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Jüdische Rundschau · 1930-09-05 · Heft 70 (5.9.1930) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 70 (5.9.1930)
Date
1930-09-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 70, 5. IX. 1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 403 Die neue Mädchenvolksschule der Jüdischen Gemeinde Vor einigen Jahren übernahm die Jüd. Gemeinde zu ihren bereits bestellenden Schulen die Schule des Jüdischen Schul- Vereins in der Rykestraße und vereinigte sie mit der ״Talmud- Thora-Schule“ in der Linienstraße. Baud wurde die Errichtung eines neuen Schulhauses notwendig. In der Gegend dichtester jüdischer Bevölkerung — neben dem alten Krankenhause in der Auguststraße — erstand in ganz kurzer Zeit das neue Haus für die Mädchen-Volksschule. Die Gesamtkosten betragen bis jetzt etwa 600000 RM. Die Einweihungsfeier fand am 31. August statt. Zunächst schlug Rabbiner Dr. Warschauer mit dem traditionellen Segensspruch die Mesusah an die Pfosten des Haustores und hielt alsdann nach hebräischem und deutschem Knabenchorgesang in der Aula die Festrede. Gemeindebaumeister Beer schildert die Einzelheiten des Baues: Maßgebend waren die Grundsätze modernster Architektur und Pädagogik, Seit April 1030 sind schon acht Klassen in Benutzung* Die Ge- Samtkapazität beträgt 14 Klassen für 550 Schülerinnen. Der Schuldezernent im Gerneindevorstande, R.-A. Dr. Köllenscher, führte aus: Seit mehr als zehn Jahren unterhält unsere Gemeinde neben ihren religiösen Bildungsstätten auch allgemeine Schulen. Unter der Herrschaft des Landrechts, der alten preußischen Verfassung, des Judengesetzes von 1847, des Volksschul-Unterhaltungsgesetzes, dek Weimarer Reichsverfassung — bei allem Wandel der Anschauung« der uns umgebenden Welt und innerhalb der Judenheit war in unserer Gemeinde die j Q - dische Schule stets der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht. Wir machen von dem verfassungsmäßigen Recht, öffentliehe jüdische Volksschulen zu verlangen, keinen Gebrauch, so* lange wir nicht die Gewißheit haben, daß dadurch nicht ein Zwang auf Erziehungsberechtigte ausgeübt werden könnte, unabhängig von ihren eigenen wünschen, ihre Kinder in jüdisehe Volksschulen schicken zu müssen. Trotzdem können wir mit Genugtuung feststellen, daß unsere Schulen sich ohne jeden gesetzlichen und verwaltungsmäßigen Zwang, lediglich basierend auf Freiwilligkeit, einer immer steigenden Beliebtheit in unserer Gemeinde erfreut. Unser Volksschulwesen ist drei Jahre alt und schon werden unsere Volksschulen von 1200 Kindern besucht. Weit mehr als 100 Kindern konnten sich die Pforten unserer Schulen nicht öffnen. Diese Tatsache bedeutet den vollen Sieg der jüdischen Schule für die Gegenwart. Wir unterstellen uns gern und freudig der Kontrolle der Staatsgewalt und der Oeffentlichkeit. In der deutschen Mutterspräche empfangen unsere Schüler den Unterricht. Das deut* sehe Kulturgut nehmen sie in sich auf, zum Leben in der deut* sehen Heimat, in ihrem staatlichen Verband, in ihrem geistigen Leben, in ihrer Wirtschaft, in ihrer sozialen Verfassung. Wir geloben auch, daß wir den Artikel 148 der Verfassung in unseren Anstalten zur Wahrheit zu machen uns bestreben, den Artikel 148, der besagt, daß in allen Schulen die sittliche Bildung, staats* bürgerliche Gesinnung, persönliche und berufliche Tüchtigkeit im Geiste des deutschen Volkstums und der Völkerversöhnung zu erstreben ist. So wollen wir unsere Jugend erziehen. Die Wünsche der Repräsentantenversammlung der Jüdisehen Gemeinde überbrachte ihr Stellvertreter, R.