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Jüdische Rundschau · 1930-06-20 · Heft 48 (20.6.1930) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 48 (20.6.1930)
Date
1930-06-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Erscheinungsformen des Antisemitismus Einzelnummer 0,25 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jedenDienstag u. Freitag. Bezugspreis bei dar Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldmark. AuaiaDdimhoaBeraeat■ wwrdea tu der Wihma! dm •inmlnon Und« berechnet Anteieenrreis: * *•*p־ Ncmpereillezetle 0,50 CX-M. Stellengesuche 0,25 GL-M» Redaktion Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H., BerlinW15. Melnekestr.lO Telephon: J 1 Bismarck 7165 -70. Aa*«i«an»eU08: Dienatag und Fraitag Bachmittags 4 Uhr u ° "1" £ k ״ K.° 17392 : ״ " ״, Baaal V 9355. Ballend 680 J2 Bruaad 394 33. Budapaai 99693, Dmui* 1973. Htq 140 470, Pnt 59410, Higa 4155. SttaaaHurg 164 30, Warschau 190708, Wien 156 030, ן•“• - ho men: Darmaiidiar und Nadooalbank, Depo*״ an Kaass Barlin, KurfumencUnin) 52; Batica de Est, Ceraauu (Rumäru«1> Anglo PaWtme Coin Haifa, fertisalem, lei Aviv Nummer 48 | Berlin, 20. VI. 1930 RedaküonsschluK Sonntag und Mittwoch nachmittag. כ״ד סיון" תר״צ | . xxxv. jahrg. Der Zionismus erstrebt »Or das Jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte ln Palästina. ..Baseler Programm.•• Bridsdies Paläsllna-Komlfee gegen Dr. Shiels ״Das Jüdische Nationalheim muß mehr bedeuten als ein Heim schlechthin“ London, 16. Juni (J. T. A.) Das während des Krieges unter dem Vorsitz von Herbert Sidebotham in England begründete Palästina-Komitee veröffentlicht soeben ein Statement, in welchem an der Erklärung Dr. Shiels vor der Mandatskommission in Genf scharfe Kritik geübt wird. Dr. Shiels Erklärung, heißt es in dem Statement, sagt den Arabern, sie möchten niemals Scenen wie die vom August 1929 wiederholen. Welche Wirkung kann eine solche Aufforderung haben, nachdem die Untersuchungskommission die arabischen Führer von Tadel freigesprochen hat? Dr. Shiels erklärte in Genf, daß die ״dauernde Kritik“ an Regierungsbeamten seitens jüdischer Führer ״unklug und unfair sei“. Die jüdischen Führer aber, besonders Dr. Welzmann, haben der britischen Regierung vertraut und mit ihr — zuweilen gegen ihre bessere Einsicht *— loyal zusammengearbeitet. Sie zogen sich deswegen Vorwürfe aus der Mitte ihres eigenen Volkes, besonders der Juden in Amerika, zu, indem man ihnen vorwarf, zuviel Vertrauen gehegt zu haben; die Position dieser Führer ist infolgedessen innerhalb der internationalen zionistischen Kreise eine unsichere geworden. In dem Statement des Britischen Palästina-Komitees heißt es dann weiter: Dr. Sniels hat in Genf gesagt, die Juden in der ganzen Welt sollten wissen, daß die Mandatarmacht es unternommen hat, eine jüdische Heimstätte, nicht aber einen jüdischen Staat in Palästina entwickeln zu helfen. Dr. Shiels hätte das Adjektiv ״National“ vor das Wort ״Heim“ setzen sollen; es darf Dr. Shiels nicht erlaubt werden, solche Auslassungen zu machen. Wir wissen, was das heißt: ein ״Heim“, und was es heißt: ein ״Staat“; ein ״Nationalhelm“ ist ein schwerwiegender Ausdruck und muß etwas bedeuten. Es würde interessant sein, von Dr. Shiels die , Definition des Nationalhelms zu hören, ohne daß er etwas weglißt. "Dr. Shiels Statement In Genf ist der letzte in einer Relie י;Versuche "der letzten britischen Regtermtf[«!, eine *uf vr״ .* .. .. stärkt, da der orientalische Geist zwischen Versöhnungswillen und Schwäche kaum zu unterscheiden versteht. Es ist sinnlos, zu erwarten, daß dieser letzte Versuch Shiels erfolgreicher als die bisherigen Versuche sein wird. Die Araber widersetzen sich nicht der Methode des Mandates, sondern dem Mandate selbst. Eine ernste Konsequenz dieser englischen Politik ist die, daß siche die öffentliche Meinung der Weltjudenheit gegen England zu kehren beginnt. Zahlreiche Juden, unseres Zauderns und Zögerns müde, zweifeln an unserem guten Willen und beginnen zu fordern, daß das Mandat uns abgenommen und einer Körperschaft übergeben