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Jüdische Rundschau · 1930-09-05 · Heft 70 (5.9.1930) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 70 (5.9.1930)
Date
1930-09-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Zionismus in der Agency Einzelnummer 0£5 Goldmark _ _ ___ _ _ _ ___ ___ JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienatag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldtnark. &1*5l«ncI8*l>onn*n1*n18 werden 41 der Währung der einzelnen Linder berechne!. Anzeieenpreis: ** geep. Nonpereillezede 0,50 G.-M. Stellengesuch« 0,25 C.-M. Nummer 70 | Berlin, 5. IX. 1930 Redaktion Verlag und Anzeigen - Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., BerlinW15, Meinekeatr. 10 Telephon: J 1 Bismarck 7165-70. Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag nachmittags 4 Uhr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck Konten: Berlin!7392, Basel V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 394 33, Budapest 596 93, Danzig 1973, Haag 140 420, Prag 594 10 Riga 4155, Strawburg 164 30, Warschau 190708, Wien 156 030. Bank -Konten: Dannstädter und Nationalbank, Depositen Kasse Berlin, Kurfürst•ndamm 52; Bane« de Est, Cemauti (Rumänien); Angl© Palestine Co, in Halls, ferusalem, lei Aviv sי״ב אלול' תר״ | xxxv. jahrg.. Per Zionismus erstrebt IQr das jOdlsche Volk die Schaffung einer Öffentlich. rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.“ Die Beschlüsse der Agency Neue Exekutive ,Budget 665000 Pfund Neue Exekutive 50 : 50 Die Tagung des Administrative Committee ist vorüber. Das Arbeitsjahr liegt vor uns. Da das vergangene Jahr in jeder Hinsicht ein Ausnahmejahr war, kann man vielleicht sagen, daß jetzt erst die gemischte Agency wirklich an die Arbeit geht. Man muß also dieser Arbeit fair play geben, und es wäre sinnlos, ihr Prognosen zu stellen. Die neue Aera, die jetzt beginnt, steht im Zeichen einer neuen Leitung. Zum erstenmal tritt eine nach dem Schlüssel 50:50 gemischte Exekutive ihr Amt an. Als vor einem Jahr in Zürich die Agency vorbereitet wurde, hatte man noch keine rechte Vorstellung von der Gestaltung der neuen Leitung. Der Zionistenkongreß wählte eine Zionistische Exekutive von 12 Mitgliedern, die dann auch als Agency-Exekutive übernommen wurde, weil die Nichtzionisten damals keine Kandidaten hatten. Während der März- Tagung des Administrative Committee haben dann die Nichtzionisten für die Exekutive drei Personen nominiert, nämlich Julius Simon, Dr. Senator und Dr. Hext er, und als vierten Pinchas Rutenberg, der freilich nur die Rolle eines Beraters annahm. Damals mußten bekanntlich vier zionistische Mitglieder aus der Agency-Exekutive austreten, und zwar Barth, Lipsky, Sacher und Miß Szold. Es wurde bestimmt, daß ab 1. Oktober die verfassungsmäßig geltende Proportion von vier zionistischen und vier nichtzionistischen Exekutiv-Mitgliedern einzutreten habe. Das Profalem, die zionistischen Mitglieder auf vier zu reduzieren, war teih leichtes. Zur Wahl standen folgende Herren: So ko low, ‘Äe| ’Veitfiiftr dfer Arbeiter Kaplansky und Sprinzak. Wollte man an dem.Prinzip der Koalition festhalten, so stand fest, daß ein Misrachist (Berlin) und ein Linker (Kaplansky oder Sprinzak) bleiben müssen; ferner ist unerläßlich Kisch als politischer Vertreter der Jewish Agency in Palästina; über die Verdienste Sokolows, der heute als ein Altmeister des Zionismus und vom Volke verehrter Führer dasteht, ist kein Wort zu verlieren. Die Verhandlungen mit dem Kolonialamt in London liegen zum großen Teil in den Händen von Brodetsky, der hierzu einen ihn legitimierenden Status haben muß; und schließlich Ruppin, der Leiter der Kolonisation, erscheint unentbehrlich insbesondere zur Lösung der Probleme der nächsten Zeit, die mit dem erwarteten, auf Simpsons Bericht beruhenden konstruktiven Siedlungsprogramm der englischen Regierung Zusammenhängen. Aus diesen sechs galt cs nun, die Wahl zu treffen, und nicht nur die Parteipraktiker, sondern jeder Zionist wird ohne weiteres verstehen, wie schwierig und peinlich diese Aufgabe gewesen ist. Der Ausweg, der schließlich gefunden wurde, kann niemanden restlos befriedigen. Es