Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 48 (20.6.1930)
- Date
- 1930-06-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 330 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr 48. 20 VT. 1930 Ferne schieben will, aber zu nichts verpflichtet. Wir haben dagegen den zeitlichen Messianismus aufgegriffen, der in unseren Tagen verwirklicht werden will. In Palästina wächst ein bescheideneres aber tapteres Judentum heran, das in seinen Zielen sicher ist. Auch hier muß das gelten. Der Vorsitzende schloß hierauf, nachdem sich niemand von den anwesenden Gegnern zum Worte gemeldet hatte, die Veranstaltung. BBcherschaa Der Prozeß des Hauptmanns Dreyfus. Von Dr. Bruno Weil. Verlag Dr. Rothschild, Berlin. Dreyfus. Von Walter Steinthal. Verlag־ Oesterheld & Co., Berlin. Diese beiden Bücher rütteln die uralten Ideen von den allgemeinen Menschenrechten wach; zeigen uns die unbesiegbare Kraft der Rechtsidee, wenn das geschundene, getretene, vergewaltigte Recht Männer findet, die ihr ganzes Sein ihm unterordnen und außerdem noch ein Volk da ist, das gesonnen ist, der Stimme des erkannten Rechtes zu folgen. Das ist die allgemeine Lehre aus dem Fall Dreyfus. Ein kleiner, unbedeutender, jüdischer Hauptmann wird zum Mittelpunkt französischer, teilweise sogar europäischer ״Politik‘׳. Für uns Juden und Zionisten ist aber der Fall Dreyfus von noch entscheidenderer Bedeutung. Dreyfus hatHerzl zum Zionisten gemacht. Die Ausbrüche satanisch-mittelalterlichen Judenhasses, von der französischen Generalstabsclique fein säuberlich reguliert; sie haben Herzl den Abgrund gezeigt, von dem er, wie jeder Jude, ständig steht; der Abgrund, den er bisher nicht geahnt hatte, weil ein Rosenbelag europäisch-französischer Kultur ihn verdeckt hatte. Rosen sind aber nicht sehr tragbar, und der Gifthauch, geliefert aus der stets aktuellen Küche des Mittelalters hatte rasch, unerbittlich und gründlich die wahre Situation enthüllt — die Rechtlosigkeit des Juden. Man kennt die Entwicklung des Falles Dreyfus, man soll und wird ihn an Hand des authentischen Materials, der besprochenen, ganz ausgezeichneten Dar- Stellungen noch einmal erleben; man weiß vom endlichen Siege des Rechtes, das langsam, auf Schleichwegen und Irrwegen kommen mußte. Die Gewaltideologen von heute, die Terrorgötter von links und rechts, die Vorkämpfer für Recht und Gerechtigkeit; sie alle sind schon vorgelebt im Falle Dreyfus. Von ihm immer und immer wieder zu lesen, sei dringend empfohlen. Dr. Otto Simon. In Hermann Hesses neuem Roman ״Narziss und G o 1 d mu n d“ (S. Fischer, Verlag Berlin), einem der schönsten und formvollendetsten Dichterwerke der letzten Jahre, in welchem die ewige Polarität von Geist und Leben, Apollinischem und Dyonisischem, entsagendem Erkenntnisdrang und geheimnisvoll wucherndem Schöpfertrieb, in der Freundschaft zweier vom Schicksal zusammengeführter Männer mit der ganzen weiten Problematik gestaltet ist, begegnet der schweifende Gesell auf seinen Wander- und Liebesfahrten durch ein seltsames, weder zeitlich noch räumlich fixiertes Mittelalter auch dem Schwarzen Tod, und so wird er auch Zeuge der grausamen Judenverfolgungen, durch die das Volk dem dumpfen Grauen vor der Unheimlichkeit des großen Sterbens Luft macht. Hier trifft er die schöne Rebekka, deren Vater mit andern Juden verbrannt worden war, und Goldmund, dem