Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 42-43 (30.5.1930)
- Date
- 1930-05-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 206 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 42143, 30. V. 1930 Ortsgruppen Beuthen. Hier sprach vor kurzem E. Samson (Breslau) auf der Gründungsversammlung der Poale Zion-Ortsgruppe über die Idee und Politik der Poale Zion. Das Referat wurde von den zahlreich erschienenen Versammlungsteilnehmern mit großem Beifall aufgenommen. Nach dem Vortrag schloß sich eine größere Anzahl der Anwesenden an die Poale Zion-Partei an. In der letzten Woche sprach Chawer Wein reich in der hiesigen jungsozialistischcn Gruppe über Zionismus und Sozia- Iismus. Es gelang ihm bei den Anwesenden verschiedene Miß- Verständnisse aufzuklären. Frankfurt a. M. Die Generalversammlung der Frankfurter Zionistischen Vereinigung vom 22. Mai 1930 nahm einen Antrag der Revisionisten auf unverzügliche Einberufung eines Zionisten-Kongresses an. Der Antrag wird mit der kritischen politischen Lage begründet, die eine Neubefragung des jüdisehen Volkes über die künftige Orientierung der zionistischen Politik erforderlich macht. Glelwitz. Am 15. d. M, fand der letzte Abend des von Herrn Rabbiner Dr, Ochs ab gehaltenen Kursus über Achad Haam statt, der die Krönung dieser interessanten und anregenden Abende mit einem Referate über das ״geistige Zentrum“ brachte. Oer Herr Referent betonte, daß die gesamte materielle Not der Ostjudenheit durch den Zionismus nicht lösbar sei, wohl aber sei das geistige Galuth durch ein Kulturzentrum zu beheben. Dank der tiefgründigen Belesenheit des Redners und dank seiner fesselnden Sprachgewandtheit stellten diese Abende einen äußerst reichhaltigen Gewinn dar, für den wir Herrn Rabbiner Dr. Ochs auf diesem Wege unseren ehrlichen Dank aussprechen möchten. Dr. E. H. Kassel. In den ersten Monaten des Jahres veranstaltete die Ortsgruppe unter Leitung von Herrn Dr. Ernst Lewy, der sich zurzeit hier aufhält, ein politisches Seminar über die ״Jüdisch-arabische Frage“ und die damit zusammenhängenden Fragen der Mandatspolitik, der Palästinapolitik Englands und der politischen Situation der zionistischen Bewegung. Vor einem größeren Kreise von Zionisten und Nichtzionisten legte Dr. Lewy, der mit allen Fragen durch einen fünfjährigen Aufenthalt in Erez-Israel aufs genaueste vertraut ist, an acht Vortragsabenden, an die sich jedesmal eine lebhafte Diskussion anschloß, in anschaulicher Weise den ganzen Fragenkomplex dar. Einen besonderen Eindruck machten die Ausführungen auf alle Zuhörer auch deshalb, weil der Redner in sachlicher, offener Weise ein wirkliches Bild der Lage und des schwierigen Problems gab, ohne die bestehenden Gefahren und Schwierigkeiten zu verschweigen. Es hat sich gezeigt, daß diese Art der Darstellung auch auf den Kreis der Nichtzionisten einen nachhaltigen Eindruck ausgeübt hat. Die Ortsgruppe kann mit dem Erfolg dieses Seminars durchaus zufrieden sein. Leipzig. Im überfüllten Saale des Kaufmännischen Vereinshauses fand am 25. Mai die Herzi-Feier der Zionistischen Vereinigung Leipzig anläßlich des 70. Geburtstages von Theodor Herzl statt. Umrahmt war diese Feier von schönen und wirkungsvoll vorgetragenen Liedern des Mädchenchores des Kadimah und des J. J. W. B.