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Jüdische Rundschau · 1930-11-04 · Heft 87 (4.11.1930) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 87 (4.11.1930)
Date
1930-11-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Oscar Wassermann antwortet Heinrich Stern Einzelnummer 0£3 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. AualnsdMbonnetnniM wsrilen in d®r Wthruag d«r «meinen Linder berechnet Anreigenpreis: 8 *e«p. NonpereiOereile 0,50 G -M. Slellengouch» 0,25 G.-M Redaktion Verlag und Anzeigen - Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., BerlinW15, Meinekestr.10 Telephon: J 1 Bismarck 7165-70. AnzeisenechlaS: Dienstes aad Freitag nachmittaga 4 Uhr RedakdonsschluS Sonntag und Mittwoch nachmittag. Poiti check . Konten: Berlin r73 92, Basel V 9355• EWicrad 68032, BrCbael 39433. Budap«n 59693. Danzig 1973, Haag 140 470, Prag 594 10 Rica 4155» Straaslrarg 16430, Warschau 190 708, Wl«n 156 030, Baak-Konten: Darmftädter und Naidonalbank, Depoaiten Kjirs# Berlin, KuHürstendamm 52; Bane« de Eit, Centaati (Rumänien)־, Anglo Paleatine Co. in Haifa, feruMlem, Tel Aviv י«ג טי חשון תרצ״א j xxxv. Jahrg. Per Zionismus erstrebt IQr das jOdische Volle eile Schaffung einer Öffentlich-rechtlich Besicherten Heimstätte ln Palästina. ״Baseler Programm.*‘ Briefwechsel zwischen Wcizmann und Passfield Aus den nachstehend wiedergegebenen Briefen, welche Dr. Weizmann in der letzten Zeit geschrieben und der Presse zur Veröffentlichung übergeben hat, sowie aus den Antworten Lord Passfield s geht unzweifelhaft hervor, daß innerhalb des englischen Rcgierungslagers bezüglich der letzten Erklärungen zur Palästinapolitik eine gewisse Verwirrung herrscht. Man ׳ kann, ohne sich einer Uebertreibung schuldig zu machen, feststellen, daß von Regierungsseite aus versucht wird, im Tone entgegenkommender zu werden und den schlechten Eindruck des Weißbuches durch dessen an gewissen Stellen geradezu antisemitisch gestimmte Fassung abzuschwächen. Es scheint jedoch, daß Dr. Weizmann und die anderen Instanzen der Jewish Agency der Zionistischen Organisation nicht gewillt sind, sich mit höflichen Redewendungen abspeisen zu lassen. Ueber die notwendigen politischen Maßnahmen, die seitens der Jewish Agency und der Zionistischen Organisation zu treffen sind, werden sich die Körperschaften schlüssig werden, welche im gegenwärtigen Augenblick, da diese Zeilen in Druck gehen, in London versammelt sind. * Wir veröffentlichen nachstehend das Schreiben, mit dem Lord Passfield auf den bereits früher veröffentlichten Brief Dr. Weizmanns vom 20. Oktober antwortete, sowie Dr. Weizmanns Erwiderung auf dieses Antwortschreiben. Passfield an Weizmann Colonial Office, Downing Street, S. W. 1. 25. Oktober 1930. Sehr geehrter Herr Dr. Weizmann! Ich muß mein Antwortschreiben auf Ihren Brief vom 20. Oktober beginnen mit dem Ausdruck meines aufrichtigsten Bedauerns darüber, daß Sie es nach so vielen Jahren hingebungsvoller harter Arbeit für notwendig erachtet |&b*a, vm :ihrem kM. Änitsisdtöj Organl- * sahon ttitfder jewish Agency Äirlfckzutreteit. |ch bedauere" dies um so mehr, als ich fühle, daß trotz der Aussprachen, die zwischen uns stattgefunden hatten, Ihre Maßnahme nur auf einer unvollkommene« Würdigung der Haltung und der Absichten der Regierung beruhen kann. Bei verschiedenen Gelegenheiten hat die britische Regierung es nicht unterlassen, ihre Bewunderung für das unter Ihren Auspizien geleistete Werk für den Aufbau des Jüdischen Nationalheims auszudrücken, und die Tatsache, daß die Regierung sich verpflichtet gefühlt hat, in dem neuerlich veröffenthehten Weißbuch gewisse gewichtige kritische Bernerkungen zu machen, darf nicht dahin verstanden werden, als ob Ihre in der Vergangenheit geleistete Arbeit im ganzen einem generellen? Tadel ausgesetzt werden sollte. Ich halte es auch nicht für sinnentsprechend, wenn die Entscheidungen, die jetzt getroffen worden sind, so gedeutet werden, als ob sie Ihrer Arbeit in der Zukunft sehr ernste Hindernisse in den Weg legten, oder daß es ihre Absicht wäre, das Jüdisehe Nationalheim in dem