Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXV (1930)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1930)
- Date
- 1930-02-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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CfcRMANfA JUDA 11;A Einzelnummer 023 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich Z,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldmark. w«rd«H in der Wihroty; der «anzelnctn Linder berechne*. Anrpicenprai*: 8 gmp Nen!»«redle2eiJe 0,% G.-M. Stellencesticbe 0,25 C-־M. Mnmmer 12 ן Berlin, ti. Ii. 1930 Redaktion Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jüdische Rundschau G.m.b.H-, BerUnW15, Meinekestr.10 Telephon: J X Bismarck 7165 -70. Anzeigenschluß: Dienstag and Freitag nachmittags 4 Ubr RedaktionsschluB Sonntag und Mittwoch nachmittag. Poatachack - Konten: Berlin T73 92, Basel V 9355, Belgrad 680 32 Brunne! 394 33, Budapeat 59693, Daarig 1973, Haag 140 470, Fra® 594 U3, Saasshtirjg 164 30, Warschau 190 708, Wien 156 030. Bank Konten: Danmatidter und NadonalHarik, Depositen Kaan« Berlin, Kiufür^endamm 52; Banca de Fat, C4Mmauti (Rurelnien); Angln Palestxn* Co, in Haifa, lerusalem, Tel Aviv. ynn *י״ג שבט | xxxv. jabrg. per Zionismus erstrebt fOr da» jüdische Volk die Schaffung einer Öffentlich ■ rechtlich gesicherten Heimstätte in Pallstlna. ״Baseler Programm.‘1 Paläffinafra^en!m llnferhaus Jaboflnshy and Nuzalfar - Eine lOdlfdi-arabifdie Konferenz Br. Weizmann in Berlin Dr. Weizmann ist, von der Schweiz kommend, am 10. ds. Mts. zu kurzem Aufenthalt in Berlin eingetroffen. Montag Abend war Dr. Weizmann Gast von Direktor Wassermann und heute Dienstag findet ein Lunch im Hause von Herrn Berthold Israel statt Dr. Weizmann wird in Berlin eine Reihe von Besprechungen abhalten und begibt sich sodann nach London. ln aller Kürze Der Vorsitzende des Administrative Committee der Jewish Agency, Herr Felix M. Warburg, hat eine Tagung des Committee für den 23. März nach London einberufen. Dr. Viktor Jacobson, Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund, wird diese Woche in Berlin bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Deutschen Komitees Pro Palästina einen Vortrag über das Thema ״Pro Palästina-Bewegung, Zionismus und Völkerbund“ halten. Dr. Jacobson, der auch mit leitenden Kreisen des deutschen Zionismus Fühlung nimmt, wird ferner auf Einladung der Z. V. f. D. in einigen größeren deutschen Städten, darunter Hamburg und Köln, über die politische Situation berichten. Rabbi Meir Berlin hat in Warschau in einer vertrauliehen Sitzung der Mitglieder des Zentralkomitees und der polnischen Mitglieder des Aktions-Comitds über die politische Lage berichtet und hierbei — einer Meldung der J. T. A. zufolge — erklärt, die Lage in Palästina und die politische Lage seien als günstig zu bezeichnen. An der Sitzung nahm auch Sokolow teil. Rabbi Berlin hat sich von Warschau nach Bukarest begeben. Kurf BI u m e n f e I d hat in D a n z 1 g die diesjährige Keren Hajessod-Aktion am 4. Februar mit einer Massenversammlung eröffnet, in der er über das Thema: ״Die Kräfte der judenheit und der Sieg des Zionismus“ sprach. Am 5. Februar fand zu Ehren Blumenfelds ein Bankett statt. Die soeben vom Völkerbund herausgegebene Liste über seine nächsten Arbeiten (liste de reunions) verzeichnet als Datum des Beginns der außerordentlichen Session der Ständigen Mandatskommission zur speziellen Behandlung der Palästina-Frage den 2. April 1930. Diesem Datum ist ein Fragezeichen beigefügt, das bedeutet, daß der Beginn der■ Sesaipa--aech »Mit ■endgültig*• lesisteht. Major Daniel H op k i n , Mitglied der Labour Party und ehemaliger Offizier der jüdischen Legion, *hielt in Amerika in einer Reihe, von Städten Vorträge über Palästina und Zionismus und besuchte eine Reihe von einflußreichen jüdischen und nichtjüdischen Persönlichkeiten. In seinen Reden betonte er die Notwendigkeit, daß die britische Regierung stärker als bisher die Bestimmungen des Mandates durchführe. Die ״Foreign Policy Association“ in New York veranstaltete, wie wir ״New Palestine“ entnehmen, einen Diskussionsabend über Palästina, bei