-Chores. Dr. Nachum Ooldmann, Berlin, hielt die Festrede. Nach einer Pause, in der zur Ehrung von Lord Balfour für die Goldene Buch-Eintragung ein erheblicher Betrag gesammelt wurde, sprach Dr. Loebenstein über die heutige ernste zionistische Lage. Er behandelte die Suspendierung der Einwanderungszertifikate und betonte insbesondere dabei das jüdische Recht, das nicht nur äußerlich durch die vielfachen offiziellen Erklärungen der englischen Regierung und durch das Mandat des Völkerbundes dokumentiert sei, sondern seine Verankerung vor allem besitze in der jüdischen Seele, die durch eine jahrtausend alte Geschichte und durch ihren Zukunftswillen unwiderruflich und unaufhebbar mit dfT Jüdischen Heimat, mit Erez-Israel, verbunden sei Nachdrücklich belegt und bewiesen sei aber die Notwendigkeit neuer Einwanderungen durch das Verlangen des jüdischen Arbeitsmarktes in Palästina, ein Verlangen, das ja auch von der Palästina-Regierung anerkannt war und dazu geführt habe, daß das Kolonialministerium in London die nachgesuchten 3200 Zertifikate bereits bewilligt hatte. Mit dem gesamten Jischuw in Erez-Israel erhebe sich deshalb die gesamte jüdische Welt im Galuth, die sich mit dem Palästina-Aufbau verbunden fühlt, zu einem flammenden Protest gegen diese rechtsbeugende Suspendierung der Einwanderungszertifikate. Einstimmig nahm die Versammlung eine Protestresolution an. Mit dem Gesang der Hatikwah schloß die würdig verlaufene Veranstaltung. Mannheim. Am Sonntag, dem 11. Mai, fand in Mannheim im Saale der August-Lamey-Loge eine Tagung des Gruppenverbandes ,,Baden ־ Pfalz ־ Württemberg“ statt. Es waren Gesinnungsgenossen aus den meisten Bezirken erschienen, und auch das Mitglied des Aktions-Comites Herr Dr. Schramek (Straßburg) wohnte der Tagung bei. Nach begrüßenden Worten des Vorsitzenden, Herrn Dr. Hildesheim er, hielt Herr Dr. Werner Bloch (Berlin) ein großangelegtes Referat über: ״Die Lage der zionistischen Bewegung nach dem Shaw-Bericht“. Das Referat, das alle aktueTlen Probleme ausführlich behandelte, fesselte alle Anwesenden durch die außerordentliche Sachkenntnis des Referenten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Logenrestaurant fand am Nachmittag eine Diskussion statt, an welcher sich die Herren Dr. Otto Simon, Dr. Hildesheimer, Marx und Frau Dr. Bodenheimer, besonders aber Herr Dr. Schramek in längeren Ausführungen beteiligen. Die Antwort auf angeschnittene Fragen gab Herrn Dr. Bloch Gelegenheit, noch einmal ausführlich verschiedene aktuelle Probleme zu erörtern. Zionistisch-Sozialistischer Kreis Nürnberg. Am 15. Mai hatte der im Winter neugegründete Zionistisch-Sozialistische Kreis zum erstenmal einen Vortrag in größerem Maßstabe veranstaltet. Herr Dr. Willy Strauß-Reich sprach über ״Zionismus und Sozialismus“. Ausgehend davon, daß für den oberflächliehen Betrachter Zionismus und Sozialismus zwei völlig verschiedene und nicht vereinbare Ideen seien, führte er in seinem einstündigen Referat durch, daß ein Sozialist sehr wohl Zionist sein könne und umgekehrt. Die Verwirklichung des Zionismus als Ausdruck des Lebenswillens des jüdischen Volkes einerseits und der Sozialismus als Programm eines klassenlosen Gemeinwesens andererseits seien vielmehr zwangsweise aufs engste miteinander verbunden. An der sehr regen Diskussion beteiligten sich die Herren: Hermann Landau, Dr. Siegfried Schloß, Max Gorski, N. Nußbaum, R. Hirsch und Königshofen Im Schlußwort bewies der Referent den vom sozialistischen Standpunkt aus ablehnenden Ausführungen des Herrn Dr. Schloß gegenüber, daß der Zionismus in sich schon ein solch wesentliches sozialistisches Moment birgt, daß er von jedem Sozialisten unterstützt werden müsse. Saarbrücken, ln einer gut besuchten Veranstaltung sprach am 13. Mai Herr Dr. Werner Bloch über ״Zielsetzung und Wegbereitung“ und erörterte dabei eine Reihe aktueller Fragen. