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Jüdische Rundschau · 1930-03-21 · Heft 23 (21.3.1930) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 23 (21.3.1930)
Date
1930-03-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 23, 21. m 1930 JUEDISCHE RUNDSCHAU Sehe 150 jcwish Agency veranstaltete am 24. November eine Kund- 1 rebung. Als Redner waren Dr. Brodnltz und Dr. Georg I Landauer vorgesehen. Leider war Dr. Brodnltz durch Krankheit verhindert zu erscheinen. Ueber ״die Bedeutung des Aufbaus Palästinas für die Stellung der Juden in der Welt“ , sprach am 28. November Dr. Kanowitz. Der Redner gab eine eingehende Schilderung der innen- und außenpolitischen Lage im Zionismus. Seine Ausführungen riefen eine lebhafte Diskussion hervor, in der hauptsächlich die von der Leitung der Z. V. f. D. abweichenden Ansichten zum Ausdruck kamen. Dr. Kanowitz widerlegte seine Gegner in einem ausgezeichneten Schlußwort. Ueber das Ergebnis der am 19. Dezember vorgenommenen Wahl zum Delegiertentag ist an dieser Stelle schon berichtet worden. Der hanukkahbail am 31. Dezember, gemeinsam mit dem Bar Kochba veranstaltet, wies einen sehr guten Besuch auf und brachte dem Keren Kajemeth durch einen Imi-Taschenwettbewerb einen Reinertrag von über 100 M. Der Bericht über den Jenaer Delegiertentag von Dr. Holzer und Lipa S c h a r f, am 8. Januar cf. J. gegeben, wurde von der außerordentlich gut besuchten Versammlung mit großem Interesse entgegengenommen. Auch der Vortrag von R.-A. Karger am 16. Januar über ״Die Juristisch-politische Frage des Mandates in Palästina“ zeigte durch seinen guten Besuch, daß das Interesse an allen politischen Fragen des Zionismus in unserer Ortsgruppe reger denn je ist. Der Redner verstand es, in sehr geschickter weise die schwierigen Probleme des Mandates klarzumachen, so daß der Abend als sehr gelungen bezeichnet werden darf. Kassel. Am Montag, 10. März, sprach Kurt Bfumenfeld vor einer großen Zahl von Zionisten und Nichtzionisten über ״Das Erbe im Blut“, nach dem gleichnamigen, in der ״Rundschau" schon früher besprochenem Buch des amerikanischjüdischen Schriftstellers Ludwig Lewisohn. B’umenfeld schiieierte in fesselnder Welse den Inhalt dieses Buches, das den ״Weg der Generationen“ aufzeigt und besonders die Selbstanalyse eines Angehörigen der sogenannten vierten Generation enthält; eines ״postassimilatorischen Juden“ nach dem Ausdruck von Blumenfeld, der zum Nachdenken über sein Judentum erwacht ist Von der Schilderung seiner Situation kam Blumenfeld auf den Zionismus zu sprechen und verstand es in meisterhafter Weise, seinen Hörern die Bedeutung des Zio nismus für die innere Selbstbefreiung des einzelnen Juden und für die Wiederentdeckung der ״Insel in uns“ zu schildern. Zionisten und Nichtzionisten wurden wieder einmal zum Nachdenken über sich selbst angeregt; alle waren vom Verlauf des Abends sehr befriedigt — Im Anschluß an die öffentliche Versammlung fand noch rin Zusammensein der Zionisten mit Blumenfrid statt, wobei kurz einige der wichtigsten aktuellen politischen Fragen besprochen wurden. Mannheim. Die Zionistische Ortsgruppe Mannheim veranstaltet seit kurzem regelmäßig formlose Zusammenkünfte, welche sich guten Besuchs und Interesses erfreuen. Die Zusammenkünfte finden statt jeden Montag, abends (49 Uhr, im Cafasö, zweiter Stock, Nebenraum. Gesinnungsgenossen und Freunde, insbesondere auch auswärtige, sind freundlichst eingeladen. Ratibor. Die Zionistische Ortsgruppe veranstaltete am!