welchem das bekannte linke Mitglied der englischen Labour Party Fenncr Brockway, ferner von zionistischer Seite Jakob de Haas und von arabischer Seite der bekannte in Amerika lebende christlich-arabische Schriftsteller Emin Rihani teilnahmen. Ferner sprach J. Rosenberg in Vertretung von Felix Warburg. Brockway schlug vor, daß so schnell als möglich eine Round Table Conference von Juden und Arabern unter Vorsitz eines Unparteiischen zusammentrete; als erster Schritt zur Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen sollten die Todesurteile aufgehoben werden. Die arabische Presse teilt mit, daß die Palästina- Regierung die nach London sich begebende arabische Delegation durch ein offizielles Schreiben einführen wird, in welchem erklärt werden wird, daß die Delegation alle arabischen Parteien repräsentiert und daß jedes mit ihr getroffene Abkommen gleichbedeutend mit dem Abschluß eines Abkommens mit der überwiegenden öffentlichen Meinung der Araber sein wird. Die zur Regierungsmehrheit gehörende christlich-soziale Wirtschaftspartei Ungarns hat in einem Beschluß die Teilnafime des Kultusministers Graf Klebelsberg än einer Festver- Sammlung der Pester Israelitischen Rcligionsgcmeinde mißbilligt und politische Konsequenzen angedroht, falls der Minister eine Abkehr vom Numerus clausus erwäge. Die Industrie -Kommission der Regierung der Sowjet-Union hat beschlossen, im fahre 1930 60 000 Juden und iin Jahre 1031 31 000 Juden in Produktionsgenossenschaften der Heimarbeiter zusammenzuschließen. Pollzeimann Hinkfs zum Tode verurteilt Jerusalem, 5. Februar. (J.T.A.) Am Mittwoch, dem 5. Februar, nachmittags, sprach das Gericht in Jaffa das Urteil in dem Prozeß gegen den Polizeimann H i n k 1 s aus Tel-Awfw, dem die Anklage zur Last legt, daß er am 25. August in der Gegend zwischen Jaffa und Tel-Awiw als der Führer einer erregten jüdischen Gruppe in ein arabisches Haus ebtdrang, wobei fünf der Insassen des Hauses getötet und zwei verwundet wurden. 1 Das Gericht erkannte Hinkis für schuldig und verurteilte ihn z u m T o d e. Gegen das Todesurteil wurde Revision eingelegt. Die Anklage nimmt an, daß Hinkis, als er von der Ermordüng Benjamin Goldbergs und drei anderer Juden hörte, die Poüzeiuniform auszog, Zivilkleider anlegte, und mit einigen anderen jungen Juden die Mordtaten an der arabischen bamiiie ausführte. Der zum Tode verurteilte Hinkis ist 23 Jahre alt. Der Gerichtshof bestand aus den Richtern Corrie und Copeland, die Anklage vertrat Sherwcll, die Verteidigung führte der Advokat Eliash.. Lord Winterton richtete im Unterhause an den Unter- Staatssekretär für die Kolonien, Dr. S h i e I s , die Frage, ob die Regierung bei Veröffentlichung des Berichtes der Palästina-Untersucnungskommission oder nachher eine Erklärung über die Ursachen der Palästina-Unruhen im August 1929 abgeben wird. Dr. Shiels erwiderte, diese Frage werde nach Erhalt des Berichtes erwogen werden. Als Lord Winterton weiter fragte, ob das Haus nicht berechtigt sei, die Ansicht der Regierung über die Unruhen und die weiter geplanten Maßnahmen nach Veröffentlichtmg des Berichtes zu erfahren, wurde er vom Vorsitzenden unterbrochen, der erklärte, man müsse den Bericht abwarten. Der bekannte Antizionist Colonel Howard Bury fragte, ob die Aufmerksamkeit der Regierung auf die von Herrn Jabotinsky am 23. Dezember in Tel-Awiw gehaltene Rede gelenkt worden sei und ob hinsichtlich dieser Rede nicht Schritte gemäß dem Seditious Offences Ordinance Act (Verordnung betreffend aufrührerische Akte) ergriffen worden sind. Dr. Shiels erwiderte: ein Bericht über die Rede lag mir vor; es ist mir nicht bekannt, ob die lokale Behörde eine Aktion der angedeuteten Art erwogen habe; ich höre, daß Herr Jabotinsky Zwei Tage nach seiner Rede Palästina verlassen hat. Ist dem Urtterstaatssekretär bekannt, fragte Howard Bury weiter, daß die Lage in Palästina sehr schlecht ist und daß 1920 Jabotinsky wegen ähnlichen Vorgehens ins Gefängnis gebracht wurde. Darauf erwiderte Shiels, er sei der Meinung, daß es für Juden wie für Araber von Nutzen wäre, wenn sie freundschaftlicher mileinander leben könnten. Ist es