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Jüdische Rundschau · 1930-09-26 · Heft 76 (26.9.1930) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 76 (26.9.1930)
Date
1930-09-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Brief aus Rumänien Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldtnark. femUndsaborniements wurden in der Währung der einzelnen Linder berechnet «*zeieenpreis: *< ee»p. Nonpareille**!!« 0,50 G.-M Stellengesuche 0,25 G.-M Redaktion Verlag und Anzeigen •Verwaltung: Jüdische Rundschau G.ta.b.FL, BerlmWlS, Meinekestr.lO Telephon: J1 Bismarck 7165-70. AaseigeaschtaB: Dienstag «ad Fraitag nachmittags 4 Uhr Poataeheck-Kenten: Berlin 17392, Basel V 9355, Belgrad 68032. ®׳Ossel 394 33, Budape« 59693. Danjj* 1973, Haag 140470. Prag »4 10 Riga 4155, Straaaburg 164 30, Warschau 1907!», Wien «6030. Bank-Konten: Darmstädter und Niöonalbank, Depotilen-Kasse Berlin, Ktmümsndaznm 52; Banca de Hat, Cemeuti (Rumänien); Anglo Palestine Co. in Haifa, Teruselem, Tel ״Aviv. Nummer 76 | Berlin, 26. IX. 1930 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. ד תשרי• תרצ״א | xxxv. Jahr* Der Zionismus erstrebt für das indische Volk die Schaltung einer Öffentlich rechtlich gesicherten Helmstitte In Palästina. ״Baseler Programm.*• ANSkling der PalMliateballt In der sechsten Völkerbunds - Kommission K-y, Genf, 22. September 1930. In der sechsten Kommission der Völkerbundsversammlung kam es — wie wir bereits vorausgesagt haben — zu keiner größeren Debatte, weder über die Mandatsfrage im allgemeinen noch über Palästina im besonderen. Das Wort ergriffen fast ausschließlich die Vertreter der verschiedenen Mandatarmächte. Sie alle sparten nicht an Komplimenten für die Ständige Mandatskommission, ihren Takt, Eifer und ihre Gründlichkeit. Der Vertreter Großbritanniens, der bekannte Labourmann Buxton, wetteiferte hierin siegreich mit allen anderen und erging sich in seiner langen Rede in Lobgesängen zu Ehren des Mandatssystems und der Ständigen Mandatskommission. ״Der britischen Regierung“, sagte er, ״mangelte es niemals an Respekt für die Ständige Mandatskommission und sie unterstützte immer die Grundsätze, für welche letztere kämpfte, ganz besonders den Grundsatz der internationalen Verantwortung des Mandatars.“ Als Beispiel hierfür erinnerte Buxton an die Erklärung Hendersons vor dem Völkerbundsrate, anläßlich der Annahme des Palästinaberichtes, daß ״die Kommission nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht hat, die Mandatarmacht zu kritisieren“. Gleichzeitig erklärte sich Herr Buxton — der zu wiederholten Malen unterstrich, daß er nicht nur im Namen der britischen Regierung, sondern auch im Namen der Labour Party spräche — als warmer Anhänger der stufenweisen Ausdehnung des Mandatssystems aut alle Kolonien. Was letzteren Punkt anbetrifft, klang seine Sprache sicher angenehmer in den Ohren seiner sozialistischen Kameraden, als in denen der Regierungsvertreter anderer Kolonialmächte. ... Die Vertreter Italiens und Frankreichs kamen in ihren kurzen Ansprachen auch auf Palästina zu spre- Weltkongreß für das arbeitende Palästina Die Tagesordnung Sonnabend, den 27. 9., abends 19,30 Uhr. (Sitzungssaal des ehemaligen preußischen Herrenhauses, Leipziger Straße 3.) 1. Eröffnung: D. Ben-Gurion. 2. BegrüBungsansprachen: Eduard Bernstein, J. Sassenbach (Generalsekretär der Amsterdamer Gewerbschaftsinternationale), Dir. Donau (Internationales Arbeitsamt, Genf), Jean Longuet, Alexander Knoll (Allgemeiner deutscher Gewerkschaftsbund). 3. Völkerbund und Palästina-Mandat: Abg. Louis Pierard (Brüssel). 1. Die jüdische Arbeiterschaft und Palästina: Abr. Shipliakof (New York). S o n n t a g, den 28. 9., 9,30 Uhr, vormittags (großer Saal der Loge, Kleiststr. 10). 5. Wahl des Kongreßpräsidiums und der Kommissionen. 6. Die soziale Struktur des jüdischen Volkes: Dr. Arthur Ruppin. 7. Das jüdische Wanderungsproblem: M. Eretn. 8. Die jüdische Arbeiterbewegung in der Diaspora: Salman Rubaschow. 