Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 17 (28.2.1930)
- Date
- 1930-02-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 116 JUEDISCBE RUNDSCHAU Nr 17, 28. n. 1930 Leipzljj. Am 19. Februar fand die diesjährige General• Versammlung der Leipziger Zionistischen Vereinigung statt. Herr Louis T u ns powsky, der 10 Jahre lang den Vorsitz der hie;igeu Ortsgruppe intsegehaht hat, sah sich aus ge״ sundheifliriien Gründen gezwungen, die Leitung niederzulegen. Dieser Rücktritt ist um so mehr zu bedauern, als Herr Tumpowsky es in den 10 Jahren seiner aufopferungsvollen Arbeit verstanden hat, das zionistische Arbeitsgebiet in Leipzig in großzügigster Weise auszubauen. Zum Dank für seine hin• gebungsvdle Arbeit hat die Genetalversamm ung beschlossen, Herrn Ttimpowsky in das Goldene Bucli einzutragen. — In den neuen Vorstand wurden gewählt: Herr Dr. Fritz Loebenstein als 1. Vorsitzender, Herr Wilhelm Du - bin er und Herr Hermann Bromberg als stellvertretende Vorsitzende, Herr Jakob Bromberg wurde wiederum mit der Leitung der Keren H a j e s s o d - Arbeit und Herr Beer S u d 0 w i c z mit der Führung der Keren Ka jem eth- Arbeit betraut Außerdem wurden noch eine Reihe von Damen und Herren in den weiteren Vorstand und die Ausschüsse gewählt. Als besonderes Kennzeichen der zukünftigen Arbeit ist es zu betrachten, daß die Jugendlichen in stärkerem Ausmaße in dem Vorstand der Zionistischen Ortsgruppe von nun ab vertreten sind. Tilsit. Am 19. Februar hielt Herr Adolf Pollak, General- Sekretär des KKL für Europa, einen Vortrag: ,,Erinnerungen und Zusammenarbeit mit Theodor Herzl“. Die Art des Vorträges fesselte die ganze Versammlung, und der Redner erntete großen Beifall. Hernach schilderte der Referent die Entvvicklung und die großen kommenden Jahresarbeiten des KKL und ermahnte zur Mitarbeit. Die Versammlung war gut besucht. Nürnberg-Fürth. Am Donnerstag, derfi 20, Februar, sprach Frau Ghitta Hi 11 mann in unserer Ortsgruppe über ״Der geschichtliche Jesus“. Frau Hillmann kennzeichnete in ihrem Vortrag, der sich auf umfangreiches und fleißig zusammengetragenes Quellenmaterial stützte, zwei Hauptströmungen der heutigen Jesusforschung: Die eine, die Jesus nur als mythische Figur ansprach, die andere, die glaubt, daß Jesus als weiser Rabbi in Judäa gelebt habe und der Stifter des Christentums gewesen sei. Die eine betrachtet Jesus als den vermenschlichten Gott, die andere als vergöttlichten Menschen. Die Referentin selbst entschied sich nach eifrigem Studium der Materie für die Ansicht derjenigen Wissenschaftler, welche die Jesusfigur als Mythos darstellen und bemühte sich an Hand der Quellen diese Tatsache, für die sie wesentliches Material beibrachte, systematisch naebzuweisen. Herr Dr. Bamberger ergänzte die Ausführungen der Vortragenden: an der Diskussion beteiligten sich ferner die Herren Dr. R. Lieb- Städter, Dr. M. Nußbaum und Dr. W. Strauß-Reich. Die erschienenen Gesinnungsgenossen und Gäste dankten durch ihren Beifall für den interessanten und aufschlußreichen Vortrag. Briefkasten der Redaktion Heinrich Strauß, Hamburg. Wunschgemäß bestätigen wir Ihnen, daß Sie nicht der Verfasser des ״Hamburger Brief“ in Nr. 8 sind. Vermischtes Private Volksschule des jüdischen Schulvereins (Fasanenstraße 79/80). Die Anmeldung schulpflichtiger Kinder für Ostern 1930 