-A. Dr. Alfred Klee, der ungefähr ausführte: Das jüdische Schul werk in Ber* lin, an deren Anfang die leuchtende Gestalt Leopold Zunz’ stand, hat nie die Tendenz gehabt und hat nie die Tendenz haben wollen, sich zu verengen, ״ins Ghetto zurückzuführen“. Es dient dem Gedanken der Harmonisierung des modernen jüdischen Menschen, der Erhaltung der jüdischen Tradition und Eigenart und dient in gleicher Weise dazu, die jüdische Jugend auf die Höhe westeuropäischer Allgemeinbildung zu führen. Unsere ganze Aufmerksamkeit haben wir auch dem Lehrerstande zuzuwenden, denn nur von einem wirtschaftlich gesicherten Lehrerstand können wir Höchstleistungen fordern und so müssen wir unablässig für sein Wohl und Wehe Sorge fragen. Die Schulleiterln, Fr!. Kaphan, gibt einen Ueberblick über Entstehung und Arbeit der Schule, die schon vier Jahränge mit 320 Schülerinnen hat. Es folgen Vorträge von chülern und Schülerinnen der anderen jüdischen Schulen Berlins, die die Glückwünsche für das neue jüdische Zentrum enthalten. Oberregierungsrat Günther übermittelt in besonders herzlichen Worten die Wünsche des Provinzialschulkollegiums, Oberschulrat Fischer die der städtischen Schulverwaltung. Schulrat Trolle, Dezernent für das Privat- Schulwesen im Provinzialschulkollegium, gedenkt mit besonderer Wärme der angenehmen Zusammenarbeit mit den für das jüdische Erziehungsideal wirkenden Führern der Gemeinde und rühmt das stets erwiesene Verständnis von Gemeinde und Lehrern für die Erfordernisse der Schulaufsicht. Nach Ansprachen von Vertretern der Lehrerkollegien der anderen Schulen der Gemeinde findet die Feier ihren Abschluß in Volksliedern und Psalmgesang der Knaben- und Mädchen-Schulchöre. An die Feier schließt sich eine Besichtigung des Hauses an: Die Klassen haben keine Bänke mehr, sondern Tische und Stühle, die sich in Hufeisenform an den Wänden entlang ziehen. Auf den Fluren steht unter Glas reichhaltiges naturwissenschaftliches Anschauungsmaterial. In der Turnhalte sind zahlreiche Geräte zwecks Raumersparnis teils versenkbar, teils in die Wände einzuschieben. Der Halle vorgelagert sind Räume für Fuß- und Brausebäder. Neben der Schule befindet sich in den früheren Krankenhauswirtschaftsräumen seit wenigen Tagen die Haushaltungsschule, die nun der neuen Schule angegliedert ist, aber auch schulentlassenen Mädchen und Frauen offen steht. Jüdische Lehrerkonferenz. Nach mehrtägigen Verhandlngen wurde die Landeskonferenz der palästinensischen Lehrer am 21. August,geschlossen. Unter den Resolutionen, die pädagogische und organisatorische Fragen behandeln, ist besonders eine bemerkenswert, die sich gegen Veränderungen in der Leitung und Kompetenz des Erziehungswesens Im Lande ausspricht. Es heißt dort u. a., daß die Lehrerkonferenz mit allem Nachdruck aut der Forderung besteht, daß die J e w i s h Agency, die die Funktion der Zionistischen Organisation beim Aufbau des Landes übernommen hat, die Erziehungsarbeit als eine der Grundlagen des Kolonisationswerkes betrachtet und ihre Rechte als höchste Instanz wahrt. Jede Aenderung, die diese grundsätzliche Stellung der Jewish Agency antastet — sei es durch die Loslösung des Er- Ziehungswesens aus dem Bereich der Jewish Agency oder durch eine künftige Kooperation der Jewish Agency mit der Knesseth Israel — wird abgelehnt. Rückkehr jüdischer Familien nach Hebron. Genau ein Jahr, nachdem das Massaker in Hebron stattgefunden hat, sind die ersten jüdischen Familien in diese Staat zurückgekehrt. Der erste jüdische Einwohner, der dorthin zurückkehrte, war Eh־. EI k a n e h, ein jüdischer Arzt, der auf spezielle Bitten und Bürgschaft Hebroner Araber seine Praxis wieder aufgenommen hat. 60 jemenitische Familien aus Jerusalem beabsichtigen in nächster Zeit nach Hebron zu übersiedeln. Von der Niederlassung jüdischer Familien in Hebron verspricht sich die Bevötkerung von Hebron im Hinblick auf die schwere wirtschaftliche Depression, die in der Stadt herrscht, eine Besserung und hat deshalb Schritte unternommen, um den Zuzug jüdischer Familien zu