9. Das Arbeiterwerk in Palästina; B. Kaznelson. Sonntag, den 28. 9., 3 Uhr nachmittags. 10. Die zionistische Bewegung und die jüdische Arbeiterschaft: J. Sprinzak. Diskussion. Montag, den 29. 9., 9 Uhr vormittags. 11. Die Aufnahmefähigkeit Palästinas: S. Kaplansky. 12. Die jüdische Kolonisation in Palästina und die Araber: Dr. Arthur Ruppin. 13. England und Palästina: Abg. Cecil Malone (London). 14. Unsere Beziehung zum arabischen Volke und zur Mandatarmacht: D. Ben-Gurion. Diskussion. Montag, den 29. 9., 3 Uhr nachmittags. Fortsetzung der Diskussion. Dienstag, den 30. 9., 9 Uhr vormittags. 13. Die Weltliga für das arbeitende Palästina: E. Kaplan. 16. Die Aufgaben der Liga in Westeuropa: Fritz Naphtali. 17. Das osteuropäische Judentum und das arbeitende Palästina: W. Latzki- Bartoldi (Riga). 18. Die jüdische Arbeiterschaft in Amerika und Palästina: A. Hamlin. 19. Die Jugend und das arbeitende Palästina. Diskussion. Dienstag, den 30. 9., 3 Uhr nachm. Fortsetzung der Diskussion. 20. Resolutionen und Wahlen. Am Sonntag, dem 28. 9., abends 8,15 Uhr, Vorstellung der Habima: Uriel Acosta, im Theater am Nöllen dorfplatz, lnhaber von Gast-, Delegierten- und Permanenzkarten erhalten 50 Prozent Sondervergünstigung. Dienstag, den 30. 9., haben Inhaber von Gast-, Delegierten- und Permanenzkärten Sonder- Vergünstigung zur Vorstellung ״Feuer aus den Kesseln“ im Theater am Schiffbauerdamm. Montag, den 29. 9., abends 8 Uhr, im großen Saal der Spichernsäle, Spichernstr. (Untergrundbahnhof Nürnberger PL). Internationale sozialistische Kundgebung anläßlich des I. Kongresses für das arbeitende Palästina. Ansprachen von internationalen sozialistischen Führern und Vertretem der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina, Amerika, Ost- und Westeuropa. Eintrittskarten zu 1 M. und 0,50 M. in den Kongreßbüros, Auguststr. 17, Kleiststr. 10. Permanenzkarten zum Preise von 5 M. werden nur bis Sonnabend mittag ausgegeben. Einzelkarten zur Eröffnung zum Preise von 1,50 und 2,50 M. am Sohnabend nachmittag im Kongteßbüro. Delegierte und Gäste melden sich sofort nach ihrem Eintreffen in Berlin im Kongreßbüro, Auguststr. 17, Sonnabend ab 7 Uhr im Herrenhause, Leipziger Str. 3. Von Sonntag, den 28, September vormittags, wird das Koogreßbüro in der Loge, Kleiststr. 10, amtieren. . chen und gaben ihrer Genugtuung Ausdruck, daß die Palästinafrage eine zufriedenstellende Regelung vor dem Völkerbundsrate gefunden hat. Beide machten hierbei eine sanfte Anspielung auf das Interesse und die ״historischen Erinnerungen“ ihrer Länder für die Heiligen Stätten in Palästina. Der Vertreter Deutschlands, Herr Koch-Weser, erklärte sich ebenfalls zufrieden mit der Regelung der Palästinafrage durch den Völkerbundrat und beglückwünschte Groß- Britannien, diese Regelung durch die von seinem Außenminister im Rate abgegebene Erklärung erleichtert zu haben. Er drückte hierbei die Hoffnung aus, daß die Aussprachen in der Mandatskommission und im Rate des Völkerbundes dazu dienen werden, die für das allgemeine Wohl ״so begehrenswerte Synthese“ zwischen den gerechten Forderungen und Bedürfnissen beider Teile der Bevölkerung Palästinas zu verwirklichen. Der Vertreter Polens schloß sich in der Bewertung der Arbeit der Ständigen Mandatskommission seinen Vorrednern an und erinnerte bei dieser Gelegenheit an die engen Interessen, die einen großen Teil der Bevölkerung Polens mit dem jüdischen Teil der Bevölkerung Palästinas verbinden. Die polnische Regierung, sagte er, verfolgt mit Aufmerksamkeit die Ereignisse in diesem Lande und sie hofft, daß in Zukunft sich kein Hindernis der Entwicklung des Jüdischen Nationalheimes und der Sicherung des Wohles aller Teile der Bevölkerung des Landes in den Weg stellen wird. Als keine anderen Redner mehr sich zu Worte meldeten, bestellte die Kommission den Vertreter Finnlands — dies wohl als Zeichen ihrer stillen Anerkennung für die von Herrn Procopd als gewesenem Berichterstatter