wird, die es mit mehr Energie dur. hführen würde. In einem von Anfang an hoffnungslosen Versuch, unmög'iche arabische Forderungen zu erfüllen, sind wir so weif gegangen, mächtigen und einflußreichen Strömungen in der Weltjudenheit entgegenzu wirken. Dr. Shiels Statement ist dazu angetan, diese Gegnerschaft noch zu erhöhen und zu bewirken, daß die Andeutung, daß wir das Mandat abgeben sollten, zu einer hartnäckigen Forderung an schwellen könnte. Wenn wir uns aber entschließen, Palästina zu verlassen, werden wir keinen Freund in diesem Lande zurücklassen, wo wir angesichts der Nähe der Schlagader der Verbindungen unseres Imperiums Freunde so sehr nötig haben. Die Bestimmung des Mandats, daß zivile und religiöse Rechte aller Rassen und Glaubensbekenntnisse garantiert werden sollen, verbietet es «ns, den Juden repräsentative Institutionen zu gewähren, die den Arabern verweigert werden. Aber ebensowenig dürfen wir den Arabern Institutionen bewilligen, die die Wirkung haben könnten, die Schaffung des Jüdischen Nationalheims zu hemmen. Unser Versprechen wurde nicht allein den palästinensischen Juden, sondern der Judenheit in der ganzen Welt gegeben. Es ist wichtig, #8 die Nicht-?ge, '״läf* Die Hinrichtungen vollzogen Jerusalem, 17. Juni. (J.T.A.) Heute, den 17. Juni, morgens, wurden die drei im Zusammenhang mit den Unruhen im August 1929 zum Tode verurteilten Araber, die wegen mehrfachen Mordes in den Begnad!gungsakt nicht einbezogen waren, in der Zitadelle von Akko hingerichtet. Die Muezzim auf den Minaretts der Moscheen zu Haifa und Akko riefen während der Hinrichtung die Moslems zum Gebete, auch die Glocken der katholischen Kirchen läuteten eine Viertelstunde lang. Der Polizeiinspektor Mavrogordato weilte persörilich in Akko, um den Hinrichtungsakt zu überwachen, wahrend Major Saunders in Haifa die Vorbereitungen traf, um eventuell aufkommende Unruhe fm Keime zu ersticken. In Haüa ist es zu einem Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Polizei gekommen, ln Jaffa hat die Polizei eine Araber-Demonstration gesprengt. Am Damaskustor zu Jerusalem versuchten Schulknaben zu demonstrieren, die Pollzei zerstreute sie und verhaftete vier Araber, unter ihnen den als Agitator bekannten Lehrer der Saint George-Schule. — Von den Hingerichteten waren zwei Hebron-Araber und einer aus Safed. * Jerusalem, 17. Juni. (J. T. A.) Am Sonntag, dem 15. Juni, fand der von der Arabischen Exekutive angesagte Generalstreik der Araber Palästinas als Kundgebung für die Begnadigung der drei nicht begnadigten Araber statt. Da der Streik an einem Sonntag durchgeführt wurde, an dem auch die christlichen Läden und Werkstätten ruhen, unterschied sich dieser Tag nicht viel mehr von einem anderen Sonntag. Die arabischen Gemüseverkäuferinnen kamen wie gewohnlich in die Stadt, in der Altstadt waren einige arabische Läden offen, die meisten aber geschlossen. Von Vorsichtsmaßnahmen der Regierung wa*• nicht viel zu merken, in der Mittagszeit waren die öffentlichen Gebäude durch Sonderpolizeiposten bewacht. Major Wainright teilte der J. T. A. mit, daß die Arbeitsruhe unter den Arabern großen Umfanges sei, daß aber im allgemeinen die Stimmung ruhig ist. Gewisse arabische Zeitungen führen eine drohende Sprache, Die Zeitung,, AI Hayat“ droht mit einem Aufstand der arabischen Jugend, wenn die Verurteilten wirklich hingerichtet werden, und zitiert ein Telegramm aus Akko, in welchem die Begnadigung gefordert wird, ״darftit nicht ein Vulkan ausbricht“. Die Zeitung ״Yarmuk“ droht, daß der 17. Juni, der. Tag der Hinrichtung, zu einem Tag der Explosion nicht allein in Palästina, sondern in allen arabischen Ländern werden wird. Die Arabische Exekutive hat König ihn Saud, König Feisal und den moslemischen Kongreß in Indien und alle, Patriarchen gebeten, telegraphische Appelle an König Georg von England um die Begnadigung der drei Araber zu senden. Zweierlei Recht Haifa, 15. Juni. (J.T.A.) Der Araber Ahmed Ala Etni, der am 1. Februar morgens in das Schlafzimmer des englischen Direktors der Athlit-Stelnbrüche Steward drei Schüsse a b g