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Jüdische Rundschau · 1930-01-28 · Heft 8 (28.1.1930) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 8 (28.1.1930)
Date
1930-01-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Einzelnummer 0,35 Gotdmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstap, u. Freitag. Bezugspreis b«i der Expedition monatlich 2,—־ Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. AusbndäuibcmBCBMB» werden ix» dm Wahrung der einzelnen Undez berechnet. Anzem«mpr«iftt H p׳esp. Ncinpareillezeile 0,50 G.-M St«IleaR«f׳»uche 0.25 G.-M. Redaktion Verlag und Anzeigen ■Verwaltung: Jüdische Rtradschgu G.tnub.HL, BerlinWlS, Meinekestr. 10 Telephon: J J Bismarck 7165-70. Aa**i«eo»chla&: Ditaitag und F r i ו * g mcbmiti■{• 4 Ubr Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck -Konten: Berlin 17392, Basei V 9355* Belgrad 68033 Brüssel 394 33. Budape« 596 93. Danzig 1973. Ha** 140470, Prag 59410, Stra*»bur8 164 30. Warschau 190 708, Wien 156030. Bank Kenten: Darmatadter und Nadonalbank. Depositen Kane Berlin, Kuriürstenclarom 525 Öanc* de Eat, Cemauti (Rumänien); Anglo Palaetiue Ccw ■ in Haifa, ferunaletra, Tel -Aviv. ■ 8טבת' תר״ r,o | xxxv jahrg! ~ Per Zionismus erstrebt für da» JUdlsehe Volte die Schaffung eiwar Otfentllch rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. ״Baseler Programm.“ Die ungelöste Juden frage Verzweifelte Lage der polnischen JndenheU Deklaration des jüdischen Paria mentsklubs im Sejm. Warschau, 21. Januar. (J. T. A.) Im Verlauf der Hauptaussprache über die vom Ministerpräsidenten Bartel im Sejm verlesene Regierungserklärung ergriff der Sejmdeputierte Hartglas das Wort, um im Namen des jüdischen Parlamentsklubs eine Deklaration zu verlesen, der wir folgendes entnehmen: jjDie wirtschaftliche Lage der jüdischen Bevölkerung ist eine verzweifelte, die im Lande herrschende Wirtschaftskrisis trifft besonders schwer die Juden, die aus den bisher von ihnen eingenommenen Positionen in Handel und Industrie — sei es in Gesellschaften privaten Charakters, die durch die Regierungsfaktoren toleriert werden, sei es in staatlichen Monopolzweigen, in den vom Staate eingerichteten Kartellen und in etatsmäßigen Experimenten zur Hebung von Industrie und Handel — systematisch hinausgestoßen werden. Die wirtschaftlich hinausgestoßenen Juden werden in keine Aemter oder Unternehmungen, die von der Regierung geleitet oder subventioniert werden, aufgenommen; nichts wird für die berufliche Umschichtung der verarmten jüdischen Massen getan, im Gegenteil: man erschwert den Juden den Zugang zu Landwirtschaft und zu physischer Arbeit bei den staatlichen und kommunalen lnstiiutionen. Die Anstrengungen der jüdischen Gesellschaften für eine Berufsumschichtung der verarmten und ökonomisch hinausgestoßenen jüdischen Bevölkerung werden in keiner Weise unterstützt Die Steuerlasten werden nach wie vor in der Hauptsache auf die Schultern der wirtschaftlich ruinierten Juden geladen, und für das Geld, das man den luden abnimmt, werden Institutionen errichtet, deren wesentliehe Aufgabe es ist, eben die jüdischen Steuerzahler weiter dem Ruin entgegenzuführen. Die anti jüdischen BeschräaJf-ungen aus der Zarenzeit werden in der Praxis noch immer angewandt. Auf dem Gebiete des jüdisehen Schulwesens hat sich ebenfalls noch nichts zürn bessere« gewendet. Im Gegenteil, es sind Anziehen der Vcrschltchterüng zu konstatieren. ־ Nicht nur 4s»,, jüdisches! 