Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 90 (14.11.1930)
- Date
- 1930-11-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1? Poliiische Umschau Einzelnummer 0,2S Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. F reitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldtnark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Aualandsabonnement» werden in der Währung der einrelpew Lind« berechnet Aneeirennre»*: '־־' eetrp Nonpareillerefle 0,50 G.-M. Stellengesuch» 0.25 G.-M. Redaktion Verlag und Anzeigen-Verwaltung: lüdische Rundschau G.m-b.H-, Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Jl Bismarck 7165-70. Postscheck Konten: Berlin! 173 92, Basel V 9355■ Belgrad 68032, Brüssel 39433, Budapest 596 93, Dana* 1973, Haag 140470, Prae 594 10 Riga 4155, Strassburg 164 30. Warschau 190708, Wien 156 030. Bank .Konten *. Darmstädter und Natiooalbank, Depositen Kasse Berlin, Kurfürstendatnm 52; Banca de Est, Cernauti (Rumänien): Anglo Palestime Co. in Haila, leruaaiem. Tel Aviv Nummer 90 | Berlin, 14. XL 1930 RedaktionsschluS Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ג מר חשוו תרצ״א | xxxv. Jahrg. Der Zionismus erstrebt fOr das Jüdische Voll! die Schaffung einer Öffentlich ■ rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Pj'pBTgjllghl* Jüdische Wahlen Am 9. November lief in Berlin die Frist für die,Einreichung von Wahlvorschlägen für die Wahlen zur Repräsentantenver- Sammlung der Berliner jüdischen Gemeinde und zur Versammlung dös Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden ab. Insgesamt wurden zehn׳ Listen eingereicht. Außer den bisherigen in der Repräsentantenversammlung vertretenen Parteien, Jüdische Volkspartei, Liberale, Konse rva ti ve, M i11 elpar t e i und Poal e Zion, sind noch nachstehende Parteien auf den Plan getreten: Positivc-liberaljüdische Vereinigung, überparteiliche Vereinigung, Deutsche Liste, Klal Jisroel und eine Liste der linksdemokratischen Volkspartei. Von Interesse sind die ״Positive liberal-jüdische Vereittigung“ unter Führung der Jungliberalen Dr. Ludwig T i e t z, Dr. Friedrich B r o d n i t z und Ernst D o s m a r , die ״Deutsche Liste“, geführt von Naurhanm'anern, dem Amtsgerichtsrat Heilfron und dem bisherigen Liberalen Sanitätsrat Peyser, und schließlich die ״Links-demokratische Volkspartei“, an deren Spitze Dr. A. Singalowsky steht. Von der letzten Liste berichtet die JTA, daß Dr. S i n g a 1 o w s ky, der sich gegenwärtig gar nicht in Berlin befindet und dessen Name ohne sein Wissen auf die Liste gesetzt sein soll, eine Kandidatur ablehne. Auch ein zweiter Kandidat dieser Liste, der Korrespondent des New Yorker ״Vorwärts“, Jacob Lestschinsky, lehnt eine Kandidatur auf dieser Liste ab, wiewohl er im Wahlvorschlag geuanrjt ist. Angesichts dieser Zerrissenheit und Spaltung in verschiedene Gruppen wird es die Jüdische Volkspartei, die innerlich׳ viel geschlossener ist als die anderen wahlwerben־ den Richtungen, eigentlich leichter haben, als sie es sich selbst gedacht hat. Im Grunde genommen geht es in diesem Kampfe, den wir mit Rücksicht auf dif Vjerhl]Ws1e iij, Pecrtscfilapd in aus־:jpglf}n1"l>e#ächt8tr, ff« fl e״B«*ts'c־h’e Id tr n gf*w et ehre Richtung die Entwicklung der deutschen Juden neJwnen sofß B«t*liu äievp0־ßte JudensWlung te Deutschland, und die Haltung dfcr Berliner Juden ist maßgebend für den Kurs der deutschen Judenheit. Im übrigen Teile des Reiches sind überall Vereinbarungen getroffen und Einheitslisten aufgestellt worden. Nur in Berlin gibt es Wahlkampf, und wiewohl die Verantwortung für diesen Wahlkampf, wie aus dem in der letzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichten Briefe Dr. Baecks hervorging, auf die Liberalen fällt, so ist im Interesse der deutschen Judenheit, von einer höheren Warte aus betrachtet, dieser Kampf notwendig. Die Liberalen wollten zwar den Kampf darum, weil sie Vortrag Blumenfeld Am 12. d. M. hielt Kurt Blumenfeld im großen Saale des Berliner Logenhauses einen Vortrag über die Hauptfragen zionistischer und jüdischer Entwicklung. Blumenfeld gab eine