Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 94 (28.11.1930)
- Date
- 1930-11-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Alex Bein 1× ep/1003319
- Alexander Granach 1× ep/1025055
- Arnold Zweig 1× ep/1009291
- Bertha Badt 1× ep/1028166
- Erich Mendelsohn 1× ep/1004409
- Felix A. Theilhaber 1× ep/1009765
- Franz Oppenheimer 1× ep/1025831
- Fritz Kahn 1× ep/1009829
- Gotthold Weil 1× ep/1024120
- Hans Goslar 1× ep/1013839
- Hans Kaufmann 1× ep/1031577
- James Simon 1× ep/1011066
- Joseph Budko 1× ep/1038932
- Lesser Ury 1× ep/1025712
- Magnus Davidsohn 1× ep/1005841
- Moritz Goldstein 1× ep/1025047
- Naftali Herz Tur-Sinai 1× ep/1008250
- Nahum Goldmann 1× ep/1009262
- Salman Schocken 1× ep/1025578
- Sammy Gronemann 1× ep/1026100
- Wilhelm Lewy 1× ep/1012679
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Ein ״großct Tag* itn.Qygferitojig Einzelnummer 0£$ Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugepreiebeider Expedition monatlich 2,— Goldinark, vierteljShrlich 5.75 GoldtüarL Au»l«ndMhonnam«n» wardaa fa dar Wlhiwis dar thwkwt LiaJar b*M«fca1L Ameisenprri»; 8 (•*p, NonparaiUexaiW OSO G-M. Slaflawaaiirti• 0a5 G44. Redaktion Verlag und Aazeigen-Verwaltung: Jüdische Rundechaa G.xn.b.H-» BerßaWlS. Meinekestr. 10 Telephon: J1 Biamardt 7165-70. Aawla—cUefc Di•••(•( •ad Pvailag aaahsiu••• * Uhr Bnywal KM 33. Be*®•« 59693, IWg W73. »JS *4י » R%. 4155. Sm»*1>ur* 16430, W.rech»90708{ ״. Wien 15603a Bank - K•ntaa 1 D.rm»1idt«1 und N»tion»lbank, Deposiwn.Kw» Berlin. KurfürBtandamra St Btnca d• Esu Cem.uo (Rumänien); Angla Pal<«tin* Ce. in Haiia, faramtem, Tel-Avi*. ח׳ כסלו תר־צ״א XXXV. Jahre Berlin, 28. XL 1930 Nummer 94 Per Zlowlemue erstrebt für 4— indische Veifc «He Schaffuna einer Öffentlich » rechtlich gesicherten Heimstätte ln Pelletlna. ״Baseler Programm.» Unsere Parole: Wählt Liste 2 Jüdische Volkspartei die Partei des Auf baus! r- Dr. Fritz Apl, Studienrat; Dr. med., Elias Auerbach; W. Abramczyk; Leo Ahlbeck, Oberkantor; Moritz Anker, Malermeister; Kunstmaler Joseph Budko; Prof, hmy Bannus; Kurt Blumenfcid, Vorsitzender der Zion. Vereinigung für Deutschland; Dr. Werner Bloch, Redakteur; Alfred Berger, Sozialbeamter; Dr. Alex Bein, Archivar am Reichsarchiv; Dr. David Baumgardt, Privatdozent an der Universität Berlin; Gemeinde-Rabbiner Dr. J. Bleichrode; Martin Brunn, i. H. Aron Hirsch <f* Sohn; Gustav Betiario, Vorstandsmilglied d. Deutschen Effekten- und Wechselbanle; Dipl.-Ing. Dr. Alfred Berlomitz; Ministerialdirektor Dr. Hermann Badt; Frau Prof. Dr. Baneth; Frau Dr. Bertha Badt-Strauß; Frau Elfriede Bergel-Gronemann; Rechtsanwalt Herbert Bry; Schwester-Oberin Beate Berger; Prof. Dr. med. Julius Citron; Gemeinde-Rabbiner Dr. Emil Cohn; Sanitätsrat Dr. David Caspari; Prof. Simon Dubnow; Willy David, Direktor d. Victoriamühle; Magnus Davidsohn, Oberkantor; Dr. A. Eliasberg, Verleger; Dr. W. Erhardt, Direktor d. Phönix-Lebensversicherungs-Ges.; Friedrich Feigl, Maler; Gemeinde-Rabbiner Dr. Freier; J. Feuerring, i. Fa. Aron Hirsch 4'Sohn; Dr. D. Feitelberg, Syndikus der Handelskammer Berlin; Dr. Manfred Georg; Dr. Nahum Goldmann; Ministerialrat Hans Goslar, Pressechef im Prmß. Staatsministerium; Rechtsanwalt Sammy Gronemann; Alexander Granach; Dr. Moritz Goldstein (״Inguil“); Kurt Hammerstem, Studienrat; Dr. Georg Herlitz, Archivdirektor; Schwester Lotte Herlitz; Dr. med. S. Hildesheimer; Dr. med. Remy Hirsch; Dr. Salli Hirsch, Siegfried Hirsch, i. F. Aron Hirsch £ Sohn und Hirsch-Kupferlind MesaingwerM; Dr. Jacobson, Archivar: Rabbiner Dr. Jacobus; Dr. med. Fritz Kahn; Dr. med. Josef Kallner; Direktor Georg