der Tod nur die andre Seite des Lebens, nichts furchtbares ist, wartet geduldig und hilfreich, bis die ”,-rauer sich legen würde, damit Rebekka, so wie alle ihm begegnenden Frauen, in seinen Armen dem Leben wieder zurückgegeben würde. Aber diesmal täuscht er sich. Aus ihr bricht die ganze Erbitterung von Jahrhunderten hervor: ״So seid ihr Christen! Erst hilfst du einer Tochter ihren Vater begraben, tftir deine -,heute gcataMfcfr• haben und dessen letzter Fingernagel mehr wert ist als du, und kaum ist es getan, so soll das Mädchen mit dir buhlen gehen. Zuerst dachte ich, vielleicht seiest du ein guter Mensch. Aber wie solltest du gut sein!Ach ihr seid alle Säue!“ Und da sieht Goldmund in ihrem ״stolzen, königlichen Gesicht“, in ihren Augen etwas ״was ihn rührte und beschämte“. Er zieht von dannen, aber von allen Frauen, denen er begegnet ist, bleibt dieses Judenkind ihm in tiefster, schmerzlicher Erinnerung, und oft ist ihm, als ob er — außer seiner Jugendliebe Lydia — nur diese Rebekka wirklich geliebt hat, die Einzige, die sich ihm versagte. In dieser seltsamen Episode, die so eigentümlich den Gegensatz zweier Welten fackelartig beleuchtet, ist mehr über jüdisches Schicksal ausgesagt als in vielen historischen Abhandlungen. 1. Misrachi - Frauen - Gruppe Zu Ehren der aus Palästina zurückgekehrten Führerinnen der Misrachi-Frauen-Bewegung in Amerika, Mrs. Q o 1 d s t e i n und Mrs. G o t s f i e I d , veranstaltete die Misrachi-Frauengruppe Berlin am 10. Juni einen Empfang. Frau Dr. Sulzberger hatte zu diesem Zwecke in liebenswürdiger Weise ihr gastliches Haus zur Verfügung gestellt. Außer den Damen der Gruppe waren die leitenden Herren des Misrachi und Vertreter des Jugendmisrachi, erschienen. Außerdem waren auch eine Anzahl an der jüdischen Arbeit Berlins interessierter Damen, die noch nicht zionistisch oder misrachistisch organisiert sind, eingeladen. Frau Dr. Sulzberger begrüßte die amerikanischen Damen und die Erschienenen. Frau Lina Wagner-Tauber sprach namens des Frauen-Misrachi Berlin und unterstrich die Not- Wendigkeit der misrachistischen Frauenarbeit innerhalb der gesamten Bewegung. Herr Adler gab in einer englischen Anspräche der Freude des deutschen Misrachi über den Besuch Ausdruck. Dr. W o 1 f s b e r g begrüßte im Namen der Landeszentrale des deutschen Misrachi, sowie im Namen des Zeire Misrachi die amerikanischen Damen und feierte in hebräischen Worten die für alle Zionisten beispielgebende opferfreudige Arbeit der amerikanischen Frauen, besonders ihre anwesenden Führerinnen. Als Vertreterin der Jugend versprach Frl. Ruth Galewski dem Beispiel der Genossinnen zu folgen. In bewegten Worten dankte Mrs. G o I d s t e i n , auch im Namen von Mrs. Gotsfield, die am gleichen Abend noch nach Palästina, zur Fortsetzung der dort begonnenen Arbeit, speziell der Errichtung des Meschek Poaloth, abreiste. Mrs. Goldstein berichtete über ihre Erfahrungen und Arbeiten in Palästina, über Arbeit und Aufgaben der misrachistischen Frauen im Galuth und Erez-Israel und rief zur Bildung des Weltverbandes misrachistischer Frauen auf. In Amerika seien schon mehr als 5000 Frauen organisiert. Mrs. Goldstein gab der Hoffnung Ausdruck, daß das begonnene Werk der Organisation und der Betätigung in Palästina fortschreiten und gelingen möge. Frau Lotte Buttenwieser gab dem tiefen Dank der