für Mandatsfragen im Rate geleistete Arbeit — zu ihrem Berichterstatter auf der Vollversammlung. Aus den Nachrichten, die das?entralbüro des All weltlichen Kongresses bis zum 20. September erhalten hat, ist zu ersehen, daß in deji europäischen Ländern bereits über 150000 Kongreßkarten verkauft sind. Davon entfallen allein auf Polen gemäß den bis zum 17. September eingegangenen Geldern 80 000 Karten. Colonel Cecil Malone, einer der führenden Abgeordneten der Labour Party, wird am Kongreß für das arbeitende Palästina teilnehmen. Er wird über England und das Palästinamandat berichten. Mit ihm kommt seine Frau, die als Freundin des arbeitenden Palästinas aktiv tätig ist. Sie war eine Zeit- Jang Mitglied des politischen Büros der Poale Zion in London. Frau Malone wird auf der öffentlichen sozialistischen Kundgebung für das arbeitende Palästina, die im Zusammenhang mit dem Kongreß statt findet, sprechen. In Polen fanden die Wahlen zum Weltkongreß für das arbeitende Palästina in den meisten Städten am 17, September statt, in den größeren Städten am 21. September, ln Belgien fanden die Wahlen am 17., in Litauen und Rumänien am 21., in Estland am 21. September statt. In der Tsch e■ c 11 o s 1 o w a k e i waren 4000 Wahlberechtigte, davon entfielen auf den Haschomer Hazair 1200 Stimmen, Poale Zion IOOO, Liga für das arbeitende Palästina 900 und aut den Jugendbund Techeleth Lau an (Blamveiß) 900 Stimmen. Von den anderen Ländern sind die Wahlresultate noch nicht bekannt. T e I - A w i w , 19. September. (J. T. A.) Die Delegation jüdisch-amerikanischer Arbeiter, die eine Zeitlang in Palästina geweilt hat, hat am 17. September die Reise nach Berlin angetreten, wo sie an dem Kongreß für das arbeitende Palästina teilnehmen wird. 259 Vertreter jüdischer Organisationen haben sich von der Delegation bei ihrer Abreise verabschiedet. Anläßlich des Kongresses für das arbeitende Palästina und der Wcltkonferenz des Hechaluz ist das Büro des Heclialuz von Donnerstag, den 25. d. M-, nachmittags, bis zum 5. Oktober inkl. geschlossen. Die Chawerim des Merkas sind in dringenden Angelegenheiten bis zum 30. September in den Sitzungen des Kongresses für das arbeitende Palästina und vom 2. bis 5. Oktober in den Sitzungen der Wcltkonferenz des Hechaluz zu erreichen. Das Bevölkerungsproblem in Palästina Immer wieder taucht in zionistischen Kreisen die angstvolle Vorstellung auf: Wenn wir nicht jetzt, sofort, schnell eine jüdische Mehrheit in Palästina erreichen, werden wir von der arabischen Masse hoffnungslos überflügelt und für alle Zukunft erdrückt werden. Die starke natürliche Vermehrung der Araber kann nur durch eine gewaltige und rapide jüdische Einwanderung wettgcmacht werden; gelingt uns das nicht, und zwar von jetzt an, so sind wir verloren. Wäre das richtig, so stände es verzweifelt um unser Werk. Denn um eine solche ״große“ Einwanderung zu erzielen (es müßte sich um eine jährliche Zahl zwischen 50000 und 1(M)000 handeln), wären zwei Vorbedingungen unerläßlifh: eine Vervielfachung unserer Kräfte, und eine eifrige Förderung einer solchen Einwanderungspolitik durch die englische Mandatsregierung. Auf beides aber haben wir nicht zu rechnen. Warten wir nicht auf Wunder! Sehen wir lieber einmal die Dinge ganz klar so, wie sie wirklich sind, und ziehen wir nur solche Faktoren in Betracht, deren Ablauf wir übersehen können. Es hat keinen Sinn, daß wir uns durch Wunschträume betäuben, es hat aber auch keinen Sinn, daß wir uns durch Angstträume lähmen. Bevölkerung ist ein lebender, fließender Begriff, und alles kommt darauf an, die Entwicklungstendenz der Bevölkerung, die Bevölkerungsbewegung, richtig zu erkennen und zu deuten. Nach der offiziellen Schätzung (eine exakte Zählung konnte bisher in Palästina nie durchgeführt werden) gab es in Palästina im Jahre 1920 an ansässiger Bevölkerung etwa: 65 000 Juden, 530000 Araber (Christen und Mohammedaner*). Das Verhältnis der Juden zu den Arabern war also 1:8,2. Für