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Jüdische Rundschau · 1930-08-01 · Heft 60 (1.8.1930) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 60 (1.8.1930)
Date
1930-08-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 396 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 60, 1. VIII. 1930 der jüdischen Geschichte und aus der Struktur der zeitgenössischen Judenheit. Die politische Stellung des den Aufbau seines Nationalen Heimes betreibenden jüdischen Volkes ist die eines Schutzbefohlenen. An dieser Sachlage ist vorderhand nichts zu ändern. Gefährlich kann diese Situation nur werden, wenn, was leicht möglich ist, eine Verwcchslung der Begriffe ״Schutzbefohlener‘‘ und ״Mündel“ eintreten und dementsprechend eine Formung der gesamten politisch-psychologischen Haltung erfolgen würde. Ein Schutzbefohlener ist volljährig und in einem gewissen Rahmen verantwortlich. Ein Mündel ist handlungsunfähig und hat das Recht, die Last des Denkens und der Ueberlegung auf seinen Vormund abzuwälzen. Es wäre abwegig, wenn wir bei den kolonisatorischen und innerpolitisch-palästinensischen Aufgaben, die mit unserem Aufbauwerk verbunden sind, in eine Rolle hineinschlidderten, als ob wir ein unentwickeltes Volk wären, das erst durch fremde zivilisatorische Kunst zur Selbstverwaltung und Verantwortlichkeit für die eigenen Geschicke erzogen werden muß. Die erwähnten Beispiele der kleinen Völker Mittel- und Osteuropas, die, gleich dem jüdischen Volke, wenn auch verklausuliert, unter den Schutz einer Großmacht gelangt sind, lehren, daß die stabile Grundlage, die diesen Völkern ermöglicht hat, für ihre Freiheit zu kämpfen und schließlich die Bundesgenossenschaft einer Großmacht zu gewinnen, die nationale Unversehrtheit dieser Völker war. Daraus müssen wir Juden eine Lehre ziehen. Die einzig stabile Grundlage, auf der wir bauen und mit deren Unverrüekbarkeit wir rechnen können, ist das jüdische Volkstum, dessen Organisierung und Erziehung unsere vornehmste Aufgabe ist. Hierbei müssen wir die Erfahrungen anderer Völker im Auge behalten. Es kommt in jedem Volke immer auf das Vorhandensein eines Energiezentrums an, das, einem Magnet gleich, alle anderen Volksteile, die nur lose mit den Zielen und Bestrebungen des Volkes Zusammenhängen, besonders in entscheidenden Augenblicken, an sich zieht. Ohne die Zionistische Organisation, die das bedeutendste Energiezentrum des jüdischen Volkes nach der allgemeinen Erschütterung durch den Weltkrieg darstellte, wäre es den Juden nie gelungen, auch nur die geringsten politischen Erfolge zu erzielen. Ohne die Bewahrung und Festigung dieses Energiezentrums auch in der gegenwärtigen Zeitspanne ist die weitere Durchführung unserer Arbeit und die Ueberwindung der großen Schwierigkeiten, die sich auf unserem Wege aufgetürmt haben, unmöglich. Voraussetzung für jeden Erfolg, mag er auf sich vielleicht noch lange warten lassen, ist die Intaktheit unserer Organisation auch In Zeiten der Mißerfolge und der stärkeren Widerstände. Wohl kann eine gute Politik unser« Organisation eipe Zeitlang zusammenhalten, auch wenn die Entwicklung ihren Sinn negieren sollte. Letzten Endes kommt es jedoch auf die objektivenGegebenheitendes jüdischen Lebens an. Wirken diese in der Richtung unserer Ideologie, dann wird sich, auch im Falle einer Lockerung unserer Organisation, diese wieder zur geschlossenen Einheit formen. Wir sind überzeugt, daß die Lage der Juden derartig ist, daß sie zu einer nationalen Organisation und zur Schaffung eines Volks- Zentrums drängt Darum ist uns auch, trotz der widrigen