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Jüdische Rundschau · 1930-04-25 · Heft 31-32 (25.4.1930) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 31-32 (25.4.1930)
Date
1930-04-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 31/32, 25. IV. 1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 225 Pressesünsmen Lloyd George über den Palästina-Aufbau. United Press verbreitete einen Artikel von Lloyd George über ״Aegypten und Palästina“ in führenden Blättern der ganzen Welt. In diesem Aufsatz stellt Lloyd George fest, daß England im Begriffe ist, mit Aegypten einen umfassenden Ausgleich zu finden und behandelt dann ausführlich das Palästinaproblem, wobei er in schärfster Weise der Meinung widerspricht, daß Palästina nicht imstande wäre, eine große jüdische Einwanderung auf- /!!nehmen. Diese gefährde die in Palästina lebenden Araber nicht. Bei verbesserten Bearbeitungsmethoden kann in Palästina noch 1 Million acres für landwirtschaftliche Koloni- ' ition bereitgestellt werden. Die letzten Ereignisse führt Lloyd George zum großen Teile auf den ״kurzsichtigen Bürokra tis-!uns“ der Palästina-Verwaltung zurück. Er verlangt, daß man den Juden freie Hand bei der Durchführung ״eines der interessantesten und fruchtbarsten Experimente unseres Zeitalters“ gewähre. Die ״Sozialistischen Monatshefte“, April 1930, schreiben im Rahmen einer Besprechung über Palästina: ״Nur eine energische Förderung der jüdischen Einwanderung könnte dem Lande innere Ruhe und Entwicklung geben: weil sie Produktivkräfte wachriefe und durch das Schwergewicht der Leistung, die ja der ganzen Bevölkerung zugute käme, die Aufhetzung der Araber gegen die jüdischen Kolonisatoren immer inhaltsleerer machte und schließlich zum Versiegen brächte. Vorläufig steht die Beruhigung des Landes nur auf dem Papier. Denn selbst nach der Erklärung, daß man die Lage jetzt beherrsche, sind noch zahlreiche Angriffe erfolgt, zumal die Strafen gegen Araber nachträglich bedeutend herabgesetzt wurden. Und der Bericht der Untersuchungskommission, der Anfang April bekanntgegeben wurde, rechtfertigt alle Befürchtungen über den Charakter der britischen Palästinapolitik. Der Zionismus kann von daher Hilfe zurzeit nicht erwarten. Es ist aber durchaus an ihm durch energische Produktionspolitik sich selber zu helfen.“ Im Morgenblatt der ״Voss. Zeitung“ vom 23. April berichtet Arthur Run dt über die Negerjuden von Harlan (New Vork). Er meint, daß die Zahl dieser Juden ungefähr 500 beträgt und daß sie Nachkommen westindischer Sklaven sind, die vor Jahrhunderten die Religion ihrer holländisch-jüdischen Herren angenommen hatten. Einer der Rabbiner der Negerjnden ist ein Faiascha-Jude, der in Alexandrien seine Aus* bildiing genossen hat London,2t. April, fj.T.A.) Der Palästina-Sonderkorrespondent der antizionistischen ״Morning Post“, der vor wenigen Wochen nach London zurückgekdirt ist, phantasiert in seinem Blatte: Unter Engländern, Juden und Arabern In Palästina herrscht Uebereinstimraung darüber, daß man mit weiteren Unruhen in Palästina als mit einer Tatsache zu rechnen habe. Unruhen wurden für die Osterzeit, die mit dem Nebi Musa-Fest zusammenfällt, erwartet. Auch die Zeit der Ver* öffentlichung des Shaw-Berichtes war als eine kritische angesehen worden. Am meisten aber ist die Ansicht verbreitet, daß mit dem Juni 1930 eine Zeit der Unruhe beginnen wird. Die Orangen-Saison wird dann vor ihrem Ende stehen, Ende Mai werden die Ernten an Weizen und Gerste eingebracht sein, die in klimatischer Hinsicht kritischste Zeit des Jahres, der ״fünfzigtägige Wind“, wird vorübergegangen sein. Die Geister werden dazu frei werden, sich politischen Betrachtungen hinzugeben. Allgemein herrscht