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Jüdische Rundschau · 1930-01-03 · Heft 1 (3.1.1930) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXV (1930)
Issue
Heft 1 (3.1.1930)
Date
1930-01-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. I, 3.1 «930 Seite 7 JUEDISCHE RUNDSCHAU Pro domo Die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ ist der Meinung, und ich mit ihr» daß die Diskussion» die in den letzten Wochen einen so breiten Raum einnahm, eigentlich keines Schlußwortes bedarf, da das meiste gesagt ist. Darum nur ern paar Bemerkungen. Nach den Qeschehnissen in Erez-Israel herrscht bei uns die gefährliche und einer ruhigen Erörterung ungünstige Stintmung: Wer nicht für mich ist, ist wider mich. Es kaln mich darum nicht wundern» daß die meisten meiner Gegner vor der Schwierigkeit des von mir behandelten Problems blind sind, nur den aktuellen Teil der Angelegenheit sehen, und mich kurzerhand mit Chauvinisten und Revisionisten in einen Topf werfen. Man unterscheidet eben nur noch schwarz und weiß. Soll Ich mich nun etwa dazu hergeben, Herrn Mordechai Ben Ephraim, der kämpft gegen ich weiß nicht wen, nur niettt gegen mich, zu beweisen, daß auch ich für Verständigung• mit den Arabern bin? Bestimmt nicht. Auf eine noch so interessante und raffinierte Analyse des Falles Moses Calvary einzugehen, lohnt noch weniger. Wohl möchte Ich auf einige Bemerkungen Robert Weltschs, auf einen Aufsatz Gotteins im ״Dawar" und besonders auf die Ausfahrungen Ernst Simons erwidern, denn Ernst Simon hat wirklich den Punkt getroffen, an dem sich unsere Wege scheiden, und daran ändert auch nichts die Zeugenschaft Siegmund Freuds und Thomas Manns. Aber in den Zeiten der Innerzionistischen deutschen Ausei 11andersetzung haben meine Leser kaum die Ruhe, solche Erörterungen anzuhören, und wer weiß, ob die ״Jüdische Rundschau" Oberhaupt der Platz für sie Ist. Das bleibe einer anderen Gelegenheit Vorbehalten. Nur Werner Ilberg möchte ich sagen: Einen solchen Feind In sich Selbst, wie er, haben die meisten Menschen, nur wenige leben rein ihrem Instinkt. Auch ich könnte es BO ausdrOcken, daß ich Angst habe vor mir selbst. Aber mein innerer Feind sind nicht Chauvinismus und Rachegefühle und Kriegspsychose, die können mir wenig anhaben, die Feinde in mir, vor denen ich mich zuweilen fürchte, und die wir alle als Erbstück eines alten Volkes in uns tragen, sind Intellektualismus, wo er blutlos ist, und Geistigkeit, wo sie das Leben vergewaltigt. Diese Feinde möchte ich bckämpfen, — in mir und in anderen. Und helfen soll mir, mir lind denen, die nach mir kommen: die Verbindung mit dem Leben unseres Volkes. Moses Calvary. Abschiedsabend des Bett!-Am Ihr die Hablmah Zu Ehren der Habimah veranstaltete das Beth-Ara Iwrt einen Begrüßungsabend, der einen überaus feierlichen und würdigen Verlauf genommen hat Der Vorsitzende des Beth-Am, Df, M. Soloweitschik, begrüßte in einer begeisterten Ansprache die Schauspieler und gab im Namen des Vorstandes tuia der zahlreich versammelten Mitglieder seiner Freude und Bewunderung für die großartigen Leistungen und künstlerischen Erfolge der Habimah beredten Ausdruck. Hierauf ergriff der Schri'tsteller Z. W 0 y slawski das Wort um in längeren und feinsinnigen Ausführungen die Rolle der Habimah in der jüdischen Renaissance darzulegen. Die hebräischen Schriftsteller sähen in der Habim ah eine Säule der hebräischen Kulturbewegung. Der Schriftsteiler Jehoschua Outman n würdigte in einer gehaltvollen