Kareski; Rechtsanwalt, Dr. Hans Kaufmann; Dr. Kaznelwn, Verlegsdirektor; Ministerialrat Prof. Leo Kestenberg; Dr. Bruno Kürschner, Direktor d. AUianz-Ijsbens- Notar; FrUz Kortner; Philipp Kozower, Rechtsanwalt und Notar; B. Krupnkk; Dr. Hermann Leiewer, Rechtsanwalt und Notar; Dr. Abraham Löb, Rechtsanwalt und Notar; Dr,. Georg Löwenberg, Rechtsanwalt; Dr. A. Leschnitzer, Rechtsanwalt; Prof. Dr. Heinrich Loeux, Oberbß^l&ihekar an der Universitätsbibliothek Berlin; Gemeinde-Rabbiner Dr. Arthur Levy; Gemeinde-Rabbiner Dr. Emil Levy; Rabbiner Dr. Wilhelm Lewy; Rabbiner Dr. E. Landau; Sanitätsrat Dr. Benno Lewy; Dr. med. Joseph Lachmann; Prof. Dr. med. Theodor Landau; Richard Lichtheim, Direktor der Phönix-Lebensversieherungs-Ges.; Leo Michdson, Maler; Erich Mendelsohn, Architekt; Dr. med. Erwin Meyer; Dr. Erwin Michel, Direktor der Funkindustrie; Leo Nachtlicht, Architekt; Rabbiner J. Nobel; Paula Nathan, Leiterin der Volksschule des jüdischen Schulvereins; Kunstmaler Joseph Oppenheimer; Prof. Dr. med. et phil. Franz Oppenheimer; Alfred Peltesohn, i. Fa. Aron Hirsch <f* Sohn; Prof. Dr. Hermann Pick, Bibliothekar an der Preußischen Staatsbibliothek; Daniel Prcnn; Rabbiner Dr. Prinz; Rabbiner Dr. Ludwig Pincoffs; Dr. S. Rawidowicz, Wissenschaf ll. Beamter a. d. Akad. d. Wissen sch. d. Judentums; Dr. Martin Rosenblüth; Dr. Egon Rosenberg, Chemiker; Dr. James Simon, Paulshorner Str. A3; Dr. M. Soloweitschik; Dr. Aron Sandler; Sanitälsrat Dr. Julius Simon; H. Swet, Redakteur; Leo Simon, Industrieller; Sehna Schiratzky, Leiterin der jüdischen Volksschule Rykestraße; Salman Schocken; Dr. Willy Schön; Dr. med. Hermann Stahl; Dr. Nadja Stein; Dr, med. Abraham Steinert; Dr. Louis Sternberg, Zahnarzt; Dr. Harry Torczyner, Dozent u. wissensch. Beamter d. Akad. f. d. Wissenschaf1 d. Judentums; Dr. Ch. Tykocinski; Dr. med. Felix A. Theilhaber; Amlsgerichtsrat Kurl Tuchler, Leiter der Pressestelle des Reichsarbeitsgerichts; Lesser Ury, Maler; Dr. Henry Unna, Zahnarzt; Generaldirektor Ely. J. Uziel; Prof. Dr. Otto Warburg; Margot Rosner-Klausner; Univ.-Prof. Dr. Gotthold Weil, Direktor der oriental. Abteilung der Preußischen Staatsbibliothek; Gemeinde-Rabbiner Dr. M. Warschauer; Moses Waldmann, Redakteur; Dr. Robert Wellsch, Chefredakteur; Dr. Siegmund Wassermann; Frau Lina Wagner-Tauber; Leo Wolf ermann; Dr. med. Oskar Wolfsberg; Arnold Zweig. Der 30. November An anderer Stelle der vorliegenden Nummer veröffentlichen wir eine amtliche Mitteilung des Preu- Bischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden, aus der hervorgeht, daß in ganz Preußen, mit Ausnähme von Berlin, auf Grund von Einheitslisten die Mitglieder der zweiten Landesversainmlung des Landesverbandes gewählt erscheinen. Bei genauer Durchsicht dieser Liste wird man feststellen, daß die größten Opfer beim Zustandekommen der Vereinbarungen unsere Freunde gebracht haben. Sie begnügten sieh mit dem bisherigen Besitzstände, obwohl es sich bei der Jüdischen Volkspartei in ganz Preußen um eine Richtung handelt, die in den letzten Jahren dauernd im Aufstieg begriffen war. Nur in Berlin gibt es einen Wahlkampf, und in dieser größten Judengemeinde Deutschlands, in welcher weit mehr als ein Drittel aller deutschen Juden leben, muß der Beweis erbracht werden, daß die Jüdische Volkspartei, an der die Zionisten entscheidenden Anteil haben, eine Partei des Aufstieges ist. Damm kommt den Berliner jüdischen Wahlen eine weit über Berlin hinausreichende Bedeutung zu. Wenn die vorliegende Nummer in die Hände unserer Freunde und Leser gelangen wird, so sollen diese Zeilen unseren Anhängern noch einmal mit nachdrückliebstem