in Palästina die Ansicht, daß nur die Anwesenheit der britischen Garnison im Lande die Ordnung seit den Unruhen im August 1929 aufrechterhielt. Der ״Morning־Post‘׳*Korrespondent berichtet ferner, daß der Waffen* Schmuggel aus Transjordanien nach Palästina andauert und daß Vieh raub längs der Grenze an der Tagesordnung ist. Die lange Grenzlinie und die Tatsache, daß der Jordan leicht zu über* schreiten ist, machen die Aufgabe der transjordanischen Grenzmacht zu einer wenig beneidenswerten, und es gibt heute wenige Juden besonders im Landinnern, die nicht ihre Pistole׳ zur Sicherung bei sich haben, und nur wenige Araber, die nicht ein brauchbares Gewehr aufbewahren für den Fall, daß ״der Tag wiederkommt". Ein Jude sieht dich von der Leinwand an. In der Alhambra am Kurfürstendamm lief jüngst ein neuer Russenfilm, der, abgesehen davon, daß er ein hinreißendes Meisterwerk filmischer Kunst überhaupt ist, vom jüdischen Standpunkt aus besondere Beachtung verdient, in diesem Film (er heißt ״Das Lied vom alten Markt“, nach einer Novelle von Oorki) sieht man einen kleinen armen Juden mit einem so wundervoll klugen Gesicht, mit so ieidvoll treuen Augen, wie er noch nie von der Leinwand gesehen worden ist. Der Ghettojude im zaristischen Rußland, wie er verhöhnt, gehetzt, von allen gestoßen, von allen geprügelt wird. Der arme jüdische Schuhflicker, wie er um seinen Lohn betrogen wird, wie er in der Schenke zur Belustigung des Pöbels zum Tanzen gezwungen wird, bis er kraftlos zusam menbricht. Die Pogromuna Kischinewatmosphäre ist so erschreckend echt, daß man im innersten erschüttert wird. Dabei ist der Darsteller dieses Juden so dezent, so unaufdringlich und doch eindringlich! Es ist ein großes künstlerisches Erlebnis! Diesen Film sollte sich, um der künstlerischen und menschlichen Qualitäten willen, jeder ansehen. Meinhart Maur. Briefe an die Redaktion Um Achad Haam Chemnitz, den 11. April 1930. Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin. Sehr geehrte Redaktion! Gestatten Sie einem gewesenen eifrigen Chowew Zion und jetzigen Achad Haamisten ein kurzes Wort zur Polemik über das Kapitel ״Wie alle Völker“ von Gorelik. Ein jeder, welcher logisch denkt und klar in die Dinge sicht, wird die Ausführungen des Herrn Dr. Hamburger in der Nr. 28 Ihres geschätzten Blattes bedingungslos unter* schreiben müssen, speziell, was er in bezug aufs Juden* tum sagt. Die Gegner Achad Haams, wie Gorclik, Goldmann und andere pochen immerwährend darauf, daß die geistige Zentrumsldee dem eigentlichen Zionismus das Genick bricht. Das stimmt keineswegs. Wenn wir Achad Haams Auffassung des Zionismus einer genauen Analyse unterwerfen, werden wir finden, daß durch diese Auffassung der Zionismus gestärkt, nicht geschwächt, geschweige denn ״gebremst“, wie Oorelik sich ausdrückt, worden ist. Daß der Zionismus in seiner gewöhnlichen Auffassung die ״Judenfrage“ als solche nicht lösen kann, hat Achad Haam durch Zahlen bewiesen und wo Zahlen reden, verstummt jede schöne Sophisterei. Wohl aber kann nach Achad Haam das Judentum, das im Abendlande zum Untergange verurteilt ist, in Palästina gerettet werden und eine Erneuerung erleben, welche auf alle Juden der ganzen Welt einen wohltätigen Einfluß ausübt. Auch Achad Haams geistiges Zentrum erfordert die Ko- Ionisation Palästinas und tut somit dem zionistischen Gedanken nicht den geringsten Abbruch, Pie Aspirationen ihr טטודיה דרמטית עברית Hebräisch•» Dramatisches Studio Am 26. und 27. April, abends 9 Uhr, in den Johann *Georg* Festsilen, (Johann •Georg Straße 19, am Bahnhof Halensee) Erste ftultotininq des Dramatischen Studios des Rates für HebrSisdie Arbeit unter der Jugend. Zur Aufführung gelangt: In «1er Wtisle Nach David Frlnchmann Musik: ■rieh W. Starnberg Regie: Raphael Zwl (Ohel, Palistina) Kostüme: Jennl Berger Karten tu Mk. 1.