Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 49 (24.6.1930)
- Date
- 1930-06-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Die KlagcmaacrkommiSsion in Jerusalem Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag «.Freitag, Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,-— Goldmark, vierteljährlich 5»75 Goldmark. Au*l»ntb*b«11>enjsnt• w«rden in der Wahrung dar einzelnen Länder berechnet. Anzeigenpreis: 8 ge*p, Nonpamllezeil« 0,50 G.-M Stellengesuch• 0,25 G.-M. Nummer 49 | Berlin, 24, VI. 1930 Redaktion Verlag und Anzeigen *Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., BerlinW15, Meinekestr.10 Telephon: J 1 Bismarck 7165 -70. Anzeigenteil]uS: Dicnitag und Frei 1 eg nechmittege 4 Uhr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck.Konten: Berlin 17392, Be*el V 9355. Belgrad 68032 Brüssel 394 33. Budepest S9693. D»nzig 1973, H»«j 140 470. Pr•« 594 JO, Riga 4155, Stra**hurg 16430, W»r»ehau 190708, Wien 156030. B»nk - Konten: Dennatidter und Nationalbank, Deponiten..Ka»*e Berlin, Kurlürstendamm 52; Banca de Eat, Ceraauti (Rumänien); Anglo Paleatine Co, in Haifa, Jerusalem, Tel -Aviv. Pet_Zionismus_erstrebt_tOr_jdlasJOdlsche Volk die Schaffung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte ln Pallstlna. ״Baseler Programm.“ Makkabi-Tagung in Antwerpen Zur Begrünung Von Dr. Hermann Leie wer, Berlin. Der Makkabi-Kongrcß, der vor einem Jahr in Mährisch-Ostrau stattfand, war für alle Teilnehmer ein außerordentlich starkes jüdisches Erlebnis. Die diesjährige Makkabi-Tagung, die vom 4. bis 7. Juli in Antwerpen vor sich' gehen wird, wird der Öffentlichkeit den Beweis erbringen, daß die Bewegung in Mährisch-Ostrau nur ein Begriff und Neubeginn, in dem letzten Jahr eine imponierende Aufwärtsentwicklung durehgemacht hat. Quantitativ ist der Makkabi-Weltverband in dieser Zeit außerordentlich gewachsen. Insbesondere in den Ländern, in denen der Sport eine dominierende Rolle im öffentlichen Leben spielt, wie in England und Amerika, hat die Makkabi-Bewegung beträchtliche Fortschritte gemacht. Zum erstenmal wird der Bar Kochba London unter Leitung seines Führers Watesly Aron und Amerika auf einer Makkabi-Tagung vertreten sein. Von vorläufig unabsehbarer Tragweite ist die jüngste Entwicklung in Polen, wo es zwar immer zahlreiche Makkabi-Vereine gegeben hat, ohne daß es jedoch zur Zusammenfassung dieser Vereine in eine einheitliche Organisation gekommen war. Lediglieh der Unterverband für Südwestpolcn mit dem Sitz in Bielsko war dem Makkabi-Verband allgeschlossen. Jetzt ist es gelungen, einen einheitlichen allpolnischen Makkabi- Verband mit dein' Sitz in Warschau zu schaffen, der sich in sieben Unterverbände: Warschau, Krakau, Lemberg, Bielsko, Lodz, Grodno und Rowne gliedert. Die polnische Exekutive ist dabei, all diese Verbände straff durchzuorganisieren, ״ •.v״,.. . ' , . . .. " 'Die organisatorische "Aufbauarbeit ist nicht nur in Polen, sondern auch in den anderen Ländern stark vorwärts geschritten. 