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Jüdische Rundschau · 1930-08-19 · Heft 65 (19.8.1930) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 65 (19.8.1930)
Date
1930-08-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Handel mit ThoraroUcn Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2»— Goldmark, viertel jährlich 5,75 Goldmark. A«sd4u3dhabemaeffl«ats werden in der Wahnmg der einzelnen Linder berechnet, Anzeigenpreis: 8 gesp. Nanpareiüezeile 0,50 G-M. Stellengesuche 0,25 G.*M. Redaktion Verlag und Anzeigen -Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H״ BerlinW15, Meinekestr.10 Telephon: J1 Bismarck 7165-70. Poaitieheck -Konten: Berlin 17392, B*eel V 9355, Belgrad 68032, Brüssel 394 33, Budapest 59693, Damig 1973, Haag 140 470, Prag 594 10 Riga 4155, Straaahurg 164 30, Warschau 190 708, Wien 156 030. Bank-Konten: Darmstidter und Nationalbank, Depositen - Kasse Berlin, Kurturstendamtn 52; Bane• de Esst, Cernauti (Riim&nien); A&glo Paieatine Co. in HaÜa, terusalero, Tel -Aviv. Nummer 65 | Berlin, 19. VIII. 1930 Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ"ה אב' תר״צ Oer Zionismus erstrebt gflr da» jOtHsche Voll! die Schaffung einer BffentHch«■rechtlich gesichelten Heimstätte In PaHsflna. ״Baseler Programm.** England gegen die mandatsHommlssion Zur Kandidatenliste der Staatspartei Judenstämmlinge, aber keine Jude□ Die Kandidatenliste der Staatspartei ist nunmehr endgültig festgestellt. In Berlin, wo die Staatspartei hofft, die ehemals demokratischen Stimmen auf sich .zu vereinigen — cs handelt sich hauptsächlich um jüdische Stimmen —, befinden sich unter den Kandidaten zwei Judenstämmlinge. Der begreifliche jüdische Wunsch, daß die Staats* partei zumindest einen einzigen jüdischen Kandidaten aufstelle, ist nicht berücksichtigt worden. Die Ansicht, daß ״Juden als jüdische Kandidaten“ der Staatspartei nicht genehm sind, ist offenbar durchgedrungen. Gegen die persönliehe Eignung von Oscar Meyer und Gustav Stolper, die in Groß-Berlin den Wählern präsentiert werden, ist sicherlieh nichts einzuwenden. In Gustav Stolper wird sogar, wenn er gewählt werden sollte, ein Mann von besonderen Fähigkeiten und Ideenreichtum in den Reichstag einziehen. Bei den jüdischen Wählern muß es jedoch ein peinliches Gefühl erwecken, daß der Staatspartei wohl jüdische Fähigkeiten, nicht aber das jüdische Bekenntnis genehm sind. Als besonderen Affront muß man es ansehen, .daß in Potsdam I (auch zu Groß-Berlin gehörend) der bisherige jüdische Kandidat Georg Bernhard endgültig durch den Vertreter der Volksnationalen, den christlichen Gewerkschaftler Arthur Adolph ersetzt wurde. Adolph ist bis vor ganz kurzer Zeit deutschnationaler Politiker gewesen und soll nun u. a. auch die Interessen seiner zahlreichen jüdischen Wähler wahrnehmen. Es ist nicht wahrscheinlich, daß er dieser Aufgabe genügend Verständnis und Eignung entgegenbringen wird. Es mag ja richtig sein, daß die Juden als Juden keine besonderen Interessen im Reichstag zu vertreten haben. Spezifische jüdische Interessen werden in den jüdischen Vertretungskörperschaften und im preußischen Landtag (beim Kapitel Religionsgemeinschaften) wahrgenommen. Im Reichstag handelt es sich, vom jüdischen Standpunkt gesehen, hauptsächlich um die Abwehr aller offen oder verschleiert gegen die jüdische Gemeinschaft unternommenen