Ansprache das Schöpferische in der Kunst der Habimah und die plastische Darstellung der fernen und nahen jüdischen Vergangenheit. Zum Schhra sprach Dr. S. Rawfdowitz von Geist sprühende Worte des Dankes und der Anerkennung, die von reichem Beifall begleitet wurden. Für die Habimah erwiderte der Schauspieler Tschemer i n s k i. Er gab seiner Genugtuung über das Zusammensein mit den hebräischen Schriftsteilem Berlins Ausdruck. Er hoffe von dieser Zusammenkunft die Klärung manches Mißvcrständnisses, das zwischen den hebräischen Schriftstellern und der Habimah bestehe. Am zukünftigen Weltkongreß der hebräisehen Kultur müssen nebst den hebräischen Schriftstellern und Dichtem auch die hebräischen Schauspieler teilnehmen, welche im Laufe der Jahre reiche Erfahrungen auf dem Gebiete der hebräischen Kulturarbeit gesammelt haben. Die Habimah werde den Weg, den sie vor zehn Jahren sich vorgezeichnet hat, auch weiterhin, allen Schwierigkeiten zum Trotz, in Erez- Israel fortsetzen und ihrer Fahne treu bleiben. Beim Vortrag von Liedern und Melodien verbrachten die Anwesenden einige angenehme Stunden. Die hebräischen Gesänge, an denen sich die Palästinenser besonders infensiv befeiligten, schufen eine gemütliche Stimmung. Die Künstlerinnen Ch. Rowina und Frau Meskin brachten einige Lieder zum Vortrag und riefen den Jubel der Zuhörer hervor. Dr. A. R. Die Friedenssendung des Judentums. Der im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden gegründete Jüdische Friedensbund veranstaltet Sonntag, den 12. Januar, 111/3 Uhr vormittags, in der Hochschule für Musik, Charlottenburg, Hardenbergstraße, eine feierliche öffentliche Kundgebung, die dem Thema ״Die Friedenssendung des Judentums“ gewidmet sein wird. Die Einladung zu dieser Veranstaltung geht nicht nur vom Präsidium des Jüdischen Friedensbundes, sondern auch von sämtlichen jüdischen Organisationen aus, die dem Friedensbund körperschaftlich angeschlossen sind, wie Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen _ Glaubens Großloge U. O. B. B., Zionistische Vereinigung, Reichsverband der Jüdischen Lehrervereine, Vereinigung für das liberale Judentum, Jüdischer Frauenbund, Frauenvereinigung im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Frauengruppe Agudas Jisroel, Verband der jüdischen Jugendvereine, Kreis Jungjüdischer Pazifisten u. a. Aus *dem Programm ist hervorzuheben: Oskar Wassermann: Eröffnung»- anspraehe. Fritz Engel: Prolog (Edith Herrnstadt-Oettingen). Lion Fcuchtwanger: ״Der Jude als Friedenskämpfer“. Botschaft von Albert Einstein: ״Eine jüdische Friedensstatt“. Rabbiner Dr. Prinz: ״Die jüdische Friedenssendung und die Jugend". Ansprachen von Ernestine Eschelbacher und Alfred Nossig; zum Schluß Rezitationen aus Jessaia und Hantel Dubnow’s ״Weltgeschichte des jüdischen Volkes“. Mit der sofh• ו!״■־ •י >׳ Ausgabe des X. Bandes von Prof. Dubnows ״Weltgeschichte des jüdischen Volkes" lieg( dieses große Geschichtswerk (erschienen im Jüdischen Verlag, Berlin W 50) nunmehr abgeschlossen vor. Es behandelt die Anfänge der jüdisehen Geschichte bis zur Gegenwart Der X. und letzte Band, der in einer früheren Separatausgabe der ״Neuesten Geschichte des jüdischen Volkes“ nur die Ereignisse bis zum Jahre 1914 darstellte, hat einen Epilog von Prof. Dubnow erhalten, der die jüdische Geschichte der Kriegs- und Nachkriegsjahre bis Ende 1928 behandelt Der Preis des kompletten Weihes . :: . »!