111 24 Ländern existieren heute Makkabi-Kreise. ln 12 Kreisen werden eigene Makkabi-Zeitungen herausgegeben, darunter in Ercz-Israel eine monatliehe Zeitschrift in hebräischer Sprache, die — von Awieser Yellin geleitet — literarisch und technisch zu den besten Zeitschriften des Verbandes gehört, vielleicht sogar die beste jüdische Turn- und Sportzeitung der Welt darstellt. Auch in der inneren Entwicklung des Verbandes ist man ein großes Stück vorwärts gekommen, der zionistische Grundgedanke der Makkabi-Arbeit ist heute überall an er-׳ kannt. Ueberall gleich ist die Tendenz, die fraktionspolitische Zerklüftung des Zionismus zu überwinden oder mindestens in die natürlichen Schranken zurückzuweisen. Der Makkabi-Weltverband als solcher ist keiner innerzionistischen Partei oder Fraktion eingegliedert. Sein Prinzip ist es, seine Menschen für die allgemeinen Aufgaben des Zionismus zu erziehen. Die Hebräisierung hat in allen Kreisen Fortschritte gemacht. Die Verknüpfung mit der Aufbauarbeit in Erez-Israel ist stärker geworden. Die ersten Makkabi-Chaluzim aus Rumänien sind vor wenigen Monaten nach Palästina übergesiedelt. Die Frage der Chaluziuth ist in vielen Kreisen das Zentralproblem geworden. Der Kontakt mit der Zionistischen Weltorganisation hat sich enger gestaltet. Die Zionistische Exekutive in London, als deren Vertreter Lazarus Barth an der Antwerpener Tagung teilnehmen wird, hat wiederholt ihr regstes Interesse für die Makkabi-Bewegung bekundet. Die zionistische Arbeit findet in erster Reihe ihren Niederschlag in der Arbeit für den Keren Kajemeth. In den meisten Ländern gehören die Anhänger der Makkabi-Vereine zu den wichtigsten Sammlern. Der Verbandsausschuß, der in Antwerpen zusammentritt, hat eine Fülle ideeller, organisatorischer, technischer und finanzieller Fragen zu erörtern. Er wird die Riehtliniert festzulegen haben, nach denen in Zukunft die Arbeit des Weltverbandes vor sich gehen soll. Ein Hauptpunkt der Beratung wird die Makkabiade darstellen. Diese für 1932 geplante große Treffahrt aller Makkabi-Vereine in Erez-Israel bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Ueber die zu treffenden Maßnahmen, insbesondere hinsichtlich der Sparaktion, des Transports und der Unterbringung werden weitgehende Beschlüsse gefaßt werden. Wieder wird die eigentliche Tagung umrahmt von einem großen Turn- und Sportfest, zu dem heute schon mehr als 1000 aktive Teilnehmer aus Belgien, Holland, Frankreich, England, Deutschland, Tschechoslowakei, Schweiz und Polen angemeldet sind. Auch der palästinenrische Kreis sendet zur Antwerpener Tagung eine besondere Abordnung. Eine Gruppe von Makkabim auf sieben Motorrädern haben die Fahrt von Haifa nach Antwerpen angetreten und sind bereits in Rumänien eingetroffen, von wo aus sie mit ihren Motorrädern die in Frage kommenden 1 europäischen Makkabi-Kreisc besuchen werden. Am 4. Juli werden sic in Antwerpen Eintreffen. Diese Tatsache sei besonders verzeichnet. Sic soll uns den Sinn unserer Arbeit, die Verknüpfung mit Erez-Israel symbolisieren. Der unzerstörbare und unbeugsame Wille des jüdischen Volkes, Palästina aufzubauen, ist Grundlage und inhnlt der Arbeit des Makkabi-Weltverbandes. MiimnmiiMiiiimimimiiiiHiiiHiNiimmmmiiiiiimiiiiiimiHiiiiMiHiiiiiiiiiiniiiiiiiimMimiiniiiiiiimiiiiiiimmuiiiiimniii Das Programm der Festveranstaltungen Donnerstag, 26. Juni, abends 8.45 Uhr: Großes Konzert jüdischer Musik mit Teilnahme des Makkabichors und des jüdischen Orchesters in der Großen Oper. Dienstag, 1. Juli: Schachwettkämpfe. Mittwoch, 2. Juli, abends 8.30' Uhr: Ringkämpfe. Donnerstag, 3. Juli, abends 8 Uhr: Versammlung der Führer der am Sportfest teilnehmenden Gruppen. Freitag, 4. Juli, vorm. 11 Uhr: Eröffnung der Verbandsausschußtagung; nachm. 