ל. März einen Vortragsabend, an dem Herr Adolf Pollak, Berlin, über ״persönliche Erinnerungen an Theodor Herzl" sprach. Der Redner, der sieben Jahre lang noch von der Zeit vor dem ersten Kongreß 1897 bis 1904 zu Herzl’s Tode als Administrator der ״Welt“ zu Herzl’s ersten Mitarbeitern zählte, verstand es, die geniale Führerpersönlichkeit lebendig zu veranschaulichen und Weg und Werk Herzl’s der heutigen Generation plastisch zu schildern. So hinterließ der Vortrag, der in der Aufforderung der Mitarbeit an der Erlösung des Bodens von Erez-Jsrari ausklaog, allgemein einen nacht haltenden Eindruck. Dr. C. B. Vermischtes Private Volksschule des Jüdischen Schulvereins (Fasanenstreße 79/80). Die Anmeldung schulpflichtiger Kinder für Ostern 1930 erfolgt Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 12»4׳ bis 13 Uhr bei der Schufieiterin. Es wird gebeten, die Kinder persönlich vorzustellen und Geburts- und Imnfsrhein mitzubringen. Ein ärztliches Zeugnis ist nicht erforderlich. Die Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge veranstaltet am Montag, dem 24. d. M., einen Vortragabend, Beginn 8 Uhr, Rosenstr. 2—4. Herr Rabbiner Dr. Max Wiener spricht über das Thema: ״König David". Die Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sowie Gäste sind willkommen. Israelitischer Religionsverein der Oranienburger Vorstadt. Sonntag, den 23. März, nachmittags 2</s Uhr, in der Synagoge Liesenstr. 3, Einweihung der neu renovierten Synagoge und Jubiläumsfeier aus Anlaß des 50jährigen Bestehen des Vereins. Der Verband ost Jütischer Organisationen in Deutschland, Berlin N54, Weinmeisterstr. 1, veranstaltet am Sonntag, dem 23. d. M., abends 8 Uhr, in den Musikerfestsälen, Kaiser-Wilhelm-Str. 32, eine Volksversammlung. Das Thema lautet: ״Unsere Aufgaben bei den bevorstehenden Gemeinde- und Landesverbandswahlen“. Referenten: Dr. Büschel, Essen, Holländer, K־'״-•he, Fett, Leser, Berlin. — Die Ortsgruope Barmen des Verbandes ost׳'üdischer Organisationen in Deutschland veranstaltete am Sonntag unter großer Beteiligung־ rin Purimfest. Der Vorsitzende Freiim Krakowski begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste: die Vertreter des polnischen Konsulates, des Vorstandes und der Repräsentanz der Gemeinden Barmen und Elberfeld, die Beamten der Synagogengemeinde, sowie die Vertreter zahlreicher Organisationen. Der musikalische Teil wurde von der jüdischen Kapelle ״Lesosaun wesimcho“ aus Köln bestritten, während Mitglieder des Jüdischen Theaters Köln eine Reihe von Vorträgen und Aufführungen brachten, die ebenso wie die Musikvorträge mit großem Beifall aufgenommen wurden. Eine Landeskonferenz des HapoSi-HazaTr, Der Zentrale Waad des Hapoel-Hazair hat beschlossen, zum 6. April eine Landeskonferenz des Hapoel-Hazair rinzuberufen. Die Konferenz wird am 5. April abends mit einer öffentlichen Ver- Sammlung anläßlich des zehnjährigen Jubiläums der Prager Konferenz eröffnet werden. Redner sind u. a. die Chawerim Chajim Arlosoroff und Baraz (Daganiah). BEHLMER KALENDER Dar jRat für |e8räifd)e Qfrieit unter btt Jugenü nnanffaltct am ®diab&af, bcu 22. ®lärj a&enöfl, pünftlid) ®benbe. 1. fflruope tm SFetlj» Um, ®rolmanftr. 86. 21!ema: ״ffiekhe Iper* fpeftipen eröffnet Me fjebräifche Uniperfttdt ber jübtfdjen 31!flenb'׳. ttinleitenbe SBorte: 01)0* merkte ft enfelb. 2 ®tuppe im SSugcnb* ßetm ®?on&tjoupl. 