861־ begeben 'wollen, werden Schwierigkeiten bereitet. Die jüdisehe pi:i "IW i'ttfcfliJh a r s c h u 1 e n mit jiddfsehiartiHö hebräischer Unterrichtssprache (gemäß* den kuiturdlcn Bedürfnissen der Juden), die Zahl der jüdischen Lehrer in den Elementarschulen, die von jüdischen Kindern besucht werden, wird immer mehr reduziert, die entlassenen jüdischen Lehrer werden durch Nichtjuden ersetzt Zu Schulen, die von nichtjüdlscbeu Kindern besucht werden, haben jüdische Lehrer überhaupt keinen Zutritt. Dem jüdischen Fachschulwesen werden ungeheure Schwierigkeiten in den Weg gelegt. Die Regierung gewährt den jüdischen Fachschulen keinerlei Stütze, sie streicht jene Budgetpösifionen der Stadtvervvaliungen, die für jüdische . Bildungs- oder philanthropische 111stitutionen bestimmt sind. Das Gesetz über die Zwangssonntagruhe zwingt die ihrem Glauben anhängetide Jüdische Bevölkerung, zwei Tage in der Woche zu feiern, wodurch ihr Einkommen und ihre Konkurrenzfähigkeit gemindert wird. Wir stellen mit Bedauern fest, daß in dem Expose des Ministerpräsidenten auf diese traurige Lage der jüdischen Bevölkerung nicht mit einem w״ortc Bezug genommen wurde. Wir halfen es für notwendig, gegenüber der jüdischen und der allgemeinen Öffentlichkeit tm Lande die wirtschaftliche Position des polnischen Judentums darzulegen und erwarten, daß die Regierung die Notwendigkeit einsejien wird, sich ernstlich allen diesen, Fragen zuzuwenden und *das Notwendige zu veranlassen,; daß diese katastrophale Lage der jüdischen Bevölkerung beseitigt wird. Die geschilderten Zustände dürfen nicht länger, andauern, sollte nicht auch dem Staate ernster Schaden daraus erwachsen.“ Bei der Beratung des Textes dem im Sejm zu verlesenden Deklaration hat — wie die Zeitung ״Moment“ mitteilt — der Vorsitzende des Klubs eine schärfere Tonart im Sinne einer konsequenten Opposition vorgeschlagen, die aber nicht die Billigung der Mehrheit der Klubmitglieder gefunden hat Die ostgalizTschen Deputierten, die schon bisher gegen Grünbaums konsequente Oppositionspolitik aufjjetreten waren, und ein Teil der bisherigen Anhängerschaft Grunbaums gaben ihrer Meinung dahin Ausdruck, daß die Lage der jüdischen Bevölkerang eine so verzweifelte sei, ijaß man der jetzigen Regierung etwas Kredit geben müsse, in der Erwartung, daß sie gegenüber den jüdischen Postulaten, vielleicht doch ein Entgegenkommen zeigen würde, IJer polnische Gesandte in den Vereinigten Staaten *ani’Fng *ine Abordnung «,׳' die;ihm ״•In Memorandum überreichten, In welchem u, a. die Anregung enthalten ist, daß die polnische Regierung eine Sonder Konferenz zur Beratung von Maßnahmen zur Besäerung der; verzweifelten wirtschaftlichen Lage der polnischen Judenheit einberufen soll. Der Gesandte versprach, das Memorandum mit entsprechenden Empfehlungen seiner Regierung zu übermitteln. Der Etat der Berliner Jüdischen Gemeinde Fast zwölf Millionen. Der Voranschlag der Jüdischen Gemeinde Berlin für das Jahr 1930 ist vom Gemeinde Vorstand der Repräsentantenver- Sammlung zur Beschlußfassung zugegangen, die ihn voraussichtlich in ihrer nächsten Sitzung, am 27. Januar, in Behändlung ziehen wird. Die Gesamtausgaben für 1930 betragen 11 684 754 Reichsmark (Voranschlag für 1929: 11 026432 RM.). Die Steigerung gegenüber dem Vorjahre beträgt 658 322 RM., d. h. 