erfolgt Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 12■/« bis 13 Uhr bei der Schulleiterin. Es wird gebet(», die Kinder persönlich vorzustellen und Geburts- und Impfschein mitzubringen. Ein ärztliches Zeugnis ist nicht erforderlich. Im Beth-Am. Am Montag, dem 24. Februar, wurde der neue Vortragszyklus mit einer Ansprache von Dr. S. Rawidowitz eröffnet, der auf die Bedeutung des beginnenden Vortragszyklus für die Verbreitung des hebräischen Kulturgutes hinwies. Hierauf sprach Dr. S. Mase über die Lyrik als Form unter Zugrundelegung einiger Gedichte Bialiks. Dem inhaltsreichen Vortrage folgte eine angeregte Debatte, an der sich u. a. Dr. Max Mayer, Dr. H. Torczyner, Dr, M. Eines und Herr Leibowitz beteiligten. — Am Montag, dem 3. März, findet der nächste Vortrag von Dr. R. Seligmann statt über das Thema: ״Judentum, Toleranz und Sozialismus“. Prospekte über die Vortrage sind im Beth-Am Iwri zu haben. Hebräischer Lieder- und Arienabend. Am 10. März findet im Breitkopfsaal, Steglitzer Str. 35, ein hebräischer Lieder- und Arienabend statt. Der bekannte Liedersänger Leo Rias anzew tritt, nachdem er sich jahrelang der allgemeinen Gesangskunst zugewandt hatte, wieder vor das jüdische Publikum mit einem neuen Repertoire moderner jüdischer Komponisten wie Achron, Millner, Sandberg u. a. in hebräischer Sprache. Betty Krupnik-Landau wird erstmalig Lieder von Brahms und Wolf sowie Opernarien In hebräischer Uebertragung interpretieren. Die Schule der jüdischen Jugend, Berlin W 35, Lüstowstr.16, veranstaltet im Rahmen ihres Zyklus ״Juden der Gegenwart“ einen Vortrag von Dr. Kurt Zielenziger über die ״Sozialöökonomische Lage der Juden in Deutschland, ihre Probleme und Ausblicke“. Der Vortrag, an den sich eine Aussprache anschließt, findet am Dienstag, 4. März, 8 Uhr abends, in der Schule statt. Gäste haben Zutritt. Talmud-Thora-Verein ״Beth-Jisroel“, Berlin W 35, Lützowstraße 106, sendet uns einen Aufruf zur Unterstützung des Vereins. Der Mindestbeitrag ist 1 M. monatlich. Auskünfte über Aufnahmen von Kindern erteilen auch die Vorstands mitglieder telephonisch (Kurfürst 2811). Geldsendungen an Tatmud-Thora-Verein ״Beth Jisroel“, Berlin W 35, Postscheckkonto Berlin Nr. 21861. Berichtigung. Herr Dr. W 0 1 f s b e r g berichtigt nachträglieh nachstehende Stellen seines Artikels in Nr. 15: Zu Beginn des zweiten Absatzes soll es heißen: ״Und weil mein Eintritt in den Geschäftsführenden Ausschuß . . . mich zur Zurückhaitung verpflichtet.“ Etwa zehn Zeilen weiter fehlt hinter Zeire Misrachi der Zusatz: ״zu denen auch ich gehöre“. Zwei Zeilen weiter soll es heißen, statt: ״von Farbsteins Standpunkt natürlich ein ganzes Stück entfernt“, ״von Färbsteins im September bekanntgegebenem Standpunkt ein ganzes Stück entfernt“. Gegen Ende des dritten Abschnittes fehlt hinter ״nicht aber hat, wie Schereschewsky meint, der Misrachi sich in den politischen Rahmen der durch den Delegiertentag angenommenen Resolution“ der Zusatz: ״und auf den Boden der antragstellenden Gruppen gestellt“, ln der siebenten Zeile des sechsten Abschnittes soll es statt ״volksversöhnlichc“ ״völkerversöhnliche Gesinnung“ heißen. Hebräischer Lehrerverein, ln einer Sitzung, am Sonnabend, dem 15. Februar d. J., in der als Initiatoren der Gründung eines hefaräi dien I ehrervereins die Herren N. Berggrün, I.Gutmann, Stud.