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Jüdische Rundschau · 1930-07-22 · Heft 57 (22.7.1930) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 57 (22.7.1930)
Date
1930-07-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 384 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 57, 22. VII. 1930 Galuthfrauen und Palästina - Arbeit Reiseeindrücke in Europa Von Nantiy Margulies-Auerbach, Tel-Awiw. Wenn man anläßlich einer Rundreise durch den größten Teil des Kontinents Gelegenheit hat, überall mit jüdischen Frauen zu konferieren, ihnen zu helfen und von ihnen Informationen zu erhalten, so kann man wohl einen vergleichenden Ueberblick über die wesentlichen Merkmale der Arbeit erhalten, und es dürfte im Interesse der Sache liegen, diesen Ueberblick der jüdischen Frauenwelt wiederzugeben. Zwei Dinge erscheinen mir hervorstechend überall gleich zu sein; die gehemmte Arbeit durch die schwere Wirtschaftliehe Situation in ganz Europa, die alle auf Sammeltätigkeit gerichteten Besprechungen sehr erschwert und in einzelnen Ländern fast lahmlegt. Die zweite Feststellung ist ein gewaltiger Fortschritt des Interesses an der Palästina-Arbeit, zu dem in keinem Verhältnis steht der Fortschritt der rein zionistischen Betätigung resp. die Ausbreitung des zionistischen Gedankens unter den Mitgliedern der Frauenorganisationen. Ob es so gut oder nicht gut ist, soll hier nicht entschieden werden — hier wird nur berichtet, nicht kritisiert — aber ich möchte fast sagen, daß man früher eigentlich mehr das Gefühl hatte, überall zion i s t i s c h e Menschen zu finden, während man jetzt viel größere Kreise, aber nur auf praktische Palästina- Arbeit eingestellt, trifft und manchmal fast mit Schmerz feststellen muß, daß gut arbeitende Gruppen doch noch vor dem Wort und Gedanken des Zionismus zurückweichen, obwohl sie enau die Arbeit ausführen, die eben dieser zionistische Geanke geschaffen und eingeleitet hat. Erfreulich ist es zu erfahren, daß auch die sogenannten nichtzionistischen Verbände fast durchweg die Zionistische Frauenorganisation als die alleinige Repräsentantin der Frauenarbeit in und für Palästina anerkennen. Es ist fast überall gelungen, die Einzeiaktionen und Einzelsammlungen zu konzentrieren und in einer Hand derjenigen der Wizo — zu vereinigen, was allerdings zur Voraussetzung hatte die Ueberzeugung von der endlichen Einigung der Frauenarbeit in Palästina. Die Tatsache, daß die Wizo ihre Arbeit nicht mehr beschränkt auf einige Institutionen, sondern sich mehr und mehr verantwortlich fühlt für alles, was in Erez-Israei von Frauen für Frauen und Kinder geschieht, hat meines Erachtens einen ganz großen Aufschwung der Arbeit und noch mehr eine ganz bedeutende Vergrößerung ihrer Arbeitsmögiiehkeiten zur Folge gehabt, weich letztere freilich fast in ihrer ganzen Ausdehnung noch nicht ausgenützt worden sind. Ferner habe ich feststellen müssen, daß fast überall eine roße U nkenntnis des realen lebendigen L < - ens in Palästina vorherrscht, daß man zwar über letzte Ziele und über die meisten Institutionen ziffernmäßig gut informiert ist, aber überhaupt keine wirkliche Vorstellung vom Lande, den Menschen und dem täglichen Leben hat. Und manchesmal