6״/״. Für das Wohlfahrtswesen sind Ausgaben in Höhe von 3 606 398 RM. (Steigerung 289000 RM.) Vorgesehen. Die Verwaltung der Synagogen erfordert einen Mehraufwand von 70 400 RM. Die Eingänge des Deutschen Keren Hajessod Wir erhalten folgende Mitteilung: Im abgelaufenen Jahre 1929 überschritten die Eingänge des Deutschen Keren Hajessod zum ersten Male seit Gründung des Keren Hajessod den Betrag von einer Million Mark. Die Jahresergebnisse waren: 1921—1923 AI. 766 000 (Ergebai* aal Galdmsrk amgamboet) 1924 ״ S77494 1925 872015 ״ 1926 544 688 ״ 1927 201 780 ״ 1928 281 868 ״ 1929 1011952״ Das erfreuliche Jahresergebnis für das Jahr 1929 ist u. a. der ״Hilfe durch Aufbau“-Aktion des Keren Hajessod und der Jewish Agency in Deutschland zu verdanken, die ein Gesamtergebnis von ca. M. 154 000 erbrachte. Demgegenüber muß allerdings auch berücksichtigt werden, daß im Ergebnis der Jahre 1927/1928 ein Sonderbeitrag von M. 100000 für einen besonderen Zweck inbegriffen ist (hiervon 1927 Mark 40000, 1928 M. 60 000), so daß für 1929 auch eine Steigerung der regulären, Beiträge um etwa M. 50 000 gegenüber dem Vorjahre zu verzeichnen ist. In den letzten Wochen des abgelaufenen Jahres litten die Keren Hajessod-Eingänge unter der allgemeinen wirtschaftlichcn Depression in Deutschland. Die Einnahmen betrugen: im Oktober M. 125 863 (70433), im November Mark 71 262 (74 761), im Dezember M. 53 422 (76 021). Die in Klammern stehenden Ziffern geben die Ergebnisse der gleichen Monate des Vorjahres an. Es ist zu hoffen, daß die Freunde und Mitglieder des Keren Hajessod, Zionisten und Nichtzionisten, durch erhöhte Opferwilligkeit und durch Gewinnung neuer Förderer des Palästinawerks alles tun werden, um den Ausfall wtttzumachen, den die wirtschaftliche Lage in Deutschand mit sich bringt. Um so mehr, als dem Keren Hajessod heute in Palästina die doppelte Aufgabe zufällt, Zerstörtes wieder aufzubauen und zugleich das Siedlungswerk zu fest!- gen und zu erweitern. < . Doch Mosa Kazim als Führer Die endgültige Zusammensetzung der arabischen Delegation Jerusalem, 24. Januar. (J.T.A.) Die jetzt abgcschlossene Scs ion der pallstinensisch-crabPchen Exekutive, die sich mit der Beilegung des zwischen den beiden Flügeln der arabischen Führerschicht entstandenen Konfliktes und mit der Neuwahl dar nach London zu entsendenden arabischen Delegation zu beschäftigen hatte, wählte zum Führer der Delegation endgültig den Präsidenten der Exekutive Muss Kazim Pascha el Hussein{ an Stelle des zuerst zum Führer der Delegation benimmt gewesenen Großmufti Hadsch Emfn el Husseini. Der Großmufti bleibt aber Mi glied der Delegation, der außerdem noch der Jerusalemer Bürgermeister Ragheb Bey Nashashibi, der bereits In London weilende Dschemal Husseini, AunI Bey Abdul Hadi und der christliche Araber Alfred Roch angehören. Die Delegatfon besteht also aus sechs Mitgliedern, von denen drei der Partei des Großmufti und drei der Opposition gegen den Großmufti angehören. Das Kompromiß wurde erzie't, nachdem die Partei des Großmufti die Forderung, daß der Mufti Führer der Delegation sein müsse, fallen ließ. Alfred Roch, der wider Erwarten an Stelle von Moghanan Effendl zum Mitglied der Delegation wiedergewählt wurde, ist der einzige Christ innerhalb der Delegation, » ׳ ״The Near East and India“ stellt in seiner Nummer vom 23. d. M. fest, die arabische Delegation nach London