-Rat Hammerstein, Dr. Max Mayer, I. Preßmann, Werba teilnahmcn, wurde beschlossen, zu diesem Zwecke eine allgemeine Verrammlung aller hebräischen Lehrer in Berlin rinzuberufen. Die Gründungsversammlung findet am Sonntag, dem 9. März, um 5 Uhr nachmittags, im Beth-Am, Grolmanstr. 36, statt. Alle hebräischen Lehrer werden gebeten, zu erscheinen, sowie ihre Adressen an das Büro des Beth-Am einzusenden. 0er Rai für fcebräifd)« 8lr&e(t unter 6er Jugettb ueranfialtei am Sabftatfj, bert l. fflärj 8‘/s uljr, einen hebräifchen Slbeitb unter bem Thema: 3ü6if$e 3ußen6&e»spng In 0tt1tf($(<mb. ®inlei« trnbt Sorte non ffi t)a גוז tt im grünfei 11 תb Dfcßerotnife — Sonntag, bei! 2. l’ärp 7 Uhr ahenbS, ftnbrt ein hebrätfeßer fjeimabenb für bie 3"״fjeren patt. Stfiema: 0aa Leben in 6er ffumjaf). ßinleitrnbe SBorte: Gßatnera 3Ji i r t a m S <ß l p p e r. המועצה הכללית לעבודה עברית ביו הנער עורכת במוצאי שבת, ראשון.1 למרץ, בשעה »8 שיחה. *לנושא: ותנועת הגע ד העברי בגרמניה. הפותחים: החבר פרנהל ואשרובייג. ביום הראשץ .2 למרץ, שיחה לגיל הנמוך. ההתחלה בשעה .7 הנושא: חיי הבוצה בארע. הש:י, .3 למרע׳ תהיה ר. וייגמר על הנושא: אליות. ההתח? בבית־ ה עם. ב־ום הרצאתו של הד״ר יהדות, סבלנות ום.יצ ב 8 וחצי. Ttrn6tac1, Öen 4 ®!ärj, flbettb« 83/י Ußr, Pool( 3 on ISerfin in ber SüMfcßcit ©emeinöe- Stofen• itroße 211 ,׳>. ®L 1 r a 11b: ״probuftioicruitg 6e0 offeuropäifdjtn 3u6et1fum0. ffiäite mtüfommen. SOhtüuocß, beit 5. 3Jlnrj, abenbS S'/a Ußr, ©ruppe XBcfl ber 0. 3. XL im ©ihungSjaal ber 23. f. 2>, TOeütefefir. 10, Dr 23erner 'F 10 di: ״Oer Sfufßau ber 3et»ifß SJfgcnct}״ ®?iilroodi, beit 5. ®lärj, aßeitbä 8*/a Uhr, im Grifft 'Föhne. Siegliß, Sltbrechifir, 127, (Sruppc 6e0 m 35ejirf0 ber 3, 3 3., Dr. ® eorg .£> e r i i ß: ״Oer Sfufßau ber Jttnifß Sfgentp". 'Dlittmocß, beit 5 fUlärj, nbenbö 8*/3 Ußr, in ber Aübifcheit ©enteinbe, aiofeitftr 2/4 ®nippe ber jungrabifalen 3ioniflen. Dr 9? a d) u m @ 0 l b« m a n 1t: 0״ie poliiifcßen 3iefe 6e0 3ioni0mu0" i'PoIitifthcr Sionibmuö unb Scßa& gmarmbmuö) mit 2)ie!uffiort. ©äfte rotHfommen, Gintritt frei. 3i«1ijltfdjer 3ugenbbunb lorbau. ®eidjfiftSftelle: •Öeinj ®nglänber, 9154. ©cßönßntifer JlHee 188. sonntag, bett 2. ®!ärj, 4 Ußr naeßm., im SogenfjauS SügubaS Slcßim, Softpftr. 4, Jöunbeä* oerfammlung. — ®ienbtag, beit 4 fWärj, abenbä 8 Ußr, tut £>etm, ®leßer ®!rage 1, ®lofeße 23 r a cß nt a n 11: Tie ©räteßung jur Gßalujiutß. — geben ®iendfag. abenbd 8 Ußr: jjeimabenb, ®?efeer Str. 1. - äeben ÜHoittaa unb ®onnerö« tag Unterricht in ber Jjeßräifcßen Sefjranftalt ber 3übifcßc1t ®emeinbe, 4) am Burger 3tr.׳ V89—10 Ußr. gu atten Beranftaltungen ®äffe miüfommen. Srauenatbeiiegcmeinfcßafi für Paläflitta ©eslrf*• gruppe 710rb unb Oft. ®er nSößfte Stubienjirfet finöet ®iontag. ben 8. ®lärg, abenbd 873 Ußr, uünfltid), im ®emeinbeßaub, Sdofenfir. 2/4, ftatt. Seitung: ft-rau Dr. freier. £ßema: ©er jflbi• fiße CogialiPtnua. ©äfte roiHfommen. Befottftere Gitttabuitgen ergeßen trief) t. Oe irfegruppe XBcjt, ®ienSiag, bett 11. ®iärg, ttaeßm. 4'/a Ußr, im JE 323 ׳, ffileibticnftr. 60. Bortrag oon ftr(. ha Strumpf: ״Oie Sfrbetierht in ßfrej 3«rael. ®äfte ttuBfotmncit. Der Liberale Kultusausschuß des Preußischen Landesver- Bandes jüdischer Gemeinden hat ein Gebetbuch herausgegeben, das einen besonderen Anhang deutscher Gebete und Lieder enthält. Für diesen Anhang sollen einstimmige Gemeinde ge sänge mit Orgelbcgleilung geschaffen werden. Die Musikkonimission dieses Ausschusses wendet sich an die Fachleute mit der Bitte, sich an dem geplanten Werk kompositorisch zu beteiligen. Alle hierauf bezüglichen näheren Mitteilungen sind durch das Büro des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden, Berlin-Charlottenbürg 2, Kantstr. 