war es für mich erschütternd zu sehen, wie die ausführliche und vielleicht plastische Schilderung ganz einfacher Dinge und Vorgänge in Erez-lsrael sofort einen lebendigen Kontakt schuf gerade mit den vielen Frauen, die nur unmittelbar und ursprünglich empfinden und schließlich doch eben das ״Volk“ darstellen, zu dem wir sprechen. * Als Neuland der Arbeit und dadurch so sehr erfreulich zeigte sich in Italien die Organisation der ״Adei“ (Associazione delle donne ebree in Italia), deren erste Gruppe in Mailand wir seinerzeit mit größter Mühe zustande brachten. Damals ein ganz kleiner Kreis von Frauen, zählt jetzt nach fünf Jahren diese Organisation unter der Leitung von Frau Cantoni-Pisa dreizehn Ortsgruppen mit ca. 800 Mitgliedern, uod. es herrscht sehr reges jüdisches Leben in diesen Gruppen, Obwohl Italien ein schweres Feld für jüdische Arbeit ist. Ebenso erfreulich ist der Fortschritt des Palästinagedankens in der Schweiz, die numerisch und materiell glänzend arbeitet, aber jeder engeren Beziehung zur zionistischen Welt noch etwas fernsteht. Auch hier wird (und hoffentlich sehr bald) der Gedanke Raum gewinnen, daß ihre ausgezeichnete Arbeit ihre Stoßkraft und Großzügigkeit verdankt dem zio• nistischen Schaffen und daß es auch demjenigen, der sich persönlich noch nicht hierzu bekennt, doch selbstverständlieh sein muß, eine Solidarität der Arbeit und gemeinsame Verantwortung aller für die Arbeit herbeizuführen. Die Tschechoslowakei mit ihrer glänzenden Organisätton (wo solche Führerinnen so hingebend arbeiten, kann der Erfolg nur glänzend sein) zeigt ein Bild fast lückenlos durchgeführter Propagandatätigkeit und straffer Disziplin, die nur noch etwas stärker nach der Seite der zionistischen Beeinflussung ausgebaut werden könnte. Besonders die Prager Frauen (dies zeigte eine besonders schöne und stimmungsvolle Veranstaltung) sind qualitativ hoch zu werten und zeigen besonders starkes Interesse für Spezialfragen in Palästina, die nicht allgemein diskutiert werden. Der Organisation können die besten Prognosen gestellt werden; durch die umfassende Art ihrer Tätigkeit scheint sie bestimmt, alle jüdischen Frauen des Landes zu gemeinsamer Arbeit zu vereinigen. Diese Möglichkeit scheint mir in Deutschland weniger vorhanden zu sein; dort finden wir eine recht große Anzahl intelligenter, zur Führung geeigneter Frauen, die durchaus imstande wären, eine größere Lan- desorganisation zu leiten, ohne daß es bisher gelungen wäre, die Massen jüdischer Frauen für die Arbeit zu interessieren. Eine ernst und würdig arbeitende Fratiengruppe fand ich in Holland, wo allerdings noch die innere Organisation und die Zusammenarbeit mit den anderen jüdischen Frauengruppen dnrehgeführt werden muß. Dies ist jetzt im Gange und wird wohl zu guten Fortschritten führen. Die französische Gruppe in Paris ist bisher begrenzt auf ein rein soziales Arbeitsgebiet, die Mitglieder sind von dem Begriff der Volksarbeit zum Teil noch weit entfernt. Ein Komitee unter Führung der sehr regen Frau Netter bemüht sich um die Intensivierung des Gedankens der Palästina-Arbeit, hoffentlich durch Unterstützung seitens unserer Zentrale mit gutem Erfolge. Auffällig ist es, daß in dieser Gruppe so wenig