a b, wurde zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Durch die Schüsse wurde niemand verletzt. Die hebräische Presse weist darauf hin, daß Polizei und Gerichte bei AnfriPeu auf Engländer anders zupacken als bei »Angriffen auf öden. •׳•־'׳־ Der Protest des Board ot Depnties Paßfield empfängt die Abordnung des Board nicht. London, 16. Juni (J. T. A.) In der heutigen Sitzung des Jewish Board of Deputies, der repräsentativen Körperschaff der englischen Judenheit, kam es zur Sprache, daß der britische Kolonienminister Lord Paßfield eine bei ihm anemeldete Abordnung des Board, die gegen die Suspendierung er Chaluz-Einwanderung Protest einlegen wollte, nicht empfangen hat. Die Abordnung des Board of Deputies richtete am 26. Mai an Lord Paßfield das schrift'iche Ersuchen, sie zu empfangen. Am 31. Mai traf von Lord Paßfield ein Antwortschreiben ein, in welchem er das Bedauern ausdrückt, die Abordnung nicht empfangen zu können, weil er unverzüglich äbreisen müsse und einige Zeit fernbleibt. In dem Schreiben wünscht Paßfield klarzustellen, daß eine allgemeine Einstellung oder ein Verbot der Einwanderung nach Palästina nicht erfolgt ist. Die letzte Zertifikaten-Liste sei durch ein Mißverständnis gewährt worden. Die Zertifikate seien nicht annul iert, ein endgültiger Beschluß bezüglich der Arbeiter-Einwanderung für die Zeit bis 30. September sei noch gar nicht gefaßt worden. Ungeachtet dieses Schreibens Paßfields nahm der Board of Deputies einmütig eine Protestresolution an, in welcher die Regierung dringend ersucht wird, die Suspendierungsorder zu annullieren und sobald als möglich die zurückgenaltenen Einwandererzertifikate freizugeben. Der Vorsitzende des Board of Deputies d’Avigdor Goldsmid, der die Resolution einbrachte und begründete, erklärte, die jetzige Palästina-Politik der Regierung widerspreche den tieferen Reiclisintcressen. Als Engänder, fuhr d’Avigdor Goldsmid fort, richte ich an die Regierung die energische Aufforderung, unverzüglich vom Wege dieser Po'i ik abzuweichen und dies durch entsprechende Schritte zu dokumentieren. Als Eng-!ander und als Jude fühle ich tiefes Bedauern darüber, daß das Vertrauen in die britische Regierung im Auslande so schwer erschüttert worden ist. Wir haben das Gefühl, daß, während die Absichten der Regierung als gut erscheinen und während die von britischen _ Staatsmännern in London gehaltenen öffentlichen Reden und in Genf abgegebenen Erklärungen die von den Juden Palästinas geleistete große und nützliche Arbeit anerkennen, dennoch dort, wo es gilt, die Versprechungen der Regierung in die Tat umzusetzen, eine traurige und tief bedauerliche' Diskrepanz entsteht. Wir ersuchen die Regierung, gemäß ihrem eigenen Versprechen zu handeln. Zerstftrmigsakte an der Klagemauer Jerusalem, 17. Juni (J. T. A.) Unbekannte Täter begingen zur nächtlichen Stunde Vanda’enakte an der Klagemauer zu Jerusalem. An 24 Stellen wurden jüdische Insc׳hriften auf den Quadersteinen der Klagemauer verwischt und we ggern elßeIt. D:e Po'izei leitete eine Untersuchung ein. Es steht, nicht fest, ob es sich um einen gewohnlichen Akt von Vandä'ismus seitens der Araber oder um den Versuch handelt, Generationen alte jüdische Symbole vor Ankunft der Klagemauerkommission zu ent fern 11״ Die Meldüng ausländischer Zei ungen, daß die c vanda i;ch 11 Akte als Racheakte für die Hinrichtungen• anzusehen sind, trifft nicht zu. da diese Akte noch vor den Hinrichtungen geschehen sind. Es gehl um die Juden Anläßlich der Vorgänge in Thüringen Es ist festzustellen, daß von keiner Seite mehr der Versuch unternommen wird, die Nationalsozialisten durch Lächerlichmachung zu bagatellisieren. Diese Partei ist heute in Deutschland eine Macht, und in einigen Ländern des Deutschen Reiches nicht nur mitentscheidend bei den Beschlüssen der Länderregierungen, sondern mit ihrer Ideologie maßgebend in der gesamten Führung der Staatsgeschäfte. In Thüringen tritt dieser Prozeß am klarsten in Erscheinung. In Mecklenburg sind die Natio■ nalsozialisten das Zünglein an der Wage und in Sachsen bewirkte ihre Stimmenthaltung