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Stettin. Am 22. Mai d. J. sprach Alfred Berger, Berlin, in der Zionistischen Vereinigung über die Stellung der jüdisehen Arbeiterschaft zu dem Bericht der englischen Kommission über die Unruhen in Palästina. Er gab zunächst eine kurze Darstellung dieses Berichts, der den Erwartungen der Zionisten keineswegs entspreche. Auch die jüdische Arbeiter- Schaft lehne den Bericht ab. Vor allen Dingen halte sie die Unruhen nicht für einen nationalen arabischen Aufstand, sondem für Pogrome, die durch religiös verhetzte Massen veranstaltet worden sind. Da der Zionismus eine ethische B!e- An unsere Abonnenten! Die Post verlangt die Anmeldung der vom 1. Juli 1930 an zu liefernden Exemplare jetzt bereits 3 Wochen vor Quartalsbeginn. Wir sind daher gezwungen, die AbonnementsgebGhren von denjenigen Abonnenten, die die Jüdische Rundschau" direkt bei uns abonnieren, in den ersten junitagen zu erheben, und zwar werden wir ihnen zu diesem Zweck Nachnahmen zugehen lassen. Wir bitten darum, im eigenen Interesse dafür Sorge zu tragen, da6 diese Nachnahmen prompt eingelöst werden, da sonst Unregelmäßigkeiten in der Zustellung der ״Jüdischen Rundschau" nicht zu vermeiden sein dürften. Berlin, im Mai 1930. Verlag ,Jüdische Rundschau1' Berlin W15, Melnekestraße 10 wegung sei und daher jede Gewalttätigkeit ablehne, sei eine Verständigung der jüdischen mit der arabischen Arbeiterschaft dringendes Erfordernis. Auch der arabische Arbeiter ziehe aus den Fortschritten der jüdischen Kolonisation erhebliche Vorteile. Kein Araber dürfe durch die Aufbauarbeit Palästinas geschädigt werden. Unbebautes oder wenig bebautes Land gäbe es genügend, so daß für eine große Anzahl jüdischer Familien schon jetzt Möglichkeiten der Ansiedlung ohne Schädigung der arabischen Einwohner beständen. Bei allem Verständnis für die augenblickliche Stimmung der Juden gegen die Araber, halte er eine sofortige Verständigung mit den Arabern für dringend notwendig, und er erwarte schnellstens ein Programm der Zionistischen Exekutive. England müsse unbedingt die Einwanderung und den Bodenkauf freigeben und das jetzt erlassene zeitweilige Verbot der Einwanderung aufheben. Indem sich der Redner mit dem Revisionismus auseinandersetzt, warnt er vor Chauvinismus und mahnt, nicht ungeduldig zu werden, wenn einmal nicht alles nach unseren Wünschen gehe, ln der Diskussion kam zum Ausdruck, daß eine Verwirklichung des zionistischen Ideals durchaus mit sozialistischen Forderungen in Einklang stehe. Der Redner begrüßt die Tätigkeit der Jewish Agency, die den Willen habe, das Interesse der Gesamtjudenheit für Palästina zu gewinnen. Vermischtes Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend. Sonnabend, den 31. Mai, 9 Uhr abends, veranstaltet der Rat im Jugendheim, Monbijouplatz 10, Eingang 4, eine Aussprache über das Thema ״Die ökonomische Lage der Juden in Deutschland“. Einleitung von Herrn Dr. Kaleko. — Montag, den 2. Juni, 71/2 Uhr abends, findet eine Schawuoth-Feier für die Jüngeren (14—16) im Jugendheim statt. Waad hanoar hazioni (Jugendrat). Sonnabend, den 31. Mai (verlegt vom 24. Mai), nachm. 41/2 Uhr, im Heim des K. J.V., Bleibtreustr. 