Versammelten, besonders der Frauen, für das Gehörte und die hingebungsvolle Arbeit, Ausdruck, sowie der Hoffnung, daß der Besuch der amerikanischen Freundinnen auch die Arbeit der misrachistischen Frauen in Deutschland intensivieren und der Gruppe neue Anhängerinnen zuführen wird. Zum Gelingen des Abends trugen wesentlich die von Herrn Oberkantor Katz-Coh e n"gesungenen jüdischen Lieder bei. Ans den Gemeinden Essen. Bei der Etatsberatung der Jüdischen Gemeinde wurde der Antrag, einen Beitrag für den Keren Hajessod zu bewilligen, mit allen, gegen drei Stimmen abgelehnt.. Dagegen wurde eine Subvention für den C.-V. bewilligt Für Kursunterricht und Selbststudium empfehlen wir allen, die gründlich Hebräisch erlernen wollen, die von wissenschaffliehen und pBdagoglsehen Autoritäten als auBerordentllche Leistung beurteilte Einführung In das Hebräisch der Gegenwart von DAVID JOSEF BORNSTEIN Broschiert RM. 7,50, ln Osnzlelnen geh. UM. I,—, zuzüglich RM• 0,50 für Porto und Verpackung. Ausland RM. 0,70. Lieferung erfolgt gegen Vorauszahlung oder per Nachnahme. Verlag und Alleinvertrieb: JÜDISCHE RUNDSCHAU G. M. B. H. Berlin W 15, Meinekestraoe 10. Postscheck - Konto: 17S SS. Kolonisten and Arbeiter _ Jerusalem, 10. Juni. (J.T.A.) Bei der Zusammenkunft zwischen jüdischen Kolonisten und jüdischen landwirtschaftlichen Arbeitern in der Kolonie Magdiel, der seitens der txekutive der Jewish Agency Rabbi Meir Berlin und Joseph Sprinz a k, sowie eine Delegation des Waad Leumi beiwohnten, wurde in feierlicher Weise ein Abkommen zwischen den Kolonisten und den Arbeitern getroffen, das geeignet ist, den Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in den Kolonien ein für allemal ein Ende zu machen. Das in Magdiel getroffene Abkommen soll als Muster für alle anderen jüdischen Kolonien gelten und auch den Konflikt zwischen Histadruth Haowdim und den Kolonisten Kfar Sabas wegen der Beschäftigung der nicht im Arbeitsamt registrierten Angehörigen des Brith Trumpeldor beendigen helfen. Vermischtes Der Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend veranstaltet gemeinsam mit dem Beth-Am hvri und dem Hebräischen Lehrerverein am Sonnabend, dem 21. Juni, um 9 Uhr abends, einen A. Sc h 1 ons k i-Abend. Programm: 1. Vortrag A. Schlonski über die neue hebräische Literatur. 2. Vorlesung aus eigenen Gedichten. 3. Deklamationen Josef Golland (Mitglied des ״Ohel“). Eintritt: 50 Pf. — Dienstag, den 24. Juni, findet um 9 Uhr abends im Beth-Am eine öffentliche Sitzung des Rates statt. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des Rates und Arbeitsprogramm für die Zukunft. Einleitung: Chaw. Hurwitz. —־ Sonntag, den 29. Juni, voranstaltet der Rat eine große hebräische Fahrt nach Brieselang. Einzelheiten werden noch bekanntgegeben. — Der hebräische Chor versammelt sich jeden Montag, um 9 Uhr abends, im Jugendheim, Monbijouplatz 10. Neue Mitglieder werden aufgenommen. .’ , . ..י-‘:.״.״״. . •־ ' Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Am Dienstag, dem 24. Juni, nachmittags 4(4 Uhr, im Karolingergarten, Kaiserdämm 45/46 (nahe Reichskanzlerplatz), Juni-Veranstaltung aller Bezirksgruppen. Herr Dr. Ernst Simon aus Jerusalem spricht über ״Das Friedensproblem in Palästina“. Gäste herzlich willkommen. Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Am Mittwoch, dem 25. Juni, 8 Uhr abends, hält die Akademie für die Wissenschaft des Judentums in den Räumen des Logenhauses, Kleiststr. 