Zeiten, um den Bestand unserer Bewegung nicht bange. Voraussetzung Ist natürlich die Reinhaltungunserer Prinzipien und die Verhütung einer Verwässerung unserer Ideologie. Wir glauben, daß die allgemeine Entwicklung immer wieder die Voraussetzungen für die Notwendigkeit des Zionismus neu schaffen wird. Die Entwicklung des jüdischen Lebens in der ganzen Welt erweist sich als Bewahrheitung unserer Diagnosen und Prognosen. Die Zeit arbeitet für uns und wir könnten die Hegemonie im Judentum erlangen, wenn wir unsem kämpferischen Charakter bewahren und ohne Zaudern den Anspruch auf die Führung in allen Bezirken jüdischer Betätigung erheben. Die Hoffnung auf dauernde Mitwirkung der gesamten Judenheit am Palästina-Aufbau ist nur dann berechtigt, wenn wir als Organisation so stark sind, daß man uns nolens volens als Willens- und Energiezentrum des jüdischen Volkes anerkennen muß. In unserer Situation ist also das wichtigste stabile Fundament für alle unsere Pli ne der Bestand und der Ausbau unserer Organ isation. Der Weg hierzu ist die Befolgung zweier Grundsätze: Stellungnahme zu allen jüdischen Erscheinungen in der Welt und keine Konzessionen an andere jüdische Ideologien. Denn diese haben sich allesamt als leere Fiktionen erwiesen und den Zerfall der jüdischen Gemeinschaff nicht aufhalten können. Der Prozeß unserer Rangerhebung zum Subjekt unserer Geschichte bedeutet, daß wir die Verpflichtung haben, uns wahrhaft zu emanzipieren von der Vorstellung, daß äußere, von uns nicht dirigierte Faktoren Aufgaben übernehmen werden, die für uns lebenswichtig sind. Das bezieht sich besonders auf die Schwierigkeiten, die der Aufbau in Palästina gegenwärtig durch die Zuspitzung der j üdisc 11־ arabischen Beziehungen zu überwinden hat. Sicherlich handelt es sich hier um ein ebenso delikates und schwieriges politisches Problem, wie es auch unserVerhältnis zur Mandatarmacht ist. Es mag richtig sein, daß nur genaueste Sachkenntnis und höchstes Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber dem jüdischen Volke und dem jüdischen Werke dazu befähigen, Zeitpunkt, Methoden und Umfang der Politik zu bestimmen, die zu einer Klärung der Situation beizutragen vermögen. Unbeschadet der Bcrücksichtigung der politischen Taktik und Praxis auf diesem delikaten Arbeitsgebiet der zionistischen Politik kann jedoch festgestellt werden, daß das ganze Problem prinzipiell für uns von außerordentlicher Wichtigkeit ist und einer theoretischen Klärung bedarf. Die Dinge sind zu weit gediehen, als daß man sich heute mit Deklarationen begnügen könnte. Auch die Forderung, daß man sich vorderhand auf die Schaffung der psychologischen Bereitschaft zu einer Inangriffnahme der Regelung der jüdisch-arabischen Beziehungen beschränken solle, kann nicht genügen. Es ist leider nur natürlich, daß wir, ein durch viele Jahrhunderte der Kunst der Politik entwöhntes Volk, diese Aufgabe nicht rechtzeitig in ihrer vollen Bedeutung erkannt und gemeistert haben. Aber jetzt ist die Erkenntnis von der Bedeutung dieses Problems zionistisches Allgemeingut, und es gilt nun zu zeigen, ob die Juden der Situation gewachsen sind. Die Regelung dieser Frage bedeutet für den jüdischen Palästina-Aufbau das zweitwichtigste Fundament. Hier einen tnodus vivendi schaffen, heißt in Wahrheit die Grundlagen unseres Tuns stabilisieren. Mit Worten allein kann das jedoch nicht bewerkstelligt werden. Man muß sich darüber klar sein, daß die stärkste Bindung zwischen Völkern eine Interessengemeins c h a f t i s t. Im politischen Leben gilt der Grundsatz ״do ut des“. Und je rascher