50. Ausspracheabend der zionistischen Jugend. Thema: Der westjüdische Chaluz in Palästina (Fortsetzung). Zur Jahrzeit von Sch. Ch. Landau, ln Verbindung mit den Misrachl- und Zeire-Misrachi-Zentralen für Deutschland hat die Landeskommission des Keren Kajemeth eine kleine Gedenk- Schrift herausgegeben, die eine Biographie des frühverstorbenen Misrachiführers, eine Eetrachtung von Dr. S. Schereschewsky und Notizen über die Orthodoxensiedlung und die Aufforstung Palästinas enthält. Ein Aufruf an alle Anhänger des Thora wa Awodah-Gedankens appelliert zur Fortsetzung der Aktion für den Landau-Wald. In Berlin werden in Misrachikreisen vom 1.—11. Juni Sammlungen veranstaltet, am Jahrzeittage selbst (11. Juni) findet eine Gedenkfeier im Sitzungssaale der Jüdischen Gemeinde, Rosenstraße, statt. Das Protokoll des XVI. Kongresses ist soeben erschienen. Das Buch enthält das Protokoll der Verhandlungen des Kongresses, sowie den Bericht über die Tagung des Council der Jewish Agency in Zürich. Beide Protokolle geben ein anschauliches und umfassendes Bild beider Züricher Tagungen des Jahxes 1929. Der Preis des vornehm ausgestatteten Buches beträgt in Halbleinen gebunden 6 RM., in Ganzleinen gebunden 8 RM. Bestellungen sind mit gleichzeitiger Beisendung des Beträges an das Zionistische Zentralkomitee, London, 77, Great Russell Street, W. C. 1., zu richten. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise. Für junge Genferin mit perfekten französischen Sprachkenntnissen suchen wir Stellung au pair in guter jüdischer Familie. Arbeitsgemeinsehaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin N, Auguststraße 17, Tel. Weidendamm 5936. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Während der Sommermonate findet der Verkauf palästinensischer Handarbeiten (Kindcrkleidcr, Sommerkleider und -blusen für Damen, Teegedecke, Buntstickereien, Spitzenarbeiten, Barchesdecken, Mazzothtaschen) jeden Donnerstag, von 3—6 Uhr, in der Wohnung von Frau Rechtsanwalt Cohn, Potsdamer Str. 991 (zwischen Kurfürsten- und Bülowstraße), statt. Mit der Vorortbahn in die schöne Umgebung Berlins. Anläßlich des Inkrafttretens des neuen Sommerfahrplans am 15. Mai erscheint wiederum die Ausflugswanderkarte der Reichsbahn. Die Karten sind an jedem Fahrkartenschalter aller Berliner Fern-, Stadt- und Vorortbahnhöle, sowie im Pharus- Verlag, Bülowstr. 66, zu erhalten. r REISEABONNEMENT ן־ Wir machen darauf aufmerksam, daß zum rechtzeitigen Empfang der Jüdischen Rundschau am neuen Aufenthaltsort die Überweisung derselben mindestens 2 Tage vor der Abreise mündlich oder tunlichst schriftlich bei der Zustellpostanstalt, die die Zeitung zuletzt ausgehändigt hat, zu beantragen ist. Es ist nicht angängig» «» dem Überweisungsantrag einen Zeitpunkt anzugeben, bis zu dem die Überweisung erfolgen soll. Für jede Weiter- oder Rücküberweisung ist vielmehr ein neuer Antrag hei der gerade zuständigen Zustellpostanstalt erforderlich. Durch Beachtung dieser Bestimmung wird die pünktliche Lieferung der Jüdischen Rundschau am Reiseziel gewährleistet und damit den Beziehern Arger und Verdruß erspart. Bei Reisen ins Ausland treten die obigen Bestimmungen der Post nicht in Kraft, sondern muß die Nach- Sendung direkt bei uns beantragt werden. Expedition der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W 15, Meinekestrafle 10 Vü-.....