10, ihre 11. Jahresversammlung ab. Ueber die Aufgaben und Leistungen der Akademie referiert Professor Dr. Julius Guttmann, Leiter des Forschungsinstitutes der Akademie, der soeben von seinen Gastvorlesungen am Hebrew Union College in Cincinnati zurückgekehrt ist. Ueber die materielle Entwicklung der Akademie wird der Generalsekretär Dr. Israel Auerbach Bericht erstatten. Der Schluß des Abends steht im Zeichen des Gedenkens an Franz Rosenzweig, dem Mitbegründer der Akademie. Dr. Emst Simon- Jerusalem hält einen Vortrag über ״Franz Rosenzweig und das jüdische Bildungsproblem“. Die Versammlung ist öffentlich, Gäste sind willkommen. Der Landesverband der Zionisten-Revisionisten in Deutschland teilt uns mit: Am 11. Juni fand im Logenhaus Kleiststraße eine öffentliche zionistische Versammlung statt, die vom Landesverband der Zionisten-Revisionisten in Deutschland einberufen war. Es sprachen die Herren Dr. Brutzkus, Redakteur I. Klinotf und Richard Lichtheini. Die Ver- Sammlung, die stark besucht war, faßte mit allen gegen eine Stimme folgende Resolution: ״Die heutige, vom Landesverband der Zionisten-Revisionisten i(1 Deutschland einberufene öffentliehe zionistische Versammlung erklärt, daß die Politik der jetzigen Zionistischen Exekutive völlig zusammengebrochen ist und daß es die Pflicht der Exekutive ist, ihr Amt niederzulegen. Die Versammlung fordert ferner die Einberufung eines ordentlichen Zionistcn-Kongresses, um eine neue Leitung zu wählen und zu der politischen Lage Stellung zu nehmen.“ Zahlreiche neue Mitglieder schlossen sich dem Verband der Revisionisten an. Hebräische Leihbibliothek. In den Räumen des Beth-Am, Grolmanstr. 36, hat die Buchhandlung Rubin M a s s , Charlottenburg, eine hebräische Leihbibliothek eingerichtet. Die Bibliothek enthält sämtliche moderne hebräische Neuerscheinungen Palästinas und anderer Länder. Insbesondere ist die Jugendliteratur stark vertreten. — Dadurch ist allen hebräisch Lernenden die Möglichkeit der Vervollkommnung ihrer Kenntnisse gegeben. Die Buchausgabe findet jeden Dienstag und Donnerstag, von 8 —10 Uhr abends und Sonnabends, von 9—10 Uhr abends, statt. Berliner zionistische uereiniauiiB Der auf den 25. Juni verlegte Vortrag von Dr. Kanowitz: ״Der Antisemitismus und seine Wirkung auf die Juden“ muß nothmals um eine Woche Verlest werden (mit Rücksicht auf den am 25. Juni stattfindenden Vortrag von Dr. Ernst Simon im Logenhaus, Kleiststr. 10) und findet nunmehr endgültig am Mittwoch, den 2. Juli, aöends 82 יUhr im K. J. V., Charlottenburg, Bleibtreustr. 50, statt WELTV m BAND Palästina. (Neun Makkabi-Mitglieder aus Palästina auf Motorrädern unterwegs nach Antwerpen.) Am 5. Juni, um 4 Uhr nachmittags, verließ eine Gruppe von Motorradfahrern, bestehend aus neun Mitgliedern des Makkabi Palästina aut 7 Motorrädern Haifa auf dem Wege nach Beirut mit dem Ziel Antwerpen. In Beirut besteigen sie das Schiff, das sie nach Konstantinopcl bringt, und von dort fahren sie auf ihren Motorrädern nach Rumänien. Die Gruppe nahm Abschied von Tel-Awiw. Tausende von Menschen hatten sich versammelt und überschütteten die Makkabi-Fahrer mit Blumen und Geschenken, und gaben ihnen Grüße an alle Makkabim und die ganze jüdische Jugend der Galuth mit auf den Weg. Die besten Wünsche der