2—4 Uhr: Generalprobe; nachm. 4—7 Uhr: Zwei Fußball-Matches; abends 8.30 Uhr: Empfang der Delegierten in der Großen Synagoge. Sonnabend, 5. Juli, nachm. 3 Uhr: Gemeinsamer Besuch der Weltausstellung; abends 9 Uhr: Große öffentliche Kundgebung. Sonntag, 6. Juli, vorm. 8—11 Uhr: a) Turn-Wettkämpfc, b) Leichtathletische Wettkämpfe; vorm. 11—12.30 Uhr: Festzug durch die Stadt und Empfang vor dem Rathaus; nachm. 3—7 Uhr: Sport- und Turnfest, nebst Fußball- Finale im Berchem-Stadion; abends 8.30 Uhr: Schwimmfest. Montag, 7. Juli, vorm. 9 Uhr: Tennisturnier; nachm. 3 Uhr: Ausflug. Besichtigung der Hafenanlagen; nachm. 4 Uhr: in diir grölten Halle der Weltausstellung. Die Tagung des Verbandsausschusses Freitag, 4. Juli, vorm. 11 Uhr: ״Rechenschaftsbericht“ von Dr. Le lewer; ״Chaiuziuth und Makkabiweltverband“, Referent: Friedenthal; ״Sport- und turntechnische Fragen“, Referent: Kaminski; nachm. 3—02 י Uhr: Mittagspause; nachm. 3 Uhr: Berichte der Delegierte n aus Palästina, England, Polen, Rumänien, Deutschland, Litauen, Tschechoslowakei, Frankreich, Schweiz, Oesterreich; anschließend: Generaldebatte. Montag, 7• Juli, vorm. 9 Uhr: ״Makkabiade“, Referent: Dr. Rosenfeld; ״Ozar Hamakkabi“, Referent: Fritz Lewinsohn; ״Aufgaben eines Repräsentativkomitees“, Referent: Friede nt hat; Fortsetzung der Generaldebatte; Anttige. 111111n1n11m1n1mn11H:11i111m1!11i1mm111!i1!111m11111M11111n!N11[{1m1i1111111u11um11mw11111111!!111n1n11111111mi11m111m1111 Makkabiade 1932 Von Dr. A. R o s e n f e 1 d. Im Zeichen Bar Kochbas, des Sternensohnes, soll das Jahr 1932 von der gesamten national-jüdischen Jugend festlieh begangen werden. Den! Andenken des grollen Volksbeiden, der 132 n. Chr. an der Spitze einer heldenmütigen Schar zu allem bereiter Männer zum letzten Male weithin sichtbar die Fahne des Aufstandes und der Freiheit gegen das mächtige Rom aufrollte, soll dieses Jahr gewidmet sein und die jüdische Jugend zu neuen Taten und vervielfachten Anstrengungen für den Aufbau Erez-Israels und insbesondere für die Erlösung seines Bodens aufgerufen werden. Die im Weltverbande ״Makkabi“ zusammengeschlossene jüdische Sportjugend wird überdies auf ihre Weise das Andenken des Freiheitshelden ehren, dessen stolzen Namen viele ihrer Vereine tragen. Durch ihre sportlichen Leistungen will sie von der ungeschwächten Lebenskraft des jüdischen Volkes, dem die 1800 Jahre der Galuth seinen Lebenswillen nicht brechen konnten, Zeugnis abtegen. Aus allen Ecken und Enden der Zerstreuung werden junge Juden in heller Begeisterung nach Erez-Israel zur 1. Makkabiade strömen und nicht nur ihrem sportlichen Wollen und Können, sondern auch ihrer tiefen Verbundenheit mit dem Lande und seinem Jischuw Ausdruck geben. Die kampfgewohnten jüdischen Turner und Sportler, die bisher auf den Olympiaden nur für die Fahnen ihrer Wohnländer gekämpft haben, werden nunmehr auch die blauweiße Fahne auf der jüdischen Olympiade verteidigen' und ihre Kräfte miteinander messen. Und wo anders denn könnte die Prüfung der Leistungen des jüdischen Sportes, die Auslese der Besten unter den in allen Teilen der Welt Zerstreuten vor sich gehen, als in Erez-Israel, dem Lande, mit dem wir