Analyse der gegenwärtigen zionistischen Situation und berichfete über die Sitzungen der Politischen Kornmi sion der Jewish Agency und des Zionistischen Aktions-Comites, die vorige Woche in London abgehalten wurden. Schließlich kam er auch auf die Haltung der deutschen Juden und auf den Wahlkampf in der Berliner Jüdischen Gemeinde zu sprechen. Sem anderthalbstündiges Referat wurde von den zahlreich Erschienenen mit größter Aufmerksamkeit angehört. Gerade die einfache, nicht prätentiöse Art, mit der er in klarsten Formulierungen ein Bild des gegenwärtigen Zustandes innerhalb der Weltjudenheit und des Zionismus entwarf, vermittelte Erkenntnisse, die für die Haltung und die Arbeit der Zionisten in Deutschland im gegenwärtigen Augenblick fruchtbar sein müssen. Der Kampf um die Ziele ist eigentlich ein Kampf um die Methoden bei der Durchsetzung der aktuellen Aufgaben. Die Balfour-Deklaration war nur ein Start und eine Chance. Lebendige Wirklichkeit wird erst durch unsere eigene Leistung. Der Protest gegen das neue Weißbuch der Reierung fand seinen sichtbarsten und stärksten Ausdruck in er Resignation Dr. Weizmanns. Diesem Proteste schlossen sich bedeutende Politiker in England an. Es ist jedoch festzuhalten, daß alle diese Freunde der zionistischen Sache einen Zionismus unterstützen, der im Einklang mit fortschrittliehen Ideen und Tendenzen steht. Wir können niemals hoffen, in einer faschistischen, nationalistischen Welt Verständnis zu finden, die nur das eigene Machtstreben sieht und für die Entwicklung jüdischen Lebens noch weniger Verständnis hat als für die politische(! Bedürfnisse anderer Volksgruppen, die nicht direkt der Verstärkung der eigenen natio nalen Machtsphäre dienen. Diese Erkenntnis sollten sich alle Richtungen im Zionismus zu eigen machen. In der Sitzung des Aktions-Comics brach deutlich die Auffassung durch, daß im gegenwärtigen Augenblick nichts wichtiger sei als eine neue Wirtschaftsotfensive im Palästinaaufbau. Unabhängig von politischen Konstellationen und auch unter den ungünstigen gegenwärtigen politischen Bedingungen sind wir nicht daran verhindert, wirtschaftlich in Palästina Großes zu leisten. Schon unsere Bodenreserven ermöglichen uns die Neuansiedlung von 6—7000 Familien, wenn wir nur die nötigen moralischen und materiellen Mittel zur Verfügung hätten. — K o n s o Ii dierung des Bestehenden und Wirtschafts» offensive — das sind die wesentlichsten Aufgaben zionistischer Arbeit in der nächsten Zeit. Eine formelle Zurücknahme des neuen Weißbuches ist unwahrscheinlich. Deutlich aber ist schon jetzt das Bestreben der englischen Regierung, durch die Zionisten durch die Vorkommnisse in der Palästina- Politik für geschwächt hielten, aber wenn dieser Kampf nun einmal entbrannt ist, bedeutet er, daß die Berliner Juden nicht auf die Betätigung von Rechten verzichten, welche ihnen auf Grund der bestehenden Gesetze zustehen. Ferner ist gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt, da die Weltjudenheit stärker aufgelockert ist als jemals zuvor, eine klare Entscheidung durch den Willen der jüdischen Massen ein zwingendes Gebot. Unserer ganzen Einstellung nach ist die Arbeit in den Gemeinden nur ein Teil unserer gesamt jüdischen Betätigung, die in sich ein geschlossenes System darstellt. Dadurch wird auch jede Aktion, die wir auf irgendeinem Gebiete jüdischen Lebens durchführen, geadelt. Wir werden den Wahlkampf in Berlin mit aller Entschiedenheit und mit unbedingter Prinzipientreue, aber auch unter Vermeidung aller Schärfen führen und uns absolut nicht durch Entgleisungen der gegnerischen Seite aus der Ruhe bringen lassen. Hierbei wissen wir uns gerade in diesem Wahlkampfe auch mit den besten Menschen in unserer Organisation einig. Auf der Kandidatenliste der ״Jüdischen Volkspartei“ figurieren diesmal neben den bewährten bisherigen zionistischen Führern der Gemeindearbeit auch Personen, die innerhalb unserer Organisstion seit Jahren hauptsächlich innerzionistische Arbeit geleistet haben. Diese Kandidaten sind nun bereit, auch die Bürde der Arbeiten in der Gemeinde mitzutragen. Sie tun es, weil sie wissen, von welcher Bedeutung gerade in dieser entscheidenden Zeitwende jüdischer Geschichte die aktive Beteiligung an der Gemeindearbeit ist. Es verlohnt sich kaum, Worte über die ״Deutsche Liste“ der Parteigenossen und Freunde Max Naumaans zu ver- ■ |lefen,,״Plt:^^ Llrttpy^slt^eritoifi«׳ v#^!