ganzen jüdischen Jugend Palästinas begleiten die Reisenden auf ihrer kühnen Fahrt. Reise Dr. Rosenfelds nach Paris. Momentan weilt Dr. Ro־cnfeld, Milglied des Präsidiums des Makkabi-Weltverbandc», in Paris zum Besuche des dortigen Makkabi und zur Besprechung mit der Iranzösischen Makkabi-Krcisleitung wegen der Beteiligung des .Makkabi in Frankreich am Sportfest in Antwerpen. Tschechoslowakei. Am Sonntag, dem 15. Juni, fand in Brünn ein großes Makkabi-Sporlfcst slatt. U. a. spielte die Tennis-Seklion der ״Ilakoah“ Wien gegen die Tennisabtoilungcn des Makkabi Brünn und des Makkabi Prosznitz. An den leichtathletischen Wettkämpfen beteiligten sich auch Frankl vom ״Hagibor“ Prag und Bl&dy und Deutscher von der ״Hakoah“ W ien, — Das Gau-Turnfest des böhmischen Gaues des Makkabi in Tepütz-Schflnau zu Pfingsten war von sämtlichen Vereinen Böhmens reich beschickt. Auch der Bar Kochba Chemnitz beteiligte sich an den Wettkämpfen. Dentscher Kreis Bar Kochba-Hakoah-Berlin Kommt zum Schwimmen! Es ist uns endlich g'eluugen, eitlen eigenen Schwimmabend jn der Hallo des neuerbauten S t, a d t b a d e s Mitte, G a r t e n s t r. 5, zu erhalten. Das Training der Schwimmabteilung wird vom Wellenbad verlegt und findet ab 15. Juni im heuen Bade statt. Somit ist uns Gelegenheit gegeben, aus der tapferen Schwimmabteilung, die isch trotz der gröPsercn technischen Schwierigkeilen bis ejtzt gehalten hat, zu einer der mächtigsten Abteilungen zu machen. Es ist geplant, einen Lehrgangfür Nichtschwi m - mer abzuhalten. Um einen Ueberblick zu bekommen, bitten wir diesbezügliche Anmeldungen im Büro oder heim Dipl.-Sportlehrer Marx während des Trainings abzugeben. Das Schwimmtraining findet jedon Dienstag von 8 bis 1510 Uhr slatt. Eintritt: Krwaebsene 0,30 M., Jugendliche 0,20 M. Den Anleitungen der Schwimmleiter ist unbedingt Folge zu leisten. Fußballabteilung. Am letzten Sonnlag batto unsere 1. Seniui .e!- roannschaft im wunderschön gelegenen Waintsee-Stadion den Sportverein ״Gedovag" zum Gegner und konnte diesen mit dem Resultat von 7:2 leicht schlagen. Der Boden des Platzes war wio geschaffen für unsere Spieler, die sich hier recht wohl fühlten. Die erste Halbzeit zeigte ein total überlegenes Spiel unserer Mannschaft, welche hier schon durch fünf erzielte Tore dem Gegner keine Chance mehr f' . maßen wenigstens, standhaltcn. Aus der Mannschaft ragto besonders Hilkowitz hervor, der sich jedoch noch einige unfaire Mätzchen abgewöhnen müßte. Auch Fuß und Zupner waren im Sturm sehr, gut, NÄftridkdWTjlufÄreihemM^ueh di* VerfiMigung'den Gegner ständig beherrschten. Im Tor hatten wir in Walk Ersatz, welcher jedoch seinen Posten sehr gut ausfüllte. — Voranzeige für den 22. Juni 1g30. Auf unserem Sportplatz in der Groifswalder Straße 68/70 haben wir mit dem Oberligaverein Weißenseo 1900 eineu Pokalkampf mit sämtlichen Mannscbaflen abgeschlossen. Die Spiele beginnen um g Uhr vorm, und findet das Hauptspiel der ersten Mannschäften um 17 Uhr statt. Vor diesem Spiel tritt unsere, Altc-IIcrron- Mannschaft erstmalig auf den Plan. Es dürfte sich lohnen, diese Spiele zu besuchen, um einen Vergleich ziehen zu können, wie sich unsero Mannschaften und speziell unsere erste Mannschaft gegen einen Gegner der Oberligaklasse aus der Affäre ziehen wird, und daraus auch für die nächste Saison unsere Chancen zur Erringung der evtl. Meister- Schaft