gegenwärtigen Stadium seiner Ent- Wicklung zu kristallisieren. Es wird z. B. in dem Weißbuch ausdrücklich ausg|führt, daß die Arbeiten der jüdischen Organisationen ohne Unterbrechung ihren Fortgang nehmen können, während allgemeinere Schritte zur Entwicklung des Landes, an deren Wohltaten Juden und Araber Anteil nehmen können, zur Wirksamkeit gebracht werden. Die britische Regierung hat nicht gehandelt, ohne mit Ihnen im voraus zu beraten. Ihre Vorstellungen, einschließlich derer, die Sie mündlich mir selbst gegenüber gemacht haben, sind von der Regierung pflichtgemäß erwogen worden, und sie haben, soweit sie sich auf die Regierungserklärung bezogen, zu g e - wissen Aenderungen in dem Wortlaut dieses Dokuments Anlaß gegeben. Insoweit Ihre Vorsteilangen sich auf den Plan für die Entwicklung des Landes und andere Angelegenheiten beziehen, w׳erden sie einer sorgfältigen Prüfung unterzogen werden, obschon ich natürlich nicht die Zusicherung geben kann, daß die britische Regierung sich i n der Lage sehen wird, ihnen zu folgen. Es steht Ihnen frei, diesen Brief zu veröffentlichen, wenn Sie dies wünschen sollten. Ihr sehr ergebener (gez.) Passfield. * Weizmann an Passfield London, 29. Oktober 1930. Sehr geehrter Lord Passfield! Ich schätze die freundlichen Worte, mit denen Sie Ihr Be• dauern über meinen Rücktritt zum Ausdruck gebracht haben. Es war für mich ein harter Schlag, mich nach zwölfjähriger Zusammenarbeit mit der britischen Regierung plötzlich in die Lage versetzt zu sehen, in der ich dem jüdischen Volke sagen mußte, daß ich angesichts der neuen im Weißbuch vom 21. Oktoher niedergelegten Politik meine Arbeit nicht länger fortsetzen könnte. Ich wünschte, ich könnte mit Ihnen darin übereinstimmen, daß die Formulierung des White Paper Raum läßt für jene ״unvollkommene Würdigung der Absichten der britischen Regierung“, die, wie Sie glauben, bei mir vorliegt. Mir scheint, ein solcher Raum ist nicht vorhanden, und ich sehe, daß diese Ansicht von den Männern geteilt wird, die in der Zeit von 1917 bis 1922 am meisten mit der Gestaltung der britischen 1 Palästina-Politik zu tun hatten. Erlauben Sie mir, an einigen Beispielen manche von den Gründen darzulegen, die mich zu der Behauptung veranlassen, daß das Weißbuch von 1930 mit dem Geiste des Mandats nicht übereinstimmt und in lebenswichtigen Einzelheiten die bisher von der britischen Regierung hinsichtlich des Jüdisehen Nationalheims verfolgte Politik in markanterWeise in ihr Gegenteil verkehrt. Ich untersuche zuerst die neue Immigrationspolit i k und an zweiter Stelle die neue Bodenpolitik, will aber von Ausführungen über die neue Interpretation des Mandates absehen,da dieses zu einer langwierigen Auseinandersetzung führen würde. Auf Seite 7 des Weißbuches ist ausgesprochen, daß bei Abschätzung der Aufnahmefähigkeit Palästinas zu einem gegebenen Zeitpunkt stets arabische sowohl wie jüdische Arbeitslosigkeit für die Bestimmung der zulässigen Immigrationsrate in Betracht gezogen werden soll. Im Widerspruch mit dem im Weißbuch vom Jahre 1922 ausgesprochenen Grundsatz soll jüdische Einwanderung beschränkt werden, nicht weil sie Arbeitslosigkeit verursachen mag, sondern wenn immer Arbeitslosigkeit unter den Arabern besteht. Diese subtile Aenderung bedeutet mehr als die Auferlegung neuer und ungerechtfertigter Beschränkungen für den Zustrom von jüdischen Immigranten. Jüdisches Kapital wird nach Palästina importiert in erster Linie, um jüdische Immigranten zu beschattigen; es wird nicht nach Palästina gehen, ja m arbeitslose Araber mit Beschäftigung zu versorgen. Sir John Hope Simpson hat diese Zusammenhänge verstanden und ebenso ihre Wirkung auf arabische Arbeitslosigkeit, während sich im Weißbuch keine Erwähnung nachstehenden, von Hope Simpson gemachten Vorbehaltes findet: Es ist offenbar von keinem Vorteilfür den arbeitslosen Araber, daß jüdisches Kapital von dem »Zustrom in das Land abgehalten werden sollte. Der arbeitslose Araber befindet sich in keiner schlechteren Lage durch den Import von jüdischen Arbeitern, zur Ausführung von Arbeiten in Ralästina, für die infolge