10. Sfßema: ״?Probleme ber nationalen Srjiehuna in ber Supenbbctoegung". dinlettenbe SBorte: ®fjaroezRafe. המועצה לעבודה עברית ביו הנער עורכת במוצאי• שבת, .22 למרץ, בשמונה וחצי בדיוק שיחות עבריות: קבוצה א׳ בבית־העם העברי, על המשא: סכויי האוניברסיטה העברית בירושלים לנער בטלה. הפותח: החבר דיסטנפלד קבוצה ב׳ בבית הנער על הנושא: שאלות החנור הלאטי בתנועתהנער. הפותח: וולפננג כץ :öernfeld-Sei*» i® ®et$*8fnt 3®ril Sonntag, brn 28. ®lörj, um 4 Uhr nadjmttiagg: geier beS 70. ®eburtStageS be8 ölteften bebräifchen ®d)rift» fieÜerS, Dr Simon Bernfelb. Dr. Bern* felb fpricfjt im tnfdilu{? über: ״®ie Sn« fönge meinet Utetarifdjen Sätigfett". יובלשמעווברנפלדבבית־העם! בית־העם העברי עורר ביום א/ .23 למרע, בשעה 4 אחרי הצהרים בדיוק, הנינה, מיועדת ליובל השבעים של וקו הסופרים העברים שמעון ברנפלד. בחגיגה ישתתפו באי־כח הסתדרויות ומוסדות שונים. הד״ר ב ר נפל ד יספר על ראשית עבודתו הספרותית. Bereinigung Xabifalcr 31«#««• Ceffenttidje Bet» iammlung am Sonntag, ben 23 ®lärj, abettbS 8 V*Uhr,in ben®ophien•®ölen,fopf)t»nfit. 17/18, gt jdjaf ®rünbaum au8 fflarjdiau: ״Tie Sage im 3>oni8mu6", (nach bet Bonbon« Sl. d.» Sigunp), ®öfte rotttfommen! montan, ben 24 ®lör* abenb8 8>/a Uhr, ®nippe Cfbarfotfenburg ber 3. 3* *L tm 6ifcung8faal ber fi. 3 SB., ®leinefeftr. 10,Dr. Stegfrieb Ra* n 0 ro i k: .Unfete fiobenpoltitf, eine SebenSftage be8 ®ufbaaS". ®lontag. ben 24. TOStu, abenbd 8‘/t Uhr, ®fl• gemeint Jungjiontflen, tm @emeinbehau8, SWofen* ftrnke 2/4. Brogramm: SBieberflabebertn 38״rael unb fein 2anb״ enthaltenen Sieben unb ®nfpra» eben oon Dr. Beijmann, Am Betb-Wml ®m ®lontag, ben 24, b. ®I., 8»/t Uhr abenb8, finbet im Beth-Sm ein Bor» trag beS §rtrn Dr. §arrn Sorcjgner über: ״®te ®utorfdjafi unb öditheitSfrage in ber btbUfdjen SUeratut" ftatt ®öfte rottlfommen! ב בית ־העם! ביום ה ״ני, .24 למרץ. בשעה 8 וחצי בערב* תהיה הרצאתו שי1 הד״ר הרי טורטשינד על הנושא: «ל ש א?ff רטחצרים בספרות הטהרא". אורחים רצויים! ®ienStag, ben 25. ®län. abrnbö 8*/s Uhr, öapoefijöagair im Beih»®m, ®rolmanftr 86 1. Bortrag: Dr. ®fberl Baer, ״®raberfrage unb Bobenpolitif". 2. SBafjlen gur Ban&eS» fonferenj bed fiapogl $a$air. Tontter§iag, ben 27. ®!örj. abenbS 8*/2 Uhri ®ruppe Oft Per 3. 3• ®•׳ t« ben!Räumen ber ßoge ®gubaS ®dtim, SofttjRr. 4• Boriraq oon fjerm Dr. ®I e ch n e r: ״®raberfrage unb ®oben» politif“, mit 2icf)tbUbem. Im Jacobsohn-Helm Seesen stehen für Mal noch einige Plätze zur Verfügung. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß in den folgenden Monaten fast ausschließlich die hündische Schuljugend berücksichtigt wird. Schriftliche Anmeldungen sind umgehend an das Büro des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände, Oranienburger Str. 13/14, zu richten. Der Verpflegungssatz beträgt 2,75 M. pro Tag. Verband Jüdischer Frauen für Palästinaarbeit. Ein regelmäßiger Verkauf palästinensischer Handarbeiten (Kinderkleider, Damenkieider und -Blusen, Teegedecke, Buntstickereien, Spitzenarbeiten) findet an jedem Montag und Donnerstag von 3 bis 6 Uhr in der Wohnung von Frau Rechtsanwalt Cohn, Potsdamer Str. 991 (zwischen Kurfürsten- und Bülowstr.), statt. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Gruppe Lichterfelde: Der nächste Studienzirkef findet am 25. März, nachm. 4 Uhr, bei Frau Dr. Marie Mayer, Schlachtensee, Eitel-Fritz-Platz 12, statt. Leitung: Dr. Marie Mayer. Thema: ״Die zionistische Bewegung.“ Besondere Einladungen ergehen nicht. Bezirksgruppe Nord und Ost: Nächster Studienzirkel Montag, den 31. März, abends 8>/2 Uhr, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4. Leitung Frau Dr. Freier. Thema: ״Der jüdische Sozialismus.“ Besondere Einladungen ergehen nicht. Gäste willkommen. Vortrag im Beth-Am. Am Montag, dem 17. d. M., fand im Beth-Am der 4. Vortrag im Rahmen des Vortragszyklus statt. Stud.