von den Frauen der russischen Emigration zu sehen ist; sie gerade wären sehr geeignet zur Vertiefung des jüdischen Elements in einer teils recht assimilierten Umgebung, und es lohnt sich wohl, hier eine stärkere Propaganda einzusetzen — der Erfolg dürfte die aufgewandten Bemühungen rechtfertigen. So war diese Fahrt durch die Frauengruppen sehr lehrreich, und es steht zu hoffen, daß einige dieser Erfahrungen auch positiv auf die Gruppenarbeit einwirken. Das wichtigste scheint mir die Aendcrung der Propaganda-Meth od c in der angedeuteten Richtung, die Einstellung auf die uneingeschränkte Aufnahme nichtzionistischer Verbände in die Wizo, die faktische Durchführung der Zusammenarbeit mit den sozialen Frauenverbänden in Erez-lsrael und die Her- Stellung eines lebendigeren, viel stärkeren Kontaktes zwischen Erez-lsrael und den Galuthländern. Dann können wir getrost auf einen starken Aufschwung der Frauenarbeit rechnen. ״Palestine Land Development Co.“ Ltd. In der Generalversammlung der Gesellschaft, über die wir schon kurz berichteten, teilte der Managingdirektor Dr. Thon u. a. mit, daß die Verpflichtungen der ״PaleStine Land Development Co.“ am Zeitpunkt der Generalversammlung von zirka 430 000 £ Ende 1925 auf zirka 177 000 £ am Zeitpunkt der Generalversammlung gesunken sind. Die Politik der Gesellschaft in den vergangenen Jahren ging planmäßig auf Reduktion der bestehenden Verpflichtungen; durch erhebliche Verkäufe auch im Rechnungsjahr 1929 wurde diese Tendenz weitgehend ermöglicht. Auch im Jahre 1930 sind bisher in Palästina für beträchtliche Beträge Böden verkauft worden. Nach den Unruhen im Jahre 1929 bestand in weiten Kreisen des Jischuw der Wunsch, arabische Wohnungen und Läden zu verlassen und geschlossene jüdische Viertel in den Städten auszubauen. Durch die von der PLDC vor vielen, Jahren erworbenen Böden wurde die Durchführung dieses' Wunsches weitgehend ermöglicht. In diesem Sinne stellt der kürzlich durchgeführte Kauf zur Erweiterung des jüdischen Viertels Rechawiah in Jerusalem eine weitere wichtige Etappe dar. Mit dem Verkauf der neuen Rechawiah-Parzelfen ist in Jerusalem bereits begonnen worden. Im Berichtsjahr wurden zirka 52 300 Dunam landwirtschaftliche Böden im Werte von 227 030 £ (hiervon zirka 40000 Dunam für den KKL) gekauft. Ein Teil dieser Käufe bildeten den Abschluß jahrelang geführter, sehr schwieriger Verhandlungen, die endlich zum Erwerb des ״Waadi el Chawareth-Bodens“ und zur Erweiterung der Kolonie ״Herzliah“ führten. Den Käufern wurden im Jahre 1929 Grundbuchtitel (Kushane) im Gesamtwerte von zirka 277 000 £ übergeben. Am Schluß seiner Ausführungen wies Dr. Thon auf die Würdigung der Arbeiten der PLDC durch den Shaw-Bericht hin. In diesem Sinne hieß es in Kapitel VIII, das den Bodenfragen gewidmet ist, u. a.: ״Wir finden, daß die jüdischen Gesellschaften, die diese Transaktionen vorgenommen haben, keine Kritik verdienen. Durch die zweifellos von ihnen geleisteten Entschädigungen an viele Pächter auf den von ihneta gekauften Böden in der Ebene Esdralon haben die Gesellschaften Zahlungen übernommen, zu . denen sie zur Zeit dieser Transaktionen dem palästinensischen Gesetz nach fear itiehrt.verpflicht et waren. Außerdem handelten sie mit Wissen der Regierung.