Angriffe. Dazu sind aber Sachkenntnis und ein entschiedener Wille, nach dieser Richtung tätig m sein, notwendig. Die von der StaiteptfM"■ vwfffteiÄhte:׳- ״Kz(Hdiiatelhste--e«tt»Slt— Namen, von denen man erwarten könnte, daß sie diesen jüdischen Forderungen in einem Ausmaße gerecht zu werden vermögen, wie dieses bei Ludwig Haas oder Georg Bernhard der Fall gewesen ist. Wir kennen keine allgemeinen positiven jüdischen Parolen im Wahlkampfe. Die einzige, die für alle Juden■ verbindlich sein sollte, ist die Ablehnung aller offen oder versteckt antisemitischen Parteien. Darüber hinaus wird es dem Einzelnen Vorbehalten bleiben müssen, unter den wenigen Möglichkeiten, die dann noch bleiben, die seinen politischen Anschauungen entsprechende auszuwählen. j. r. ßnber zum Professor in Frankfurt a. M. ernannt Die ״Frankfurter Zeitung“ teilt mit: Der Lehrbeauftragte für jüdische Religionslehre und Jüdische Ethik, Schriftsteller Dr. Martin B u ס e r, ist zum Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt ernannt worden. Die Ernennung Bubers zum Honorarprofessor in Frankfurt ist um so bedeutungsvoller, als Buber nicht aus der akademisehen Lchrerlaufbahn hervorgegangen ist, sondern sich seine Position in der wissenschaftlichen Welt durch seine Tätigkeit als Schriftsteller und Vortragender erobert hat. Es ist zum ersten Male, daß ein Lehrer der jüdischen Religionswissenschaft einen eigenen Lehrstuhl erhält. Welches Fachgebiet Buber übertragen wurde, ist in der kurzen offiziellen Meldung nicht mitgeteilt, doch ist anzunehmen, daß sich sein Lehrauftrag nicht auf das Judentum beschränkt, sondern allgemeine Religionswissenschaft umfaßt. Buber ist auf diesem Gebiete zweifellos heute eine der führenden Forscherpersönlichkeiten nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Daß gerade die Frankfurter Universität sich die Mitarbeit dieses Mannes zu sichern wußte und sich über die kleinlichen Bedenken der akademischen Fachpedanterie hinwegsetzte, bestätigt aufs neue den schon bei mehreren Gelegenheiten bewiesenen fortschrittlichen Geist dieser Hochschule. Mit Recht brachte ein Berliner Blatt die Nachricht von der Ernennung Bubers unter der Ueberschrift ״Frankfurt voran“. Was Martin Buber als Führer und Lehrer im Judentum und im Zionismus bedeutet, braucht bei dieser Gelegenheit an dieser Stelle nicht ausgeführt zu werden. Wir konnten erst kürzlich hier ein Buch anzeigen, das die Entwicklung und Leistung Bubers bis zur Gegenwart darstellt. (Hans Kohn: Martin Buber, sein Werk und seine Zeit. Ein Versuch über Religion und Politik. Verlag Jakob Hegner, Hellerau 1930.) Bubers jüdische Bücher sind wohl heute Gemeingut aller derer geworden, denen jüdische Renaissance mehr ais bloßes Lippenbekanntnis ist. Mit Bubers Berufung zur akademischen Lehrtätigkeit beginnt eine wichtige neue Phase in seinem Leben. Wenn wir ihn hier zu diesem Ereignis beglückwünschen, so können wir es doch nicht tun, ohne dem Bedauern Ausdruck zu geben, daß, die vor einigen Jahren erörterten Pläne, Bubers Zukunft und Wirkungsfefd mit der Hebräischen Universität Jerusalem zu verbinden, nicht zur Wirklichkeit gereift sind. Codreanu trelgesprochen Bukarest, 14. August. (J.T.A.) Am 13. August wurde das Urteil gegen den antisemitischen Agitator Zelea Codrea n u, den Organisator der ״Eisernen Garde“, verkündet. Das Urteil lautete auf