-Rat Kurt Hammerstein gab eine Uebersicht über die Organisation der Jüdischen Gemeinde in Berlin im allgemeinen und ihr Unterrichtswesen im besonderen. Er erörterte die Stellung der Gemeinde zu den Fragen der jüdischen Er- Ziehung und stellte die Gründung der jüdischen höheren Schule und eine wesentliche Aenderung der Lehrerausbildung als wichtigste Forderung der Kreise auf, die an einer Erneuerung der jüdischen Erziehung besonders interessiert sind. — Du anregende Diskussion berührte verschiedene Fragen der jüdischen Erziehung. Bund jüdischer Schüler. Am Dienstag, dem 18. März, fand unsere März-Sonderveranstaltung statt, in der Herr Dr. Q. Lubinsky über das Thema: ״Nationalismus und Sozialismus“ sprach; an den Vortrag knüpfte sich eine interessante Debatte, in der die wesentlichsten Punkte, auf die der Referent einging, noch einmal klar vorgebracht wurden. Die nächste Sonderveranstaltung findet im April statt. — Inzwischen laufen unsere parallelen Arbeitsgemeinschaften über: Jüdische Entwicklung seit 1815 an jedem Mittwoch und Donnerstag weiter. Neue Teilnehmer sind herzlichst eingeladen. Auskünfte über Referate und Teilnahme usw. sind schriftlich oder telephonisch einzuholen bei Günther Hantke W 62, Kurfürstenstr. 83 (Barbarossa 7100). Weitere Mitteilungen werden fortlaufend wöchentlich an dieser Stelle bekanntgegeben. — Am 28. März, Vj5 Uhr, findet unser erster Klubnachmittag im K.J.V.-Heim, Bleibtreustraße 50, statt, an dem die einzelnen Probleme, die sich bei dem Vortrag von Dr. Lubinsky erwiesen und noch nicht geklärt wurden, in kleineren Kreisen behandelt werden sollen. Wir bitten zu dieser Veranstaltung nicht nur unsere alten, sondem auch neue Teilnehmer recht zahlreich zu erscheinen. —Ke. Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend. Am Schabbath, 15. März, fand der erste hebräische Abend der 2, Gruppe: Norden im Jugendheim Monbijouplatz 10, statt. Chawer Hurwitz eröffnetc den Abend, an dem zirka 60 Jugendliche teilnahmen, mit einer Schilderung der bisherigen Arbeit des Rates und unserer Absichten für die neue Gruppe. Er führte aus, daß unsere Zentrale weiterhin im Beth-Am bleiben müsse. Dort arbeiten Chor und Studio, dort werden wir Kurse abhalten, dort werden von Zeit zu Zeit gemeinsame Abende aller Gruppen stattfinden. Die Struktur der hebräischen Abende im Jugendheim wird denen im Beth-Am entsprechen, d. h. wir werden dort jeden Schabbath Abend einen kurzen einleitenden Vortrag zu irgendeinem allgemein interessierenden Thema haben, darauffolgend eine Aussprache, zum Schluß Gesang und — dies ist ein Plus des Jugendheimes — Tanz. Der Erfolg hängt dort wie überall natürlich letzten Endes von der Beteihgung der Jugend selbst ab. Wir werden uns bemühen, auch im Norden einen hebräischen Heimabend für die Jüngeren, entsprechend dem im Beth-Am, einzurichten. Das Referat des Abends hielt Chawer Chanan F ränket aus der Plugah in Rechoboth. Er schilderte die Arbeit der Plugah, ihren Aufbau aus Ost- und Westjuden, den Beginn ihrer Ansiedlung, den heutigen Stand ihrer Wirtschaft und beantwortete dann eine Reihe von Fragen, die sich hauptsächlich auf den geistigen Zustand der ״Deutschen“, den Grad ihrer Hebraisierung, ihrer Verwurzelung im Lande, ihres Zusammenlebens mit den Chawerim aus Osteuropa usw. bezogen. Nach einer längeren Ausspräche über die Gestaltung der Arbeit im Norden, hielt uns Gesang und Horra noch froh beisammen. — Der Rat veranstaltete am 15. März eine Purimfeier für die Jüngeren. Vor allem der musikalische Teil und rin Trickfilm, der die Purimgeschichte darstellt, erfreuten die Anwesenden. Es ist aber bedauerlich, daß es Schwierigkeiten macht, den Partikularismus der einzelnen Bünde zu überwinden. Eine Purimveranstaltung für jüdische Schulkinder. One eindrucksvolle Veranstaltung der ״Jüdischen Walsenhilfe E. V.