״ Die Art dieser Erwähnung ist einer der wenigen Lichtpunkte des Berichtes, und zwar bezieht sich diese Bemerkung ausschließlich au f die PLDC, da diese die im betreffenden Abschnitt erwähnten Käufe durchgeführt hat. Man kann sich vorstellen, wie scharf die Untersuchungskommission die Gesellschaft kritisiert hätte, wenn diese ihr durch die Art ihres Vorgehens bei Bodenkäufen irgendeinen Anlaß dazu gegeben hätte. Der Bericht der Untersuchungskommission bezieht sich auch auf die Aussagen arabischer Sachverständiger, daß viefe Pächter von Grundstücken, die später von den Juden erworben wurden, nach Amerika ausgewandert seien. Obgleich diese Aussage absolut unwahr ist, ist sie doch geeignet, auf Leute, die mit den Tatsachen nicht vertraut sind, Eindruck zu machen, Bfe PLDC hat es sich deswegen angelegen sein lassen, Material über den Aufenthaltsort und die derzeitige Beschäftigung der Pächter zu sammeln, die im Emek Jesreel saßen, bevor der Boden in jüdischen Besitz gelangte und dieses Material der ״Jewish Agency“ zu übergeben. Aus ihm geht hervor, daß im ganzen 688 Pächter in diesen Dörfern wohnten und daß im Jahre, in dem die Zahlungen vorgenommen wurden, 37 davon gestorben waren. Unter den verbleibenden 651 blieben 526, also 81 »0, weiter in der Landarbeit in den Dörfern des Nord-Distrikts, d. h. also in der Nähe ihrer früheren Wohnorte, während 84, also 13 <V0, Arbeit in den Städten fanden, und zwar als Handwerker, Gemüse- und Milchhändler, Bauarbeiter, Kameltreiber; nur bei 41 Leuten konnte der jetzige Wohnort nicht ermittelt werden. Diese Zahlen beweisen, daß die Gesellschaft bei ihren Bodenkäufen bemüht war, in bezug auf die bisherigen Pächter äußerst umsichtig und vorsichtig Vorzugehen, wobei sie sich auf die Hilfe ihrer Mitarbeiter und ihre jahrzehntelange Erfghrnng stützen konnte. מדרש מעה׳ פרקי עיון ומדרש ביסודות היהדות על פי מרבת ברכות מאת משה נאכט. ילקוט׳ ברלין תרפ״ח Ein Buch, originell in der Anlage und originell in der Ausführung, hat Dr. Jakob Nacht, zuletzt in Radautz (Rumänien), jetzt in Straßburg aus dem Nachlaß seines Bruders R. Mosche Nacht s. S. einem großen Leserkreis nahe gebracht. Der Verfasser hat es unternommen im Anschluß an den an Hagadah reichen Trakt et Berachoth eine Darstellung der Grundlagen der jüdischen Lehre und Kultur z% bieten. Dadurch zeigt das Werk keine hohe Systematik una macht auch keine tiefen Kenntnisse von Philosophie und Dogmatik erlorderlieb, sondern läßt so leicht und angenehm wie die Agada des Talmuds selbst ernste Lehren und beherzigenswerte Mahnungen in den Leser und Forscher überfließen. So haben wir in Wirklichkeit ein Mussarbuch ganz eigener Art vor uns, dessen feines hebräisches Sprachgewand und dessen liebevolle Worttönung den Weg zu jedem aufnahmefähigen Herzen gern finden werden. Dabei empfindet man immer wieder, wie der Verfasser מלא תירה ist, mit Leichtigkeit Parallelen und ähnliche Aussprüche, selbst interessante bei denselben Autoren sich findende Formulierungen, wie z. B. die bei R. Simon ben Jochai beliebte Wendung בדין היא auf S. 131 zu Bl. 14 b —, seinen Goethe und Platon, Achad Haam und Spinoza zu zitieren versteht und doch auch מלא יראה