Freispruch, nachdem die Geschworenen mit zwei Stimmen Mehrheit die Frage der Schuld Codreanus verneinten. Der Staatsanwalt hat Berufung eingelegt. Shleb Mid Chancellor gehen nach Cent London, 15. August. (J.T. A.) Der Unterstaatssekretär im Kolonlalamt, Dr. Drummond Shiels, dessen Palästina- Reise gestern offiziell angekttndigt wurde, wird sich, wie heute verlautet, noch vor Antritt dieser Reise nach Genf begeb e n, um an der in der ersten Hälfte des September stattflndenden Versammlung des Völkerbundes, in der die Palästina- Frage zur Behandlung kommen wird, teilzunehmen. Die in Edinbourgh erscheinende Zeitung ״Scotsman“ erfährt, daß der gegenwärtig «uf Urlaub in Europa weilende High Commlssioner für Palästina, Sir John Chancellor, Dr. Shiels nach Genf begleiten wird. Die Antwort der britischen Regierung auf den Palästina- Bericht der Mandatskommission des Völkerbundes ist in einem sehr scharfen, ja unfreundlichen Ton gehalten. Die ״Bemerkungen“ der Mandatarmacht enthalten eine Reihe Vorwürfe an die Adresse der Mandatskommission hinsichtlich ihrer Methoden, sowie eine scharfe Kritik an Ihren Festste!- lungen, wie sie in einer solchen Form seitens einer Mandatarmacht bis jetzt noch nicht erhoben worden waren. Der am 5. September in Genf zusammentretende Völkerbundsrat wird sich infolge dieses Angriffs der britischen Regierung auf die Mandatskommission einer sehr delikaten Situation gegenübergestellt sehen. Englands Antwort (Von unserem Genfer Mitarbeiter.) K-y, Genf, 17. August Die Veröffentlichung des Berichtes und der Verhandlungs- Protokolle der außerordentlichen (XVIII.) Palästinatagung der Mandatskommission wird, gemäß im Völkerbundsekretariat erteilter Informationen, Mitte nächster Woche erfolgen. Wie bereits berichtet, ist diese lange Aufschiebung der Veröffentlichung auf den Umstand zurückzuführen, daß die britische Regierung es beschlossen hat, von ihrem Rechte, dein Berieht der Kommission schriftliche Kommentare beizuiiiaehen. ape,Ko»ttent«־e. iggjfeiL gWchzeitig mit dem Äriefrt- und den VerhaadhÄgspmoMlen, als Anhang hierzu veröffentlicht werden, Wie verlautet, sind die Kommentare der, britischen Regierung sehr umfangreich — zirka 24 Druckseiten — und unterziehen den Bericht der Mandatskommission einer eingehenden Erörterung, die ihrer Form und ihrejn Inhalt nach eine sehr schroffe Kritik dieses Berichtes darstellen soll. Die britische Regierung wundert sich über die Feststellung der Kommission, daß die Unruhen nicht plötzlich gekommen sind, sondern die Folge einer ganzen Reihe von Ereignissen waren, die schon seit Jahren die politische Atmo- Sphäre Palästinas vergifteten und die man hätte vpraussehen und im Keime ersticken sollen und fragt ihrerseits die Kommission, warum, wenn dem so wäre, die Kommission selbst seit Jahren alle Erklärungen der Vertreter der Mandatarmacht ״mit Zufriedenheit“ zur Kenntnis genommen hat. Andererseits bemüht sich die britische Regierung, in ihren Kornmentaren zu beweisen, daß die Mandatskommission überdas Agrarproblem in Palästina eine ganz falsche und oberflächliche Auffassung an den Tag legt. Des weiteren soll die britische Regierung ״ihrem Erstaunen“ Ausdruck gegeben haben, daß die Mandatskommission sich die ״einseitigen“ Argumente der Jewish Agency gegen den von der britischen Regierung angenommenen und in seinen großen Linien bestätigten