berechnen zu können. Das Training der Fußballabteilung findet nach wie vor an jedem Dienstag und Donnerstag ab 4 Uhr auf unserem Sportplatz in der Greifsvvalder Str. 68/70 statt. Sportfest der Turnabteilungen. Die in diesem Jahr erstmalig statlfindenden Sportwettkämpfc unserer Tumabteilungen sind auf Sonntag, don 29. Juni!930 verlegt worden und gehen ab vormittags 9 Uhr auf dem Tiergartensportplatz vor sich. Es wird eine rego Beteiligung aus allen Turnabteilungon erwartet. Unsere Leichtathleten bei ״Teutonia“. Das am letzten Sonntag statlgefundene Balmsportfest hat erkennen lassen, daß sich der größere feil unserer Leichtathleten noch nicht recht, in Form befindet. In Einzelwettkämpfen war nur Gerber erfolgreich, der im 100-m- Lauf hinter Asseyer (Zehlendorf) den 2. Platz, in 11 Sek. belegte. Ganz gut ist noch die Zeit von Rosenthal, 400 m in 51,8 Sok., zu nennen, der sich jedoch mit dieser Leistung nicht placieren konnte. Durch Disqualifikation des siegenden S. C. C. gewannen wir die 4 X Joo m-Staffel in der Aufstellung: L 0 s s 0 r , K 11 r z I, Kurz 11, Gerber, in 43,9 Sek. vor D. S. C. In den übrigen Mäiinnknnkurrenzen schnitte» wir nur mäßig ab, während die Jugendlichen wegen Teilnahme an der Treffahrt nicht gemeldet waren. Antwerpen. Zu dem großen Makkabi-.1>portfest, in Antwerpen entsendet der Bar Kochba-Hakoah seine erste Fußballmannschaft, sinne Leichtathletikmannschaft und Turner, die mit der stärksten Streitmacht unseren Klub vertreten werden. Eine 3-Tage-Fahrt nach Trebbin. Aon dieser Fahrt wollen wir darum berichten, weil sio aufs ]Neue zeigte, daß selbst hei größter Beteiligung immer noch so viel für jeden bleibt, daß er diese Fahrt nicht so schnell vergessen wird. Kurz gesagt, wir waren etwa!00 Personen samt Führern — und alles klappte vortrefflich. Es vereinigten sich die Jungmädchen- und Charlottenburger Mädr.hcnabloihing mit der ״Ju-Tu“, und das herrliche Wetter gab die Veranlassung, da!.’) sich so viele junge Menschen zu fröhlicher Fahrt einfanden. Da wir schon früh aufstanden (gegen 155 Uhr) so machten wir last einen Ferienaufenthalt aus diesen drei Tagen, die! im übrigen mit Spielen, Baden, Ilorratanzen, Gesang und Trubel erfüllt waren. Unvergeßlich die Mondscheinabendspaziergänge, einer voran mit der Geige, din lustigen Spiele, das ungetrübt schöne Zusammensein. Für 1ms war ebestimmt wieder ein ״jüdisches Erleben", eine Zeitspanne, die!;״. neuen Menschen näher brachte, die uns unsere Jugend Irolz aller Ordnung — in vollen Zügen genießen ließ. Die Führer haben bei vieler Mühe, die sio auf wenden mußten, im stillen ihre große Freude gehabt. S . . . n. J.T.S. V. Bar Kochba Danzig. Dom 11 ׳?(.•!•:u״״■!״״! i;.1v״ auf leichtathletischem Gebiete konnten wir anläßlich des Jugend- und Anfängersportfestes am »5. Juni einen weiterer! großen Erfolg hinzufügen. Trotzdem der größte* Teil der jugendlichen Teilnehmer erst am Abend vorher von einer mehrtägigen Fahrt zurück gekommen war, waren die Leistungen den Umständen entsprechend gut. Sie genügten, um eine Reihe von ersten, zweiten und dritten Plätzen zu belegen. Wir traten mit einer Kämpferschar von 28 Leuten an, von denen foigenda Ergebnisse beachtenswert sind: 111 der Mädchenkiasse konnte Anni Szmajewicz im Weitsprung mit 4,23 m und im 75 m-Lauf in 10,6 Sek. ata ersten PlaU belegen. Leon Wach wurde in der Jugend-