religiöse Inbrunst und nationale Liebe in sich getragen hat. Für die Anlage möge ein Beispiel in Auswahl und Uebersetzung folgen: zu dem Ausspruch des Rabina auf Bl. 20 a, daß das Denken — an ein Gebet — dem Aussprechen gleich käme, schließt der Verfasser folgende Gedanken an: es gibt drei Stufen jeder Betätigung in der Welt: 1. das Trachten der Gedanke, 2. das Reden =־־ Aussprechen des Gedachten und schließlich 3. die Tat Ausführung des Gedachten. Die einzelnen Stufen werden nun auf etwa zwei Seiten behandelt. Von der Liebe zur jüdischen Sache kann folgende Stelle einen Beweis ablegea: der Verfasser klagt über den mangelnden Einfluß des Religionsgesetzes auf das jüdische Leben, und fährt also fort: siehe nun ist der Zionismus gekommen, dieser erfahrene Arzt für alle Leiden unseres Volkes, der in seinen Flügeln neue Lebenskraft hat und das Volk von seinem körperlichen und geistigen Schlummer erwecken wird. Und das Volk hat zum Teil bereits begonnen wach zu werden, zu erkennen, woran es ihm mangelt, Es Ist zu hoffen, allmählich wird das Volk seinen Mangel erkennen, und wird dann die Perle finden — das Gesetz —, die es infolge der schweren Leidenszeit verloren hat, und so wird das ganze Judentum neues Leben wieder erhalten. Nun gibt es aber Leute kurzen Sehblickes, sie erklären, der Zionismus sei nicht koscher, da noch nicht das ganze Volk zurückgekehrt sei — hier folgt eine Abweisung des Chassidismus — und dann heißt es ״darauf haben unsere Weisen m:t Bezugnahme auf das Mosewort gesagt: gedenket der Tage der Vorzeit, prüfet die Jahre jeglichen Geschlechtes; denket in solchen Notlagen, wie eure Väter sich geführt haben und hätten in der gleichen Lage, 4a müßten wir der Uneinigkeit gedenken zur Zeit der ersten nationalen Zerstörung und nicht uns ihrer wieder schuldig machen, da wir neues Leben aufzubauen beginnen“. Die Einleitung des Buches bringt eine Biographie des Verfassers und seiner Familie. Rabbiner Dr. A. Posner, Kiel. Ortsgruppen Frankfurt a. M. Am 13. Juli 1930 fand eine Mitgliederver- Sammlung der Union der Zionisten-Revisionisten, Ortsgruppe Frankfurt a. M., statt, bei der Herr Dr. Leo Harry, Wiesbaden, üb«־ *eine kürzHche Palästinareise in äußeret fesselnder Weise berichtete Im Anschluß an den interessanten Vortrag fanden che Wahlen zur Prager Revisionistischen Konferenz statt. Als Delegierte wurden gewählt: 1. Dr. Paul Arnsberg, 2. R.-A. Dr. Harry, Wiesbaden, 3. Henrik Lissauer. Ersatzdelegiert': Dzialowsky, Samuel Kornreich, Marcus Schimmel cand. jur., S. Wigodsky. Am Sonntag, dem 27. Juli, wird eine Mitglieder- Versammlung über Konferenzfragen stattfinden. Gelsenkirchen. Die Zionistische Ortsgruppe versammelte sich am 17. Juli zu einer eindrucksvollen Feier des Todestages Theodor Herzls. Die Herren Dr. Mündel, S. Mechlowitz und Ewald Stern hielten Ansprachen. Es wurde eine Protestresolution gegen die Einwanderungsbeschränkung angenommen und dem englischen Vizekonsul in Essen übergeben — Eine außerordentliche Mitgliederversammlung beschloß Er- Weiterung des Vorstandes. Außer den Herren S. Mechlowitz, Dr. Mündel, Ewald Stern, F. Hirsch gehören dem Vorstand noch an Frau Dr. Mündel und die Herren Fritz Krayn und Dr. Lustig. Es wurde eine