—, 2.—, 3.—, sind im Büro de* Keren Kajemo'-h, Berlin W 15* Meinekestr. 10» im Beth Am Iwri, Charlottenburg•, Grolnoanstr. 36, und in den Buchhandlungen: Rubin Maas» Kantstr. 46, Ganzer, Oranienburger Str. 26 erhältlich Herzlisten können vielleicht einmal erfüllt werden, aber erst nach Jahrhunderten, wenn wir in Palästina testen Fuß gefaßt haben, und dem muß ein geistiger Zionismus vorangeben im Sinne Achad Haams. Wer noch den Zionismus in seinem Entstehen mitgemacht hat, wie Schreiber dieser Zeilen, der weiß cs, daß ohne Zuhilfenahme des im Osten so tief verwurzelt gewesenen reliiösen Judentums der zionistische Baum weder Blätter noch lüten gezeitigt hätte. Achad Haam, der im Osten geboren und erzogen war und der jüdisches Schrifttum, die jüdische Denkungs- und Lebensart besser als jeder andere kannte, der wußte auch mehr als jeder andere, was der jüdischen Seele fehlt und was der Zukunft der luden und des Judentums nottut. Daß die geistige Zenfrumsidcc dem Zionismus das Genick bricht, kann nur jemand sagen, der einen Judenstaat ohne Juden ersehnt, "darin hat Dr. Hamburger vollkommen recht. Mit Zionsgruß Th. Mal bin. Soeben erschienen: Dr. Gerhard Holdhelm Uber die Voraussetzungen und das politische Ziel des Zionismus Sonderabdruck aus den ״Preußischen Jahrbüchern", April 1930 Preis 0.30 Mk. literatiirverselcliitls zum Fragengebiet: Zionismus und Palästinaaufbau Preis 030 M. Zu beziehen durch die Zlonlstlsebe Vereinigung für Dsutsdiland Berlin W15, Meinekeetrafie 10. Postscheckkonto: Berlin Nr. 8091 Plenarsitznng des Verbandes ״ORT*‘ ln den Plenarsitzungen des ״ORT“־Verbandes, die in Berlin stattfinden, erstattete der aus Moskau eingetroffene Hauptbevollmächtigte der Zentralverwaltung, Agronom J. Z c g e 1 - nitzky, einen umfassenden Bericht über die Tätigkeit des Verbandes in Sowjet-Rußland. Die Ausführungen Zegelnitzkys wurden durch einen Bericht Dr. A. Singalowskys über die Erfahrungen, die er auf seiner jüngsten Rußlandreise gesammelt hat, ergänzt. Aus diesen Berichten ergibt sich ein Bild einer weitverzweigten, vielseitigen Aufbauarbeit, die in der gesamten Tätigkeit der jüdischen Hilfsorganisationen in Rußland ihren besonderen Platz einnimmt. Die Tätigkeit des ״Ort“*Vcrbandes entwickelte sich in der Richtung der immer wachsenden Industrialisierungsarbeit. Eine intensive Tätigkeit entfaltete die Vertretung des ״Ort“-Verbandes auf dem Gebiete der Versorgung der jüdischen Handwerker mit Maschinen. Heute werden von der Vertretung des Verbandes 213 jüdische Genossenschaften, die zirka 100000 Mitglieder zählen, mit Maschinen, Instrumenten und Rohstoffen beliefert. Zu einem Erfolg, der vielen Tausenden von jüdischen Handwerkern zugute kam, entwickelte sich die vom ״Ort"-Verband in Gemeinschaft mit dem Agro-Joint geführte Aktion für die Rohstoffbelieferung der jüdischen Trikotage-lndustrie. Zum Gebiet der eigentlichen Industrialisierung und der Gründung von eigenen industriellen Unternehmungen des ״Ort“-Verbandes gehört der Ausbau eines Netzes von Artein, der vom Ertrag der Volks- Werkzeug-Kampagne in den Vereinigten Staaten und den Sammlungen der Landsmannschaft finanziert wird. Einen Rückschlag erfuhr in den letzten Monaten die Aktion des ״Ort“-Verbandcs für die konstruktive. Verwandtenhilfe. Der Rückschlag kam als Folge der verschiedenen Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit der Kollektivierung ganz besonders für den individuellen Produzenten, der auf die im beschränkten Maße vorhandenen Rohstoffe angewiesen ist, entstanden sind. Ein Angestellter des Hauptbüros des Keren Hajcssod in Jerusalem, Mainion, hat ein neues System hebräischer Kurzschrift erfunden. BERLINER המועצה לעבודה עברית בין הנער. הסטודיה הדרממית העברית מציגה במוצאי שבת. .26לאפריל* וביום הראש1י.27 לא«ר< בס בערב בדיוק באולמי יוהך־גיאורנ את המחזה: במדבר על פי דוד פר יש מן. המוסיקה מאת אריך ו. שטרנכרג ההצגה מאת ר. צבי("אהל״־א״י) התלבשות והתפארות מאח נגיה ברנד. ©omterStag, beit 1. ®lat, abenbS 84י Hbri «ruppt OP ber 3נ •3 .