ein Volk das einsieht, um so reifer ist es politisch und eine um so bessere Politik kann es machen. Es sichert sich dadurch das Gesetz des Handelns, das ihm sonst durch die Macht der Tatsachen aufgezwungen wird. Dann meistert es nicht mehr seine Aufgaben, sondern gelangt ins Schlepptau der Entwicklung. Eine richtige initiative Politik beginnt stets mit dem ״do“, und nicht einmal Großmächte können sich ungestraft den Luxus leisten, die Ereignisse an sich herankommen zu lassen. Um so weniger dürfen das die Schwachen. Darum sollten wir initiativ vorgehen, und da dieses Problem für uns eine Lebensnotwendigkeit ist, uns nicht durch momentane Aussichtslosigkeit beirren lassen. Man muß zu Entgegenkommen bereit sein, denn nur durch solches kann man eine Interessengemeinschaft hersteilen. Hierbei kommt es wohl auch auf politische Konzessionen, hauptsächlich aber auf materiell-wirtschaftliche Zugeständnisse an. Diese muß man jedoch ohne jede reservatio mentalis gewähren wollen. Unser Werk ist von vielen Faktoren abhängig und mannigfachen Wechselfällen unterworfen. Die Geschichte hat uns vor eine schwierige und heikle Aufgabe gestellt, und an uns ist es, unsere Bewährung zu erweisen, Die Fundamente unseres Werkes sind unsere Organisationund eine Kooperationmitdem Volke, mit welchem wir In Palästina gemeinsam lebenundarbeitenmüssen. Die Notwendigkeiten der jüdischen Geschichte werden uns zu einem engen Zusammenschluß in unserer Organisatiptj. und zur Schaflung.. von erträglichen Beziehungen mit dem arabischen Volk in Palästina zwingen. Mag der Weg zu diesen Zielen noch so schwierig und dornig sein, er wird, in Irrungen und Wirrungen, gegangen werden. Hätten wir als Zionisten nicht diese Ueberzeugung, so müßten wir an dem Bestände unseres Volkes verzweifeln. Oie kooperative Bewegung in Palästina Jüdisch-arabische Zusammenarbeit? In der vorigen Nummer der ״J. R.“ wiesen wir darauf hin, daß die Einladung der Palästina-Regierung an Mr. Strickland, als Sachverständiger für Genossenschaftswesen die Frage der Schaffung von landwirtschaftlichen Kooperativen unter der arabischen Bauernschaft zwecks Verbesserung der ,materiellen Lage der Fellachen zu studieren, eine Gelegenheit für direkte jüdische Mitwirkung bietet, da schon früher der Direktor der jüdischen Genossenschafts-Zentralbank für Kopperativen, Viteles, die Hilfe bei Schaffung, arabischer Kooperatlon erwogen hat. Nun erhalten wir folgendes Telegramm durch die J.T. A. aus Jerusalem: Der Direktor der genossenschaftlichen Zentralbank in Palästina, Harry V i t e I e s, hat, anläßlich eines gemeinsam mit Mr. Strick fand unternommenen Besuches der jüdischen Siedlung Atarot mit diesem die Anpassung des Systems jüdischer kooperativer Tätigkeit auch an die Bedürfnisse der Araber, und die Möglichkeit einer gemischten jüdisch-arabischen zentralen Finanzinstitution für Genossenschaften besprochen. Wenn die hier angedeuteten Pläne gelingen, können sie eine enge Interessenverbindung der jüdischen und arabischen Landbevölkerung und damit eine entscheidende Wendung in den Beziehungen der beiden Völker anbahnen. » Die ״Zifco“ meldet ferner: Herr Strfckland, Berater der Regierung in Kooperativ-Angelegenheiten, hatte mit verschiedenen jüdischen Fachleuten für Kooperationsfragen Besprechungen und besuchte vorige Woche unter Begleitung von Herrn Harry Viteles, dem Leiter der Zentralbank für kooperative Anstalten, T e I - A w L w und einige umliegende Kolonien. Der Bericht der arabischen Delegation Jerusalem, 29. Juli. (J. T. A.) Ke arabische Delegation, die vor einigen Monaten nach