״t in Ganzleinen 140,*— M., in Halbleder 170,— M. ltn Jahre 1930 erscheinen im Anschluß an die ״Weltgeschichte“ zwei in Umfang und Ausstattung diesen Bänden entsprechende Supplementbinde ״Ge* schichte des Chassidis mu s“. MÄIÜÄDI \X/£ LTV BAND Besuche in Berlin. In den Wcihnachlsfciertagon wurde das Präildium von Dr. Krauss «us Oxford, dem Autor de* Buch«» »Siek Society", das kürzlich in Amerika erschienen ist und großes Aufsehen erregt hat, betucht. Dr. Krau*» mt aktives Mitglied der eng-!!sehen Mskkabibewcgung und berichtete dem Präsidium ausführlich von der Arbeit des neugegründeten Bar Kochba in London» Leeds und anderen Städten. — Fernerhin besuchte da» Präsidium Tb. Alekssndrowicz vom Makkabi Krakau. Es wurden mit ihm alle schwebenden Fragen der polnischen Mskknhisrbrit und der Vorboreitung des polnischen Makkabi-Kongrosies besprochen. Makkabi Prag. In den nächsten Wochen wird der Makkitki Prag »einen Turnbetrieb mit einer eigenen Turnhalle eröffnen. Turnhalle, das Work einiger aufopfernder Männer ist dem neuen ßeth Am angegliedert, und wird mit einer großen Feier der jüdischen Öffentlichkeit als Werk des Makkabi Obergeben werd«. Makkabi Czernowitz. EHo Generalversammlung de» Makkabi Czemowit* bewies aufs Neue die Bedeutung dieses Vereines. Der Leitung wurde volles Vertrauen atfigesprochen und Ing. Michael Schindler rum Leiter wiedergewähll, der bereits zehn Jahre ununter- 1>rochen Im Dion*to des Makkabi sein Amt verwaltet. Im Jahr* 1030 feiert der Makkabi Czernowitz sein so jähriges Jubiläum, für welche» große Festlichkeiten geplant sind. Anläßlich des Besuche» von Nahum Sokolow fand eine Makkabi-Fest-Akademie statt, die glänzend verlaufen ist. Deutscher Kreis Achtung! Bar Kochba-Chor. Alle Mitglieder des Bar Kochba, die stimmbegabt sind, werden dringend gebeten, Sonntag, 3 Uhr nachm., 1m großen Saale der Z, V.f. D., Meinekestraße 10, zu,erscheinen. Der Bar Kochba-Chor wird reorganisiert, und dessen Leitung übernimmt der bekannte Dirigent W ins wer. Auf dem Tscbernichovvski-Abend wird der Chor bereits auftreten. Meldungen sind zu richten an Walter Spitzer, Straitsberger Str. 24. Makkabäerfeier im Bar Kochba. Di« von der Damen-Spartabteilung, Männer-Sporlableilung und Kampfmannschaft am Sonntag, dem 2g. Dezember, im Logenhaus Emser Straße veranstaltete Makkabäerfeier nahm einen in jeder Beziehung glanzvollen Verlauf. Selten hat ein» interne Feier einen 90 nachhaltigen Eindruck hlnterlasswi, wi» dieses Chanukkah-Fest. Nachdem Oberkantor Manfred Lewandowski die Chanukkah-Lichter angesflndet hatte, begrüßte der erste VorsiUende der Sportabteilung, Eli Kirschen ba um, namens des Vorstandes delr drei Abteilungen die erschienenen Mitglieder und Gäste. Die Grüße des Hauptvorstande» überbrachte Fritz Lew ins ohn. Darauf ergriff Prof. Dr. Loews das Wert zu einer Festrodo, in dar er auf die historische Bedeutung de» Chanukkafestes und die enge Verbundenheit des Bar Kpchba mit den Makkabäern und ihrem Kampf um die Existenz de» jüdischen Volkes hinwies. Seine von leidenschaftlichem Ernst getragenen Ausführungen gipfelten in dem Appell, all® Kräfte für die Renaissance des jüdischen Volkes einziiseUen und hinterließen einen tiefen Eindruck. Manfred Lewandowski sang Arien von Händel, Manfred Geis rezitierte Tuoholaki, Feuchtwangor, Mühsam und zwei Psalmen im Urtext, von denen letztere mit ganz besonderer Begeisterung aufganommen wurden. Beiden Künstlern, die sich in liebenswürdiger Weise für diese Feier zur Verfügung gestellt hatten, gebührt ein herzlicher Dank für ihre Darbietungen. Mit großem Interesse folgten die