ע. in her Soge SgubcS Sdhint, 30fL9fL*®jge 4, Dr. £>att£ ©10#: tau £tri$i Per Unttrfue&ungelommifrio«-" Ortsgruppen Mannheim. Die hiesige Ortsgruppe veranstaltete am 29. Marz in den Kasinosälen ihre diesjährige Purimfeier. Die Spidgruppe des Sprechchors der Jugendgeinrindc zeigte eine aktuelle Mannheimer Bearbeitung von Ncstrovs Travestie ״Judith lind Holofernes“. Das Stück wurde trotz der sehr beschcidenen aufgewandten Mittel in •einer charakteristischen und lustigen Ausstattung mit viel Temperament und sehr flott gespielt und erntete bei dem zahlreich erschienenen Publikum auch in nichtzionistischen Kreisen großen Beifall. Anschließend fand eine Tanzunterhalfung statt. Die Tombola und der Verkauf von Palästina-Weinen und -Früchten zeigte ein gutes l'rgebnis. Es ist zu hoffen, daß die Purimfeier der Ortsgruppe wieder wie vor dem Krieg eine traditionelle Veranstaltung der gesamten jüdischen Gemeinde wird. Kattowitz. Die revisionistische Ortsgruppe für Oberschiesien (Polen) hielt am 29. März in Kattowitz eine Versammlung ab. Es sprachen: Dr. Wdowinski, Bielsko (Blelitz), über ״Zionistische Idee und Wirklichkeit“ und Dr R.-A. Lachmann, Breslau, über ״Von Theodor Herzl zu Felix Wartung“. 500 Zuhörer nahmen an der Versammlung teil, die bis 2 Uhr nachts dauerte. Unter dem Vorsitz von Leopold Krieger wurde ein Komitee gegründet, dem 41 Gesinnungsgenossen beitraten. Vermischtes Teenachmittag der Frauen-Arbeilsgemeinschaft für Palästina am Dienstag, dem 29. April, nachmittags 4‘/9 Uhr, im Edcnhotel, Budapester Straße. Armin T. Wcgner liest aus seinen Aufzeichnungen: ״Jakobs Kampf mit der Erde. Erlebnisse und Erfahrungen im jüdischen Palästina“. Frau Nanny M a r g u 1 i e s aus Palästina spricht: ״Was mir Palästina wurde“. Gäste willkommen. Vorverkauf und Kartenbestellung im Büro der F. A. P., Meinekestr. 10, Bisin. 7165. Preis des Teegedecks M. 4,— . Frankfurt a. M. Der Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit, Ortsgruppe Frankfurt a. M.t unterhält eine ständige Verkaufsstelle der Erzeugnisse der Shani-Werkstätten, Jerusalem. (Kinderkleider, Damenkleider, -blusen, Pyjamas und Kimonos, Teegedecke, Spitzen* arbeiten, bunte Woil- und Sridenarbeiten־ Schmucksachen, wie Ketten, Nadeln und sonstige handgeschmiedete Silberarbeiten.) Die Verkaufsstelle befindet sich Im Putzsalon von Frl. Bella Horowitz, Neue Mainzer Str. 23: ist zentral gelegen in nächster Nahe vom Frankfurter Hof und Schauspielhaus, und sei Einheimischen und Durchreisenden zum Einkauf schöner und aparter Geschenke bestens empfohlen. Verband Jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit. Ein regelmäßiger Verkauf palästinensischer Handarbeiten (Kinderklei• der. Damen kleider und -blusen, Teegedecke, Buntstickereien, Spitzenarbeiten) findet an jedem Montag und Donnerstag von 3—6 Uhr in der Wohnung von Frau Rechtsanwalt Cohn, Pots* damer Str. 991 (zwischen Kurfürsten- und Bülowstraße) statt. Görlitz. Der Kulturverband Jüdischer Frauen für Palästina Ortsgruppe Görlitz veranstaltete am 33. März für sämtliche Kinder der hiesigen Gemeinde ein Purim-Kostümfest. Es waren zu dieser Veranstaltung ca. 70 Kinder mit ihren Angehörigen erschienen. Nach einem feierlichen Einzug der kostümierten Kinder mit Ester, Ahasverus, Mordechai und Haman an der Spitze, fanden sich die