nicht eine Tatsache, fragte Shillaker (Labour Party), daß Herr Jabotinsky im Jahre 1920, nachdem ihm eine 15jährige Gefängnisstrafe erlassen wurde, sich verpflichtete, Palästina zu verlassen und nicht mehr zurückzukehren? Mir ist davon nichts bekannt, erwiderte Dr. Shiels; ich werde hierüber Erkusdigimgeij * etalfcbeu, Howard Bury fragte, den Unterstaatssekretir, ob er wisse, daß Scheich Ei Muzaffar, Ehrensekretär der Moslem and Christian Association, ein früherer Mufti der türkischen Armee und neun führende Moslems aus Jaffa in der Nacht zum 23. November 1929 verhallet und dann nicht etwa von einem Richter, sondern von der Verwaltungsbehörde von Jaffa abgeurteilt wurden, daß ihnen kein Anwalt bewilligt wurde, daß sie alle mit zwei überführten Mördern zusammen, an den Händen gefesselt, nach dem Gefängnis in Akko gebracht wurden, daß Scheich El Muzaffar und Midhat Effendi noch heute infolge der damals ihnen zuteil gewordenen schlechten Behand'ung krank im Spitale liegen. Dr. Shiels erwiderte, er habe über viele Punkte, die der Fragestel'er vorgebracht hat, keine Informationen und sei deshalb nicht in der Lage, sie als Tatsachen zu akzentieren. Er wisse, daß eine Anzahl Personen, die sich mit politischer Agitation befaßten, verhaftet una gemäß der Prevention ot Crimes Ordinance (Verordnung zur Vorbeugung von Verbrechen) abgeurteilt wurden. Diese Ordinance sieht Gefängnis für jene Personen vor, di?, obwohl hierzu aufgefordert, keine Sicherheit für gutes Betragen geben wollen. Ich habe keinen Grund, eine weitere Untersuchung zu veranlassen. Howard Bury fragte, ob der Grund für die Verschiedenheit der Behandlung des Scheichs El Muzaffar und des Herrn Jabotinsky darin liege, 0 Die wirisdiaftlidie Katastrophe der polnischen Judenheit « (Von unserem Korrespondenten.) —g. Warschau, 6. Februar. Vor mehr als einem Jahre (״J. R.“ vom 13. November 1928) schilderten wir in diesen Blättern in düsteren Farben die wirtschaftliche Lage der polnischen Judenheit und wiesen darauf hin, Haß alle Anzeichen eine Verschlimmerung der Situation befürchten lassen. Für viele Leser der ״Jüdischen Rundschau“ war unsere Schilderung, wie man uns mitteilte, eine Ueberraschung und zugleich, leider, eine Bestätigung ihrer zionistischen Anschauung, daß die Judenfrage der Galuth ungelöst bleiben und sogar sich verschärfen muß. In Polen dagegen vernahmen wir damals Stimmen, die uns einen unbegründeten Pessimismus vorwarfen. Nun müssen wir mit tiefem Schmerz Bericht erstatten von einer Katastrophe, in der sich die Judenheit Polens schon befindet, die mit jedem Tage rapid w ä c h s t, das ganze jüdische Leben umfaßt, ohne Hoffnung und Aussicht auf Besserung oder Linderung. Das wirtscha Ft liehe Leben der 3 Millionen polnischer Juden ist vollständig ruiniert, das Vermögen des Einzelnen und der Gesamtheit im Schwinden begriffen, keine neue Arbeitsstätte, keine neue Erwerbsmöglichkeit zu finden, die einzige Rettung, die in ähnlichen Situationen jüdische Massen im Osten vor dem Kriege vor sich sahen, die Wanderung, auch diese Rettung ist nicht mehr vorhanden. Eine tragische Situation, welche nur noch von der der russischen Judenheit überschattet wird, ihr aber schon bald ähnlich sein wird. daß der eine Araber, der andere Jude ist. Dr. Shiels erwiderte: Ich muß eine solche Insinuation strikte zurückweisen; der Fragesteller muß wissen, daß diese Angelegenheiten unter der Kontrolle des High Commissioner stenen, er darf es nicht erwarten, daß wir hier uns in die Einzelheiten einmischen. Wir sind vollkommen überzeugt, daß das durchgeführte Verfahren richtig und den Umständen attg•* messen war. Lord Winterton fragte, ob die Prevention of Crime Ordinance ein Ausnahmegesetz sei, das das ordentliche Oesetz außer Kraft setze. Dr, Shiels antwortete, die׳ Ordinance ergänze ein früheres Gesetz, sei aber natürlich nicht Bestandteil des ordentlichen Rechtes. Der Abgeordnete Haiford Knight fragte darauf, ob man nicht eine Untersuchung über die gegenwärtige Rechtshandhabung Palästinas veranstalten sollte. Darauf erfolgte keine Antwort. Herr Marcus eines der (der Arbeiterpartei angehörenden) jüdischen