das Jahr 1930 ergeben die zuverlässigsten Schätzungen: 180 000 Juden, 670 000 Araber. Jfitzt» mci1..:tehB. jstae% M4-׳m~H«fc&Uais ״**׳dsc■•• Arabern 1:3,72. Da die Araber keine Zuwanderung haben, ist ihr Wachs? tum nur auf ihre natürliche Vermehrung zurückzuführen. Diese betrug in zehn Jahren 26,4 ״/<*. Das macht im Durchschnitt des Jahres (da der' Zuschlag sich immer wieder mitvermehrt) etwa 2,4 0'״. In diesen zehn Jahren betrug die jüdische Einwanderung (nach Abzug der Abwanderung) etwa 98 000 Seelen. Die natürliche Vermehrung nach Abzug der Einwanderung war also in den zehn Jahren 17 000 Seelen, d. h. 26,2 °/0, pro Jahr also ebenfalls etwa 2,4 0,״. Juden und Araber haben also die gleiche natürliche Vermehrung von etwa 2y'2 0,'o pro Jahr Diese für die meisten von uns überraschende Erscheinung wird verständlich, wenn wir bei beiden Nationen die Bevölkerungsbewegung der letzten Jahre . genauer betrachten. Auf 1000 Einwohner hatten die Araber pro Jahr etwa: Lebendgeborene 54 Todesfälle 30 Uebersehuß 24, d. h. 2,4 0״ pro Jahr. Die Juden hatten: Lebendgeborene Todesfälle Uebersehuß Also: Die Araber haben weit mehr Geburten, aber auch weit mehr Todesfälle ah die Juden. Der Uebersehuß ist bei beiden ungefähr gleich. Für die nächste Zeit ist keine wesentliche Aendcrung dieser Verhältnisse zu erd. h. 2,3 0■״ pro Jahr. Präsident Hoover a■ die amerikanischen Juden Washington, 19. September. (J. T. A.) Anläßlich des bevorstehenden Rosch-Haschanah-Festes hat Präsident Hoover durch die JTA. nachstehende Botschaft an die amerikanische Judenheit erlassen: Ich sende der loyalen und dem Staate ergebenen jüdischen Bevölkerung, die in den nächsten Tagen das Rosch-Haschanah- Fest feiern wird, meine herzlichen Glückwünsche. Das jüdische Volk hat durch zahllose unschätzbare Werke zum menschlichen Fortschritt beigetragen, unter diesen Werken ist ihr Beitrag zum geistigen Leben der Menschheit der bedeutendste. Alle Mitbürger ohne Unterschied von Stammes- und Glaubenszugehörigkeit vereinigen sich, um den Juden anläßlich des jüdischen Neujahrsfestes ihre freundschaftliche Gesinnung und ihre Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. warten. Die Geburtenziffer der Juden sinkt nicht, solange eine Einwanderung junger Lgute ins Land kommt, dagegen ist ein gewisses Sinken ihrer Sterbeziffer mit Verbesserung der hygienischen Verhältnisse, insbesondere der Säuglingsfiirsorge, zu erwarten. Bei den Arabern wird vielleicht ebenfalls die Sterbeziffer etwas sinken, doch wird es noch sehr lange dauern, bis die Hygiene ihre ländliche Masse erfaßt. Gleichzeitig aber sinkt auch ihre Geburtenziffer etwas, besonders in den Städten. Wir können daher ohne großen Fehler annehmen, daß auch fü r die nächste Zukunft beide Völker eine natürliehe Vermehrung vor! etwa 2(3 ׳״<> pro Jahr haben werden. Nun die wichtigste Frage: Wie gestaltet sich das Bcvölkerungsproblein für die nächsten zwanzig Jahre? Die Einwanderung der Juden betrug in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 10000 pro Jahr. Wir können hoffen, diese Zahl auch weiter aufrechtzuerhalten. Unter dieser Voraussetzung sind die Zahlen der beiden Völker: 1920 1930 1940 1930 Juden 65 000 180 000 335 000 530 000 Araber 530 000 670 000 850 000 1 075 000 Verhältnis;8,2 3,72 2,54 2,03 Die Palestine Potash Company hat soeben mit der Errichtung einer chemischen Fabrik am Ufer des Toten Meeres begonnen. In der Fabrik sollen die Mineralien, die im Toten Meere gefunden werden, verarbeitet werden. Zunächst soll ein Flügel des projektierten Gebäudes erbaut werden. Beim Fortbestehen der heutigen Verhältnisse in Vermehrung und Einwanderung würden in zwanzig Jahren die Juden in Palästina die Hälfte der arabischen Ziffer erreichen. Nehmen wir nun einmal an, es gelänge uns durch besondere Anstrengung, die Einwanderungszahl auf 15 000 pro *) Dazu etwa 12000 Drusen, Hindus, persische Behai, christüchc Europäer usw.

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