Bericht der parlamentarischen Shaw-Kommission zu eigen gemacht hat. Schließlich wehrt sich auch die Die Ziele der Brandeisgrappe Schaffung eines wirtschaftlich unabhängigen Jischuw ״The American Jewish World“ (Minneapolis) veröffentlicht ein Interview mit der führenden Persönlichkeit der früheren ־״Brandeis-Gruppe“ in der neuen zionistischen Leitung Amerikas, Jacob de Haas. Im Verlauf des Interviews erklärt dieser u. a., die Gruppe habe die Leitung des amerikanischen Zionismus übernommen, weil die amerikanische Organisation das lnstrument sei, mit Hilfe dessen sie ihre Absichten bez. Palästinas durchsetzen könne. Statt der vielen ״Zionismen“, die in den letzten Jahren entstanden seien, müsse man wieder mehr von einem ״Zion“-Zionismus hören. De Haas geht dann auf die Tätigkeit der Palestine Economic Corporation ein, die sich zur Aufgabe gesetzt habe, einen wirtschaftlich unabhäirgigen Jischuw in Palästina zu schaffen. Aus einem Berieht der ״Zentralbank für genossenschaftliche Institutionen“ (die von der Brandeis-Gruppe gegründete, unter Leitung von Harry Viteles stehende Bank in Palästina — A. d. R. ״Jüd. Rundsch.“) in Palästina über das Jahr 1929 gehe hervor, daß das jüdische Palästina bereits eine Stufe erreicht habe, auf der seine Probleme nach altbewährten Geschäftsprinzipien behandelt werden könnten. Auf die Frage des Interviewers, ob dies bedeute, daß die ganze zionistische Tätigkeit in Zukunft auf Investitionen basiert werden solle, antwortet de Haas bejahend und fügt hinzu, daß Palästina baldmöglichst aufhören müsse,ז auf die Unterstützung durch ״Schnorren“ in der Diaspora angewiesen zu sein; wenn dies einmal erreicht sein werde, werde das Jüdische Nationalheim Wirklichkeit geworden sein. Für den Luxus gewisser künstlerisc he r und wissenschaftlicher Institutionen (Theater, Universität usw.) müßten Philantropen aufkommen; für sei« sanibritische Regierung gegen den Vorwurf der Mandatskommission, fast nichts für die Entwicklung der lokalen Autonomie im Lande getan zu haben und bemüht sich zu beweisen, daß dies bisher nicht möglich war. Sollten diese Gerüchte über die Form und den Inhalt der Kommentare der englischen Regierung der Wahrheit entsprechen, so werden der Rat und auch die Versammlung des Völkerbundes vor die sehr ernste Aufgabe gestellt sein, zwischen dem einmütig zum Ausdruck gebrachten Standpunkt der aus unabhängigen Experten zusammengesetzten Mandatskommission und dem sich ihr schroff entgegensetzenden Standpunkt der Mandatarmacht zu wählen bzw. diese zwei Standpunkte miteinander in Einklang zu bringen. Es wird sich hierbei nicht mehr allein um das Palästinamandat handeln, sondern um das Prestige des Mandatssystcms, der Mandatskommission und mit ihr des ganzen Völkerbundes, dessen Organ sie ist. Man muß sich mit Erstaunen fragen, ob die Taktik der britischen Regierung, einen solchen Konflikt - in welchem die freie öffentliche Meinung wohl ihr gewichtiges Wort zu sagen haben wird — heraufzubeschwören, eine wirklich begründete und den Umständen entsprechende ist. Wann erscheint der Bericht? Der Genfer Korrespondent der ״Vossischen Zeit u n g“ (Dr. Julius Becker) berichtet seinem Blatte am 16. d. M .: Beim Genfer Völkerbundsekretariat ist vor rund einer Woche die Antwort der britischen Regierung auf den Bericht der Mandatskommission über die Palästinafrage eingegangen. Weder