Ernst vor Augen führen, um welche Dinge es sich bei der Wahl am 30. November handelt Wir haben im Laufe dieses Wahlkampfes oft Gelegenheit gehabt mit Befriedigung festzustellen, daß unsere Gesinnungsfreunde diesmal mit besonderem Eifer sich in den Dienst einer von der Zionistischen Organisation als außerordentlieh wichtig erachteten Aktfon gestellt haben. Wir drücken den Wunsch aus, daß gerade am Wahltage der während des Wahlkampfes von unseren Freunden bewiesene Eifer eine besondere Verstärkung erfahre. In einem Aufrufe der Jüdischen Volkspartei wird gefordert, daß am 30. November ״alle Mann an Bord“ seien. Dieser Forderung schließt sich die Zionistische Organisation mit allerstärkstem Nachdrucke an. Am Wahltage darf kein Zionist in Berlin zu Hause bleiben. Alle müssen sich in den Dienst der Werbearbeit stellen, alle.dafür sorgen, daß nicht nur sie und ihre nächsten Freunde, sondern auch die Bekannten zur Wahl gehen und die Liste des Aufstiegs, die Liste des Aufbaus, die Liste der alle jüdischen Interessen mit gleicher Liebe umschließenden Volkspartei wählen. In einem Aufsatz, der uns von der Poale Zion übermittelt wurde und der gleichfalls in dieser Nummer veröffentlicht wird, führt der Verfasser Klage darüber, daß die ״Jüdische Rundschau“ bis heute von der Wahlarbeit der Poale Zion keine Notiz genommen habe. Das entspricht im großen ganzen den Tatsachen und ist mit Bedacht geschehen. Wir haben von Anfang an unseren Willen zum Ausdruck gebracht, daß wir uns bei den jüdischen Wahlen in Berlin darauf beschränken wollen, hur unsere positiven Forderungen zum Ausdruck zu brin- Massenkundgebung Sonnabend, den 29. November 1930 8 Uhr abends ln letzter Stunde! Stadthalle Klosterstrafle Referenten: bl« Kandidaten der Jüdischen Volkspartei erscheint in Mnssent gen und uns jeder Polemik mit anderen Parteien und jeder kritischen Analyse anderer Richtungen zu enthalten. Nicht durch unsere Schuld haben wir uns dann gezwungen gesehen, uns hauptsächlich gegen die Liberalen und in verstärktem Maße auch gegen die ״Deutsche Liste“ zu wenden. Da die genannten zwei Parteien kein positives Programm und keine geschlossene jüdische Weltanschauung haben, leben sie davon, daß sie den Zionismus und die Jüdische Volkspartei angreifen. Wir waren also bemüßigt, gegen diese Angriffe aufzutreten, wobei sich die komische, geradezu groteske Situation ergab, daß wir, die Erneuerer des jüdischen Lebens, die Förderer einer neuen Entwicklung innerhalb der Judenheit, sozusagen durch eine merkwürdige Konstellation die Angegriffenen waren und uns verteidigen mußten. Das kam daher, weil die Jüdische Volkspartei in der letzten Session der Repräsentantenversammlung den entscheidenden Einfluß auf die Führung der Gemeinde in Berlin hatte und die stärkste Regierungspartei war. Wer jedoch in der Regierung saß, der hat im Wahlkampfe die Rolle des Kritisierten. Diese Sachläge wird jedoch den Tatsachen, wie sie in den letzten drei Jahren in der Berliner Jüdischen Gemeinde Geltung hatten, nicht gerecht Regierungsparteien waren auch die religiöse Mittelpartei, die Konservativen und — die Liberalen. Denn alle wesentlichen Beschlüsse und Maßnahmen sind in vollem Einverständnis mit den genännten Parteien zustandegekommen. Der wahre Angeklagte vor dem Richterstu hi der äf f entliehen Meinung in diesem Wahlkampf ist die liberale Richtung des Judentums, die Vertreterin des Assimilatfonsgedankens, and diewahren Ankläger sind die Repräsentanten der Jüdi sehen Volkspartei, denn sie wollen die Liquidierung des alten liberalen Trotts und sie wollen aus da־ Gemeindevertretung eine Geschäftsführung machen