durch eine glorreiche Vergangenheit, ein lOOOjähriges Hoffen und die unsagbaren Opfer unserer Chaluzitn tausendfach verbunden sind? Erez-Israel, das im Mittelpunkte jiklisehen Lebens und Strebens steht, soll und wird auch der Mittelpunkt des jüdischen Sportes werden. — In Antwerpen werden die vielen dringenden Fragen, die mit der ״Makkabiade“ Zusammenhängen und der Entscheidüng harren, den wichtigsten Gegenstand unserer Beratungen bilden. Nebst den Fragen des Transportes, des Programmes und der Organisation wird uns vornehmlich der Bau eines Stadions beschäftigen. Die uns wohlgesinnte Stadtverwaltung von Tel-Awiw, der ersten jüdischen Stadt, stellt für die erste jüdische ״Makkabiade“ eine größere Bodenfläche zur Verfügung. Desgleichen auch die Tcl-Awjw benachbarten jüdisehen Kolonien. Die Entscheidung über den Ort wird in den nächsten Tagen in Ercz-lsracI gefällt werden. Unsere vornchmste Pflicht muß cs nun sein, alle verfügbaren Kräfte an/ustmigeii, um die nötigen Geldmittel für die Errichtung des Stadions aufzubringen. Ls ist beabsichtigt, auf dem Stadionplatzc auch ׳eine Schule für Leibesübungen samt Internat zu bauen. Sie soll dazu beitragen, die Körperkultur im Lande zu fördern, eine sportliebende Generation heranzuziehen und die Sportlehrer mit den neuesten Methoden körperlicher Erziehung vertraut zu machen. Diese Schule wäre auch die idealste Ausbildungs*- statte für die Instruktoren des Makkabi in der ganzen Welt. Aufgaben von größter Wichtigkeit harren somit ihrer Verwirklichung. Die nächsten Jahre sollen daher nur den Vorbereitungen der ,,Makkabiade“ gewidmet sein und alle Energien für dieselbe freigemacht werden. Bis zur großen Sport-Wallfahrt im Peßacli 1932 dürfen keine interterritorialen sportlichen Veranstaltungen mehr stattfinden. Die Propaganda für die ״Makkabiade“, die hoffentlich eine ständige Einrichtung wird, muß in die breitesten Kreise der jüdischen Jugend auch der entlegensten Länder getragen und diese zum Sparen angehalten werden. — Während meines Besuches im Lande konnte ich des öfteren wahrnehmen, wie sehr sich die Makkabim in Erez-Israel auf ein Zusammentreffen mit den Brüdern aus der Galuth, denen sie sich aufs innigste verbunden fühlt, freuen. Sie sehen dem größten Ereignis in der Geschichte des Makkabi — das auch ein Novum in unserer tausendjährigen Geschichte darstellt — mit Zuversicht und tatenfroher Begeisterung entgegen. Die Makkabim in Erez-Israel — wie wir alle — erhoffen von der werbenden Kraft der Makkabiade eine Erstarkung des ״jüdischen“ Sportes sowohl in der ganzen Welt als auch im Lande, wo die Leibesübungen als Faktor der Erziehung leider noch nicht genügend anerkannt sind. Ungeachtet des schweren Kampfes, den der Makkabi Erez-Israel um seine Existenz kämpft, stellten unsere Freunde drüben jederzeit ihren Mann und werden auch 1932 ihre Mission würdig und treu erfüllen. Wir dürfen aber nicht — schon im Hinblick aut die Makkabiade —,ihren Nöten tatenlos zuschaucn; müssen, ihnen hingegen hilfreich zur Seite stehen und ihre Not zu lindern bemüht sein. Wir können das tun, indem wir unseren Fonds, den Ozar-Hautakkabi, stärken. Der Tag ist kurz und groß ist die Arbeit! Wir werden sie aber bewältigen. Steuern wir nur kraft- und encrgievoll dem uns leuchtenden Ziele entgegen! In Tausenden unserer