erleichtern, (Ziko.) BiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiinniiiiiiiaqnimiiiiiiHniiiHimiiiiuiiiiinniiHiiHimiiimiimwimimiiimmmimiww Zu Baolnn des Wintersemesters empfehlen wir allen hebräischen Sprachschulen und Kursen die Einführung des gllnzend bewehrten, von hebrBlschen Wissenschaftlern und Pädagogen aufs Beste begutachteten Lehrbuchs von DAVID JOSEF BORNSTEIN Einführung in das Hebräisch der Gegenwart Broschiert RM. 7,90, In Oenzlelnen g«l>. RM. zuzüglich RM.0,50 rar Porto und Verpackung- Ausland RM. 0,70. Lieferung erfolgt gogen Vorauszahlung oder per Nachnahme. Verlag und Alleinvertrieb: JÜDISCHE RUNDSCHAU G. M. B. H« Berlin W 19, MelnekeatraBe 10. Postscheck - Konto: 173IL Nur noch wenige Tage liegen die Wählerlisten zu den Wahlen der ״Repräsentanten- Versammlung der Jüdischen Gemeinde“ und des ״Landesverbandes“ aus. Es ist daher Pflicht eines Jeden, sofort festzustell«, ob er, seine Familienangehörigen und Bekannten in die Wählerliste aufgenommen sind. Achtet besonders auf weibliche Wahlberechtigte! Wahlberechtigt sind alle über 21 Jahre alten männlichen und weiblichen Juden Berlins. In- und Ausländer. Die Wählerlisten liegen aus im Büro der Jüdischen Gemeinde, Oranlenburger Str. 29, täglich von 9—3 Uhr, Sonntags von 9—12 Uhr. Wer iticlit In der Wählerliste steht» darf nicht wShlenl IMilllllllllBIIIMMlliyHIBWMilimMHHMIlllBaäiBIMIliSiWilili Vermischtes Jüdische Altershilfe Groß-Berlin E.V., Charlottenburg 2, Kantstr. 160. Bismarck 1221. Ein großer Teil der vom Verein betreuten Pefsonep hat zw« Teil Zimmer lemtehen* Der Verein bittet, bei Bedarf seine Vermittlung in.Anspruch zu nehme». ״Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend“ veranstaltet am Sonnabend, dem 13. September 1930, abends um 8Vs Uhr, im Beth Am ihren ersten Hebräischen Abend in diesem Semester. Die Eröffntgigsrede hält Nachum Levin, den Vortrag über ״Musik in Palästina“ mit danach folgender ״Offener Singstunde“ M. Rabinowitz aus Tel-Awiw. Es folgen künstlerische Darbietungen von J. Goland aus Tel-Awiw und den Chören des J. J. W. B. und des Rates. Gäste sind herzlich willkommen. — Am Montag, dem 8. September 1930, um 9 Uhr abends, findet 1m Jugendheim, Monbijouplatz 10, die Zusammenkunft des Chors statt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Volksbank Iwrla, c. G. m. b. H., Berlin W 8, Französische Str. 8, hat sich um die Vereinfachung des Geldverkehrs nach Palästina bemüht. Auf Grund abgeschlossener Verband- Jungen ist die Volksbank hvria heute imstande, auf einfachste, schnellste und billigste Art Ueberweisungen nach Palästina vorzunehmen. Die Beträge, die in Palästina ausgezahlt werden sollen, können hier in Reichsmark eingezahlt werden und der Gegenwert wird dann von palästinensischen Korrespondenten der Iwria in palästinensischer Währung ausgezahlt. Vor kurzem wurde Wer eine neue Organisation gegründet, die sich zur Aufgabe stellte, alle in Berlin lebenden, aus den ehemaligen russischen Provinzen stammenden und auf dem Boden des überlieferungstreuen Judentums stehenden Elemente zusammenzufassen. In der Gründungsversammlung betonte der Leiter, Herr Hoff mann, die Notwendigkeit dieser Organisation in sozialer, geistiger und religiöser Beziehung. Es wurde ein neunköpfiger provisorischer Vorstand gewählt, um die Sache in die Wege zu leiten. Die Generalversammlung findet am Sonntag, dem 7. September, 8 Uhr, in der Jüdischen Gemeinde, Rosenstraße 2-4, statt. — Anmeldungen und Anfragen sind zu richten an 1. Hoffmann, Wallner-Theater- Straße 4. Soeben erschien: Nr. 5 der Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau DoKumente zur Palästina• rontiK 1929-1980 Der Shaw-Bericht / Unsere Antwort aut den Shaw-Bericht / Politische Dokumente ★ Preis 1.