gibt für ihn nur die eine Rechtfertigung, nämlich die unerbittliche Zwangslage, vor der man stand. Was zunächst S ok olo w betrifft, so war es sicherlich ein richtiges Gefühl, daß diesem Mann ein besonderer Rang gebührt, der ihn sichtbar aus den Mitgliedern der Exekutive heraushebt. Auch ist er, einer der Väter der Balfour-Deklarafion und eine Figur von internationalem Status, gleichzeitig einer der Väter der Agency und als solcher nicht einfach unter die Exekutivmitglieder des zionistischen Teiles ein zureihen. Wenn das Administrative Committee ihn unter großem Beifall zum Ehren-Vizepräsidenten der Jewish Agency ernannte, so wird ihm ein Platz unmittelbar nach dem Schöpfer eines großen Teiles des heutigen jüdischen Palästina, nach Baron Edmund Rothschild zugewiesen. Herr Sokolow mit seinem großen historischen Feingefühl wird wohl am besten abzuschätzen wissen, in welche Zusammenhänge er damit eingereiht wird und welches Maß von Verehrung für diesen Beschluß maßgebend war. Wurde durch diese Wahl Sokolows zum Ehren-Vizepräs'1denten die Zahl der zionistischen Kandidaten für die vier Exekutivplätze um einen verringert, so blieb noch immer ein Problem zu lösen übrig. Nach Lage der Dinge stellte es sich heraus, daß f ur der Ausweg übrig blieb, daß entweder Ruppin oder der Vertreter der Arbeiter auf seinen Platz verzichte. Die Arbeiterpartei gab ein Muster der Selbstlosigkeit. Man kann ohne weiteres verstehen, daß es ihr nicht leicht fiel, sich damit einverstanden zti erklären, daß beide Arbeitervertreter aus der Exekutive ausscheiden. Dennoch hat sie schließlich diesen Modus gewählt, um Ruppin in der Exekutive zu erhalten. Hier wurde in anerkennen8werter Weise sachliches vor persönliches Interesse gestellt, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß es sich nicht um rein persönliche Ambitionen handelt, sondern um ein starkes Parteiinteresse; denn auch nach ihrem Ausscheiden wird die Arbeiterpartei die Exekutive der Jewish Agency unterstützen, und es, wird damit gerechnet, daß ihre Mitarbeit in anderer Form innerhalb der Departements gesichert wird. Das Ausscheiden Felix Rosenblüths, das nach der Sachlage unvermeidlich war, wird nicht nur von den deutschen Zionisten, denen er entstammt, bedauert werden, sondern von allen Zionisten und Nichtzionisten, die mit ihm zu tun hatten und seine Ar beit schätzen lernten. Es erhebt sich nun die Frage, was aus der ״Zionistischen“ Exekutive werden soll. Denn nach dem zionistischen Statut bleiben alle 12 Mitglieder, die der Züricher Kongreß gewählt hat, bis zum nächsten Kongreß verantwortlich für die zionistischen Geschäfte. Der nächste Kongreß wird dann auf Grund der Erfahrungen der zwei Jahre über die Gestaltung der zionistischen Organe und ihr Verhältnis zur Agency zu beraten haben. Die Agency-Exekutive besteht jetzt aus folgenden vier Zionisten: Brodetsky, Berlin, Kisch und Ruppin. Hinzu treten die vier Nichtzionisten, von denen freilich drei seit Jahren der Zionistischen Organisation angehören, nämlich Julius Simon, dtj»,4Senator und Dr. Bernhard Kahn; hierzu tritt als vierter Dr. liexter aus Amerika. Wie ersichtlich, wurde die Reihe der Nichtzionisten, da Rutenberg nicht weiter für diese Kombination in Betracht kam, um Dr. Bernhard Kahn vermehrt. Dr. Kfhn ist den deutschen Zionisten kein Fremder. Wenige jüdische Persönlichkeiten genießen in Europa eine ähnliche Popularität wie er. Er hat sich um die Organisation des konstruktiven Hilfswerkes in Osteuropa die größten Verdienste erworben. Seine sachlichen Erfahrungen, seine profunde Kenntnis des jüdischen Lebens, sowie seine besonnene und konziliante Natur lassen diese Persönlichkeit als bedeutenden Gewinn der Exekutive erscheinen. Dr. Kahn, der bereits jahrelang im Keren Hajessod mitarbeitet, ist europäischer Direktor des Joint. Neben ihm sind noch zwei der nichtzionistischen Exekutivmitglieder aus der Joint-Bürökratle hervorgegangen, nämlich Dr. Hexter und Dr. Senator. Beide sind jüngere Kräfte von großen Fähigkeiten, deren Arbeit, man. mit Erwa|to«gy#,ntgege»siel|t,. Der vierte. ״Nicht ji0n|1t״, vielleicht die Stimmung des Committees dahin .charakterisieren, daß. der Wunsch, die