Gäste einem von Mitgliedern der Damensportabteilung unter Leitung von Susanno Swoboda dargestellten Bewegungschor, zu dem Lena Groß Festworte eines unbekannten Autor» sprach. Dies« neuartige Darbietung, welche ,׳in ausgezeichneter DbitipUtt aUtd ,großem Rhythmus der Bewegung gezeigt wurde, verdient besonders hervorgehohen zu werden. Ke künstlerischen Darbietungen, welche in Violinvorträgen von Leo Tschemiawski, von Walter Spitzer am Flügel begleitet, ihr End® fanden, standen auf sehr hohem Niveau. Die von Ruth Gerber, Heinz Neselroth und Eli Kirschenbaum ausgezeichnet vorbereitete und gut durchgeführte Veranstaltung war von zirka 160 Mitgliedern besucht. Sie hat den Beweis erbracht, daß der Bar Kochba es versteht, den jüdischen Festen eine eigene Note zu geben. Die Aufwärtsentwicklung des Bar Kochba in den letzten Jahren wurde durch diese vollauf gelungene Veranstaltung unter Beweis gestellt. Fritz Lewinsohn. Chanukkah-Feier der Abteilung des Zentrums. Am Sonnabend, dem 4. Januar xg30, veranstaltet die erste Männerableilung gemeinsam mit der Damen-Tum- und Damen-Gymnastikabteilung ihre diesjährige Chanukkah-Feier mit anschließendem Tanz in den Feitsälen von ״Gerecht“ am Königsgraben (nahe Alexanderplatz). Beginn 8 Uhr. Erstklassige Darbietungen namhafter Künstler, sowie Vor- Eührungen sorgen für Ausschmückung des reichhaltigen sonstigen Programms. Alle Bar Kochbanerinnen und Bar Kochbaner sind herzliehst eingeladen. Hebräische Kurse des Bar Kochba. Die im Rahmen der hebritischen Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde unter der Leitung von Dr. Rosenfeld stattfindenden hebräischen Kurse werden ab 7. Januar fortgesetzt. Es bestehen folgende Kune, in die noch Teilnehmer, die hebräisch lesen und schreiben können, auf genommen werden: Montag J/»7—8 Uhr Fortgeschrittene, Beth Am, Grolmanstr. 36; Montag!/,{8/4—ן*° Uhr Fortgeschrittene, Beth Am, Grolmanstr. 36: Dienstag" 1/27—8 Uhr besonders Fortgeschrittene, Beth Am, Grolmanstraßo 36; Dienstag 81/4—s/4!o Uhr Fortgeschrittene, ßeth Am, Grolmanstr. 36; Mittwoch 71/4—8/4g Uhr Fortgeschrittene, Große Hamburger Str. 37; Mittwoch 3/49—101/4 Uhr Fortgeschrittene, Gr. Hamburger Str. 27: Donnerstag 1/46—8/47 Uhr Damenkursus, Fortgeschrittene, Beth Am, Grolmanstr. 36; Donnerstag 1/89—10 Uhr Fortgeschrittene, Gr. Hamburger Str. 27. Hallensportfest des V.B. A. V. Am Sonntag, dem 5. Januar, findet im Sportpalast wieder Berlins größtes leichtathletisches BERLINER KALENDER poale 3i1״. Deffentltdte Jtunbgebung am Sonn■ a&enb, bem 4 Jjanuat, 8‘/2 Uhr abenbs in ben ©opfiienfälen, ©opijienftr. 17/18. SEjema: ®ie Sage in ipaläfftna.!Referent S. Rajnelfon (leDlroiro). ®u&etbem SnfpradE>e oott (Ebuarb ®ernftein. UtiloftenbeUrag. ביס־העם העברי עורך נשף־חנוכה גדול" במוצאי שבת, 4. לינואר, במעונו. בהשתתפותם של האטנים הארצי־ישראלים: ברבה צפירה, נחופנרדי, ר. צבי ("אהל״-א״י). בתבנית: שירי מזרח״סויו־פסנתר ודקלום. ההתחלה ב 8 וחצי. ©a«3rib<SIra 3»ri neranftaliei am SonnaBenb, bem 4 Sanuar, abenbs 8% 1%, in feinett Säumen ein gro§e§ (Sfjanuff af)«flon jert unter ®iiitttirlung ber »al&fimifdjett Äünfllcr: äJtadtia Sepijita, SRathum Starbt 1m& St. 3 rot. 3m Programm: Qtimtaüfoe Bieber, @olo«ÄIanlet unb SRejitation. Winterereignis, das Hallensportfest des Verbandes Brandenburgischer Athletik-Vereine, statt, das alljährlich einen großen Kreis von Zuschauern und Teilnehmern an sich zieht. Der Bar Kochba hat in den letzten Jahren immer recht erfolgreich teilgeriommon und »ich de« Beinamen eint» Hallenspeaialuten erworben. Es sei nur erinnert an den großen Erfolg in der 25 x a-Rundenstaffel im Frühjahre 10*8, in der der eben erst zur A-Klasso aufgestiegene Benjamin Bar Köcnba alle A-Vereine überlegen schlagen konnte und sich nur ganz zum Schluß dem routinierten Potsdam-Berlin-Siegnr, dem deutschen Spor!