Kinder an einer reichbesetzten Kaffeetafel zusammen. Die Purimgeschichte in Reimen, verfaßt von Mira Rosenthal, wurde den Kindern dann vor Augen geführt. Reigen, Spiel und Tanz, Wflrfelbude und anderes mehr hielten die Kinder mehrere Stunden in fröhlichster Laune zusammen. — Am 10. April veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe Görlitz einen Vortragsabend, an welchem Herr Rechtsanwalt Dr. Meyer über ״Franz Rosenzweig“ sprach, ln knappen und klaren Worten zeichnete er das Bild dieses Mannes, als das eines jüdischen Menschen im höchsten Sinne des Wortes. Der Vortrag war diesmal auch von Nichtzionisten außerordentlich besucht. % Gruppe Jungradikaler Zionisten. Am Mittwoch, 30. April, abends 8נ/י Uhr, in der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, spricht Dr. Nachum Go Id mann über ״Die wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen des Palästina-Aufbaus“. Eintritt frei. Gäste willkommen. Die Chewra Kadischa Groß-Berlin hält am Montag, dem 12. Mai, 8 Uhr abends, im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde, Rosenstrafte 2/4, ira Sinne aes § 11 ihrer Statuten die ordentliche Generalversammlung ihrer Mitglieder ab. Im Anschluß an den Tätigkeitsbericht wird der Vorsitzende, Herr Handelsrichter Siegbert Seckeisohn, über die Entwicklung und den Aufgabenkreis der Chewra sprechen. Mutterschulkursus in der Jüdischen Kinderhilfe, Auguststraße 14/15. Theoretischer und praktischer Unterricht in Säuglings- und Kinderpflege, Besprechung von Erziehung«- fragen. Der Kursus umfaßt 6 Doppelstunden und findet einmal wöchentlich statt. Beginn: Dienstag, den 6. Mai, abends 8 Uhr. Anmeldungen in der Jüdischen Kinderhilfe, August- Straße 14/15, 10—12 Uhr. Hebräische Unterrichts-Beratungsstelle (Lischkat modiin). Von der Z. V. f. D. und der Agudat hamorim haiwrim ist eine Beratungsstelle für den hebräischen Unterricht geschaffen worden. Diese Stelle hat es sich zur Aufgabe gemacht, die hebräische Lehrer- und Unterrichtsvermittlung zweckmäßig zu organisieren. Interessenten für hebräischen Unterricht, und zwar Privatpersonen und Gruppen in Berlin und in der Provinz, bckommen von dieser Steile aus auf ihre Eignung hin geprüfte Lehrkräfte nachgewiesen. Die Beratungsstelle wird vorläufig an jedem Dienstag vormittags 11 Uhr im Büro der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Meinekestr. 10, hoclipt., ihre Sprechstunden abhaltcn. בית מדרש לעברית של קהלת היהודים בברלין. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. DerUnterrichtin der Anfängerklassc im Zentrum beginnt: Sonnabend, den 26. April, 9 Uhr abends, in der Schule, Große Hamburger Str. 27. Alle Teilnehmer werden gebeten, zu erscheinen, damit die Fest- Setzung des Stundenplans gemäß ihren Wünschen vorgenoinmen werden kann. — Telephonische Auskunft: Brabant 501 (2—3 Uhr nachm.). _ N. Berg grün. In einem Buche, das im Verlage der Mischar w’Taasia Co., Ltd., Tel-Awiw, erschienen ist, behandelt Direktor Hoofien von der A. P. C. eingehend das Problem der Rückwirkung der jüdischen Einwanderung auf die Araber. In diesem Buche ist eine detaillierte Analyse der finanziellen Lage Palästinas gcgeben, die jüdische Beteiligung an den Regieruugscinnahmen und -ausgaben, die Steuerbelastung der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung, das von Juden angelegte Kapital in Palästina nsw. usw. Das Buch, welches ein bis nun nur wenig erforschtes Problem behandelt, dürfte von großem Interesse für alle diejenigen sein, die an der ökonomischen Lage und Ent- Wicklung Palästinas interessiert sind. Bestellungen beim Verläge ״Mischar w’Taasia“ Co., Ltd., Tel-Awiw, P. O. B. 21. Preis Sh. 3,-. 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