normale Zusammenarbeit mit der englischen Regierung wieder aufzunehmen,' gepaart war׳ mit einem leisen Mißtrauen gegenüber den noch im Dunkel liegenden Plänen der englischen Regierung. Aber man kann wohl sagen, daß die Mehrzahl der verantwortlichen Personen es begrüßen würde, wenn die Haltung Englands der Agency eine Chance böte, die Periode des Kampfes wieder abzulösen durch eine Periode positiven Aufbaus, lieber die Beziehungen zu den Arabern wurde — wenigstens im Plenum — wenig gesprochen; Hervorhebung verdient aber die Erklärung Felix Warburgs in seiner Eröffnungsrede, daß nach Ueberzeugung der durch ihn repräsentierten amerikanischen Gruppe der Augenblick gekommen ist, um positive Schritte zur Herstellung eines mehr harmonischen Verhältnisses zwischen Juden und Arabern einzuleiten. Die neue Exekutive, die dem Präsidenten der Jewish Agency, Dr. Weizmann, nun zur Seite steht, übernimmt eine Fülle von Aufgaben. Die arbeitsreichen und ermüdenden Sitzungstage aber haben das Band zwischen allen in der Agency vertretenen Gruppen wieder enger geschlungen und die Vorbedingungen für die intensive Arbeit geschaffen, die jetzt vor uns liegt. * Die Sitzung des Administrative Committee (Sitzung vom 3i. Augjist, vormittags) ׳ , dann -fc». Amern! tümliches Zusammentreffen fügt' e#,\daß Julius? Simon nichtzionistischer Vertreter in die Agency-Exekutive kömmt zu einer Zeit, wo gerade die Brandeis-Gruppe wieder die Oberhand im amerikanischen Zionismus erhielt. Ob und wann Julius Simon tatsächlich nach Palästina übersiedelt und dort aktiv an der Leitung teilriehmen wird, ist bisher unbekannt. Wie wir hören, wird er im nächsten Winter zunächst auf einige Monate Palästina besuchen. Durch diese Umbildung der Agency-Exekutive ist in der Tat eine grundsätzliche Neuordnung angebahnt. Es ist ein Novum, daß jetzt neben vier Zionisten vier Männer in der Exekutive sitzen, die in ihrer Haltung von den zionistischen Organen völlig unabhängig sind. Dadurch wird die Arbeit selbst stärker als bisher von nichtzionistischen Einflüssen bestimmt werden. Das muß kein Nachteil sein; im Gegenteil könnte es sich von Nutzen erweisen, wenn auf diese Weise die ausgefahrene Maschine des bestehenden Apparates durch neue Gedanken und organisatorische Reformen belebt würde. Zugleich muß man annehmen, daß durch diese direkte Verbindung mit der Arbeit auch das lebendige Gefühl der Mit- Verantwortung bei den Nichtzionisten wachsen wird. Und dieses Gefühl, eine solidarische Verantwortung zu schaffen, war letzten Endes doch der Zweck der Agency. Eines solchen Gefühls der Verantwortung wird es 1m nächsten Arbeitsjahr bitter bedürfen. Denn es wird kein leichtes sein, unter den herrschenden objektiven Bedingungen, insbesondere bei der Wirtschaftskrise in Amerika, das notwendige Budget aufzubringen. Das Administrative Committee hat ein Budget von über 665 000 Pfund aufgestellt, wobei der wichtigste Budgetposten, nämlich landwirtschaftliche Kolonisation, in zwei Teile geteilt wird, so daß der zweite Teil gewissermaßen einen späteren Rang ^nter den übrigen Budgetposten erhält. Mit der Höhe des Budgets ist wohl niemand zufrieden, aber es schien klüger, sich innerhalb des Möglichen zu halten, als durch Ueberbudgetierung die spätere praktische Durchführung zu erschweren. Es war aber allen Teilnehmern der Sitzung klar, daß eine innere Reorganisation des Budgets dringend not tut, so daß die Ausgaben für soziale und pädagogische Zwecke zurücktreten hinter produktiv wirtschaftlichen Anlagen. Wie dies im einzelnen zu bewerkstelligen ist, dies zu erwägen, wird wohl die erste Aufgabe der neuen Exekutive sein. fn den politischen Fragen hat sich das Administrative Committee einige Zurückhaltung auferlegt. Man fühlte, daß wir in einem Uebergangsstadium stehen, da das Programm der englischen Regierung noch nicht bekannt ist. Man könnte Palästina vor dem VSIkerbnndsral C^enf, 2. September. (J.T.A.) Wie der J.T.A.