15S, zu erhalten, woselbst auch die Bedingungen für die Mitarbeit sowie auch die für die Kom- Positionen bestimmten Richtlinien und Texte zur Auslieferung gelangen. Vortrag Siegfried Lehmann. Das Zentralinstitut für Er- Ziehung und Unterricht, Potsdamer S'.r. 120, veranstaltet im Rahmen eines Zyklus über vergleichende Erziehungskunde am Mittwoch, den 5. März, abends 8 Uhr, im großen Saal, einen Vortrag des bekannten jüdischen Pädagogen Dr. Siegfried Lehm a n n über das von ihm gegründete und geleitete Kinderdorf Ben Schemen mit dem Thema: ״Ein Produktionscrziehungsversuch im Wabendorf Be.11 Schemen“. Ein neu aufgenommener Film gelangt zur Vorführung. Unkostenbeitrag, Vorbestrilungen an das Sekretariat der jüdischen Waisenhilfe, Charlottenbürg 2, Kncsebeckstr. 86, erbeten. Kindcrerholungshelm Norderney. Die Anmeldung für die Monate April, Mai, fttni bitten wir jetzt vorzunehmen. Aufgenommen werden alle Arten erholungsbedürftiger Kinder. Das Heim ist modern ausgebaut und mit neuzeitlichen Einrichtungen für Hygiene und Kinderpflege ausgestattet. Warme und kalte Seebäder im Hause. Den Entsendestel'en (Logen, Schwesternverbänden usw.) werden für Wohlfahrtskin 'er entsprechende Ermäßigungen erteilt. Etwaige Schulversäumnisse können durch unsere im Heim an gestellte Lehrerin ausgeglichen werden. Die Leitung des Heimes liegt in den Händen von Frl. Gertrud Feiertag. — ln unserem Ottohaus in Norderney, das unserem Kindererholuiigsheiin angegliedert ist, werden junge Mädchen im Alter von 16 bis 19 Jahren als Schülerinnen für die Zeit von 5 Monaten (Mai bis September) aufgenommen. Bevorzugt werden die Töchter voll Logenangchörigcu. Es wird gebeten, die Anmeldung ehestens voizunehmen, da nur eine beschränkte Anzahl Plätze zur Verfügung steht. Leitung Frl. Gertrud Feiertag. Alle Anfragen, denen Rückporto beizufügen ist, sind zu richten an die Verwaltung des Kindererholungsheims der Zioi’iloge U. O. B. EL Hannover, Körnerstr. 5. Wiederholung des Stei*erpr0ze?ses. ln einem Werke, das anläßlich des Jubiläums des 10 jährigen Beslandes Polens in Warschau erschien, wird behaup et, daß der jüdische Student Steiger auf den polnischen Staatspräsidenten in Lemberg ein Attentat verübt habe. Der Verteidiger Steigers in dem großen Lcniberger Ftv.:e?sc, Rechtsanwalt Dr. Leib Landau, hat nun eine Presseklage gegen den Herausgeber des Werkes und den Autor des betreffenden Aufsatzes angestrengt, so daß der Steiger-Prozeß eine Wiederholung finden wird. Kartelltag des K. J. V. Der 10. Kartelltag des K. J. V. findet am 2. und 3. März in Dresden statt. Am Sonntag vormittag wird sich an den Bericht des bisherigen Präsidiums, den Bbr. Tuchler erstatten wird, eine Generaldebatte anschließen. Am Montag vormittag wird Bbr. Schloß ein Referat über die Aufgaben des Kartells halten. Für den Nachmittag sind Referate der Bundesbrüder Blumenfeld und Lichtheim über ״Die politische Lage im Zionismus“ vorgesehen. Als Auftakt zu der Tagung findet am Sonnabend, dem 1. März, abends 8V2 Uhr, im Saal der Produktenbörse, Lüttichaustr. 