־sc|pt,41rch׳, gftllfÄsJfr׳ Liste“, als Wahlwerberin für die JfkHsciie öemelnfe p gibt noch Berliner Humor! Die Hhksdemokratlsche Volksparteiliste scheint ein Mißverständnis zu sein. Wir werden gelegentlich auf diese E^capade einiger abgebauter Führer gewesener judischer Parteien in Rußland zurückkommen, die aus altem Ressentiment gegen den Zionismus nunmehr die Dummheit begehen wollen, der Assimilation Steigbügeldienste zu leisten. Noch ein Wort zur Liste der Jungliberalen. Sie beweist, daß der Verjüngungsprozeß in positiv jüdischem Sinne auch vor dem liberalen Lager nicht Halt gemacht hat Die Namen Dr. Ludwig Tietz und Dr. Friedrich Brodnitz bezeugen, daß es sich um eine beachtens- und achtenswerte Neubildung handelt B.A. Kommentare und durch konkludente Maßnahmen den Eindruck dieses Weißbuches abzuschwächen. Es ist interessant, daß außerhalb Deutschlands nur eine einzige jüdische Stimme, der liberale Rabbiner Mattuck, sich seinen liberalen Freunden in Deutschland in der Billigung des britischen Weißbuches an* schloß. Sonst blieb es, nur den assimilatorischen antizionfetischeij Gegnern in Deutschland Vorbehalten, in diesem Augenblick als ״Totengräber“ des Zionismus auf den Plan zu treten. Blumenfeld übt scharfe Kritik an dem, Artikel von Heinrich Stern in der Jüdisch-Liberalen Zeitung, in dem im Gegensatz zu den hervorragendsten englischen Juristen und Staatsmännern behauptet wird, daß das neue Weißbuch in Uebereinstimmung mit der bisherigen englischen Politik stehe, der u. a. auch den Simpson-Bericht in entscheidenden Punkten unrichtig zitiert. Diese antizionistischen Kreise, welche sich so sehr auf den Fortschritt berufen, erwarten alles Heil und die Lösung der Judertfrage als Nebenprodukt des Fortschritts bei anderen. Wir aber sind die wahren Vertreter des Entwicklungsgedanken im Judentum, denn wir wollen ihn zunächst in unserem eigenen Leben verwirklichen. Mit einem Appell an die Versammelten und dem überzeugenden Bekenntnis, daß trotz der Ungunst der Weltlage das Jüdische Volk imstande ist, in einer Kraftanstrengung das Werk In Palästina fortzuführen und großartig zu gestalten, schloß Blumenfefd seine Darlegungen. Die KKL-Einnahmen Das Jahr 5690 wieder ein Rekordjahr! Nach der soeben vom Hauptbüro in Jerusalem veröffentlichten Uebersicht betragen die KKL-Einnahmen im Jahre 5690 (1929/30) £ 271.511 5.538.800 Mark und sind die höchsten Einnahmen der letzten drei Jahre. Aus 62 Ländern bzw. Landessammelstellen sind dem KKL Spenden zugeflossen. In den meisten Ländern ist eine Steigerung za verzeichnen. Unter den Ländern, die einen besonders erfreulichen Aufschwang genommen haben, steht Polen an der Spitze, wo die Einnahmen um rund £8000 gestiegen sind. In Kongreßpolen allein wurden im letzten Jahr, trotz der furchtbaren Wirtschaftskrise über 1 Million Zloty aufgebracht, wobei auch der K. H. eine Steigerung auf weist und in der gleichen Zeit für den Emergency-Fund 1 Million Zloty gesammelt wurden. Unter den größeren Ländern weisen eine beachtenswerte Steigerung auf: Tschechoslowakei, Deutschland, Großrumäaien, Südafrika, Argentinien,Erez- Israel, Litauen, Lettland, Italien und J u g o - slawiea Das Weißbuch Von Dr. Ch. Weizmann. Die Regierungserklärung in bezug auf Palästina ist von den autoritativsten Stellen als unvereinbar mit der Balfour-Deklaration, und dem Mandat verurteilt worden. Zwei Mitglieder des englischen Kriegskabinetts, dfs die Balfour-Deklaration veröffentlicht hatte, Mr. Lloyd George und General Smuts, haben es beide als, eine ״Zurücknähme des größten Teiles eines feierlichen Versprechens, gegeben in einem feierlichen Moment“ betrachtet und als einen ״Rückzug von der Deklaration“. Ein gleiches Urteil ist durch, die konservativen Führer, Mr. Baldwin, Sir