—RM. zuzüglich 0.20 RM. für Porto und Verpackung (Ausland 0.25 RM.). Za beziehen nur gegen Vorein- Sendung des Betrages oder per Nachnahme. Lieferung nach dem Auslände erfolgt der hohen Nachnahmespesen wegen nur gegen Vorauszahlung. ״Jüdische Rundschau“ Berlin W IS / MeinekestraSe 10 Postscheck ן Konto: Berlin Nr. 17392 Arbeitsgemeinschaft für Zionistische Realpolitik. Am Montag, dem 8. September 1930, abends 81/3 Uhr, findet im Pschorr-Haus, Tauentzienstr, 13 (Ecke Rankesfr.), eine Versammlung der Arbeitsgemeinschaft für Zionistische Realpolitik statt. Thema: Bericht über die Sitzungen des Ak- Eons-Comitä und des Administrative Committee. Referenten: Dr. M. Bileski, Dr. Georg Landauer. Freunde der Arbeitsgemeinschaft sind als Gäste willkommen. Deutscher Landesverband ״HapoBI Hazai'r“. Die *,*«- deskonferenz des Deutschen Landesverbandes ״Hapoel- Hazair“ beginnt am 7. September 1930, vormittags 10 Uhr, im Beth Haan, Charlottenburg, Groimanstr. 36, und wird eröffnet durch das Referat von Chawer Georg Landauer über die Lage in der zionistischen Bewegung und die Politik des ״Hapoöl Hazair“ in Deutschland. Hieran schließt sich das Referat von Chawer Elieser Kaplan über die politische Lage. Die Nachmittagssitzung ist geschlossen. Frauenversammlung der Schomre Schabbos. Anläßlich des Weltkongresses der Schomre Schabbos fand am 26. August eine Frauenversammlung statt. Frau Lina Wagner-Tauber eröffnete den Abend und erteilte Frau Rabb. Dr. Hadassah L. Drachman, einer geborenen Amerikanerin, das Wort zu einem Referat über die ״Forderungen des Sabbath an die jüdische Frau“. Das Referat löste eine Diskussion unter de» Teilnehmern aus, an der sich besonders Frau Dr. E. Eschelbachcr, Berlin, Frau Galewski und Frau Schindler beteiligten, die alle die Forderungen der Referentin unterstrichen. Int Schlußwort regte Herr Reverend Dr. Drachman die Gründung einer Frauengruppe der Schomre Schabbos an. Die Anregung wurde sofort in die Tat umgesetzt. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Ein regelmäßiger Verkauf palästinensischer Handarbeiten (Kinderkleider, Sommerkleider und -blusen für Damen, Teegedecke, Buntstickereien, Barchesdecken, Mazzothtaschen), sowie Silbersachen findet an jedem Donnerstag, von 3 bis 6 Uhr, in der Wohnung von Frau Rechtsanwalt Cohn, Potsdamer Str. 99 (zwischen Kurfürsten- und Bülowstr.) statt. ״ORT“-Veranstaltung im Kaiserhof. Am 25. August d. J. fand im Gelben Saale des Hotel Kaiserhof ein Vortragsabend der ״ORT“-Gesellschaft, Abtlg. Deutschland, statt. Der erste Vortragsredner, der Vorsitzende des polnischen ״ORT“, Herr Dr. Silberfarb (Warschau), sprach über die furchtbare Notlage der polnischen Judenheit, insbesondere jener zahlreichen Klasse jüdischer Vermittler und Händler, denen durch die neuere ökonomische und politische Entwicklung Polens der wirtschaftliche Boden unter den Füßen entzogen wird. Berufliche Umschichtung, der Uebergang zum Handwerk und zur Landwirtschaft bilden für diese wirtschaftlich haltlos gewordenen Massen den einzigen Rettungsweg. Der ״ORT“ habe im Jahre 1929 für berufstechnische Ausbildung allein 100 000 Dollar verausgabt, wovon 60000 Dollar im Lande selbst aufgebracht wurden. Dr. Eisberg (New York) schilderte darauf seine Eindrücke, die er auf einer Reise durch Rußland von der dortigen ״ORT“-Arbeit unter den zahllosen ״Deklassiezten“ empfangen hat. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschecho- Slowakei. Unter diesem Titel erschien soeben im Jüdischen Buch- und Kunstverlag, Brünn, Rennergasse 20, das erste Heft dieser vom Herausgeber des Standardwerkes ״Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart“, Hugo Gold, unter Mitwirkung hervorragender Gelehrter des In- und Auslandes. — Die erste Nummer will, wie wir im Vor- Worte lesen können, alle Freunde jüdischer Geschichtsforschung zu gemeinsamer Arbeit heran ziehen und insbesondere die jüdisehe FamÜieaforschung pflegen. Die erste Nummer, welche In einem Umfange von •68 ,Seite!?'