London gegangen war, hat nun der Arabischen Exekutive einen ausgearbeiteten Bericht übermittelt. In dem Bericht werden Ausmaß und Methoden der zionistischen Propaganda in Europa dargestellt und die Errichtung eines arabischen politischen Büros In London gefordert. Der Bericht schließt wörtlich: Ke Araber kennen Ihre ernste Pflicht und schätzen die ungeheueren Gefahren richtig ein, die daraus entstehen, daß die britische Regierung ihre Politik fortsetzt. Aber die Nation wird nicht weiter rrtit verschränkten Amen ihrem Untergang zusehen, sondern alle gesetzlichen Machtmittel benutzen, um sich selbst zu schützen. Zum 9. Ab Der 9. Ab, der dieses Jahr auf den 3. August fällt, wird als ein Trauertag besonderer Art begangen werden. Am 9. Ab ,war es, daß vor einem Jahre die bedrohlichen Zustände in Jerusalem begannen. Ke Erregung über die fortgesetzten Störungen des jüdischen Gottesdienstes an der Klagemauer fand damals einen spontanen Ausdruck. Seit Jahrhunderten war es üblich, daß die frommen Juden an diesem Trauertage der Zerstörung des Tempels gedachten und yor den alten Steinen der Mauer ihre Klagelieder und Gebete anstimmten. Im vorigen Jahre geschah dies mit einem Gefühl besonderer Beunruhigung. Denn die Mauer, bis vor kurzem, Jahrzehnte lang, völlig unbeachtet, ein Ort stiller Andacht und eine Sehens- Würdigkeit für Touristen, war . plötzlich Mittelpunkt eines politischen Kampfes geworden. Sie wurde als Symbol und Vorwand benützt, um politische Machtkämpfe im Lande zu verstärken. Die Stimmung erregter Massen, die einander völlig verständnislos gegenüberstanden, steigerte sich zur Siedebitze, und die nicht mehr aufzuhaltenden Ereignisse führten — bei völligem Versagen der verantwortliehen Regierung — zu den blutigen Massakers auf Juden in Jerusalem, Moza, Hebron und Safed. 133 Juden wurden getötet, und ihrer müssen wir an diesem 9. Ab mit besonderer Trauer und Innigkeit gedenken. Es ist ein Jahr von ungewöhnlicher Schwere für die zionistische Welt, das am 9. Ab abschließt Und auch heute, nach einem Jahre, stehen wir vor einer dunklen Zukunft. Ke Frage der Klagemauer wird hoffentlich durch den Schiedssprach der internationalen Kommission in Kürze dem Streit der Parteien entrückt sein. Sie wird wieder zu dem werden, was sie stets hätte sein sollen, ein Ort der Andacht und der Erinnerung, kein Gegenstand politischen Kampfes. Aber inzwischen hat sich der Brand, der an der Klagemauer entzündet wurde, ausgebreitet und heute noch glimmen die Funken unter der Asche. Im Monat August können wir in der Erinnerung Tag für Tag die Schrecken des vorigen Jahres nochmals durchleben. Aber zugleich mit der tiefen menschlichen Erschütterung, die diese Erinnerungen wieder aufrühren, muß der Wille gestärkt werden, einen Weg zu finden, um den politischen Antagonismen, die dieses Unglück heraufbeschworen haben, ein Ende zu bereiten. Wie schwierig und delikat diese Aufgabe ist, geht schon daraus!hervor, daß die Körperschaft, die in erster Reihe die Kontrolle über die verantwortlichen Instanzen zu führen hat, das englische Parlament, sich bis heute also ein ganzes Jahr lang, mit den Vorgängen in Palästina nicht beschäftigt hat. In den letzten Wochen wurde immer wieder das — von uns freilich stets bezweifeite — Gerücht ausgestreut, das Unterhaus werde noch in dieser Session einen Tag der Debatte über Palästina widmen. War vorher diese Debatte unter dem Vorwand verhindert worden, man müsse den Bericht der Untersuchungskommission abwarten, so liegt jetzt bereits vier Monate dieser Bericht *vor. Die Regierung steht offenbar