34, eine öffentliche Kundgebung statt, in der Bbr. Nachutn Goldmann über ״Idee und Wirklichkeit des Zionismus“ sprechen wird. Am Sonntag abend wird eine gesellige Veranstaltung stattfinden. — Der Kartell tag selbst findet im Großen Saal des Logenhauses, Ostra-Allee 15, statt Tschernlchowskl-Feler In Berlin. Am 12. März feiert der Berliner Bar Kochba einen der größten hebräischen Dichter, Saul Tschernichowski, den Verfasser des Dramas ״Bar Kochba“. ln der ganzen jüdischen Welt wird diecer Dichter der jüdischen Kraft und der jüdischen Jugend anläßlich seines dretßigjährigen. Schriftstellerjubiläums begrüßt und gewürdigt. Aus vielen jugendlichen Kehlen in allen Herren Ländern dringen jetzt seine Lieder, die zu wahren Volksliedern geworden sind, und begeistern die jüdische Jugend zu nationalen Taten. Auf dem Abend wird der Chor des Bar Kochba unter der Leitung des Herrn Winawer einige Lieder zu Gehör bringen, das dramatische Studio unter Leitung des Herrn Ettinger einige Szenen aus dem Drama ״Bar Kochba“ aufführen. Die Begrüßungsansprache hält der Vorsitzende des Bar Kochba, Dr. H. Lelewer, die Festrede Dr. A. Rosenf eld. Der Dichter selbst wird aus seinen Werken vorlesen. Der junge Filmkünstler Mara Spiegel wird u. a. einige Gedichte Tschemichowskis In hebräischcr Sprache rezitieren. Der Bewegungschor des Bar Kochba unter Leitung von Frl. Swoboda und das Kammer- Orchester werden den Abend umrahmen. Derselbe findet im Schubert-Saal, Bülowstr. 104, statt Karten im Sekretariat des Bar Kochba, Meinekestr. 10, und im Beth-Am Iwri, Grolmanstraße 36. Jüdisches Jugendheim ln Frankfurt a. M. Aus Frankfurt wird uns geschrieben: ln wenigen Tagen werden hier die Jugendorganisationen ein eigenes Heim beziehen und die neu- Moser, dem Begründer der Schule der jüdischen Jugend, und den Mitgliedern des Gemcindevorstandes. Die Verwaltung des Heims ist einer Kommission übertragen worden, die aus Frl. Stern (Kameraden), den Herren Herzkid, Dillenberg (Jüdischer Jugendbund), Goldschmidt (Bar Kochba), Gerson Speyer fMontefiore), Köstrich (Kadimah) und Herrn Dr. Karl Frenke! (Gemeindevertretung) besteht. Der größte Raum des neuen Heims steht allen Organisationen für besondere Veranstaltungen zur Verfügung und dient sonst als Lese- und Spielsaal auch für die nichtorganisierte Jugend. Tel Chaj-GedSchtnisfeier. Die am Hebräischen interessierte Jugend Berlins veranstaltet gemeinsam mit dem Palästina- Arbeiter-Fonds Dienstag, den 11. März, abends 8 Uhr, im f" " •י־ ••י•׳' " ' ' ' Tel Chaj“. Diese Kundgebung wird verbunden sein mit einer Gedächtnisfeier für den vor drei Jahren verstorbenen jüdischen Komponisten Joel Engel. Das Referat wird voraussichtlich J. Tabenkin aus Ain Charod halten. Umrahmt wird diese Feier mit Liedern, Sprechchören und Musikvorträgen. Ausführende: der Chor des Beth-Am Iwri und J. J. W. B. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Bezirksgruppe Nord und Ost: Der nächste Studienzirkel findet Montag, den 3. März, abends 8»/» Uhr pünktlich, im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, statt Leitung: Frau Dr. Freier. Tlefta: 0״er jüdische Sozialismus“. Gaste willkommen. Besondere Einladungen ergehen nicht. — Studienzirkel Hatikwah: Nächste Zusammenkunft Montag, den 3. März, nachm. 4V} Uhr, bei Dr. Nadja Stein, Charlottenburg, Meiningenallee 3. Leitung: Dr. Nadja Stein. Thema: ״Die Verfassung Palästinas“. — BezirksgruppeWest: Dienstag, den 11. März, nachm. 