“ fand am 14. d. M. in dem Filmpalast Elysium, Danziger Straße, statt. Vor etwa 1000 Kindern, die die Schulen der Jüdischen Gemeinde, der AdaSs Jisroei und die jüdischen Klassen der Gemeindeschule Bercl^gadener Straße besuchen, wurde der Film ״Das Kinderdorf Ben Schemen“ vorgeführt. Die interessanten, an Abwechslung reichen Bilder vom Leben im Kinderdorf, von der palästinensischen Landschaft, von den verschiedene» Völkern und Ihren Sitten erweckten lebhafte Spannung und Befriedigung bei den Kleinen. Eine kurze Einleitung, die Fri. Dr. Dukas gab, beseitigte im voraus etwa für das Verständnis des Films vorhandene Schwierigkeiten. Die erfreuliehe Tatsache, eine so ansehnliche Schar jüdischer Kinder zu gemeinsamer Feier vereint zu sehen, machte auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck. Purim-Kinderfest. Einen reizenden Anblick boten die Räume des K. J. V. am vergangenen Sonnabend. Im Zeichen des Keren Kajemeth hatten sich Kinder und ihre Eltern zusammengefunden, um ein wirklich jüdisches Purim zu begehen. Hebräische Lieder, gesungen von dem Palästinenser Benjanini. das lustige Polly-Moily-Doodle-Quintett (mit Saxophon natürlich) und die Bilder aus Palästina, die der Keren Kajemeth beisteuerte, fanden ungeteilten Beifall des sehr dankbaren Publikums. Das Glanzstück des Programms war zweifeilos das von den Kindern aufgeführte Purim-Spiel ״Das Gastmahl bei der Königin Esther". Ein nicht geringer Ueberschuß zugunsten des KKL rundete den großen Erfolg des Festes ab. Besonderer Dank gebührt unserer Freundin Fräulein Mirjam Welzmann, die wesentlich zu dem Erfolge der Veranstaltung beigetragen hat. Chewrah-Kadischah. Am Sonntag, dem 9. März, hielt die Chewrah Kadischah von Groß-Berlin ihr traditionelles Brudermahl ab. Etwa 150 aktive Mitglieder der Chewrah, Männer und Frauen, nahmen an der Festlichkeit teil, neben ihnen die Führer der Gemeinde aus allen politischen Lagern. Es war ein echt jüdisches patriarchalisches Fest der gesamten Gemeinde, deren verschiedene Richtungen auf neutralem, überparteilichem Boden ein Bekenntnis zu den Gesamtheitsaufgaben des Judentums ablegten, ihren Willen, eine Einheit nicht nur nach außen hin zu scheinen, sondern nach innen hin zu sein, einer breiten Oeffentüchkeit praktisch vor Augen führten. Dem verdienstvollen langjährigen Leiter der Chewrah, Rabbiner Dr. Linck, wurde von verschiedenen Rednern und den Teilnehmern des Festes lebhafte Ovationen dargebracht. Der Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde, Direktor K a r c s k i, überbrachtc die Wünsche der Gemeinde und sprach der Chewrah die Anerkennung der Berliner Judenheit aus. Unter den zahlreichen Rednern befanden sich die Rabbiner Dr. Linck, Dr. Weiße und Dr. Emil Cohn, die Repräsentanten Dr. Klee und Dr. Heinrich Stern; Frau Dr. Eschelbacher, Geh. Justizrat Dr. Timendorfer, Alexander Adler. Von den zahlreichen Darbietungen verschiedener Oberkantoren fanden besonders die jiddischen Lieder des Oberkantors Katz- Cohn reichen Beifall. Ein von dem Mitglied Bukofzer falte ׳:v7V^v\\ ׳־׳; Die Marken der Tartjjewnmder 5cbokoläder>fabn k Neo auf genommen Alleinvertrieb darch die Firm• Neu aufgenommen כשר על פסח J. Anton Alexander, Berlin NO 1a, Landsberger SiraBeBI. flDD?כשר ע

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