31. Dezember, im Flugverjandshaus, Potsdamer Brücke, einen Kostümball Der Alt-Herren-Bund des Bar Kochba-Hakoah veranstaltet am Mittwoch, dem 17. Dezember, nachmittags 1/24 Uhr, im großen Saal der Gesellschaft der Freunde, Potsdamer Str. 9, eine Kinder-Chanukkahfeier. Zur Aufführung gelangen Theaterstücke unter Mitwirkung unserer Kinder jeden Alters, gymnastische Uebungen usw. Kinder erhalten auch Ueberraschungen. Der Eintritt beträgt für Kinder 50 Pf. inkl. Schokolade, Kuchen und Garderobe, für Erwachsene inkL Schokolade und Kuchen 75 Pf.

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