im Landtag den Sturz der Regierung und die Ausschreibung von Neuwahlen, die am 22. Juni stattfinden sollen. Die kundigsten Wahlpropheten in Sachsen rechnen mit einer Verdoppelung, ja Verdreifachung der Zahl der nationalsozialistischen Abgeordneten. Alsdann wird diese Partei die Macht haben, die Regierungsform des einstmals roten Sachsens zu bestimmen. Und es ist vorauszusehen, daß die bürgerliehen Parteien im sächsischen Landtag, die Demokraten ausgenommen, die jedoch kaum mehr als zwei Mandate erobern werden, den Machtverhältnissen Rechnung tragen und eine Regierung entweder mit den Nationalsozialisten oder von Gnaden der Nationalsozialisten bilden werden. Dadurch wird die direkte Bedrohung von Juden durch das nationalsozialistische Regime ein Ausmaß erlangen, das zahlenmäßig das jetzige in Thüringen und Mecklenbürg weit übersteigen wird. Denn in Sachsen, besonders in den Städten Leipzig, Chemnitz, Dresden und Plauen wohnen verhältnismäßig viele Juden, während die Zahl der Juden in Thüringen und Mecklenburg gering ist Es_ kommt aber, nichtdarauf an,■ wieviele Judcn^refct daß das Beispiel' fhürirgens und Mecklenburgs leicht Schule machen .kann. :Von •Bedeutung ist, daß «ip׳ gfb$«r, Teil der Jugend in ganz Deutschland ideologisch und auch parteimäßig den Nationalsozialisten zugezählt werden muß, und daß weite Schichten nicht nur des Kleinbürgertums, sondern auch des Proletariats aus Enttäuschung über die übrigen Parteien in Deutschland sich um die Fahne der Nationalsozialisten geschart haben. Ob der Nationalismus der Nationalsozialisten ethisch oder unethisch ist, ob ihr Sozialismus echt oder falsch ist — um das geht es nicht. Die Fragen, die im Vordergründe stehen, heißen: Sind die Nationalsozialisten eine Macht und haben sie Aussicht, im deutschen Volke beträchtlichen Einfluß zu gewinnen? Es hieße Vogelstrauß-Politik treiben, wollte man diese Fragen verneinen. Die Nationalsozialisten sind schon heute eine Macht, und wie die Dinge in Deutschland liegen, hat cs den Anschein, daß der Zeitpunkt ihres Niederganges noch in weiter Ferne liegt. Die nächste Entwicklung wird eine Steigerung des nationalsozialistischen Einflusses im öffentliehen Leben bringen. Schule, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft werden immer stärker von nationalsozialistischem Geiste durchsetzt, und noch so schöne Klagelieder werden diese Entwicklung nicht zu hemmen vermögen. In welchem Maße die Existenz und die Wirksamkeit der nationalsozialistischen Partei das Schicksal Deutschlands zum Bösen beeinflussen wird, ist eine Frage, die hier ununtersucht bleiben soll. Es ist nicht unseres Amtes und auch nicht die Aufgabe eines Juden, der die Frage des Nationalsozialismus vom jüdischen Standpunkte aus betrachtet, so zu tun, als ob er gar nicht für sich redete, sondern nur allgemein menschliche und gesamtstaatliche Interessen im Auge hätte. Sicherlich ist jeder in Deutschland lebende Jude in allerstärkstem Maße an Wohl und Wehe Deutschlands ideell und materiell interessiert. Und es ist recht und billig, wenn Juden in den einzelnen deutschen Parteien als Mitglieder jener Parteien und als deutsche Staatsangehörige mit aller Leidenschaft auf die Gefahren hinweisen, welche einer friedlichen Entwicklung der politischen Verhältnisse in Deutschland durch die National- Sozialisten drohen. Wenn aber Juden in ihrer Eigenschaft als Juden sich anschicken, Stellung zum Nationalsozialismus zu nehmen, so tun sie besser daran, auf Rhetorik zu verzichten und nicht wie Katzen um den Brei zu gehen. Sie sollen dann das Kind beim rechten Namen nennen und nicht als Sachwalter eines echten Volkstums, eines blütenreinen Sozialismus und anderer Ideale auftreten. Sie sollen klipp und klar sagen, daß es sich in diesem Falle um die Juden handelt, daß sie als Juden die Gefahr des Nationalsozialismus für die Judenheit erkennen und entschlossen sind, mit allen gesetzlichen Mitteln diese Gefahr zu bekämpfen. Denn, das eine ist doch sicher: Ob der Sozialismus der Nationalsozialisten

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