der Bericht noch die englische Stellungnahme dazu sind bisher, wie es sonst geschieht, der Oeffentlichkeit übergeben worden, obwohl weite Kreise Aufklärung darüber erwarten, zu 'Wachen Schritten"fpd. Maßnahmen;־sldf• Völkerbund, und Mandatsmacht entschlossen haben. Angeblich ist die Veröffentlichung bisher nicht erfolgt, weil es dem Sekretariat nicht möglich war, eine Druckerei zu finden, welche die 24 Seiten der englisehen Antwort zu bewältigen imstande war. Tatsächlich dürften aber die Gründe für die Verzögerung weniger in der englischen Antwort und ihrer Drucklegung als vielmehr in dem Bericht der Mandatskommission zu suchen sein. Dieser Bericht enthält nämlich nicht nur die Feststellung, daß beim Ausbruch der blutigen Ueberfllle der Polizeischutz in Palästina vollkommen unzureichend war, und daß die Verwaltung in vielen Fällen schwere Fehler und Unterlassungen begangen hat, sondern stellt in seiner ganzen Anlage auch eine sehr ernste Kritik an der bisherigen Handhabung des palästinensischen Mandatsauftrages dar. Mit einer Verschiebung der Bekanntgabe dieses für die englische Regierung ungünstigen Berichtes wäre viel gewonnen, zumindest bliebe der englischen Regierung manche peinliche Situation am Ratstisc h erspart, wenn es gelänge, durch eine weitere V erzögerung die Zeit zu einer öffentlichen Behandlung des Palästina-Problems vor der Ratstagung auf das äußerste zu beschneiden. Die Reisen, die hohe Völkerbundsbeamte äugenblicklich zu ״Rücksprachen“ über die Veröffentlichung bis an die fernsten Grenzen Europas unternehmen, schließen denn auch jetzt schon eine Bekanntgabe der Palästina-Dokumente vor dem 25. oder 26. August vollkommen aus. t ä r e s Werk müsse der Jischuw selbst sorgen. Auf eine weitere Frage, wie er zu der politischen Auffassung des R e - visionismus stehe, erwiderte de Haas, unser politisches Ziel müsse sein, von England die Unterstützung zu erhalten, die wir auf Grund der Balfour-Deklaration von ihm zu erwarten bercchtigt sind. Er, de Haas, sei ein Maximalzionist. Einer Beantwortung der Frage, ob dies nicht bedeute, daß die Leitung des Gesamtzionismus ihren bisherigen politischen Kurs ändern müsse, weicht de Haas aus, erklärte jedoch energisch, daß “die neue Einheitsfront des amerikanischen Zionismus eine Stärkung der zionistischcirReihen bedeute und die Entschlossenheit, keinen weiteren Boden auf politischem Gebiet abzutreten, sondern vorwärts zu schreiten nach einem Plane, derdasSiedlungstempoderJuden beschleunigen und ihren zahlenmäßigen Anteil an der palästinensischen Bevölkerung in den nächsten zehn Jahren so vergrößern werde, daß viele von den Problemen der Gegenwart sich von selber lösen würden. Statt des ewigen inneren Streites über die soziale und wirtschaftliche Struktur des künf- Ugen jüdischen Staates müsse gebaut und nochmals gebaut werden; die zukünftige Gestaltung ihres Heimes könne voll Vertrauen dem jüdischen Palästina selber überlassen werden. * Prag, 15. August. (J.T. A.) Während der Konferenz der Zionisten-Revisionisten teilte der amerikanische Delegierte Mordecai D a nz i s mit, daß Herr Jacob de Haas versprochen habe, die revisionistische Arbeit in den Vereinigten Staaten sowie die revisionistische Forderung nach sofortiger Einbcrufung des zionistischen Kongresses zu unterstützen.

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