Austen Chamberlain und Mr. Amery, ebenso auch von Mr. Churchill gefällt worden. Unabhängige Mitglieder der Arbeiterpartei des Pariaments haben in gleicher Weise protestiert. Diese Kritik der Politik der Regierung wird bestätigt durch die Aufnähme, die sie in der arabischen Presse Palästinas und in derjenigen Presse gefunden hat, die immer die entschiedenste Feindseligkeit zu der Deklaration an den Tag gelegt hat. Die ״Daily Mail“ und der ״Felestin“ stellen einmütig das Ende der Balfour-Deklaration fest. Die Regierungserklärung rechtfertigt diese fast allgemeine Kritik ihres Inhalts und Zweckes. Der Prozeß der immer weiteren Verkleinerung des Areals von Palästina wird weiter fortgesetzt. Unter dem britischen Mandat, das durch den Council des Völkerbundes am 4. Juli 1922 bestätigt worden ist, enthielt Palästina noch Transjordanien. Am 20. September 1922 wurde auf Verlangen der britischen Regierung Transjordanien ausgeschlossen aus dem Gebiet, auf das die Bestimmungen über das Jüdische Nationalheim Anwendüng finden sollten. Noch mehr: in der Praxis kann in i,J||m|pri||nie|;1i4icMj>;'^pw1al ein einzelner Jude Land 0916361«■׳», ihövollkomnten#׳MiiatÄ,i|*;lt4 ausdrücklichen Vorschriften des Art. t5 düs Mandate^, der über Transjordanien sagt, daß ״keine ,Unterseheidüng irgendwelcher Art zwischen den Einwohnern Palästinas aus dem Grunde von Rasse, Religion oder Sprache stattfinden darf“. Bis zu Hope Simpsons Besuch in Palästina wurde das kultivierbare Land (ausschließlich Trans jordanien) offiziell auf 10—11 Millionen Dunam geschätzt. Jetzt wird diese Schätzung auf 6544 000 Dunam reduziert, hauptsächlich auf Basis einer Flugzeugaufnahme, bei der man ״eine Anzahl von Gebieten, die als charakteristisch ausgewählt worden sind“ aufgenommen hatte. In einem anderen Zusammenhang schreibt Hope Simpson: ״Es ist da ein kleines jüdisches Dorf namens Mozah, dicht bei Jerusalem, wo ein Farmer mit Namen Brozah einen Obst* garten gepflanzt hat auf einem anscheinend völlig uufruchtbaren Felshoden. Die Bäume und Pflanzungen sind gut gediehen, und wo eine Wüste ohne Vegetation irgendwelcher Art gewesen war, steht nun ein prachtvoller Obstgärten, der seinem Besitzer ein reiches Einkommen gewährt. Dieser Erfolg ist um so mehr anzuerkennen, als dieser Farmer keine Unterstützung von irgendeiner jüdischen oder anderen Quelle erhalten, sondern dieses Eigentum sich aus eigener Kraft geschaffen hat.“ Würde eine ״Flugzeugaufnahme“ die schöpferischen Möglichkeiten eines ״völlig unfruchtbaren Felsbodens“ und einer ״Wüste ohne Vegetation irgendwelcher Art“ zeigen? Indessen auf Grund einer so augenscheinlich ungenügenden Untersuchung ist die Regierung bereit, ihre Schätzung des kultivierbaren Bodens Palästinas um einige vier Millionen Dunam zu reduzieren und zieht sofort hieraus den Schluß, daß keine Landstrecken mehr verfügbar sind für landwirtschaftliche Siedlung durch neue Immigration. Wie treu die Politik auf die Errichtung der Jüdisch- Nationalen Heimstätte gerichtet ist, zeigt die Einstellung zu den Fragen von Land und Immigration. Art. 6 des Mandates gibt den Juden den Hauptanspruch auf Staatsländereien zum Zweck der Schaffung geschlossener Siedlungen, wobei die Rechte und die Lage anderer Teile der Bevölkerung nicht geschädigt werden dürfen. Diese Rechte werden in folgendem Absatz des Weißbuches hinweggefegt: ״Selbst wenn der Besitztitel der Regierung auf solche Landstrecken anerkannt wird, und er wird in vielen Fällen bestritten — so würde es nicht möglich sein, diese Gebiete für jüdische Siedlungen freizustellen mit Rücksicht auf ihre gegenwärtige Besiedlung durch arabische Bebauer und die Wichtigkeit, neues Land verfügbar zu m achen, auf dem man die arabischen Bebauer ansiedeln kann, die jetzt landlos sind. ln den gesperrten Worten legt die Regierung neue und weitgehende Richtlinien fest, nämlich, daß jeder arabische Bebauer, der kein Land besitzt, das Recht auf Boden hat, unabhängig davon, ob er durch jüdische Kolonisation verdrängt worden ist oder niemals Land besessen hat Es ist eine genügende Qualifikation, daß er