Schwestern und Brüder ist das Interesse für unsere Sache bereits erwacht; cs wird genährt aus der tiefen Sehnsucht nach dem Lande und seiner Jugend, aus dem Wunsche, jüdische Solidarität in jüdischem Lande zu erleben. Die Bedeutung des Festes in Antwerpen anläßlich der zehnjährigen Feier des dortigen Makkabi wird »nicht zuletzt erhöht durch den Ruf, der von dort ausgehen soll in alle Teile der jüdischen Zerstreuung: Rüstet zur ersten Makkabiade im Jahre 1932 in E r e 7. -1 s r a c 1. Aus der Makkabibewegung Von H ans Friedentlia f. Der Makkabiweltverband hat ideell, organisatorisch und numerisch in den! letzten Jahre eine außerordentlich starke Entwicklung durchgemacht. Trotzdem wir uns frei wissen von der Tendenz, die eigenen Erfolge zu erhöhen, können wir behaupten, daß die Makkabiorganisationen in den meisten Ländern mit zu den stärksten und aktivsten Organisationen der jüdischen Jugend gehören. Die quantitative Ausdehnung unserer Bünde beruht zum großen 1 eil auf dem Geist der Zeit, die dem Sport und der Körperkultur in der Jugend einen ersten Platz geschaffen hat. Die Weltkultur ist heute ohne Sport nicht denkbar, und cs wäre ein nicht wieder gutzumachender Fehler gewesen, wenn wir nicht mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften versucht hätten, die große Welle der Sportbewegung uns dienstbar zu machen und mit ihrer Hilfe den jüdischen Nachwuchs zum Zionismus zu erziehen. Wir glauben sogar sagen zu dürfen, daß in der Jetztzeit, die jeder idealistischen Jugendbewegung ungünstig ist, der Sport und die Pflege der Leibes- Übungen ein wesentliches, vielleicht das wesentlichste Mittel sind, um eine umfassende Jugendorganisation zu schaffen. Der Aufstieg des Makkabiweltverhandes ist besonders im letzten Jahr außerordentlich groß gewesen. Unsere Organisation umfaßt in folgenden Ländern bei vorsichtiger Schätzung mindestens 40 090 organisierte Sportler und Sportlerinnen, Turner und Turnerinnen: Amerika, Argentinien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, England, Erez-Israel, Estland, Finnland, Frankreich, Jugoslawien, Lettland, Litauen, Oesterreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Südafrika, Tschechoslowakei, Türkei, Tunis, Ungarn. Es besteht kein Zweifel, daß die Gesamtzahl viel höher ist, da in einzelnen Ländern, 7. B. in Polen, der Aufbau unserer Organisation erst im Gange, in anderen Ländern die Erfassung unserer Menschen noch nicht beendet ist. Die Situation ist zum Teil für uns deshalb so günstig, weil in vielen Ländern bereits seit längerer Zeit Makkabivereine bestehen, die tendenziös bisher entweder indifferent waren oder aber an der Peripherie des Zionismus sich bewegten und nur organisatorisch von uns erfaßt werden mußten, damit wir die Möglichkeit fanden, zionistische Beeiriflussung auch dort zu leisten. Wir müssen den Hauptwert darauf legen, daß unsere Vereine sportlich und turnerisch Höchstleistungen zeigen, weil nur solche Vereine werbend für die jüdische Jugend in Betracht kommen, die auch in der nichtjüdischen internationalen Sportwelt einen klangvollen Namen haben. Es ist wiederholt gelungen, bedeutende jüdische Sportsleute aus nichtjüdischen Vereinen zu gewinnen, weil die Leistungen unserer Vereine denen der andern nicht nachstanden, Letztes Ziel unserer Arbeit ist die Erziehung