-Vertreter erfährt, wird der am 8. September in Genf zusammentretende Völkerbundsrat schon am Tage des Zusairanentrltts oder am Dienstag, dem 9. September, vormittags, an die Behandlung der Palästina-Frage herangehen. Die aus ausländischen Zeitungen gebrachte Mitteilung, daß der Rat <fie Behandlung des Berichtes der Mandatskommission über die Verwaltung Palästlnas aut seine nächste Sesskxn verschieben wird, hat sich nicht bestätigt. Die Mandatskommission wird bei der Behandlung der Palästina-Frage Im Völkerbundsrat durch ihren Vizevorsitzenden V a n R i e s, Holland, vertreten sein. gange des Emergency Fund ,si.nl luldleTÖrünäuiigder Je Agency zurückzuführen. Es ist darum nur recht und billig, weiuf die Jewish Agency die Kontrolle und oberste Leitung aller ln* stihitionen inne hat. Es ist ein Mangel an Selbstvertrauen, wenn man wohl die Schäftung von Institutionen ermöglicht, die Führung aber anderen Kreisen überläßt. Der Jischuw in Palästina hat angesichts des neuen Budgetvoranschlages Angst vor einer Stop-Immigration. Wir verlangen eine Konsolidierung des Bestehenden, aber auch neuen Aufbau. Wir wünschen eine konkrete und klare Antwort auf diese Forderungen. Dr. Goldflamm (Polen, Nichtzionist) spricht zur Politik der Exekutive gegenüber England und den Arabern. Man darf nie vergessen, daß England die Balfour-Deklaration gegeben hat. Es ist ein Glück für uns, daß Englands Interessen in Palästina zum großen Teile mit den unseren parallel laufen. Es ist ein Fehler, die Schuld an den Ereignissen von 1929 nur den Engländern zuzuschreiben. Auch wir haben wenig Voraussicht gezeigt. Wir müssen zu einem Verhältnis gegenüber England zurückkehren, wie es vor 1929 bestand. Das Gelingen unseres Werkes hängt von drei Faktoren ab, vom Willen des jüdischen Volkes, von guten Beziehungen zu den Arabern und von einer freundschaftlichen Mitarbeit mit der englischen Regierung. Dr. Soloweitschik: Die finanziellen Resultate des ersten Jahres der Jewish Agency sind nicht befriedigend. Die Opferfreudigkeit einzelner Persönlichkeiten ist uneingeschränkt an* zuerkennen. Aber es handelt sich darum, die Mitwirk ung weiter Kreise zu gewinnen und nicht einen Zustand auf- .kommen zu lassen, der sozusagen die ehemalige Kluft zwischen Zionisten und jetzigen Agency-Partnern verewigt zwischen den Nichtzionisten der Jewish Agency und den Kreisen, die wir gewinnen wollen. Redner möchte mit Rücksicht darauf, daß die Allied Campaign versagt hat, eine besondere Palästina-Sammlung in den Vereinigten Staaten durchgeführt sehen. Der Autbau Hebrons bedeutet die Oeffnung einer Pforte zum ganzen Negew. Wehe uns, wenn die Hoffnungen, die die Judenheit auf die Agency gesetzt hat, nicht erfüllt werden sollten. Die Verbindung mit den nichtzionistischen Partnern bedeutete eine politische Belastung, denn die Araber bekamen Angst vor den jüdischen Magnaten. Dieser Belastung müssen Vorteile aus dem Bunde entsprechen. Dr. Cyrus Adler (amerik. Nichtzionist) hält es nicht für richtig, wenn man bezüglicli der Agency pessimistisch ist. Die Jewish Agency besteht erst ein Jahr und hat bisher mit den von deT Zionistischen Organisation übernommenen Instrumenten gearbeitet. Wir haben in Zürich darauf aufmerksam gemacht, daß die Grundlage in den amerikanischen Berechnungen das bürf'.. ’־־־־ ־', י־־,־.יי י־־,־ י יי׳ .. _ die Beträge für Restaurierung des Zerstörten Verwendung finden sollen. Redner ist gegen die Zurückführung der Jeschiwah nach Hebron. Wenn Juden, die früher in Hebron gewohnt haben, zurückkehren wollen, so ist dagegen nichts einzuwenden. Der Joint hat auch früher Anteil an der Palästina-Arbeit genommen und bis zum Jahre 1929 acht Millionen Dollar hierfür ausgegeben. Er besitzt für eine Million Dollar Shares der Economic Corporation. Wenn der Joint nicht vorhanden wäre, dann würde man im letzten Jahre kaum die erzielten Ergebnisse gehabt haben. Farbstein (Warschau): Für uns ist Palästina mehr als ein Tempel, Es bedeutet für uns die Erlösung. Warburgs Erklärungen waren ein Trost, aber einen Kranken heilt man nicht mit Tröstungen allein. Man muß wirksam helfen. Der Meinung, daß die Protestbewegung in Amerika für die Campaign ungünstig war, könne sich Redner nicht anschließen. In Polen ist aas Gegenteil der Fall gewesen. Redner stellt fest, daß wir stets bereit waren, den Arabern die Friedenshand entgegenzn- ץ

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