Schekel-Kommission und eine KKL- Kommission neu gewählt. Anschrift dieser: S. Mechlowitz Hochstraße 41. ’ . Saarbrücken. Eine sehr stark besuchte Protestversammlung in Saarbrücken faßte einmütig am Todestag Theodor Herzls eine Resolution gegen die Immigrationsbeschränkungen in Palastma und übermittelte diese Entschließung dem Colonial Office in London. halber ist ein Paket von £ 20-Aktien des Jewish Colonial Trust billig zu verkaufen. Der Besitzer ist in einer besonderen Notläge und durch den Verkauf würde ihm grundsätzlich geholfen werden, interessenten bitten wir, sich zu melden beim Palästina- Amt, Berlin W 15, Memekestr. 10. r K Die glückliche Geburt ihre« Sohnes Ddl) zeigen hocherfreut an Aron Kaufmann und Frau Anfa geb. Dolgopoitkaja . Erfurt, den 20. Juli 1930, z. Zt Privatklinik Dr. Ksyser Die glückliche Geburt eines Mädchens zeigen voller Freude an Max Fulder und Frau Beatrice geb. Landau Hamburg:, den 16, Juli 1930, CurschaannstraSe 27 צו empfiehlt *le£1 zur Anfertigung eleganter und einfacher Damen - Garderohen an »oliden Preisen Berlin W 62 LutherstraS* 4? Gartk. Hl Fernsprechers (B 5) Barbarossa 7838 FEST DICHTUNGEN Aktuell, Toasts ׳ TaiBiiieder / vertrage!.*- FesizsiKingeB ' Aumarangen viduell verfallt EfiAIftilAlt BERLIN « CHARLOTTENBURG 4 SllllUun Waitzstraße 20. Tel.: Bleibtreu 2318. Doktor-Examensarbeiten Diktate, Abschriften, Uebersetzuneen Vervielfältigungen jeder Art Aushilfen auch außer dem Hause. Frau Clara U11 m a n n (früher Wöllstein) Flotowstraße 5 unmittelbar etn Bahnhof Tiergarten Telx Hansa 53 05. Anmeld.: bis 1/*9 Uhr morg. od. 3-7 nachm. Malerarbeiten Renovierung von Wohnungen, Treppenhäusern, Fassaden, preisw. H. Krebs, Berlin - Schöneberg, Gothaer Straße 5. Telefon: Stephan 981. Palästinensische STUDENTIN die die hebr., eng!, und deutsche Sprache vollständig, die franz. u. runs. fast vollständig beherrscht, erteilt io diesen Sprachen Unterrieht u. übernimmt Uebersetzung!♦ arbeiten usw., evtl, gegen freie Wohnung od. Verpflegung. Off. unter D 36 an die Jüd.Rundschau, Berlin W 15, Meinekeatraße 10. SCALA Barbarossa 9256 VARIETE- NEUHEITEN Täglich 2 Vorstellungen 5 und 8*/* Uhr. Unsere neuen Preise: Wochentags 5 Uhr 50 Pf. bis 3 Mark Täglich 8 Vs u. Sonnt. 5 Uhr 1 Mark bi* 6 Mark Ab Klavierstimmer empfiehlt sich Perez Steglitz, Jeverstr. 1. Telefon: Steglitz 1920. Limispiei'Tiieafer Spielplane ab 22. Juli 1930 Universum Skandal am Et» HarfOrsiendamm Dar Mas• Eagal Ufa״Palast am Zoe War aai Rheia Gloria ״Palas! Hokaapokaa Ufa ״Pavillon Nfa BanuneriHftfipieie Skandal am Eva Spielplan der Berliner Theater vom 22. bi« 25. Juli 19» Deutsches Theater Theater des Westens *,*,י•“ Daa Laad daa Uchobu Bomödie Wla ward, ick raiefc aad glücklich? Lessind *Theater Dar Faaa Metropol-Theoier Mit Dir allala aal aiasr alaaamaa Inial Theater in der Relurcnstra Mala Vallar Edaard RenaissanceThea Dl« Wunder Bar Hontisdie Oper Dia Frau oha• KaB י״׳י““" K״.*«*״: Dr. W«« Bloch, Barlia -Wilra.r«d־ri. Varia* Judmfcc Ruad,*.uG.m.b.H.. B־ri״> W15. WwbrtU* «c <t,a U&toMh R.S־,al, B«liaAu.*Varw. Jüdisch, Ruad**.» G.־ub.HL, Bariia W15, »-y.■, r Dreck voa Siegfried Scho!•«, Barlia •ScfaSaakerg.

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