sei auf die optimistischen Hoffnungen zurückzuführen, die die Araber auf den Bericht der Untersuchungskommission setzen. Das,Blatt •beklagt jedoch die Zerwürfnisse im ärabisehen Lager und stellt fest, solange die Araber, wo ihre nationale Sache auf dem Spiele sieht, Familienrivalitäten vor. die nationalen Interessen stellen, setzen sie sich selbst der Gefahr der Diskreditierung durch die gewandten Strategen der öffentliehen Meinung aus. Die palästinensischen Araber sollen sich ein Beispiel nehmen an Ihn Saud und König Feisal, die soeben den uralten Familienzwist beigelegt haben. Die britische Oeffentlichkeit werde einer durch Intrigen zusammengestelltcn Delegation nur halbe Aufmerksamkeit widmen. Die britische Oeffentlichkeit habe die politischen Manöver und kleinlichen Zänkereien in bezug auf Palästina satt; wenn man ihr aber die Frage der ,,höheren Gerechtigkeit“ in ihrem vollen Umfang vorlegen wird, dann werde sie eine klare Antwort geben. (Die Zeitschrift, die gewöhnlich die Pose objektiver Neutralität annimmt, zeigt diesmal unverhüUt ihren Wunsch, daß nichts geschehen soll, was der arabischen Sache in den Augen der englischen Oeffentlichkeit schaden könnte, damit die ״höhere Gerechtigkeit“ zum Siege gelangt — A. d. R. ״J. R.“) I Akademikerarbeit Von Dr. Siegfried Ucko (Mannheim). Die nachfolgenden Zeilen wollen die jüdisch-akademische Jugend, soweit sie gläubig zu einer jüdischen Zukunft steht, auf ein von ihr noch völlig unentdecktes Arbeitsgebiet aufmerk־ sam machen, das ihr zugleich einen wertvollen — freilich nicht einfachen Betätigungsinhalt gewähren kann. Man kann behaupten, daß zwischen dem grüßten Teil der jüdisch bewußten akademischen Jugend und der Studenten- Schaft der Hebräischen Universität J erusalem sowie der Hebräischen Universität überhaupt bisnun kein Kontakt besteht. Den realen Bedingungen nach ist diese Tatsache zu verstehen: Die Universitätsinstitute in Jerusalem sind ihrer Zahl nach noch sehr beschränkt, nur die judaistische Abteilung, vielleicht auch die ganze philosophische Fakultät nähert sich halbwegs einem vollendeteren Aufbau, während der Ausbau in vielen Abteilungen, die von besonders praktischer Bedeutung sind, noch in weitem Felde liegt. Für den Studenten der Diaspora sind große wirtschaftliche Schwierigkeiten zu überwinden bis es ihm gelingt, ein oder zwei Semester in Jerusalem zu verbringen. (Im Wintersemester 1928/29 waren wir unter 250 Studierenden nur zwei deutsche; amerikanischen Mädels und Jungens ist es viel leichter herüberzukommen; ihre Zahl ist deswegen auch eine weit größere — zugleich aber hat man den Eindruck, daß sie sich dem Körper der Studentenschaft ziemlich schwer einfügen.) Auch für die nächsten Semester dürfte die praktische, d. h. tmmittelbar berufliche Bedeutung der Universität noch auf einen kleinen Kreis von Studenten Europas beschrankt bleiben. Ich glaube, daß in und trotz dieser Situation eine Moglichkeit, ja ein Muß dafür besteht, daß der jüdische Akademiker sich fester an die Tatsache bindet, daß wir drüben in der Universität ein von den politischen Bedingungen relativ unangefochtenes Institut besitzen. Wie auch immer man zur Universität, wie sie ist and xprle sie sein׳ sollte,'stehen mag — et bt Tatsadie, daß «che Volk in den traten **ha Jahren setae»; Eiatrlttit. prlltlseh«; WtÄcIkett durch da! ■Geist als Helfer auf gerufen hat Man maß nun