- Klub, um■ Handbreite beugen mußte. Im Vorjahre war es die IO X 50-m-Pendclstaffel, die berüchtigte ״Klapperstaffe!'‘, ln der cs mehr auf sicheren Stabwechsel als auf läuferisches Können ankommt, di• Bar Kochba nach scharfem Kampf gegen den viermaligen Sieger Berliner Sport-Klub gewann. Er hat jetzt den Wanderpreis des Kultusministeriums zu verteidigen, ob es gelingen wird, noch dazu mit veränderter Mannschaft, läßt sich angesichts der schweren Gegnerschaft, besonders der atabwecliselgoübten Turnormamwcliaften, nicht Voraussagen, Auch die 25 x a-Rundenstaffol sieht Bar Kochba wieder am Start, doch mt hier «ine Aussicht auf Erfolg gering, dt der Durchschnitt dar Mannschaft zu 80hwach ist, — Interessant wird di» Abschneiden von Georg Kurz im Sprinten]reikampf über 3xf»m sei״. Er hat hier eine so excollcnte Gegnerschaft, daß er sich schwerlieh wird durchsetzen können. An» Start werden aller Voraussicht nach Hammers, Eldrachor, Goerling, Jonalh und Schlößko II sein. Erich Bergmann trifft im looo-m-Laufwi ebenfalls auf ein erlesene* Klasscfcld mit den deutschen Meistern Wichmann und Müller an der Spitze, und hat, wenn er seine letztjährige Form bewahrt hat, gute Platzchancen. Jedenfalls steht ein Abend mit interessanten und spannenden Kämpfen bevor, bei denen hoffentlich das blaue Mögen Dovid recht ehrenvoll abschneiden wird. R. A. Jahresversammlung der Wilmersdorf er Abteilung. An der Jahresversammlung der Wilmersdorfer Abteilung nahmen 21 Mitf“ * “ * " ־'** ‘י" ״ י. --■■'■—■ " ־* -־־־־•*־ Vorstand wegen »einer zionistischen Einstellung angegriffen, insbesonder» deswegen, weil im laufenden Geschäftsjahr• 3 Mitglieder, di« durchaus unsere zionistischen Bestrebungen nicht unterstützen wollten, «»geschieden sind. Herr Dr. Theilhaber mußte »ein bisherige» Vorstandsamt infolge Arbeitsüberlastung niederlegen. —■ Bei der Vor- Standswahl wurden 19 Stimmen abgegeben. Hiervon entfielen achtzehn Stimmen auf Herrn Georg Baer als Vorsitsendea, 19 Stimmen auf Herrn Josef Ilellemiann als stellvertretenden Vorsitzenden, tt Stimmen auf Herrn Willy Proiß als Beisitzer. Ferner wurde Herr Alfred Frank nun Kasscnravisor!»stellt und Fräulein Meta Selomon zum N.-F.-Kommissar. Bar Kochba Hamburg.!. Schüler — B, K. Lübeck 7: 3 (5t 0J. Handball-Abteilung. Am waten Friertag empfingen die Hamburger auf dem Rotenbaum-Sportplat» die Lübecker Bar Kochbaner zu einem Freundschaftsapiel und schlugen dioae nach interessantem Kampf 7: 3. Bi» Ha (Weit waren di» Hamburger Schüler dauernd vor dem Tor des Gegners, was das Halbieit-Resultat auch richtig wieder gibt. 1t» der zweiten Spielhälfte wurde das Spiel ausgeglichener und konnten die Lübecker durch drei Gegentore das Resultat günstiger gestalten, während •s den Hamburgern gelang, noch zweimal erfolgreich zu sein. Da» Spiel war stets fair und haben die Lübecker einen guten Eindruck!unterlassen. — Bar Kochba 1. Knaben — Viktoria 1. Knaben 5:0 (3:0). Da» Freundschaftsspiel beider Mannschaften bewies amfa neue, daß untere Bar Kochbancr zu den stärksten Jugendmannschaften Hamburgs gehört. Besondere der Kampfgeist der Jungen» ist lobenswert, — H0ekey-Abteilung. Bar Kochba 2. Jugend — II. S. V. 4. Herren 3:3; Bar Kochba 3. Damen — II. S. V. 3. Damen 0:1. Die Damenmannschaft, die sich aus Anfängerinnen zuSammensetzt. konnte den H. S. V.