.erschien, enthält ׳.!. a.: Leopold Blau: Zur Geschichte der Juden In Neuern. — Hugo Gold: Beiträge zur Geschichte der Juden in Pirnitz. — Dr. h. M. Gelber: Die böhmisch-mährischen Juden und das napoleomische Sanbedrin. — Dr. Theodor Haas: Die Eigentumsverhältnässe der Juden an unbeweglichepi Besitz in varmärzlicher Zeit. — J. Polak Rokycana: Rozmital. — Dr. B. Wachstein: Biblio- 'י '״* Familienforschung. — Suchecke. — Namensdeutung. — Stammbäume. — Die Zeitschrift erscheint vorläufig vierteljährlich und ist durch den Verlag, sowie durch alle Buchhandlungen beziehbar. Der Abomnementpreis beträgt 7 M. ganzjährig. Neuer Band der ״Encyclopaedia Judaica". Von der in Berlin unter der Chefredaktion von Dr. Jakob Klatzkin und Prof. Dr. ismar Eibogen im Verlag ״Eschkol“ erscheinenden ״Encyclopaedia Judaica“ ist soeben der sechste Band (Drama — Gahmius) erschienen. Gleich den vorigen Bänden enthält auch Band VI eine Reihe van groß angelegten Monographien, darunter über ״Drama“, ״Druckwesen“, ״Ehe“, ״Emanzipation“, ״Emigration“, ״Engel“, ״Europa“, ״Finanz- und Bankwesen“, ״Frankfurt a. M.“ und ״Frankreich“. Der Band ist reich illustriert und mit zahlreichen Tabellen, darunter farbigen, und Tafeln (Ex librie, Estherrolle 1t. a.), sowie Noten und Landkarten ausgestattet. K.J.V. Bundesbruder, Apotheker, sucht rum 1. Oktober in Berlin oder Umgebung Stellung. Für Tierarzt wird Vertretung oder Assiatontenstelle gesucht. Bbr״ Gynäkologe und prakt. Arzt, sucht für September Vertretung. Niederlassungsmöglichkeit für gut ausgebildeten Kinderarzt möglichst in Berlin gesucht. Auskünfte erteilt das Präsidium dos K. J. V. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 5. September, abends : in allen Synagogen und Altersversorgungsanstalten: 6.45 Uhr. Predigten: Synagoge Lützowstr.: Dr. Weiße; Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz: Syn. Friedenstempel: Dr. Bergmann. In den übrigen Synagogen mit neuem Ritus: Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, den 6. September, morgens: Alte Synagoge: 8.30 Uhr, übrige Synagogen mit altem Ritus und Altersversorgungsanstalten: 9 Uhr; Fzühgottesdienat: Syn. Rykestr.: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel) 7.30 . Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr; Syn. Fnedenstempel 9.30 Uhr.Predigten: Alt« Synagoge: Dr. Freimann; Syn. Kaisers(!■.: Rabbiner Nobel; Syn. Rykestr.: Dr. W. Lewy; Syn. Pestalozzistr.: Rabb. Ksinski; Syn. Kottbuser Ufer: Dr. Bleiehrode; Neue Synagoge; Dr. Blumenthal; Sy*. Lindemtr.: Dr. Salomonski; Syn. Fasanenstr.: Dr. Galli- «er. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Lery; Syn. Grunewald: Dr. Colm. Jugendgottesdionst: 4 Uhr: Syn. Kaiserslr.: Dr. W. Lewy, Syn. Kottbuser Ufer: Dr. Bleichrode: 4.30 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy. .Sabbatausgang 7.29 Uhr. Die Syn. Kaiseratr. ist bis auf weiteres wegen baulicher Veränderungen geschlossen. Die Wochentags- und Freitagabendgottesdienste finden während dieser Zeit in der Mädchenschule, Kaiserslr. 29/30, Hof parterre, die Gottesdienste an den Sabbat-Vormittagen in der Aula der Mädchenschule statt. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen vom 7. bis 12. September 6.30 Uhr; morgens: Alte Svnagoge, Syn. Kaiserslr., Rykestr., Kottb. Ufer 6.30 Uhr, Syn. Münchener Str., Pestalozzistr״ Grunewald und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr, המועצה לעבודה עברית בין הנער פותחת במוצאי, שבת׳ •13 לספטמבר, בשעה 8h בבית־העם את עונת החרף בנשף שירה עברית. בתכנית: 1. פתיחה נחום לוין. ,2 הרצאה על המוסיפה בארץ ישראל (שירה בהשתתפות הקהל) מושה רבינוביץ. ־3 דקלום יוסף גול נ ד. .4 שירה מקהלות י. י. ב. ב. והמועצה* המקהלה מתאספת כיום שני .8 לספטמבר* בשעת 9 בבית מער JMocbijouplatz 10)

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