lraf®«b ob die jüdisch-akademische Jugend schon so viele konkrete Inhalte ihrer Arbeit hat, daß sic es nicht vermöchte, der Universität Jerusalem sich mehr und mehr m nähern. Jüdisehe Studentenvereine haben an der Wiege der zionistischen Bewegung gestanden — sollten jüdische Studenten und jüdisehe Akademiker nicht auch noch dort mehr helfen können, wo der jüdische Student in der Verwirklichung des Gedankens — in einer jüdischen Universität — seinen besonderen Platz gefunden hat? Ich glaube, daß es gut wäre — gut auch für unser jüdisches Gegenwartsbewußtsein, wenn wir einmal darüber sprechen könnten, was djnn Sinn und Probleme der Universität Jerusalem sind. Einzelne Fragen nur seien hier genannt: Wird die Universität, werden ihre Schüler ihren Ort in der Arbeit des Landes finden? Man denke auch daran, daß die Frage: ״Forschungsuniversität oder Lehruniversität“ noch immer in Diskussion ist. Das erste Heft der hebräisch-paläsiinensischen Studentenzeitung ״ha Student be universita haiwrith“ gerade setzt sich sehr erregt mit einem im ״New Palestine“ erschienenen Aufsatz, von Norman Be nt wich auseinander, der entschieden für die reine Forschungsuniversität Stellung nimmt Für 11ns aber scheint die Universität immer noch ein Dekorationsstück der Propaganda zu sein, und wenn wir oft den Wunsch aussprechen, daß die Universität einmal ein Kristallisationspunkt jüdischen Lebensgefühls sein soll, so entziehen wir uns doch immer noch allzusehr den blutigen, nächstliegendsten, geistigen Sorgen der Universität und all’ ihrer Mitarbeiter. Glaubt man nicht auch, daß es Zeit Ist, diesen Fragen näherzukommen? Vielleicht ist das nicht so sehr eine Aufgäbe der großen Verbände allein als eines eigenen darauf sich besonders richtenden studentischen Kreises, der freilich mit den großen Verbänden zusammenarbeitet — aber über ihnen steht Mein Vorschlag richtet sich an die Kreise bewußt jüdischer Akademiker, die Schüler jüdischer Hochschulen, an Verbindüngen und ihre A. H.-Vcrbände, eine Organisation zu schaffen — ohne eine solche geht es ja nun leider nicht — die diese lebendige Beziehung zur Universität Jerusalem und zu ihren Studenten erst einmal ermöglicht. Ueber die Struktur dieser Organisation müßte man sich recht vorsichtig verständigen, über ihre Beziehung auch zu den schon bestehenden Pro Universitätsorganisationen. Um diese ersten Anregungen nicht im Abstrakten zu belassen, sei heute etwas betont, was auch von den Studenten drüben gefühlt wird und worin vieles enthalten ist, was in punkto Universität dringlich erscheint — bestätigt in Gesprächen mit Leitung, Lehrern und Schülern. Ueberblickt man den heutigen Bestand der Universität, so kann man ohne Zweifel sagen, daß das, was schon vorhanden ist an Lehr- Stühlen und Instituten im allgemeinen sich mit jeder anderen akademischen Einrichtung messen kann. Aber der Umfang des schon Bestehenden ist klein. Weite Gebiete, die der Student zumindestens für die Abrundung dessen, was er schon drüben lernen kann, in Grenzfächern braucht, sind unbebaut und gerade die Begabtesten unter den Studenten in Jerusalem brauchen, um ihrer Arbeit für das Land und für das jüdische Leben willen eine immer erneute Berührung mit dem ganzen Umfange lebendigen Wissensstoffes. Die jungen Menschen, die drüben studieren, sind Pionierdi* selber nur unte(

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