-•-■r■-■ J Schule der jüdischen Jugend. Der zweite Abend im Vortragszyklus von Frau Rahe! Wischnitzer -Bernstein findet nächsten Dienstag, 3. Juni, 8t/a—10 Uhr abends, statt. Thema: ״Jüdisches Kunstschaffen im islamisehen Kulturkreis“ (Syrien, Nordafrika und Spanien). Mit Lichtbildern. — Der nächste Abend im Vortragszyklus Dr. Georg Landauer findet am Donnerstag, dem 19. Juni, 8—10 Uhr abends, statt Thema: ״Die Stellung Palästinas innerhalb der arabischen Welt“. Jüdische Gemeinde. Freitag, den 30. Mai, abends: Synagogen mit altem Ritus und Altersversorgungsanstalten 7.30 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus 7 Uhr. In den Synagogen mit neuem Ritus: Ansprache des Rabbiners. Sonnabend, den 31. Mal, morgens: Alte Synagoge 8.30 Uhr, übrige Synagogen mit altem Ritus und Altersversorgungsanstalten 9 Uhr; Frühgottesdienst, Syn. Rykestr.: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel): 7.30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Syn. Friedenstempel: 9,30 Uhr. Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy,; Svn. Grunewald: Dr. Cohn. Jugendgottesdienst: 4 Uhr: Syn. Rykestraße: Rabbiner Nobel; Syn. Pestalozzistr.: Dr. Emil Lew; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Kaiserstr.: Dr. W11heim Lewy; 4.30 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. Arthur Levy. Sabbatausgang: 9.14 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen 730 Uhr; morgens: Alte Synagoge, Syn. Kaiserstr., Rykestr., Kottb. Ufer: 6.30 Uhr; Synagogen Münchener Str., Pestalozzistr., Grunewald und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Mädchen-Einsegnungen: Sonnabend, den 31. Mai, im Anschluß an den Sabbat-Gottesdienst: Syn. Lindenstraße: Rabbiner Dr. Blumenthal; Sonntag, den 1. Juni, vormittags 10*4 Uhr: Neue Synagoge: Rabbiner Dr. Wey!. Gottesdienst am Schowuausfest: Sonntag, den 1. Juni, abends: in allen Synagogen mit altem Ritus und Altersversorgungsanstalten: 8.30 Uhr; in den Synaogen mit neuem Ritus: 8 Uhr. Montag, den 2. Juni, vormittags: in der Alten Synagoge, Syn. Pestalozzistr. und Kottb. Ufer: 8.30 Uhr; in allen anderen Synagogen mit altem Ritus und Altersversorpmgsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst, Syn. Rykestr.: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus Frühgottesdienst (außer Syn. Friedenstempel): 7.30 Uhr; Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Syn. Friedenstempel: 9.30 Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Freimann; Syn. Kaiserstr.: Dr. Willielm Lewy; Syn. Rykestr.: Dr. Freier; Sn. Pestalozzistr.: Dr. Emil Levy; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; Syn, Münchener Str.: Dr. Arthur Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn; Neue Synagoge: Dr. Blumenthal; Syn. Lindenstr.: Dr. Salomonski; Syn. Lützowstraße: Dr. Wiener; Syn. Fasanenstr.: Dr. Galliner; Syn. Levetzowstr.: Dr. Prinz; Syn. Friedenstempel: Dr. Bergmann. Montag, den 2. Juni, abends: in den Synagogen mit altem Ritus und Aitersversorgungsanstalten: 8.45 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus: 8 Uhr. Dienstag, den 3. Juni, morgens: Syn. Pestalozzistr. und Kottb. Ufer: 8.30 Uhr; Syn. Münchener Str., Grunewald und Altersversorgungsanstalten: 9 Uhr; Syn. Friedenstempel•. 9.30 Uhr; in allen anderen Synagogen: 1. Gottesdienst mit Seelenfeier: 7.30 Uhr; 2. Gottesdienst mit Seelenfeier und Predigt: 10 Uhr. D i c Einnahme der Sitzplätze ist den Karten- Inhabern Vorbehalten. Sonstiger Zutritt nur, soweit Plätze verfügbar sind. — In der Alten Synagoge: Bis zum Beginn des Gottesdienstes Zutritt nur gegen Vorzeigung der Eintrittskarten. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Freier; Syn. Kaiserstraße: Dr. Freimann; Syn. Rykestr.: Dr. Wilhelm Lewy; Sn. Pestalozzistr.: Dr. E. Levy; Syn. Kottb. Ufer: Dr. Bleichrode; Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy; Syn. Grunewald: Dr. Cohn; Neue Synagoge: Dr. Warschauer; Syn. Lindenstraße Dr. Weyl; Syn. Lützowstr.: Dr. Weiße; Syn. Fasanenstraße: Dr. Bergmann: Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkswitz; Syn. Friedenstempel: Dr. Prinz. Abendgottesdienst (Festausgang): 9.18 Ohr. Geschäftliche Mitteilongen Unseren Lesern wird das Caf4 Kutschera, Charlottenburg, Bismarckstraße 109, am Schillertheater, bestens empfohlen; sämtliche in- und ausländische Zeitungen. * St. Moritz, das einzige Bad in einer Höhe von 1800 m in! trockensten Teil des Alpengebietes, vereinigt mit seinem strahlenreichen Alpenklima die heilsamen Wirkungen seiner drei natürlichen kohlosauren Stahlbäder. Infolge seiner südwestlich orientierten Talrichtung und seines warmen Klimas weist der Ort den eigenartigen Charakter einer Hochgebirgslandscbaft mit üppiger südlicher Vogetation auf. Er liegt am gleichnamigen See und besteht aus dem ״Dorf“ und dem unweit davon liegenden ״Bad“. Unter den modern und bequem eingerichteten Hotels ist besonders zu nennen das Hotel Edelweiß mit der sehr schön und ruhig gelegenen Dependance Villa Heimat. Das Hotel Edelweiß wird nach gründliehen Renovierungsarbciten und einer Vergrößerung der Gesellschaftsräumo am 13. Juni wieder eröffnet. Neben seiner überaus günstigen Lage in der Nähe der Wälder, des Sees und der Bader und seiner rituellen Rüche besitzt es auch sonst alle Mittel und Annehmlichkeilen, um eine sehr empfehlenswerte Erholungsstätte zu sein. In schönster Lago in Bad Neuenahr empfiehlt sich unseren Lesern das mit allem Komfort aus gestattete Hotel Meyer- Villa Bismarck. Behaglich ausgestattete Zimmer mit fließendem Wasser sowie die vorzüglich(! erstklassige strengrituelle Verpflegung bieten Gewähr für einen angenehmen Aufenthalt. * An der See gibt es immer noch wenige Badeorte mit jüdischen Gasthäusern und Gaststätten, die wenigsten an der Nordseeküste. Dom Mangel hat neuerdings auf der Insel Wangerooge Herr Moritz Levy abgeholfen. Sein Haus ״Villa Rosa" steht den Gästen zur Verfügung. Neuzeitlich eingerichtete Zimmer sind zum Teil mit fließendem Wasser versehen. Verpflegung gut und abwechslungsreich zu niedrigen Preisen. Näheres im Anzeigenteil. In Oberhof (Thüringen) (Haltestelle aller D- und F. D.-Züge der Strecko Berlin—Erfurt—Stuttgart) hat die Saison begonnen. Die Vorzüge Oberhofs liegen in den klimatischen Verhältnissen und der Schönheit seiner Umgebung (Ilöho von über 800 m, Waldreichtum, Reinheit der Luft, günstige Bodenverhältnisse), welche ihm das Gepräge eines mittleren Gebirgsklimas verleihen. Der Aufenthalt hier ersetzt in jeder Hinsicht einen solchen in den höher gelegenen Kurorten, ja er übertrifft diesen sogar insofern, als diese Orte sich meistens weder eines so großen Waldreichtums, noch eines so bequem begehbaren Geländes erfreuen. Die Kurverwaltung legt Wert auf die Feststellung, daß ungeachtet der gegenwärtigen politischen Verhältnisse in Thüringen jüd sehe Gl's'.e nach wie vor in Oberhof willkommen sind. Der streng neutralen Ein- Stellung der Kurverwaltung entsprechend sind politische Umzüge nicht gestattet, so daß eine ungestörte Erholung der Kurgäste gewährleistet ist. Das Hotel Blum, seit zehn Jahren wohlbekannt und einziges jüdisches Hotel des Thüringer Waldes, hat seinen Betrieb eröffnet. Es bietet bei mäßigen Preisen jeden Komfort (fließendes Wasser, Zentralheizung, Bäder, Gesellschaftsräume usw.) und eine yorzügliehe Küche, Die Aufsicht führt S» B. Herr Bozfrksrabbinor Dr, Wohlgemut!», iltoingen a. M.