41/2 Uhr, im K.J. V., Bleibtreustr. 5a Vortrag von Frl. Gusta Strumpf: ״Die Arbeiterin in Erez-lsrael“. Gäste willkommen. Vereln'gung für die Interessen der Alten Synagoge. Am 24. Fe'.ruar veranstaltete dieser Verein im Rahmen seines reichhaltigen Winterprogramms einen Vortragsabend: ״Altes Chasonus . Herr Rabb. Dr. Bleichrode wies auf die Zusammenhänge der altkatholischen Kirchenmusik mit den Gcsängen aus dem alten Heiligtum hin. Herr Sanitätsrat Dr. Mansbach führte aus seinem Privatbesitz diverse Platten vor: Domine Deus (ein Chorgesang der Petrikirche in Rom); auffallende Aehnlichkeit damit ließ die zweite Platte aus dem Altspaniolischen hören. Die Entwicklung zur ostjüdischen Auffassung war durch ihre Meisterinterpreten־ vertreten: Quartin aus der Wiener Zeit und Rosenblatt aus der Hamburger Zeit und anderen. Wie groß das Interesse für solch belehrenden Vortrag ist, zeigte der überfüllte Saal. Mit Dank sei auch erwähnt, daß die Firma Beil & Voß, Rosenthaler Str. 16/17, den Apparat für den Abend zur Verfügung stellte. Nlederlassungsmßgllchkeit Wir sind in der Lage, einem Internisten eine Niederlassungsmöglichkeit in einem aufstrebenden Orte im Osten Deutschlands nachzuweisen. — Gesinnungsgenossen, die auch für die Führung der Zionistisehen Gruppe an dem betreffenden Orte in Frage kommen, erfahren Näheres durch die Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestraße 10. ln einer ostpreußischen Stadt bietet sich jungem jüdischen Arzt, am besten Hals-, Nasen- und Ohrenspezialisten, g־ute Aussicht. Näheres telephonisch, nachmittags 4—6 Uhr, bei Dr. H. Torczyner, Barbarossa 0209. Hebräischer Lehrer. In einer Stadt in Nordwestdeutscliland, U/s Stunden Bahnfahrt von einer Universitätsstadt entfernt, wird ein hebräischer Lehrer zur Leitung eines Kurses mit einem garantierten Mindesteinkommen gesucht Angebote mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Referenzen erbeten an die Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestr. 10. Cooks jüdische Führer. Wir erhalten aus Palästina folgende Nachricht: Vor ungefähr einem halben Jahr freuten wir uns, mitteilen zu können, daß das Touristenbüro Cook in Zukunft einen bedeutsamen Teil von jüdischen Führern und Chauffeuren beschäftigen würde. Nun kamen die ersten Touristen nach Palästina und die Gesellschaft beschäftigt insgesamt 105 Automobile, darunter 3 (!) jüdische und 40 Führer, darunter 5 (!) jüdische. Ostwestfalen. Am 16. März findet in Bielefeld eine Zusammenkunft der Arbeitsgemeinschaft Ostwestfalen statt. Lokal und Tagesordnung wird noch rechtzeitig bekanntgegeben. Arbeitsnachweis. Am Montag, dem 3. März, abends 8 Uhr, findet in den Räumen des Gemeindehauses, Rosenstr. 2/4, eine große Schülerversammlung statt. Thema: ״Jugend und Beruf“. Redner: S. A d 1 e r ־ R u d e 1, Dr. Ernst Bloch, Lucie Zobel. Eingeladen sind vor allem die Schüler der oberen Klassen der höheren Schulen. Für die Schüler der unteren Klassen der höheren Schulen und für Volksschüler findet eine Schülerversammlung am Mittwoch, dem 5. März, ebenfalls im Gemeindehaus, Rosenstr. 2/4, um 6 Uhr nachmittags, statt. Thema: ״Wir und unser Beruf“. Anschließend eine große Ausspräche. — Berufsberatung der Jüdischen Gemeinde Berlin, N 24, Auguststr. 17; Norden 7085/87,9130.