des gleichzeitige« Zuflusses voaiüdischein Kapital 4‘e nhaizfeleli Mittel vorhanden sind. In Wahrheit befindet sich der Araber sogar in e I n e r b e s s eren Position, weil die Verausgabung dieses Kapitals für Löhne, die jüdischen Arbeitern gezahlt werden, letzten Endes zu einer Nachfrage nach Dienstleistungen eines Tdiles der arabischen Arbeitslosen führen wird. Sir John Hope Simpson äußert fernerhin eine Warnung gegen die Möglichkeit, daß arabische Arbeitslosigkeit als ein ״politischer Schachzug“ gebraucht wird: Arabische Politiker sind schlau genug, um sofort zu begreifen, daß sich ihnen eine leichte Methode bietet, um die ihnen radikal verhaßte Einwanderung zu blockieren, und es werden wahrscheinlich Versuche gemacht werden, um die Liste arabischer Arbeitsloser mit Namen künstlich aufzufüllen, die sich auf der Liste nicht befinden sollten. Aber das Weißbuch überhebt solche Politiker der Mühe, die Ziffern künstlich zu infiationieren. Um ״eine Verbesserung in den gegenseitigen Beziehungen der beiden Nationen“ herbeizuführen, soll jüdische Immigration jetzt eingeschränkt werden, solange (wie es tatsächlich der Fall ist), unter der arabischen Bevölkerung der Verdacht weit verbreitet ist, daß die Ökonomische Depression, unter der sie gegenwärtig zweifellos leidet, in hohem Maße eine Folge exzessiver jüdischer Immigration ist, und solange einige Gründe gegeben sind, die in plausibler Weise herangezogen werden können, um diesen Verdacht als wohl begründet erscheinen zu lassen. Auf diese Weise sollen also jüdische Rechte vor arabischen Annahmen zurücktreten, wenn diese nur ״plausibel dargestellt? werden können. Daß die gegenwärtige wirtschaftliche Depression ein Ergebnis übermäßiger jüdischer Einwanderung ist, scheint das Weißbuch selbst implicite anzunehmen, da es immer wieder auf die Immigration als den entscheidend bestimmenden Faktor für den palästinensischen Arbeitsmarkt zurückkommt, dabei aber andere Faktoren völlig außer acht läßt. Sir John Hope Simpsons Darlegung, nach welcher ״die Entwicklung, die der jüdischen Immigration während der letzten neun Jahre folgte, zusätzliche Arbeitsgelegenheiten für arabische Arbeiter geschaffen hat“, und daß es ״nur angemessen ist zu folgern, daß die durch die neu hinzugekommenen jüdischen Arbeiter verursachte Konkurrenz durch diese vermehrten Arbeitsgelegenheiten aufgewogelTVird“, wird nicht wiedergegeben. Keine Erwähnung wird getan des katastrophalen in der ganzen Welt verbreiteten Falles in dem Preis landwirtschaftlicher Prod u k t e. Kein Wort wird gesagt über den arabischen Boykott in Palästina und die Boykottpropaganda in den benachbarten Ländern und über ihre Wirkung auf den palästinensischen Handel und die Beschäftigungslage. Ebenso bleiben zahlreiche andere von Sir John Hope Simpson ausdrücklieh erwähnte Faktoren außer acht (die Befreiung der Bevölkerung von der Dienstpflicht in der türkischen Armee, die Ersetzung primitiver durch moderne Transportmittel usw.). Ich schließe diesen Abschnitt mit einem Wort über die Art, wie die Regierung ״zeitweise“ Beschäftigung in ihrer Beziehung zur jüdischen Einwanderung behandelt. Bei der organischen Entwicklung irgendeines Landes bildet eine kontinuierliche Aufeinanderfolge zeitweiliger# Arbeiten (wie z. B. Häuserbau, Trockenlegung von Sümpfen, Aufforstung usw.) eine dauerndeQuellederArbeit. Das Weißbuch warnt dagegen davor, daß bei Abschätzung der Aufnahmefähigkeit Palästinas für solche Bedürfnisse Spielraum gelassen wird. (Fortsetzung auf Seite 2.) Die Quelle unserer Kraft In dem Aufruf der Zionistischen Exekutive zum diesjährigen Balfour-Tage lautet die für Zionisten eindrucksvollste Stelle: ״Aber nicht auf andere, wie wertvoll auch immer ihre Hilfe ist, auf uns selbst in erster Linie kommt es an in unserer Arbeit. Die Entschlossenheit des Volkes, die starke Organisation, deren Grund vor Jahrzehnten von dem ersten Zionistenkongreß gelegt worden ist, hat die Welt auf die Stimme des jüdischen Volkes hören lassen. Diese Organisation stark und schlagkräftig zu erhalten, ist jetzt nach den neuesten Angriffen auf uns notwendiger denn je. Macht sie stärker, mächtiger! Jeder werbe neue Genossen! Der Kongreß, den wir zusammenrufen, muß machtvoll den ungebrochenen Willen des zerstreuten, aber in seiner Treue zu Zion geeinten Volkes zeigen. Hunderttausende von neuen Zionisten müssen ihre Delegierten zu dieser Tagung entsenden. Tut Eure Pflicht gegenüber der Organisation!