Unterhausmitglieder, fragte, ob die Regierung die Gelegenheit der demnächst erfolgenden Ankunft einer arabischen Delegation aus Palästina ergreifen wolle, um autoritative 4 arabische und jüdische Führer zu einer gemeinsamen Konferenz unter Leitung der Regierung einzuladen und so einen Versuch zu machen, die Differenzen freundschaftlich beizulegen. Dr. Shiels erwiderte, die Anregung werde im Auge behalten werden, er könne aber nicht sagen, ob die Umstände es erlauben werden, die gung auch durchzuführen. V Auf eine weitere Frage von Marcus erwiderte der Unter* Staatssekretär, daß mit Ausnahme der Kosten der britischen Gendarmerie keine Ausgaben der Zollverwaltung Palästinas von der englischen Staatskasse getragen werden. Marcus fragte weiter, ob der Unterstaatssekretär mitteilen könne, wievie'.e jüdische Einwanderer in den vier Monaten vftr'''de8 August-Unruhen und *wievlei in de«' folgenden vier Monaten nach Palästina kamen. Dr. Shiels erwiderte: In den Monaten Mai bis August 1929 kamen 631 neue jüdische Einwanderer nach Paläsina, 367 als Touristen Eingewanderten wurde die Erlaubnis erteilt, im Lande zu bleiben. Insgesamt wanderien also in diesen vier Monaten 998 Juden ein. In den Monaten August bis November (für die folgende Zeit stehen die Zahlen noch nicht zur Verfügung) wanderten in Palästina 2309 Juden ein, darunter 2059 neue Einwanderer und SO Reisende, denen die Erlaubnis gegeben wurde, im Lande zu bleiben. Marcus fragte weiter, ob der Unterstaats:ekretär mitfeilen könne, wieviele Juden 1'n den letzten zehn Jahren sich in Paläsina angesiedelt haben und wieviel jüdisches Kapital im Lande investiert wurde, Dr. Sh ieis erwiderte: vom 1. September 1920 bis zum 30. November 1929 betrug der Ueberscnuß der jüdischen Ein- Wanderung über die Auswanderung ungefähr 72 003 Personen. Es besteht kein Zweifel darüber, daß während . dieser Zeit sehr große Summen jüdischen Kapitals in Paläsfina investiert wurden; ich bin aber nicht in der Lage, offizielle Ziffern diesbezüglich zu nennen. Auf eine weitere Anfrage von Marcus über die Wirkung der jüdischen Einwanderung auf die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der A aber sagte der Un e staats- Sekretär, dies sei ein Problem von weitem Umfang, das nicht im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage beantwortet werden könne. In Polen herrscht gegenwärtig* eine schwere Wirtschaftliehe Krise, die einerseits als Folge der ökonomischen Weltkrise, andererseits als Resultat spezifischer ökonomischer und politischer Landesbedingungen erscheint Der Staat befindet sich noch im Stadium des Wiederaufbaus, der Anpassung an neue Methoden, ist auf ausländische Kredite unbedingt angewiesen, seine Industrie muß sich hauptsächlich auf den inländischen Markt beschränken, und da seit über einem Jahre keine Kredite mehr einfließen und der inländische Konsument stark verarmt ist, mußten alle diese Umstände notgedrungen eine Krise herbeiführen. Der Staat zieht aber daraus gar keine Konsequenzen. Das Staatsbudget ist noch größer als im vorigen Jahre, erreicht schon drei Milliarden und wenn man noch die Selbstverwaltungen hinzureehnet, macht die Gesamtbelastung der Bevölkerung 5 Milliarden aus, eine Summe, welche in die Staats- und Kommunalkassen nur um den Preis des vollständigen Ruins aller Wirtschaftszweige cinfließen kann. Die Steuerschraube arbeitet ausgezeichnet, aber — das Kind wird mit dem Bade ausgeschüttet. Und der Staat will und kann auf diese Einnahmen nicht verzichten, solange die Regierungen Polens (alle bisherigen ohne Ausnahme) der Meinung sind, daß die Staatsraison und die Staatsinteressen es nicht gestatten, das ungeheuere Ausgabenbudget zu kürzen. Und da auch fast sämtliche Parteien des Parlaments von derselben Voraussetzung ausgehen, verabschieden sie jährlich das Budgetprojekt mit derselben Kritik, mit einem tiefen Seufzer, aber dabei bleibt es. Die Folgen dieser Politik bekommen sämtliche Schichten der Bevölkerung und alle die Republik bewohnenden Völker gegenwärtig sehr hart zu spüren. Der polnische Arbeiter, der deutsche Industrielle und der ukrainische Bauer, alle leiden sie