-Damcn einen gleichwertigen Kampf liefern. ן Orfsgrüppen Frankfurt/Oder. Unsere Ztonfotktli• Ofligrofpe^kJllft. Tätigkeit seit langer Zelt eingestellt hatte, l*t m neuem leben erwacht. Am 9, Dezember, 1529 hielt Herr‘Dr .Sally Hirsch aus Berlin in einer gut besuchten Mitgliederversammlung ein Referat über die gegenwärtige Lage im Zionismus, durch welches die hiesigen Gesinnungsgenossen über die Differenzen zwischen den bestehenden Parteien eingehend unterrichtet wurden. An das Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache. Dem Redner sei hiermit nochmals herzlichst gedankt. In der Versammlung wurde der Wunsch zum Ausdruck gebracht, die Ortsgruppe möge ihre Mitglieder wieder zu regelmäßigen Zusammenkünften einladen. Darauf fand am 16. Dezember 1029 eine neue Versammlung statt, in welcher ein Vorstand gewählt wurde, bestehend aus dlh Herren Rechtsanwalt Hirsctib e rg, Leo Herzig und Frau Francis May bäum. Zum Delegierten für den zionistischen Delegiertentag wurde Herr Rechtsanwalt Hirschberg gewählt. Nürnberg-Fürth. Am Donnerstag, dem 10. v. M., fanden hier die Wahlen für den Delegiertentag in Jena statt. Anschließend an die Wahl hielt Herr Dr. Batnberger ein Pressereferat, das in anschaulicher und erschöpfender Weise alle Vorgänge In der jüdischen Welt während der letzten Monate behandelte. Schließlich gedachte der Vorsitzende In einer Ansprache zweier Mitglieder der Ortsgnmpe, deren ständige Uebersiedlung nach Erez-Israel unmittelbar bevorsteht. Es sind dies Frau Anna Feuchtwanger (Fürth), die seit 17 Jahren unserer Ortsgruppe angehört und deren Abwesenheit von vielen unserer Mitglieder besonder^ schmerzlich empfunden wird, und Frl. Hanni Nußbaum, die Tochter unseres Gesinnungsgenossen Nathan Nußbaum, die als Chaluzah hinübergeht. Der Abend, der einen angeregten Verlauf nahm, war gut besucht. Vermischtes Der Jüdische Studentenverein, Berlin, veranstaltet am 5. Januar 1030 in den Räumen der Ressource, Oranienburger Straße 18, zugunsten seiner Mensa-acadetnica einen Chanukkah- Ball. Für interessantes Programm und reichhaltige Tombola ist Vorsorge getroffen. Eintrittskarten sind im Sekretariat des Jüdischen “Studentenvereins, N 24, Artilleriestr. 6, zu haben. בית מדרש לעברית של קהלת היהודים בברלין. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Große Hamburger Str. 27 und Grolmanstr. 36 Wiederbeginn des Unterrichts in sämtlichen Klassen: Diens tag, den 7. Januar. N. Berggrün, Grunewald, Trabencr Straße 2 (Tel.: Brabant 501, naenm. 2—3 Uhr). Das Beth-Am Iwrt veranstaltet am Sonnabend, dem 4. Januar, abends 8V״ Uhr, in seinen Räumen ein großes Chanukkah-Konzert unter Mitwirkung der palästinensischen Kunstler; Bracha Zephira, Nachum Nardi und R. Z w i. Im Programm: Orientalische Lieder, Solo-Klavier und Rezitation. בית־העם העברי עורך נשף־חנוכה גדול" במוצאי שבת" 4. לינואר" במעונו" בהשתתפותם של האטנים הארצי־ישראלים: ברכה צפירה" נחום נרדי" ר. צבי ("אהל״-א״י). בתכנית: שירי סורח״ סולו־פסנתר ודקלום. ההתחלה ב 8 וחצי. Thoralern gruppe des Schöneberger Synagogcn-Vcrclns, Münchener Str. 37. Täglich nachdem Abendgottcsdienst Lehrvorträge. Freitag, den 10. Januar 1930, nach dem Abendgottesdienst, zur Feier des 75jährigen Geburtstages des Begr&nders unserer Vereinigung, des Herrn Josef Hirschpwitz, näher Moskau, Vortrag über Josef, Herzog auf Naxos,

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