“ Man kann wohl kaum einfacher und nachdrücklicher diesen Forderungen Ausdruck geben, als es die Zionistische Exekutive getan hat. Alles kommt jetzt auf uns selbst an. Wir haben im Laufe der letzten Jahre in zahlreichen Aufsätzen zu den verschiedensten aktuellen Problemen der zionistischen Politik immer wieder darauf hingewiesen, daß Urgrund aller unserer Möglichkeiten und Basis für jeden Erfolg beim Aufbau Palästinas, bei der Erringung der Unterstützung von Faktoren innerhalb und außerhalb des Judentums die organisierte Kraft der Zionisten, die Zusammenfassung des jüdischen Volkes ist. Nur diejenige Organisation und das Volk erleiden Schiffbruch, die sich selbst aufgegeben haben und nicht genügend Energien aufbringen, um sich zu behaupten. Schicksalsschläge und ungünstige Konstellationen wirken auf die Schwachen zermürbend und zerstörend, auf die innerlich Starken, in ihrem Bewußtsein Gefestigten, ihrer :Sache Sicheren aber wirken Zwischenfälle ungünstiger Art an feuernd und belebend. Die -ZI0ni»§8eh#-'©rg1#l• sation hat im Laufe der letzten 30 Jahre Glück und Unglück erlebt und viele Prüfungen überstanden. Sie hat sich in dieser Zeit bewährt und wenn die Gegner des Zionis» mus, die jüdischen und nichtjüdischen, frohlockend gerufen haben, ״nun ist das Ende des Zionismus gekommen“, ״nun müssen die Zionisten ihr Werk liquidieren“, gerade in solchen Zeiten war die zionistische Antwort: Erst recht! Die Kraft zu einem derartigen Verhalten kam uns stets aus den unversiegbaren jüdischen Energien, die in bewußtester, klarster Erscheinungsform im zionistischen Wollen kristallisiert sind. Die Stärkung der Organisation bezieht sich auf den Gesamtzionismus und auf die zionistischen Verbände in den einzelnen Ländern. Mit Genugtuung stellen wir fest, daß wir seit Tagen aus allen Teilen Deutschlands von Ortsgruppen und einzelnen Gesinnungsgenossen Briefe bekontmen, in denen eine Verstärkung der zionistischen Arbeit gefordert wird und in welchen eine erhöhte Opferbereitschaft für die Organisation und für das Palästinawerk zum Ausdruck kommt. Wir haben in den letzten Jahren, mit den praktischen Aufgaben des Palästinaaufbaus beschäftigt, mit Arbeiten in den verschiedenen Sonderinst!- tuten und Sonderorganisationen, die aus dem Zionismus hervorgegangen sind, überhäuft, oft daran vergessen, daß die Mutter all dieser Sonderinstitutionen und Sonderzwecke die Zionistische Organisation ist. Diese glich, um ein Wort Dr. Weizmanns zu wiederholen, einer Nadel, welche für alle Welt Kleider näht, selbst aber nackt und bloß ist. Im gegenwärtigen Augenblick, da sich auf unserem Wege Schwierigkeiten türmen, da die offenen und versteckten Gegner des Zionismus Morgenluft wittern und zu konzentrischen Angriffen auf die zionistische Bewegung übergehen, ist es notwendig, daß wir in erster Linie an die Organisation denken. Sie ist der Rahmen, in dem alle anderen bedeutenden Aufgaben unserer Bewegung Platz finden. Sie ist die Quelle aller Anregungen für die großartigen Leistungen, welche in den letzten Jahrzehnten die Struktur der jüdischen Gesamtheit umgeformt haben. Sie ist das Bindemittel der zahlreichen Kultur-, Jugend-, Wirtschafts- und anderen Verbände, in denen in so großartiger Weise der Königsgedanke der jüdischen Selbsthilfe sich äußert. Darum halten wir es in den nächsten Tagen und Wochen für oberste Pflicht aller Zionisten, zuerst der Organisation zu gedenken. Kaufet den Schekel! Leistet und verdoppelt die Steuer für Eure Organisation! Haltet die Waffen der Organisation scharf! Mit ihr und in ihr werden wir uns gegen eine Welt von Gegnern zu behaupten vermögen. Ohne sie aber sind wir den Angriffen von allen Seiten schutzlos ausgeliefert. m. w.

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