auf dem Standpunkt, daß sie eine klare Mitteilung über ihre Politik in Palästina erst nach dem Bericht von Sir John Hope-Si mpson abgeben kann. Eine Debatte ohne Regierungserklärung, ist aber sinn- und zwecklos. Daher wird die Sache wieder aufgeschoben. Das englische Parlament geht in den nächsten Tagen in dif Ferien;'jpi; HerJjst wird die Reichskonferenz und die Round TaMe-Kbnferenz mit Indien alle politische Aufmericsamkeit absorbieren, und es scheint heute fraglich, ob wir noch im Jahre 1930 eine Palästina^Debatte haben werden. Wir stehen also vor einem fast absurden Fall: in einem Großbritanniens Schutzherrschaft unterstellten Lande findet ein blutiges Massaker statt, das die ganze Weit in Erregung versetzt, und beleuchtet die Tatsache, daß in diesem Staate etwas faul Ist, und das Parlament wird vielleicht lJ/2 Jahre später sich schlüssig werden, ob es zu diesen Vorgängen etwas zu sagen hat.... Aber der 9. Ab, ein Tag der Trauer und der Andacht, soll von politischen Betrachtungen frei bleiben. Er sei ein Tag des Gedenkens, der uns in unserer Verbundenheit mit Erez- Israel bestärkt und den Wunsch neu belebt, an der Heraufführung einer Zeit mitzuwirken, in der die Trauer sich in Jubel wandelt. Totenfeier für die Ungerichteten Araber Jerusalem, 28. Juli. fj. T.A.) Obwohl die Regierung die Erlaubnis zur Abhaltung religiöser Feiern mit politischem Charakter am 40. Tage nach der Hinrichtung der drei Araber verweigert hat, erließ die Arabische Exekutive einen Aufruf, in dem die Hingerichteten als Märtyrer dargestellt werden, die mit Lächeln auf den Lippen und glaubenerfülltem Herzen als Vorkämpfer für Freiheit und Unabhängigkeit, frei von jeder SchuW, in den Tod gegangen seien, als Opfer des Imperialismus, der Angriffe Landfremder und einer räuberischen Politik. Nach einer langen Sitzung am letzten Freitag beschloß die Arabische Exekutive die religiöse Feier in der Moschee von Akko als halbpolitische Gedenkfeier abzuhalten. In Safed verlief der Freitag ruhig. Ke Polizei hatte umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Ke arabische Zeitung ״EI Karmel“ berichtete vor einigen Tagen, daß innerhalb der Arabischen Exeku five ein ernster Konflikt zwischen dem 80jährigen Präsidenten der Exekutive, Muza Kazitn Pascha, und zwischen den Sekretären der Exekutive und ihren, hauptsächlich jüneren Anhängern ausgebrochen ist, als za dem Verbot der alästina-Regierung einer politischen Totenfeier für die Hingerichteten innerhalb der Exekutive Stellung genommen werden sollte. Muza Kazim Pascha drohte mit seiner Resignation, entschied sich allerdings später anders. Das gleiche Blatt berichtet über eine Unterredung zwischen Moghanan Elias Effendi Moghanan und dem stellvertretenden Chefsekretär der Palästina-Regierung, Mills. In diesem Gespräch betonte Mills nachdrücklich, daß die Hinrichtung der drei Teilnehmer an den Unruhen mit Martyrium nichts zu tun habe, vielmehr die Strafe für bega »geae Morde darstelle. Di« Klagemauerkomraission Genf, 28. JuIL 0.T.A.) Ke Klagemauerkommission, die Palästina vor einigen Tagen verlassen hat, wird nicht leich nach Genf komm«!, sondern sich vorerst nach L o n - on begeben. Ke Kommissionsmitglieder werden Ihre Ent- Scheidung in London wahrscheinlich nicht gleich redigieren, sondern werden zu einem spätere« Zeitpunkt in einem noch zu bestimmenden Orte Zusammentreffen, um den Bericht abzufassen und die Entscheidung zu fällen. In der Zwischenzeit soll jedes Mitglied die Möglichkeit haben, seine Schlüsse Sh1 rieh m formulieren.

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